Einträge von Revierkohle

Fridays for Future: die Strategen hinter Greta T.(16)

Tausende von Schüler/innen schwänzen die Schule, um das Klima zu retten

es werden unnötig Ängste geschürt

Freitags Schulstreik - echt cool ! Fotos: pixabay.com

Für Lehrer, Politiker, Kirch-en, NGO´s und jetzt auch für Schüler ist mit der Kohle offenbar das Böse in die Welt gekommen. Sie alle haben es vergessen bzw. gar nicht erst gelernt, wem sie ihren Wohlstand zu verdanken haben. Und das ist mehr als traurig. Inzwischen ist sogar eine 16 jährige Schülerin, Greta Thunberg aus Schweden, zur Galionsfigur der Klima-schutzbewegung geword-en. Grünalternative Lehrer impfen ihren Schülerinnen und Schülern seit Jahren eine einfache Botschaft ein. Diese lautet: „das von Menschen verursachte C02  erwärmt die Erde. Die Erwärmung führt zur Klimakatastrophe, wenn man das böse CO2 nicht endlich stoppt.“

Diese einfache Botschaft wird seit Einführung des EEG im Jahre 2000 auch von den Medien Tag ein und Tag aus flächen-deckend in die Volkshirne gehämmert. Emotion ist alles. Fakten stören da nur. Zum Beispiel, das der C02-Gehalt in der Atmo-sphäre mit der Temperatur nur schwach korrelliert und das das C02 nur ein Faktor von mehreren im Klimageschehen ist. Ob die Senkung der C02-Emissionen den natürlich stattfindenden immerwähr enden Klimawandel signifi-kant beeinflussen könnte, ist wissenschaftlich nicht untermauert. Ebenso auch nicht, welchen Einfluss das von Menschen verur-sachte C02 auf das Klima-geschehen hat. Wer heute von Klimakatastrophe durch Erderwärmung fa-selt, der sollte sich mal ein Lexikon schnappen und nachlesen, welch eine Katastrophe eine Kaltzeit darstellt.  Die kleine Eiszeit z.B. dauerte vom 14. bis zum Ende des 19. Jahr-hunderts. In dieser Zeit gab es extrem kalte Winter, Missernten, Hung-ersnöte, Hochwasser, Kriege und Seuchen. Das Holz wurde knapp. Nur die Engländer hatten die Kohle bereits um 1800 herum gefunden. So konnten sie sich schon früh vor den Unbillen des Wetters schützen und dank der Kohle moderne Techno-logien entwickeln.   Es be-gann die Industrialisier-ung. Kohle lieferte die Wärme für Häuser, Glas-hütten und Ziegeleien. Mit Kohle wurden die Loko-motiven und Dampfma-schinen  betrieben. Und mit Kohle wurde Strom erzeugt. So entstand der wirtschaftliche Wohlstand. Und das gilt bis heute. Und es wird in Anbetracht der rasant gewachsenen Erd-bevölkerung auf mittler-weile rd. 7,6 Mrd. Men-schen auch weiterhin gelt-en.     

meine beste Freundin Luisa Neubauer (22) macht jetzt auch mit. Zusammen haben wir viel mehr Spaß. Foto: pixabay.com

Entwarnung - und trotzdem ist Wachsamkeit angesagt

Wir können also froh sein, das wir heute in einer Warmperiode leben. Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen. Das Wettergeschehen verläuft seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im 18. Jahrhund-ert völlig normal. Mal ist es ruhig, mal stürmisch, mal regnet es viel, dann gibt es Überschwemmungen oder auch Taifune, warme und heiße Sommer ( 1744 war es übrigens 54 Grad heiß !), kühle und kalte Winter. Alle verfügbaren NASA-und Imrasat-Messdaten zeigen, das es keine signifikanten Entwicklungen im vielfältigen Wettergeschehen gibt, die auf eine dauernde Erhöhung der globalen Durchschittstemperaturen hindeuten, ob-schon sich die C02-Emissionen in den letzten 5 Jahren mehr als verdreifacht haben. Mit einer Klimaerwärmung auf-grund des von Menschen verursachten C02-Ausstoßes ist auch nach Ansicht von Fachleuten daher nicht zu rechnen. (siehe Video-Clip). Die Zukunft des Jungvolks scheint gesichert. Zu-mindestens klimatechnisch betrachtet.

Da die Kids sich jedoch geplant und nicht spontan zum wöchentlichen Schulstreik treffen, ist die Frage erlaubt, welche Agitatoren  hinter diesen Großdemos stecken, die das Ganze organisieren, mobilisieren und bezahlen. Hier ist u. E.  Wachsamkeit gefordert. Neben den be-kannten PR-Unterstützern Greenpace, BUND, Die Grünen, die Bundesregierung und viele Tageszeitungen sammelt die „Fridays for Future“-Bewegung auf der eigenen Internetseite Spenden ein, ohne das transparent gemacht wird, wer die Spender sind. Verantwortlich zeichnet hier ein Vincent Schlotfeldt aus Kiel. Hinter Greta steckt ihr Vater, der mit seiner Firma “ we Dont´Have Time AB“ jede Menge Kohle durch C02-Zertifikate-Handel verdient und die Tochter massiv unterstützt. Zum anderen wäre der Vor-stand des schwedischen Umweltver-bandes „Fassilfritt Dalsland“, Bo Thorem, zu nennen, der die kleine Greta angeworben hatte und gleichzeitig im Vorstand der radikalen Umweltorgani-sation“ Extinction Rebellion“ tätig ist.  Ein weiterer wichtiger Strippenzieher im Hintergrund ist der PR-Experte Ingmar Rentzhog, der in der Medienszene kein Unbekannter ist und über zahlreiche Be-ziehungen verfügt. Sie alle spannen die Schüler vor ihren ideologischen Karren und werden, falls die Bewegung politisch Erfolg haben sollte, genau das bewerk-stelligen, wovor sich die kleine Greta so sehr fürchtet: die Zukunft in Frage zu stellen. Allerdings nicht wegen der Klima-erwärmung, sondern wegen der Klima-politik, die mit der Energiewende dafür sorgt, dass die Grundlage unseres Wohlstandes, nämlich eine gesicherte, bezahlbare und jederzeit zur Verfügung stehende Versorgungssicherheit zu- sammenbrechen könnte. 

 

Noch eine kleine Bitte an die Schülerinnen und Schüler der Klima-Demos: wie wäre es denn, wenn ihr Euch anstatt für das nicht beeinflussbare Klima mehr für den Umweltschutz einsetzen würdet? Zum Beispiel, indem Ihr Euch nicht mit dem SUV Eurer Eltern zur Schule kutschieren läßt, das Handy nicht alle 2 Jahre erneuert, ohne Plastikmüll in die Schule kommt und nicht im Flieger in den Urlaub fliegt? Das wäre bestimmt ehrlicher, als mit dem Einweg-Kaffeebecher von Starbrucks mal kurz zur Klima-Demo anstatt zum Physik-Unterricht zu rauschen !

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Quellenhinweise:

Südkurier vom 15.02.2019; Augsburger Allgemeine vom 24.1.2019; Nordbayern.de vom 25.01.019; Stern vom 24.1.2019; Unicum.de vom 24.1.2019; Tagesspiegel vom 24.2.2019; FAZ vom 25.1.2019; Westfalenpost vom 31.01.2019; Zeit Campus.de vom 01.03.2019; Spiegel Online vom 14.12.2018 und 18.01.2019; Göhring, Axel-Robert: Weiberfastnacht 2: Kopfwäsche. Greta und die massen-bewegte Jugend, in: Eike.de vom 04.03. 2019 sowie RK-Redaktion vom 08.03.2019

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DBM-Bochum: 2 neue Rundgänge eröffnet

vom Karbonwald bis zur Grubenwasser- pumpe – von der Steinzeit bis zur Neuzeit 

 

 

Mit der Sanierung des Deutschen Bergbau-Museums in Bochum wurden auch die Dauerausstellungen neu konzi- piert und attraktiv hergerichet. Nach dem Ende des Deutschen Steinkohlenberg- baus Ende 2018 will das DBM diese wichtige Industrieepoche zukunftsfähig machen, damit auch künftige Gene- rationen nachvollziehen können, woher sie kommen, worauf unser Wohlstand basiert und wie die Kohle Mensch und Kultur geprägt hat. Berteits am 28.11.2018 wurden daher zwei von vier neue Ausstellungsrundgänge durch Museumsleiter Prof. Dr. Stefan Brügger- hoff offiziell eröffnet.

Rundgang 1 und 2 ist seit 1. Febr. 2019 eröffnet

2019

600 Objekte erzählen von der technischen, sozialen und wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte des Bergbaus, Foto: DBM

Umbau kostet rd. 50 Mio. EUR

Das hört sich auf den ersten Blick viel an. Wenn man aber bedenkt, dass sowohl das denkmalgeschützte Gebäude als auch die Dauerausstellungen im DBM in „die Jahre gekommen sind“ und für das Geld das Gebäude saniert, ein neues Forsch-ungszentrum, ein neuer Lesesaal und ein neues Depot sowie vier attraktive neue und zukunftsfähige Dauerausstellungen implementiert werden, dann kommt das dem Land und der Stadt Bochum zugute. Nicht zu vergessen auch den rd. 40.000 Besuchern pro Jahr. Die RAG-Stiftung unterstützte den seit 2016 laufenden Umbauprozess mit 15 Mio.EUR.   

Participant Ratings

Location
4.5/5
Speakers
4/5
Catering
3.5/5
Teil der neuen Dauerausstellung im DBM, Foto: DBM

Gallery

 

 

Nach zweijähriger Bauzeit wurde zum 01.02.2019 die erste Etappe durch Eröffnung der ersten zwei von vier neuen Dauerausstellungen im Nordflügel des altehrwürdigen Museums erreicht. Die erste Ausstell- ung befasst sich mit dem Thema „Steinkohle- Motor der Industrieali- sierung“ und die zweite Daueraus-stellung steht unt- er dem Motto „Bergbau- Stein- zeit mit Zukunft.“ Rund 1.750 Ob- ekte zeigen auf vielfältige Weise die Geschichte des Bergbaus und seines technisch- en, wirtschaftlich- en, sozialen und kulturellen Ein- flusses auf die Re- viere.

Deutsches Bergbau-Museum, Bochum, Foto: Revierkohle
Glückauf miteinander ! Foto: RAG

Im Südflügel wird noch bis Sommer 2019 an der Realisierung von zwei weiteren Dauer-ausstellungen gewerkelt. Dann werden die Themenwelten „Bodenschätze“ sowie „Kunst und Kultur“ eröffnet. Wissenschaftler/innen des Leibnitz-Forschungsmuseums aus den Dis- ziplinen Archöometallurgie, Bergbaugeschichte, Materialkunde und Montanarchäologie sowie ein mehrköpfiges Kuratorenteam des DBM haben sich viel Mühe gemacht, um die Aus- stellungen gestalterisch anspruchsvoll in Szene zu setzen. Die Besucher und Besucherinnen werden es hoffentlich zu schätzen wissen. Und selbstverständlich hat auch die Digitalisierung im DBM Einzug gehalten. Die Vermitt- lungsangebote werden auch als interaktive Spiele, multimediale Stationen sowie anhand von Hands-on-Exponaten offeriert.

Social

Review

Bernd Tönjes

Bernd Tönjes

Vorstand RAG-Stiftung

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Seit Anfang 2019 gibt es den aktiven Steinkohlenbergbau nur noch in Geschichtsbüchern und im Museum. Deshalb ist es besonders wichtig, das Wissen zu bewahren und didaktisch neu aufzubereiten.

Foto: RAG-Stiftung

Bärbel Bergerhoff-Wodopia

Bärbel Bergerhoff-Wodopia

Vorstandsmitglied RAG-Stiftung

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Wir stellen uns mit den neuen Dauerausstellungen der Verantwortung, als DBM die Geschichte des Bergbaus historisch umfassend zu vermitteln. Das soll den Blick nach vorn ermöglichen.
Foto: RAG-Stiftung
Prof.Dr. Stefan Brüggerhoff

Prof.Dr. Stefan BrüggerhoffDirektor des DBM

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Die Modernisierung des DBM ist eine Chance, das Forschungsmuseum neu zu positionieren.
Foto: DBM

REVIERKOHLE unterstützt das DBM. RK-Mitglieder erhalten einmal jährlich einen kostenfreien Eintritt. 

Anschrift:

Am Bergbaumuseum 28

44791 Bochum

Öffnungszeiten: Mo: zu; Di-Fr. 08.30 h bis 17.00h . Sa-So,Feiertage von 10.00 h bis 17.00 h .

Ticketpreise

Erwachsene

5,00 EUR

Familienkarte

11,50 EUR

Jahreskarte

12,50 EUR



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Quellenhinweise:

DBM-Pressemitteilung v. 17.01.2019; WAZ vom 28.11. 2018; RAG-Stiftung-Presse-mitteilung vom 17.1. 2019 und RK-Redakt- ion vom 20.02.2019

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BBK: Sicherheitsrisiko Stromausfall

Bundesamt für Bevölkerungsschutz-und Katastrophenhilfe (BBK) warnt

Alles bekannt

Kenner der Materie dürfte die Warnung des BKK nicht überrascht haben. Schließlich warnen viele Fachleute seit Einführung des EEG vor den Folgen eines weiteren Ausbaus von regenerativen Ener gieträgern wie Wind und Sonne für das Stromnetz. Allein in 2018 hat es über 7.000 sog. händische Notbewirtschaft ungs- maßen in den Kraftwerkszentralen bedurft, um einen drohenden Stromausfall, verursacht durch zuviel Grünstrom in den Leitung- en, zu verhindern. Diese sog. Redispatchmaßnahmen haben sich seit 2000 mehr als verzehnfacht. Bei weiterem Ausbau der rege- nerativen Energieträger und gleichzeitigem Rückbau von Grund-lastkraftwerken, die für die Aufrechterhaltung der 50 Hertz -Wechselspannung sorgen, ist der flächendeckende Blackout eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Hochgeschreckt wurde das BBK aber nicht durch die Warnungen der Fachleute, sondern durch ganz normale technische Defekte. In Lübeck waren  190. 000 Menschen in 2018 vom Stromausfall über mehrere Stunden betroffen. Ursache bildete ein Defekt in einem Umspannwerk. In Berlin standen in 2018 ebenfalls Hunderttausende von Menschen fast einen ganzen Tag im dunklen. Ursache bildete eine fehlende Isolierung an einem schlichten Kupferkabel. In Münster kola- bierte in 2005 das Stromnetz, da 82 Strommasten aufgrund des Wintereinbruchs umknickten. Dieses Schicksal wird die geplanten hohen HGÜ-Masten, die vom Norden in den Süden verlegt werden sollen, bei entsprechenden Witterungsverhältnissen noch öfters treffen. Weitere Stromausfälle in 2018 gab es in Minden, in Ham- burg und in Bayreuth sowie in kleinen Ortschaften. Alles eigentlich bekannt.

Die gute alte Zeit ?

Rein statistisch betrachtet muß jeder Bundesbürger im Durch- schnitt 12,8 Min. im Jahr ohne Strom auskommen. Die meisten bekommen davon kaum etwas mit. Nicht umsonst rühmt sich Deutschland einer äußerst sicheren Stromversorgung. Das das so ist, verdankt die Republik den hervorragenden Kraftwerksmann- schaften und den Grundlastkraftwerken. Hinzu kommen die Mittel-und Spitzenlastkraftwerke. Sie alle ermöglichen es, das bisher die Versorgungssicherheit Tag und Nacht zuverlässsig gewährleistet werden konnte. Durch den weiteren Ausbau rege- nerativer Energieträger könnte diese Sicherheit in wenigen Jahr- en regelmäßig aufgrund des Zappelstroms gefährdet werden. Für diesen gar nicht oder viel zu viel angebotenen Grünstrom ist uns- er Stromnetz bei Überschreitung eines 40 %-Anteils nicht ausge- legt. Schon heute muß daher der nicht bedarfsgerecht erzeugte Grünstrom für teures Geld ins Ausland entsorgt werden. Auch das ist allen Fachleuten bekannt. Leider hört die Politik auf sie aufgrund der ideologisierten Energiedebatte kaum noch.

Stromausfälle als Lehrstück der Zukunft

Christoph Unger, Präsident

Bundesamt für Bevölkerungsschutz u. Katastrophenhilfe

Anstatt die Bundesregierung auf die Gefahren einer verfehlten Energiepolitik aufmerksam zu machen, fügt sich BBK-Chef Unger der offiziellen Linie. Er betrachtet die Stromausfälle zwar auch als warnende Lehrstücke über die Verwundbarkeit unserer Netze, zieht daraus aber die falschen Schlüsse. Er empfiehlt Vorsorge. Als Nothilfe schlägt er die Anschaffung von Taschenlampen und Kurbelradios vor, dazu Vorräte an Lebensmitteln, Wasser und Hygieneartikeln. Mit Campingkocher und warmer Kleidung könnte man auch eine zeitlang die Heizung ersetzen. Wer noch einen richtigen Kamin besitzt, sollte sich einen Vorrat an Kohle und Briketts anlegen. Dumm  nur, dass Herr Unger offensichtlich gar nicht mitbekommen hat, das wir seit dem 21.12.20128 die Steinkohleförderung in Deutschland eingestellt haben. Und ob uns die Polen und Tschechen im Notfall mal eben ganz fix einige  Tausende Tonnen von Kohle für die bei den meisten nicht mehr vorhandenen Kohleöfen rüberberschieben werden, bleibt abzuwarten.

Quellenhinweise: BBK-Pressemitteilung vom 17.02.2019; Hamburger Abendblatt vom 27.11.2018; WDR vom 26.06.2018; RBB vom 20.02.2019 sowie RK-Redaktion vom 20.02.2019

Fotos: Unger, BBK,  Mitte und oben: pixabay.com 

Sie können sich über regelmäßige Stromausfälle informieren. Wir empfehlen Ihnen den Besuch der Internetseite 

                                 ww w.stromausfall.de

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Industrie: Ende der Kohleverstromung wird rd. 100 Mrd. EUR kosten

Die von der Bundes-regierung in 2018 eingesetzte Kommission für Wachstum, Struktur wandel und Beschäfti- gung ( genannt „Kohle-kommission) hat An- fang Febr. 2019 der BR empfohlen, aus der fossilen Energieer-zeugung bis 2038 komplett auszusteigen.

 

 

 

 

 

 

Ihre Meinung interessiert uns

Halten Sie einen Komplettausstieg aus der fossilen Energie-versorgung bis 2038 für möglich? Glauben Sie, das regenerative Energieträger Tag und Nacht Strom sicher zur Verfügung stellen werden ?

Ein Kohleausstieg ist energiepolitisches Harakiri. Wir brauchen daher einen Mix aus erneuerbaren Energien und Braunkohle

Kohle-Kommissionsvors. Matthias Platzeck (SPD) in der MOZ vom 21.03. 2012

Kohle-Kommissionsmitglieder, Foto: BMWI

Der Klimaschutzplan der Bundesregierung ist eine katastrophale Fehlentscheidung. Wenn die Braunkohle zerstört wird, ist die Enegiewende am Ende

2 Kohle-Kommissionsvors. Stanislaw Tillich (CDU u. ehem. MinPräs. von Sachsen in der Leipziger Volkszeitung vom 05.11.2016

Der Klimawandel ist der Grund, warum wir in der Kommission zusammentreffen

3 Kohlekommissionsvors. Prof.Dr. Barbara Praetorius im Handelsblatt vom 23.10.2018

Viele Nicht-Fachleute entscheiden über die Versorgungssicherheit der Nation

31 Mitglieder, darunter 7 Fachleute, haben Anfang Febr. 2019 der Bundesregierung em- pfohlen, aus der fossilen Energie- versorgung bis 2038 komplett aus zusteigen. Bis 2030 soll der C02-Ausstoss um 60 % reduziert werden.  Als Ausgleichsmaß- nahme für die wegbrechenden rd. 20.000 Arbeitsplätze in den ost- und westdeutschen Revieren sollen Soforthilfen von 1,5 Mrd. EUR bereitgestellt werden. Insgesamt bezifferte die Kommission die Kosten eines Ausstiegs auf rd. 40 Mrd. EUR. Hinzu kommen die Ausbaukosten für eine neue Netzinfrastruktur in Höhe von rd. 70 Mrd. EUR. Die Kraftwerke sollen sukzessive stillgelegt werden. Als Aus- gleichsmaßnahme ist vorgeseh- en, Betrieben und Privatpersonen ab 2023 einen Zuschuss auf das Netzentgelt zu gewähren,   damit die Strompreiserhöhungen nicht allzu drastisch ausfallen. Be- stehende Behörden sollen in die dann strukturschwachen Reviere verlegt werden. Das Lausitzer Revier soll zu einem 5-G- Mobil-funkstandort ausgebaut werden. Das autonome Fahren, was eigentlich kein Mensch braucht, soll ebenfalls in der Lausitz stärker erprobt werden. Alles Maßnahmen, die sicherlich sehr viele neue Ersatzarbeitsplätze schaffen und die Nachfrage ordentlich beleben wird, so einige Öko-Freaks aus der Kohle-kommission. Wir und die Taus- enden von Betroffenen glauben das allerdings nicht. Und auch energiepolitisch betrachtet sehen wir das baldige Ende einer fossil- en Energieversorgung noch lange nicht am Horizont heraufschimm ern, da bis heute kein Großspeich- er zur Verfügung steht, der Wind-und Sonnenstrom für mehrere Dunkelflautenwochen speichern könnte.

Wirtschaft fordert Revisionsklausel

Sowohl der DIHK-Präsident Eric Schweitzer als auch der BDI- Präsi dent Dieter Kempf forderten nach Vorlage des 330 Seiten starken Abschlussberichts der Kohle-kommission von der Bundesre- gierung eine verbindliche Revi- sionsklausel, also den Ausstieg aus dem Ausstieg, wie er bereits in 2008 im Steinkohlefinanzier-ungsgesetz vorgesehen war und 2012 dann gekippt wurde. Nie- mand wisse, so Kempf, was nach dem Atomausstieg 2022 passier- en wird. Wir brauchen auch bei der Kohle eine ernst gemeinte Folgenabschätzung. Es geht da- rum, so DIHK-Präsident Schweitz- er, dass die Versorgungssicher- heit, die Wettbewerbsfähigkeit und die Preisstabilität garantiert werd- en muß, bevor man alle Kraft- werke abschaltet.

∨∨Die Sorge der Deutschen Wirtschaft kommt nicht von ungefähr. Aufgrund des weiteren Ausbaus von Windkraft- und Solarstrom- anlagen kam es in 2018 zu über 7000 Notbewirtschaft unsmaßnahmen. Das heißt, es wurde zuviel Öko-Strom produziert, der nicht nach- gefragt wurde. Um einen Netzzusammenbruch weg- en Überlastung zu ver- meiden, mußten die Kraft-werksmannschaften die Öko-Stromeinspeisung her- unterfahren und den über- schüssigen Strom ins Aus- land gegen Entgelt ver- schenken. Diese Proble- matik wird sich bei einem weiteren Ausbau der rege- nerativen Energieträger in Zukunft dramatisch ver- stärken. Die Versorgungs- sicherheit sehen die Indu- striebosse daher zu Recht als gefährdet an. ∨

Gesundes Misstrauen hin- sichtlich der Kompetenz der Kohle-Kommissions- mitglieder und Ihren Em- pfehlungen ist darüber hinaus ebenfalls   be- rechtigt. Schauen wir uns die Profis  mal aus der Nähe an. Da saßen bisher so fachfreie Experten wie z.B. ein Kai Niebert, Präsident des Dachver-bandes Deutscher Natur-schutzring, Martin Kaiser, Geschäftsführer von Green pace, Hubert Weiger, Vors. Bund für Umwelt-und Natur schutz, der „ideologiefreie“ Prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber vom Pots- damer Institut für Klima-folgenabschätzung, Rainer Priggen, Vors. Landesver- band Erneuerbare Energien NRW, Barbara Praetorius, stellv. Dir. des Thinktanks Agora Energiewende, Ger- da Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Claudia Nemat, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG. Sie alle sind fest davon überzeugt, dass die antro-phogen erzeugten C02-Emi ssionen ursächlich für die Klimaerwärmung sind, ob- schon die weltweit er- zeugten fossilen C02- Emi- ssionen gerade einmal bei 2,2 % liegen und der Anteil aus Kohle bei unter 1 %.*) > 

Quellenhinweise:

*) vgl.hz. IEA: C02 emi- ssions by fuel combust- ion, Paris 2017, in: Ener- giewirtschaftliche Tages- fragen, 68 Jg., Hft. 10, 2018, S. 10 f ; Handelsblatt vom 4.01. 2019; DEBRIV-Pressemitteilungen vom 10.01. 2019 und 26.01. 2019; FAZ vom 24.10.2018; Wochenkurier vom 04.12. 2018; LVZ.de vom 06.12. 2018; epochtimes.de vom 06.02. 2019; DEBRIV-Pressemitteilungen vom 10.01.2019 und 26.01. 2019; Hamburger Abend- blatt vom 26.10. 2018; 23.01.2019; 25.01. 2019 und 30.01.2019, Revier- kohle: (Hrsg.) Jahrbuch für Energiepolitik und Montan-kultur 2019, Rückblick 2018 sowie RK-Redaktion vom 21.02.2019.

Fotos: Mitte: IGBCE, unten links: pixabay.com

Wir könnten die Liste der hervorragenden „Experten“, die sich überwiegend aus Nicht-Fachleuten zusammensetzte noch lange fortsetzen. Es sollte aber klar werden, dass die 7 tatsächlichen Fachleute in der Kohle-Kommission einen äußerst schwierigen Stand hatten, um ihre Bedenken zu Gehör zu bringen. Aber das war von Anfang an auch so ge- plant.  Denn schließlich ging und geht es der BR nicht um eine physikalisch-technische Faktendarlegung, sondern um eine Bestätigung ihrer schon längst verfehlten Energie-politik. Kein Wunder also, dass die Bundesumweltministerien Svenja Schulze (SPD), die Arbeit der Kommission besonders lobte. 

Kritiker werfen der Bundes-regierung vor, dass bisherige energiepolitische Zieldreieck „Versorgungssicherheit, Nach- haltigkeit und Wirtschaftlichkeit“ völlig aus den Augen verloren zu haben. Stattdessen wird der Focus einseitig auf die (uner- hebliche) CO2-Emissionsredu- zierung gerichtet. Fachleute haben ausgerechnet, dass der Rückgang der CO2-Emissionen  nach Abschaltung aller Kraft- werke gerade einmal bei 0,000013 % liegen würde. Also so gut wie nichts. Markus Söder (CSU) hob daher hervor, dass bei der Energiepolitik auf die Ver- hältnismäßigkeit geschaut werd- en müßte, wenn man schon nicht wisse, wie die Versorgungs sicherheit künftig gewährleistet werden solle. In die gleiche Kerbe haute der Präsident der Metallarbeitgeber, Rainer Dulger, in dem er vor der Presse er- klärte, das Wirtschaftsminister Altmeier kein Konzept für die Energiewende habe. Niemand wisse, wo die Energiewende herkommt und wo sie hingeht. Es herrscht energiepolitisches Chaos. Da die Braunkohle in Deutschland nur zu 0,5 % der weltweit erzeugten CO2-Emissio en verantwortlich ist, ist es unverantwortlich, ganze Indu- striezweige für die Energie- wende opfern zu wollen, so der Hauptgeschäftsführer des Bund- esverbandes Braunkohle (DEB- RIV), Thorsten Diercks. Dies unterstrichen auch rd. 20.000 Kumpels aus den Braunkohle-revieren an einem Aktionstag in 2018.

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Nachbergbau: Auswirkungen für das Ruhrgebiet

gut bezahlte Arbeit - gute Knapp- schaftsrente... Ade

Das Ende aller Grubenfahrten wurde am 21.12.2018 auf der letzten Zeche im Revier, Prosper-Haniel in Bottrop, besiegelt.  Wohl wissend, das da- durch gut bezahlte Arbeitsplätze mitsamt der Wertschöpfungskette zu Grabe getragen wurden. Das Ende der Steinkohleförderung in Deutsch- land wurde damit begründet, dass es ein notwendiger Beitrag für die Klima-rettung sei und das es darüber hin- aus besser sei, in Bildung zu in- vestieren als den Steinkohlenberg- bau noch länger zu subventionieren,

so der NRW                      Min.Präs. Armin  Laschet im Deutschlandfunk. Aber stimmt das wirklich ?

Wir denken nicht, denn die Sub- ventionen für den Windkraftausbau (rd. 22 Mrd. pro Jahr !),die Kosten für die Arbeitslosigkeit (rd. 55 Mrd. EUR in 2016) , die Steuerausfälle und den Rückgang der Nachfrage liegen  um ein vielfaches höher als die 1.053,6 Mrd. EUR/Jahr an Subventionen für den Bergbau, die in 2017 gezahlt wurden.                                                                                  

Unsere Kurzanalyse

Folgen für den Arbeitsmarkt

Das Ruhrgebiet strukturwandelt sich seit dem Niedergang der ersten Zechen Anfang der 60er Jahre zu Tode. Waren in den 50er Jahren auf den rd. 140 Zechen im Revier noch fast 500.000 Menschen beschäftigt, so waren es Ende 2018 auf zwei verbliebenen Zechen nur noch rd. 2000 Menschen. Allein im Zeitraum von 1998 bis 2018 sind 12 Zechen mit über 12.000 Beschäftigt- en stillgelegt worden. Demgegenüber stehen rd. 3000 neue Arbeits- plätze auf 12 ehem. Bergwerksflächen. Mit einem niedrigeren Gehalt, versteht sich. Und das hat Folgen für das Revier. Die Arbeits-losenquote im Revier stieg im Durschnitt von 2018 auf 2019 zwar nur um 0,2 % von 6,5 % auf 6,7 %. Dafür verweilte die Hartz IV-Qoute (SGB II) aber auf hohem Niveau. Gelsenkirchen, die ehem. Stadt der 1000 Feuer mit 14 Zechen und über 50. 000 Bergleuten, in der dieselbigen  mittlerweil- en fast alle erloschen sind, hat eine Hartz-IV-Qoute von 24,9 % und bildet damit das Schluss- licht im Revier, gefolgt von Essen mit 20,3 %, die Stahlhochburg Duisburg mit 19,6 %, Herne mit 19,4 % und Mönchen-gladbach mit 18, 7 %. Insgesamt bezogen in 2018  5,95 Mio. Menschen Leistungen nach dem SGB II.

Folgen für die Wirtschaft

In den letzten 60 Jahren förderten die Zechen im Revier über 10 Mrd. Tonnen Kohle und vergaben ungezählte Mio. DM bzw. EUR an Aufträgen an die Zuliefererindustrie, zahlten gute Löhne und Steuern und trugen somit zu einem stetigen Wohlstand in der Bundesrepublik bei. Es hieß  nach dem 2. Weltkrieg gegenüber den Bergleuten daher nicht zu Unrecht:“ Dein Grubengold hat uns wieder hochgeholt.“ Das ehemalige industrielle Herz Deutschlands ist heute nach Ansicht des Instituts der Deutschen Wirt- schaft eine Region mit unterdurch-schnittlichen Indsutrieanteilen. Die strukturelle Arbeitslosigkeit im Revier sei die größte Heraus-forderung, so die Agentur für Arbeit in Dortmund. Und wie es weiter- gehen wird ohne Kohle, weiß Niemand so recht. Denn was fehlt, sind expansive Aktivitäten von hochproduktiven Unternehmen mit Beschäftigungs-potential.   280.000 Studenten, etwas Tourismus und zahlreiche Logistikunter-nehmen werden für rd. 5 Mio. Mensch- en , die im Revier leben, auf Dauer wohl kaum eine echte Perspektive entwickeln können.

Folgen für die Versorungs-sicherheit

 Nachdem das Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop die letzten 1,8 Mio. Tonnen Kohle bereits im Aug. 2018 verkauft hat, ist Deutschland bei der Steinkohle nunmehr zu 100 % abhängig vom Ausland. Die meisten Kohlen, rund 20 Mio. von rd. 55 Mio. T, kommen aus Russland. Aus den USA kommen 9 Mio. T und aus Kolumbien kommen 6,5 Mio. T. Demnächst sollen Kohlen auch aus Polen und Tschechien  verstärkt geliefert werden.  Die Folgen für die Versorgungs-sicherheit sind im Himblick auf die breite Risiko-streuung nach Ansicht der deutschen Kohle-importeure zwar relativ gering. Allerdings würde sich das im Falle großer Hitze schnell ändern können. Denn wenn die Flüsse in Kraftwerksnähe zu wenig Wasser führen würden und die Kohlenschiffe daher nur halb beladen anlanden könnten, dann müßten die Kraftwerke herunt- er gefahren  werden, denn die Siloreserven reichen i.d.R. nur für ein paar Tage. Und sollte ein Hochsommer mit Windstille einher -gehen (was die Regel ist), dann würde auch regenerative Energie nicht zur Verfügung stehen. 



Hohe Abhängigkeit von Russland

Die Deutschen Kraftwerke beziehen zu 49 % ihre Kohlen aus Russland. In 2018 exportierte Russland 19,7 Mio. T Kohle nach Deutschland und 100 Mio. T nach Europa. Zwar reichen die Kohlenvorkommen in Russland mit rd. 157 Mrd. T SKE zwar noch über viele Jahrzehnte, doch ist keineswegs sicher, ob diese den über 4000 km langen Weg aus dem Kuzbass-Gebiet, nicht weit von der Grenze nach Kasachstan und zur Mongolei stets und ständig zuverlässig finden werden. Denn erstens ist die Region keineswegs politisch sicher und die Arbeits-bedingungen und die Bezahlung ist miserabel. Im Durchschnitt verdient ein Bergarbeiter 900 EUR im Monat. Die Ab- bautechnik ist veraltet. Aufgrund der strengen Winter hakt es immer wieder in der Logistik- kette.



Das Problem der Blut- kohle

In den nächsten Jahren wird auch der Kohle-Import aus Kolumbien und Bolivien weiter zunehmen. Die ist zwar billig, es sollte aber nicht vergessen werden, dass rd. 55.000 Menschen aufgrund Vertreibung durch paramilitärische Einheiten und 3.100 Menschen mit ihrem Leben dafür bezahlten. Eine Wiedergutmachung ist bis heute nicht erfolgt, kritisiert der Kohle-experte Sebastian Rötter vom Verein Urgewald. Daher hat die Kath. Hilfsorganisation Misereor und andere NGO´s bereits in 2017 den Deutschen Energie-versorger EnBW aufge-fordert, die Geschäftsbe- ziehungen mit den Kohle lieferanten Drummond (USA) und Prodeco/ Glencore (Schweiz) so- fort abzubrechen. Geschehen ist bisher nichts. Im größten kolumbianischen Tage- bau Guajiva sterben jedes Jahr Hunderte von Kindern an Atemwegs-erkrankungen.Nutznießer dieser besonders bru- talen Ausbeutung von Mensch und Natur sind ebenso die Energiever- sorger RWE, Steag und Vattenfall. Sie alle hüllen sich in Schweigen. Wir denken, dass das nicht der Preis der Wettbe- werbsfähigkeit und der Energiewende sein sollte.

Quellennachweise:

Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Eckwerte der Grundsicherung SGB II, Nürnberg Dez. 2018; WAZ vom 21.12.2018; Deutschlandfunk vom 15.10.2018; Stern vom 18.12.2018; Stadtzeitung Gelsenkirchen 4/2018; Gesamtverband Steinkohle e.V., Jahres-bericht 2018, Essen 2018; Energie- wirtschaftliche Tagesfragen, 68. Jg., 2018, Heft 10, S. 10 f; *)Steinkohle-subventionen in 2017, Wissenschaftl. Dienst des Deutschen Bundestages,  Berlin 2017, S. 7; Deutsche Welle vom 29.07.2004; Moskauer Deutsche Zeitung vom 21.01.2019 (dort: Russland fördert 420 Mio. T SKE/Jahr in 85 Zechen und 121 Tagebaue mit rd. 90.000 Bergleuten) ; Videoclip: Kolko e.V., kolko.net von Okt. 2016; Saarbrücker Zeitung vom 19.4.2018; energiezukunft.de vom 09.05.2017 und RK-Redaktion vom 22.02.2019;

Foto und Modellentwurf: B. Blach, RK

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BEV-Energie ist pleite

wegen fragwürdigem Geschäftsmodell

Bayerische Energieversorgungs-gesellschaft stellte am 29.1.2019 einen Insolvenzantrag

Mit der BEV ist wieder ein Billigstrom-aanbieter in die Pleite gerutscht. Rund 250.000 Kunden warten auf fast 80 Mio. EUR an Rückerstattungen, die sie wahrscheinlich nie mehr erhalten werden, so der Insolvenz-verwalter, RA Axel Bierbach. Zu den Gläubigern gehören auch die Netzbetreiber Amprion, Tennet, TransnetBWund 50 Hertz. Kunden sollten noch kurz vor der Pleite einen monatlichen Abschlag von 65 EUR bezahlen, weil angeblich aktualisierte Messwerte vorgelegen hätten. Das erwies sich jedoch als unwahre Behauptung, da gar keine Messungen vorgenommen wurden. Zum Verhängnis wurde dem Billigstrom-anbieter die gestiegenen Energie-Be- schaffungskosten. Die Kunden werden nun vom kommunalen Grundversorger mit Strom beliefert. BEV wurde erst 2013 gegründet und gewann seine Kunden vor allem über Vergleichsportale im Internet.

Vattenfall hilft

Für die Kunden ist die unter-brechungsfreie Stromversorgung weiterhin ge- währleistet. Vattenfall hat den Kunden einen Grundversorungs- sowie ein Alternativtarif angeboten. Gaskunden der BEV werden nunmehr von E-ON Energie versorgt. 

drohen weitere Pleiten ?

Damit ist zu rechnen im stark umkämpften Energiemarkt. Vor zwei Jahren schon mußte der Hamburger Anbieter Care Energy die Segel streichen. Ebenfalls in die Knie gingen die Billiganbieter Teldafax und Flexstrom, die aufgrund ihrer Tarif-politik die eigenen Kosten nicht mehr deck- en konnten. Bei Teldafax schauten rd. 750.000 Kunden in die Röhre. Sie erhielten die gezahlten Kautionen nicht mehr zurück.   

Vorsicht vor Tiefstpreisen

Wenn ein hoher Wechselbonus gezahlt wird und der monatliche Abschlag um 14 % niedriger liegt als bei der Konkurrenz und der Arbeitspreis ebenfalls billiger ist, dann sollten Sie misstrauisch werden. Denn hier liegt vermutlich ein Angebot vor, welches wahr- scheinlich unter den tatsächlichen Kosten liegt. Allein für die abzu- führenden Steuern, Netzentgelte und Energiebeschaffungs-kosten könnte ein solcher Anbieter leicht ins Minus rutschen, so das U.-Beratungsunternhmen A.T. Kearney aus Düsseldorf. Auf Vorkasse sollten Sie sich daher grund-sätzlich nicht ein- lassen. Solidere Angebote offerieren dagegen oft die Stadtwerke, da sie ihren Strom meistens mehrere Jahre im Voraus einkaufen und daher von aktuellen EEX-Börsenpreiserhöh- ungen nicht sofort betroffen sind. . 2018 ist der Strompreis nach einer langen Tiefpreisstrecke wieder um 9,3 % zum Vorjahr gestiegen.  Auch ein Grund, warum Billigstromanbieter in die Pleite rutschen.   



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Quellenhinweise:

pressreader vom 2.2.2019; Der Tages-spiegel vom 2.2.2019; Hamburger Abend- blatt vom 01.02.2019 ; Focus-Online vom 07.10.2011; verifox vom 17.02.2019; n-tv.de vom 30.01.2019; Verbraucher-zentrale Niedersachsen vom 06.11.2017; Handelsblatt vom 17.02.2019;  FAZ vom 13.12.2018; ZDF vom 30.10.2018 sowie RK- Rdaktion vom 22.02.2019

Fotos: pixabay.com

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Windenergie: Nordex in roten Zahlen – Jobverluste bei Enercon

hoher Preisdruck

Nach einer Änderung des EEG muss sich die verwöhnte und hochsubventionierte Windkraftbranche nunmehr  dem Markt in Form von Ausschreibungen stellen. Der günstigste Anbieter darf weiterhin auf Subventionen hoffen. Das bringt die Branche ins Schwitzen. Zusätzlich macht den Windmüllern der niedrige Braunkohle-Preis an der EEX-Börse zu schaffen.    

Minister fordern trotzdem weiteren Ausbau

Hunderte von Jobs im Norden gefährdet

Den Titel „Windhauptstadt“ könnte Hamburg bald verlieren, da die Produktion von Windkraftanlagen (WKA) in Deutschland nach An-gaben der IG Metall mehr als ge-fährdet ist. Jüngstes Beispiel: der WKA-Hersteller Nordex sowie die Fa. Senvion stecken tief in den  roten Zahlen. Die Aktie von Nordex verlor 4 %. Der europaweit eingeführte Wechsel von der subventionierten und damit garantierten Festpreis-Einspeisevergütung hin zu Auktion-en, zwingt die Unternehmen, sich endlich den Marktbedingungen stell-en zu müssen. Der günstigste An-bieter darf sich im Rahmen von Aus-schreibungen auf die staatliche För-derung freuen. Alle anderen nicht mehr. Das drückt die Preise und hat einen harten Konkurrenzkampf zur Folge. Der WKA-Hersteller Enercon will daher 853 Stellen abbauen. Wie viele es bei Nordex und Senvion sein werden, steht noch nicht fest. Zu schaffen macht den WKA-Herstell-ern auch die von der Bundesre-gierung beschlossenen Ausbau-kürzungen. Seit 2017 sind in der Windbranche 3500 Jobs allein in Norddeutschland abgebaut worden. Und das in einer angeblichen Wachstumsbranche. Die Handels-kammer in Hamburg fordert dennoch zusammen mit 5 Ministern der Küstenländer einen weiteren Ausbau von Windkraftanlagen.  

 

Foto: deweh, fotolia-Kauf
Foto: K.C., fotolia-kauf

Windkraft ist keine Alternative

Weil sie nicht in großem Maßstab gespeichert werden kann und weil sie nicht grundlastfähig ist. Im Jahresdurchschnitt erbringen alle rd. 32.000 WKA gerade einmal 1.800 Volllaststunden an Strom. Das Jahr hat aber 8.760 Stunden. Die Differenzstunden werden durch die fossilen Grund-und Mittellastkraft-werke erbracht. Nur Kraftwerke sind in der Lage, die benötigte Energie bedarfsweise heraufzuregeln. Wind kraftanlagen können nur herunt-ergeregelt werden. Das hat zur Folge, dass für jede Mega-wattstunde Strom, die aus erneu-erbaren Energien stammt, die gleiche Menge als Ausfallsicherheit aus fossilen Energieträgern bereit-gehalten werden muss, wenn wieder mal kein Wind , zu wenig Wind oder zuviel Wind erzeugt wird. Im letzteren Fall muss dieser sog. Blindstrom ins Ausland gegen Entgelt verschenkt werden. Das ist der glatte Wahnsinn. 

  

Der Unmut der Windkraftgegner wächst

Dafür haben die mittlerweile über 700 Bürgerinitiativen, die sich kritisch mit dem Ausbau der Wind-kraftanlagen auseinander setzen, immer weniger Verständnis. Die Verspargelung der Landschaft, die Missachtung des Naturschutzes, die Folgen des Infraschalls, die fallenden Immobilienpreise in der Nähe von WKA´s, der Tod von jährlich rd. 100.000 Fledermäusen und rd. 60.00 Vögeln sowie die immensen Kosten für vergleichsweise wenig Strom im Jahr bringen das Fass bei den Betroffenen bald zum überlaufen. Man schaue sich nur mal bei den diversen Portalen und den örtlich organisierten Protestveranstaltung-en um, wenn wieder mal eine Schneise in den Wald für eine WK-Anlage geschlagen werden soll.  Daher sagen wir, dass Windkraft und Naturschutz nicht zusammen-passt, ebenso wenig wie Windkraft und Energiewende, wenn man sich nicht von der Versorgungssicherheit abkoppeln möchte.  

wenn gar nichts mehr geht

Quellenhinweise: 

Hamburger Abendblatt vom 13.07.2018,  15.08.2018, 17.09.2018 und 24.09.2018; Stuttgarter Zeitung vom 19.6.2015; Manager Magazin vom 5.6.2015, NAEB e.V.-Tagung vom 11.04.2015, in: Eike.de. Wiener Zeitung vom 17.11.2014 und RK-Redaktion vom 17.12.2018

Fotos: oben: pixabay.com 

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COP24 Katowice: 133 Seiten und endlose Debatten um viel Geld

IPCC-Konferenz in Kattowitz präsentiert wieder einmal eine fiktive Klima-Katastrophe

Ironie des Schicksals:
polnischer Bergbau finanziert UN-Klimakonferenz in Kattowitz mit

Angeblich kann die Menschheit das Ausmaß der Erderwärmung nur dann noch in Grenzen halten, wenn weltweit und rasch 100 Mrd. Dollar bis 2035 in die Hand genommen werden. Ansonsten steigt die globale Durch-schnittstemperatur um bis zu 3 Grad weiter an  

Greta Thunberg (15) wurde Welt-Klima-schutz-Star

Kattowitz (polnisch: Katowicy) ist die Hauptstadt Schlesiens. Sie hat rund 300.000 Einwohner. Die knapp 300 km südwestlich von Warschau im oberschlesischen Kohle-revier liegende  Stadt zählt zu den  wichtigsten und florierendsten Wirtschafts-standorten Polens, da der polnische Energiebedarf immer noch zu 80 % aus Kohle gedeckt wird. Ausgerechnet dort fand die 14 tägige UN-Klimakonferenz mit rd. 25.000 Teilnehmern aus 190 Ländern statt, die alle emissionsfrei mit dem Rad ge-kommen waren, um den Weltuntergang zu beschwören, der durch das von Menschen verursachte C02 eintreten könnte. Wie schon in Paris 2015 wurde wieder die radikale Abkehr von allen fossilen Energie-trägern gefordert, um die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. NRW-Min Präs. Armin Laschet warnte indes davor, übereilt aus der Kohle auszusteigen, da dies die Versorgungssicherheit gefährden könnte. Bundeskanzlerin Angela Merkel zog es vor, gar nicht erst auf der Konferenz zu erscheinen. Die BR hat jedoch zugesagt, ab 2019 jährlich 1,5 Mrd. EUR in den sog. Klimafond investieren zu wollen. Amerika und Saudi-Arabien stehen der Hypothese von der menschengemachten Erderwärm-ung durch C02-Emissionen ablehnend gegenüber. Der eigentliche Star auf dieser Mammut-Veranstaltung war ein 15jähriges Mädchen, namens Greta Thunberg aus Stockholm. Greta ist durch die Medien mitt-lerweile in solche Klimaängste hinein-manövriert worden, das sie sogar die Schule schwänzt, um ihre Sorgen um das Klima auf Youtube und anderswo mitzuteilen.  Mit Hilfe kindlicher Ängste kann man allerdings auch Erwachsene recht gut ködern und dazu bringen, das ab 2020 jährlich rd. 100 Mrd. Dollar in die Entwicklungsländer kritikfrei und im Hau-Ruck-Verfahren fließen können. Die medialen Alarmrufe dieses Jahres wie „Hitzesommer, Extremwetter und groß-flächiger Ernteausfall“ haben nicht dazu beigetragen, dass die Vernunft siegen könnte. Und Institutionen wie das Pots-damer Institut für Klimafolgenforschung oder das Helmholtz Zentrum für Polar-und Meeresforschung werden nicht müde, fast wöchentlich die immer gleichen Parolen auszurufen: ohne zusätzliche Anstrengung-en steuere die Welt auf 3 Grad Erwärmung zu.  Doch wie sieht die Wirklichkeit tatsächlich aus ?     

KLIMA-CHAOS BLEIBT FIKTION

Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: C02 ist ein Spurengas, dass sich mit einem Anteil  von 0,04 % in der Atmosphäre befindet. Unsere Atmosphäre besteht im Übrigen aus 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff und 0,93 % Argon. Dem stehen rd. 13.000 Mrd. Tonnen Wasserdampf als Treibhausgas gegenüber. Ohne diesen wärmenden Mantel wäre es auf der Erde permanent ungemütliche minus 18 Grad kalt. Schon 1990 stellten die dänischen Astrophysiker Lassen und Friees-Christensen fest, dass die Erderwärmung von der Periodizität der Sonnenfleckenmaxima- und minima abhängt. Daher gibt es bis heute auch keine Per-Review-Studie, die belegt, dass der Klimawandel hauptsächlich von Menschen verursacht wird.  Auch muss man sich immer wieder klar machen, dass kein kritischer Wissenschaftler den Klimawandel leugnet. Das Klima macht seit 5 Mrd. Jahren was es will. Der Mensch hat darauf wenig Einfluss. Und man muss sich auch immer wieder bewusst machen, dass das IPCC keine wissenschaftliche Einrichtung ist. Alle vom IPCC bisher veröffentlichten Studien gehen von Hypothesen und Prognosen aus, die auf der Grundlage von Computersimulationen erstellt wurden. Es sind mithin reine Modellberechnungen, die mit den NASA-Satellitendaten und mit den Wetteraufzeichnungen seit dem 18. Jahrhundert oft nicht übereinstimmen. Erst jüngst haben Forscher des Schweizer Paul-Scherrer-Instituts im Fachblatt „The Cryosphere“ klargestellt, das der Mensch wohl nicht verantwortlich ist für die Gletscherschmelze am Ende der kleinen Eiszeit Mitte des 19. Jahrhunderts. Es sei eine natürliche Reaktion nach vorherigem starken Wachstum gewesen und steht nicht im Zusammenhang mit der Industriealisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Fazit

Der Wald ist nicht gestorben, die Eisbärpopulation wächst weiter,  C02 ist und bleibt ein existenziell wichtiges Spurengas und die Extremwetter haben innerhalb der letzten 150 Jahre nicht zugenommen  

Quellenhinweise: 

Driessen, Paul: Klima-Wahnsinn rückt in Polen in den Mittelpunkt, in: Eike.de vom 15.12.2018; Hamburger Abendblatt vom 5.9.2018; 22.10.2018 und 17.12.2018 sowie RK-Redaktion vom 17.12.2018

Fotos: pixabay.com  

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Energie: Hydrothermale Carbonisierung

KOHLE AUS KOT

Hey,


UX/UI Designer & web developer

01

Über ein sensibles thema

Israelische Forscher der Ben-Gurion Universität in Israel haben in einem Labor menschlichen Kot in Kohle verwandelt. Die Studie veröffentlichten Amit Gross und Reut Yahav-Spitzer im Journal of Cleaner Produtction. In einem Druckgefäßt haben die Wissenschaftler die Excremente unter starker Hitze zu Kohle gepresst. Die sog. hydrothermale Carbonisierung stinkt dabei keineswegs „zum Himmel“, sondern riecht nach Verbranntem und ist leicht scharf. Nur die Farbe der zu Briketts gepressten Fäkalien erinnert noch daran, was diese C02-freien Kohlestücke einmal waren. In weiteren Experimenten soll getestet werden, inwieweit sich diese andersartige Kohle auch zum grillen eignet. Und dann will man noch herausfinden, ob die entweichenden Gase bei der Herstellung für die Umwelt ein Problem darstellen könnte. Das zum erhitzen eingesetzte Wasser ist nährstoffreich und eignet sich u. U. auch als Düngemittel. Die Idee, mit einer Toilette Energie zu gewinnen, ist dann der nächste Schritt, von denen die Forscher träumen. Ein eingebautes Druckgefäß unter der Toilette könnte den Kot direkt in Bio-Kohle umwandeln. Bei den Versuchen konnten die Fäkalien-Fachleute 24 % mehr Energie gewinnen, als dies mit herkömmlicher Biokohle möglich wäre. Allerdings, so gibt der Agrarwissenschaftler Ludwig Leible vom Karlsruher Institut für Technologie zu bedenken, würde die in dieser Kohleart steckenden Energie, die in elektrischen Strom oder Wärme umgewandelt werden müsste, eine deutlich schlechtere Energiebilanz als die richtige (fossile) Kohle abgeben. Die sog. HTC-Kohle braucht ca. 2 Stunden für die Herstellung und kostet z.Zt. noch rd. 600 bis 800 EUR pro Tonne. Bevor der Weg von der Toilette zum Klärwerk entfallen kann, wird es aber noch lange dauern, da die Technologie nicht ganz einfach ist, zehnmal teurer als normale Kohle und in Entwicklungsländern wahrscheinlich schwer umzusetzen sein wird. 

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Steinkohle: Schicht im Schacht

das Herz des Reviers hat aufgehört zu schlagen

Ende

Tage
Stunden
Minuten
Sorry, our sale is over, see you next time

Deutsche Steinkohle

2018



DANKE, KUMPEL !

Am 3. Nov. 2018 lud die RAG zum Ende des Deutschen Steinkohlenbergbaus alle Bürger und Bürgerinnen zu einer musi-kalischen Bürgerveranstaltung auf die Schachtanlagen Zollverein, Prosper-Haniel, Lohberg, Heinrich-Robert (BW Ost) und Anthrazit Ibbenbüren ein. 

Tausende von Revierbürgern folgten der kostenfreien Einladung. Auf den Anlagen hielten die RAG-Vertreter emotional bewegende Reden. Der Film “ Der lange Abschied von der Kohle“ , der ebenfalls auf einer Großbildleinwand gezeigt wurde, rührte viele Menschen zu Tränen. Man spürte: hier geht eine Ära zu Ende, die das Revier hervorgebracht hat. Die Gäste konnten eine Botschaft hinterlassen, die später in einer Kunstinstallation ihren Platz auf den ehem. Bergwerken finden soll. 

Wofür der Bergbau stand

von Anfang an haben die bergmännischen Tugenden dazu beigetragen,  dass des Bergbau eine enorme Wirtschaftskraft und einen enormen Wohlstand entfalten konnte. Dafür gebührt den Bergleuten Dank und Anerkennung.

Zusammengehörigkeit
5/5
Leistung
5/5
Wohlstand
5/5
letzte Hobelschicht auf PH 10 in Bottrop - Foto: RAG

Am 21.12.2018 wird dem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier durch einen Vertreter der Fördermannschaft ein letztes Stück Kohle überreicht. Dann ist offiziell Schacht im Schacht. Die letzte Hobel-schicht wurde auf den Bergwerken Prosper-Haniel und Anthrazit-Ibbenbüren allerdings schon im August 2018 verfahr-en. Nur im Flöz Zollverein 124 lief der Walzenschrämlader auf PH noch bis zum Schluss. Die Abbau-Mannschaften bereiten seit August 2018 den Rückzug aus den Baufeldern Prosper-Haniel  in Bottrop-Kirchhellen und im Beustfeld Flöz 53 südöstlich von Ibbenbüren vor. Das Rauben läuft auf Hochtouren. Die Stimm-ung in den Mannschaften ist zwar ge-drückt und traurig, da jeder weiß, dass es auch in Zukunft nicht ohne Kohle gehen wird, dennoch sind alle hochkonzentriert bei der Sache. Denn die Arbeit unter Tage ist eine gefährliche Arbeit. Und daher ist Sicherheit bis zur letzten Minute das oberste Gebot. Maschinenteile, Baustoff-pumpen, Bandanlagen, Kühlaggregate und Energiezüge  müssen aus den Gruben-bauen ausgebaut und zu Tage gefördert werden. Es darf kein Tropfen Öl, Fett oder Hydraulikflüssigkeit übrig bleiben. An-schließend werden die Dämme gesetzt und die Wasserewigkeit  hergestellt, um das Grubenwasser über Hängepumpen fördern zu können. Das ist eine Ewigkeits-aufgabe. Erst wenn alles erledigt ist, werden die Schächte standfest verfüllt. Das wird voraussichtlich Ende 2019 sein.     

Die Ehrengarde Prosper-Haniel verabschiedete den Bergbau bei der Stadt Bottrop im Rahmen eines Festaktes inn der ehem. Lohnhalle Ahrenberg-Fortsetzung, Foto:RAG, Foto Mitte: Revierkohle


 

Seit den 50er Jahren sind bis heute auf den Berg-werken im Revier  rd. 10 Mrd. Tonnen Kohle ge-fördert worden. Eine enorme Leistung, die das Ruhrgebiet zu dem gemacht hat, was es heute ist. Arbeit, Sicherheit und Wohlstand war der berechtigte Slogan, mit dem die IG BCE in den 70er und 80er Jahren für den Bergbau warb. Der Bergbau hat funktionierende Wertschöpfungsketten mit Mrd. an Auftragsvolumina geschaffen, von denen viele Firmen Jahrzehnte lang partizipiert haben. Die Kumpels wurden anständig bezahlt, junge Menschen gewährte der Bergbau  eine Top-Ausbildung. Kein Bergmann fiel bis heute ins Bergfreie. Dafür ist der RAG und dem Land NRW zu danken. Wie es in den Revieren weitergehen wird, ist offen, da der Strukturwandel noch lange nicht beendet ist. NRW wird wohl weiterhin Energieland bleiben, aber die Zeit der Industrie und der Massenbeschäftigung mit solch einer identitätsstiftenden Kultur wie sie der Bergbau darstellte… die dürfte wohl ein für alle Mal beendet sein.  Die bergmännischen Tugenden wie Anstand, Anteilnahme, Pünktlichkeit und Zuverlässig-keit werden hoffentlich bestehen bleiben. 

 

Glückauf ! .

Kai Klapper

Kai Klapper

Schachtsteiger, RAG-BT

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"Ich bin einer der letzten, der auf den Bergwerken den Deckel draufsetzt. Eine emotional harte Aufgabe."
Dr. Heinz-Werner Voß

Dr. Heinz-Werner Voß

letzter Werksleiter BW Ibbenbüren

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"Wir befinden uns mit dem Ende des Bergbaus im Prozess eines tief-greifenden Wandels. Wir stellen uns der öko-logischen, gesellschaft-lichen und wirtschaft-lichen Verantwortung, aber auch des sozialen Erbes."
Werner Jakobuß

Werner Jakobuß

stellv.AbtL Technik-u. Logistikdienste

Weiterlesen
"Mich hat diese raue und echte Herzlichkeit immer fasziniert. Ich werde die Kollegen vermissen."

Mehr zum Abschied des Deutschen Steinkohlenbergbaus lesen Sie in unserem neuen Jahrbuch, das Sie sowohl als Softcover-Ausgabe als auch als e-Book erhalten können. Soweit Sie eine VR-Brille besitzen, empfehlen wir Ihnen das virtuelle Bergwerk Prosper-Haniel im 360-Grad Format. Wir danken dem WDR für diese über einjährige Fleissarbeit. Link: siehe Hauptseite

Tickets= Zollverein XII + Dt. Bergbau-Museum

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NRW: Landtag würdigt die Verdienste des Steinkohlenbergbaus

Landtagspräsident Kuper verneigt sich vor dem Lebenswerk der Bergleute

mitgestaltet vom ruhrkohle-chor

Die Landtage von NRW und dem Saarland haben in einem Festakt die Leistungen des Bergbaus gewürdigt und die verbliebenen Bergleute in Bottrop, Ibbenbüren und im Saarland verabschiedet. Viele Bergleute wohnten dem Festakt im Plenarsaal bei. Der Ruhrkohle-Chor umrahmte den Festakt. Landtagspräsident Andre´ Kuper verneigte sich vor dem Lebenswerk der Bergleute und verabschiedete diese mit einem opti-mistischen Bekenntnis für die Zeit nach der letzten Schicht. Unermüdlich hätten die Bergleute ihren Beitrag zum wirtschaft-lichen Aufchwung in den Revieren sowohl nach dem Krieg als auch Jahrzehne danach geleistet. Die eruopäische Einigung ist mit der Geschichte der Montanunion eng ver-bunden. Min.-Präs. Laschet betonte in seiner Festansprache, dass es der Bergbau war, der wichtige Impulse in Sachen Montan-mitbestimmung, demokratische Willens-bildung und gerechte Bezahlung in der Arbeitswelt gesetzt hat. Er erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die vielen harten Arbeitskämpfe an Rhein und Ruhr. IGBCE -Vorsitzender Michael Vassilliadis be-tonte, dass der gewaltige Personalabbau in den letzten Jahrzehnten auf alle Zechen so-zialverträglich nicht gelungen wäre, hätten nicht alle Akteure an einem Strang gezogen, hätte es nicht die Montanmitbestimmung n und  hätte es nicht die Losung gegeben, dass nach Abwurf einer Zeche Niemand ins Berg-freie fällt.    

MinPräs. Armin Laschet

Im Bergbau ging es nie um Religion, sondern darum, sich aufeinander verlassen zu können. Dieses soziale Erbe wird auch dann bleiben, wenn die Kohle geht.

MinPräs. Tobias Hans

Das Zusammenstehen der Bergleute wegen der Gefährlichkeit unter Tage muß auch als christliche Tradition verstanden werden. Der „aufrechte Berg-mann“ sei nie nationalistisch oder aus-grenzend gewesen. Das zeigt die gelungene Integration vieler ehem. sog. Gastarbeiter, die Barbara-Feiern, sowei die enge Beziehung zwischen Bergbau und Kirche.

IGBCE-Vors. Michael Vassiliadis

Nehmt euch die bergmännischen Tugenden zum gesellschaftlichen Vorbild für die Zukunft.

Wir haben der Steinkohle in NRW fast alles zu verdanken

Man muß schon ein Herz aus Stein haben, um bei der Aufzählung all der Ver-dienste, die der Bergbau und die Bergleute erworb-en haben, nicht davon zu Tränen gerührt zu sein. Zumal das Steigerlied auch noch in H-Moll intoniert wurde und alle zu Ehren der Bergleute aufstanden. An-schließend wurde ein Berg-mannsschnaps herum-gereicht. Ob man danach auch noch das bergm. Traditionsgericht „Grünkohl, Mettwurst und Kassler“ einnahm, wissen wir leider nicht. Trotz aller Feierlich-keit machten alle Redner mit ähnlichen Worten un-missverständlich deutlich, dass am 21. 12. 2018 tat-sächlich mit der letzten Schicht die Bergbauära endet. Ob diese Entscheid-ung weise war, wird die Zu-kunft zeigen. Wir halten sie nach wie vor für nicht ver-nünftig. Ebenso unvernünft-ig halten wir den beschloss en Ausstieg aus der Braun-kohle, da die Energiewende nicht gelingen kann. Und solange Energie aus Wind-und Sonne weder dauernd bereitgestellt noch ge-speichert werden kann (sieht man einmal von Batteriespeichern für die kurzfristige Überbrückung von Spitzenlasten ab)….. solange werden auch weiterhin Kohlekraftwerke benötigt. Die Importpreise werden u. E. daher länger-fristig nur eine Richtung nehmen: nach oben. Wir glauben daher, dass man die Bedeutung der Kohle weder früher noch heute gar nicht genug betonen kann. Denn eine zunehmen de Weltbevölkerung hat auch einen zunehmenden Energiehunger.

Quellenhinweise:

IGBCE; Landtag.NRW.de vom 12.09. 2018; Wirtschaftswoche vom 12.09. 2018; WDR 1 vom 12.09.2018;  Welt vom 11.05.2018 und RK-Redaktion vom 19.09.2018;

Fotos: oben: Zeche: pixabay.com; Berg-mann mit Lampe: RAG; Ruhrkohle-Chor: Landtag NRW, Pressestelle, alle darunter: Landtag NRW, Pressestelle

 

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