USA: nur vorübergehender Abschied vom Pariser Klimaabkommen ?

Beschluss aus 2017 wurde im November 2020 umgesetzt

Seit Mittwoch, den 04.11.2020 ist die USA nicht mehr Mitglied des Pariser Klimaabkommens von 2015. Der noch amtierende Präsi-dent Trump hatte den Austritt bereits 2017 beschlossen.

Bei der UN-Klimakonferenz in Paris war Ende 2015 ein globales Klimaschutzabkommen ratifiziert worden, das 2016 in Kraft trat. Es sieht vor, die Erderwärmung auf unter 2 Grad im Verhältnis zum vor-industriellen Zeitalter zu begrenzen.

Den Austritt begründete Donald Trump damals damit, dass das Abkommen die USA besonders benachteiligen und jede Menge Jobs kosten würde. Das konnte verhindert werden, weil die US-Regierung den Ausbau des Frackings massiv förderte und die Sanktionen gegen die Kohleindustrie zurücknahm. Gemäß dem Abkommen konnte ein Austritt aber erst drei Jahre nach Inkraft-treten erfolgen. Das ist jetzt geschehen. Trump hat aber nicht nur den Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen beschlossen, sondern auch 164 weitere Deregulierungen der damaligen Umwelt-und Klimaschutzpolitik von Obama veranlasst.

Mit dem Thema Klimaschutzabkommen und Grean-Deal der EU hatten wir uns bereits in 2016 und 2019 beschäftigt. Wenn Sie noch einmal nachlesen möchten, finden Sie unsere Beiträge> hier , >hier und >hier

Das alles waren aus unserer Sicht wichtige Signale, die deutlich machen sollten, dass die US-Regierung nicht gewillt ist, ihre Ver-sorgungssicherheit durch ein uminöses Abkommen aufs Spiel zu setzen.

Uminös ist das Pariser Klimaabkommen insofern, als dass sich von 193 UN-Mitgliedsstaaten nur ganze 2 Staaten tatsächlich ver-pflichtet hatten, ihre C02-Emissionen verbindlich abzusenken. Alle anderen hatten nur eine unverbindliche Selbstverpflichtungserklär-ung abgegeben, die sog. “National Determined Contributions.”

Russland, viertgrößter C02-Emittent weltweit, hat sich bisher zu keiner Absenkung verbindlich verpflichtet. Und China und Indien erhöhen alle drei Jahre ihre C02-Emissionen aufgrund des enormen wirtschaftlichen Wachstums so stark, dass auch eine Absenkung der C02-Emissionen in Deutschland auf 0 keine Auswirkungen auf die Gesamtemissionen in der Welt hätte. Das hatten offensichtlich auch die 186 anderen Mitgliedstaaten der EU für sich befürchtet und beließen es daher bei Lippenbekenntnissen. 

Aber der deutsche Zuchtmeister und Vorreiter in Sachen Klima-schutz ließ nicht locker. Kaum war Ursula von der Leyen zur neuen EU-Präsidentin gewählt worden, erklärte Sie, das Pariser Klimaab-kommen auf verbindlichere Füsse stellen zu wollen und rief den sog. Grean-Deal aus.    

Das hatte zur Folge, dass das EU-Parlament in Straßburg dann im Nov. 2019 den Klimanotstand für Europa erklärte. Kleiner ging es leider nicht. 225 von 429 Abgeordneten stimmten dagegen. 19 enthielten sich. Die EU-Kommission forderte in einer Resolution anschließend alle Mitgliedstaaten auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die befürchtete Klimaerwärmung auf über 2 Grad im letzten Augenblick doch noch abzuwenden.

Der Beschluss sollte gleichzeitig als Signal für die Klimakonferenz in Madrid wirken, nun nicht mehr zu kleckern, sondern zu klotzen. Die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nahm den Ball gerne auf und kündigte ein 3-Billionen-Programm an, um die Welt vor der menschengemachten Klimaerwärmung zu be-wahren. Sie verglich ihren ehrgeizigen Plan mit Europas Landung auf dem Mond.

 

Quellenhinweise:

Maier, Klaus: Die Abrechnung mit der Energiewende, 1. Auflg. Hamburg 2020, S. 4 und S. 32 ff; Puls, Klaus-Eckart: Winter-Orakel und kein Ende ?, in: Eike.de vom 11.11.2020; Limburg, Michael: Landet die Pariser Klimaübereinkunft demnächst auf dem Müll-haufen der Geschichte?, in: Eike.de vom 06.11.2020; Spektrum.de vom 03.11.2020; Saarbrücker-Zeitung vom 05.11.2020; n-tv.de vom 03.11.2020; Südtirol-News.it vom 04.11.2020 sowie RK-Redaktion vom 12.11.2020

Fotonachweise:

alle Illustrationen: pixabay.com, Header-Veränderung: Revierkohle; EU-Logo-Veränderung: Revierkohle

 

Seit dem Donald Trump Präsident der USA ist, wird die US-Regierung als Klimaleugner von verschiedenen Medien und auch von der EU-Kommission bezeichnet. Dabei hat die bisherige Regierung wie auch die meisten Kritiker der Energiewendepolitik Obamas zu keinem Zeitpunkt den stetigen Wandel des Klimas geleugnet.

Kritisiert wird vielmehr die ausschließliche Fokussierung des klimatischen Wandels und damit auch der einhergehenden Temp-eraturerhöhungen auf den Ausstoß von C02-Emissionen durch fossile Energieträger.

Das die von Menschen verursachten C02-Emissionen allein daran schuld sein sollen, dass sich die Temperaturen in den nächsten Jahrzehnten bis auf prognostierte 2-4 Grad im Durchschnitt erhöhen werden, wird von der überwiegenden Mehrheit aller Metereologen nicht geteilt. 

So wurde bereits im Jahre 2011 auf dem Extremwetterkongress in Hamburg eine sog. “Hamburger Erklärung” verfasst, in dem über 100 Metereologen sich gegen eine Langfristpgrognose aus Gründ-en wissenschaftlicher Sorgfaltspflicht in der Wettervorhersage aus-gesprochen hatten.

Ähnlich äußerte sich im Jahre 2013 auch der Deutsche Wetter-dienst. Helmut Madewski vom DWD erklärte, dass jeder Prognose-zeitraum, der über 10 Tage hinausgeht, im Bereich der Mystik anzu-siedeln ist. Der Dipl.-Meterologe Klaus Puls und ehem. Leiter von zwei Wetterämtern verweist auf die hochkomplexen Wechsel-wirkungen in der Atmosphäre, die eine Prognose über Klima-schwankungen erheblich erschweren.

Hierzu zählt er das sekundenschnelle Hitzeflimmern bis zum tobenden Wirbelsturm, von kleinsträumigen Umwandlungen von Wassermolekülen bis zum gewaltigen Monsunregen auf. In alle Richtungen würden die Energiekaskaden in der Atmosphäre ver-laufen. Und die Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Eis, Ozeanen und Landmassen wären noch schwieriger vorauszusagen. Daraus folgt, dass alle Computersimulationen nur Näherungswerte für einen kurzen Zeitraum abbilden könnten, so Puls. 

Folgt man den Experten, dann kommt man nicht umhin,  die vom IPCC (Weltklimarat, politische Organisation) prognostizierten Temperaturerhöhungen auf bis zu 4 Grad bis 2050 aufgrund von anthropologisch verursachten C02-Erhöhungen als reine Kaffee-satzleserei zu interpretieren.

Horoskopähnlich ist auch die Annahme, durch Reduzierung der C02-Emissionen auf 0 wäre eine weitere Erhöhung der weltweiten Durchschnittstemperatur auf unter 2 Grad zu stoppen. Das wäre der “Kipppunkt”, so Prof. Dr. Lativ von der Uni Kiel, an dem der Prozess unumkehrbar ist. Den allerdings kennt man in der Metereo-logie aber gar nicht.

Und zu recht weisen die Klimakritiker darauf hin, dass die  beo-bachtete Temperaturerhöhung willkürlich auf den Beginn der Indu-striealisierung um 1850 politisch festgesetzt wurde. Als wenn das klimatische Geschehen in den vorherigen Jahrtausenden überhaupt keine Rolle spielen würde. Da war es zum Teil wesentlich wärmer und die C02-Emissionen lagen ebenfalls viel höher als heute. 

Ferner sei angemerkt, dass zum Ende des 18. Jahrhunderts die kleine Eiszeit auslief (1303 bis 1860) und es daher nicht verwund-erlich ist, dass die globale Durchschnittstemperatur wieder gestieg-en ist. Allerdings seit 1850 bis heute um gerade einmal 1 Grad. Wie gesagt: die globale Durchschnittstemperatur. 

Das merkt Niemand, da es sich um ein arithmetisches Mittelmaß handelt. Dieses wird von den Metereologen herangezogen, um be-uteilen zu können, ob im Zeitablauf von mehreren Jahrhunderten (!!) signifikante Veränderungen, insbesondere Extremwetterer-eignisse, stattgefunden haben. Das war bisher nicht der Fall.

Und auch die regionalen Wetteraufzeichnungen zeigen seit 1850 keine extremen Veränderungen des Wetters an. Beachten muß man in diesem Zusammenhang auch, dass die technischen Aufzeich-nungsmöglichkeiten  in den Wetterstationen des 18. Jahrhunderts zum Vergleich mit den heutigen Messgeräten recht unzulänglich waren. Auch spielt der Aufstellungsstandort eine nicht unbe-deutende Rolle. Messgeräte, die in Großstädten aufgestellt werden, messen aufgrund des Inseleffektes höhere Temperaturen als Mess-geräte, die auf dem Berg oder am Rande eines Forstes aufgestellt werden. Und Imrasat-Satelliten-Aufzeichnungen kommen wiederum zu anderen Ergebnissen.   

Sowohl das Pariser Klimaabkommen, die Prognosen des IPCC,  der erklärte Klimanotstand der EU sowie die Energiewendepolitik der Bundesregierung sind daher wissenschaftlich nicht erklärbar. Vielmehr handelt es sich aus unserer Sicht um reine Ideologie.

Für diese fragwürdige Ideologie die Dekarbonisierung und damit die De-Industrialisierung ganzer Branchen mit Hunderttausenden von Arbeitsplätzen zu verfolgen und gleichzeitig die Versorgungs-sicherheit aufs Spiel zu setzen, ist  mehr als unverantwortlich. Es bleibt völlig offen, wie die rd. 3.600 TWh an Primärenergieverbrauch pro Jahr in den Bereichen Stromerzeugung, Verkehr, Heizungs-energie und Prozesswärme mit Hilfe von erneuerbaren Energien zuverlässig erbracht werden sollen.

Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass die Energiewende-politik aus physikalisch-technischen Gründen und auch aus Gründ-en der Wirtschaftlichkeit nicht gelingen wird. 

Bedauerlicherweise wird sich der künftige US-Präsident Joe Biden von diesen Argumenten nicht beeindrucken lassen. Denn er hat schon angekündigt, dem Pariser Klimaabkommen erneut beitreten zu wollen.

Das wird den amerikanischen Haushalt mit weiteren 100 Mrd. US-Dollar pro Jahr belasten, die in den Green-Climate-Fond der EU ein-gezahlt werden müssen. Und ab 2025 schon 500 Mrd. US-Dollar. Der Nutzen für die Amerikaner ist gleich Null. Der Schaden für die amerikanische Wirtschaft dagegen noch gar nicht absehbar.       

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