RAG-Stiftung: Bernd Tönjes neuer Chef

Dr. Werner Müller trat aus gesundheitlichen Gründen zurück

Dipl.-Ing. Bernd Tönjes, neuer RAG-Stiftungs-Chef, Foto: RAG

Bernd Tönjes

Der RAG-Aufsichtsrat hat bereits im März diesen Jahres den bisherigen Vorstandsvorsitzenden der RAG AG , Bernd Tönjes, zum neuen RAG-Stiftungschef ernannt. Er tritt die Nachfolge von Dr. Werner Müller an. Bis zum endgültigen Ende der RAG AG wurde der bisherige stellv. Vorstandsvorsitzende der RAG AG, Peter Schrimpf, ernannt.

Entwurf: Revierkohle

Peter Schrimpf zählt wie Bernd Tönjes und Werner Müller zu den Urgesteinen des aktiven Deutschen Steinkohlenberg-baus. Er wurde 1956 in Bockum-Hövel geboren, ist studierter Ingenieur, hat auf verschiedenen Schachtanlagen mit Hand angelegt und ist seit 2008 Arbeitsdirekt-or und stellv.Vorstandsvorsitzender mit einem offenen Ohr für die Sorgen der Bergleute. Keine selbstverständliche Halt ung unter deutschen Unternehmensvor-ständen. Der langjährige ehem. RAG-Chef, Dr. Werner Müller, hat sein Amt aus gesundheitlichen Gründen bereits am 24.5.2018 niedergelegt. Bernd Tönjes wird sein neues Amt in vertrauter Um-gebung fünf Jahre ausüben. Eigentlich wollte er dieses Amt nicht mehr antreten, schließlich gehen Bergleute u.T. bei der RAG schon mit 49 Jahren in den Ruhe-stand, während er jetzt mit 62 Jahren noch einmal Gas geben muß. Aber aufgrund der schweren Erkrankung von Werner Müller konnte er die Bitte von  Jürgen Großmann, RAG-Stiftungs-Kur-atoriumschef, nicht ausschlagen.

Dr. Jürgen Großmann und die geborenen Mitglieder der Stiftung, der stellver-tretende Vorsitzende, Michael Vassilia-dis (IGBCE-Chef), der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, sowie die geschäftsführenden Bundesminister für Finanzen und Wirtschaft, Peter Altmaier und Brigitte Zypries, hatten sich ein-stimmig darauf verständigt, den Vor-standsvorsitzenden der RAG AG, Bernd Tönjes, als Nachfolger von Dr. Werner Müller zum Vorsitzenden der RAG-Stiftung zu wählen.

„Bernd Tönjes ist ein hervorragender Kandidat“, sagte Großmann. „Als Kind des Ruhrgebiets und als erfahrener Unt-ernehmenslenker steht er für Stabilität und Kontinuität in der Erfüllung der Auf-gaben der RAG-Stiftung.“ Diese hat die sog. Ewigkeitslasten des Bergbaus fin-anziell zu stämmen. Dazu gehört u.a. die Unterhaltung der Grubenwasserzechen in NRW und im Saarland. Tönjes ist Müllers Wunsch-Nachfolger. Dieser hatte ihn schon vor Jahren zum RAG-Chef ge-macht, weil er ein Kind des Reviers ist, an der RWTH-Aachen ein Bergbau-Studium absolviert hat, als Steiger auf Fürst -Leo-pold in Dorsten und auf Schlägel & Eisen in Herten, als Sprecher der GF des BW Anthrazit-Ibbenbüren und dann als Werkschef auf BW Ewald gearbeitet hat. Darüber hinaus kommt Tönjes aus einer typischen Bergarbeiterfamilie. Vater und Großväter waren beide auf dem Pütt an-gelegt gewesen. 1956 hatte die RAG noch 480.000 Beschäftigte, 2008 waren noch rd. 20.000 Bergleute unter Vertrag und heute sind es nur noch rd. 4000 Bergleute. Am 21.12.2018 wird mit der letzten Förderschicht auf Prosper-Haniel das Kapitel Steinkohlen-Bergbau ge-schlossen. Für Tönjes ein besonders harter Tag. Er wird an diesem schwarzen Freitag die letzte Fördermannschaft am Förderkorb in Empfang nehmen. 

 

Dr. Werner Müller erhielt den NRW-Verdienstorden

Min. Präs. Armin Laschet würdigte das Lebenswerk

Der NRW Min.Präs. Armin Laschet (CDU) hat die außerordentliche Lebensleistung des schwer erkrankt-en ehem. RAG-Chefs und ehem. RAG-Stiftungschefs, Dr. Werner Müll er, gewürdigt und ihm den NRW-Verdienstorden verliehen. Sein be-sonderer Verdienst lag u.a. darin, sich für die Belange               Belange des Deutschen                           Steinkohlen-                              bergs bergbaus u.                                          seiner Be-                            schäftigten                                    immer                                        tatkräftig                                      eingesetzt                                            zu hab-                                                en.

 

 

 

Peter Schrimpf, neuer RAG-Chef, Foto: Ina Fassbender, RAG

Neuer RAG-Chef

Der Kapitän geht bei einem sinkenden Schiff zuletzt von Bord. Dieses Schicksal teilt nun der neue RAG-Chef Peter Schrimpf mit allen anderen Kapitänen der Welt, deren Schiffe untergingen. Gott sei Dank sinkt der RAG-Tanker nicht abrupt, sondert von langer Hand vorbe-reitet in einem geordneten Unter-gangsverfahren. Schrimpf hat dabei die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Kahn  nicht vorschnell mit Wasser vollläuft und zahlreiche Be-satzungsmitglieder in den Unter-gang reisst. Des wegen werden seit langer Zeit Rettungsboote zu Wasser gelassen, die die Crew sicher in den neuen Arbeitshafen oder in den Ruhestandshafen verbringen.    

 

Unternehmenssitz auf Zollverein

Das landesweit bekannte RAG-Logo wird ab 2019 nur noch am Verwalt-ungsgebäude der RAG auf Zollverein zu sehen sein. Noch vor wenigen Jahrzehnten prangte es weithin sichtbar an jeder Zeche im Revier und auf jedem Werksbus. Ein Sym-bol für Arbeit und Sicherheit. 

Design: Revierkohle

hier wird der Bergbau abgewickelt

die neue RAG AG- und RAG-Montan-Grundstückverwaltungs-Zentrale auf dem Welt-kulturerbe der ehem. Zeche Zollverein XII, Kokerei Zollverein, in Essen. Hier arbeiten seit dem Umzug aus Herne rd. 300 Mitarbeiter. Die RAG AG wickelt den Bergbau ab, kümmert sich um die Altlasten und ist für den Betrieb und die Instandhaltung der Grubenwasserzechen zuständig. Die RAG-Montan-Grundstücksverwaltung vermarkt-et alte Bergbauflächen und sorgt für die Sanierung und den Abriss nicht mehr be-nötigter Übertageanlagen. Die sog. Flächenentwicklungspläne haben bisher aber nur zu relativ wenigen neuen Arbeitsplätzen geführt. Die RAG-Stiftung hat in dem zweiflügeligen Gebäude ebenfalls ihren Sitz. Sie hält knapp 68 % des Vermögens des Chemiekonzerns Evonik Industries. Aus den Dividenden werden u.a. die Kosten für die Grubenwasserhaltung bezahlt. Die Stiftung ist ebenfalls für die Regulierung von Bergbauschäden und für die Förderung der Montankultur zuständig.

Foto: Revierkohle    

Quellenhinweise:

RAG-Pressemitteilung vom 20.03.2018 u. 09.05.2018; Focus-Online vom 09.05.2018; Rheinische Post vom 27.5.2018; Welt vom 17.04.2018; Manager Magazin vom 28.02.2018, Wikipedia.de und RK-Redaktion vom 02.06.2018

 

Schloss Oberhausen: Comics und Cartoons rund um das schwarze Gold

Ludwiggalerie Schloss Oberhausen

About The Gallery

Die Ludwig-Gallerie im Schloss Oberhausen ist ein Kunstmuseum mitten im Revier. Die Galerie liegt im Kaisergarten fußläufig zum ehem. RAG-Gaso-meter und dem Centro-Einkaufstempel.  1983 wurde die Galerie eröffnet und zeigte zunächst Kunst aus der DDR. 1998 ist sie nach einer Neu-konzeption zu den intern. renommierten Ausstell-ungshäusern des Reviers emporgestiegen. Das Schloss wurde 1808 von dem Baumeister August Reinking für den Grafen von Westerholt-Gysen-berg geplant. 2018 feiert die Galerie ihr 20jähriges Bestehen.   

von Kumpel Anton über Jamiri bis Walter Moers

Die Geschichten rund um das schwarze Gold begannen am 4.12.1954 in der Tageszeitung WAZ. Dort wurde erstmals die Sicht-und Denkweise des Kumpels Anton und „watter sich so mit andere Leute erzählt“ einer breiteren Bevölkerung bekanntgemacht. Das mochten die Ruhris. Sport-Redakteur Wilhelm H.Koch erzählte stellvertretend als Kumpel Anton zusammen mit seinem Kumpel Cervinski über 25 Jahre Woche für Woche über die bergmännischen Ereignisse, über die Familie, über die Nachbarn und über die Politik.  7 Bücher wurden über den pfiffigen, kreativen und bodenständigen Malocher mit dem Hang zu unterschiedlichen Dialekten geschrieben. Als Prototyp des Bergmanns erlangte Kumpel Anton Kultstatus im gesamten Revier. 

 

Zeichnerische Bewältigung der Kohlen-geschichte

Die beteiligten Zeichnerinnen und Zeichner haben das Thema „schwarzes Gold“ unterschied-lich bearbeitet.  Mal stehen Er-innerungen aus dem eigenen Leben  oder das Sterben der Zechen  im Mittelpunkt der Car-toons und Comics und mal ist das Thema Kohle Ausgangs-punkt für eine lange Erzählung. Donald Duck hält sich mit Trick, Track und Truck unter Tage auf, Dorgathens „Stahlgolem“ und Ulf K.s „Hieronymus B“ be-richten vom nicht endenden Strukturwandel, Dachmar erinn-ert an den Kohlenstaub in der Luft im Revier der 60er und 70er Jahre. Kreitz und Mrozek führen didaktisch in den Bergbau des Mittelalters ein und Thorsten Wieser erzählt eine Künstler-biografie. Es handelt sich ins-gesamt betrachtet um einen sehr abwechslungsreichen Um-gang mit unserer Kohle und ihrer Geschichte.  

 

als Hundstößer unter Tage, Zeichnung: stadtgeschichtliche Sammlung, Stadt Datteln

Die Ausstellung „Glückauf! Comics und Cartoons von Kumpel Anton bis Walter Moers ist zu sehen in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen vom 5.Mai bis 16.Sept.2018,

Konrad-Adenauer-Allee 46 in 46049 Ober-hausen

Öffnungszeiten: Die-So von 11.00 h – 18.00 h

Schloss Oberhausen, Foto: Thomas Wolf, Schloss Oberhausen , gez. Bergmann: Alfred Schmidt (+)

Erneurbare Energien: vielen Windparks droht das Aus

Rückbau mit hohen Risiken

Rückbau Windkraftanlage- Foto: LKW: (c) gradt, fotolia-Kauf; WKA: Hans Linde, pixabay.com; Überblendung: Revierkohle

Seit Einführung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) im Jahre 2000 wurden bisher rd. 30.000 Windkraftanlagen gebaut und von den Bürgerinnen und Bürgern  über Steuergelder finanziert. Doch nun kommen etliche von den Anlagen in die Jahre und sie müssen zurückgebaut werden. Ein anderer Grund ist, das die Fördergelder nach 20 Jahren auslaufen und der Betrieb und die Unterhaltung der Anlagen sich für die Betreiber nicht mehr rechnen.

5700 Anlagen stehen vor dem abriss

14.000 Megawatt werden bis 2023 wegfallen

probleme beim abriss

Rechtslage

Stillgelegte Windkraftan-lagen (WKA) müssen nach § 35, Abs.5, Satz 2 BauGB zurückgebaut werden und dürfen nicht als Ruine in der Landschaft stehen bleiben. Um eine Betriebs-genehmigung zu erhalten, müssen die Betreiber eine Verpflichtungserklärung zum Rückbau samt der Beseitigung von Boden-versiegelungen abgeben. Für den Fall einer Insol-venz hat der Anlagenbe-treiber Rücklagen zu bilden. Es können auch Sicherheiten in Form einer selbstschuldnerischen Bürgschaft eingebracht werden. In NRW z.B. sind 6,5 % der Gesamtinvestit-ionskosten als Sicherheit für den Rückbau per Bank-bürgschaft zu hinterlegen.

kosten

Nach Aussagen des Bundesverbandes Windenergie ist pro Megawatt installierter Leistung (nicht zu verwechseln mit der tatsächlich erbrachten Leistung !) mit Kosten von 30.000 EUR zu rechnen. Für den Rückbau einer großen Turbine fällt schnell ein sechsstelliger Betrag an, der i.d.R. weit höher liegt als der gesetz-lich vorgeschriebene Rück-stellungsbetrag. Hinzu kommen die Kosten für den Rückbau der Beton-türme und der Rotorblätter. Für die verbreiteten WKA-Typen E 70 und E 82 des deutschen Herstellers Enercon wären das zu-sätzlich mindestens 150.000 EUR. Bei größeren Anlagen mehr.

recycling

Da die Rotorblätter aus mit Harz verklebten Glasfaser-oder Carbonver-bundstoffen hergestellt werden, lassen sie sich nur schwer recyceln. Sie werden daher geschreddert und in Zementöfen verbrannt. Je Flügel fallen so einige Tausend EUR an  Kosten an.  

betonprobleme

Bei den großen WKA-An-lagen des Typs E 112 und E 126 mit einer Turbinen-höhe von rd. 200 Metern wird ein Fundament von 1.500 Kubikmetern Beton benötigt, der mit 180 Tonnen Stahl armiert ist. Auf dem Fundament, das 3.500 Tonnen wiegt, steht der Turm aus Stahlbeton-Segmenten, der 2.800 Tonnen auf die Waage bringt. Das Maschinen-haus mit Generator wiegt nochmals 340 Tonnen und die Narbe mit den Rotor-blättern noch einmal 320 Tonnen. Damit der Boden das Gesamtgewicht von über 7000 Tonnen tragen kann, muß er zuvor mit Hilfe von Schottergranulat, welches in 30 Meter tiefe Bohrlöcher gepresst wird, verdichtet werden. Da-durch kommt es zu Be-einträchtigungen des natürlichen Wasserhaus-haltes. Ohne aufwändige Entfernung des Beton-fundamentes ist eine landwirtschaftliche Nutzung des Bodens nicht möglich.

Quellenhinweise: Business Insider.de vom 29.05.2017; Zeit-Online vom 20.09.2011; Welt vom 23.04.2018; Neues Deutschland vom 29.5.2017; Mitteldeutsche Zeitung vom 30.5.2017; Berliner Zeitung vom 12.04.2018; Demming, Andreas: unver-meidlicher Übergang: Subventionen beenden das Leben der alternden Wind-turbinen in Europa, in: Eike.de vom 07.06.2018 und RK-Redaktion vom 16.06.2018
Bagger beim Abbruch- Foto: Revierkohle

Bundesregierung: Kosten der Energiewende unklar

Bundesrechnungshof warnt seit einem Jahr

150 Mrd.EUR waren es bis 2015. 520 Mrd. EUR werden es bis 2025

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universität düsseldorf ermittelte die kosten

zersplitterte und verfehlte Energiepolitik

Das Wirtschaftsministerium unter der Leitung von Peter Altmeier (CDU) koordiniert seit Einführung des EEG im Jahre 2000 mittlerweile ein ganzes Dutzend von Gesetzen zur Energiewende. Doch laut Bundesrechnungshof hat die Mannschaft- mit Ausnahme der Umlagekosten- keinen Überblick über die genauen Kosten. Das Institut für Wettbewerbsökonomik bezifferte die Kosten für den Zeitraum von 2000 bis 2015 und kam überschlagsweise auf rd, 150 Mrd. EUR. Für die Zeit bis 2025 rechnet das Institut, das an der Uni Düsseldorf angesiedelt ist, mit rd. 520 Mrd. EUR. Pro Einwohner würde sich nach Ansicht des Instituts somit ein Gesamtbetrag von über 6.300 EUR ergeben. Eine vier-köpfige Familie dürfte direkt und indirekt über 25.000 EURO für die Energiewende auf den Tisch legen. So gerechnet dürften Stromsperren in 5 Jahren eher die Regel als die Ausnahme sein.
Herrn Altmeier muß man fairerweise aber zugute halten, das er schon als Angehöriger der Vorgängerregierung davon gesprochen hatte, das die Energiewende bis 2050 mehr als 1 Billion EUR an Kosten verschlingen wird, während der damalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) noch völlig weltfremd von Kosten in Höhe einer Eiskugel faselte.

Bundesrechnungshof warnte

Die Warnungen des Bundes-rechnungshofes dürften ihm daher schon lange bekannt sein. Eigentlich ist die Bundesregierung per Gesetz angehalten im Rahmen einer sog. Gesetzes-folgenabschätzung die finanziellen Auswirkungen einer Maßnahme auf den Haushalt zu beachten. Tut sie aber nicht, sonst wären die Mittel für die Förderung der unwirtschaftlich arbeitenden Windkraftanlagen schon längst eingestellt worden. Schon 2016 rügte der Bundesrechnungshof das Wirtschaftsministerium, das es seine Aufgaben nur unzu-reichend ausfüllen würde. Bemängelt wurde, das es keinen Überblick über die Kosten gibt und das das Wörtchen "Controlling" im Ministerium als Fremdwort angesehen werde, Bedauer-licherweise kann der Bundes-rechnungshof nur rügen, aber nicht eingreifen. Ein zahnloser Tiger sozusagen. Aber immerhin einer, der den Bürger auf diesem Weg regelmäßig informiert, wo Steuerverschwendung stattfindet. Und bei der Energiewende ist das der mit Abstand größte Brocken. Gefolgt von Ausgaben für die Bundeswehr und Strassenbau-ausgaben.

ICH HAE NIE EINER MEINER ENTDECKUNGEN DURCH DEN PROZESS DES RATIONALEN DENKENS GEMACHT

Albert Einstein

Die o.g. Zahlen sind Übrigens noch nicht das Ende der Fahnenstange. Um den Strom der Offshore-Windparks auf hoher See in den Süden transportieren zu können, bedarf es sog. Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen, die nochmals die Kosten in die Höhe treiben werden. Hinzu kommen rd. 56 Mrd. EUR an Kosten zur Absicherung der Offshore-Windkraft-Investitionen sowie die Kosten für das Einspeisemanagement und die Kraftwerksreserven, wenn wieder mal nur ein lauhes Lüftchen weht. 

Das Institut für Wettbewerbsökonomik rechnet auch nicht mit einer kostensenkenden Wirkung der Energiewende für Verbraucher, weil reine EEG-Differenzkosten betrachtet wurden, die direkte Folge der Großhandelspreise seien. In diesen Preiseffekte daher schon enthalten. Die Bundesnetzagentur geht daher von einer EEG-Umlagensteigerung von 6,3 auf 7,1 Ct je kWh in 2018 aus. Und wozu dient das ganze ?  Um die C02 Emissionen abzusenken, damit „das Klima“ gerettet werden kann und die Temperaturen nicht mehr als 2 Grad (seit der Industriealisierung) steigen. Blöd nur, das Deutschland heute genau so viel C02 einspart wie 2009: 0 Tonnen. Die tat-sächlich bestehenden Gefahren werden dagegen von der Politik kaum beachtet, geschweige denn ernst genommen. Und das ist die drohende Unterdeckung mit Grundlastkraftwerken, denn diese werden mangels fehlender Wirtschaftlichkeit entweder eingemottet oder komplett stillegelegt. Spätestens im Jahre 2023 rechnet der Bundesverband der Energie-und Wasserwirtschaft daher mit einer Unterdeckung der gesichert zur Verfügung stehenden Leistung. Wenn dann noch eine kalte Dunkelflaute dazukommt, dann hilft auch kein Heiz-kissen mehr. 18.600 Megwatt an Krafts-werksleistung werden bis dahin stillgelegt und nur 4400 Megatt-Leistung hinzugebaut. Das Gleichgewicht droht also zu kippen. Dies aber nicht im Sinne reiner Phantasievorstellungen unserer Klimaarlamisten, sondern ganz real, wenn nicht endlich politisch dagegen-gesteuert wird. Wir fordern daher ein Ende der Subventionen für erneuerbare Energien.

Quellenhinweise:

Welt vom 10.10.2016, 17.04. 2018 und 23.04.2018, Der Spiegel vom 18.04.2018; Initiative neue soziale Marktwirtschaft (INSM) vom 10.10.2016; Institute for Competition Economics, dice.hhu.de, Universität Düsseldorf 2015; FAZ vom 20.12.2017, Handelsblatt vom 28.5.2018 und RK-Redaktion vom 4.6.2018

Fotos: ganz oben (Kosten): Andy-van-Dyk, pixabay.com; Kollage: Revierkohle, Mitte (kleines Bild links): Maxmann, pixabay.com; unten: Junge mit Ruderboot: Kellerpics, pixabay.com

 

Ruhr-Museum: das Zeitalter der Kohle

eine europäische Geschichte

auf Zollverein

Kokerei zollverein, mischanlage

  • Am 21. 12. 2018 wird in einer nicht-öffentlichen Betriebsfeier auf den beid-en letzten Schachtanlagen Prosper-Haniel in Bottrop und AnthrazitIbben-büren in Ibbenbüren mit der letzten Förderschicht Abschied vom Deutsch-en Steinkohlenbergbau genommen. Und zwar aus rein ideologischen Grün-den.  Mit dem Ende der Kohleförderung geht nach über 200 Jahren nicht nur im  Revier das Geleucht aus, sondern auch eine bedeutsame Industrie-epoche zu Ende, die Hunderttausenden von Menschen eine berufliche Per-spektive gab. Ob die digitale Zukunft, die unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ in den Medien verhandelt wird, auch in Zukunft so vielen Menschen eine an-gemessene Vergütung und Perspektive bieten wird, bleibt abzuwarten. Die aktuelle Entwicklung gibt u. E. aber mehr Anlass zur Sorge als zur Hoffnung.

Denn viele Arbeitsplätze von Heute wird es Morgen nicht mehr geben. Auch fehlt es an dem einenden Band der Solidarität und der gemeinsam getragenen Tradition und die mit ihr verbundenen Werte. Der Pütt leistete aktive Integrationsarbeit zu einer Zeit (Anfang der 60er Jahre), da kannte man das Wört-chen noch gar nicht. Und er gab auch denen eine Chance, die auf dem heutigen Arbeits-markt überhaupt keine Chance mehr hätten. Die Zeche bildete den Mittelpunkt des Lebens. Man wurde „auf der Seilscheibe geboren“ ging in die Schule, wo die meisten Kinder aus Bergarbeiterfamilien stammten, verbrachte die Freizeit mit den Kumpels, half in der Sied-lung dem Nachbar, feierte gemeinsam und hatte die gleiche Knappschaftskranken-kasse. Und man war stolze auf seine Arbeit, weil man einen wichtigen Versorgungsbeit-rag leistete. Und die Menschen im Revier zollt-en den Bergleuten für diese enormen Leist-ungen daher Respekt und Anerkennung. Das alles wird bald der Vergangenheit angehör-en. 

27. April bis 11. November 2018

In den beeindruckenden Räumen der ehemaligen Mischanlage auf der 1993 stillgelegten Kokerei Zollverein in Essen präsentiert das Ruhr-Museum in Koop-eration mit dem Deutschen Bergbau-Museum in Bochum eine faszinierende Zeitreise durch die verschiedenen Dimensionen, die im Zusammenhang mit der Kohle entstanden sind. Wir meinen, das es sich hier um einen hervorragenden Beitrag zur Erinner-ungskultur handelt. Aber auch die zahl-reichen anderen Ausstellungen, die in diesem Jahr zum Abschied von 17 Museen aufwendig gestaltet wurden, sollten nicht nur als wehmütige Homm-age an den Bergbau verstanden werd-en, sondern als Angebote, sich innerlich verstehend dem Thema zu nähern, weil man nur über das Herz und die Bauch-ebene versteht, was es heißt, wenn das Herz des Reviers Ende des Jahres auf-hört zu schlagen. Es ist eine Zesur. Ver-gleichbares ist nicht in Sicht.

Your Message

kontaktieren Sie uns. Wir antworten gerne.

Ort: Zeche Zollverein XII, Areal C (Kokerei), Mischanlage (C70), Arendahls Wiese, 45141 Essen. Buchungen über Besucherdienst Ruhr-Museum: 0201 – 24681444

Fotos: Milch trinkender Bergmann: RAG-Archivfoto; Zeche Zollverein: Revierkohle; Mitte und unten: BW Walsum, Michael Hörning (Zurverfügungstellung für Revierkohle)

 

 

Volksinitiative „Tschüss Kohle“ – reine Ideologie und Volksverdummung

Welcome

Seit Febr. 2018 geistert in Hamburg eine Volksinitiative durch die Stadt, die sich zum Ziel gesetzt hat, Wärme aus Kohle-strom bis 2023 und Strom aus Kohle bis 2030 abzuschaffen. Begründet wird dieses realitätsferne Ansinnen mit dem Hinweis, dass Kohle massiv zum C02-Ausstoß beitragen würde. Kritiklos wird sich am Pariser Klimaabkommen orien-tiert. Der Klimawandel wäre nur noch dann zu bremsen, wenn man es schafft, die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenz-en. Durch die Abschaffung von fossilen Kraftwerken würde man gleichzeitig Verantwortung für künftige Generation-en übernehmen. Und da die Ev. Kirche bei dieser Intiative kräftig mitmischt, darf der Hinweis auf die Bewahrung von Gottes Schöpfung natürlich nicht fehl-en. Im folgenden wollen wir (erneut) darlegen, das diese scheinbar ver-nünftigen Forderungen alles andere als vernünftig sind. Sie sind reine Ideologie, weil sie die physikalisch-technische Realität ausblendet und die Versor-gungssicherheit ernsthaft gefährden würde.

Fangen wir bei der bekannten These an, das der von Menschen verursachte Aus-stoss von Kohlenstoffdioxid (C02) ur-sächlich an der Klimaerwärmung schuld sei.

Diese These wird von den Medien immer wieder gerne vorrgetragen. Sie ist aber falsch, weil der Anteil des Spurengases C02 in der trockenen Luft gerade einmal 0,04 % oder 400 ppm beträgt. Das heißt, auf 10.000 Luftmoleküle kommen nur 4 C02 Moleküle. Der Rest setzt sich zu 78,08 % aus Stickstoff, 20,95 % aus Sauerstoff und zu 0,93 % aus Argon in der trockenen Luft zusammen. Treibhausgase wie das C02, aber auch Methan (CH4) und Lach-gas (N20) besitzen die Eigenschaft, von der Erdoberfläche emittierte Wärmestrahl-ung zu absorbieren und damit die Atmo-sphäre zu erwärmen. Der Treibhauseffekt ist daher die Voraussetzung für jedes Leben auf der Erde, da die Temperaturen ansonsten permanent bei -18 Grad liegen würden. Ohne C02 gebe es keine Pflanzen auf der Erde und keinen Sauerstoff. Klima-experten haben bewiesen, das 92, 72 % der C02-Emissionen natürlichen Ur-sprungs sind. Die Klimasensitivität ( das ist die Annahme über die Klimaerwärmung bei Verdoppelung der Konzentration von Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre ) beträgt gerade einmal 0,6°C.

Bei dieser geringen Klimasensitivität haben CO2-Emissionen keinen schädlichen Einfluß auf das Klima.

Die nächste schlaue These lautet, das der von Menschen verursachte Klimawandel nur noch dann verhindert werden kann, in dem wir die Temperaturerhöhungen auf 1,5 Grad begrenzen

Besorgte Bürgerinnen und Bürger mag diese These überzeugen, richtig ist sie aber dennoch nicht, weil sie unaus-gesprochen davon ausgeht, das der  Klimawandel in eine unumkehrbare Kata-strophe endet (siehe Al Gore mit seinem Kino-Katastrophen-Film), wenn die Men-schen die (stattfindende) Klimaerwärmung nicht auf 1,5 Grad abbremsen. Und das geht angeblich mit einer Abschaltung aller fossilen Kraftwerke. Diese These hält der Wirklichkeit nicht stand, weil es in den letzten 20 Jahren keine signifikanten Tem-peraturerhöhungen oder eine Zunahme von Extremwetterereignissen trotz einer Verdreifachung der C02-Emissionen ge-geben hat.  Klimaveränderungen hat es immer gegeben und wird es auch weiter geben, ohne das der Mensch darauf einen Einfluss nehmen kann. Auch ist der Meer-esspiegel nicht signifikant gestiegen und die Eisbären sind immer noch nicht ausgestorben. „Klima“ ist im Übrigen eine rein statistische Größe, die mit dem aktuellen Wettergeschehen kaum etwas zu tun hat, weil das Klima eine Vergang-enheitsbetrachtung des Wettergescheh-ens in den letzten 30 Jahren ist, welches mit Hilfe eines arithmetischen Mittel-maßes durch Annahmen in die Zukunft extrapoliert wird. Wir haben es daher mit einer am PC geschaffenen Konstruktion zu tun, wie sie z.B. auch vom Weltklimarat (IPCC) in seinen jährlichen Zustandsbe-schreibungen verwendet wird.

Man kann es also nicht oft genug wiederholen:

Statistische Berechnungen über den Wett-erverlauf sind theoretische Annahmen und haben mit dem tatsächlichen Wetterver-lauf wenig gemeinsam. Sie wissen wahr-scheinlich, das der Deutsche Wetterdienst nicht in der Lage ist, das Wetter für die nächsten 4 Wochen exakt vorherzusagen. Das liegt aber keineswegs an der Un-fähigkeit der Meterologen, sondern an der Komplexität des Klimageschehens, da das Wetter nicht linear, sondern chaotisch verläuft. Und ein stattgefundenes Ereignis wie das Klima, kann man nicht schützen.

 

Die letzte These lautet: wenn man sich für die Abschaltung alle fossilen Kraftwerke einsetzt, dann übernimmt man gleich-zeitig Verantwortung für die künftigen Generationen.

Auch diese These ist falsch, weil sie von der Annahme ausgeht, das der Versorg-ungsbedarf an Strom und Wärme künftig problemlos durch regenerative Energie-träger wie Wind, Solar und Biogas gedeckt werden könnte. Das ist aber leider nicht der Fall, da Strom, der aus regenerativen Energieträgern hergestellt wird, nur zeitweise erzeugt werden kann, denn der aus Windkraft produzierte Strom ist mal im Überschuss vorhanden und meistens im Verlaufe des Jahres fast gar nicht. Das Jahr hat 8.720 Volllaststunden, alle rd. 32.000 Windkraftanlagen erzeugen im Jahresdurchschnitt aber gerade einmal nur 1.800 Volllaststunden. Bei den Photo-voltaik-Anlagen sind es gerade einmal nur 800 Volllasstunden. Dieser Flatterstrom hat in 2017 dazu geführt, das über 7000 händische Noteingriffe vorgenommen werden mußten, die sog. Redispatch-Maß-nahmen, um einen Zusammenbruch der Stromnetze zu verhindern. Regelmäßig wird die Bedarfsabweichung über fossile Grundlastkraftwerke wiederhergestellt. Da unser Netz auf der Basis einer 50 Herz-Wechselspannung arbeitet, führt jede Ab-weichung, die durch Flatterstrom verur-sacht wird, binnen Sekunden zum Black-out. Um das dynamische Gleichgewicht von Erzeugung, Verbrauch und Netz-frequenz stabil halten zu können, bedarf es zwingend einspeisender Kraftwerke, die Tag und Nacht bedarfsgerecht die Ener-gieerzeugung steigern oder drosseln könn-en. Sie sind sozusagen der Taktgeber. Windkraft-oder Solaranlagen können nicht heraufgeregelt, sondern nur herunterge-regelt werden. Alle Bemühungen, eine Großspeichertechnologie für regenerative Energieträger zu entwickeln, die sich dem Bedarf anpassen können, sind bisher ge-scheitert. Eine Abschaltung aller Kraft-werke hätte daher den sofortigen Black-out zur Folge. Das ist nicht verantwortlich, sondern unvernünftig. Aber woher sollen Nichtfachleute wie die Initiatorin der Volksinitiative Wiebke Hansen ( ohne Be-rufsangabe) und die Pastorin des Zentrums für Mission und Ökumene in der Ev. Landeskirche Nord das alles wissen. Wenigstens der Dritte im Bunde, Dr. Ulf Skirke, hätte sich als Physiker nicht vor den ideologischen Karren spannen lassen dürfen. Möglicherweise verfolgt Herr Skirke ganz eigene Ziele, die mit Klima-rettung nicht viel zu tun haben, so wie das viele andere Fachleute auch tun. Das Thema Klimawandel eignet sich nämlich ganz hervorragend dafür, um Fördermittel aller Art vom Staat einzusacken. 

die Versorgungssicherheit ist gefährdert

Und wer es jetzt noch etwas ge-nauer und im Detail wissen möchte, den verweisen wir auf unser Jahr-buch für Energiepolitik und Montan-kultur, hier die Ausgaben für die Jahre 2014-2017. Das Jahrbuch können Sie als mulitmediales e- Book zum Preis von 8,50 EUR über Ebozon.de erwerben (einfach nur Revierkohle eingeben)

Ferner haben wir für Sie ein Flip-Book vorbereitet, das für Sie zum blättern unten bereitsteht und unsere o.g. Antworten noch etwas mehr vertieft.

die Kohle in NRW geht… und warum sie in Deutschland trotzdem bleibt

Fotos: oben: Kohlestück: (c)voyagerix, fotolia-Kauf; Mitte: Kühlturm( li.):(c) animaflora, fotolia-Kauf; darunter: Kraftwerksleitstelle Saarlouis: FVS GmbH, Mitte: Funktionsschema Kohlekraftwerk: kolosses, CC-BY-SA.3.0,wikimedia commons; rechts oben: Strommasten in Marl-Hüls: Revierkohle; darunter: Kraftwerk Herne: Revier-kohle; ganz rechts oben: Bergmann: RAG; darunter links: (c) bluedesign, fotolia-Kauf; links darunter: Flip-Book von Revierkohle; rechts daneben: Halde-Rheinpreußen: grosses Geleucht: Guntram Walter, Metropolregion-Ruhr;

vgl.hz.a. Limburg, Michael, Müller, Fred F.: Strom ist nicht gleich Strom, Europäisches Institut für Klima und Energie, (Hrsg.) 1.Auflg., Jena 2015; Keil, Günter: Die Energiewende ist schon gescheitert, Europäisches Institut für Klima und Energie (Hrsg.), 1. Auflg, Jena 2012, Wendt, Alexander: Der Grüne Blackout - warum die Energiewende nicht funktionieren kann; Jahrbuch für Energiepolitik und Montankultur, Revierkohle, (Hrsg.); S. 84 ff , Hamburg 2018, Bericht der Deutschen Über-tragungsnetzbetreiber zur Leistungsbilanz 2016-2020 (ENTSO-E), Pressebericht des BM für Wirtschaft und Energie, Bonn vom 31.1.2018, Pressemitteilung des Bundesverbandes Braunkohle vom 4.5.2018, Bergheim und Berlin sowie RK-Redaktion vom 07.05.2018

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Kohlekraftwerke: es wird weiter gebaut

Pariser Klimaziele sind nicht zu erreichen

GALLUP-INSTITUT

aSIEN UND CHINA WERDEN DIE PARISER KLIMAZIELE DURCHKREUZEN

Nach dem die neue Bundesregierung eine Arbeitsgruppe eingerichtet hat, die den Auftrag hat, Pläne für den sozial-verträglichen Ausstieg nun auch aus der Braunkohle zu erarbeiten, der Bau neuer Kraftwerke massiv behindert wird, kommen nun auch noch wirtschaftliche Probleme hinzu.

Warum lohnt sich der Betrieb eines Kraftwerkes immer weniger ?

Dafür gibt es zwei simple Gründe:

  • Die Betriebskosten des Kraftwerks sind zu hoch.
  • Der Preis für den produzierten Strom ist zu niedrig.

„Gaskraftwerke haben unter allen Kraftwerken die höchsten variablen Kosten“, erklärt Moritz Bonn, Energie-experte beim Centrum für europäische Politik der Stiftung Ordnungspolitik in Freiburg. (cep). Variable Kosten sind Kosten, die mit der Menge an produ-ziertem Strom steigen. Darunter fallen bei Gaskraftwerken vor allem die Kosten für das eingekaufte Gas.

„Gas ist nun einmal teuer“, sagt Bonn. „Bei den erneuerbaren Energien fallen praktisch keine variablen Kosten an.“ Darüber hinaus genießen die Betreiber  der erneuerbaren Energieanlagen durch die enorm hohen Subventionen Plan-ungsicherheit über 20 lange Jahre. Da kann selbst die preiswerte Braunkohle mit rd. 3,4 Ct pro erzeugter Kilowatt-stunde bzw. 6,3 % kWh bei der Stein-kohle nicht mithalten. In 2017 wurden 58 Kraftwerke zur Stilllegung bei der Bundesnetzagentur angemeldet. Es ver-bleiben noch 148 Braunkohle-; Stein-kohle- und Gaskraftwerke, die den Jahr-esstrombedarf von rd. 620 Terrawatt decken sollen. Ab 2022 gehen die letzten Kernkraftwerke vom Netz, für die bis heute kein ausreichender Ersatz geschaffen wurde. 

Ganz anders dagegen die Situation in China, Asien, Japan und Indien. Dort kennt man keine Klimaangst. Chinesische Firmen werden in den nächsten 20 Jahren rd. 1.600 neue Kohlekraft-werke bauen. Alle werden mit Stickoxid und Schwefeloxid- Abscheidetechniken (NOx und SOx) nach modernstem Stand der Technik ausgerüstet. Alte Dreckschleudern werden suksessive vom Netz genommen. In Japan sollen 400 neue Kraftwerke gebaut und export-iert werden und die USA setzen ebenfalls wieder verstärkt auf die Kohle. Ägypten hat derzeit kein einziges Kohlekraftwerk, doch wenn Unternehmen wie Shanghai Electric, ACWA Power und Orascom ihre Pläne in die Tat umsetzen, werden mehr als 17.000 MW neuer Kohlekraftwerkskapazität in dem Land installiert. Pakistans Kohlekapazität soll von 190 MW auf fast 15.300 MW ansteigen. In Bangladesch würde der Ausbau die Kohle-Stromerzeugung von derzeit 250 MW auf knapp 16.000 MW nach oben katapultieren, in Myanmar von 160 MW auf 5.100 MW. In  Indien sind derzeit rd. 400 Mio. Menschen noch ohne Strom. Aber auch dort hat sich das Thema C02 bereits herumgesprochen. In ein-em Kohlekraftwerk nahe der südindischen Stadt Thoothukudi wird ein neues Lösungs-mittel zur Abscheidung von Kohlenstoffdioxid eingesetzt. Aus dem eingefangenen C02 wird Backpulver hergestellt. In Indien sind derzeit 297 neue Kraftwerke im Bau. Weitere 149 An-lagen sind geplant. Alle Kraftwerke werden zusammen bei einer durchschnittlichen Leist-ung von 100 Megawatt pro Kraftwerk und Jahr rund 10 Mrd. Tonnen C02 ausstoßen. Der Spiegel bezifferte die Ausscheidemenge bei einer Laufzeit von 40 Jahren pro Kraftwerk auf rd. 307 Mrd. Tonnen Kohlenstoffdioxid. Das ist mehr als das Doppelte des gesamteuropäisch-en C02-Ausstoßes. Damit würden alle heren Pariser-Klimaziele über den Haufen geworfen werden. Das müßte dann nach den Be-rechnungen der Klimaalarmisten (Greenpace, Ev.Kirche, PIK, BUND, IPCC, BR usw.) auto-matisch zur Klimakatastrophe führen. Die Erd-erwärmung würde dann aufgrund der C02-Zunahmen unumkehrbar um mehr als 2 Grad im Jahresdurchschnitt steigen.

top leaders

CHINA-USA-JAPAN-INDIEN

Catapillar im Einsatz, Foto: stafichukanatoly, pixabay

Der Selbsterhaltungsgedanke und das Interesse der Bevölkerungen in China, Asien, Japan und Indien an einem wirtschaftlichen Wohlstand ist so stark, das die Regierungen es sich nicht leisten können, die Energiewendepolitik a la Bundesrepublik nachzumachen. Und sie wissen, das der Lebensstandard ohne Kohle nicht zu heben ist, denn aus diesem Rohstoff und aus Öl wird fast alles hergestellt. Die Beschneidung des Verbrauchs z.B. von fossilen Brenn-stoffen würde den ohnehin niedrigen Lebensstandard weiter sinken lassen. Das wäre eine echte Bedrohung für die Regierungen in China, Japan und Indien. Man wird also u.E. weiter so machen wie bisher. Und das ist auch gut so. Denn CO2 trägt weder zur Klimaer-wärmung noch verschmutzt dieses Spurengas unsere Umwelt. In China sind die Hauptumweltverschmutzer Stickstoff und Schwefeloxide, die den ganzjährigen Smog verursachen, an dem die Men-schen erkranken. Und natürlich tragen auch 1.396 Mrd. Chinesen erheblich zur Umweltverschmutzung bei.      

China hat daher zwei Probleme zu bewältigen: die Reduzierung der Smog-Belastungen voranzutreiben und die Wirt-schaft auf Trab zu halten, damit der Wohlstand auch bei der ärmeren Bevölk-erung auf dem Land ankommt. 

gereinigter Wasserdampf strömt aus dem Kühlturm, Foto: MonikaP, pixabay

Quellenhinweise:

Watts, Anthony: die Wahrheit über China – 2400 neue Kohlekraftwerke werden jedwede COP21-Schwüre durchkreuzen, in: Europ. Institut für Klima und Energie (Eike.de) vom 3.12.2015; Peter, Björn: klimawissenschaftliche Abstimmung mit den Füßen, in: Deutscher Arbeitgeberverband.de vom 24.04.2018; South China Morning-Post vom 01.04.2018; Business Insider Deutschland.de vom 28.03.2018; Der Spiegel vom 27.08.2014; Bürger-für-Technik.de von Nov.2008, in: naeb.info, Bundesnetz-agentur vom 1.11.2015; Statista.com vom 25.4.2016; Focus-Online vom 06.03.2015; epo.entwicklungspolitik online.de vom 29.06.2017 sowie RK-Redaktion vom 3.06. 2018

 

Fotos: ganz oben:

 Choxiyue, pixapay.com; chin. Bergleute Mitte: Markol Covric, pixabay.com

72. Ruhrfestspiele: Thema „Heimat“

1. Mai bis 17.Juni 2018 in Recklinghausen

Das diesjährige Thema der Ruhr-festspiele Recklinghausen lautet „Heimat.“ Ein Begriff, der gerade im Ruhrpott mit seinem andauernden Strukturwandel und dem Weg-brechen ganzer Industriezweige besonders emotional aufgeladen ist, steht dort mit den Händen greifbar für Umbruch, Riss, Verein-nahmung und „Wir-Gefühl.“  Die Zechen und die Fußballvereine sind bzw. waren solche Orte, wo man Heimat besonders intensiv spüren konnte. Vertrautheit eben. Leider wird der Begriff derzeit auch politisch instrumentalisiert und zur eigenen Abgrenzung missbraucht. Das entspricht so ganz und gar nicht der Bergmannskultur. Hier war Offenheit und Solidarität, auch gegenüber den damals sog.“ Gastarbeitern“ immer eine an-ständige Grundhaltung. Schließlich war man aufeinander angewiesen. Und das hat das Verständnis und die Integration enorm erleichtert.  An diese Integrationsleistungen und die Orientierung an gemein-samen Werten knüpft das Pro-gramm der diesjährigen Ruhrfest-spiele an.

Eingeläutet wurden die Ruhrfest-spiele in Recklinghausen am 1. Mai 2018 mit einem grossen Kultur-volksfest auf mehreren Bühnen. Zum 72. Mal findet das Kultur-festival nunmehr statt. Ange-fangen hatte alles 1946 in Reck-linghausen auf der Schachtan-lage König-Ludwig, von der noch heute einige Tagesanlagen be-stehen unter dem Motto“ Kunst gegen Kohle.“ Hamburger Schau-spieler bedankten sich für die kost-enlose Kohlenlieferung nach dem Krieg. Zusammen mit den Berg-leuten wurden die Ruhrfestspiele gegründet und erfreuen sich immer noch hoher Beliebtheit. Die Zuschauerzahlen von rd. 40.000 pro Jahr belegen das eindrucks-voll. Die Ruhrfestpiele finden ein-mal im Jahr statt. Auftritte be-kannter Fernsehschauspieler oder Kabarettisten – die Übersicht der Veranstaltungen ist lang und umfassend. Wenn Sie sich aus-führlicher informieren wollen, klicken Sie bitte unten auf den Button.

Festpielhaus der Ruhrfestspiele in Recklinghausen, Foto: Sehbaer-nrw, fotolia-kauf
Rockband "Virus D" - Foto: Markus Locher, Retusche: Revierkohle

Der Bergbau geht - der Kumpel bleibt

Zur Eröffnung der Ruhrfestspiele Recklinghausen am 1. Mai trat auch die Rockband „Virus D“ aus Wulfen auf. Wir erwähnen diese Band besonders, weil die Jungs sich in besonders inniger Weise mit den Kumpels verbunden fühlen. Die Band ist in Bergmannskreisen legendär. 1990 wurde die Band mit der Bergbau-Hymne „Erst stirbt die Zeche, dann stirbt die Stadt“ überregional bekannt. Leider war es nicht nur ein Lied, wie die zahl-reichen Zechenbrachen und die nur we-nigen neuen Arbeitsplätze auf den ehem. Zechenstandorten zeigen. Auf Wunsch der Bergleute trat die Band auch auf der Schachtanlage Friedrich-Heinrich 2012 im Rahmen der Schließung in Kamp-Lintfort auf. Auch auf Zollverein ist die Band nicht unbekannt.

Inzwischen hat die Gruppe ein neues Album mit dem Titel „Neuland“ heraus-gebracht, welches noch in 2018 auf den Markt kommen soll, verspricht Band-leader Bernd Feller. Das neue Stück“ Der Bergbau geht, der Kumpel bleibt“ würde die Formation gerne auf einem Zechengelände spielen.

vgl.hz.a. Dorstener Zeitung vom 26.4.2018; Stadt Recklinghausen: Ruhrfestpiele 2018;  Ruhrfestspiele.de und RK-Redaktion vom 30.04.2018

Collage oben: Revierkohle

DGB: Tag der Arbeit 2018

SOLIDARITÄT - VIELFALT - GERECHTIGTKEIT

Die Regierung muss mutiger werden

Maike Rademaker*

Seit über 20 Jahren folgen wir  dem DGB-Aufruf zum 1. Mai in Hamburg und präsentieren damit gleichzeitig auch das Revier in Hamburg. Die Städtepartner-schaft zwischen Recklinghausen und Hamburg ist zwar mittlerweile bei vielen Hamburgerinnen und Hamburgern in Vergessenheit geraten und trotzdem erinnert die halbe Seilscheibe vor dem DGB-Haus an der Besenbinderstrasse in Hamburg an die Nachkriegszeit, wo die Kumpels von der Schachtanlage König-Ludwig die frierende Bevölkerung mit Kohlen versorgte. Als Dank entwickelte sich daraus die langjährige Kulturver-anstaltung “ Kunst für Kohle“ sowie die zahlreichen Theaterstücke mit Bezug zur Arbeit, die heute unter dem Motto der Ruhrtrinnale laufen. Energiepolitisch werben wir ebenfalls schon seit über 20 Jahren für eine Abschaffung der sog. Energiewende und unterstützen den Ausbau der Fernwärme über das hoch-moderne Kraftwerk Moorburg. Und als Botschafter des Reviers werben wir natürlich aktiv für den Besuch des Welt-kulturerbes Zeche Zollverein XII in Essen und das Deutsche-Bergbau-Museum in Bochum. Mitglieder gewähren wir freien Eintritt.

 

*) DGB-Bundesvorstand    

Solidarität statt spaltung und ausgrenzung

Der diesjährige Mai-Aufruf des DGB appelliert an die Regierung, in Sachen Arbeitnehmerrechte und soziale Gerechtig-keit mutiger zu werden, um eine Spaltung und Ausgrenzung der Bevölkerung zu ver-hindern. Dazu gehört, das Instrument Niedriglöhne, Mini-und Midijobs einzu-stampfen. Überstunden und Überlastung ist zurückzufahren. Tarifflucht sollte gesetzlich sanktioniert werden. Ebenso empfindet der DGB eine Lohnlücke bei den Frauen von 21 % mehr als ungerecht. Ein gerechteres Steuersystem beinhaltet, das Reiche mehr tragen müssen als Arme. Außerdem fordert der DGB, die sach-grundlose Befristung von Arbeitsplätzen wieder abzuschaffen und mehr Geld in Bildung und in finanzierbare Wohungen zu stecken. Und natürlich darf die Forderung nach mehr Mitbestimmung in den Be-trieben nicht fehlen.    

oben: 1.Mai-Veranstaltung mit dem Bergwerksorchester Consolidation in Gelsenkirchen, Foto: WAZ

Die Redner/Rednerin

in Hamburg

Dr. Hans-Jürgen Urban
stellv. GF des IG-Metall-Vorstandes, Foto: IG Metall
Katja Karger
Vorstandsvorsitzende des DGB Hamburg, Foto: DGB

Termin: Dienstag, 01.Mai.2018 ab 11:00 h. Treffpunkt: S-Bahnhof-HH-Ohlsdorf, Kundgenbung: 12:00 h, Museum der Arbeit, Bert-Kaempfert-Platz, HH-Barmbek

Kundgebungen im Revier

Marl

Termin

Dienstag, 01.Mail2018

Treffpunkt

13.00; Wiesenstr. 73, Marl mit dem Spielmannszug Bergwerk König-Ludwig

Kundgebung

13.30 h mit dem DGB-Vors. in Marl, Rudi Westerkamp und Bürgermeister Werner Arndt

Gelsenkirchen

Termin

Dienstag, 01.Mai.2018

Treffpunkt

09.45 h, Vorplatz Musiktheater, Innenstadt

Kundgebung

11:00 h, Neumarkt Gelsenkirchen mit OB Baranowski und DGB-Vors. Mark Rosendahl

Bottrop

Termin

Dienstag, 01.Mai.2018

Treffpunkt

10.00 h, Gleiwitzer Platz, Bottrop

Kundgebung

11:00 h, Berliner Platz mit OB Tischler und IGBCE-Vors. Michael Vassiliadis

vgl.hz.a. Pressemitteilungen des DGB, Foto oben: Revierkohle

gehst du mit?

wir sind auch da !

Vattenfall: kommt preiswerte Fernwärme bald aus Moorburg ?

Vattenfall möchte das moderne Steinkohlenkraftwerk Moorburg an das Fernwärmenetz anschliessen - die Grünen sind wie immer dagegen

Hamburg – April 2018

Fernwärmeleitung- Foto: wilhei, pixqbay

 

LEISTUNGSDATEN

kw mOORBURG

Inbetriebnahme:

28.02.2015

Gesamtleistung:

1.654 Megawatt

Wirkungsgr.: 46,5 %

Kraft-Wärme-Kopplung

hochmoderne Rauchgasent-schwefelungsanlage

Stromproduktion für 1,8 Mio. Hamburger

3 Schicht-Betrieb mit 300 Mitarbeitern

 
Foto: Revierkohle

Grüne Scheuklappen müssen abgelegt werden

Der Schlamassel begann unter der Rot-Grünen Se-natsregierung in Ham-burg im Jahre 2014. Der damalige Bürgermeister Olaf Scholz hatte auf-grund eines Volksent-scheids, das gesamte Stromnetz sowie alle Kraftwerke von Vatten-fall zurückzukaufen, kurz entschlossen vor dem kompletten Rückkauf nur 25,1 % des Strom-,Gas-und Fernwärmenetzes aufgekauft. Als das Er-gebnis des Volksent-scheids, das ein Votum für den Komplettkauf be-inhaltete, auf dem Tisch lag, mußte der Teilkauf umständlich wieder rück-abgewickelt werden. Das Strom-und Gasnetz be-findet sich seitdem wied-er in städtischer Hand. Für den Rückkauf des Fernwärmenetzes, an dem Vattenfall 74,9 % hält, hatte der Konzern einen Mindestrückkaufs-preis von 950 Mio. EUR vereinbart. Der Rückkauf ist für 2019 vorgesehen.

 

 

links:

links oben: der 35 T-Kohle-Kran löscht fast täglich im Hafen Moorburg die Kohle-schiffe, um die Kohlekreis-lager zu füllen. Sie haben ein Fassungsvermögen von 160. 000 t. links unten: Ver-und Entsorgungsleitungen im Kraftwerk Moorburg. oben: Generatoren-und Dampftur-binenhalle.

Fotos: Revierkohle  

Und nun kommt das Problem: sollte der aktuell erzielbare Kaufpreis für das Fernwärmenetz niedriger sein als der vereinbarte Rückkaufspreis, darf der Hamburger Senat gem. Landeshaushaltsordnung das Fernwärmenetz nicht zurückkaufen, da die Stadt keine Minusgeschäfte machen darf. Derweil befürchten viele Hamburger und Hamburgerinnen eine Verteuerung der Fernwärmekosten, weil Vattenvall-Chef Pieter Wasmuth klargemacht hat, das er nicht unter dem vereinbarten Mindestpreis verkaufen wird. Um den Druck auf den Senat zu erhöhen, hat Vattenfall Anfang April 2018 bei der Hamburger Umweltbehörde einen Antrag auf Genehmigung zum Anschluss einer Leitung an das Fernwärmenetz gestellt. Ironie der Geschichte: deren Chef ist der Grüne Jens Kerstan, der schon in 2007 erbittert gegen den Bau des Kraftwerks in Hamburg-Moorburg gekämpft hatte und für den eine Genehmigung wohl weiterhin ein rotes Tuch ist. Es muß also alles getan werden, damit dieser Umweltsenator ausgebremst wird, da ansonsten die Hamburger die Zeche zu zahlen hätten. Am besten wäre es, wenn die Stadt ihre 25,1 % Beteiligung an Vattenvall wieder zurückverkauft. Dann wäre Vattenvall wieder allein ver-antwortlich für das Fernwärmenetz und der Ausstieg aus der Kohle wäre verhindert. Derweil versucht die Volksinitiative „Tschüss Kohle“ die Anbindung an das Fernwärmenetz zu verhindern. Ihr Argument: Kohle wäre die klimaschädlichste Art der Wärmeerzeugung und deshalb darf Moorburg nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Das dieses Argument mit den Fakten nicht viel gemeinsam hat, wissen wir und brauchen wir an dieser Stelle auch nicht wiederholt entzaubern, aber es zeigt immerhin, das diesen Blödsinn nach wie vor viele Menschen bereit sind, zu glauben. Hier ist Aufklärungsarbeit und nochmals Aufklärungsarbeit notwendig. Gegen falsche Behauptungen kann man immer wieder nur die Wahrheit benennen. Und die Wahrheit lautet nach wie vor: C02 ist kein Klimakiller, C02 ist ein wertvolles Spurengas, welches zum überleben notwendig ist. Das von Menschen verursachte C02 verändert das Klima bisher nicht.

 

 

vgl.hz.a. Hamburger Abendblatt vom 7.4.2018; Beppler, Erhard: Die Vorstellungen der Regierungen/Parteien zur Absenkung des C02-Ausstoßes im Lichter einer technischen Analyse, in: Europ. Institut für Klima und Energie vm 22.12.2017, Focus vom 09.04.2018; Welt vom 08.04.2018; Zeit-Online vom 23.02.2018 und RK-Redaktion vom 14.04.2018