Temperaturanstieg von bis zu 4,7 Grad ?

Medien überschlagen sich wieder einmal mit Horrormeldungen
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77 % von 520 Städten müssen sich aufgrund einer drastischen Erwärmung künftig auf  subtropische Temperaturen um die 40 Grad gefasst machen. So und ähnlich lauteteten in den letzten Wochen die Horrormeldungen in den Medien. Nahrung gab ihnen eine Studie der Eid-genössischen technischen Hochschule in der Schweiz (ETH), die unter dem sperri-gen Titel „Understanding climate change from a global analysis of city analogues „( zu deutsch: Der Klimawandel anhand einer globalen Analyse von Stadtanalogien verstehen) das Licht der Öko-Welt Anfang Jul 2019 in Washington erblickte. Wir haben uns das Abstrakt einmal angeschaut.

Und es wurde schnell deutlich, dass die Verfasser wissenschaftliche Analyse mit politischen Forderungen locker miteinan-der verbunden haben. Da wird z.B. die Be-kämpfung des Klimawandels gefordert, welches ein einheitliches Vorgehen auf allen gesellschaftlichen Ebenen nötig macht. Als ob unausgesprochen klar wäre, dass der Mensch an der Erderwärmung schuld ist. Die Verfasser der Studie sehen ihre Aufgabe darin, die „Konsenslücke“ zwischen Wissenschaft und öffentlicher Meinung zu schließen. In Ihrer Studie stellen sie fest, dass 77 % der 520 größten Städte der Erde mit hoher „Wahrschein-lichkeit“ ein Klima erleben werden, das dem einer anderen bestehenden Stadt näher ist als dem aktuellen Klima. Tend-enziell würden sich alle Städte in Richtung Subtropen verlagern. Und Städte, die heute ein subtropisches Klima haben, würden sich in Richtung Wüste mit trockenen Be-dingungen wie in Marrakesch bewegen. Die Forscher wollen mit dieser Studie greifbare Informationen bereitstellen, um die globale Bewertung des Klimawandels anhand von Stadtanalogien visualisierbar-er und damit verstehbarer machen. Mit ihrer Studie, so die Forscher, könnten die politischen Akteure und Stadtplaner leichter eine Entscheidungsfindung herbei-führen.   

Na denn, können wir dazu nur sagen. Die Studie geht von Annahmen anhand von Wahrscheinlichkeitsberechnungen aus, die suggerieren soll, dass  die regionalen Wett erdaten der Städte aus der Vergangenheit (=Klima) sich für die Zukunft vorhersagbar extrapolieren lassen. Das ist aber auf-grund der Komplexität des Wetterge-schehens unmöglich. Daher sind solche Vohersagen mit großer Vorsicht zu genieß en. Niemand kann heute mit Sicherheit voraussagen, dass die Temperaturen bis 2030 in Berlin dem Klima von Canberra entsprechen werden oder das es in Lon-don so heiß wie in Barcelona und in Mad-rid so warm wie in Marrakesch werden wird. Und sollte sich das Klima in den nächsten Jahrzehnten tatsächlich wie angenommen entwickeln, dann werden wir das kaum verändern können, da dieses natürliche Geschehen seit Jahrmillionen ständig stattfindet. Und man sollte die Kirche im Dorf lassen. Seit Beginn der Industriealisierung im Jahre 1850  bis heute hat sich die globale Durchschnitts-temperatur gerade einmal um 1 Grad er-höht. Die letzte kleine Eiszeit ging Anfang des 18. Jhrdt. zu Ende. Es sollte daher nicht überraschen, dass es in der Folge seither etwas wärmer geworden ist. Ob man angesichts dieser harmlosen Er-wärmung gleich von einer der größten Her-ausforderungen für die Klimaforschung sprechen muß, wie das das Forscherteam von Crowther Lab der ETH kundtut, kann man nur verstehen, wenn man weiß, dass die ETH jede Menge Subventionen für die Klimaforschung erhält.

Zürich und ETH Zürich

Fotos: Zürich: annca, pixabay. daneben: Eidge-nössische techn. Hoch-schule Zürich, Schweiz: pi-xabay.com
 

Nach Lesart der ETH-Studie sollen in den europäisch-en Großstädten bis 2050 im Sommer die Temperaturen durchschnittlich bis zu 3,5 Grad Celsius und im Winter bis zu 4,7 Grad Celsius höher liegen. Wass-erknappheit in Süd-europa und in Aus-tralien könnten ein weiteres großes Problem werden, so der Verfasser der Studie, Tom Crowt-her. Für Ihre Modell-berechnungen nah-men die Forscher an, dass die global-en Durchschnitts-temperaturen um 1 bis  4 Grad ansteig-en werden.

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Hitzewellen werden in Europa wahr-scheinlicher und aufgrund des men-schengemachten Klimawandels auch immer intensiver. So sekundiert die deutsche Physikerin Friederike Otto von der Uni Oxford die Studienergebnisse. Frau Otto leitet das Envoronmental Change Institute an der Uni von Oxford. Und das ist eine ganz besondere Bude. Diese hat mit Hilfe der Statistik die sog. Attribu-tionsforschung  aus dem warmen Sumpfboden des Instituts herausge-zogen und schwupp war eine Mischung aus Theologie, Eso-terik und Wahrsag-erei entstanden. Und mit der richti-gen Öko-Gesinnung versehen, wurden dem Institut dann Leute zugeordnet, die mit Hilfe der Mathematik jede Menge heiße Luft erzeugen dürfen.

Und wie der Name schon sagt, kann man der „Zuordnungsforschung“ alles Mögliche zuordnen. Selbstverständlich auch das Wetter. Aber wozu brauchen wir dann noch Meteorologen ? Und warum wurden die hohen Temperaturen um 40 Grad in den Juni-Monaten von 1917,1947,1976 und 2003 nur als außergewöhnliches Wetter und nicht als ein bedrohlicher Klimawandel wahrgenommen ?  Und auch dieser Sommer ist nicht der heißeste Sommer „seit Menschengedenken,“ da die Wetteraufzeichnungen erst im 18.Jhrd. begannen und die meisten Menschen sich nicht einmal an die letzten 5 Jahre zurück-erinnern können. Und warum vergrößern sich die Gletscher in der Arktis massiv, während es weltweit doch erheblich wärmer werden soll ?  Wir raten an dieser Stelle zu mehr Gelassenheit und lassen Frau Otto gerne weiter zuordnen. Die Politik wird sie und die anderen Klima-helden beizeiten sicherlich nicht nur mit Geld auszeichnen für so viel Seriosität.        

Quellenhinweise:

Welt.de vom 12.07.2019; Thomas W. Crowther u.a.: Understanding climate change from a global analysis of city analogues, (Abstract) in: journals.plos.org vom 10.7.2019; srf.ch-news: Studie der ETH Zürich vom 11.7.2019; Göhring, Axel Robert: Künftig wahrscheinlich jeden Sommer über 40 Grad, in: Eike.de vom 11.7.2019; Der Tagesspiegel vom 11.7.2019 und RK-Redaktion vom 20.07.2019

 

Fotos: ganz oben: pixabay.com; links darunter: Harda S.,pixabay.com. links daruner: Stadt Zürich: annca, pixabay.com, Illustration schmelzendes Handy: succo, pixabay.com; Retuschen: Revierkohle 

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Energiewende erzeugt Problemmüll

der Rückbau zahlreicher Windkraftanlagen steht an

Ab 2020 endet für viele Windkraftanlagen die staatliche Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Da Windkraftanlagen ohne Subventionen nicht marktfähig sind, müssen sie zurückgebaut werden, einschließlich dem metertiefen Fundament. An einigen Stellen werden kleinere Anlagen durch größere WKA ersetzt. Der Rückbau ist auch wegen Erreichung der technischen Altersgrenze erforderlich. Dabei sind zahlreiche Fragen seit Einführung des EEG im Jahre 2000 bis heute ungelöst. Zu diesen ungelösten Fragen gehört auch die Entsorgung der Rotorblätter. 

Stahl und Kupfer finden sicherlich Abnehmer, der Beton kann zerkleinert werden, doch die Entsorgung der Rotorblätter ist keine einfache Sache, da diese aus glasfaserverstärkten Kunst-stoffen hergestellt und mit Kohlefasern verklebt wurden. Verbundwerkstoffe aus Carbonfasern lassen sich aber nicht so ohne weiteres recyceln, so Florian Sorg, Projektleiter der Landesagentur Umwelt-technik BW. Müllverbrennungsanlagen eignen sich dazu nicht, da die brechenden Fasern die Filter verstopfen und die elektronische Steuerung der Anlagen beeinträchtigen. 

Und der Aushub von bis zu 3.800 Tonnen Stahlbeton aus der Erde verschlingt einen Batzen Geld, den die Eigentümer der Anlagen oft nicht haben. Daher kann es passieren, dass der Sockel einfach in der Erde vebleibt und mit Erde abgedeckt wird, was allerdings gem. § 35, Abs. 5 des Baugesetzbuches verboten ist. Rund 20.000 EUR kostet der Rückbau einer 1 Megawatt-Windkraftanlage. Das Recycling unternehmen Remondis rechnet daher damit, dass die rd. 30.000 Windkraftan-lagen noch jede Menge Probleme bereiten werden. Allein bis 2021 sollen rd. 16.000 Tonnen Abfallmaterial aus Rotorblättern anfallen. Wahrscheinlich wird man bis zur Lösung dieser Probleme ähnlich wie bei der Entsorgung von atomaren Brennstäb-en verfahren: man baut  Zwischenlager.

Zusätzliche Probleme wird es bei der Entsorgung von veralteten Photovoltaik-Anlagen und Lithium-Batterien geben. Denn auch hier steckt eine geeignete Ent-sorgungstechnik noch in den Kinderschuh-en. Das Frauenhofer-Institut für chemische Technologie in Baden-Württemberg bastelt derzeit an einem Verfahren, das Verbundwerkstoffe aus Holz, Glasfaser-matten und Epoxyharz mit Hilfe von kleinen Sprengladungen in einzelne Fraktionen trennen soll, um die Ver-brennung zu ermöglichen. In 5 Jahren will man das Verfahren so weit vorangetrieben haben, dass die Entsorgung im Indu-striemaßstab mit Hilfe der Pyrolyse ( Zer-setzung chem. Verbindungen) möglich sein soll.

Und wie fast immer lautet auch hier die Gretchenfrage: “ wie teuer wird das Ganze und wer soll das alles bezahlen?“ Ob die Anlagenbetreiber draufzahlen werden, ist unklar und unwahrscheinlich. Zwar sind diese zur Rücklagenbildung für den Rückbau verpflichtet, aber viele Anlagenbetreiber gingen schon vor Erreichung der technischen Alters-grenze der Anlagen trotz hoher Subventionen in die Pleite. Hier wird wohl wieder mal der deutsche Michel die Zeche zahlen dürfen. Eher un-wahrscheinlich dürfte sein, dass die Rückbaukosten aus den Erlösen des Altmetalls ausgeglichen werden können.

Langfristig will man Materialien entwicklen, die aus organischem Fasergewebe bestehen und daher kompostierbar sind. Allerdings müssen diese extrem belastbar sein. Bis zur Marktreife werden daher ebenfalls noch viele Jahre vergehen. Übrigens: ein Rotorflügel mit einer Gesamtfläche von 300 Quadratmetern bringt 6,5 Tonnen Gewicht auf die Waage. Obwohl alle installierten Windkraftanlagen mittlerweile rd. 14.000 Megawatt Strom erzeugen können (installierte Leistung, wohlgemerkt !!), beträgt die gesicherte Leistung nach wie vor bei Onshore-Windkraftanlagen 0 % und bei Off-Shore-Windkraftanlagen 2 %. Sie sind damit für eine gesicherte Energieversorgung rund um die Uhr völlig ungeignet. Trotzdem setzt die Regierung weiterhin auf diese unnötige und unwirtschaftliche Technik.

Quellenhinweise:

ZDF vom 29.07.2019; n-tv.de vom 29.5.2017; Stutgarter Zeitung vom 14.3.2018; Welt.de vom 31.1.2004; Shz.de vom 9.9.2018; ndr.de vom 22.1.2018; Capital vom 18.1.2017; Deutschlandfunk-Kultur.de vom 25.8.2015 und RK-Redaktion vom 30.07.2019

Fotos: pixabay.com; Ilustrationen: 

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Nachruf zum Tode von Dr. Werner Müller

der Ruhrbaron hat das Ruhrrevier maßgeblich beeinflusst

Dr. Wilhelm Werner Müller (*1.06-1946 - + 15.07.2019) - Foto: RAG

Der ehem. Bundeswirtschaftsminister, RAG-Chef und RAG-Stiftungschef ist am 15.7.2019 nach einem schwer-en Krebsleiden im Alter von 73 Jahren in seiner Heimat-stadt gestorben. Der in Essen auf Kohle geborene Mana-ger hat das Ruhrrevier wie kaum ein anderer geprägt. Das Schicksal von Tausenden von Bergleuten sowie der Berg-bauregion hat er maßgeblich zum Guten gelenkt. Er hat mit dafür gesorgt, dass der unnötige Ausstieg aus dem Steinkohlenbergbau zumindestens sozialverträglich be-endet werde konnte. Er hinterläßt seine Frau und zwei erwachsene Kinder.

Dr. Werner Müller: Dozent-Bundesminister für Wirtschaft - RAG-Chef- RAG-Stiftungschef-Manager-Landesverdienstkreuzträger- Fotos: RAG

Für seine Lebensleistung wurde Müller in 2018 von Min.Präs. Armin Laschet mit dem Landesverdienstorden ausgezeich-net. Der frühere RAG-Chef entwickelte die Idee der RAG-Stiftung, damit die Steuer-zahler für die Ewigkeitsaufgaben des Nachbergbaus nicht blechen müssen. Die RAG-Stiftung finanziert sich aus den Divi-denden an verschiedenen Beteiligungen.

So ist die RAG-Stiftung z.B. Eigentümer des Chemiekonzerns Evonik, der früheren Degussa und Hauptanteilseigner von Viva West, der früheren Treuhandanstalt für bergmännische Wohnstätten. Ohne Müller, so Evonik-Vorstand Christian Kullmann, würde es die Evonik überhaupt nicht geben. 

Die Umstrukturierung der früheren Ruhrkohle AG geht ebenfalls auf sein Konto. Der schwarze Bereich wurde vom weißen Bereich getrennt. Die Ruhrkohle AG wurde in DSK umbenannt. Heute heißt der Kohlekonzern wieder RAG AG. Müller war darüber hinaus als begnadeter Rhe-toriker und Netzwerker bekannt. Mit Hilfe seiner zahlreichen Beziehungen hat er wichtige Impulse für die Umstrukturierung des Ruhrgebietes nach dem Ende der Kohleproduktion gesetzt. Hierzu gehört auch das Projekt „Glückauf-Zukunft.“ Als sein Krebsleiden ihn 2018 zur Aufgabe seiner Tätigkeiten zwang, wurde er zum Ehrenvorsitzenden der RAG und der RAG-Stiftung ernannt. Als am 21.12.2018 die letzte Zeche, Prosper-Haniel in Bottrop, ge-schlossen wurde, da stand er noch einmal in der ersten Reihe der Trauergäste. Seine Lebensregel lautete:“ Du musst am Ende mehr Freunde als Feinde haben.“   

Quellenhinweise:
 
RAG-Pressemit-teilung vom 16. 7.2019; WAZ vom 16.7.2019; Presseamt der Stadt Essen, Mit teilung von OB Thomas Kufen vom 16.7.2019; Bild-Zeitung vom 16.7.2019; FAZ vom 16.7. 2019; Lokal-kompass.de vom 16.7.2019 und RK-Redakt-ion vom 18.7. 2019
ein letztes Glückauf !
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Recklinghausen: die malenden Kumpel von der Ruhr

20 Werke naiver Kunst im Rathaus der Stadt Recklinghausen

Bis 22.Sept.2019 werden in der kommunalen Galerie im Rathaus der Stadt Reckling-hausen 20 Werke naiver Kunst gezeigt. Naiv in dem Sinne, als dass alle Arbeit-en von Autodidakten stammten, die mit einfach-en Mitteln unbekümmert und phantasievoll ihre Bild-motive wählten.

 

Die naive Malerei wurde um 1900 erstmals von Pariser Künstlern entdeckt, später von Kunsthistorikern wie z.B. Wilhelm Uhde.  Autodidakten waren die malenden Berg-leute ganz sicher. Und es waren nicht wenige.

Die bergmännische Laienkunst erlebte in den 50er Jahren ihre Blütezeit. Sie ent-stand im Zusammenhang mit der ge-werkschaftlichen Bildungsarbeit der da-maligen BCE und wurde unterstützt von den Ruhrfestspielen. Das Ergebnis dieser Bemühungen waren die sog. „Stecken-pferdturniere“. Bergleute stellten im Wett-bewerb ihre Bilder in den Lohnhallen der Zechen aus. Mit diesem Hobby konnten sich die Bergleute auch von ihrer harten Arbeit unter Tage erholen und sie erlebten ihre Freizeit durch das Malen als be-sonders sinnvolle Zeit.

Rathaus der Stadt Recklinghausen

Dies galt vor allem für Bergleute, die durch Krankheit abgängig wurden und durch ihre neue Leidenschaft einen neuen Lebens-inhalt fanden. Die Ruhrfestspiele wurden in den 60er Jahren zu einem Zentrum der naiven Kunst und Treffpunkt für Laien-künstler. Noch heute zählt die sog. Naive zu den Sammlungsschwerpunkten der Recklinghäuser Museenlandschaft. Im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung in der kommunalen Galerie stehen Werke der Maler Franz Brandes, Friedrich Gerlach, Karl Hertmann, Karl Eduard Kazmierczak, Franz Klekawka und Max Valerius. Diese ehem. Bergleute prägten die naive Kunst des Ruhrreviers in den 50er bis 70er Jahren.

Die Ausstellung kann bis 22.Sept. 2019 an den Wochentagen Montags, Mitwochs und Freitags jeweils von 8.00 h bis 13.00 h und Donnerstags von 8.00 h bs 18.00 h be-sucht werden.

Der Eintritt ist frei.

Foto: Rathaus; Stadt Recklinghausen, ganz oben: Stadt Recklinghausen, Painter-Illustrationsveränderung: Revierkohle; Videoclip: Life ofo Vids, pixabay.com

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Nordsee: leere Gasfelder sollen als C02-Speicher dienen

Porthos soll weltgrößter C02-Speicher werden

Ist das der Schlüssel der Zukunft

Nach wie vor geht man davon aus, dass das anthropogen verursachte C02 ein Klimakiller ersten Ranges ist. Das diese Behauptung wissenschaftlich nicht belegt ist, haben wir bereits in zahlreichen Beiträgen deutlich gemacht. Die Politik hält aber an dieser Vermutung fest und glaubt, dass durch eine Reduzierung um 80 % im Jahre 2050 die Klimaerwärmung auf unter 2 Grad plus begrenzt werden kann. Um dieses (utopische) Ziel zu erreichen, setzt man auf die vollständige Dekarbonisierung, De-Industriealisierung , C02-Steuer und auf die Eliminierung des C02 in Rauchgasen durch die CCS-Methode.  

Das Kürzel CCS steht im Englischen für Carbon Capture and Storage. Gemeint sind Verfahren, bei denen das entstehende CO2 abgeschieden und gelagert wird. Durch diese Technik soll verhindert werden, dass das CO2 in die Atmosphäre gelangt. Bereits im Jahre 2006 wurde mit dem Bau erster Pilotanlagen begonnen. Gegenwärtig ist jedoch nicht voraus-sagbar, ob die Technologie sich als sicher und finanzierbar erweisen wird. Überhaupt ist es noch völlig unklar, ob eine sichere CO2-Endlagerung tatsächlich für viele Jahrtausende garantiert werden kann. Ein Streitpunkt ist auch die Frage, wer für eventuelle Leckagen haftet. Die Genehmi-gung für Versuchsanlagen lief in Deutsch-land 2016 aus.

Destillationsanlage - Foto: fotolia.Kauf

In Norwegen, Rotterdam, Amsterdam und Gent schmiedet die Industrie dagegen er-neut an Plänen für eine C02-Speicherung. Diesmal soll das Spurengas unter der Nordsee mit Hilfe des CCS-Verfahrens in leere Gasfelder gepumpt und dort für rd. 400 Jahre gespeichert werden. Damit soll gleichzeitig ein Beschäftigungseffekt für die freigesetzten Bohrplattform-Mann-schaften der leergepumpten Öl-und Gas-felder in Norwegen erzielt werden. Die Öl-und Gasvorkommen sind in Norwegen bereits um die Hälfte erschöpft.  In der  Abtrennung und Speicherung von C02 unter der Nordsee sieht Norwegen einen Riesengeschäft für die Zukunft.     

Absperrventil - Foto: Fotolia-Kauf

Das Spurengas soll dabei über bereits vorhandene Gaspipelines zwischen der Küste Norwegens und den Offshore-Erdgasfeldern transportiert werden. Im sog. Sleipner/Snohvit-Gasfeld in der Barentsee speichert Norwegen bereits seit über 20 Jahren C02. Jährlich werden nach erheblichen Anfangsschwierigkeiten rd. 700.000 Tonnen C02 in den Meeresgrund gepresst. Die Technik soll weiterentwickelt werden, um die Kosten zu senken. Die drei Ölkonzerne Equinor, Shell und Total sollen als Projektpartner für den Transport und die Endlagerung zuständig sein.

Einen anderen Weg wollen die Hafen-städte Rotterdam, Antwerpen und Gent gehen. Sie setzen im sog.“Porthos-Projekt“ auf das Einfangen des C02-Spurengases direkt aus der Luft. Eine erste Verbrenn-ungsanlage dieser Art ist in England ent-wickelt worden, die C02 aus der Atmo-sphäre filtern kann. Das Kohlenstoffdioxid wird dabei chemisch von den restlichen Abgasen getrennt und lagert sich an fein verteilte Tröpchen eines Armins an. (= org. Verbindung, Abkömmling des Amonniaks NH3). Dieses Verfahren erfordert aber einen hohen Energieaufwand, da C02 nur zu 0,04 % in der Luft enthalten ist. Für die breite Anwendung ist das Verfahren daher noch nicht geeignet. Potentielle C02-Speicher, die für die drei Hafenstädte geeignet wären, befinden sich vor der holländischen Küste  drei Kilometer unter dem Meeresboden. Diese Felder bestehen aus porösem Sandstein. Bis 2026 soll eine erste Rohrleitung durch das Hafengelände von Rotterdam verlegt werden. Über diese Leitung soll das C02, das die dort an-sässigen Firmen verursachen, aufge-nommen, in einer zentralen Anlage vor-bereitet und dann mit hohem Druck in den Meeresboden verpresst werden. Die belgischen Häfen Antwerpen und Gent wollen sich dem Porthos-Projekt anschließen.          

 

Quellenhinweise:

Spiegel-Online vom 10.05.2019; SWR vom 27.11.2018; RK-Montankultur-Rückblick 2009 (CCS-Erläuterung in verständlicher Form), Jahrbuch, Hamburg 2010,  S. 42 ff; CCS-IZ-Klima, 2. Auflg.,Berlin 2008, S. 4/5 und RK-Redaktion vom 16.07.2019

Fotos: ganz oben: Steven Lodice (STVIOD), pixabay.com; Mitte links: Wasserwellen: fotolia-Kauf, Animation: Revierkohle; ganz unten links: Ventilöffnungsrad:fotolia-Kauf

Bernhard Blach

RK-Coal-Board

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Braunkohle: Industrie fordert verlässliche Perspektiven

die Lebensfähigkeit der Braunkohle-Reviere muss erhalten bleiben

Braunkohlebagger im rheinischen Revier-Foto: pixaba.com

Nachdem die Kohle-kommission Anfang Febr. 2019 der Bundesregierung empfahl, bis 2038 nach der Steinkohle nunmehr auch aus der Braunkohleförd-erung auszustiegen, um angeblich das Klima zu schützen, sind etliche Indu-strievertreter und CDU-Granden hinter den Kuli-ssen auf die Barrikaden ge-gangen. Sie befürchten nicht nur den Verlust von rd. 72.000 Tausend Arbeits-plätzen rund um die Wert-schöpfungskette der Braun kohlebetriebe in Ost und West, sondern auch um den Verlust von Planungs-perspektiven (wir berichtet-en bereits, siehe). Auf dem Braunkohletag des Deut-schen Braunkohle-Indu-strie-Vereins (DEBRIV) in Köln forderte der Vorsitz-ende, Dr. Helmar Rendez, die Lebensfähigkeit des Industriezweigs zu erhalt-en. Er wies ferner darauf hin,  die Risiken der Ver-sorgungssicherheit nicht zu unterschätzen. Eine weitere Verkürzung der Abbauzeit auf 2030 ließe sich wirt-schaftlich nicht mehr dar-stellen. Solange Braun-kohle noch gefördert wird, hat dies einen dämpfenden Einfluss auf den Strom-preis, da Braunkohle mit 4,6 Ct/kWh immer noch zu den günstigsten Energieträgern zählen würde.

Min. Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP), Foto: Twitter-Account, Veränderung: Revierkohle

Der Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW, Andreas Pinkwart, erhob die Forderung nach einer rationalen Energie-politik, da diese einseitig von der Anti-Kohlebewe-gung geprägt sei. Er be-zeichnete die Braunkohle als einen leistungsstarken Zweig der Energiewirt-schaft. Womit er nicht ganz unrecht hat, da dies die  Zahlen belegen.  Alle drei deuschten Braunkohlere-viere haben in 2018 zu-sammen 166,3 Mio. t Braun kohle gefördert. Davon wurden 150,6 Mio. T für die Stromerzeugung verwend-et. Das entspricht einer Leistung von 145,5 Terra-wattstunden. Die Reserven betragen noch rd. 40  Mrd. T. Dennoch sprach sich Pinkwart für einen Kohle-ausstieg aus und will am Strukturstärkungsgesetz festhalten.   

Braunkohleförderung in West-und Ostdeutschland 2018, Quelle: Bundesverband Braunkohle (DEBRIV)

Wir dürfen an dieser Stelle den Minister daran erinnern, dass sich das Ruhrrevier bereits seit rd. 50 Jahren strukturwandelt, ohne das dies bisher auch nur annähernd dazu geführt hätte, dass wenigstens die Hälfte der bisher verloren gegangenen Arbeitsplätze allein im Steinkohlenbergbau von ehemals rd. 600.000 Beschäftigten durch adäquate und tariflich gut bezahlte Arbeitsplätze ersetzt worden wären. Allein seit 1998 sind über 12.000 Arbeitsplätze im Bergbau weggefallen. Auf den ehem. 8 Zechengeländen haben sich überwiegend Speditionsbetriebe und mittelständische Betriebe angesiedelt, die zusammen nicht einmal 4000 neue Arbeitsplätze geschaff-en haben. Trotz Strukturhilfen in Millionen-höhe.

Quellenhinweise:

Informationen und Meinungen 2/19, DEBRIV (Hrsg.); FAZ vom 4.7.2019; LEAG-Website; Handelsblatt vom 25.1.2019; MDR vom 14.6.2019; pro-lausitz.de und RK-Redaktion vom 8.07.2019

Wir glauben daher weder an die Mög-lichkeit noch an die Notwendigkeit einer Klimarettung und schon gar nicht daran, dass die vorgesehenen Anpassungs-strukturhilfen für die Braunkohlereviere geeignet sind, 72.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Verschiebung von Bund-esbehörden oder die Einrichtung von For-schungsstellen sind da nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und bringen den Berg-leuten gar nichts. Das dürfte die Polen freuen. Die planen bereits nach Aufgabe des Lausitzer Tagesbetriebes den Bau eines neuen Braunkohlekraftwerks. Zwingende Voraussetzung für den end-gültigen Ausstieg aus der Stein-und Braun-kohle sowie die geplante Stilllegung aller fossilen Kraftwerke ist die Lösung des Stromspeicherproblems. Eine Lösung ist aber weit und breit nicht in Sicht. Wenn hier nicht bald umgedacht wird, wird die schleichende De-Industriealisierung nicht mehr aufzuhalten sein, da die Auto-, Chemie- und Stahlindustrie dringend auf fossile Energieträger und auf eine sichere Stromversorgung angewiesen ist. Wenn die geplante Verteuerung von C02-Zertifi-katen umgesetzt werden sollte, wird das die Erstellungskosten erhöhen und damit den Weggang beschleunigen. 

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RAG-Stiftung: Folgekosten für den Nachbergbau fallen höher aus

RAG-Stiftung legte Zahlen vor

Nachdem der aktive Stein-kohlenbergbau in Deutsch-land im Dez. 2018 nach über 200 Jahren beendet wurde, bleiben etliche Ewig-keitsaufgaben bestehen. So u. a. die Grubenwasser-haltung, der Polderbau, die Grundwasserprüfung, der Altbergbau sowie die Re-gulierung von Bergbau-folgeschäden. Die Kosten für diese Maßnahmen wurden bisher auf rd. 200 Mio. EUR pro Jahr veran-schlagt. Nach Einschätz-ung der RAG-Stiftung haben sich die Folgekosten in 2018 um 100 Mio. EUR erhöht. Die RAG-Stiftung sei aber finanziell gut auf-gestellt, erklärte der neue  RAG-Stiftungschef Bernd Tönjes bei einer Bilanz-pressekonferenz am 6.6. 2019 auf der Zeche Zoll-verein XII in Essen. In 2019 konnten weitere 912 Mio. EUR an Rückstellungen aus 2018 gebildet werden.

zukünftige zentrale Grubenwasserhaltungszeche Lohberg in Dinslaken- Illustration und Fotos: RAG

Die Rücklagen für die sog. Ewigkeitsauf-gaben belaufen sich mittlerweile auf 7,3 Mrd. EUR. Dieses Geld stammt aus Divi-denden des Chemiekonzerns Evonik u.a. Beteiligungen. Die RAG-Stiftung hält 64,4 % der Anteile an diesem Chemiekonzern. Weitere Anteile hält die Stiftung an dem Wohnungsbaukonzern Vivawest, der ehem. Treuhandanstalt für bergm. Wohn-ungsstätten (TWS). Hier konnte sich die Stiftung über eine Gewinnausschüttung von 36 Mio. EUR in 2018 freuen. Die Stift-ung wurde gegründet, damit der Steuer-zahler nicht für das Abpumpen des Grub-enwassers aufkommen muß.    

Das Grubenwasser wird in Zukunft an nur noch 6 Zechenstandorten gehoben. Es handelt sich dabei um die stillgelegten Zechen Walsum in Duisburg, Lohberg in Dinslaken, Heinrich III in Essen-Überruhr, Friedlicher Nachbar in Bochum-Linden, Robert-Müser in Bochum-Werne, Duhamel in Ensdorf und Haus Aden in Bergkamen (bis 2020). Die Hebung ist auf Ewigkeit notwendig, da sich das Sickerwasser in den ehem. Schächten und Strecken aller Altzechen ständig sammelt und dabei verschiedene salzhaltige Mineralien und Sedimente aus dem Gestein mitreisst. Ohne Hebung würde die rostbraune Brühe immer weiter steigen und ab 200 Meter unter Normal Null mit den trinkwasser-führenden Schichten in Berührung komm-en. (siehe Grafik links) Aus diesem Grund müssen jedes Jahr rd. 110 Mio. Kubik-meter Grubenwässer gehoben werden.   

Schema Grubenwasserhaltung im Hängepumpenbetrieb-Grafik: RAG

Quellenhinweise:

Pressemitteilung der RAG-Stiftung vom 6.6.2019;  RAG-Website; Süddeutsche Zeit-ung vom 6.6.2019; Wallstreet-Online.de vom 6.6.2019; WAZ vom 6.6.2019; Focus-Online vom 6.6.2019; Welt vom 6.6.2019; Rede des RAG-Stiftungsvorstandes, Bernd Tönjes, vom 6.6.2019 und RK-Redaktion vom 08.07.2019

Die Konzentrierung auf 6 Standorte wird in Zukunft nicht nur die Gewässer entlasten, sondern auch die Kasse der RAG-Stiftung. Denn der Hängepumpenbetrieb ist wesent-lich preiswerter als der untertägige Kreiselpumpenbetrieb. Die Standorte wurden so gewählt, dass das Gruben-wasser aus den Grubenbauen der rd. 170 ehem. Zechen im Revier zu den zentralen Grubenwasserzechen fließt. Dazu wurden z.T. kilometerlange Rohre unter Tage ver-legt. Die ehem. Abbaureviere wurden dabei in Wasserprovinzen eingeteilt und werden zentral auf Pluto in Herne überwacht. Dazu zählt die Überwachung der Fließge-schwindigkeit des Grubenwassers, der Anstieg des Grubenwassers, die Qualität des Wassers und die Prüfung von Schad-stoffen. Sollte eine Hängepumpe an einem der 6 Standorte einmal ausfallen, stehen einige weitere Zechen als Sicherungs-standorte zur Verfügung. Hierzu zählt künftig auch die bisherige zentrale Grub-enwasserhaltung auf Zollverein XII in Ess-en, die bisherige Grubenwasserhaltung auf Carolinenglück in Bochum und Fürst Leo-pold in Dorsten.

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Netzbetreiber: gefährliche Zustände im deutschen Stromnetz

Anfang Juni stand das Stromnetz vor dem Zusammenbruch

Hochspannungsmast mit Einspeisetrafo- Foto: Erich Westendarp (hpgruesen), pixabay.com

Allen Verantwortlichen in der Energie-wirtschaft ist eigentlich klar, dass die ge-sicherte Leistung von regenerativen Ener-gieträgern, mit Ausnahme der Wasser-kraft, gleich Null ist. Um die Stromver-sorgung ständig zu gewährleisten, müss-en die Elektrizitätsunternehmen daher Regelenergie bereitstellen. Diese wird von den Grundlastkraftwerken geliefert. Sie sorgen dafür, das die ständig schwank-enden regenerativen Energieträger inner-halb von Minuten aufgefangen werden, um einen Netzzusammenbruch zu verhindern. Damit solche durch Wind- und Sonnen-kraftwerke verursachten Schwankungen sich nicht auf die Stabilität des gesamten Stromnetzes auswirken, halten die Netz-betreiber immer eine bestimmte Menge an Reservestrom bereit, die sog. Minuten-reserve. Anfang Juni gaben die vier Netz-betreiber zu: die Stromversorgung war ernsthaft durch Unterspeisung gefährdet und konnte nur mit Hilfe von ausländisch-en Partner gemeistert werden.

chaotische Zustände nehmen zu

Die Situation kam dadurch zustande, dass an drei Tagen im  Juni 2019 weniger Strom zur Verfügung stand als benötigt wurde. Das Defizit führte zu einer Ab-senkung der Netzfrequenz im gesamt- europäischen Raum. Die Häufung ekla-tanter Notfälle gibt durchaus Anlass zur Sorge, dass das gesamte Netz bei weit-erem Ausbau regenerativer Energieträger vollständig zusammenbrechen könnte. Das sich die Probleme im Stromnetz ver-schärft haben, sieht auch der Bundes-rechnunghof. Er sieht allerdings den Grund nicht in den regenerativen und damit schwankenden Energieträgern, sondern darin, das der Netzausbau mit dem Zubau von Wind-und Photovoltaikanlagen nicht Schritt halten würde. 

So verweist er in seinem Bericht darauf, dass von dem in 2009  erlassenen Ener-gieleitungsausbau-Gesetz genannten 1. 800 neuen Streckenkilometern nicht mal die Hälfte bisher  fertiggestellt wurde. Bis 2050 müssten über 35.000 Kilometer an neuen Stromkabeln ausgebaut oder verstärkt werden. Die Kosten dafür summieren sich allein bis 2035 auf bis zu 85 Mrd. EUR. Der Bundesrechnungshof zweifelt daher nicht nur den von der Bundesregierung gesetzten Termin an, er hat auch Zweifel daran, ob der Netz-ausbau unter diesen Prämissen über-haupt wirtschaftlich zu erfüllen ist.     

Als Konsequenz aus dem Beinahe-Zu-sammenbruch des Stromnetzes Anfang Juni verdoppelten die Netzbetreiber Amprion, Tennet, 50 Hertz und Transnet BW die vorgehaltenen Minutenreserven auf 2000 Megawatt, damit Engpässe künftig nicht mehr so schnell entstehen. Allerdings drohen den Stromkunden durch diese Maßnahme erhebliche höh-ere Stromkosten. Die Regelenergiekosten sind Anfang Juni aufgrund der Netztur-bulenzen an der EEX-Strombörse regel-recht explodiert. Kostete die Megawatt-stunde Strom Ende Mai gerade einmal 10 EUR, schlug das Pendel am 29.6.2019 auf unglaubliche 37.856 EUR pro Mega-wattstunde aus. Die Netzbetreiber mußt-en für drei Tage insgesamt fast 17 Mio. EUR auf den Börsentisch legen. Die Preise sind zwar zwischenzeitlich wieder auf rd. 400,00 EUR pro Megawattstunde Strom gesunken, es ist aber immer noch ein hoher Preis. Sie als Endverbraucher werden das wohl wieder mal bezahlen müssen. Dank der Energiewende.

Quellenhinweise:

Der Spiegel vom 2.7.2019; Neue Presse vom 2.7.2019; FAZ vom 2.7.2019; Nachrichtenagentur Dernewsticker.de vom 3.7.2019 (BRH-Meldung); Deutschlandfunk vom 2.7.2019; und RK-Redaktion vom 4.7.2019.

Foto unten (Kreisobjekt): fotolia-Kauf.

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