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die Kohle geht – und warum sie trotzdem bleibt

die kohle geht 1

Rechtzeitig vor der nächsten Bundestagswahl und ein Jahr vor dem endültigen Auslauf des Deutschen Stein-kohlenbergbaus haben wir eine leicht verständliche Broschüre herausgebracht, die deutlich machen soll, wie wichtig auch nach 2018 die Kohle noch sein wird.

Unser Anliegen ist, das Verständnis für den Erhalt und die Modernisierung der Kohlekraftwerke zu fördern. Denn ohne sie kann es auch in Zukunft keine ge-sicherte Energieversorgung  geben. Warum das so ist, haben wir anhand von 6 Eckpunkten herausgestellt.

Die Notwendigkeit für diese neue Info-Kampagne sehen wir darin begründet, das allzu viele Menschen glauben, mit dem Ende der deutschen Steinkohlen-produktion wäre der Weg in eine carbonfreie Zukunft eröffnet und dem Ausbau der Windkraft und Solar-energie würde nun nichts mehr im Wege stehen. Diesem Irrtum wollen wir argumentativ begegnen.

Die Broschüre erhalten Politiker, Wissenschaftler, Pressevertreter, Unternehmer und unsere Mitglieder kostenfrei.

Wir wollen gleichzeitig mit dem Märchen vom preis-werten und sicheren Öko-Strom aufräumen. Die En-ergiewende ist unserer Ansicht nach schon lange ge-scheitert, das will von den Verantwortlichen aus öko-nomischen und ideologischen Gründen aber Nie-mand wahrhaben. Daher bieten wir gleichzeitig auch unseren Info-Flyer „warum Windkraft keine Alter-native ist“ an. Er kann mit unserer neuen Broschüre über „vorstand@revierkohle.“ abgefordert werden.

Data Mining

energiewende

Ob wir mit unseren Argumenten recht haben oder nicht, können Sie gerne nachprüfen. Konfrontieren Sie Ihren Bundestagsabgeordneten mit unseren Argum-enten und schauen Sie, ob Sie eine ehrliche oder eher eine verschwurbelte Antwort erhalten. Und lassen Sie sich nicht von irgendwelchen Studien niedermachen, die unsere Meinung angeblich wiederlegen. Es gibt nicht eine einzige evidenzbasierte wissenschaftliche Studie, die die Richtigkeit unserer Aussagen ernsthaft in Frage stellen könnte.

Wir sagen daher: Schluß mit der verfehlten Energie-wende. Zurück zu einem realistischen Energiemix, wozu selbstverständlich auch die fossilen Energie-träger gehören, weil Öko-Strom großtechnisch nicht speicherbar ist. Denn eine Energiewende ohne Speich-er ist nicht machbar und mit Speicher nicht bezahlbar!

Wenn unsere Broschüre dazu beiträgt, Ihre Neu-gierde zu wecken, dann haben wir schon viel erreicht. Natürlich wissen wir auch, das ein solch komplexes Thema wie die Energieversorgung nicht auf 16 Seiten abschließend dargestellt werden kann, zumal es auch immer wieder um unterschiedliche Vorstellungen geht, wie die Versorgungssicherheit in der Zukunft bewerkstelligt werden soll. Daher bringen wir Monat für Monat redaktionelle Beiträge heraus, die sich mit einzelnen Aspekten der Energiepolitik beschäftigen. Und Sie können versichert sein, das wir in diesen Beirägen nicht die herrschende Pressemeinung wied-ergeben. Bestellen Sie daher heute noch unseren kostenfreien Newsletter. Wer es noch genauer wissen möchte, dem empfehlen wir den Bezug unseres Jahrbuches für Energiepolitik und Montankultur. Bestellungen können Sie über unseren Shop, über amazon oder als e-paper-Ausgabe über ebozon.de vornehmen (einfach das Stichwort „Revierkohle“ ein-geben).

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Fotos und Entwurf oben links: Revierkohle, rechts daneben: danleap, fotolia-Kauf, links: Revierkohle

 

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Trump: Wiederbelebung der Kohle

Trumps Parole „Amerika First“ soll zur Wiederbelebung der Kohleindustrie führen


pixabay


Wegen seiner Politik, seiner uneinsichtigen Art und seines völlig inakzeptablen Benehmens müßte mal jemand den Herrn Präsidenen ordentlich „picksen“. Wir haben das schon einmal symbolhaft gemacht:)

Gleichsam symbolhaft haben wir aber Herrn Trump einen lachenden Bergmann zur Seite gestellt, da es auch Gewinner der Trump-Politik zu geben scheint.

trump_InPixio

trump 3 grau

trump 2 blau

Quellenhinweise:

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30.06.2017, Heise.de/Newsticker vom 24.02.2017, The Weather Channel (weather.com) vom 05.04.2017, Augsburger Allgemeine vom 30.06.2017; Ebell, Myron, Burnett, Sterling, H.: Die Zeit ist reif für einen Neustart der Klimapolitik, in: Eike.de vom 24.06.2017 sowie RK-Redaktion vom 05.08.2017

Fotos: oben; pixabay.de; links unten: ZumaPress/ Imago, Retusche und Layoaut: Revierkohle 

Wenngleich der neue Präsident der Vereinigten Staat-en von Amerika zwar bisher so gut wie nichts auf die Reihe gebracht hat. In einem Punkt hat er aber unser volles Verständnis: die Abkehr vom Pariser Klimaab-kommen ist ein richtiger Schritt gewesen, da die Klimapolitik überall Schaden anrichtet, jede Menge Geld kostet und das Ziel, die nicht stattfindende Klimaerwärmung auf bis zu 1,5 Grad durch Absenk-ung des Co2-Ausstoßes zu begrenzen, völliger Mum-pitz ist. Trotz gewaltiger Ausgaben in den Klimaschutz konnte der Co2-Ausstoss bisher so gut wie gar nicht gesenkt werden. Warum auch, denn Co2 ist ein wichtiges Spurengas und kein Gift. Die Co2-Emission-en lagen vor rd. 30.000 Jahren übriens bei satten 1000 ppm. Heute liegt der Anteil des Co2 in der Luft gerade einmal bei 400 ppm. Das entspricht 0,04 % in der Atmosphäre. Bezogen auf 10.000 Luftmoleküle ist der Anteil 4: 10.000. Also fast nichts. Wir haben das in vielen Beiträgen immer wieder belegt. Auch die Klimaexperten vom Europäischen Institut für Klima und Energie sehen im Co2-Ausstoß, der durch Menschen verursacht wird, keinen Gefahr, die zu einer Klimaerwärmung führen könnte. Gefahren lauern vielmehr durch natürliche Veränderungen  wie z.B. Vulkanausbrüche oder Explosionen auf der Sonne.

Es ist daher nur richtig, das Donald Trump den Wind-kraftanlagenausbau drosselt und statt dessen die Produktion von Kohle, Öl und Erdgas wieder an-kurbelt. Den Climate Action-Plan des früheren US-Präsidenten Obama will Trump beseitigen. Das könnte für die Bergleute in den nächsten 7 Jahren zu enorm-en Lohnsteigerungen führen und damit das Wachs-tum in der Kohleregion von Pennsylvania im Osten  und Virginia im Westen der USA wieder in Gang bringen. Zudem soll die Kohletechnik verbessert werden. Wir sagen bewußt „könnte“, da die größte Herausforderung für die US-Bergbauindustrie nicht die Auflagen der Regierung bildet, sondern der durch Fracking erzielte derzeit außerordentlich niedrige Erd-gaspreis. Und an dieser Stelle wird deutlich, wie wider-sprüchlich und unberechenbar Donald Trump agiert. Er hat nämlich angekündigt, die Auflagen bei der Frackingproduktion von Schiefergas zu lockern. Damit  wird Erdgas noch billiger und die Kohle hätte das Nachsehen. Darüber hinaus ist der moderne Bergbau von Heute hochproduktiv und in vielen Bereichen automatisiert, so das in diesem Bereich nur wenige Facharbeiter und Dipl.-Ing. eine Chance haben, wieder in Lohn und Brot zu kommen. Gott sei Dank reichen die Öllagerstätten, die durch Fracking in porösem Schiefergestein erschlossen werden nicht so lange aus wie die Kohlelagerstätten. Sobald diese sich erschöpft haben, würde die Nachfrage nach der Kohle wieder anziehen. Die Lagerstätten in Amerika reichen nach Ansicht der US-Regierung für rd. 250 Jahre. Zeit ge-nug, sich bis dahin auf andere Energiegewinnungs-techniken zu spezialisieren.

Trump will daher alle Beschränkungen für den Bau neuer Kohlekraftwerke aufheben, die Atomindustrie wiederbeleben, eine neue Ölpipeline nach Mexiko bauen lassen und die Kohlenexporte erhöhen, um den Weltmarkt für Energie zu dominieren. Getreu seinem Leitspruch „Amerika First.“  Ob Herr Trump den Stellenwert der Kohle tatsächlich erkannt hat, wie einige Plakate von jubelnden Anhängern bei einer Rede in West Virginia, die die Aufschrift „Trump Digs Coal“ trugen, vermuten läßt, bleibt abzuwarten. Wie  die neue US-Regierung die Energiepolitik gestalten, will, hat diese auf der Seite des weißen Hauses ver-öffentlicht.

US-Energyplan

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USA steigen aus dem Pariser Klimaabkommen aus

US-Präsident Donald Trump beendet die Umverteilung von Vermögen unter dem Deckmantel der Klimarettung


Nuclear power station  silhouette with american flag, vector illustration


Man mag zu dem neuen US-Präsidenten Donald Trump stehen wie man will, aber eins kann man ihm nicht nachsagen: das er seine Wahlversprechen nicht einhält. Damit wollen wir allerdings keineswegs an-deuten, das wir den Stil und die politischen Inhalte der neuen  konservativen republikanischen Regierung für begrüßenswert halten. Ganz im Gegenteil. Herr Trump ist Populist, Protektionist, pathologischer Lügner und Egomane.*  Alles Eigenschaften, die einem amerikanischen Präsidenten und seinen weitreichenden Kompetenzen in einer globalisierten Welt nicht würdig sein sollten.  Aber in Sachen Klimapolitik hat er am 01.06.2017 ausnahmsweise einmal eine aus unserer Sicht wirklich historische Rede gehalten.

Donald Trump foto- michael vadon_InPixio

oben: US-Präsident Donald Trump

File:Donald Trump August 19, 2015 (cropped2).jpg, Michael Vadon, wikimedia commons

links: Rede des Präsi-denten zum Ausstiegs-beschluss aus dem Pari-ser Weltklimaabkommen von 2015

oil industry worker on blue background

Die amerikanischen Bergleute, die jahrelang durch den früheren US-Präsidenten Obama an den Pranger gestellt wurden, sehen nun wieder Licht am Ende des Tunnels.

Wie stark es für die 160.000-Mann-Branche in den nächsten Jahren wieder bergauf gehen wird, kann derzeit nicht zuverlässig gesagt werden. Wir sind da eher vorsichtig optimistisch, da der Rückschlag durch eine verfehlte Energiepolitik, wie sie auch in Deut-schland und vielen anderen Ländern betrieben wird, einige Jahre brauchen wird, um diesen wieder auszu-gleichen. Hinzu kommt, das der techn. Fortschritt auch vor dem amerikanischen Bergbau nicht halt machen wird und das es ausreichend grosse Kohle-Lagerstätten weltweit gibt. Darüber hinaus bleibt ab-zuwarten, wie sich der Ölpreis entwickeln wird. Ergo bedeutet das für die Zukunft, das auch trotz der aus unserer Sicht richtig gestellten Weichen ein weiterer Arbeitsplatzabbau droht.

What's next on the chalk board and US flag. Election concept

Und in dieser Rede, die Sie im beigefügten Videoclip mit deutscher Übersetzung einmal anhören sollten,  spricht der Präsident deutlich das aus, um was es bei der Energiewende wirklich geht. Nämlich – um mit den Worten von IPCC-Vertreter Prof. Dr. Otmar Edenhofer (PIK) vom 14.11.2010 zu sprechen- “ das wir durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen umverteilen. Man muss sich von der Illusion frei-machen, dass internationale Klimapolitik Umwelt-politik ist..“  Und genau gegen diese Umverteilung zu Lasten von Amerika wendet sich der Präsident und will diese nunmehr beenden. Daher die Aufkündigung des Pariser Weltklimabkommens von 2015.  Darüber hinaus legt der Präsident dar, warum er keinen evi-denzbasierten Zusammenhang zwischen  der Aus-bringung von antrophologisch verursachtem Co2 und der Klimaerwärmung erkennen kann. Im Sinne eines Verschwörungstheoretikers erklärt er (fälschlicher-weise), das die Hypothese vielmehr von den Chinesen aufgestellt worden sei, um Amerika zu schaden. Das ist natürlich dummes Zeug, weil Deutschland damit anfing, in dem die Bundesregierung Anfang 2000 das technologische Know How für die Herstellung von Sonnenkollektoren sowie reichlich Subventionen der chinesischen Industrie zur Verfügung stellte. Das war der Beginn vom Ende der deutschen Solarwirtschaft. Die amerikanische Photovoltaik-Wirtschaft wurde durch den Import von billigen chinesischen Photo-voltaikplatten zwar auch arg gebeutelt, das aber erst in den letzten 3-4 Jahren.  Die Kohle-und Automobil-industrie traf es wegen der Klimapolitik von Obama viel grausamer.   Aber dem neuen Präsidenten geht es neben der Stärkung der amerikanischen Wirtschaft auch um eine Umkehr in der Klimapolitik, weil er den Kampf gegen den Klimawandel (2 Grad-Ziel) als einen Kampf gegen einen imaginären Gegner ansieht, der real nicht existiert. Klimaerwärmungen, so der Präsident, hat es zu allen Zeiten gegegeben.

Mit seiner Entscheidung, aus dem Pariser Klimaab-kommen auszuscheiden, hat der Präsident einen un-schätzbaren Wettbewerbsvorteil für sein Land ge-schaffen. Man wird abwarten müssen, ob nun die Konzerne dies würdigen und ihre Standorte nach Amerika verlegen werden, um dort eine neue Job-maschine in Gang zu setzen. Und ebenfalls wird man abwarten müssen, ob es der neuen US-Regierung ge-lingen wird, die kritischen einheimischen Konzerne  und Gouverneure zu überzeugen.  Von der Börse ist die Entscheidung von Trump im ersten Step positiv aufgenommen worden. Die Kurse der Öl-und Automobilanbieter stiegen.

Allerdings kann auch der US-Präsident nicht sogleich aus dem von Anfang an unsinnigem und zahnlosem Pariser Abkommen aussteigen, sondern erst 2020 aufgrund entsprechender Vertragsklauseln. Hingegen könnnte Trump aus der Klima-Rahmenkonvention der Vereinten Nationen, die seit 1994 in Kraft ist, um-gehend ausscheiden. Das Pariser Klimaabkommen ist aus unserer Sicht deshalb unsinnig, weil es unterstellt, dass das Klima in Gefahr wäre und ein irrreversibler Kipppunkt eintreten würde, wenn es die Welt nicht schafft,  die unterstellte Klimaerwärmung bis 2040  auf 1,5 bis 2 Grad zu begrenzen. Zwischen 2045 und 2060 sollen alle Kohlenstoffdioxide und Treibhaus-gase auf Null zurückgefahren werden. Wie wir schon mehrfach ausführlich dargelegt haben, halten wir diese Forderung für starken Tobak, weil im Prinzip nur Mrd. Euros an unterentwickelte Länder gehen sollen, damit die Windkraft-und Photovoltaik-Lobby wieder neue risikofreie Investitionschancen erhält. Um nichts anderes geht es. Denn kein Wissenschaftler konnte bisher schlüssig nachweisen, das eine Klimaerwärm-ung stattfindet, die signifikant auf das vom Menschen verursachte Co2 zurückzuführen wäre. Eine Welt ohne Co2 wäre obendrein nicht mehr überlebensfähig. Kann man in jedem Schulbuch nachlesen. Der neue Leiter der US-Umweltschutzbehörde, Scott Pruitt, nennt die sog. Klimaschützer daher auch Klima-Üb-ertreiber. In einer Stellungnahme vom 2.6.2017 hat er darauf hingewiesen, das es äußerst schwierig sei, präzise nachzuweisen, wie stark der Einfluss des Menschen auf das Klima ist und ob dieser Einfluss einen existenzell bedrohlichen Charakter hat.

Und mit welchen Mitteln das Klima sanktioniert werden soll, falls es sich nicht an das 2 Grad-Ziel zu halten gedenkt, bleibt in dem Pariser Abkommen offen. Daher hat man auf Sanktionen auch gleich ganz verzichtet. Man ahnte offensichtlich, das das Klima doch wohl machen wird, was es will. Aber um dem Bürger das Geld aus der Tasche ziehen zu können, braucht man immer drei Dinge: Angst, eine Lösung und ein Gesetz. Letzteres für diejenigen, die der „Lösung“ nicht freiwillig folgen mögen.

Wie sagte es der von uns erwähnte  Prof. Dr. Otmar Edenhofer in 2010 so schön? “ Klimapolitik hat mit Umweltpolitik, dem Waldsterben oder das Ozonloch fast nichts zu tun.“  Das sieht der neue US-Präsident offensichtlich genau so.

Quellenhinweise:

N.N. : 2/10 Grad-Absenkung bis 2100, glauben Sie mir.. in: europäisches Institut für Klima und Energie, Eike.de. vom 2.6.2017; Der Tagesspiegel vom 1.6.2017; Hamburger Abendblatt vom 1.6.2017; WAZ vom 01.06.2017; Neue Züricher Zeitung vom 14.11.2010 ( Edenhofer-Zitat) , ZDF-Mediathek vom 02.06.2017 sowie RK-Redaktion vom 3.6.2017             

* vgl.hz. FAZ vom 6.5.2016; Welt 24.de vom 22.3.2017 und Spiegel, Nr. 38/2016

Fotos: oben: teymur, fotolia-Kauf; Präs. Donald Trump: Michael Vadon, wikimedia commons;  Begmann: fotolia-Kauf; Waht´s Next ?: mars58, fotolia-Kauf

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ohne Kohle weltweit kein gutes Leben

Trotz Pariser Klimaabkommen wird die Kohle weltweit in den kommenden Jahrzehnten weiter eine wichtige Rolle spielen und sogar an Bedeutung gewinnen, wenn die Weltbevölkerung nicht drastisch sinkt

Vor allem für Länder wie China, Indien und Brasilien, die sich zum Industrieland aufgeschwungen haben, wird die Kohle eine Schlüsselrolle zur Entwicklung der Volkswirtschaften und der Energiemärkte in den nächsten Jahrzehnten einnehmen, da sie preiswert und in ausreichenden Mengen gefördert werden kann. Sie leistet auch in den Entwicklungsländern einen wichtigen Beitrag, um die Energiearmut zu bekämpfen. Wirtschaftlicher Wohlstand ist aber nicht nur von einer Erhöhung des Bruttosozialpro- duktes abhängig, sondern auch von einer gerechter- en Verteilung des Vermögens, einer guten Infra- struktur, besserer Bildung sowie von den Ress- ourcen. Und da Kohle bekanntermaßen eine end- liche Ressource ist, stellt sich die Frage, wieviel Menschen auf der Erde auf längere Sicht betrachtet ein gutes Leben ermöglicht werden kann, da fast jedes erstellte Gut mit Hilfe der Kohle produziert wird.       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vgl.hz.a. Handelsblatt vom 15.09.2014; NATUR-Magazin vom 7.7.2015, FAZ vom 31.01.2016; Zeit-Online vom 13.09.2016; WAZ vom 08.05.2012 und 13.09.2016 sowie RK-Redaktion vom 11.10.2016

Fotonachweis: oben: Catapillar, fotolia-Kauf, Statistiken: Internationale Energie-Agentur, rechts: Bundeszentrale für politische Bildung  

Die Frage, in welchem Verhältnis die Weltbevölkerung in Bezug auf endliche Ressourcen ( Land, Boden-schätze, Lebensmittel etc.) wachsen und gleichzeitig am Wohlstand teilnehmen kann, ist eine uralte Frage und wird wohl auch in Zukunft nicht abschließend be- antwortet werden können, da sich das Verständnis für Wohlstand  immer wieder ändert. Zwar wünschen sich die Menschen in den weniger entwickelten Ländern den gleichen materiellen Wohlstand, wie er in  Europa als normal angesehen wird, aber die Grenzen des Wachstums sind nicht erst seit einer Warnung des Club of Rome im Jahre 1972 sichtbar. Aber egal wie man Wachstum und Wohlstand definiert: wenn die Weltbevölkerung weiter so rasant wächst wie bisher, dann muß die technische Effizienz erhöht werden, damit es nicht zu noch größerer Armut in der Welt kommt. Zählte die Stiftung Weltbevölkerung zum 1.1. 2016 noch 7,391 Mrd. Menschen auf der Welt ( 82 Mio. mehr als in 2014 !), so rechnen die Vereinten Nationen für 2100 bereits mit 11,2 Mrd. Menschen. Die Beschleunigung vollzieht sich mangels Bildung, Aufklärung, Korruption, fehlendem Sozialsystem etc. hauptsächlich in den Entwicklungsländern. Jede Se- kunde werden weltweit 2,6 Menschen geboren. Und alle diese Menschen benötigen Essen und Trinken, ein Dach über dem Kopf und Wärme. Und werden weltweit immer älter.

Welche Folgen das für den Energieverbrauch hat, zei- gen die beiden Statistiken links. In Asien ist der Kohle- bedarf von rd. 15 Mio. T SKE in 1990 auf rd. 100 Mio. T SKE in 2016 angestiegen und in Indien ist der Bedarf von 340 auf 550 Mio T SKE p.A. angestiegen. Tendenz steigend. Von den Umweltfolgen ganz zu schweigen, da die Kohlekraftwerke in China, Asien und Indien meistens älter als 20 Jahre alt sind und damit  keines- wegs mit den modernen Kraftwerken nach europä- ischem Standard  verglichen werden können. Neue Kraftwerke wären deutlich wirksamer und könnten alle umweltschädlichen Nebenprodukte, die bei der Verbrennung anfallen, zu 98 % eliminieren.

Das würde bedeuten, das man aus weniger Kohle mehr Energie sprich Strom erzeugen könnte. Mehr Strom bedeutet mehr Wohlstand für alle. Aber auch dieses mehr ist nicht unendlich ausweitbar. Der Club of Rome hat daher erneut seine Stimme erhoben und fordert einen radikalen Umbau der Volkswirtschaften. Hierzu würde nach Ansicht des Expertengremiums die 1-Kind-Politik, die Begrenzung des wirtschaftlichen Wachstums auf 1 % p.A. , die Erhöhung des Renten- eintrittsalters auf 70 Jahre sowie die höhere Besteuer- ung für ungesunde Produkte gehören. Die 1-Kind-Politik sollte durch eine Prämienzahlung für Kinder-losigkeit gefördert werden.  Einen wichtigen Beitrag zum Umbau der Volkswirtschaften sieht der Club of Rome in einer Abkehr vom Freihandel sowie von marktradikalen Ideologien. Die Experten fordern also genau das Gegenteil dessen, was zur Zeit passiert und zeigen damit, das sie ihrer Zeit wieder mal weit voraus sind. Das war in der Vergangenheit allerdings nicht immer so. Die düsteren Prognosen des Club of Rome wegen des befürchteten Klimawandels aufgrund von Co2-Emissionen haben sich z.B. nicht bewahrheitet. Deshalb muß man die Prognosen des Club of Rome auch mit einer gewissen Vorsicht zur Kenntnis nehm- en. Allerdings braucht man kein Experte zu sein, um zu begreifen, was passieren wird, wenn (wieder) nichts getan wird. Der Kampf um die Ressourcen wird zunehmen, die Flüchtlingszahlen und die Armut wird trotz besserer Technik steigen, da auch in nächster Zukunft nicht damit gerechnet werden kann, das man regenerative Energieträger im Industriemaßstab und zu angemessenen Kosten wird speichern können.

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