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Windkraft: Demo für windkraftfreie Landschaften

und für eine rationale Energie-und Klimapolitik

Design conference

Berlin-Demo

23.Mai 2019

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Das Aktionsbündnis Pro Natur und der Verein Vernunftkraft fordern ein Ende der politischen Märchenstunde, dass Strom aus Windkraftanlagen die Versorgungs-sicherheit gewährleisten könne. Am 23. Mai 2019 um 14.30 h wollen Sie daher vor dem Bundeskanzleramt ein Zeichen gegen die um sich greifende Klimahysterie setzen. Ihre Forderung “ Schluß mit dem zügellosen Ausbau der Windkraft“ unter-stützen wir uneingeschränkt und bitten alle Mitglieder, sich an dieser Demon-stration zu beteiligen. 

Strom aus Windkraftanlagen – die Faktenlage

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Die Kostenentwicklung für die Subvention-ierung regenerativer Energieträger läuft langsam aus dem Ruder. Laut Bundes-rechnungshof zahlen die Bürgerinnen und Bürger mittlerweile rd. 25 Mrd. EUR pro Jahr für die Energiewende. Diese Kosten stehen in keinem angemessenem Ver-hältnis zum Ertrag. Weder wird der C02-Ausstoß in Deutschland durch den wei-teren Zubau von Windkraftanlagen wesentlich abgesenkt, noch trägt die Windkraft zu einer sicheren Energiever-sorgung bei. Von den unvermeidlichen Kollateralschäden wie z.B. den Tod von Tausenden von Fledermäusen und Greif-vögeln pro Jahr und der Gesundheitsge-fährdung durch Infraschall einmal ganz abgesehen. Deshalb muß der Ausbau endlich gestoppt werden. 

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Mythus und Wahrheit über Windkraftanlagen

In Berlin  soll dem Bundeskanzleramt ein Kompendium für eine rataionale Energie-und Klimapolitik übergeben werden, die von der Initiative Vernunftkraft e.V. sowie von kritischen Bürgerinitiativen entwickelt wurde. Kinder wie Greta Thunberg und viele nichts ahnende Schülerinnen und Schüler werden aufgehetzt, um die Welt vor einer angeblich bevorstehend-en Kimakatastrophe zu retten. Auch gegen diesen politischen  Missbrauch wenden sich die Initiatoren. 

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also: hinfahren und mitdemonstrieren!

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neu: der Öko-Strom der Telekom

beim Strom der Telekom sparen Sie, aber nicht auf Kosten Ihrer Enkel


wenn Magenta


Während die Breitband-Ausbaupläne der Telekom flächendeckend noch nicht ganz die 100 % Marke erreicht haben, steuert der halbstaatliche Konzern die nächste 100 % Marke an. Ab sofort vermitteln die Telekomiker jetzt auch 100 % Öko-Strom. Woher sie den beziehen, bleibt trotz Recherche schleierhaft.

dehweh, fotolia 2

T

Retusche und Layout: Revierkohle.  Fotos oben: pixabay.com. Mitte links: deweh, fotolia-Kauf ,T-Logo: Revierkohkle

 

Die seriöse Telekom wird doch nicht etwa lügen, oder ? Doch, leider!  Wahrscheinlich hat sie sich das lukra-tive Öko-Geschäft von der Bahn abgeguckt. Wie wir in unserem Newsletter vom 1.7.2017 berichteten, wird dort ebenfalls getrickst, das sich die Balken biegen. Die Lüge ist aber ganz legal. Denn sie kommt wie bei der Bahn, bei Greenpace, Lichtblick, Stadtwerken, RWE, E-ON und den vielen anderen Wahrheitsver-drehern im Gewande eines Zertifikate-Schwindels  daher, der es in Zukunft auch der Telekom erlaubt, zu behaupten, sie würden 100 % Öko-Strom anbieten.

Und dieser Trick funktioniert so: der Energieanbieter kauft im Ausland, z.B. in Norwegen, Zertifikate von den dort ansässigen Wasserkraftwerken auf und tauscht diese gegen Kohlezertifikate ein. Physikalisch fließt aber keine einzige Kilowattstunde Öko-Strom durch die Leitungen, da das erstens nicht geht und zweitens die dafür erforderlichen Hochspannungs-gleichstrom-Übertragungsleitungen noch gar nicht gebaut wurden. Um diese begehrten Zertifikate zu erhalten, muß der konventionelle Stromanbieter natürlich tief in die Tasche greifen. Macht aber nichts, denn die Mehrkosten darf er nach dem EEG dem Ver-braucher wieder aufs Auge drücken. Um das Öko-Label zu erhalten, meldet er beim Bundesumwelt-ministerium den Kauf an und geht dann zum TÜV, der ihm dann gerne bescheinigt, das 100 % Wasserkraft eingekauft wurde. Ohne wenn und aber. Greenpace wirbt in diesem Zusammenhang mit einem imaginär-en Stromsee, der zwar durch fossil erzeugten Strom „verschmutzt“ sei, den der gutgläubige Verbraucher aber mit Hilfe eines Wechselauftrages sauberer machen kann. Das muß offensichtlich auch die Tele-kom-Oberen begeistert haben.

Leider hat das ganze aber mit der Realität nichts zu tun. Erstens ist fossiler Strom nicht schmutzig und zweitens nicht grün und drittens gibt es auch keinen Stromsee. Denn der Strom, den Sie aus der Steck-dose beziehen, kommt immer aus dem nächstge-legenen konventionellen Kraftwerk. Egal, was in ihrem Vertrag steht. Solche Art von Verheißung wird normal- erweise als irreführende Werbung bezeichnet und ist nach § 5 UWG strafbar. Danach handelt derjenige un-lauter, wer eine geschäftliche Handlung vornimmt, die geeignet ist, den Verbraucher zu veranlassen, eine geschäftliche Entscheidung vorzunehmen, die er ohne die Täuschung nicht getroffen hätte. Der Gesetzgeber listet eine Reihe von Tatbestandsmerkmalen auf, die eine solche Irreführung darstellen. So ist z.B. auch ein falsches Garantieversprechen eine Täuschung, wenn das Versprechen de fakto gar nicht eingehalten werd-en kann. Da es aber um den ganz großen Wurf in der Energiewende geht, wird die Öko-Stromlüge nicht be-straft, weil es sich beim Kauf von Ökostrom-Zertifi-katen formaljuristisch um ein „buchhalterisches Öko-strom-Äquivalent“ handelt, das keineswegs als Täuschungsmanöver zu interpretieren ist. Das haben wir auch erst nicht glauben wollen. Aber als wir die Wohnungsgenossenschaft von 1904 e.G. in Hamburg und die Stadtwerke Rostock wegen dieser Irreführung gerichtlich belangen wollten, erläuterte die von uns beauftragte Kanzlei den Rechtssachverhalt. Da dieser Trick also völlig legal ist, hätten wir den Prozess ver-loren. Lüge bleibt aber trotzdem Lüge. Auch in Zu-kunft wird man Öko-Strom nicht speichern können, da Strom in dem Augenblick verbraucht werden muß, wie der Bedarf entsteht. Gezielte Leistungsanpassungen aufgrund von Schwankungen ( sog. volativer Wind-kraftstrom) können nur durch konventionell arbeit-ende Grundlastkraftwerke ausgeglichen werden. Das haben wir mehr als einmal deutlich gemacht. Daher trägt Öko-Strom nicht zu einem mehr an Sicherheit und Sauberkeit bei. Wir verweisen in diesem Zu-sammenhang auf unseren Flyer “ warum Windkraft keine Alternative ist“ hin.

Zumindestens an der Telekom-Basis scheint man das zu ahnen. Denn intern äußern sich die Telekom-Mit-arbeiter stellenweise durchaus kritisch zu dieser neuen Geschäftsidee. Da die Telekom aber auch ihre Mitarbeiter als „Kunden“ bezeichnet, werden diese selbstverständlich genau so hinters trübe Öko-Licht gezogen, wie der richtige Kunde. Da wird von zertifi-ziertem Strom aus erneuerbaren Energien gefaselt, der vom TüV zertifiziert und mit dem ok-power plus-Label versehen sei. Oder man versteigt sich gar zu der Behauptung, man würde an einer besseren Welt ar-beiten und daher in die Zukunft investieren. Bei solch hochkompetenten Antworten werden sich doch wohl nicht etwa weitere Fragen einstellen, oder ?

Wir jedenfalls können nur hoffen, das die Telekom ihren eigenen Strom für ihr Netz weiterhin über konventionelle Kraftwerke bezieht, weil ansonsten die Digitalisierung ebenfalls nur schwankend voran-kommt.

Wie unseriös die Werbung mit dem 100 % Öko-Strom ist, zeigt die unten stehende Grafik. Aus dem Verteil-kungskuchen ergibt sich, das der Aneil der regenera-tiven Energieträger am Primärenergieverbrauch in 2016 gerade einmal bei 12, 6 % lag. Davon lag der Anteil aus Strom, der von Windkraftanlagen produ-ziert wurde, bei verschwindend geringen 2,1 %.

Wie schon gesagt, für uns ist es schleierhaft, wie die Telekom da auf 100 % Ökostrom kommen will.  Aber selig sind ja bekannermaßen diejeinigen, die nicht wissen, aber dennoch glauben.

Primärenergieverbrauch 2016

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jetzt täuscht auch die Bahn mit Öko-Strom

die Deutsche Bahn AG verkauft seit 28.6.2017 nun auch Strom an bahnaffine Privatkunden


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DB ENERGIE

Nachdem schon viele Stadtwerke, Energieversorger und Wohnungsbaugenossenschaften (wie z.B. die WoGe von 1904 eG in Hamburg) die Verbraucher mit ganz legalen Tricks täuschen, in dem diese behaupten dürfen, sie würden 100 % Öko-Strom aus Wasserkraft oder Windstrom in das Netz einspeisen, obschon rein technisch betrachtet gar kein reiner Ökostrom beim Verbraucher ankommen kann, da der Strom immer aus dem nächst gelegenen Kraftwerk kommt, sattelt nun auch die Deutsche Bahn das Ökostrom-Pferd und will jetzt auch Privatkunden klimaneutralen Öko-Strom unterjubeln.

uniper Kraftwerk datteln 4 mit Bahn

Bahnstromerzeuger: das moderne Stein-kohlekraftwerk Datteln 4     Foto: uniper SE

Die Bahn wird also künftig im Wettbewerb mit rd. 1200 weiteren Anbietern den Markt auf-mischen. Allerdings gibt es da nicht viel zu mischen, da die Bahn nur Einfluss auf einen ganz kleinen Teil des Strompreises nehmen kann und das sind die Beschaffungskosten. Der Rest setzt sich aus Steuern, Abgaben, Netzentgelten, Wegekosten, Werbe-und Personalkosten zusammen. Darum erhöhen viele Anbieter auch ihre Preise im zweiten und dritten Vertragsjahr, um noch einen Ertrag erwirtschaften zu können. Die Bahn wird ihren „Ökostrom“ genau wie alle anderen Anbieter an der Leipziger Strombörse einkaufen. Da sie aber als Großabnehmer auftritt, hofft die Bahn, das sie bessere Preise erzielen wird als die Konkurrenz. Und zwar soll dies auch bei stark schwankenden Strompreisen mit Hilfe von Termingeschäften ermöglicht werden, um den Strom billiger als andere einkaufen zu können. Ob das tatsächlich der Fall ist, können Sie als Verbraucher selbst nachprüfen. Klicken sie ganz einfach das u.g. Verivox-Vergleichs-Portal an. Das Vergleichsportal hat übrigens den Bahnstrom exemplarisch für Berlin ver-glichen und dabei festgestellt, das der Bahnstrom deutlich teurer ist als die Angebote anderer Anbieter.

Damit die Bahn ihren eigenen Strom tat-sächlich preiswert und sicher bezieht, wird eigener Bahnstrom in das Bahnnetz eingespeist. Dieser Strom kommt ausschließlich aus hochmodernen und umwelt-freundlichen Steinkohlekraftwerken. So z.B. über das neue Steinkohlekraftwerk Datteln 4, für das die Bezirksregierung Münster im Jan. 2017 die immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt hatte. Damit kann das Kraftwerk nach langem Streit endlich weiter gebaut und fertig gestellt werden. Beachtet man, das die sog. Peak-Leistung der Deutschen Bahn mit ihrem 110 kV-Hochspannungs-Bahnstromnetz auf 16,7 Hertz-Basis zur Haupt-verkehrszeit 1.600 Megawatt beträgt, wird die Bedeutung des Standortes Datteln 4 für die Bahnstromversorgung ersichtlich. Rund ein Viertel der Peak-Leistung der gesamten bundesweiten Last im 110 kV-Bahnnetz fallen am Netzknoten Datteln 4 an. Und nur wenige Kraftwerke sind in der Lage, 16,7 Hertz-Strom zu erzeugen. Der Verbraucherstrom wird i.d.R. auf Basis von 50 Hertz-Strom erzeugt. Daher würde die Bahn wahrscheinlich nie auf die Idee kommen, selbst nur Öko-Strom über ihre Tochter einzukaufen. Logisch, woher sollten die rd. 10.000 Gigawattstunden Strom, den die 20.000 Züge der Bahn allein in 2016 verbrauchten, auch sonst kommen ?

Während der Bahnstrom für das 7.700 km lange Bahnstromnetz wegen der eigenen Frequenz von 16,7 Hertz weiterhin nur aus Kohle-Kraftwerken gewonnen werden kann, setzt die Bahn über ihre 2008 ge-gründete Tochter DB Energie auf Energie aus rege-nerativen Energien durch Zukäufe für Privatkunden.

Aufgrund des großen Beschaffungsvolumens will die Bahn den angeblichen Grünstrom um rd. 10 bis 12 % unter dem Preis der „Graustrom-Grundversorger“ an-bieten. Graustrom ist die Bezeichnung für Strom aus unterschiedlichen Energiequellen (Atom, Kohle, Gas, Öl), während die Bezeichnung Öko-Strom dem Kund-en vorgaukelt, dieser käme  von einer Windkraftan-lage, einem Wasserkraftwerk oder wahlweise auch über einen  „Öko-Stromsee“  direkt zum Stromkunden ins Haus geflossen.  In der Realität kommt der Strom aber über das nächstgelegene Kohlekraftwerk, da diese die Grundlast absichern über das Leitungsnetz zum Verbraucher. Damit die Energieversorger aber mit dem Öko-Label trotzdem werben dürfen, hat sich der Gesetzgeber etwas Feines ausgedacht. Mit Hilfe sog. bilanzierter Ökostrom-Äquivalente  kauft der Energieversorger Strom bei einem Öko-strom-Anbieter, (z.B. bei einem Wasser-Kraftwerk in Norwegen ) und lässt sich die eingekaufte Menge vom Bundesumweltministerium zertifizieren. Mit diesem Zertifikat geht der Energieversorger dann zum TÜV und läßt sich bescheinigen, das er Öko-Strom-Bezieher ist. Das Label darf dann damit werben, das „100 % Ökostrom aus Wasserkraft/Windkraft etc.“ eingespeist wird. Mit den Zertifikaten wird seit 2008 schwunghafter Handel betrieben.

Physikalisch betrachtet lässt sich regenerativ erzeugter Strom aber nicht von konventionell gewonnenem Strom unterscheiden. Um Ökostrom dennoch gegenüber dem Verbraucher auszuweisen, wurden mit der EU-Richtlinie 2001/77/EG sog. Herkunftsnachweise eingeführt. Erzeuger von Strom aus Erneuerbaren Energien können sich pro Mega-wattstunde einen Herkunftsnachweis ausstellen lassen. Dieses Zertifikat kann unter anderem an Energieversorger weiter gegeben werden, die dann eine entsprechende Strommenge als Ökostrom deklarieren dürfen. Für den so gekennzeichneten Strom werden sie in der Regel einen höheren Preis verlangen, der mit den höheren Produktions-kosten und dem höheren Umweltnutzen des Ökostroms begründet wird. Ziel des Handels mit Herkunfts-nachweisen ist es, möglichst viel Ökostrom als solchen kenntlich zu machen. Wir nennen das Verbraucher-täuschung und wollten daher gegen die Stadtwerke Rostock und gegen die Wohnungsbaugenossenschaft von 1904 e.G. in Hamburg wegen Verstoßes gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)  gerichtlich vorgehen. Wir haben von einer Klage aber abgesehen, weil die Erfolgsaussichten wegen des legalen Zertifikatehandels von unserer Kanzlei als gering eingestuft wurden.

Damit ist es auch der Bahn erlaubt, Graustrom als Grünstrom dem Privatkunden zu verkaufen. Und damit die Bahn-Mitarbeiter nicht mit unangenehmen Fragen konfrontiert werden, bietet diese den sog. Öko-Strom nur online an.

Quellenhinweise:

DB-Inside Bahn.de vom 20.01.2017; Deutscher Bundestag, wissenschaftlicher Dienst Nr. 29/08 vom 2.6.2008 zum Handel mit Herkunftsnachweisen für erneuerbare Energien; Kölnische Rundschau vom 28.07. 2017; Handelsblatt vom 28.06.2017; Schwäbische Tageszeitung vom 28.07.2017; Uniper SE Pressemitteilung vom 19.01.2017; www.s-bahnstromgeschichte.de; N.N. : Bei Uns, Mitgliederzeitschrift der Wohnungsbau-genossenschaft von 1904 e.G, (Hrsg.) Ham-burg, Nr. 5/2017 sowie RK-Redaktion vom 06.07.2017

Fotos: oben: R.B. Westendarb, pixelio.de. Green-En-ergy-Logo: Thes Implify, fotolia-Kauf

 

Verivox-Tarifvergleichsportal

Bahn-Umrichterblock Datteln 4

Bahn-Umrichterblock im Kraftwerk Datteln  4                                                                                   Foto: uniper SE

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EEG: Stromtrassen-und Windkraftanlagenausbau soll gebremst werden

Neuregelung des EEG berücksichtigt zunehmenden Widerstand aus der Bevölkerung

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, den Ausbau von Windkraftanlagen (WKA) zu ver- zögern, da die geplanten Stromtrassen von Nord- nach Süddeutschland frühestens 2025 ans Netz gehen können. Gleichzeit sollen die festen Garantie-preise für Windstrom ab 2017 wegfallen. Billiger wird es für den Stromkunden trotzdem nicht. 

Der zunehmende Ausbau von Windkraft-und Photo-voltaikanlagen bereitet den Netzbetreibern seit Jahren immer grössere Kopfschmerzen, da die durch sie er- zeugte Energie entweder im Übermaß schlagartig anfällt oder tageweise wegen Windflaute gar nicht eingespeist wird. Deshalb müssen die Grundlastkraft- werke diese enormen Schwankungen sofort aus- gleichen, damit das Stromnetz nicht zusammenbricht.

Um dies zu verhindern, sorgt die Rotationsenergie in den Kraftwerken dafür, das die Rotoren der Turbinen mittels erhitztem Dampf ständig bei 3000 Umdrehung en/ Min. arbeiten, um das Netz auf einer 50-Hertz-Spannung zu halten. Schon geringste Abweichungen können zum Blackout führen. Damit das nicht ge- schieht, sorgt das Kraftwerksmanagement dafür, das aufkommende Schwankungen sofort beseitigt werd- en und zuviel eingespeister Öko-Strom sogleich ab- geregelt wird.  Das auf-und abregeln ist bei Windkraft- anlagen nicht möglich. Diese können nur abgeregelt werden, so das Strom auch nicht bedarfsgerecht er- zeugt werden kann. Und jetzt wird es spannend: wenn gleichzeitig immer mehr Grundlastkraftwerke wegen fehlender Wirtschaftlichkeit vom und weitere Wind- kraftanlagen ans Netz gehen, dann wird es für die verbleibenden Kraftwerke immer schwerer, zunehm- ende Schwankungen aufgrund volativer Ökostrom-Einspeisung auszugleichen. Der Zusammenbruch des Stromnetzes ist also nur noch eine Frage der Zeit.

Offensichtlich hat diesen Sachverhalt nun auch die Bundesregierung und die Bundesnetzagentur begriff- en. Sie will daher die Einspeisevergütungen nicht  mehr 20 Jahre lang garantieren, sondern nur noch die WKA-Betreiber ans Netz lassen, die den günstigsten Preis anbieten. Ferner soll die Einspeisevergütung um 7,5 % gekürzt werden. Ab 2019 dürfen nur noch 1000 neue große Windkraftanlagen mit zusammen 2.800 MW pro Jahr an Land und 15.000 Megawatt auf hoher See entstehen. Bis jetzt gab es keine Reglementierung en. Beflügelt haben dürfte diese regierungsamtliche Einsicht der Bundesregierung wohl auch der zunehm- ende Protest zahlreicher Bürgerinitiativen, die sich ge- gen den ungebremsten Ausbau von WKA wehren, so- wie die Gegner des Ausbaus von Überlandleitungen. Jetzt soll die Nord-Süd-Stromverbindung zumindest- ens durch Bayern unterirdisch verlegt werden, was er- hebliche Kostensteigerungen zur Folge haben dürfte.

Dennoch hält die Bundesregierung an ihrer verfehlten Energiewendepolitik fest. Bis 2025 soll weiterhin das Ziel verfolgt werden, 40 % des deutschen Stroms aus regenerativen Energieträgern zu gewinnen und bis 2050 soll 80 % des erzeugten Stroms aus Ökokraft-werken kommen. Wie das ohne großformatige Spei- chertechnologie und mit nur wenigen Grundlastkraft-werken als Taktgeber zur Erzeugung der notwendig- en 50-Hertz-Neztspannung gelingen soll, dürfte den meisten Fachleuten mit Sicherheit schleierhaft vor- kommen. Sollte es der Bundesregierung doch noch gelingen, diesen Schleier zu heben, so bleibt die Fakt- enlage dennoch die gleiche: kein Wind – kein Strom.

Aktuell werden die Verbraucher über die sog. EEG-Um lagen mit 22,3 Mrd. EUR für den Ausbau der völlig un- nötigen Windkraft-und Photovoltaik sowie Biomasse-anlagen pro Jahr zur Kasse gebeten, obschon diese zu- sammen gerade einmal nur rd. 13 % am Primärener- gieverbrauch ausmachen. Nach wie vor wird unser Strom und unsere Wärme über fossile Kraftwerke er- zeugt.

Das die Energiewende in einer Sackgasse ist, haben die USA und Dänemark im Gegensatz zu Deutschland schon länger begriffen. So sollen alle Windkraftpro- jekte in Küstenähe in Dänemark gestrichen und der Ausbau an Land bis 2015 aus Kostengründen ge- streckt werden. Sogar der fragwürdige US-Präsident- schaftskandidat  Donald Trump hat ausnahmsweise mal etwas Gescheites von sich gegeben: er will der Kohle eine neue Chance geben.

vgl.hz.a. check.24.de vom 23.5.2016; SAT 1-Regional vom 20.05.2016; Anthony Watts: Dänemark streicht alle Windparks in Küstennähe…, in: EIKE.de vom 13.6.2016, erschien en auf Jyllands-Posten am 23. April 2016; WAZ vom 31.5.2016 und 08.06.2016; FAZ vom 27.05.2016, 01.06.2016 und 08.06.2016 sowie RK-Redaktion vom 17.06.2016

Foto oben: Revierkohle  

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