Umweltbehörde Hamburg sucht Klimaretter

mit ideologisch eingefärbtem Rahmenprogramm vom 20.bis 27. September 2020 inclusive

umweltfreundlich und sicher – leider nicht

Mit nach Kriegsrethorik klingenden Schlagwörtern kommt das Rahmenprogramm der Hamburger Umweltbehörde für die sog. Klimawoche daher. Diese soll vom 20. bis 27. Sept. 2020 auf dem Hamburger Rathausmarkt zelebriert werden.

Da wird z.B. am 22.9.2020 unheilschwanger die Frage gestellt: “ wer sabotiert die Energiewende?“  Und tags darauf wird unter dem Themenmotto „Klima und Flucht“ schon im Titel ein Zusammen-hang hergestellt, den es gar nicht geben kann, da die meisten Fluchtursachen politischer Natur sind.  Und noch dreister und einseitiger wird am 25.9.2020 das Thema erörtert „was grüne Wirtschaft besser kann“. Als wenn es da überhaupt irgend etwas geben würde, dass besser wäre als unsere derzeitig noch funktionierende Versorgungssicherheit.

Und da ja bekanntermaßen Alles mit Allem zusammenhängt, wird die Klimawoche in Hamburg natürlich auch das Thema Essen und Trinken, Artensterben und Massentierhaltung gleich mit abarbeiten.

Und einen Schuldigen für die Klimaerwärmung hat man natürlich auch schon seit Jahren parat: die C02-Emissionen. 

Dabei kommen so ellustre „Experten“ wie Frau Sandra Sprenger von der Uni Hamburg (Pädagogin), Bürgermeister Peter Tschentscher (Laborarzt), Maja Göpel ( promovierte pol. Ökonomien und Medien-wirtin), Anjes Tjarks ( Lehrer und Mitglied der Grünen)   sowie die unvermeidliche Claudia Kemfert (Wirtschaftswissenschaftlerin des Deutschen Instituts der Wirtschaft) zu Wort. Irgendwelche kritischen (tatsächlichen) Fachleute sucht man auf der Teilnehm-erliste vergeblich.

Das ist politisch auch so gewollt, denn die Veranstaltung folgt inhaltlich schließlich der von der EU entwickelten sog. Roadmap in Verbindung mit der in Deutschland umzusetzenden  Agenda 2030.  Dort wird das Propaganda-Ziel der C02-Reduzierung auf 0% bis 2050 didaktisch in viele kleine Bausteine heruntergebrochen und in jede Bildungseinrichtung hineingekippt. Und zwar so lange, bis auch der letzte Depp kapiert hat, das die Klimakatastrophe bevor-steht, wenn „wir“ so weiter machen.  

Begleitet wird diese Truppe wie üblich von Klimawarnern aller Coleur von Greenpace, Grüne, Bund, FFF,  Extension Rebellion, Ev. Kirche , Kath. Kirche (seit Neuestem), Edmund-Siemers-Stiftung, Uni Hamburg  u.a anderen besorgten Bürgerinnen und Bürgern.  Dazwischen junge und ältere Menschen, die sich ihre Sorgen amtlich bestätigen lassen werden. So weit, so schlecht.

Angeblich sollen die Bildungsbausteine der Vereinten Nationen, die in Hamburg bei Wein, Weib, Gesang und Alsterdampfer-Aus-flugsfahrt vorgestellt werden, dazu bei-tragen, dass das Klima besser geschützt wird und das Gesellschaftsklima gleich mit. Und zwar diskriminierungsfrei und gerecht, so die gute Carla Wichmann. Ihres Zeichens Koordinatorin der Hamburger Klimawoche. 

Und wem es da zu langweilig werden sollte, der  kann während dieser Woche auch die parallel laufende Veranstaltung „Wetter. Wasser.Waterkant“ besuchen.

Und auch die Hamburger Umweltbehörde lässt sich nicht lumpen: wer von Februar bis Mai d.J. kräftig C02 eingespart hat, kann sich zum Klimaretter auserwählen lassen und bekommt dafür 200 EUR pro Monat als Belohnung. Als wenn diese Aktion irgend einen Einfluss auf die C02-Emissionen oder gar auf das Klima hätte. Irre, aber wahr.  

auch diese von uns kritisierte Dame wird bei der Klimawoche dabei sein: Prof. Dr. Sandra Sprenger von der Uni Hamburg, Foto: youtube

Eine junge Künstlergruppe wird in einer Straßenaktion sogar die „Klimagerechtig-keit“ kreativ performen. Und zum Abschluß sollen Schülerinnen und Schüler ein gemeinsam erarbeitetes  Commitment sowohl auf dem Rathausmarkt als auch in den Schulen vortragen und erläutern, wie sie sich den Klimaschutz und die Klima-gerechtigkeit vorstellen.

Die Ärmsten, können wir da nur sagen. Aber vielleicht werfen die Schülerinnen und Schüler bis zum Beginn der Heilswoche noch einen Blick auf unsere Seite und lesen sich ein paar Fakten an. Das könnte helfen, kritischer zu werden. 

nimmt die Behauptungen der Klimawarner in seinem neuesten Buch " Energie und Klima- Chancen, Risiken und Mythen" auseinander: der Physiker Prof. Dr. Horst Lüdecke, Foto: Privat

auch wir haben Antworten parat

nicht erst seit Gestern beschäftigen wir uns intensiv mit den Folgen der von uns unterstützten und eingesetzten fossilen Energieträger. Auch wir haben uns die Frage zu stellen, ob die Klimawarner recht haben könnten. Unsere Antwort fällt auch nach Jahren der Auseinander-setzung immer noch gleich aus: sie haben nicht recht. Hierzu haben wir in mehreren Beiträgen Stellung genommen.

Klimawandel ist immer

schadet uns das Spurengas Kohlenstoffdioxid wirklich und was hat der Klimawandel damit zu tun ?

Um diese Frage(n) zu beantworten,  muß man die Fakten nicht nur kennen, sondern diese auch für richtig halten, sonst landet man immer auf der Gefühlsebene. Dann verwischt schnell der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Zur Wirklichkeit gehört, dass man das Klima nicht schützen kann, da dieses eine statistische Vergangenheitsbetrachtung von regionalen Wetterereignissen auf der ganzen Welt der letzten 30 Jahre darstellt. Und zwar im arithemtischen Mittelwert betrachtet. Meteorologen bedienen sich dieser simulierten Durchschnittswerte, um festzustellen, ob sich das Klima signifikant im Ablauf von Jahrhunderten ändert. Und eine solche Änderung hat es seit Beginn der Industrialisierung um 1850 tatsächlich gegeben.

Die globale Durchschnittstemperatur ist seither um rd. 1 Grad Celsius gestiegen. Wohlgemerkt: die globale Durchschnittstemperatur ! Davon kann man aber nichts merken, weil wir nur das Wetter in der jeweiligen Region wahrnehmen können. Eine Zunahme von Extremwettereignissen oder gar ein bevorstehendes umkippen des Klimas, wie Prof. Dr. Lativ von der Uni Kiel gerne heraufbeschwört, konnten die Meteorologen und Physiker bisher nicht feststellen. Eben so auch nicht, wie hoch der von Menschen durch Verbrennung fossiler Energien verursachte Einfluss auf die Klimaerwärmung ist. Dabei muß berücksichtigt werden, das der Anteil von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre als auch die Temperaturveränderungen in den letzten 10.000 Jahren wesentlich höher waren als heute. Die Folge: die Vegetation blühte üppig. Die Sahara grünte vor 6000 Jahren. Ebenso Grönland. Kältezeiten dagegen führten regelmäßig zu Kälte-und Hungertoten.

Ein weiterer Fakt ist, dass die Atmosphäre nur 0,038 % C02 enthält. Das entspricht rd. 400 ppm.  Das bedeutet, das auf 10.000 Moleküle trockener Luft nur 4 C02-Moleküle kommen. Der Rest setzt sich zu 78,08 % aus Stickstoff, 20,95 % aus Sauerstoff und zu 0,93 % aus Argon zusammen. Temperatur-Zeitkurven zeigen, das die Erdoberfläche fast immer wärmer ist als die Luft. Und je höher die Luftschicht ist, desto kühler wird es. Die Atmosphäre ist daher fast nie ein Treibhaus, sondern fast immer ein Kühlhaus der Erdeoberfläche. Das hatte schon 1913 der Mineraloge Prof. Dr. Emanuel Kayser von der Uni Marburg herausgefunden. Er zeigte, dass die Temperaturänderungen vom Gesamtdruck der Luft abhängt und nicht vom C02-Partialdruck.  

Und noch ein wichtiger Fakt muß mitbedacht werden: Wind und Sonne stellen keine gesicherte Leistung zur Verfügung. Daher spricht man auch von volativem (schwankendem) Stromangebot. Großspeicher, die diesen produzierten Ökostrom zwischenspeichern könnten, gibt es nicht und wird es auch in naher Zukunft aus physikalisch-technischen Gründen nicht geben können.

Windkraftanlagen benötigen darüber hinaus viel Fläche und belasten die Umwelt, ohne das diese bisher irgendeinen Beitrag zur C02-Absenkung beigetragen haben. Für die geringe Leistung müssen die Bürgerinnen und Bürger viel Geld bezahlen. Weil sich die Windkraft wirtschaftlich nicht rechnet, subventioniert der Staat diese seit 2000 mit Steuergeld. Seit 2006 bis 2018 flossen rd. 224 Mrd. EUR in die Energiewende. Allein in 2019 rd. 24 Mrd. EUR. Ohne Netzausbaukosten!  Und wenn wieder mal zu wenig Wind weht und Nachts die Sonne nicht scheint, müssen unsere oder die ausländischen Kohle-und Gaskraftwerke die Bedarfslücke decken. Und das ist fast jeden Tag so. Kann man beim Netzbetreiber  Entso-E  unter dem Stichwort monatlicher Lastgang nachlesen.

Und noch etwas: auch Windkraftanlagen können ohne fossile Energien nicht hergestellt werden. Genau so wie Ihr i-Phone, Ihr Auto,  Ihr Haus, Ihre Straßen, Ihre Klamotten, Ihre Wohungseinrichtung sowie Ihre Lebensmittel. Der Deutsche Steinkohlenbergbau hat insofern über Jahrzehnte dafür gesorgt, dass Sie heute einen solch enormen Wohlstand genießen können. Das sollten Sie würdigen!

Quellenhinweise:

Lüdecke, Horst-Joachim: Energie und Klima- Chanc-en, Risiken und Mythen, 4. Auflg., Tübingen 2020, 221 Seiten; Puls, Klaus-Eckart: Wetter, Witterung, Klima- Verwirrung für alle Zeiten ?in: Eike.de vom 02.05. 2020; Stehlik, Gerhard: Wa-rum C02 die wichtigste kühlende chemische Strukt ur ist; Skript zur Anhörung im Landtag von NRW , Hanau 2020, S.2; Hopf-erwieser, Walter: Wem nützt die Klimakrise ?, in: Eike.de vom 16.03.2020; Hamburg Wochenblatt vom 29.04.2020 und 05.08. 2020; N.N.: Mitmachen! Klimaretter gesucht, in: Pressestelle der Behörde für Umwelt und Energie Hamburg vom 20.01.2020; Klimaretter.de, Hamburg 2020 ohne Datum; Capital vom 24.02.2020; 12. Ham-burger Klimawoche: Pro-grammübersicht vom 15.6. 2020 sowie RK-Redaktion vom 18.08.2020

Headerfoto oben:

Senatsamt, Pressestelle der Stadt Hamburg; links darunter: pixabay.com; rechts darunter und Illu-stration ganz unten: Gerd Altmann, pixabay.com

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