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saubere Kohle hilft Armut bekämpfen mit HELE-Technologie

effiziente Niedrigemissions-Kraftwerke mit C02-Abscheidung sind in Australien, Asien und Afrika die Alternative zu Windkraftanlagen

SPD-Mitglied Michael Gerdes bei einer Rede im Deutschen Bundestag, youtube-Screenshot, Freistellung: Revierkohle

Während der SPD-Spitzenkandidat für Bottrop, Gladbeck und Dorsten, Michael Gerdes, für den nächsten Bundestag kanditiert und in diversen Gesprächen über das Klima so schöne Sätze wie „es ist richtig, die Klimastadt Bottrop auszurufen“ oder “ die Flut hat noch einmal deutlich gezeigt, dass der Klimawandel vor unserer Haustür angekommen ist“ oder “ die Klimaleugner sollten mal zum Ahrtal fahren und gucken, was da passiert ist. Wenn man das leugnet, ist das unfassbar“ absondert..

….und die SPD stolz darauf ist, gleichzeitig aus der Atom-und Kohleenergie auszusteigen, um gem. den Pariser Klimazielen eine „sichere“ Energieversorgung zu ermöglichen, da fragt man sich, ob der ehem. Bergmann, Elektrohauer und Betriebsrat des 2018 stillgelegten Bergwerks Prosper-Haniel in Bottrop zu-sammen mit der SPD den Verstand verloren hat.

Wie unsinnig es ist, eine Stadt als Klimastadt oder sogar als Klima-notstandsgebiet zu bezeichnen, hatten wir bereits in unserem Redaktionsbeitrag vom 09.06.2019 deutlich gemacht. (siehe > hier)

Und noch unsinniger ist es, einen Zusammenhang zwischen der Flut im Ahrtal und in Bayern und der vor der Haustür stehenden „Klimakrise“ herzustellen. Auch das hatten wir in unserem Redaktionsbeitrag vom 04.08.2021 bereits ausführ-lich erläutert. (siehe > hier)

Während in Deutschland insoweit belegt der Verblödungsnot-stand zunimmt, setzt man weltweit weiterhin auf den größten und zuverlässig zur Verfügung stehenden Energieträger Kohle und Öl.

Und hier betont man den technischen Fortschritt, der einen umwelt-gerechteren und sparsameren Einsatz von Kohle er-möglicht. Von den deutschen Medien unbeachtet blieb eine in diesem Zusammenhang weltweit vielbeachtete Konferenz, die das Asean Centre for Energy vom 07. bis 09.06. 2019 in Jakar-ta (Indonesien) veranstaltete. Hierüber wollen wir im Folgenden berichten.  

HELE & CCS

hocheffiziente und emissionsarme Kohleverstromung hilft der Umwelt, sichert Arbeitsplätze und lindert die Armut

In dieser Konferenz trafen sich einige ASEAN-Mitgliedstaaten zusammen mit Ver-tretern des Ministry of Mines and Energy von Kambodscha. Dr. Kieu Kim Truc, Leiter der Delegierten aus Viet-nam und Sitzungsvorsitzender betonte, wie wichtig es sei, die saubere Kohle-technologie voranzutreiben. Damit würde man einen wertvollen Beitrag zur Umweltverbesserung, zur  Energiesich-erheit und zur Energieeinsparung leisten.

Der Einsatz der sog. HELE-Technologie (High Efficiency Low Emission Techno-logies) in Kombination mit der CCS-Techno-logie ( Capture and Carbon Storage =  Technik zu Abscheidung von CO2 aus den Rauchgasen von Kraft-werken) wäre der erste Schritt auf dem Weg von Null-Emissionskraftwerken, so die Kernbotschaft der Konferenz. In Deutschland leider ein totge-borenes Kind.

Die HELE-Technologie hat z.B. dazu beige-tragen, das das 2 x 1000 MW-Kohlekraft-werk Waigaoqiao Nr. 3 in Shanghai (China) einen Nettowirk-ungsgrad von 44,5% in 2011 erreichte. Durch weitere technische Maßnahmen konnte man den Wirkungsgrad in 2015 sogar auf 47 % erhöhen. Bis zu 50 % sind derzeit möglich. Das ist beein-druckend, wenn man bedenkt, das der durchschnittliche Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken weltweit bei gerade einmal 35 % liegt. Bei Altanlagen sogar nur um 25-28 %.

Durch den Einsatz der HELE-Techno-logie konnte im chinesischen ultra-superkritischem Kohlekraftwerk Waigaoqiao Nr. 3 der Verbrauch von Kohle um 3,2 Mio. T SKE pro Jahr verringert werden. Dadurch wiederum stieß das Kraftwerk 480.000 T CO2 weniger aus. Das Kraftwerk kann darüber hinaus inn-erhalb von nur 2 Stunden hochgefahren werden. 

Das hat man durch neue Abgaswärme-rückgewinnungsanlagen, die Umstell-ung von Wasser auf Luftvorwärmern als Regenerationsmedium,  einer Verbesserung der Verbrennungs-effizienz sowie die schnelle Entfernung von Oxidpartikeln aus den Kesselrohr-en, um eine Festkörpererosion zu ver-hindern, erreicht.  Das ist bei überkriti-schen Anlagen seit Jahrzehnten ein echtes Problem, weil dadurch der Wirkungsgrad um 8 % und mehr reduziert wird.

Zusammen mit der CCS-Technologie können die CO2-Emissionen um bis zu 90 % nach Angaben des Ministeriums für regio-nale Industrie und Handel in New South Wales (NSW) reduziert werden. Das ent-spricht weniger als 100 Gramm pro erzeugter Kilowatt-stunde.

Diese mögliche  Effizienzsteigerung resul-tiert u.a. auch aus einer Erhöhung der Dampftemperaturen auf bis zu 620 Grad als Bestandteil der HELE-Techno-logie (= thermodynamisch betrachtet ein ultrasuper-kritischer Aggregatzu-stand), so Dr. Andrew Minchener, Generalsekretär des Clean-Coal-Centre IEA. ( IEA = internationale Energie-agentur). Dazu braucht man ultrasuper-kritische Kohlekraftwerke.    

Clean-Coal-Technology-Konferenz der Asea-Staatsvertreter in Jarkata (Indonesien) vom 7. bis 9.6.2019, Foto: Asean Centre for Energy
Prozessablauf in einem 1350 MW-Kraftwerk mit emissionsamrer Kohleverstromung sowie mit Hilfe der C02-Abscheidetechnik CCS ( Capter and Carbon storage), Skizze: Asean Centre for Energy
die 15. Mio.-Menschenstadt Shanghai (China) bei Nacht, Foto: Wei Zhu, pixabay.com

Quellenhinweise:

Stein, Ronald, P.E.: Welche Auswirkungen würde ein Leben ohne fossile Treibstoffe auf die Gesellschaft haben ?, in: Eike.de vom 15.11.2020; Royal, Todd: Könnte Kohle die Antwort sein für Milliarden Menschen ohne Energieversorgung ?, in: Eike.de vom 21.08.2020; Mining-Report.de vom 08.08. 2016; N.N.: Technologie-Roadmap:Hoch-effiziente, emissionsarme Kohleverstrom-ung, in: iea.org/reports vom Dez. 2012; unece.org/sustainable-energy/events/work-shop zu HELE vom 13.06.2017; nsenergy-business.com vom 31.7.2016 (Titel: saube-re Kohle: der Blick von Sardinien) zur 8. internationalen Konferenz für saubere Kohletechnologien CCT2017; ge.com/ power/transform/articles.2018: hocheffi-ziente, emissionsarme Kohlekraftwerke: kommt HELE oder High Water? vom 13.03.2018; powermag.com vom 21.11. 2018; aseanenergy.org/clean-coal-techno-logy-for-better-environment-and-secure-energy vom 7.9.2016; resourcesand-geo-science.nsw.gov.au/investors/coal-inno- vation-nsw vom 22.12.2017; WAZ vom 23.08.2021 (zu Michael Gerdes (SPD)  sowie SPD.de/aktuelles/kohleausstieg/ ohne Datum sowie RK-Redaktion vom 03.09.2021

Fotonachweis:

Header: Sydney-Wappen: Public domain, GNU-gemeinfrei, wikimedia commons; Kraftwerk mit Seeblick: Ivabalk, pixa-bay.com

Halten wir also fest:

Weniger Kohleverbrauch, ein höherer Effizienzgrad sowie eine starke Absenk-ung von C02-Emissionen kennzeichnen die HELE-Technologie, die zusammen mit der CO2-Abscheidetechnik CCS dazu führt bzw. führen wird ( da die Technik noch weiter entwickelt wird), dass in Asien die Kohlekraftwerke zukunftssichernd, sicher, preis-wert und „klimagerechten“ Strom und Wärme in großen Mengen anbieten können, um die vielen Menschen zu versorgen, die heute noch keinen Stromanschluss haben. 

Das führt hoffentlich dazu, dass Mio. von Menschen in Zukunft nicht mehr haupt-sächlich Holz und Kuhdung verwenden müssen, um eine Hütte zu erwärmen und damit die Umwelt in erheblichem Maße belasten. Daher sind gegenwärtig in Indien, China und  Japan rd. 1.600 ultrasuper-kritische HELE-Kraftwerke in Planung.

Im Prinzip leben wir im asiatischen Jahr-hundert, sagt der Massachusetts-Institute of Technology- (MIT, USA-Uni in Cambridge) Klimawissenschaftler Kerry Emanuel, weil Asien wirtschaft-lich aufblüht und wo sehr viele Men-schen leben, die daher in Zukunft viel mehr Energie und Strom benötigen werden als zu irgendeinem Zeitpunkt die Menschheit insgesamt gebraucht hat. Diesen Energiehunger kann nur die Kohle befriedigen.

Über 600 Mio. Afrikaner haben bis heute keinen Zugang zu Energie und Strom. Daher ist es ein Gebot der Stunde, die Effizienz von Kohlekraft-werken zu erhöhen, bei gleich-zeitiger starker Reduzierung von Schad-stoffen und Energieverbrauch. 

Das wäre für die asiatischen und afrikanischen Länder der Grundstein für Wohlstand, Arbeit und Sicherheit.

Übrigens ein Slogan, den die frühere Gewerkschaft Bergbau und Energie bei uns an jedes Zechentor hat kleben lassen. Das war nicht nur ein wohlge-fälliger Spruch, sondern es entsprach auch der Wahrheit. 

Währenddessen sich Europa kopfüber in die Energiewende stürzt, um eine „Klimakata-strophe“ zu verhindern und deshalb Mrd. von Euro in den sog. Green New-Deal steckt, um auch den Entwicklungsländern die Mög-lichkeit zu geben, ihre CO2-Emissionen auf Null abzusenken, bleibt festzuhalten, das erneuerbare Energien nur unregelmäßig (intermittierend) Strom liefern und keine Wärme  erzeugen können.

Auch können sie keine Ölderivate her-stellen. Ohne Ölderivate, welche die Grundlage von allen Produkten des täglichen Lebens ist,  ist auch die Her-stellung von Windkraftanlagen und Photovoltaikplatten, Fahrzeugen, Flug-zeugen, Häusern, Strassen und Handys nicht möglich.

Das sollten unsere Klimaalarmisten bei der nächsten Bundestagswahl berücksichtigen !

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