Klimakrise: nicht mehr beherrschbar ?

diese Grafik soll belegen, dass die Anzahl warmer Tage immer mehr ansteigt; Deutscher Wetterdienst vom 12.8.2021

Je mehr der Ukraine-Krieg seit Febr. 2022 in den medialen Vordergrund ge-rückt ist, um so weniger wird über die angebliche Klimakrise berichtet. So scheint es jedenfalls, wenn man wie wir die Presseartikel aufmerksam verfolgt. Dafür werden die schrillen Töne der selbsternannten Klimaretter immer lauter. Die Tatsache, dass der von Robert Habeck eingefädelte Flüssiggasdeal mit dem arabischen Scheich von Katar bedeutet, dass das Klimaziel „CO2-Neutralität bis 2030“ nicht mehr erreichbar ist, weil der ausgehandelte Vertrag über 20 Jahre läuft,  lässt die empörten Apokalyptiker aufheulen. Sie fordern nicht nur ein Austieg aus der Atomenergie, sondern auch aus der Kohle, aus dem Gas und aus dem Öl. Und zwar komplett. 

Sie halten diese halsbrecherischen Forderungen für berechtigt, um die Erde vor einer Überhitzung und die Menschheit vor dem Klimatod zu bewahren.  Dabei beziehen sich die Akteure der Klimabewegung gerne auf eingekaufte und gar nicht so wissenschaftlich korrekt arbeitende Institute wie das Pots-damer Institut für Klimafolgenforschung, auf das Wuppertaler Institut für Klimaforschung, auf die EU, auf den Weltklimarat ua. Institutionen, die alle nach dem gleichen Schema arbeiten: sie wollen anhand von Hypothesen und Computersimulationen „beweisen“, dass der Mensch alleine an der Erder-wärmung schuld ist. 

Und der Schuldige ist spätestens seit 1990 auch immer derselbe: das Spuren-gas CO2.  Und diese unbewiesene  These wird seitdem Tag für Tag landauf und landab immer wiederholt, bis der letzte Depp verstanden hat, warum wir den Wohlstand aufgeben müssen. Denn das wäre die Folge eines kompletten CO2-Verzichts. 

In den sog. RCP-Szenarien (Representative Concentration Pathways) haben Klimawissenschaftler die Folgen einer weiteren Erderwärmung zwischen 2,5 und 3,0 Grad Celsius bis 2100 errechnet. Wissenschaftler des sog. „Climate Action Trackers“ gehen momentan von einer Erderwärmung von durch-schnittlich 2,7 Grad plus bis 2100 aus. 

Als Ausgangsbasis dienen die Temperaturen zum Beginn der Industrialisier-ung. Sie wollen damit „beweisen“, dass die CO2-Zunahme mit dem Einzug der fossilen Verbrennungsträger  in der Stahl-, Auto-,Chemie-Bau- und Kohle-industrie zugenommen hat. Das ist aber nur eine Hypothese. Also eine An-nahme. 

Diese Annahme deckt sich aber nicht mit der Tatsache, dass die Erwärmung einen natürlichen Ursprung hat. Ende 1850 (Beginn der Industriealisierung) endete nämlich gleichzeitig auch die kleine Eiszeit. Es ist also völlig normal, dass sich die Durchschnittstemperatur auf der Erde etwas erhöht hat. Darüber hinaus sind die regelmäßigen Temperaturmessungen um 1850 noch sehr mangelhaft gewesen und die technischen Möglichkeiten, wie wir sie heute haben, gab es noch nicht.   

Und wir betonen das Wörtchen“etwas“ nochmals. Denn die Temperatur steigt seit 40 Jahren im Durchschnitt gerade einmal um 0,13 Grad pro Jahrzehnt. Das ist keineswegs besorgniserregend, wie uns der Deutsche Wetterdienst mit der links aufgeführten Statistik weißmachen möchte.  

NICHT NEU, ABER BRANDGEFÄHRLICH : GRÜNE WOLLEN KOHLE, GAS UND ÖL KOMPLETT ABSCHAFFEN

schöne neue grüne Welt Neutral ist machbar, Herr Nachbar

„Die Klimakrise ist eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation. Die Bewältigung der Klimakrise ist die Hauptauf-gabe des 21. Jahrhunderts. Die Wissenschaft gibt uns Recht: Über 26.000 Wissenschaftler*innen im deutsch-sprachigen Raum bestätigen, dass unser Anliegen be-rechtigt ist. 

Dazu haben wir folgende Forderung aufgestellt: wir fordern von der Politik nicht mehr als die Berücksichtigung wissen-schaftlicher Fakten.“ 

Schreibt Friday for Future auf Ihrer Internetseite und glaubt sich dabei in guter Mehrheitsgesellschaft. Blöd nur, das die Wissenschaft keine demokratische Abstimmungsgesell-schaft ist und das es auch keine evidenzbasierten und anhand tatsächlicher Beobachtungsdaten nachgeprüfte (per-review)  wissenschaftliche Beweise für die Richtigkeit der These von der menschengemachten Erderwärmung durch CO2-Emissionen gibt. 

Was es gibt, sind Klimasimulationen, also am PC erstellte mathematische Verlaufskurven, denen die Annahme zu-grunde liegt, dass die anthropogen erzeugten CO2-Emi-ssionen der Hauptgrund für eine angenommene Klima-erwärmung sind.  

Und auf dieser hypothetisch schmalen Grundlage werden nun laufend enge Zusammenhänge mit hohen Korrelationen für die erstaunte und verängstigte Öffentlichkeit konstruiert, obschon jedem Meteorologen klar ist, das das Klima ein komplexes und caotisches System ist, deren Wechselwirk-ungen  noch gar nicht hinreichend bekannt sind. Das betrifft vor allem die Wechselbeziehung zwischen Wasserdampf und Wolkenbildung. Bekannt ist hingegen, dass der Haupt-treiber für Temperaturerhöhungen die Sonne ist. Genauer gesagt: der sich stets ändernde Einstrahlungswinkel  der Sonne unter Berücksichtigung von Sonnenfleckenaktivi-täten. Diese Tatsache wurde vom Weltklimarat in seinen jährlich erscheinenden Arbeitsberichten, genauer: in seinen summarischen Zusammenfassungen für Politiker, gar nicht erst erwähnt. Ebenso werden keine länger zurückliegenden Klimadaten erfasst, sondern nur ab 1850 oder noch kürzere Zeiträume.  

Und das ist Absicht. Schließlich will die Politik die Gesell-schaft in Richtung klimaneutrale Öko-Agrargesellschaft transformieren. Jedenfalls fordern das die Grünen schon seit 1988. Der Liter Benzin muß 5 DM kosten, ließen sie damals wissen. Daher finanziert die EU den politisch tätigen Weltklimarat (IPCC), um die Pariser Klimaziele für ganz Europa umzusetzen. Er ist keine wissenschaftliche Einricht-ung.  

  • bis 2045

    Let's Talk
  • Stoppt die Ölproduktion

    fordern die Grüne, Greenpace, BUND, FFF u.a.
    Let's Talk
  • Stoppt die Gasproduktion

    fordern Klimaretter und Retterinnen
    Let's Talk
  • wir wollen überleben

    schreit die FFF-Jugend
Prof. Ole Humlum von der Abt. Geowissenschaften an der Universität Oslo, Norwegen: Foto: Uni Oslo

Haben wir es bei der Klimadiskussion mit Anzeichen einer Massenschizophrenie zu tun ?

Dr. habil Benny Peiser, Direktor der Global Warming Policy Foundation, (GWPF), London, Foto: Revierkohle

was die Fachleute sagen

Von all dem hysterischen Geschrei der Medienzunft lassen sich die meisten Klimaforscher Gott sei Dank nicht beeindrucken. Über sie hatten wir immer wieder berichtet. (z.B. >hier)

Zu den neuesten Szenarien, die in den Medien in letzter Zeit vorgestellt wurden, gehört die Behauptung von zunehmenden Dürren, von der Zunahme von Klimaflüchtlingen, vom Rückgang der Polkappen, vom gefährlichen Anstieg der Meere und von der schnelleren Zunahme von Extremwetterereignissen. 

Nun hat der renommierte Klimawissenschaftler und Physiker Prof. Ole Humlum von der Universität Oslo, Abt. Geowissenschaften eine neue Studie vorgelegt, die uns hat  aufhorchen lassen. Er hat die Temperatur-veränderungen in der Atmosphäre und den Ozeanen sowie Trends von Klimaauswirkungen in verschiedenen Szenarien berechnet. 

Dabei stellte er fest, dass es zwar eine leichte Erwärmung der Erd-temperatur geben würden, aber es gebe keine dramatische Entwicklung. Sowohl die Schnee-und Meereisdecke als auch die Sturmverläufe würden sich im Normbereich bewegen. Der Meeresspiegel würde 2,5 bis 3,0 cm pro Jahrzehnt steigen. Von einer Klimakrise kann nicht die Rede sein, so Humlum. Seine Zunft warnte er, in dem er darauf hinwies, das es riskant für die Reputation sei, außergewöhnliche Behauptungen mit Hilfe von Computermodellen aufzustellen, wenn die empirisch erhobenen Klima-daten den Modellberechnungen widersprechen würden.  

Wer sich für die Ergebnisse der  Studie näher interessiert, der kann  sich diese hier herunterladen.   

Auch der Direktor der Global Warming Policy Foundation (GWPF) in London, Dr. habil. Benny Peiser, hält es für außergewöhnlich, das trotz gegenteiliger Datenlage immer noch zahlreiche Medienvertreter (und auch Wissenschaftler , Anm. der Red.) davon ausgehen, das es eine Klimakrise gebe. Der Klimaalarmismus würde hauptsächlich durch Computersimulationen angetrieben und nicht von tatschächlichen Beobachtungsdaten. Diese hätten sich in den letzten 30 Jahren nicht verändert. 

Die Abweichung der globalen Temperatur vom 30 jährigen Mittel (= Klima) der satellitengestützten Messungen der Universität von Alabama (Tennessee River, USA) zeigen, das die Durchschnittstemperatur im Mai 2022 gegenüber dem April 2022 von 0,26 Grad auf 0,17 Grad Celsius gesunken ist. Auch in der Hochphase der Industriealsierung in Deutschland war es in den 1970er Jahren wesentlich kälter, obschon zu dieser Zeit wesentlich mehr CO2-Emissionen in die Luft gepustet wurden. Von einem kontinuierlichen Anstieg der Erdeerwärmung kann daher auch aus diesem Grund keine Rede sein. 

Das alles ficht Patrick Graichen, Staatssekretär im Bundeswirtschafts-und Klimaministerium von Robert Habeck (Grüne) nicht an. Auf einer Tagung der Stadtwerke in Berlin hat er die versammelten Experten am 10.5.2022 aufgefordert, mit den Planungen zum Rückbau des Gasnetzes zu be-ginnen. Schließlich würde demnächst klimaneutraler grüner Wasserstoff durch die Rohre als Erdgasersatz laufen. 

Und Jörg Asmussen, Haupt-GF des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) behauptete gar, das sich die Anzahl der heißen Tage mit über 30 Grad in den vergangenen Jahren verdreifacht hätte. Er bezog sich dabei auf eine Studie des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Andreas Becker vom DWD bestätigte dies, in dem er darauf hinwies, dass sich die Hitzetage von 9,3 auf 23 im Jahr erhöht hätten. Schuld daran sei das Treibhausgas CO2. 

Diese Hiobsbotschaft wird die 19 Mio. Gaskunden und die rd. 1,6 Mio. Industrie-und Gewerbekunden bestimmt erfreuen, denn das bedeutet, das zunächst die Gas-und Ölpreise in den nächsten Jahren noch drastischer steigen werden.  

Graichen war übrigens vor seiner Ernennung zum Staatssekretär Direktor der Lobbygruppe AGORA-Energiewende, die ebenfalls reichlich aus Steuermitteln finanziert wird.   

Quellenhinweise: 

Vahrenholt, Fritz, Lüning, Sebastian: Unerwünschte Wahrheiten, München 2020, S. 158 ff; Beisner, E. Calvin: Muss die Förderung fossiler Treibstoffe gestoppt werden, um die globale Erwärmung zu begrenzen? in: Eike.de vom 30.05.2022; Vahrenholt, Fritz: Die verzweifelten Versuche der Energiepolitik, in: Eike.de vom 06.06.2022 und 20.4.2022; Statista.com vom 12.08.2020;  GDV.de vom 07.10.2021; Berliner Morgenpost vom 10.04.2022 sowie RK-Redaktion vom14.06.2022

 

Fotonachweise: 

Header: versinkende Erde: Gerd Altmann, pixabay.com; darunter: (Mitte v.l.n.r.) Gerd Altmann; Alexandra Koch (Ölfass und Gas-Grafik), FFF: pixabay.com 

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