Einträge von Revierkohle

Windenergie: Nordex in roten Zahlen – Jobverluste bei Enercon

hoher Preisdruck

Nach einer Änderung des EEG muss sich die verwöhnte und hochsubventionierte Windkraftbranche nunmehr  dem Markt in Form von Ausschreibungen stellen. Der günstigste Anbieter darf weiterhin auf Subventionen hoffen. Das bringt die Branche ins Schwitzen. Zusätzlich macht den Windmüllern der niedrige Braunkohle-Preis an der EEX-Börse zu schaffen.    

Minister fordern trotzdem weiteren Ausbau

Hunderte von Jobs im Norden gefährdet

Den Titel „Windhauptstadt“ könnte Hamburg bald verlieren, da die Produktion von Windkraftanlagen (WKA) in Deutschland nach An-gaben der IG Metall mehr als ge-fährdet ist. Jüngstes Beispiel: der WKA-Hersteller Nordex sowie die Fa. Senvion stecken tief in den  roten Zahlen. Die Aktie von Nordex verlor 4 %. Der europaweit eingeführte Wechsel von der subventionierten und damit garantierten Festpreis-Einspeisevergütung hin zu Auktion-en, zwingt die Unternehmen, sich endlich den Marktbedingungen stell-en zu müssen. Der günstigste An-bieter darf sich im Rahmen von Aus-schreibungen auf die staatliche För-derung freuen. Alle anderen nicht mehr. Das drückt die Preise und hat einen harten Konkurrenzkampf zur Folge. Der WKA-Hersteller Enercon will daher 853 Stellen abbauen. Wie viele es bei Nordex und Senvion sein werden, steht noch nicht fest. Zu schaffen macht den WKA-Herstell-ern auch die von der Bundesre-gierung beschlossenen Ausbau-kürzungen. Seit 2017 sind in der Windbranche 3500 Jobs allein in Norddeutschland abgebaut worden. Und das in einer angeblichen Wachstumsbranche. Die Handels-kammer in Hamburg fordert dennoch zusammen mit 5 Ministern der Küstenländer einen weiteren Ausbau von Windkraftanlagen.  

 

Foto: deweh, fotolia-Kauf
Foto: K.C., fotolia-kauf

Windkraft ist keine Alternative

Weil sie nicht in großem Maßstab gespeichert werden kann und weil sie nicht grundlastfähig ist. Im Jahresdurchschnitt erbringen alle rd. 32.000 WKA gerade einmal 1.800 Volllaststunden an Strom. Das Jahr hat aber 8.760 Stunden. Die Differenzstunden werden durch die fossilen Grund-und Mittellastkraft-werke erbracht. Nur Kraftwerke sind in der Lage, die benötigte Energie bedarfsweise heraufzuregeln. Wind kraftanlagen können nur herunt-ergeregelt werden. Das hat zur Folge, dass für jede Mega-wattstunde Strom, die aus erneu-erbaren Energien stammt, die gleiche Menge als Ausfallsicherheit aus fossilen Energieträgern bereit-gehalten werden muss, wenn wieder mal kein Wind , zu wenig Wind oder zuviel Wind erzeugt wird. Im letzteren Fall muss dieser sog. Blindstrom ins Ausland gegen Entgelt verschenkt werden. Das ist der glatte Wahnsinn. 

  

Der Unmut der Windkraftgegner wächst

Dafür haben die mittlerweile über 700 Bürgerinitiativen, die sich kritisch mit dem Ausbau der Wind-kraftanlagen auseinander setzen, immer weniger Verständnis. Die Verspargelung der Landschaft, die Missachtung des Naturschutzes, die Folgen des Infraschalls, die fallenden Immobilienpreise in der Nähe von WKA´s, der Tod von jährlich rd. 100.000 Fledermäusen und rd. 60.00 Vögeln sowie die immensen Kosten für vergleichsweise wenig Strom im Jahr bringen das Fass bei den Betroffenen bald zum überlaufen. Man schaue sich nur mal bei den diversen Portalen und den örtlich organisierten Protestveranstaltung-en um, wenn wieder mal eine Schneise in den Wald für eine WK-Anlage geschlagen werden soll.  Daher sagen wir, dass Windkraft und Naturschutz nicht zusammen-passt, ebenso wenig wie Windkraft und Energiewende, wenn man sich nicht von der Versorgungssicherheit abkoppeln möchte.  

wenn gar nichts mehr geht

Quellenhinweise: 

Hamburger Abendblatt vom 13.07.2018,  15.08.2018, 17.09.2018 und 24.09.2018; Stuttgarter Zeitung vom 19.6.2015; Manager Magazin vom 5.6.2015, NAEB e.V.-Tagung vom 11.04.2015, in: Eike.de. Wiener Zeitung vom 17.11.2014 und RK-Redaktion vom 17.12.2018

Fotos: oben: pixabay.com 

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COP24 Katowice: 133 Seiten und endlose Debatten um viel Geld

IPCC-Konferenz in Kattowitz präsentiert wieder einmal eine fiktive Klima-Katastrophe

Ironie des Schicksals:
polnischer Bergbau finanziert UN-Klimakonferenz in Kattowitz mit

Angeblich kann die Menschheit das Ausmaß der Erderwärmung nur dann noch in Grenzen halten, wenn weltweit und rasch 100 Mrd. Dollar bis 2035 in die Hand genommen werden. Ansonsten steigt die globale Durch-schnittstemperatur um bis zu 3 Grad weiter an  

Greta Thunberg (15) wurde Welt-Klima-schutz-Star

Kattowitz (polnisch: Katowicy) ist die Hauptstadt Schlesiens. Sie hat rund 300.000 Einwohner. Die knapp 300 km südwestlich von Warschau im oberschlesischen Kohle-revier liegende  Stadt zählt zu den  wichtigsten und florierendsten Wirtschafts-standorten Polens, da der polnische Energiebedarf immer noch zu 80 % aus Kohle gedeckt wird. Ausgerechnet dort fand die 14 tägige UN-Klimakonferenz mit rd. 25.000 Teilnehmern aus 190 Ländern statt, die alle emissionsfrei mit dem Rad ge-kommen waren, um den Weltuntergang zu beschwören, der durch das von Menschen verursachte C02 eintreten könnte. Wie schon in Paris 2015 wurde wieder die radikale Abkehr von allen fossilen Energie-trägern gefordert, um die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. NRW-Min Präs. Armin Laschet warnte indes davor, übereilt aus der Kohle auszusteigen, da dies die Versorgungssicherheit gefährden könnte. Bundeskanzlerin Angela Merkel zog es vor, gar nicht erst auf der Konferenz zu erscheinen. Die BR hat jedoch zugesagt, ab 2019 jährlich 1,5 Mrd. EUR in den sog. Klimafond investieren zu wollen. Amerika und Saudi-Arabien stehen der Hypothese von der menschengemachten Erderwärm-ung durch C02-Emissionen ablehnend gegenüber. Der eigentliche Star auf dieser Mammut-Veranstaltung war ein 15jähriges Mädchen, namens Greta Thunberg aus Stockholm. Greta ist durch die Medien mitt-lerweile in solche Klimaängste hinein-manövriert worden, das sie sogar die Schule schwänzt, um ihre Sorgen um das Klima auf Youtube und anderswo mitzuteilen.  Mit Hilfe kindlicher Ängste kann man allerdings auch Erwachsene recht gut ködern und dazu bringen, das ab 2020 jährlich rd. 100 Mrd. Dollar in die Entwicklungsländer kritikfrei und im Hau-Ruck-Verfahren fließen können. Die medialen Alarmrufe dieses Jahres wie „Hitzesommer, Extremwetter und groß-flächiger Ernteausfall“ haben nicht dazu beigetragen, dass die Vernunft siegen könnte. Und Institutionen wie das Pots-damer Institut für Klimafolgenforschung oder das Helmholtz Zentrum für Polar-und Meeresforschung werden nicht müde, fast wöchentlich die immer gleichen Parolen auszurufen: ohne zusätzliche Anstrengung-en steuere die Welt auf 3 Grad Erwärmung zu.  Doch wie sieht die Wirklichkeit tatsächlich aus ?     

KLIMA-CHAOS BLEIBT FIKTION

Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: C02 ist ein Spurengas, dass sich mit einem Anteil  von 0,04 % in der Atmosphäre befindet. Unsere Atmosphäre besteht im Übrigen aus 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff und 0,93 % Argon. Dem stehen rd. 13.000 Mrd. Tonnen Wasserdampf als Treibhausgas gegenüber. Ohne diesen wärmenden Mantel wäre es auf der Erde permanent ungemütliche minus 18 Grad kalt. Schon 1990 stellten die dänischen Astrophysiker Lassen und Friees-Christensen fest, dass die Erderwärmung von der Periodizität der Sonnenfleckenmaxima- und minima abhängt. Daher gibt es bis heute auch keine Per-Review-Studie, die belegt, dass der Klimawandel hauptsächlich von Menschen verursacht wird.  Auch muss man sich immer wieder klar machen, dass kein kritischer Wissenschaftler den Klimawandel leugnet. Das Klima macht seit 5 Mrd. Jahren was es will. Der Mensch hat darauf wenig Einfluss. Und man muss sich auch immer wieder bewusst machen, dass das IPCC keine wissenschaftliche Einrichtung ist. Alle vom IPCC bisher veröffentlichten Studien gehen von Hypothesen und Prognosen aus, die auf der Grundlage von Computersimulationen erstellt wurden. Es sind mithin reine Modellberechnungen, die mit den NASA-Satellitendaten und mit den Wetteraufzeichnungen seit dem 18. Jahrhundert oft nicht übereinstimmen. Erst jüngst haben Forscher des Schweizer Paul-Scherrer-Instituts im Fachblatt „The Cryosphere“ klargestellt, das der Mensch wohl nicht verantwortlich ist für die Gletscherschmelze am Ende der kleinen Eiszeit Mitte des 19. Jahrhunderts. Es sei eine natürliche Reaktion nach vorherigem starken Wachstum gewesen und steht nicht im Zusammenhang mit der Industriealisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Fazit

Der Wald ist nicht gestorben, die Eisbärpopulation wächst weiter,  C02 ist und bleibt ein existenziell wichtiges Spurengas und die Extremwetter haben innerhalb der letzten 150 Jahre nicht zugenommen  

Quellenhinweise: 

Driessen, Paul: Klima-Wahnsinn rückt in Polen in den Mittelpunkt, in: Eike.de vom 15.12.2018; Hamburger Abendblatt vom 5.9.2018; 22.10.2018 und 17.12.2018 sowie RK-Redaktion vom 17.12.2018

Fotos: pixabay.com  

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Energie: Hydrothermale Carbonisierung

KOHLE AUS KOT

Hey,


UX/UI Designer & web developer

01

Über ein sensibles thema

Israelische Forscher der Ben-Gurion Universität in Israel haben in einem Labor menschlichen Kot in Kohle verwandelt. Die Studie veröffentlichten Amit Gross und Reut Yahav-Spitzer im Journal of Cleaner Produtction. In einem Druckgefäßt haben die Wissenschaftler die Excremente unter starker Hitze zu Kohle gepresst. Die sog. hydrothermale Carbonisierung stinkt dabei keineswegs „zum Himmel“, sondern riecht nach Verbranntem und ist leicht scharf. Nur die Farbe der zu Briketts gepressten Fäkalien erinnert noch daran, was diese C02-freien Kohlestücke einmal waren. In weiteren Experimenten soll getestet werden, inwieweit sich diese andersartige Kohle auch zum grillen eignet. Und dann will man noch herausfinden, ob die entweichenden Gase bei der Herstellung für die Umwelt ein Problem darstellen könnte. Das zum erhitzen eingesetzte Wasser ist nährstoffreich und eignet sich u. U. auch als Düngemittel. Die Idee, mit einer Toilette Energie zu gewinnen, ist dann der nächste Schritt, von denen die Forscher träumen. Ein eingebautes Druckgefäß unter der Toilette könnte den Kot direkt in Bio-Kohle umwandeln. Bei den Versuchen konnten die Fäkalien-Fachleute 24 % mehr Energie gewinnen, als dies mit herkömmlicher Biokohle möglich wäre. Allerdings, so gibt der Agrarwissenschaftler Ludwig Leible vom Karlsruher Institut für Technologie zu bedenken, würde die in dieser Kohleart steckenden Energie, die in elektrischen Strom oder Wärme umgewandelt werden müsste, eine deutlich schlechtere Energiebilanz als die richtige (fossile) Kohle abgeben. Die sog. HTC-Kohle braucht ca. 2 Stunden für die Herstellung und kostet z.Zt. noch rd. 600 bis 800 EUR pro Tonne. Bevor der Weg von der Toilette zum Klärwerk entfallen kann, wird es aber noch lange dauern, da die Technologie nicht ganz einfach ist, zehnmal teurer als normale Kohle und in Entwicklungsländern wahrscheinlich schwer umzusetzen sein wird. 

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Steinkohle: Schicht im Schacht

das Herz des Reviers hat aufgehört zu schlagen

Ende

Tage
Stunden
Minuten
Sorry, our sale is over, see you next time

Deutsche Steinkohle

2018



DANKE, KUMPEL !

Am 3. Nov. 2018 lud die RAG zum Ende des Deutschen Steinkohlenbergbaus alle Bürger und Bürgerinnen zu einer musi-kalischen Bürgerveranstaltung auf die Schachtanlagen Zollverein, Prosper-Haniel, Lohberg, Heinrich-Robert (BW Ost) und Anthrazit Ibbenbüren ein. 

Tausende von Revierbürgern folgten der kostenfreien Einladung. Auf den Anlagen hielten die RAG-Vertreter emotional bewegende Reden. Der Film “ Der lange Abschied von der Kohle“ , der ebenfalls auf einer Großbildleinwand gezeigt wurde, rührte viele Menschen zu Tränen. Man spürte: hier geht eine Ära zu Ende, die das Revier hervorgebracht hat. Die Gäste konnten eine Botschaft hinterlassen, die später in einer Kunstinstallation ihren Platz auf den ehem. Bergwerken finden soll. 

Wofür der Bergbau stand

von Anfang an haben die bergmännischen Tugenden dazu beigetragen,  dass des Bergbau eine enorme Wirtschaftskraft und einen enormen Wohlstand entfalten konnte. Dafür gebührt den Bergleuten Dank und Anerkennung.

Zusammengehörigkeit
5/5
Leistung
5/5
Wohlstand
5/5
letzte Hobelschicht auf PH 10 in Bottrop - Foto: RAG

Am 21.12.2018 wird dem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier durch einen Vertreter der Fördermannschaft ein letztes Stück Kohle überreicht. Dann ist offiziell Schacht im Schacht. Die letzte Hobel-schicht wurde auf den Bergwerken Prosper-Haniel und Anthrazit-Ibbenbüren allerdings schon im August 2018 verfahr-en. Nur im Flöz Zollverein 124 lief der Walzenschrämlader auf PH noch bis zum Schluss. Die Abbau-Mannschaften bereiten seit August 2018 den Rückzug aus den Baufeldern Prosper-Haniel  in Bottrop-Kirchhellen und im Beustfeld Flöz 53 südöstlich von Ibbenbüren vor. Das Rauben läuft auf Hochtouren. Die Stimm-ung in den Mannschaften ist zwar ge-drückt und traurig, da jeder weiß, dass es auch in Zukunft nicht ohne Kohle gehen wird, dennoch sind alle hochkonzentriert bei der Sache. Denn die Arbeit unter Tage ist eine gefährliche Arbeit. Und daher ist Sicherheit bis zur letzten Minute das oberste Gebot. Maschinenteile, Baustoff-pumpen, Bandanlagen, Kühlaggregate und Energiezüge  müssen aus den Gruben-bauen ausgebaut und zu Tage gefördert werden. Es darf kein Tropfen Öl, Fett oder Hydraulikflüssigkeit übrig bleiben. An-schließend werden die Dämme gesetzt und die Wasserewigkeit  hergestellt, um das Grubenwasser über Hängepumpen fördern zu können. Das ist eine Ewigkeits-aufgabe. Erst wenn alles erledigt ist, werden die Schächte standfest verfüllt. Das wird voraussichtlich Ende 2019 sein.     

Die Ehrengarde Prosper-Haniel verabschiedete den Bergbau bei der Stadt Bottrop im Rahmen eines Festaktes inn der ehem. Lohnhalle Ahrenberg-Fortsetzung, Foto:RAG, Foto Mitte: Revierkohle


 

Seit den 50er Jahren sind bis heute auf den Berg-werken im Revier  rd. 10 Mrd. Tonnen Kohle ge-fördert worden. Eine enorme Leistung, die das Ruhrgebiet zu dem gemacht hat, was es heute ist. Arbeit, Sicherheit und Wohlstand war der berechtigte Slogan, mit dem die IG BCE in den 70er und 80er Jahren für den Bergbau warb. Der Bergbau hat funktionierende Wertschöpfungsketten mit Mrd. an Auftragsvolumina geschaffen, von denen viele Firmen Jahrzehnte lang partizipiert haben. Die Kumpels wurden anständig bezahlt, junge Menschen gewährte der Bergbau  eine Top-Ausbildung. Kein Bergmann fiel bis heute ins Bergfreie. Dafür ist der RAG und dem Land NRW zu danken. Wie es in den Revieren weitergehen wird, ist offen, da der Strukturwandel noch lange nicht beendet ist. NRW wird wohl weiterhin Energieland bleiben, aber die Zeit der Industrie und der Massenbeschäftigung mit solch einer identitätsstiftenden Kultur wie sie der Bergbau darstellte… die dürfte wohl ein für alle Mal beendet sein.  Die bergmännischen Tugenden wie Anstand, Anteilnahme, Pünktlichkeit und Zuverlässig-keit werden hoffentlich bestehen bleiben. 

 

Glückauf ! .

Kai Klapper

Kai Klapper

Schachtsteiger, RAG-BT

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"Ich bin einer der letzten, der auf den Bergwerken den Deckel draufsetzt. Eine emotional harte Aufgabe."
Dr. Heinz-Werner Voß

Dr. Heinz-Werner Voß

letzter Werksleiter BW Ibbenbüren

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"Wir befinden uns mit dem Ende des Bergbaus im Prozess eines tief-greifenden Wandels. Wir stellen uns der öko-logischen, gesellschaft-lichen und wirtschaft-lichen Verantwortung, aber auch des sozialen Erbes."
Werner Jakobuß

Werner Jakobuß

stellv.AbtL Technik-u. Logistikdienste

Weiterlesen
"Mich hat diese raue und echte Herzlichkeit immer fasziniert. Ich werde die Kollegen vermissen."

Mehr zum Abschied des Deutschen Steinkohlenbergbaus lesen Sie in unserem neuen Jahrbuch, das Sie sowohl als Softcover-Ausgabe als auch als e-Book erhalten können. Soweit Sie eine VR-Brille besitzen, empfehlen wir Ihnen das virtuelle Bergwerk Prosper-Haniel im 360-Grad Format. Wir danken dem WDR für diese über einjährige Fleissarbeit. Link: siehe Hauptseite

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NRW: Landtag würdigt die Verdienste des Steinkohlenbergbaus

Landtagspräsident Kuper verneigt sich vor dem Lebenswerk der Bergleute

mitgestaltet vom ruhrkohle-chor

Die Landtage von NRW und dem Saarland haben in einem Festakt die Leistungen des Bergbaus gewürdigt und die verbliebenen Bergleute in Bottrop, Ibbenbüren und im Saarland verabschiedet. Viele Bergleute wohnten dem Festakt im Plenarsaal bei. Der Ruhrkohle-Chor umrahmte den Festakt. Landtagspräsident Andre´ Kuper verneigte sich vor dem Lebenswerk der Bergleute und verabschiedete diese mit einem opti-mistischen Bekenntnis für die Zeit nach der letzten Schicht. Unermüdlich hätten die Bergleute ihren Beitrag zum wirtschaft-lichen Aufchwung in den Revieren sowohl nach dem Krieg als auch Jahrzehne danach geleistet. Die eruopäische Einigung ist mit der Geschichte der Montanunion eng ver-bunden. Min.-Präs. Laschet betonte in seiner Festansprache, dass es der Bergbau war, der wichtige Impulse in Sachen Montan-mitbestimmung, demokratische Willens-bildung und gerechte Bezahlung in der Arbeitswelt gesetzt hat. Er erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die vielen harten Arbeitskämpfe an Rhein und Ruhr. IGBCE -Vorsitzender Michael Vassilliadis be-tonte, dass der gewaltige Personalabbau in den letzten Jahrzehnten auf alle Zechen so-zialverträglich nicht gelungen wäre, hätten nicht alle Akteure an einem Strang gezogen, hätte es nicht die Montanmitbestimmung n und  hätte es nicht die Losung gegeben, dass nach Abwurf einer Zeche Niemand ins Berg-freie fällt.    

MinPräs. Armin Laschet

Im Bergbau ging es nie um Religion, sondern darum, sich aufeinander verlassen zu können. Dieses soziale Erbe wird auch dann bleiben, wenn die Kohle geht.

MinPräs. Tobias Hans

Das Zusammenstehen der Bergleute wegen der Gefährlichkeit unter Tage muß auch als christliche Tradition verstanden werden. Der „aufrechte Berg-mann“ sei nie nationalistisch oder aus-grenzend gewesen. Das zeigt die gelungene Integration vieler ehem. sog. Gastarbeiter, die Barbara-Feiern, sowei die enge Beziehung zwischen Bergbau und Kirche.

IGBCE-Vors. Michael Vassiliadis

Nehmt euch die bergmännischen Tugenden zum gesellschaftlichen Vorbild für die Zukunft.

Wir haben der Steinkohle in NRW fast alles zu verdanken

Man muß schon ein Herz aus Stein haben, um bei der Aufzählung all der Ver-dienste, die der Bergbau und die Bergleute erworb-en haben, nicht davon zu Tränen gerührt zu sein. Zumal das Steigerlied auch noch in H-Moll intoniert wurde und alle zu Ehren der Bergleute aufstanden. An-schließend wurde ein Berg-mannsschnaps herum-gereicht. Ob man danach auch noch das bergm. Traditionsgericht „Grünkohl, Mettwurst und Kassler“ einnahm, wissen wir leider nicht. Trotz aller Feierlich-keit machten alle Redner mit ähnlichen Worten un-missverständlich deutlich, dass am 21. 12. 2018 tat-sächlich mit der letzten Schicht die Bergbauära endet. Ob diese Entscheid-ung weise war, wird die Zu-kunft zeigen. Wir halten sie nach wie vor für nicht ver-nünftig. Ebenso unvernünft-ig halten wir den beschloss en Ausstieg aus der Braun-kohle, da die Energiewende nicht gelingen kann. Und solange Energie aus Wind-und Sonne weder dauernd bereitgestellt noch ge-speichert werden kann (sieht man einmal von Batteriespeichern für die kurzfristige Überbrückung von Spitzenlasten ab)….. solange werden auch weiterhin Kohlekraftwerke benötigt. Die Importpreise werden u. E. daher länger-fristig nur eine Richtung nehmen: nach oben. Wir glauben daher, dass man die Bedeutung der Kohle weder früher noch heute gar nicht genug betonen kann. Denn eine zunehmen de Weltbevölkerung hat auch einen zunehmenden Energiehunger.

Quellenhinweise:

IGBCE; Landtag.NRW.de vom 12.09. 2018; Wirtschaftswoche vom 12.09. 2018; WDR 1 vom 12.09.2018;  Welt vom 11.05.2018 und RK-Redaktion vom 19.09.2018;

Fotos: oben: Zeche: pixabay.com; Berg-mann mit Lampe: RAG; Ruhrkohle-Chor: Landtag NRW, Pressestelle, alle darunter: Landtag NRW, Pressestelle

 

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RWE: warum die Rodung im Hambacher Forst notwendig ist

Kampf um die Kohle geht weiter

DIE STORY

Zwischen Jülich und dem beschaulichen Düren an der A 44 liegt der Hambacher Forst. Und dort tobt zur Zeit der Bär. Öko-Freaks, Umwelt-schützer und Klimaretter vor allem aus der linken Szene haben beschlossen, den Wald zu retten und halten diesen daher seit 2012 be-setzt. Als Unterschlupf dien-en ihnen Baumhäuser. Nun gehört das Gelände aber dem Energieversorger RWE. Und dieser will den Wald auf einer Fläche von 100 Hektar roden, um an die dort la-gernden 2,5 Mrd. Tonnen Braunkohle heranzukomm-en. Diese wird benötigt, um das Braunkohlekraftwerk Niederaußem in Bergheim weiterhin sicher mit Kohle auf kurzen Wegen versorgen zu können. Darüber hinaus ist der Wald als Ausgleichs-fläche für den Verzicht auf einen weiteren Abbau im Garzweiler Revier I von der Landesregierung NRW aus-gewiesen worden. Der Ham-bacher Forst liegt im Nord-revier des Tagebaus Garz-weiler I und grenzt an den Tagebau Inden II, wo noch bis 2030 Braunkohle ge-fördert werden soll.   Da die Umweltaktivisten und Kli-maretter davon überzeugt sind, das die Braunkohle-verfeuerung  das  Klima er-wärmt und die Umwelt schädigt, wollen sie die Ro-dung verhindern und proben seit dem 10.09.2018 den Aufstand gegen die Polizei, die den Auftrag hat, den Wald zu räumen, um die Rodung zu ermöglichen.    

Die Meinung der Kritiker

Kritiker halten RWE vor, dass man den Tagebau um den Ham- bacher Forst herumlenken kann. Außer- dem ständ- en genügend Gaskraft-werke als Ersatz für die Braun-kohle bereit. Beide Argu- mente greif en wir im Folgenden auf. 

Warum die Rodung notwendig ist

Die Rodung ist aus zeitlichen Gründen notwen-dig, da die Braun-kohebagger sich bereits 300 Meter an die Kante des Tagebaus Ham-bach herange-arbeitet haben und damit un-mittelbar vor dem Hambacher Forst stehen. Ein Still-stand würde enorme Still-standskosten nach sich ziehen. Eine Umgehung ist nach Ansicht von RWE aus technischen Gründen nicht möglich, da die hohen Böschungskanten im Seitenbereich des Tagebaus einen Richtungs-wechsel unmög-lich machen.

Meinungen

Albrecht Gerber (SPD)

Der Bergbau ist der größte Arbeitgeber in der Lausitz. Wir sprechen daher vom drohenden Verlust von Industriearbeitsplätzen und nicht vom Tretbootverleih. Ich stehe daher zum LEAG-Konzept.

Michael Kretschmer (CDU)

Die Kohle-Kommission der Bundesregierung hat nur dann einen Sinn, wenn sie sich an Fakten orientiert und ergebnisoffen bleibt.

Thomas Kutschaty (SPD)

Wir leben in einem Rechtsstaat und da gelten rechts-staatliche Spiel-regeln.RWE hat einen Rechts-anspruch auf Rodung.

Klaus Emmerich (IGBCE)

Die Aktivisten in Hambach sind nicht da, um ein politisches Zeichen zu setzen, sondern denen geht es nur um Randale und Gewalt“.
Klaus Emmerich, stellvertretender BR-Vorsitzender im Tagebau Garzweiler

Gaskraftwerke können die Grundlastkraft-werke nicht ersetzen, da sie nur den kurz-fristigen  Bedarf an Spitzenlaststrom ab-decken können. Darüber hinaus können viele  Gaskraftwerke aufgrund der garant-ierten Einspeisevergütungen für Flatter-strom (Windstrom) wirtschaftlich kaum betrieben werden. Der Preis für Strom aus Gas liegt an der EEX-Börse z.Zt. mit 6,9 Ct je kWh deutlich höher als für Braunkohle mit 3,5 Ct je kWh. Der Verbraucher zahlt neben den Stromkosten die Stromsteuer, die EEG-Umlagen, die § 19-Offshore-Um-lage und demnächst auch noch die Kosten für den Stromtrassenausbau sowie die Kosten für die Bereithaltung der Grund-lastkraftwerke, weil diese dank des EEG mittlerweile ebenso unrentabel geworden sind, trotzdem aber benötigt werden, um die Schwankungen auszugleichen und die Netzfrequenz von 50 Hz ständig aufrecht zu erhalten, da ansonsten binnen kürzest-er Frist ein Blackout drohen würde.

 
 

Und was den Protest gegen die Abholzung angeht, da sollten die Damen und Herren (Gewalt) Protestler die Kirche im Dorf lassen. Man muß sich nämlich mal die Größenverhält-nisse ansehen. Der Hambacher Forst ist 200 Hektar groß. Davon sollen 100 Hektar gerodet werden. Diesen „Baum-frevel“ darf RWE selbstverständlich nicht kostenfrei vornehmen. Vielmehr schreibt das Bundesberggesetz allen Bergbaubetrieben die Aufforstung und Renaturierung nach der Auflassung vor. RWE hat im Rheinischen Revier bisher mehr als 8000 Hektar Wald auf-geforstet. Im Umfeld des Tagebaus Hambach wurden 1.500 Hektar Wald neu aufgeforstet. Auf der Halde Sophienhöhe stehen seit 40 Jahren Tausende von neuen Bäumen, die RWE-Mitarbeiter angepflanzt haben. 429 Tierarten, die auf der sog. Roten Liste stehen, haben sich dort ange-siedelt. Und nun vergleichen Sie das einmal mit den Folgen des Windkraft-anlagen-Ausbaus: seit 2010 sind rd. 750 Hektar Wald ersatzlos abgeholzt worden. In dieser Zeit kamen rd. 250. 000 Fledermäuse und rd. 12.000 Greif-vögel zu Tode und Strom wird nur ge-legentlich produziert. Und von einem Beschäftigungsboom in der Windkraft-industrie kann schon seit Jahren nicht mehr die Rede sein. Durch den Ausbau der Windkraftanlagen ist bis heute keine einzige Tonne C02 eingespart worden, was zugebenermaßen aber unerheblich ist.  Also, liebe Aktivist-en/innen: Füße stillhalten !

 

Quellenhinweise:

Maxeiner, Dirk: wenn zwei dasselbe tun.. in: Eike.de vom 09.2018; Krüger, Michael, in: Eike.de vom 14.09.2018; Presse-mitteilung der RWE AG vom 15.09.2018; Hambacherforst.com; Hamburger Abend-blatt vom 14.09.2018; dpa vom 15.09. 2018; Manager Magazin vom 17.09.2018; Lausitzer Rundschau vom 17.09.2018; Aachener Zeitung vom 17.09.2018; Süddeutsche Zeitung vom 15.09. und 17.09.2018; Der Spiegel vom 14.09.2018; Ostsee-Zeitung vom 14.09.2018; Focus-Online vom 14.09.2018 und RK-Redaktion vom 19.09.2018

Fotos:

unten: Braunkohletagebagger, Giglio di_ mare, pixabay.com;  Bergmann: stafichu-kanatoly, pixabay.com; Trecker mit abge-holzten Bäumen: Antranias, pixabay. com

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Museum DKM: Die schwarze Seite

LEBEN UND ARBEITEN DER BERGLEUTE


Werk-
ausstellung

04.5.2018-
16.9.2018

In der Ausstellung „Die schwarze Seite“ im Museum DKM in Duisburg haben sich Künstler ver-sammelt, die sich auf unt-erschiedliche Weise mit dem Bergbau und dem Ruhrrevier auseinanderge-setzt haben. Das Ergebnis der Werkauswahl kann sich sehen lassen.











So wird zum einen die identitätsstiftende Wirkung der Arbeit unter Tage herausgestellt und zum anderen wird die Wirkung der Bergleute und die bergmännische Tradition samt bergm. Architektur auf das städtische Umfeld beleuchtet. Hier spielen die Wohn-und Lebensum-stände in den Revierstädt-en, die Religion, die unt-erschiedlichen Sprachen und das Leben in der Zech-ensiedlung eine bedeut-ende Rolle. Die Künstler Götz Diergarten, Sven Drühl, Bogomir Ecker, Bar-bara Köhler, Richard Long u.a. widmen sich diesen Arbeits-und Lebensaspekt-en in sehr facettenreicher Weise und stellen die Wechselbeziehungen zwi-schen  Bergleuten und ihrem Umfeld dar .Auf die Besucher warten Fotograf-ien, Skulpturen und Installa-tionen.

Museum DKM

Güntherstr. 13-15 - 47051 Duisburg

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Uniper: neues Gaskraftwerk auf der Halde Scholven geplant

KOHLEKRAFTWERK BLEIBT ABER BESTEHEN

Bergehalde Oberscholven in Gelsenkirchen-Buer

Selbst eingefleischte Bueraner Heimatfreunde kennen die Bergehalde Scholven der ehemaligen Zechen Scholv-en, Bergmannsglück und Emscher-Lippe mit dem gleichnamigen Uniper-Stein-kohlekraftwerk in Gelsenkirchen-Buer kaum. Das liegt daran, dass die Halde und das Kraftwerk immer noch mit einem Ries-enzaun umschlossen ist, um den uner-laubten Zutritt zu verwehren. Zum einen dient diese Sicherheitsmaßnahme dem Kraftwerksbetreiber und zum anderen der Firma Gelsenwasser. Diese unterhält in der Bergehalde eine Trinkwasserbehälteran-lage mit 36.000 Kubikmeter Wasser-volumen.  Das Wasser kommt aus dem Wasserwerk Haltern. Die 201 Meter hohe Halde wird von der RAG Montan Immo-bilien GmbH, einer 100 % Tochter der RAG, unterhalten. Die Aufschüttung erfolgte von 1966 bis 1987. Mittlerweile wurden auf der Bergehalde rd. 212.000 Bäume und  Sträucher angepflanzt. Dreimal im Jahr zur Sommerzeit öffnen sich die Werkstore für die Bevölkerung, die dann auf die Halde strömen kann, um den traumhaften Blick über Gelsenkirchen-Buer zu genießen. Die Wasserbevorratungsanlage erfreut sich ebenfalls immmer eines großen Interesses. Auf dem Gipfel der Halde befindet sich ein Gipfelkreuz, eine alte Seilscheibe der Zeche Scholven und ein Mobilfunkmast.    

Das Steinkohle-Kraftwerk Scholven wurde 1968 erbaut und hat eine Leistung von 70 MW. Pro Tag werden rd. 20.000 Tonnen Kohle verfeuert. Sie werden in über 300 Eisenbahnwaggons angeliefert. Bis Ende 2018 kommt die Kohle auch noch vom Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop. Ab 2019 kommt die Kohle ausschließlich aus Südafrika und Südamerika. Neben Strom wird im Kraftwerk Scholven auch Wärme für rd. 16.000 Haushalte in der näheren Umgebung erzeugt.

Gaskraftwerk Irsching bei München, Foto: Peter Maszien, fotolia-Kauf

Nunmehr will Uniper auf dem ehem. Zechengelände zusätzlich ein neues Gaskraftwerk für die Abdeckung von Spitzenlastzeiten errichten. Obschon das alte Krafftwerk Scholven nur noch eine kurze Zeit am Netz bleiben wird, soll es zunächst nicht ersetzt werden, da die Planungen für das neue Gaskraftwerk noch lange nicht abgeschlossen sind. So muß zunächst ein Genehmigungsantrag bei der Bezirksregierung in Münster eingereicht werden und das bestehende Erdgasfernleitungsnetz der Fa. Open Grid Europe (OGE) an den Kraftwerksstandort Scholven angeschlossen werden.

Das Kraftwerk Scholven versorgt gemeinsam mit seinen Nebenbetrieben in Gladbeck-Zweckel, Marl, Recklinghausen und Westerholt die Region zuverlässig mit Strom, Fernwärme und Prozessdampf. Die drei Blöcke B, C und FWK erzeugen insgesamt 762 MW (netto) Strom, die Blöcke D, E und F wurden am Jahresende 2014 stillgelegt.

Zusätzlich werden bis zu 250 MW als Dampf für die Industrie und Fernwärme für über 100.000 Wohnungen in der Region erzeugt. Für die Industrie im nördlichen Ruhrgebiet ist das Kraftwerk Scholven ein zuverlässiger Partner bei der Versorgung mit Prozessdampf, Strom und Druckluft. Damit trägt es gemeinsam mit seinen Kunden erheblich zum wirtschaftlichen Erfolg der Region bei.

Quellenhinweise:

Uniper SE; WAZ vom 28.10.2012 und 09.08.2018 sowie RK-Redaktion vom 08.09.2018

Feldhauser Str. - 45894 Gelsenkirchen-Buer-Scholven
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Wetter: Hitze ist der natürliche Feind der Windenergie

während der Hitzeperiode sicherten Kohlekraftwerke die Stromversorgung

COMING SOON

Während der diesjährig-en Hochsommerzeit und einer dreimonatigen Tro-ckenperiode überschlug-en sich die Medien wieder mal in Sachen Angstmacherei vor der Klimakatastrophe. Die Hitzeperiode in diesem Sommer gab Anlaß, die bestehenden Spekulatio-nen zu erneuern und mit zahlreichen Bildberichten zu untermauern. Auf allen Kanälen  wurde wieder mal die Klima-katastrophe und die dringend notwendige Energiewende beschwor-en. Dabei sollten wir froh sein, dass diese bisher nicht gelungen ist und u.E. auch weiterhin nicht gelingen wird. Denn die sommerliche Hitzeperio-de mit ihren lauen Lüft-chen war der natürliche Feind aller Windkraftan-lagen. Die Folge: sie standen wieder mal still. In die Bresche sprangen wie immer unsere Kohle-kraftwerke.

Der Grund für die heißen Sommertage bildeten die niedrigen Luftdruckunter-schiede in Europa. Wolken konnten sich daher kaum bilden und so knallte die Sonne auf den Boden und erwärmte diesen stark auf. Der Wirkungsgrad der  Solarenergie sank von 44 GW installierter Leistung auf 29 GW, die Windenergie fiel dagegen im Juni und Juli komplett aus. Zuverlässig arbeiteten dagegen alle Kraft-werke. Zusätzlich mußte für die Nacht-stunden Strom aus Tschechien und Polen importiert werden, um den Bedarf rund um die Uhr zu decken. Gerade stabile Hoch-druckwetterlagen erzeugen sowohl im Winter als auch im Sommer eine Lage, in denen eine gesicherte Stromversorgung ohne Kohlekraftwerke nicht aufrechter-halten werden kann. Warum die von der Bundesregierung eingesetzte Kohle-kommission trotzdem nach Wegen für eine Abschaffung der Kohle sucht, bleibt schleierhaft. 

Wir können immer wieder nur redlich betonen, dass die öffentliche Diskussion um den Klimawandel, der angeblich von Menschen gemacht ist durch die Erzeug-ung von C02, schlicht und ergreifend dummes Zeug ist. Der Klimawandel findet zu allen Zeiten statt und wird maßgeblich von den Aktivitäten der Sonne bestimmt. Das hat schon 1990 der dänische Astro-physiker Lassen und sein Kollege Friis-Christensen herausgefunden. Sie konnten eine 95 % tige Übereinstimmung der Erder-wärmung durch die Sonne in Abhängigkeit von der Periodizität der Sonnenflecken-maxima-und minima seit 1860 nachweis-en. Zwar kann nicht bestritten werden, dass der Mensch durch die Erzeugung von C02 einen Einfluss mit ausübt, der ist aber so gering, dass er vernachlässigbbar ist. 0,04 % Kohlenstoffdioxid stehen rd. 13.000 Mrd. Tonnen Wasserdampf gegenüber. Die Atmosphäre besteht im Wesentlichen aus 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff, 0,93 % Argon und ganzen 0,04 % aus Kohlen-stoffdioxid (Co2). Wir sollten daher die Kirche mal im Dorf lassen. Die Klima-diskussion ist unseriös, weil sie sich nicht mit den physikalisch-technischen Fakten beschäftigen möchte. Das C02-Medien-spektakel dient hauptsächlich den Politi-kern aller Couleur, um sich als Gut-menschen und Klimaretter zu profilieren. Und natürlich dient das Spektakel auch den  Nutznießern, weil sie sich dank der  hohen Dauersubventionen durch den Staat den harten Marktbedingungen entziehen können. Wissenschaftliche Erkenntnisse können da naturgemäß nur stören.

Sonnenflecken-maxima-und minima beeinflussen massgeblich das Klima

Bundeswirtschaftsminister Peter Alt-maier (CDU) jubelte im Juli darüber, dass der Anteil der regenerativen Energieträger inzwischen auf 35 % gestiegen  sei. Beste Voraussetzungen also für einen Ausstieg aus der Kohle-verstromung ? Die Daten für diesen Sommer und auch für den Rest  des Jahres zeigen eine andere Wahrheit. Es kommt nämlich nicht auf die in-stallierte Leistung an, wie Herr Alt-maier sie erwähnt, sondern auf die tatsächlich erbrachte Leistung. Und da sieht es sehr mau aus. Zur Freude der Kraftwerksbetreiber. Diese konnten die Liefermenge um 10 % im Vergleich zum Vorjahr steigern. Lediglich im stürmischen Monat Januar 2018 konnten die Windkraftanlagen ge-nügend Strom produzieren, der auch nachgefragt wurde. Das ist den Be-treibern aber wurscht, da diese die Ein-speiseeisevergütungen auch dann er-halten, wenn der Öko-Strom  gar nicht nachgefragt wird. Der Stromnetzbe-treiberverband  Entso-E  hat der Kohle-kommission derweil eine Rechnung vorgelegt, aus der hervorgeht , dass sich die Bürger und Bürgerinnen sowie die Wirtschaft in den nächsten 20 Jahren auf einige Dutzend Strom-ausfälle im Jahr einstellen müssen, wenn der Anteil des sog. Zappel-stroms (Windstrom)  weiter  zunehm-en sollte. Unser Reden seit über 20 Jahren Jahren. Schleswig-Holstein nimmt die Berechnungen als einziges Bundesland ernst. Alle Tankstsellen sollen mit Notstromaggregaten aus-gestattet werden, um sich auf die drohenden Stromausfälle vorzubereit-en. Das Kieler Innenministerium hat dafür 1 Mio. Euro für das kommende Jahr in den Haushaltsplanentwurf  ein-gestellt. 

Quellenhinweise:

Pressemitteilung Bundesverband Braun-kohle 6/2018 vom 14.8.2018; FAZ vom 29.08.2018; Hamburger Abendblatt vom 05.09.2018 und 7.9.2018; Deutscher Arbeitgeberverband vom 20.08.2018; FAZ vom 23.07.2018;  Deutsche Wirtschafts-nachrichten vom 28.07.2018 und RK-Redaktion vom 08.09.2018

Fotos: pixabay.com

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Prosper-Haniel: Die Zeit drängt

PUMPSPEICHER-KRAFTWERK UNTER TAGE BALD NICHT MEHR MÖGLICH

Ende 2018 ist Schluß

Das Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop soll zum Pumpspeicher-Kraftwerk unter Tage umgebaut werden

Sagen Sie uns Ihre Meinung, was Sie von dem Projekt halten.


Prof.Dr. Andre´Niemann, Uni Duisburg-Essen:

Die Zeit drängt, da am 21.12.2018 die letzte Kohle auf Prosper-Haniel gefördert wird und dann droht die Schachtver-füllung

Ein Unterflur-Pump-speicherkraftwerk auf Prosper-Haniel könnte den Spitzenlaststrom für Bottrop liefern

Der Schacht Franz an der Fernewaldstr. in Bottrop wird seit einigen Jahren von Wissenschaft-lern der Universität Duisburg-Essen untersucht, um herauszu-finden, ob dieser sich für den Einbau eines sog. Unterflur-Pump-speicher-Kraftwerkes unter Tage eignet. Es handelt sich um ein Projekt, welches es in Deutsch-land bisher noch nicht gibt. Die Forscher sind mittlerweilen zu der Erkenntnis gekommen, dass man den Schacht dafür nutzen kann.  

In drei Jahren ist alles zurückgebaut

Was ist eigentlich ein Pump-speicherkraftwerk unter Tage? Wir hatten diese Frage bereits in unserem Jahrbuch 2017 beant-wortet. Für diejenigen Leser/ innen, die nicht Mitglied unseres Verbandes  sind, erläutern wir das Prinzip daher nochmals in aller Kürze: aus einer Fallhöhe von 600 Metern ergießt sich Wasser von der Bergehalde Prosper über Rohre in den 1.200 Meter tiefen Schacht. Aufgefangen wird das Wasser unter Tage in riesigen Auffangbecken. Pumpen, die im Schacht hängen, pumpen das Wasser Nachts wieder in die Höhe, weil der Strom dann günsti-ger ist. Das Bergwerk bietet in Bezug auf die Fallhöhe ideale Bedingungen.

Niederflur-Pumpspeicherkraftwerk Prosper-Haniel, Illustration: thingamajiggs, fotolia-Kauf

Gerade in Zeiten starker Energieschwankungen dank des Öko-Zappelstroms kann ein Pumpspeicherkraftwerk blitzschnell solche Schwankungen kurzfristig ausgleichen. 80.000 Haus-halte könnten in Bottrop für vier Stunden anständig mit Strom versorgt werden. Und einige Wartungsmannschaften des Bergwerks könnten auch noch ihre Jobs behalten. Aber wie immer fehlt es bisher am Geld. Die Rede ist von rd. 250 bis 300 Mio. EUR. Das ist aber in Bezug auf die jährlich gezahlten Subventionen für Öko-Strom in Höhe von rd. 24 Mrd. EUR eigentlich nicht zu hoch. Wenn man den Ausbau der Windkraftanlagen zurückfahren würde, wäre genügend Geld vorhanden, dass die Bundesregierung bereitstellen könnte. Und es würde sich ausnahmsweise einmal um die Erzeugung eines regenerativen Energieträgers handeln, der auch tatsächlich zuverlässig und ohne  Schwankungen Strom produzieren würde. Einen kleinen, aber nicht unbedeutenden Nebeneffekt hätte der Bau eines Pumpspeicherkraftwerks in einem Berg-werk auch noch: der Zugang zu den unverritzten Kohle-lagerstätten wäre immer noch möglich. Prof. Dr. Andre´ Niemann  kündigte an, die verbleibende Zeit nutzen zu wollen, um intensiv mit der RAG, der Landesregierung und weiteren Akteuren zu verhandeln. Es wäre jammerschade, wenn diese einmalige Chance ungenutzt bleiben würde.      

Quellenhinweise:

Niemann, Andre`: Pumpspeicher- eine bekannte Technologie in neuen Um-gebungen, Vortrag 2014, Universität-Duisburg-Essen; WAZ vom 16.8.2018, Bergbau-Information vom 20.08.2018 sowie RK-Redaktion vom 09.09.2018

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Klima: EU will C02 nunmehr um 45 % bis 2030 absenken

Deutsche Wirtschaft kritisiert den Vorstoß

Hoffnungsloses Unterfangen

Der Hauptgeschäftsführer der Deut-schen Industrie, Holger Lösch, sieht den neuerlichen Vorstoß der EU kri-tisch. Diese will den CO2-Ausstoß an-statt wie vereinbart um 40 % nun-mehr um 45 % bis 2030 absenken. Das dieses Unterfangen hoffnungs-los zum scheitern verurteilt ist an-gesichts des Zubaus von rd. 2000 neuen Kohlekraftwerken in China und Indien in nächster Zeit (siehe unseren Newsletter vom Juli d.J.) und der Tatsache, dass die von Menschen verursachten CO2-Emissionen einen verschwindend geringen Einfluss auf die Erderwärmung  hat, kann man gar nicht oft genug betonen.  Die ehr-geizigen Ziele der EU werden weder siginifikant die C02-Emissionen redu-zieren noch den Klimawandel ver-hindern. Dafür steigen aber die Stromkosten immer weiter und ge-fährden auf diese Weise die Wett-bewerbsfähigkeit der deutschen Mitt-elstandswirtschaft. Leider hält sich die Mär vor den Folgen einer Klima-erwärmung um mehr als 1,5 Grad hartnäckig, da dann angeblich ein Kipppunkt erreicht  werden würde, ab dem eine Klimaveränderung nicht mehr beherrschbar ist. Prof. Dr. Sinn entlarvt diesen modernen Aber-glauben.

Energiewende mit der Kettensäge

Fakten

Treibhausgase wie das C02, Methan (CH4) und Lachgas (N2O) sind Spuren-gase, die die Eigen-schaft besitzen, von der Erdober-fläche emittierte Wärmestrahlung zu absorbieren und damit die Atmo-sphäre zu erwärm-en. Sie sind daher die Voraussetzung für jedes Leben auf der Erde, da es ansonsten perma-nent -18 Grad kalt wäre. Ohne C02 gebe es keine Pflanzen und ohne Pflanzen keinen Sauerstoff. Die Erhöhung der C02-Konzentrationen in der Atmosphäre in den letzten 20 Jahren haben bisher nicht zu einer Erhöhung der mittleren Global-temperatur ge-führt. 93,72 % der C02-Emissionen sind natürlichen Ursprungs. 

Umwelt

Anstatt die Umwelt zu schützen, wird diese durch den Ausbau von Windkraftanlagen massiv zerstört. In deutschen Natur-schutzgebieten findet seit Jahren ein wahres Ketten-sägenmassaker statt, um für Wind-räder eine Schneise in die Wälder zu schlagen. Zusätzlich muß jede Menge Beton verbaut werden. Wer aus rein wirtschaftlichen Gründen ganze Naturräume mit Industriebauten zubetoniert und den Blick verstellt, der muß natürlich einen höheren Zweck bemühen. Die Schlachtrufe „rettet den Wald“, „rettet das Fischsterben und  die Bären“, „Atomkraft, nein Danke!.“ sind Vergangenheit und taugen heute für eine Massenmobilisierung nichts mehr. Aber der neue Schlachtruf „rettet das Klima“ eignet sich bestens, um sich vor unan-genehmen Nach-fragen zu schützen. Für die Klimarettung geben die meisten in der Tat ihre letzten Kröten her, die übrigens auch mal auf der grünen Rett-ungsliste standen. Wir dagegen sagen: das Klima kann man nicht retten, die Umwelt dagegen schon. Fangen sie einfach bei sich an und benutzen sie seltener ihr Auto, fliegen sie weniger und verbrauchen sie weniger Plastikmüll und schon würden sie ihre Umwelt weniger belasten. Und wenn sie dann noch anstatt 3 Kinder nur noch ein Kind in die Welt setzen, dann wären sie fast schon ein Umweltretter/eine Umweltretterin.

Die EU

 Die europäische Union gilt als der Treiber des Pariser Klimaschutzab-kommens von 2015. In diesem haben sich die EU-Mitgliedsländer verpflichtet, ihren C02-Ausstoß bis 2030 um 40 % abzusenken, um die globale Erder-wärmung bei höchstens 2 Grad+ zu stoppen. Offen-sichtlich geht es den Damen und Herren aber nicht schnell genug. Daher kam jetzt die Forderung nach einer Absenkung auf 45 %. Die Bund-esregierung  will den C02-Ausstoß sogar bis 2020 um 40 % ab-senken. Berechnungsgrundlage bildet das Jahr 1990. Die Grünen fordern sogar, das der Klima-schutz im Grund-gesetz verankert werden müßte.  Die Sache hat allerdings einen Haken: Niemand weiß, ob und wann das Klima kippen könnte und Niemand hat einen Lösungsvor-schlag parat, wie man die Erderwärmung auf 2 Grad + stabil halten kann. Wir glauben nicht, dass man durch den Ausstieg aus den fossilen Energie-trägern die Erder-wärmung absenken oder verhindern kann. Der beste Beweis, warum der von Menschen verursachte C02-Ausstoß so gut wie keinen Einfluss auf das Klima hat, ist die Tatsache, das die mittlere Globaltemp-eratur in den letzten 20 Jahren nicht ge-stiegen ist, obschon sich der C02-Ausstoß mehr als verdreifacht hat.

our expertise



Was ist das klima ?

Das Klima ist der statistische Durch-schnitt aller mete-orologisch regel-mäßig wiederkehr-ender Zustände und Vorgänge der At-mosphäre an ein-em Ort und um-fasst lange Zeit-räume von in der Regel mindestens 30 Jahren. Damit beschreibt es die Gesamtheit aller an einem Ort möglich-en Wetterzustände, einschließlich ihrer typischen Aufein-anderfolge sowie ihrer tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Mit anderen Worten: es handelt sich um eine statistische Vergangenheits-betrachtung. Und daraus folgt, dass man die Vergangen-heit nicht retten kann.



Folgen

Würde man die Ab-senkung des C02-Aus-stosses wie geplant vor-antreiben, hätte dies massive Auswirkungen auf die Wirtschaft, auf die Beschäftigten und die gesamte Bevölker-ung. Die Strompreise müßten erheblich er-höht werden, weil die Subventionen steigen würden. Hinzu kommen die Kosten für weitere Hochspannungsleit-ungen, die den Wind-strom in den Süden transportieren sollen. Die Versorgungssicher-heit wäre durch die Zu-nahme des Zappel-stroms gefährdet und Tausende von Mitarbeit-ern in den Braunkohle-revieren und in den Kraftwerken würden ihre Arbeitsplätze verlieren. Die Wettbewerbsfähig-keit wäre gefährdet, da andere Staaten sich nicht an das Pariser Klimaschutzabkommen halten müssen. Und das alles nur, um die C02-Emissionen in Deutsch-land gerade einmal um 0,01 % abzusenken. Welch ein Wahnsinn.

Quellenhinweise:

Hamburger Abendblatt vom 22.08.2018 und 23.08.2018; Limburg, Michael: Klimahysterie- was ist dran?, Jena 2009, S. 40, Jahrbuch für Energiepolitik und Montankultur, Revierkohle (Hrsg.), Hamburg 2017, S. 44 f;  Wendt, Alexander: Der Grüne Blackout – warum die Energiewende nicht funktionieren kann, München 2014, S. 66 ff sowie RK-Redaktion vom 10.09.2018  

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