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Windkraft: Demo für windkraftfreie Landschaften

und für eine rationale Energie-und Klimapolitik

Design conference

Berlin-Demo

23.Mai 2019

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Das Aktionsbündnis Pro Natur und der Verein Vernunftkraft fordern ein Ende der politischen Märchenstunde, dass Strom aus Windkraftanlagen die Versorgungs-sicherheit gewährleisten könne. Am 23. Mai 2019 um 14.30 h wollen Sie daher vor dem Bundeskanzleramt ein Zeichen gegen die um sich greifende Klimahysterie setzen. Ihre Forderung “ Schluß mit dem zügellosen Ausbau der Windkraft“ unter-stützen wir uneingeschränkt und bitten alle Mitglieder, sich an dieser Demon-stration zu beteiligen. 

Strom aus Windkraftanlagen – die Faktenlage

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Die Kostenentwicklung für die Subvention-ierung regenerativer Energieträger läuft langsam aus dem Ruder. Laut Bundes-rechnungshof zahlen die Bürgerinnen und Bürger mittlerweile rd. 25 Mrd. EUR pro Jahr für die Energiewende. Diese Kosten stehen in keinem angemessenem Ver-hältnis zum Ertrag. Weder wird der C02-Ausstoß in Deutschland durch den wei-teren Zubau von Windkraftanlagen wesentlich abgesenkt, noch trägt die Windkraft zu einer sicheren Energiever-sorgung bei. Von den unvermeidlichen Kollateralschäden wie z.B. den Tod von Tausenden von Fledermäusen und Greif-vögeln pro Jahr und der Gesundheitsge-fährdung durch Infraschall einmal ganz abgesehen. Deshalb muß der Ausbau endlich gestoppt werden. 

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Mythus und Wahrheit über Windkraftanlagen

In Berlin  soll dem Bundeskanzleramt ein Kompendium für eine rataionale Energie-und Klimapolitik übergeben werden, die von der Initiative Vernunftkraft e.V. sowie von kritischen Bürgerinitiativen entwickelt wurde. Kinder wie Greta Thunberg und viele nichts ahnende Schülerinnen und Schüler werden aufgehetzt, um die Welt vor einer angeblich bevorstehend-en Kimakatastrophe zu retten. Auch gegen diesen politischen  Missbrauch wenden sich die Initiatoren. 

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CDU will EEG-Förderung einstellen

EEG Abschaffung

Rechtzeitig vor der nächsten Bundestagswahl am 24. Sept. 2017 will die CDU die fehlgeleitete Energie wende korrigieren. Sie plant das Ende des Erneuer- bare-Energien-Gesetz (EEG) für alle neuen Öko- stromanlagen bis 2021.

Die Verbraucher sollen mit Hilfe von neuen Fin- zanzierungsmodellen entlastet werden. Fairerweise muß man der CDU gegenüber eingestehen, das sie diese vernünftige Idee schon 2014 hatte. Damals hatte eine von der Bundesregierung ins Leben geruf- ene Expertenkommission unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Dietmar Harhoff von der Universität München in einem Gutachten festgestellt, das das EEG weder zum Klimaschutz beiträgt noch dazu führt, das im Tech- nologiebereich neuartige Technologien entwickelt werden würden. Vielmehr sorge das EEG dafür, das die Kosten für die Stromerzeugung  immer weiter stei- gen würden. Das gleiche sagen wir schon seit 2000. Nun aber kommt wieder Bewegung in das Thema.

Wahlkampfversprechen oder tatsächliche Einsicht in die Sinnlosigkeit der Energiewende ?

klima 2

Joachim Pfeiffer (CDU), seines Zeichens MdB und Vorsitzender des Bundesfachausschusses Finanzen, Wirtschaft und Energie, forderte bereits Ende 2016, das die Subventionen aufhören müssen. Wind-, Solar-und Biogasanlagen müßten künftig auf eigenen Beinen stehen. Sprich: sie müßten sich dem Wettbe- werb stellen.  Die CDU will nunmehr bis zur nächsten Wahlperiode ein Konzept entwickeln, das den Ausstieg aus der EEG-Förderung regeln soll.

Hewlett-Packard

Eine Verschärfung der Anforderungen gegenüber den Immobilienbesitzern hinsichtlich weiterer Dämmmaß-nahmen soll es auch nicht geben. Damit reagiert die CDU auf einen Beschwerde von Vertretern der Indu- strie. Erfreulich ist ferner an dem CDU-Positions- papier, das die Wettbewerbsbedingungen für die kon- ventionellen Stromerzeugungsarten  vereinheitlicht werden sollen, da die Industrie auf konkurrenzfähige Energiepreise angewiesen ist. Das könnte im Ergebnis dazu führen, das die Kohlekraftwerke stärker sub- ventioniert werden müssen. Kein Wunder, warum die Grünen der CDU vorwerfen, die Energiwende aus- bremsen zu wollen. Die vorangestellte Frage, ob es sich bei der Ausstiegs-Planung der CDU aus dem EEG um ein durchschaubares Wahlversprechen oder um eine tatsächliche Einsicht in die Notwendigkeit einer Abschaffung des EEG handelt, läßt sich leider nur mit einem faden „nein“ beantworten. Wirkliche Einsicht hat offensichtlich nur der Wirtschaftsflügel der CDU, dies aber wohl nur aus Kostengründen. Die Bundes- kanzlerin und weite Teile von CDU und SPD halten an der Energiewende nach wie vor eisern fest. Die CDU glaubt auch weiterhin wie die Grünen  beharrlich an das Wunder einer Großspeichertechnologie, die es angeblich ermöglichen wird, Strom aus regenerativen Energieträgern bedarfsgerecht speichern zu können. Dieser Glaube ist u.E. genau so irrational wie der Glaube, man könne den Anstieg der durchschnitt- lichen Jahrestemperatur, so sie denn stattfindet, auf 2 Grad für immer begrenzen.

Zwar will sich die CDU nicht in Gänze von ihrer ver- fehlten Energiewendepolitik verabschieden, aber man will zumindestens die Folgen dieser Politik für Ver- braucher und die Wirtschaft stärker berücksichtigen. Will heißen, das man ein Bedarfsmonitoring einführen will. Verändert sich die Bedarfslage, sollen auch die Ziele angepasst werden. Auch will man die Kritik des Bundesrechnungshofes an den aus dem Ruder laufenden Kosten für die Energiewende künftig ernst- er nehmen. Die Absage an Überlegungen zur Ein- führung einer Co2-Steuer ist mehr als vernünftig. Ansonsten hätte die CDU sicherlich nicht nur von Seiten der Industrie große Probleme bekommen, sondern schon aus rein plausiblen Gründen. Schließ- lich kann man keine Steuer erheben für etwas,  wofür es keinen Grund gibt. Denn es ist nun mal Fakt, das es keinen signifikanten und wissenschaftlich erhärteten Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und der Zunahme von menschlich verursachten Kohlenstoff- dioxid-Emissionen gibt. Das Klima macht schließlich seit 4,3 Mrd. Jahren eh was es will. Und vor 1000 Jahr- en waren die Co2-Emissionen übrigens deutlich höher als heute. Und da gab es uns Kohlenfreunde noch gar nicht.

Quellenhinweise:

top agrar-News vom 29.11.2016; PV-Magazine.de vom 19.01.2017; Focus vom 29.11.2016; FAZ vom 25.02.2014 und 19.01.2017 sowie RK-Redaktion vom 18.03.2017

Fotos: Bundestagsadler: svg, wikimedia; Der Umwelt zuliebe: VRD, fotolia-Kauf;

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Dank EEG steigt der Strompreis in 2017 schon wieder

2016 stieg die EEG-Umlage von 6,17 Cent auf 6,35 Cent. Von 2010 bis 2016 hat sich der Strompreis um mehr als 200 % erhöht. Und dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit seiner Lizenz zum Geld- drucken für Öko-Strom-Anbieter wird das auch so weitergehen. In 2017 soll der Strompreis nach einer Prognose des sog. Think-Tanks „Agora“ von 6,35 auf bis zu 7,3 Cent je kWh steigen. Für eine Durch- schnittsfamilie mit zwei Kindern und 3000 kWh Jahr- esverbrauch steigt der Strompreis somit um 44 EUR. Für Unternehmen hat die Erhöhung aber nicht so be scheidene  Auswirkungen. Sie bedroht langsam aber sicher den Industriestandort Deutschland.  

Da man unbeirrt weiter an die Klimaerwärmung durch Co2-Emissionen glaubt, die angeblich von Menschen verursacht wird, hält man an der zum Untergang ge- weihten Energiewende eisern fest. Koste es, was es wolle. Damit der Offshore-Windstrom vom Norden in den Süden weitertransportiert werden kann, benötigt man rd. 2800 km lange neue Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen. ( wir berichteten  hierüber bereits mehrmals) Da viele Bürger in Bayern und anderswo mit einer Verschandelung ihrer Land- schaft rechnen, fordern diese eine unterirdische Ver- legung der Kabeltrassen. Die Bundesregierung hat diesem, von CSU-Chef Horst Seehofer vorgetragenem Begehren nachgegeben, was zur Folge hat, das in die Verteilnetze rd. 50 Mrd. EUR bis 2032 investiert werden müssen, erklärte Stefan Kapferer, Vorsitzend- er des Energieverbandes BDEW. Die Kosten für Steuern, Abgaben und Umlagen haben sich in den letzten 18 Jahren vervierfacht und werden sich bis 2032 sicherlich verzehnfachen.

Über die EEG-Umlage wird die Differenz zwischen den staatlich für zwanzig Jahre lang garantierten höheren Abnahmepreisen von Ökostrom und dem Börsen- stromtarif bezahlt. Das bedeutet: je niedriger der Bör- senpreis, desto höher die Umlage und umgekehrt. Mit verschiedenen EEG-Umlagen finanzieren alle Verbrau- cher eine völlig verfehlte Energiepolitik. Trotz massiv- en Ausbaus der Windkraftanlagen auf mittlerweile rd. 32.000 Anlagen mit einer maximalen Nennleistung von 68.925 Megawatt (in Sept. 2016 lt. EEX-Strom- börse) stehen diese nur an vier Monaten im Jahr mit rd. 1.800 Volllastunden zur Verfügung. Acht Monate stehen die Anlagen mangels ausreichendem Wind still. Und für diesen Stillstand hat der Bürger allein in 2016  5,064 Mrd. EUR bezahlt. Für alle regenerativen Energieträger zusammen (incl. Netzausbau) sogar 22,3 Mrd. EUR. Der Erlös für den nicht bedarfsgerecht erzeugten Windstroms an der EEX-Börse in Leipzig belief sich in 2016 gerade einmal auf 225 Mio. EUR. Die restlichen 95,6 % zahlt der Stromverbraucher über seine Stromrechnung. Der Sachverständigenrat der Bundesregierung kommt denn auch folgerichtig zu der Erkenntnis, das es sich beim EEG um den größten Subventionstatbestand handelt, dem kein schlüssiges Gesamtkonzept zugrunde liegen würde. Auch wäre das EEG marktfern und würde keineswegs zu einer Abmilderung des Klimawandels beitragen.

Und wenn Sie jetzt denken, das eine Erhöhung auf 7,1 bis 7,3 Cent je kWh doch noch ganz moderat ausfällt, dann bedenken Sie bitte, das es sich hier nur um die Erhöhung für Privathaushalte handelt. Mittelstän- dische Betriebe haben mit ganz anderen (verbrauchs- und lastgangabhängigen) Kosten zu kämpfen. Aber auch Privathaushalte sollten sich nicht zu früh freuen. Denn zu den steigenden Netzentgelten kommen noch 19 % Umsatzsteuer, die Kraft-Wärme-Kopplungs-Um- lage, die Offshore-Umlage (Windkraftanlagen auf hoher See), Umlage für Netzgenteldbefreite stromint-ensive Unternehmen und die Umlage für abschalt- bare Lasten (die sog. Redispatch-Kosten für die Zu-und Abschaltung von Kraftwerken, weil Windkraft nicht ausreicht) hinzu.

Und vergessen Sie nicht die Kosten für die unterirdische Verlegung von Hochspannungsübertragungs-Gleich-stromleitungen, die bis 2030 noch einmal mit rd. 50 Mrd. EUR zu Buche schlagen werden. Die erwähnten Redispatsch-Kosten werden in den nächsten Jahren ebenfalls steigen, weil der Ausbau von Windkraftanlagen trotz Deckelung weitergeht. Damit müssen in gleichem Umfang konventionelle Kraftwerke bereitstehen, um einen Rückgang bzw. eine erhöhte Nachfrage umgehend ausgleichen zu können.  Wenn dann noch Kraftwerke endügltig abgeschaltet werden sollen, wie von Herrn Bundeswirtschaftsminister Gabriel, Verdi-Chef Bsirske, den Grünen, B.U.ND. und Greenpace gefordert, dann kann man nur noch sagen: gute Nacht, Deutschland.

Offensichtlich ahnt wohl aber auch die Bundesregierung, das ihre verfehlte Energiewendepolitik zu einem Versorgungseng- pass und zu einem Stromausfall grösseren Ausmasses führen könnte. Daher hat sie vorsorglich eine Bürgerinformation über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe herausgeben lassen, das mit Tips für Vorsorge und Selbsthilfe bei Stromausfall aufwartet. Wir denken, das solche Tips nur bedingt hilfreich sind, da ein Blackout von 2 bis 3 Wochen kaum eine geeignete Vorsorge ermöglicht. Sie können zwar Batterien, Kerzen, Nato-Esspackete, Schlafsäcke und See-Trinkwasser einlagern, aber bei einer vierköpfigen Familie dürfte der Platz kaum ausreichen. Und wer zur Miete wohnt, kann zwar eine Chemietoilette benutzen, aber die reicht maximal nur für den fünfmaligen Besuch…und dann ? Außerdem hält die Chemiekalie nur 6 Monate und muß dann ausgetauscht werden. Scheiss Spiel, gell ?

vgl.hz.a. Faulheber, Reinhold: Die Ermittlung der EEG-Umlage offenbart die katastrophale Unwirtschaftlichkeit gerade der Windkraft, in: EIKE.de vom 07.10.2016, FAZ vom 24.09.2016;  Focus vom 07.10.2016, FAZ vom 30.09.2016, Welt-N24.de vom 11.10.2016 sowie RK-Redaktion vom 12.10.2016

Fotonachweis: Kraftwerk Voerde, Revierkohle (rechts) oben links: fotolia-Kauf  

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RWE und E-ON wollen mit erneuerbaren Energien Milliarden verdienen

anstatt die Grundlastkraftwerke zu erneuern geht´s in die kuschelige Subventionswanne

Ende des Jahres will RWE seine neue grüne Tochter Innogy an die Börse bringen. E-ON strebt diesen Schritt mit der schwarzen Tochter Uniper im Sept- ember an. Die Startbedingungen für Uniper sind dank des EEG jedoch denkbar schlecht. Das Öko- Geschäft soll nun beide Konzerne retten.

Unter dem von der Bundesregierung erzeugten Druck und dank des EEG begann der Energieriese E-ON sich im März 2015 zu zerlegen. Kohle-und Atommeiler firm ieren seither unter dem Namen „Uniper.“ (siehe unsere Beiträge aus 2015 und 2016)

Der Energiekonzern RWE verknüpft mit dem Börsen- gang seiner neuen Tochter Innogy grosse Erwartung- en an das Öko-Zukunftsgeschäft. Geplant ist ein Er- gebnis vor Steuern (Ebitda genannt) in Höhe von 4,3 bis 4,7 Mrd.EUR. Im Zuge des Börsenganges ist eine Kapitalerhöhung von 10 % geplant. 40.000 der derzeit noch 60.000 Mitarbeiter werden zur Tochter verlegt. Wie E-ON kalkuliert das Unternehmen zunächst aber ebenfalls mit einem sinkenden Gewinn, da das Mutt- erhaus weiterhin die Kraftwerkssparte und den Ener- giehandel unterhält und ebenfalls Atomkraftwerke zurückbauen muss. Ferner sind die Kosten für die Endlagerung von Brennstäben zu bezahlen.  Die Ge- samterwartungen liegen daher zwischen 5,2 und 5,5 Mrd. an Umsatz für 2016. Das wäre ein viertel weniger als 2015. Größter Gewinnbringer soll das Netzgeschäft von Innogy werden. Hier erwartet RWE ein Ebitda von 2,5 bis 2,7 Mrd. EUR. Der subventionierte Ökostrom soll zwischen 600 und 800 Mio. EUR einbringen. Weil das wahrscheinlich nicht ausreichen wird, hat die Denkfabrik „Agora“ schon einmal vorsorglich eine weitere Kostenerhöhung bei der EEG-Umlage ins Ge- spräch gebracht. Im nächsten Jahr soll diese von 6,3 Ct/kWh auf 7,1 bis 7,3 Ct./kWh steigen. Von preis- dämpfender Wirkung der EEG-Umlage, wie sie Bund- eswirtschaftsminister Siechmar Gabriel noch 2013 vollmündig verkündete, kann schon lange keine Rede mehr sein, da der Ausbau regenerativer Energieträger, allen voran die Windkraft, ungebremst weitergeht. Es ist ein Fass ohne Boden und gehört abgeschafft. Ein kleines Trostpflaster bleibt für den Verbraucher dennoch übrig: durch Wechsel des Energieversorgers oder durch die Änderung des Tarifs kann man lt. dem Stromvergleichsportal Verivox bei einem 2-Personen-Haushalt und einem Durchschnittsverbrauch von 2.400 kWh/Jahr 22 % sparen. Das macht immerhin 172,00 EUR/Jahr aus. (766-594 EUR als durchschnitt- liche Berechnungsbasis)

vgl.hz.a. FAZ vom 01.08.2016; WAZ vom 11.08.2016; TAZ vom 11.08.2016, Die Welt vom 27.04.2015; Handelsblatt vom 20.07.2016; boerse.ard.de vom 10.08.2016 und RK-Redaktion vom 19.08.2016

Fotos: oben links: Windkraftanlage: Massimo Cavallo,fotolia-Kauf; Bundesadler: ferkelraggea, fotolia-Kauf, Karrikatur: Harm Bengen, Änderung und  Retusche: Revierkohle 

Während Uniper in der bisherigen E-ON-Zentrale in Düsseldorf bleibt, zog die Mutter zwischenzeitlich nach Essen um. Sozusagen in unmittelbarer Nachbar-schaft zum Konkurrenten RWE. Wer als Aktionär nun befürchtet, das ein Verdrängungskampf einsetzen wird, sollte sich mit den zukünftigen Gewinnbringern der Unternehmen näher beschäftigen. Dabei wird Er/ Sie entspannt feststellen, das beide Firmen in Zukunft in den Genuss fließender Geldströme dank des EEG und der öffentlichen Hand kommen werden. Denn E-ON und RWE setzen auf den Ausbau der regnerativ- en Energieträger nebst dazugehörenden Nebenge-schäften. Und die werden bekanntermaßen 20 Jahre lang subventioniert. Für E-ON dürfte es allerdings trotzdem schwierig werden, weil die neue Tochter Uniper schon vor dem Börsengang 2,93 Mrd.EUR an Verlusten eingefahren hat. Zusätzlich mußte wegen des defizitären Gasgeschäftes in 2015 eine Wertbe- richtigung vorgenommen werden. Die Anleger reag- ierten entsprechend verschnupft. Die E-ON-Aktie viel am 10.8.2016 um 5 % ins Minus. Der Gesamtumsatz ging im ersten Halbjahr 2016 um 11 % auf 20,25 Mrd. EUR zurück. Hoffnung auf Besserung dürfte es u.E. nicht geben, da die Kraftwerksunterhaltung sowie der Rückbau der Atommeiler Mrd. EUR verschlingt. Kritik- er sind der Ansicht, das die Gewinne aus dem Öko- Geschäft nicht reichen werden. Die bereits gebildeten Rücklagen für den AKW-Abriss halten sie ebenfalls für nicht ausreichend. Unabhängig von der Frage der Wirtschaftlichkeit werden die Grundlastkraftwerke dringend benötigt, da sie für die Aufrechterhaltung der Versorungssicherheit und der Netzstabilität un- abdingbar sind. Und sie arbeiten auch nicht unwirt- schaftlich. Warum sich der Betrieb dennoch immer weniger lohnt, liegt ausschließlich an den gesetzlichen Vorgaben des EEG. Dieses schreibt vor, das die rege- nerativen Energieträger bevorzugt und bedarfsunab- hängig ins Netz eingespeist werden müssen. Bei ein- em Überangebot des EE-Stroms fällt der Börsen- strompreis und die konventionellen Kraftwerke müss- en heruntergefahren werden. Das erhöht den Ver- schleiss und die Wartungskosten. Und nur wegen dieser gewollten Zwangssituation wird der Betrieb der Grundlastkraftwerke immer unwirtschaftlicher. E-ON und RWE haben auf diese Entwicklung durch Auf- spaltung reagiert, um einer Pleite zu entgehen und Tausende von Arbeitsplätzen zu retten. Ein aus unserer Sicht fragwürdiges Unterfangen.  Sinnvoller wäre es, die gesamte Kraftwerkswirtschaft zu ver- staatlichen, da es sich letztendlich um eine eminent wichtige Daseinsvorsorge für alle handelt, für die der Staat verantwortlich zeichnet.

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jetzt wird´s vernünftig: selbstgenutzter Solarstrom soll versteuert werden

die Bundesregierung erwartet Mehreinnahmen in Höhe von rd. 1,3 Mrd. EUR

Das hatte sich die junge Frau beim Einbau von Solar- panelen auf ihrem Einfamilienhaus sicherlich noch ganz anders gedacht: 20 Jahre satte Einspeisevergüt- ungen kassieren, normale Mietbewohner zahlen lassen und den selbst erzeugten Strom kostenlos  nutzen. Was will man mehr. Doch damit soll nun Schluß sein. Die Bundesregierung will die Ge- rechtigkeitslücke schließen. Zumindestens beim selbstgenutzten Solarstrom. 

Die Steuer auf selbstverbrauchten Solarstrom soll auf alle Anlagen bis zu zwei Megawatt Leistung erhoben werden. Die Bundesregierung erhofft sich dadurch zwischen 2018 und 2022 Mehreinnahmen von gut 1,3 Mrd. EUR. Kaum hatte Finanminister Schäuble seine Idee medienwirksam kundgetan, kam auch sogleich der Protest vom Bundesverband der Solarwirtschaft. Geschäftsführer Carsten Körnig protestierte gegen die beabsichtigte Solarstromsteuer, da seiner Ansicht nach rd. 100.000 Solaranlagen von Mittelständlern und Landwirten auf einen Schlag unwirtschaftlich wär- en, da aufgrund der Kürzungen bei den Einspeisever- gütungen die Anlagen sich nur noch wegen des selbst-genutzten Solarstroms lohnen würden. Bundesfinanz- minister Schäuble verteidigte jedoch sein Vorhaben, in dem er darauf hinwies, das die geplante Abgabe mit EU-Vorgaben übereinstimmen würde. Außerdem würde eine Freigrenze bis 20.000 kWh/Jahr eingeführt werden.

Die Besitzer von Solaranlagen müssen mit einer Solarsteuer für selbstgenutzten Strom von 2,5 Ct/kWh rechnen. Ausgenommen sind Betreiber von Kleinstanlagen. Damit dürfte der Einbau von Solarpanels für Eigenheimbesitz er, MIttelständler und Landwirte in Zukunft in der Tat unattraktiver werden. Und das ist auch gut so. Denn die Energiebilanz von Solarpanels im Hinblick auf das erklärte Ziel, Co2 reduzieren und das Klima retten zu wollen, ist verherrend. 80 % der heute in Deutschland eingebauten Solarpanels kommen aus China. Vor allem die Herstellung von ultrareinem Silizium ist unglaublich energieintensiv. Der Strom für die Herstellung stammt aus Kohlekraftwerken. Um einen Qudratmeter Solarpanels herstellen zu können, benötigt man nach Angaben der Pekinger Jiatong-Universität über 300 kg Kohle. Dabei werden 1100 kg Co2 freigesetzt. Die durchschnittliche Ausbeute der eingesetzten Panels liegt gerade einmal bei 86 Kilowattstunden pro Jahr. MIt zunehmendem Alter häufen sich darüber hinaus die Betriebsstörungen. Über die gesamte Lebensdauer von rd. 25 Jahren beträgt die Jahresstromproduktion nur etwa 2000 kWh pro Quadratmeter Solarpanel. Die Produktion hängt darüber hinaus davon ab, das ausreichend Sonnenenergie zur Verfügung steht. Ansonsten müssen fossile Kraftwerke bereit stehen, um die Stromversorgung zu sichern. Wenn man sich den Anteil der Solarenergie am Primärenergieverbrauch der Bundesrepublik anschaut, dann ist ein Anteil von einem Prozent (in 2015) absolut vernachlässigbar. Und von Nachhaltigkeit kann eh keine Rede sein.

vgl.hz.a. Frankfurter Rundschau vom 23.05.2016; ovb-online.de vom 27.05.2016; trialog-unternehmerblog.de vom 30.05.2016; Die Weltwoche vom 15.05.2014 sowie RK-Redaktion vom 17.06.2016 

Fotonachweis: Solarpanels mit Frau: Jürgen Fälchle, fotolia-Kauf; Bundesadler: ferkelraggea, fotolia-Kauf

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EEG: Stromtrassen-und Windkraftanlagenausbau soll gebremst werden

Neuregelung des EEG berücksichtigt zunehmenden Widerstand aus der Bevölkerung

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, den Ausbau von Windkraftanlagen (WKA) zu ver- zögern, da die geplanten Stromtrassen von Nord- nach Süddeutschland frühestens 2025 ans Netz gehen können. Gleichzeit sollen die festen Garantie-preise für Windstrom ab 2017 wegfallen. Billiger wird es für den Stromkunden trotzdem nicht. 

Der zunehmende Ausbau von Windkraft-und Photo-voltaikanlagen bereitet den Netzbetreibern seit Jahren immer grössere Kopfschmerzen, da die durch sie er- zeugte Energie entweder im Übermaß schlagartig anfällt oder tageweise wegen Windflaute gar nicht eingespeist wird. Deshalb müssen die Grundlastkraft- werke diese enormen Schwankungen sofort aus- gleichen, damit das Stromnetz nicht zusammenbricht.

Um dies zu verhindern, sorgt die Rotationsenergie in den Kraftwerken dafür, das die Rotoren der Turbinen mittels erhitztem Dampf ständig bei 3000 Umdrehung en/ Min. arbeiten, um das Netz auf einer 50-Hertz-Spannung zu halten. Schon geringste Abweichungen können zum Blackout führen. Damit das nicht ge- schieht, sorgt das Kraftwerksmanagement dafür, das aufkommende Schwankungen sofort beseitigt werd- en und zuviel eingespeister Öko-Strom sogleich ab- geregelt wird.  Das auf-und abregeln ist bei Windkraft- anlagen nicht möglich. Diese können nur abgeregelt werden, so das Strom auch nicht bedarfsgerecht er- zeugt werden kann. Und jetzt wird es spannend: wenn gleichzeitig immer mehr Grundlastkraftwerke wegen fehlender Wirtschaftlichkeit vom und weitere Wind- kraftanlagen ans Netz gehen, dann wird es für die verbleibenden Kraftwerke immer schwerer, zunehm- ende Schwankungen aufgrund volativer Ökostrom-Einspeisung auszugleichen. Der Zusammenbruch des Stromnetzes ist also nur noch eine Frage der Zeit.

Offensichtlich hat diesen Sachverhalt nun auch die Bundesregierung und die Bundesnetzagentur begriff- en. Sie will daher die Einspeisevergütungen nicht  mehr 20 Jahre lang garantieren, sondern nur noch die WKA-Betreiber ans Netz lassen, die den günstigsten Preis anbieten. Ferner soll die Einspeisevergütung um 7,5 % gekürzt werden. Ab 2019 dürfen nur noch 1000 neue große Windkraftanlagen mit zusammen 2.800 MW pro Jahr an Land und 15.000 Megawatt auf hoher See entstehen. Bis jetzt gab es keine Reglementierung en. Beflügelt haben dürfte diese regierungsamtliche Einsicht der Bundesregierung wohl auch der zunehm- ende Protest zahlreicher Bürgerinitiativen, die sich ge- gen den ungebremsten Ausbau von WKA wehren, so- wie die Gegner des Ausbaus von Überlandleitungen. Jetzt soll die Nord-Süd-Stromverbindung zumindest- ens durch Bayern unterirdisch verlegt werden, was er- hebliche Kostensteigerungen zur Folge haben dürfte.

Dennoch hält die Bundesregierung an ihrer verfehlten Energiewendepolitik fest. Bis 2025 soll weiterhin das Ziel verfolgt werden, 40 % des deutschen Stroms aus regenerativen Energieträgern zu gewinnen und bis 2050 soll 80 % des erzeugten Stroms aus Ökokraft-werken kommen. Wie das ohne großformatige Spei- chertechnologie und mit nur wenigen Grundlastkraft-werken als Taktgeber zur Erzeugung der notwendig- en 50-Hertz-Neztspannung gelingen soll, dürfte den meisten Fachleuten mit Sicherheit schleierhaft vor- kommen. Sollte es der Bundesregierung doch noch gelingen, diesen Schleier zu heben, so bleibt die Fakt- enlage dennoch die gleiche: kein Wind – kein Strom.

Aktuell werden die Verbraucher über die sog. EEG-Um lagen mit 22,3 Mrd. EUR für den Ausbau der völlig un- nötigen Windkraft-und Photovoltaik sowie Biomasse-anlagen pro Jahr zur Kasse gebeten, obschon diese zu- sammen gerade einmal nur rd. 13 % am Primärener- gieverbrauch ausmachen. Nach wie vor wird unser Strom und unsere Wärme über fossile Kraftwerke er- zeugt.

Das die Energiewende in einer Sackgasse ist, haben die USA und Dänemark im Gegensatz zu Deutschland schon länger begriffen. So sollen alle Windkraftpro- jekte in Küstenähe in Dänemark gestrichen und der Ausbau an Land bis 2015 aus Kostengründen ge- streckt werden. Sogar der fragwürdige US-Präsident- schaftskandidat  Donald Trump hat ausnahmsweise mal etwas Gescheites von sich gegeben: er will der Kohle eine neue Chance geben.

vgl.hz.a. check.24.de vom 23.5.2016; SAT 1-Regional vom 20.05.2016; Anthony Watts: Dänemark streicht alle Windparks in Küstennähe…, in: EIKE.de vom 13.6.2016, erschien en auf Jyllands-Posten am 23. April 2016; WAZ vom 31.5.2016 und 08.06.2016; FAZ vom 27.05.2016, 01.06.2016 und 08.06.2016 sowie RK-Redaktion vom 17.06.2016

Foto oben: Revierkohle  

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