Kuratorium_Forum_Bergbau_und_Wasser

Grubenwasser: Stiftung Forum Bergbau und Wasser gegründet

was passiert, wenn der Bergmann geht und das Wasser kommt ?

Brunnenwasserhaltung foto rag farbig

neues Hängepumpenkonzept in der Grubenwasserhaltung. Auf der ehem. Schachtanlage Walsum in Duisburg wurde bereits der untertägige Pumpenbetrieb eingestellt und auf die neue Brunnenwasserhaltung umgestellt. Wir berichteten  darüber bereits in unserem letzten Jahrbuch 2016, Ausgabe 2017                                 Foto: RAG

Mitte Juli wurde in Essen die neue Stiftung „Forum Bergbau und Wasser“ gegründet. Die Stiftung be-schäftigt sich künftig wissenschaftlich mit den Folgen des von uns bereits im letzten Jahrbuch vorgestellten optimierten neuen Grubenwasserkonzept der RAG. Im Focus der unabhängigen Betrachtungsweisen liegen die Begutachtung der Chancen und Risiken des für die nächsten 20 Jahre geplanten Grubenwasseranstiegs und deren mögliche Folgen auf das Grundwasser. Die Stiftung arbeitet unabhängig und hat auch nichts mit der RAG-Stiftung zu tun, die für die Finanzierung der Ewigkeitslasten  zuständig ist. Die RAG hat versproch-en, das sie die Erkenntnisse der Stiftung in das Tages-geschäft einbringen und umsetzen wird. Hier wird es vor allem um die Umsetzung umweltverträglicher Lösungen gehen, soweit denn Probleme auftauchen sollten.

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bilden den neuen Stiftungsvorstand des Forums „Bergbau und Wasser“ innerhalb des deutschen Stifterverbandes: v.l.n.r.: Prof.Dr. Christian Melchers, Joachim Löchte (RAG), Prof. Dr. Josef Klostermann, Prof. Dr. Christian Wolkersdorfer und Rainer Lüdtke vom Dt. Stifterverband in Essen

Foto: THGA-Bochum

 

Quellenhinweise:

Pressemitteilung der techn. Fachhochschule Georg-Agricola, Bochum vom 14.07.2017; Forum-Bergbau-Wasser.de vom Juli 2017, Presse-mitteilug der Gesellschaft zur Förderung der Abwassertechnik e.V., Hennef vom 14.07.2017, RAG-Pressemitteilung vom Aug. 2017 sowie RK-Redaktion vom 14.09.2017 

6 Experten wurden von der Treunhandstiftung e.V. in das neue Forum berufen. Ihre Aufgabe ist es, auf dem Gebiet der Hydrogeologie Grundlagenforschung zu betreiben.  Im Vordergrund der Forschung stehen Fragen zu den chemischen Vorgängen im Grund-und Grubenwasser sowie die wissenschaftliche Bewert-ung von Flutungskonzepten unter Tage. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auch die von der RAG ge-plante Nutzung von Grubenwasserwärme analysiert werden. Das Stiftungskapital in Höhe von 5 Mio. EUR wird von der RAG bereitgestellt. Die Arbeit der Stiftung ist auf 5 Jahre angelegt. Vorsitzender der neuen Stiftung ist Prof. Dr. Josef Klostermann, ehemaliger Direktor des geologischen Dienstes von NRW. Im Stiftungskuratorium sitzt neben einem Vertreter der RAG auch Prof. Dr. Christian Melchers von der Techn. Hochschule Georg-Agricola in Bochum, die bis heute  Bergbau-Ingenieure für die ganze Welt ausbildet.

Die Stiftung „Forum Bergbau und Wasser“ hat darüber hinaus die Aufgabe, das von der RAG erstellte Grub-enwasserkonzept (siehe oberes Bild mit dem neuen Hängepumpenbetrieb anstatt untertägiger Kreisel-pumpenbetrieb) weiter im Sinne einer ökonomischen und ökologischen Optimierung zu verfeinern und zu verbessern. Die Experten haben allerdings für die Umsetzung völlige Freiheit und sind nicht an fachliche Vorgaben gebunden, betonte Joachim Löchte, Leiter der Abteilung Arbeits-, Gesundheits-und Umwelt-schutz bei der RAG.

Ende 2017 will die neue Stiftung im Rahmen einer Auftaktveranstaltung nähere Informationen in Essen der Öffentlichkeit vorstellen. Schließlich geht es auch darum, die Akzeptanz der Bevölkerung für die Not-wendigkeit der Grubenwasserhaltung i. H.v. rd. 92 Mio. Kubikmetern pro Jahr in den ehem. Revieren NRW und Saarland zu erhalten und zu fördern. Daher ist der Dialog wichtig. Richtschnur sämtlicher Aktivitäten rund um die Grubenwasserhaltung und deren wissenschaftlicher Begleitung ist es, jegliches Risiko für Mensch und Umwelt auszuschließen. Dazu gehört auch die Beobachtung und Intervention bei drohenden Bodenbewegungen infolge des geplanten Grubenwasseranstiegs oder die Bekämpfung eines möglichen Methangasaustritts.

Bündnis 90

setzen Sie auf grün und Sie werden Ihr blaues Wunder erleben

warum die Grünen eine Gefahr für die Versorgungssicherheit in der Bundesrepublik sind

bRETT VOR DEM KOPF

Kurz vor der nächsten Bundestagswahl wollen sich alle Parteien noch mal eben schnell ehrlich vor ihren Wählerinnen und Wählern machen, bevor deren Ver-treter sich wieder dem Fraktionszwang und den mehr oder weniger faulen Kompromissen entweder mit dem Koaltionspartner oder gegenüber den Lobbyisten beugen müssen. Und bei dieser wiederkehrenden Gelegenheit wird gerne darauf verwiesen, wofür die Parteien eigentlich wirklich stehen und wofür sie gewählt werden möchten, was im grauen Politikalltag derweilen schon einmal etwas aus dem Blick geraten kann.

Bündnis 90
T-Punkt grün
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In unserem Newsletter vom 1.6.2017 hatten wir unter der Überschrift “ was die Parteien wollen“ schon ein-mal prägnant auf den Punkt gebracht, wofür Sie auf jeden Fall nicht stehen: zu einem klaren Bekenntnis zur sicheren Energieversorgung, wozu u. E. die fossil-en Energieträger dazugehören, weil ohne sie eine sichere Strom-und Wärmeversorgung rund um die Uhr schlicht nicht möglich ist. Das diese physikalisch von uns mehrmals begründete Tatsache gerade von den Grünen fehement bestritten wird, ist nicht neu. Auch in ihrem aktuellen Parteiprogramm behaupten sie nach wie vor, das es eine Klimaerwärmung geben würde, die von Menschenhand gemacht sei und die zur Klimakatastrophe führen wird, wenn nicht der Ausstoß von Treibhausgasen drastisch reduziert wird.

Konkret werden sie ausnahmweise an dieser Stelle auch einmal. Bis 2020 soll das Spurengas Co2 um 40 % und bis 2050 um 95 % abgesenkt werden. Geford-ert wird darüber hinaus der komplette Ausstieg aus der fossilen Stromversorgung bis 2030. Und dann folgen Behauptungen über Behauptungen und es werden Zusammenhänge konstruiert, die alle nur eine Ursache kennen: das böse Treibhausgas Co2. Das dieses Gas dazu beiträgt, das die Temperaturen nicht dauernd auf unter -18 Grad fallen und das dieses Gas für das Pflanzenwachstum wie auch für alles Leben auf der Erde absolut notwendig ist, wird im Programm der Grünen verständlicherweise gar nicht erst er-wähnt. Man versteigt sich dort sogar zu der absurden Behauptung, das die Klimaerwärmung dazu führen wird, das die Zahl der sog. „Klimaflüchtlinge“ ( An-merkung:  das Asylrecht kennt nur Staatsverfolgte oder subsidiär Verfolgte, die durch Menschenhand umkommen könnten, würde man sie als Flüchtlinge nicht anerkennen und zurückschicken) bis 2050 auf bis zu 250 Mio.Menschen steigen könnten und beruft sich dabei auf Zahlen des Flüchtlingswerks der Ver-einten Nationen. Wie das Flüchtliungswerk auf diese Zahl kommt, bleibt unklar.  So wird Stimmung ge-macht.

Daher sind u. E. die Grünen die eigentliche Kata-strophe und nicht die Klimaerwärmung.

Die findet erstens nachweislich seit 19 Jahren nicht statt ( das Klima ist stabil, Extremwetter haben sich nicht häufiger ereignet, als diese sich in den letzten Jahrhunderten immer wieder als natürliches Ereignis  eingestellt haben und weiterhin einstellen werden) und zweitens ist der von Menschen verursachte Co2-Ausstoss mit 400 ppm ( = 0,004 %, bezogen auf 10.000 Moleküle in der trockenen Luft  )  so vernachlässigbar gering, das von einem menschengemachten Klima-wandel ernsthaft keine Rede sein kann. Das ist reine Grünen-Propaganda. Wobei die Grünen sich die an-geblich unwiderlegbaren Fakten wiederum von solch wissenschaftlich unseriös arbeitenden Instituten wie z.B. das Potsdamer Institut für Klimafolgenabschätz-ung (PIK) liefern lassen. Gerade das PIK haben wir in unserem Jahrbuch und in anderen Publikationen immer wieder dezidiert kritisiert. Unterstüzt wird unsere kritische Berichterstattung auch von Prof. Helmut Alt von der FH Aachen, vom Europäischen Institut für Klima und Energie (Eike), von den Akteuren von vernunftkraft.de und von zahlreichen Windkraft-gegnern. Und es ist auch bekannt, das die Grünen zahlreiche Freunde in der Politik, in den Medien und in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten  hab-en, die die Energiewende energisch unterstützen. Auch sitzen viele Grüne in führender Stellung bei den Evangelischen Landeskirchen, um dort ihre Ideologie zu verbreiten. Hierüber hatten wir in unserem Jahr-buch 2016 ausführlich berichtet. Gerne wird auch auf die Grünen-Freundin Hendrix verwiesen, die das Bundesumweltministerium leitet und selbst eine aus-gewiesene Energiewende-Befürworterin ist.

Doch wenn sie glauben, Öko wäre heile und saubere Natur, dann täuschen Sie sich gewaltig. Allein der Zu-bau von 32.000 Windkraftanlagen a 250 Tonnen ver-bautem Beton mit ihren gelegentlich erzeugten Stromproduktionen verschandelt  nicht nur die Land-schaft, sondern stellt eine Umweltverschmutzung und einen Flächenverbrauch in gewaltiger Größenordnung dar. Von den rd. 100.000 getöteten Vögeln durch die Rotorblätter pro Jahr ganz zu schweigen. Die Her-stellung der Glasfaser-Rotoren und die enormen Mengen an Kupfer zur Herstellung der Antriebs-aggregate belasten die Umwelt in den Produktions-ländern. Und dann müssen die Anlagen nach einer Betriebsdauer von 20 -25 Jahren rückgebaut und in getrennte Einzelemente zerlegt und entsorgt werden. Das wird viel Geld kosten und ebenfalls die Umwelt belasten.

Aber das ist noch gar nichts, wenn man die Forder-ung nach flächendeckender Elektromobilität tatsäch-lich durchsetzen sollte. Die Grünen wollen nämlich ab 2030 nur noch emissionsfreie E-Autos zulassen. Denk-en Sie da mal nur an die umweltbelastende Herstell-ung von Autobatterien und die damit einhergehenden hohen Kosten. Wenn Sie mit einer neuartigen Redox-Flux-Batterie ihr E- Auto aufladen und rd. 400 km weit damit fahren wollen, ( wie es die Fa. Bosch verspricht), dann müßte eine solche Batterie rd. 1 Tonne wiegen und rd. 30.000 EUR kosten. Die hält aber trotzdem nur rd. 7-8 Jahre. Und dann stellen Sie sich darüber hinaus vor, das sie zur Aufladung an ihrem Haus eine besondere, stärkere Stromleitung benötigen. Und nicht nur Sie, sondern die ganze Strasse und das rechnen Sie das mal auf 40 Mio. Autos hoch. Glauben Sie dann ernsthaft, das der dafür benötigte Strom nur aus Windkraft-und Solaranlagen stammen wird und das der auch noch billiger als konventionell her-gestellter Strom wäre ?  Wir jedenfalls glauben das nicht und halten die Grünen daher nicht nur für unglaubwürdig, sondern für gefährlich, da sie durch ihre Propaganda und der  ihrer zahlreichen  medialen Helfer dazu beitragen, das Tausende von Arbeits-plätzen in der Automobilindustrie, im Braunkohle-tagebau und auch in anderen Bereichen der Industrie durch die Energiewendepolitik gefährdet werden. Ein Industrieland wie die Bundesrepublik ist aber dringend auf eine sichere Strom-und Wärmever-sorgung angewiesen, die sich bedarfsweise anpassen kann. Genau das können Windkraft-und Solaranlagen eben nicht. Und der Traum von vielen Großspeichern für Öko-Strom muß vorerst ein Traum bleiben, da diese sich kaum bezahlen lassen und bei einer längeren Windflaute auch nichts speichern könnten. Daher wird die Kohle auch noch für längere Zeit unabdingbarer Bestandteil im Energemix bleiben.

Selbst der grüne Staatssekretär im Umweltminister-ium, Patrick Graichen, räumte in der Zeit ein, das man sich in Punkto Windkraftanlagen geirrt hätte und das diese nicht in der Lage wären, die Kohlekraftwerke zu ersetzen. Das sagen wir schon seit über 20 Jahren. Graichen ist übrigens nicht irgendwer. Er leitet auch noch den von uns ebenfalls kritisierten Thinktank „Agora Energiewende.“  Der Eike-Redakteur Helmut Kuntz hat es erkannt: die Grünen haben das sprich-wörtliche Brett vor dem Kopf und sind daher u.E. nicht wählbar.

Quellenhinweise:

vgl.hz.. Drieschner, Frank: Schmutziger Irrtum, in: Zeit-Online vom 11.12.2014, Demming, Andreas: Windenergie, rein wie frisch gewaschener Schnee, in: Eike.de vom 1.09.2017;  Bundestagswahlprogramm der Grünen 2017, Kuntz, Helmut: wecher EEG-Ausbau wird benötigt, wenn man-wie es die GRÜNEN fordern- alle Energie aus EEG-Erzeugern generiert? in: Europäisches Institut für Klima und Energie (Eike.de) vom 08.09.2017, Wirtschaftswoche vom 09. 09.2013 sowie RK-Redaktion vom 13.09.2017

Fotos: oben: pixabay, Retusche: Revierkohle; retuschiertes Grünen-Logo: Revierkohle 

T-Punkt grün
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wenn Magenta

neu: der Öko-Strom der Telekom

beim Strom der Telekom sparen Sie, aber nicht auf Kosten Ihrer Enkel

wenn Magenta

Während die Breitband-Ausbaupläne der Telekom flächendeckend noch nicht ganz die 100 % Marke erreicht haben, steuert der halbstaatliche Konzern die nächste 100 % Marke an. Ab sofort vermitteln die Telekomiker jetzt auch 100 % Öko-Strom. Woher sie den beziehen, bleibt trotz Recherche schleierhaft.

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Retusche und Layout: Revierkohle.  Fotos oben: pixabay.com. Mitte links: deweh, fotolia-Kauf ,T-Logo: Revierkohkle

 

Die seriöse Telekom wird doch nicht etwa lügen, oder ? Doch, leider!  Wahrscheinlich hat sie sich das lukra-tive Öko-Geschäft von der Bahn abgeguckt. Wie wir in unserem Newsletter vom 1.7.2017 berichteten, wird dort ebenfalls getrickst, das sich die Balken biegen. Die Lüge ist aber ganz legal. Denn sie kommt wie bei der Bahn, bei Greenpace, Lichtblick, Stadtwerken, RWE, E-ON und den vielen anderen Wahrheitsver-drehern im Gewande eines Zertifikate-Schwindels  daher, der es in Zukunft auch der Telekom erlaubt, zu behaupten, sie würden 100 % Öko-Strom anbieten.

Und dieser Trick funktioniert so: der Energieanbieter kauft im Ausland, z.B. in Norwegen, Zertifikate von den dort ansässigen Wasserkraftwerken auf und tauscht diese gegen Kohlezertifikate ein. Physikalisch fließt aber keine einzige Kilowattstunde Öko-Strom durch die Leitungen, da das erstens nicht geht und zweitens die dafür erforderlichen Hochspannungs-gleichstrom-Übertragungsleitungen noch gar nicht gebaut wurden. Um diese begehrten Zertifikate zu erhalten, muß der konventionelle Stromanbieter natürlich tief in die Tasche greifen. Macht aber nichts, denn die Mehrkosten darf er nach dem EEG dem Ver-braucher wieder aufs Auge drücken. Um das Öko-Label zu erhalten, meldet er beim Bundesumwelt-ministerium den Kauf an und geht dann zum TÜV, der ihm dann gerne bescheinigt, das 100 % Wasserkraft eingekauft wurde. Ohne wenn und aber. Greenpace wirbt in diesem Zusammenhang mit einem imaginär-en Stromsee, der zwar durch fossil erzeugten Strom „verschmutzt“ sei, den der gutgläubige Verbraucher aber mit Hilfe eines Wechselauftrages sauberer machen kann. Das muß offensichtlich auch die Tele-kom-Oberen begeistert haben.

Leider hat das ganze aber mit der Realität nichts zu tun. Erstens ist fossiler Strom nicht schmutzig und zweitens nicht grün und drittens gibt es auch keinen Stromsee. Denn der Strom, den Sie aus der Steck-dose beziehen, kommt immer aus dem nächstge-legenen konventionellen Kraftwerk. Egal, was in ihrem Vertrag steht. Solche Art von Verheißung wird normal- erweise als irreführende Werbung bezeichnet und ist nach § 5 UWG strafbar. Danach handelt derjenige un-lauter, wer eine geschäftliche Handlung vornimmt, die geeignet ist, den Verbraucher zu veranlassen, eine geschäftliche Entscheidung vorzunehmen, die er ohne die Täuschung nicht getroffen hätte. Der Gesetzgeber listet eine Reihe von Tatbestandsmerkmalen auf, die eine solche Irreführung darstellen. So ist z.B. auch ein falsches Garantieversprechen eine Täuschung, wenn das Versprechen de fakto gar nicht eingehalten werd-en kann. Da es aber um den ganz großen Wurf in der Energiewende geht, wird die Öko-Stromlüge nicht be-straft, weil es sich beim Kauf von Ökostrom-Zertifi-katen formaljuristisch um ein „buchhalterisches Öko-strom-Äquivalent“ handelt, das keineswegs als Täuschungsmanöver zu interpretieren ist. Das haben wir auch erst nicht glauben wollen. Aber als wir die Wohnungsgenossenschaft von 1904 e.G. in Hamburg und die Stadtwerke Rostock wegen dieser Irreführung gerichtlich belangen wollten, erläuterte die von uns beauftragte Kanzlei den Rechtssachverhalt. Da dieser Trick also völlig legal ist, hätten wir den Prozess ver-loren. Lüge bleibt aber trotzdem Lüge. Auch in Zu-kunft wird man Öko-Strom nicht speichern können, da Strom in dem Augenblick verbraucht werden muß, wie der Bedarf entsteht. Gezielte Leistungsanpassungen aufgrund von Schwankungen ( sog. volativer Wind-kraftstrom) können nur durch konventionell arbeit-ende Grundlastkraftwerke ausgeglichen werden. Das haben wir mehr als einmal deutlich gemacht. Daher trägt Öko-Strom nicht zu einem mehr an Sicherheit und Sauberkeit bei. Wir verweisen in diesem Zu-sammenhang auf unseren Flyer “ warum Windkraft keine Alternative ist“ hin.

Zumindestens an der Telekom-Basis scheint man das zu ahnen. Denn intern äußern sich die Telekom-Mit-arbeiter stellenweise durchaus kritisch zu dieser neuen Geschäftsidee. Da die Telekom aber auch ihre Mitarbeiter als „Kunden“ bezeichnet, werden diese selbstverständlich genau so hinters trübe Öko-Licht gezogen, wie der richtige Kunde. Da wird von zertifi-ziertem Strom aus erneuerbaren Energien gefaselt, der vom TüV zertifiziert und mit dem ok-power plus-Label versehen sei. Oder man versteigt sich gar zu der Behauptung, man würde an einer besseren Welt ar-beiten und daher in die Zukunft investieren. Bei solch hochkompetenten Antworten werden sich doch wohl nicht etwa weitere Fragen einstellen, oder ?

Wir jedenfalls können nur hoffen, das die Telekom ihren eigenen Strom für ihr Netz weiterhin über konventionelle Kraftwerke bezieht, weil ansonsten die Digitalisierung ebenfalls nur schwankend voran-kommt.

Wie unseriös die Werbung mit dem 100 % Öko-Strom ist, zeigt die unten stehende Grafik. Aus dem Verteil-kungskuchen ergibt sich, das der Aneil der regenera-tiven Energieträger am Primärenergieverbrauch in 2016 gerade einmal bei 12, 6 % lag. Davon lag der Anteil aus Strom, der von Windkraftanlagen produ-ziert wurde, bei verschwindend geringen 2,1 %.

Wie schon gesagt, für uns ist es schleierhaft, wie die Telekom da auf 100 % Ökostrom kommen will.  Aber selig sind ja bekannermaßen diejeinigen, die nicht wissen, aber dennoch glauben.

Primärenergieverbrauch 2016
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die Kohle geht – und warum sie trotzdem bleibt

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Rechtzeitig vor der nächsten Bundestagswahl und ein Jahr vor dem endültigen Auslauf des Deutschen Stein-kohlenbergbaus haben wir eine leicht verständliche Broschüre herausgebracht, die deutlich machen soll, wie wichtig auch nach 2018 die Kohle noch sein wird.

Unser Anliegen ist, das Verständnis für den Erhalt und die Modernisierung der Kohlekraftwerke zu fördern. Denn ohne sie kann es auch in Zukunft keine ge-sicherte Energieversorgung  geben. Warum das so ist, haben wir anhand von 6 Eckpunkten herausgestellt.

Die Notwendigkeit für diese neue Info-Kampagne sehen wir darin begründet, das allzu viele Menschen glauben, mit dem Ende der deutschen Steinkohlen-produktion wäre der Weg in eine carbonfreie Zukunft eröffnet und dem Ausbau der Windkraft und Solar-energie würde nun nichts mehr im Wege stehen. Diesem Irrtum wollen wir argumentativ begegnen.

Die Broschüre erhalten Politiker, Wissenschaftler, Pressevertreter, Unternehmer und unsere Mitglieder kostenfrei.

Wir wollen gleichzeitig mit dem Märchen vom preis-werten und sicheren Öko-Strom aufräumen. Die En-ergiewende ist unserer Ansicht nach schon lange ge-scheitert, das will von den Verantwortlichen aus öko-nomischen und ideologischen Gründen aber Nie-mand wahrhaben. Daher bieten wir gleichzeitig auch unseren Info-Flyer „warum Windkraft keine Alter-native ist“ an. Er kann mit unserer neuen Broschüre über „vorstand@revierkohle.“ abgefordert werden.

Data Mining
energiewende

Ob wir mit unseren Argumenten recht haben oder nicht, können Sie gerne nachprüfen. Konfrontieren Sie Ihren Bundestagsabgeordneten mit unseren Argum-enten und schauen Sie, ob Sie eine ehrliche oder eher eine verschwurbelte Antwort erhalten. Und lassen Sie sich nicht von irgendwelchen Studien niedermachen, die unsere Meinung angeblich wiederlegen. Es gibt nicht eine einzige evidenzbasierte wissenschaftliche Studie, die die Richtigkeit unserer Aussagen ernsthaft in Frage stellen könnte.

Wir sagen daher: Schluß mit der verfehlten Energie-wende. Zurück zu einem realistischen Energiemix, wozu selbstverständlich auch die fossilen Energie-träger gehören, weil Öko-Strom großtechnisch nicht speicherbar ist. Denn eine Energiewende ohne Speich-er ist nicht machbar und mit Speicher nicht bezahlbar!

Wenn unsere Broschüre dazu beiträgt, Ihre Neu-gierde zu wecken, dann haben wir schon viel erreicht. Natürlich wissen wir auch, das ein solch komplexes Thema wie die Energieversorgung nicht auf 16 Seiten abschließend dargestellt werden kann, zumal es auch immer wieder um unterschiedliche Vorstellungen geht, wie die Versorgungssicherheit in der Zukunft bewerkstelligt werden soll. Daher bringen wir Monat für Monat redaktionelle Beiträge heraus, die sich mit einzelnen Aspekten der Energiepolitik beschäftigen. Und Sie können versichert sein, das wir in diesen Beirägen nicht die herrschende Pressemeinung wied-ergeben. Bestellen Sie daher heute noch unseren kostenfreien Newsletter. Wer es noch genauer wissen möchte, dem empfehlen wir den Bezug unseres Jahrbuches für Energiepolitik und Montankultur. Bestellungen können Sie über unseren Shop, über amazon oder als e-paper-Ausgabe über ebozon.de vornehmen (einfach das Stichwort „Revierkohle“ ein-geben).

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Fotos und Entwurf oben links: Revierkohle, rechts daneben: danleap, fotolia-Kauf, links: Revierkohle

 

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28. grosses Zechenfest auf Zollverein XII

auf dem Weltkulturerbe ist am 23. und 24. Sept. 2017 wieder der Teufel los

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Früher donnerten die Grubenhunde beim aufschliess-en in der Wagenumlaufhalle aufeinander, heute donn-ern auf Zollverein nur noch die Feuwerksböller. Am 23. Sept. 2017 ist es wieder soweit. Unter dem Motto „Tradition mit Zukunft!“ startet im 28. Jahr das grosse Zechenfest im Ruhrpott. Für gute Unterhaltung, Stimmung und Spaß für alle Generationen wird ge-sorgt. Damit das Fest gelingt, haben wieder  viele  Akteure ihren Beitrag vorab geleistet.

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Über 100 Info-und Aktionsstände laden zum Mit-machen und informieren ein und für das leibliche Wohl sorgen die obligatorischen Currywurst/Pommes-Schranke-Stände. Die werden seit Jahren immer dicht gedrängt umlagert. Und da die Ruhris gerne klönen, kommt man sich beim Pilskes an den zahlreichen Tischen schnell näher.

Fotos:

oben links: RK/pixabay, oben rechts: RAG,

links unten: RK, rechts unten: RK

Bergleute

So haben z.B. die Musiker des Essener Bergbau-Orchesters wochenlang  anständiges bergmämnni-sches Liedgut einstudiert, haben ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ihre Freizeit geopftert und z.B. Tanz-und Showeinlagen erprobt und die zahlreichen Besuchsführer werden ebenfalls wieder alle Hände voll zu tun haben. Der Eintritt in das Ruhr-Museum ist an beiden Tagen kostenfrei. Dort läuft z. Zt. die Sond-erausstellung “ Der geteilte Himmel.“  Und an beiden Tagen kann man sich mit dem Shuttle-Bus über das weiträumige Gelände fahren lassen. Echte Zechen-fans werden wahrscheinlich mit Wehmut das vorletzte Mal noch die Seilscheiben von Zollverein in Bewegung sehen, denn auf Zollverein arbeiten auch heute noch Bergleute. Diese reparieren und warten die unter-tägigen Kreiselpumpen der zentralen Grubenwasser-haltung, die auf Zollverein in rd. 900 Meter Teufe immer noch in Betrieb ist. Um die Kumpels in die Tiefe zu befördern, sitzt im Schachthaus auch heute noch ein Maschinenführer. 2019/20 soll dann die Gruben-wasserhaltug auf Zollverein eingestellt werden und der Schacht wird zum Sicherungsstandort umge-rüstet. Die Grubenwasserhaltung wird dann auf Hängepumpenbetrieb umgestellt.

herzchen

Da wir ein Herz für Zollverein haben und die Montankultur seit Jahrzehnten fördern, werden wir uns ebenfalls am 28. Zechenfest beteiligen. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung wurde übrigens mit Bedacht gewählt. „Tradition mit Zukunft !“ will einerseits die enormen Leistungen der Bergleute würdigen, die diese für uns alle erbracht haben und sie will deutlich machen, das die Bergleute und ihre Traditionen auch in der Zukunft ge-würdigt werden. Schließlich waren sie es, die das Ruhrgebiet begründet und für den Wohlstand über Jahr-zehnte gesorgt haben. Das vergessen die Menschen im Revier nicht. Aber auch die traditionell konventionelle Energiegewinnung wird auch in Zukunft bedeutungsvoll bleiben. Denn ohne Kohle geht auch weiterhin nichts in dieser Gesellschaft. Das sollten wir uns immer wieder klar machen. In diesem Bewußtsein läßt es sich aus unserer Sicht auf traditionellem und historischem Grund und Boden gut feiern.

Ort:        Weltkulturerbe Zeche Zollverein XII, Gelsenkirchener Str. 100, 45327 Essen-Katenberg

Termin: Samstag, den 23.09.2017 von 16.00 h bis 23.00 h und Sonntag, den 24.09.2017 von 11.30 h bis          18.00 h

 

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immer noch eine unbequeme „Wahrheit“ !

der ehemalige Vizepräsident der USA und heutige Klima-Missionar klammert sich weiterhin an seine untergehende Scholle

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Der ehem. US-Vizepräsident Al Gore ist wieder aus der Versenkung hervorgekrochen und präsentiert der verängstigten Klimaretter-Gemeinde Teil 2 des Kino-Kassenknüllers „eine unbequeme Wahrheit“ aus dem Jahre 2006. Mittlerweile geht es mit der Klimaerwärmung so rasant voran, das Al Gore seine Botschaft an die gutmeinenden Menschen der Welt nur noch von einer abgebrochenen Eis-scholle aus verkünden kann. Offensichtlich ist ihm nicht nur das Festland, sondern auch der klare Verstand abhanden gekommen. 

eine unbequeme Wahrheit Al Gore
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ABER HALLO ! …. zumindestens wenn es nach Al Gore und seinen Klimahysterikern geht

Wir wollen uns hier aber nicht mit der kleinteiligen Frage beschäftigen, wer der grössere Spinner unter der Sonne ist, Al Gore oder Donald Trump, sondern uns mit der zentralen Botschaft des neuen Machwerks aus der Feder Al Gores  auseinanderzusetzen. Um es vorweg zu sagen: die zentrale Botschaft von Teil 2 ist die gleiche geblieben wie in Teil 1 aus dem Jahre 2006. Sie lautet: seit laut und kämpft gegen die globale Er-wärmung. Diese nimmt durch den zunehmenden Aus-stoss von Kohlenstoffdioxid (Co2) immer mehr an Fahrt auf und läßt sich nur durch eine schnelle und konsequente Abkehr von fossilen Energieträgern  noch abwenden. Wenn das nicht gelingen sollte, sind die Folgen einer Klimaerwärmung für Mensch und Tier verherrend.

Und damit der letzte Depp auch versteht, wie schrecklich bedrohlich  diese Untergangsapokalypse sein wird, hat Regisseur Davis Guggenheim wieder den richtigen Off-Ton getroffen. Begleitet von den Produzenten und Kommentatoren Laurie David, Lawrence Bender, Burns und Lesley Chilcott haben  die Filmtechniker, Trickexperten und Schauspieler wieder keine Mühe gescheut, den Gruseleffekt in möglichst real erscheinenden und mit dramtischem Unterton versehenen Sprech-und Filmszenen dem betroffenem  KInopublikum zu vermitteln. Die Me-stros ihres Faches verstehen es gut, Stimmung zu machen und Meinungen auf der Bauchebenen zu erzeugen. Kostprobe einer Schauspielerin im neben-stehenden Kino-Trailer (Quelle: Youtube 2017) : „die Klimaerwärmung ist offensichtlich, da gibt es nichts mehr zu diskutieren.“ Und in der Tat: die Püppi, par-don: Schauspielerin, hat recht ! Das Klima verändert sich! Und zwar laufend ! Aber nicht aufgrund der Ver-brennung fossiler Energieträger, deren  Anteil ist viel zu klein, sondern aufgund natürlicher Veränderungen in der Atmosphäre. Das war schon vor Beginn der Wetterdatenaufzeichnungen im Jahre 1789 so. Also auch schon vor Jahrmillionen Jahren, wo der Co2-An-teil in der trockenen Luft um ein vielfaches höher lag als heute. Daher blühte damals auch die Vegetation so überaus üppig. Woher man das weiß ? Aus der Unter-suchung von Eisbohrkernen, aus alten Baumrinden und durch die Untersuchung versteinerter Pflanzen (Kohle).

Kommen wir zurück zum Film. Al Gores-Machwerk bezieht sich inhaltlich auf angeblich wissenschaflich fundierten Untersuchungen, die alle zum gleichen Er-gebnis kommen: die Welt steht vor dem Abgrund und kann nur gerettet werden, wenn jeder Einzelne sein-en Beitrag dazu leistet, konsequent die Freisetzung von Treibhausgasen zu vermeiden. Auf der energie-politischen Ebene kann der Zug ebenfalls nur in eine Richtung gehen: Windkraft, Windkraft und nochmals Windkraft, gepaart mit Umweltschutz und flächen-deckender Elektromobilität. Dabei wird sich nicht lange mit Erklärungen und Argumenten aufgehalten, sondern durch wirkungsvolle Bilder wachgerüttelt. Ein abgeschmolzener Alpengletscher, der ausgetrocknete Aralsee in der Wüste, aufpeitschende  Wasserwellen bei Sturm…. da wird schnell klar, wer der Schuldige ist: wir von der Kohlefront. Wer denn sonst, oder ?

In einem Punkt haben die Filmemacher aber recht: Öko-Katastrophen, die die Umwelt und das Leben be-drohen, gibt es wirklich. Und oft sind diese Katastrophen von Menschen verursacht. Wir möchten aber auf den Unterschied hinweisen: es handelt sich um Umweltkatastrophen und nicht durch von Menschen Hand verur-sachte Klimakatastrophen. Letzere kann der Mensch nicht verursachen. Der natürliche Prozess einer als Kata-strophe wirkendes Extremwetter hat oft seine Ursache in der Überbevölkerung und durch die damit einher-gehende dichtere Bebauung in Gegenden, die als Auslaufgebiet dem Wasser bei Überschwemmungen  dient. Oder nehmen wir das Beispiel der dichten Bebauung in erdbebengefährdeten Ländern ohne ausreichende statische Absicherung der Häuser vor Erdbeben und die daher regelmäßig zusammenbrechen. Oder denken Sie an die Abholzung der Regenwälder im Amazonas, die aus rein wirtschaflichen Gründen stattfindet. Der Regen-wald ist nach den Meeresalgen der größte Sauerstoffproduzent der Erde. Die Bäume tragen zur Kühlung der Erde bei.  Der Kampf gegen die Erwärmung ist ein sinnloser Kampf. Der Kampf gegen die Umweltzerstörung (z.B. durch das viele Plastik !) ist dagegen machbar und notwendig. Bitter notwendig!

Übrigens: Im Okt. 2007 verfügte Richter Burton vom High Court in London, dass Al Gores Film in Schulen nur mit erklärenden Hinweisen gezeigt werden darf. In seinem Urteil listete er neun Stellen im Film auf, in denen unkorrekte, spekulative und völlig übertriebene Formulierungen gewählt wurden. Den Film in Schulen komplett zu verbieten, unterließ Richter Burton leider.

Unserer Ansicht nach handelt es sich bei dem neuen Kinofilm um das Gegenteil von Wahrheit, weil die zentralen Aussagen des Films wissenschaflich und evidenzbasiert nicht bewiesen werden konnten. Ausge-nommen sind Studien, deren Verfasser ihre ideologischen Scheuklappen hinter  wissenschaftstechnischer Methodik verstecken wollen. Und von diesen Gefälligkeitsgutachten wurden  in den letzten Jahren viele ver-öffentlicht und von den Medien begierig aufgegriffen. Fakten bleiben aber trotzdem Fakten. Und zu diesen zählt z.B., das 4  Co2-Moleküle im Verhältnis zu 10.000 Molekülen in der trockenen Luft keine Klimaerwärmung bewirken können. Einen gewissen Treibhauseffekt jedoch schon. Das ist aber auch gut so, denn ansonsten wäre es permanent -18 Grad kalt bei uns. Und wer will das ernstlich ?  Und eine weitere Tatsache ist, das sich der von Al Gore bereits vor 11 Jahren prophezeite Planeten-Notfall  nicht ereignet hat. Das Meer ist immer noch nicht versauert und der Wald auch noch nicht abgestorben. Der Punkt „of no return“ läßt auf sich warten. Daher muß die Angst wohl weiter „am köcheln“ gehalten werden. Schließlich geht es um die Erhaltung von Subventionen in Mrd. Euro-Höhe. Angst ist dabei ein wertvoller Helfer. Er vernebelt das Hirn. Wir empfehlen daher: öfter mal die Nase in ein Physikbuch stecken. Das hilft!

Quellenhinweise:

Wayne. Graham: Al Gores Film „eine unbequeme Wahrheit“ ist voller Fehler, in: klimafakten.de von August 2014.; Weltbild.de  Produktinformation zum gleichnamigen Buch; wikipedia.de, Buch7.de; N.N.: der Regenwald stirbt und mit ihm das Leben, in: helles-koepfchen.de; Eike.de vom 10.06 2017 sowie RK-Redaktion vom 09.09.2017 

Fotos: oben: Al Gore-Figur: pixabay, Gletscher: Olga, fotolia-Kauf, links darunter: Filmplakat-Retusche: Revierkohle; Trailer: youtube

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Wattaways – damit es Nachts dunkel bleibt

das wünscht sich jedenfalls Frankfreich und baute die erste Solarstrasse der Welt

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Was sind Wattawyas und warum soll es in Frankreich demnächst dunkel bleiben, werden Sie sich jetzt fragen. Die Antwort ist einfach: Wattways sind Photovoltaikzellen, die als schwarze und belastbare Platten auf die Fahrbahn geklebt werden und so Strom für die Straßenbeleuchtung einer ganzen Gemeinde erzeugen sollen. Die erste Soalarstrasse wurde bereits 2016 im französischen Örtchen Toureuvre verklebt. Die Idee dahinter: statt Weideflächen mit Photovoltaikanlagen zuzubauen, nutzt man die ohnehin vorhandene Strasse und kann so Strom für die Straßenbeleuchtung einer Gemeinde mit 5000 Einwohnern produzieren. Der franzöische Staat in Gestalt der Energieministerin Segolene Royal hat das Projekt mit fünf Mio. EUR gefördert. In den kommenden fünf Jahren will Frankreich weitere 1000 Straßenkilometer mit Solarzellen verkleben.

Solarstrasse

Quellenhinweise:

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 31.12.2016; DW.com vom 05.02.2016; Der Spiegel vom 24.05.2013 und 11.06.2014; Lehrer-Online.de vom 09.06.2015; Utopia.de vom 04.07.2016; Zeit.de vom 06.02.2016; Elektroniknet.de vom 31.5.2016und RK-Redaktion vom 07.08.2017 

Fotos: oben: pixabay; Retusche: Revierkohle links darunter: Retusche: Revierkohle, Strassenschild: pixabay. engl.Videoclip: youtube

Eine französische Erfindung ist die Solar-strasse allerdings nicht. Schon 2009 förderte die US-Regierung solch ein Projekt. In den Niederlanden schlängelt sich seit 2014 eine 70 Meter lange Versuchsstrasse durch das Dörfchen Krommenie. Und in Deutschland arbeitet die RWTH in Aachen am Institut für Straßenwesen an dem solaren Fliesentepp-ich auf der Strasse. Der Dipl.-Ing. Lukas Ren-ken von der RWTH hat schon einmal aus-gerechnet, welche marktwirtschaftliche Be-deutung die Solarstrasse in der Zukunft hat. In Deutschland, so Renken, gibt es rd. 1,4 Mrd. Quadratmeter horizontale Flächen mit 650.000 Straßenkilometern. Diese könnten nicht nur  mit Solarzellen bestückt werden, um die Straßenbeleuchtung nachts sicher-zustellen, sondern sind auch geeignet für das Betreiben von rd. 20 Mio. Elektroautos. Wissenschaftler des Frauenhofer-Instituts gehen sogar davon aus, das man mit Solar-strassen alle Kraftwerke abschalten könnte. Solarstraßen bleiben lt. Aussage der deut-schen Entwickler, die Firmen JSJ Jodeit GmbH und Solmove GmbH, auch im Winter schnee-frei. Auf Lehrer-Online.de sollen Schüler-innen und Schüler der Sekundarstufe 1 schon einmal diskutieren, ob Solarstrassen vom Staat finanziell unterstützt werden soll-en. Die Frage hat sich zwischenzeitlich schon überholt, da auch die Bundesanstalt für Straßenwesen an dem Projekt beteiligt ist. Sollten die Bundesautobahnen vollständig privatisiert werden, könnten sich für die Be-treiber noch gigantische Einnahmequellen in der Zukunft erschliessen.  Die Firma Solar Roadways in Amerika hat errechnet, das mit Solarstrassen angeblich dreimal so viel Strom produziert werden könnte , wie das Land im Jahr an Strom verbraucht. Der Haken: nachts scheint keine Sonne, der Strom ist nicht speicherbar und kostet dar-über hinaus dreimal so viel wie konven-tionell erzeugter Strom.

Auch wenn die Platten nach Aussage von Prof. Markus Öser vom Institut für Straßenwesen an der RWTH eine Lebenszeit von 25 Jahren haben, so gilt das zumindestens nicht für den darunter liegenden Aspalt. Folge: die Photovoltaikplatten müßten abgerissen und nach Sanierung der Strasse wieder neu aufgeklebt werden. Das kostet. Und zwar richtig viel, da die Module deutlich teurer sind als herkömmliche Photovoltaik-Module für das Hausdach. Darüber hinaus produzieren die sog. Wattaways deutlich weniger Strom, da man sie nicht optimal zur Sonne hin ausrichten kann, wie etwa auf Dächern. Auch eignet sich nicht jede Strasse zum bekleben mit den Solarzellen. Vielbefahrene Straßen wie z.B. Bundesautobahnen eignen sich nicht zum bekleben, da durch die vielen Autos ständig ein Schatten erzeugt wird. Das mindert die Effizienz. Craig Morris, Autor des Bloggs „Energy Transition“ schlägt daher vor, Solarpanels stattdessen aufs Dach der Autos zu packen. Wie die dann die Straß-enbeleuchtung aufrecht erhalten werden soll, muß noch geklärt werden. Na denn.

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Trump: Wiederbelebung der Kohle

Trumps Parole „Amerika First“ soll zur Wiederbelebung der Kohleindustrie führen

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Wegen seiner Politik, seiner uneinsichtigen Art und seines völlig inakzeptablen Benehmens müßte mal jemand den Herrn Präsidenen ordentlich „picksen“. Wir haben das schon einmal symbolhaft gemacht:)

Gleichsam symbolhaft haben wir aber Herrn Trump einen lachenden Bergmann zur Seite gestellt, da es auch Gewinner der Trump-Politik zu geben scheint.

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Quellenhinweise:

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30.06.2017, Heise.de/Newsticker vom 24.02.2017, The Weather Channel (weather.com) vom 05.04.2017, Augsburger Allgemeine vom 30.06.2017; Ebell, Myron, Burnett, Sterling, H.: Die Zeit ist reif für einen Neustart der Klimapolitik, in: Eike.de vom 24.06.2017 sowie RK-Redaktion vom 05.08.2017

Fotos: oben; pixabay.de; links unten: ZumaPress/ Imago, Retusche und Layoaut: Revierkohle 

Wenngleich der neue Präsident der Vereinigten Staat-en von Amerika zwar bisher so gut wie nichts auf die Reihe gebracht hat. In einem Punkt hat er aber unser volles Verständnis: die Abkehr vom Pariser Klimaab-kommen ist ein richtiger Schritt gewesen, da die Klimapolitik überall Schaden anrichtet, jede Menge Geld kostet und das Ziel, die nicht stattfindende Klimaerwärmung auf bis zu 1,5 Grad durch Absenk-ung des Co2-Ausstoßes zu begrenzen, völliger Mum-pitz ist. Trotz gewaltiger Ausgaben in den Klimaschutz konnte der Co2-Ausstoss bisher so gut wie gar nicht gesenkt werden. Warum auch, denn Co2 ist ein wichtiges Spurengas und kein Gift. Die Co2-Emission-en lagen vor rd. 30.000 Jahren übriens bei satten 1000 ppm. Heute liegt der Anteil des Co2 in der Luft gerade einmal bei 400 ppm. Das entspricht 0,04 % in der Atmosphäre. Bezogen auf 10.000 Luftmoleküle ist der Anteil 4: 10.000. Also fast nichts. Wir haben das in vielen Beiträgen immer wieder belegt. Auch die Klimaexperten vom Europäischen Institut für Klima und Energie sehen im Co2-Ausstoß, der durch Menschen verursacht wird, keinen Gefahr, die zu einer Klimaerwärmung führen könnte. Gefahren lauern vielmehr durch natürliche Veränderungen  wie z.B. Vulkanausbrüche oder Explosionen auf der Sonne.

Es ist daher nur richtig, das Donald Trump den Wind-kraftanlagenausbau drosselt und statt dessen die Produktion von Kohle, Öl und Erdgas wieder an-kurbelt. Den Climate Action-Plan des früheren US-Präsidenten Obama will Trump beseitigen. Das könnte für die Bergleute in den nächsten 7 Jahren zu enorm-en Lohnsteigerungen führen und damit das Wachs-tum in der Kohleregion von Pennsylvania im Osten  und Virginia im Westen der USA wieder in Gang bringen. Zudem soll die Kohletechnik verbessert werden. Wir sagen bewußt „könnte“, da die größte Herausforderung für die US-Bergbauindustrie nicht die Auflagen der Regierung bildet, sondern der durch Fracking erzielte derzeit außerordentlich niedrige Erd-gaspreis. Und an dieser Stelle wird deutlich, wie wider-sprüchlich und unberechenbar Donald Trump agiert. Er hat nämlich angekündigt, die Auflagen bei der Frackingproduktion von Schiefergas zu lockern. Damit  wird Erdgas noch billiger und die Kohle hätte das Nachsehen. Darüber hinaus ist der moderne Bergbau von Heute hochproduktiv und in vielen Bereichen automatisiert, so das in diesem Bereich nur wenige Facharbeiter und Dipl.-Ing. eine Chance haben, wieder in Lohn und Brot zu kommen. Gott sei Dank reichen die Öllagerstätten, die durch Fracking in porösem Schiefergestein erschlossen werden nicht so lange aus wie die Kohlelagerstätten. Sobald diese sich erschöpft haben, würde die Nachfrage nach der Kohle wieder anziehen. Die Lagerstätten in Amerika reichen nach Ansicht der US-Regierung für rd. 250 Jahre. Zeit ge-nug, sich bis dahin auf andere Energiegewinnungs-techniken zu spezialisieren.

Trump will daher alle Beschränkungen für den Bau neuer Kohlekraftwerke aufheben, die Atomindustrie wiederbeleben, eine neue Ölpipeline nach Mexiko bauen lassen und die Kohlenexporte erhöhen, um den Weltmarkt für Energie zu dominieren. Getreu seinem Leitspruch „Amerika First.“  Ob Herr Trump den Stellenwert der Kohle tatsächlich erkannt hat, wie einige Plakate von jubelnden Anhängern bei einer Rede in West Virginia, die die Aufschrift „Trump Digs Coal“ trugen, vermuten läßt, bleibt abzuwarten. Wie  die neue US-Regierung die Energiepolitik gestalten, will, hat diese auf der Seite des weißen Hauses ver-öffentlicht.

Titelbild Mein Ruhrgebiet

Buchempfehlung: Mein Ruhrgebiet

von unserem Mitglied Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier

Titelbild Mein Ruhrgebiet
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Norbert Meier vom Arbeitskreis Dortmund des Fördervereins Berg-bauhistorischer Stätten Ruhrrevier ist es zu verdanken, das die durch den Hobbyfotografen Peter Rau-werda gemachten Aufnahmen des Ruhrgebietes aus den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhund-erts nicht in der Versenkung ver-schwunden sind. Er bereitete die alten Fotos mit erheblichem Auf-wand auf und versah diese mit Geschichten zu den jeweiligen Zechen und Industrieanlagen. Jed-em Ruhrgebiets-Enthusiasten dürf-te beim Anblick dieser z.T. unver-öffentlicher Fotos das Herz über-gehen.

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Einerseits war diese Zeit durch viel Staub, grauem Himmel, Lärm und nachtrotem Himmel gekenn-zeichnet und andererseits befand sich das Revier bereits seit 1957 in einer Strukturkrise aufgrund billig-er werdenen Öls. In dieser Zeit wurden zahlreiche Zechen ge-schlossen und abgerissen. Peter Rauwerda hat mit einer Kleinbild-kamera diese untergegangene Industriekultur vor und während des Abrisses dokumuntiert und somit als Zeugnis für die Nachwelt bewahrt.  Diese Zeit war aber nicht nur durch seine besondere Indu-strieästhetik geprägt, sondern auch durch den sprichwörtlichen Mutterwitz unter den Kumpels, das Bedürfnis nach Zusammenhalt unter und über Tage und die wie selbstverständlich geführten „Quetschen“ über Fußball und die Welt.  Aber natürlich auch durch die Bodenständigkeit und die klare Sprache der Menschen im Revier. Das kann vereinzelt auch heute noch in den ehem. Bergbausied-lungen erleben.

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Kurzum: das Leben war hart, aber schön. Und von dieser Schönheit zeugen die zahlreichen Fotos in dem Bildband „Mein Ruhrgebiet“, welches wir Ihnen wärmstens empfehlen möchten. Die Seltenheit der Fotos, die von den alten Zech-en und Stahlhochofenbetrieben gemacht wurden, erklären sich durch den Umstand, als das in den 60er und 70er Jahren es kaum je-mand für nötig befunden hatte, diese Zeitzeugen der Geschichte abzulichten. Man hielt sie für nicht wertvoll. Als fast schon alle Zechen abgerissen waren, trat Prof. Karl  Ganser mit seiner IBA-Emscher-Idee auf den Plan, um wenigstens 19 Objekte vor der Abrissbirne zu bewahren. Es gelang ihm, die Poli-tik zu überzeugen. Heute  stehen diese Monumente der Zechen-kultur unter Denkmalschutz und werden durch den LWL betreut.

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Das Buch beginnt mit der in Bochum Mitte ehemals gelegenen Zechen und Stahlbetrieben. Da-nach geht es weiter in Richtung Süden, wo die ersten Zechen standen, dann nach Osten und von dort zu den nördlichen Zechenbe-trieben, wo die letzte Zeche, Prosper-Haniel in Bottrop, noch bis Ende 2018 in Betrieb ist.

Fotoveröffentlichung mit freundlicher Genehmi-gung des Arbeitskreises Dortmund im Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V.  

Layout und Retusche: Revierkohle

Logo historische Ruhrstätten

Unser Mitglied, der Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruihr-revier e.V. hat das 320 Seiten starke Buch mit Förderung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) 2017 herausgegeben.

Das Buch kann zum Preis von 26,95 EUR unter der ISBN-Nr. 978-3-00-056226-6 bezogen werd-en.

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oben: die Schachtgerüste der Zeche Holland 4 (rechts) und 6 (links) im Jahre 1968. Die ehem. Verwaltung, die Lohnhalle und Schacht 4 sowie die Malakowtürme von Holland 1/2 in Gelsenkirchen-Ückendorf blieben erhalten. Die Zeche wurde nach Durchschlag mit der Zeche Zollverein am 15.1. 1974 stillgelegt. Bis zur Stillegung der Zeche Zollverein in Essen im Jahre 1986 diente Holland Schacht 6 noch zur Wetterführung und bis 1997 noch zur Wasserhaltung. Da-nach wurde Schacht 6 verfüllt.

rag-stiftung

RAG-Stiftung: bestes Ergebnis seit 2010 erzielt

RAG-Stiftung besteht 10 Jahre

rag-stiftung

RAG-Stiftung hat anlässlich ihres 10jährigen Be-stehens im Mai 2017 eine positive Bilanz ihrer Arbeit der Öffentlichkeit vorgestellt. Als die RAG-Stiftung im Jahre 2007 gegründet wurde, da betrug das eingebrachte Vermögen 6 Mrd. EUR. Bis heute hat sich der Vermögensstamm nach Angabe des Handelsblattes auf 17 Mrd. EUR erhöht. In 2016 konnten 393 Mio. EUR für die Ewigkeitslasten zu-rückgestellt werden. Dadurch erhöhte sich das Rückstellungsvolumen für die Grubenwasserhalt-ung auf 4,84 Mrd. EUR.

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Die RAG-Stiftung finanziert diese Kosten ab 2019 aus den Gewinnen verschiedener Firmen, deren Eigen-tümer oder Anteilseigner die Stiftung ist. Zu diesen Firmen gehört u.a. die RAG, RAG-Montan-Immobilien, Vivawest Immobilien (die ehem. Treuhandanstalt für Bergmännische Wohnstätten) und der Chemiekon-zern Evonik Industries AG , der aus der RAG und durch Aufkauf der ehem. Degussa hervorgegangen ist.  Ob die Kosten für die Ewigkeitslasten auch in 50 Jahren oder länger von der RAG-Stiftung gestemmt werden können, kann heute Niemand mit Bestimmtheit sagen. Aktuell sieht die Situation jedenfalls nach Angabe der Stiftung recht solide aus. Allerdings darf man auch nicht verkennen, das das Vermögen von derzeit rd. 17 Mrd. EUR durch die hohen Kosten für die Ewigkeitslasten schnell aufgezehrt werden kann, wenn nicht ständig die Gewinne aus den Beteiligung-en der Stiftung weiter sprudeln wie bisher. Evonik Industries AG stagniert z.B. derzeit und wegen der an-haltenden Niedrigzinsphase vermehrt sich das Ver-mögen ebenfalls nur langsam. Die jährlichen Kosten allein für die Grubenwasserhaltung für rd. 100 Mio. Kubikmeter abzupumpendes Grubenwasser belaufen sich auf geschätzte 200 Mio. EUR pro Jahr. Daher wird verständlich, warum die RAG den Pumpbetrieb auf Hängepumpenbetrieb  und auf die Zentralisierung der Grubenwasserhaltung auf 6 Schachtstandorte in den nächsten Jahren konzentrieren möchte.

RAG-Stiftungsvorstand
Architect at work

Nun werden Sie sich wahrscheinlich fragen, woher die ganze Kohle kommt. Die Antwort ist einfach. RAG-Stiftung wurde in 2007 mit dem Ziel gegründet, die Ewigkeitslasten des Bergbaus finanziell dauerhaft zu stemmen, ohne das nachfolgende Generationen durch den Auslauf des Bergbaus belastet werden soll-en. Dabei handelt es sich um Kosten für die Gruben-wasserhaltung (derzeit auf 13 Zechen, die auf 6 Zech-en mittels Hängepumpen zentralisiert werden sollen, siehe unser Jahrbuch 2016), Kosten für den Polder-bau, Kosten für die anteilige Unterhaltung des Pump-enbetriebs der Emschergenossenschaft, Kosten für den Altbergbau (Sanierung und Sicherung von rd. 2.200 Schächten, Hebungen an der Tagesoberfläche,  Bergsenkungsschäden etc.), die Grundwasserreini-gung und Kosten für die Montankulturbewahrung. ( Zuschüsse für Knappenvereine, Denkmäler, DBM etc.)

Quellenhinweise:

RAG-Stiftung, Pressemitteilung vom 30.05.2017, Jahrbuch für Energiepolitik und Montankultur-Rückblick 2016 ( Ausgab 2017, Revierkohle (Hrsg.), Handels-blatt vom 30.05.2012, WAZ vom 04.06.2014, PR-Online (NGZ-Online).de vom 20.07.2012; Kiefer-Media.de vom 20.07.2012 ( darin Verweis auf die o.g. KPMG-Studie vom 23.11.2006 ); Spektrum.de vom 04.02.2014 sowie RK-Redaktion vom 05.08.2017

Logo-RAG-Stiftungs-Entwurf: Revierkohle  

blicken zuversichtlich in die Kamera und in die Zukunft: (v.l.n.r.) der ehem. RAG-Chef und heutiger RAG-Stiftungsvorstand Dr. Werner Müller, Per-sonalvorstand Bärbel Bergerhoff-Wodopia und der Finanzvorstand Dr. Helmut Linssen                       Foto: RAG-Stiftung

Sollte allerdings die Bezirksregierung Arnsberg, ver-treten durch die Abtl. 6 Bergbau und Energie in NRW ( das frühere Oberbergamt in Dortmund) weiterhin auf die vollständige Eliminierung von gefundenen PCB-Schwebstoffen im Grubenwasser durch den Einbau von Viltrationsanlagen (Kohleaktivfilter) bestehen, dann würden sich die jährlichen Kosten nach Angabe von Fachleuten auf rd. 500 Mio. EUR pro Jahr erhöhen. Welches Kostenrisiko der Altbergbau (Bergsenkungs-schäden, Rekultivierung, etc.) darstellt, ist aktuell schwer abzuschätzen. Wahrscheinlich dürften die Kosten aber wesentlich höher ausfallen, als von der RAG-Stiftung prognostiziert. Im Auftrag der Bund-esanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen hatte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG bereits in 2006 die jährlichen Kosten auf 12,5 Mrd. bis 13,1 Mrd. EUR gutachterlich geschätzt.

Die RAG-Stiftung beteiligt sich laut Satzungsangabe auch an der Erhaltung der Montankultur. Wie hoch die Kosten für Zuschüsse z.B. für Denkmäler, das Deut-sche Bergbau-Museum in Bochum, das Weltkultur-erbe Zeche Zollverein in Essen oder die Kosten für das Programm „Glückauf Zukunft“ sind, wurde von der Stiftung nicht offengelegt. Hierbei geht es u.a um die Förderung von 5000 Jugendhilfeprojekten, der Quar-tiersentwicklung in ehem. Bergbausiedlungen, Ideen-wettbewerbe (weil die Politik nicht weiter weiß ?), Start-up-Unterstützungen und Kosten für sog. Zu-kunftsgutachten, da diese mehr düster als rosig aussieht. Insgesamt dürften es aber einige Mio. EUR sein, die unserer Ansicht nach aber kaum etwas be-wirken werden, da es der Politik nicht gelungen ist, Großkonzerne ins Ruhrgebiet zu locken, damit die rd. 100.000 Arbeitsplätze, die in den letzten 40 Jahen im Bergbau und in der Stahlindustrie unwiederruflich verloren gegangen sind, zu ersetzen und damit das wirtschaftliche Wachstum und den Wohlstand wieder in Gang zu bringen. Der Strukturwandel bleibt daher eine Dauerbaustelle mit der Folge, das die junge Bevölkerung gezwungen sein wird, die Region zu ver-lassen. Sollte doch noch ein (politisches) Wunder ein-treten, lassen wir uns gerne eines Besseren belehren. Wie der RAG-Stiftungschef Dr. Müller die Zukunft im Revier selbst einschätzt, zeigt folgendes Video.