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Nach der Versetzung in den einstweiligen Ruhestand von Staatssekretär Patrick Graichen durch seinen Kumpel und Wirtschaftsminister Robert Habeck rückt der Focus der Kritik nun auf das von Habeck und seine Mannen  erarbeitete Gesetz zum Austausch von Öl-und Gasheizungen. 

Mit dem Gebäude-Energiegesetz soll ab 2024 der Abschied von den angeblich klimaschädlichen Öl-und Gasheizungen in allen Häusern eingeläutetet werden, um die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. 

Ersetzt werden sollen die bewährten Heizungsanlagen durch Wärmepumpen, Holzpelletöfen und andere nicht fossile Techniken. Wobei sich die Hauptförderung auf den Ausbau von Wärmepumpen konzentriert. 

Mal abgesehen davon, das für den Einbau die Fachleute fehlen, halten sowohl die SPD als auch die FDP die Focussierung auf Wärmepumpen für einseitig und fordern daher Nachbesserungen. 

Hinzu kommt, das die von Bundeswirtschaftsminister Habeck angedachte großzügige Förderung für den Einbau einer Wärmepumpe wohlmöglich gar nicht realisiert werden kann, da die Bundeshaushaltsordnung eine staatliche Förderung in solch einem umfassenden Maße wie vogesehen nur unter ganz bestimmten Bedingungen zulässt. 

Das könnte dazu führen, das viele Hausbesitzer bis zu 25.000 EUR aus eigener Tasche bezahlen müßten. Hinzu kommen die Kosten für eine Fußbodenheizung, neue Fenster mit Dreifachverglasung und  möglicherweise auch noch die Kosten für eine Außendämmung, damit der Einsatz der Wärmepumpe optimal läuft. 

Und von den hohen Stromkosten für den Betrieb der Wärmepumpe wollen wir an dieser Stelle gar nicht erst reden. Die dürften bekannt sein. Wenn nicht, lesen Sie hierzu bitte unseren Beitrag > hier

Die derzeitige Absenkung der Stromkosten bei manchen Anbietern darf man allenfalls als eine augenblickliche Entwicklung betrachten. Der Trend wird beim weiteren Ausbau regenerativer Energieträger und dem massenhaften Einbau von Wärmepumpen weiter steil nach oben zeigen. Da sollte man sich keiner Illusion hingeben. 

HABECK´S VERSPRECHEN KÖNNTE SICH ALS HEISSE LUFT ENTPUPPEN

Denn die Wärmepumpen sind teuer und rechnen sich nicht. Und sie ersetzen im Winter auch nicht einen normalen Heizkörper, weil die Luft allenfalls zwischen 20 und  22 Grad unter optimalen Bedingungen angewärmt wird. Und das gilt auch nur für Einfamilienhäuser. 

Hinzu kommt, das die im Klimafond bereitgestellten Mittel schon auf mehrere Jahre verplant sind. Und Rücklagen hat Herr Habeck keine. Und Finanzminister Lindner pocht auf Haushaltsdisplin und Schuldenabbau. Verständlich, denn der Ersatz von Öl-und Gasheizungen betrifft immerhin rd. 42 Mio. Haushalte und Häuser.

Für die Eigenheimbesitzer droht also ein Kostenhammer. 

Warum bei all dem Unfug nicht einer der verantwortlichen Akteure mal laut und medienwirksam die ganze Energiewendepolitik an sich öffentlich kritisiert, bleibt schleierhaft. Oder sind die Lobbyisten der Ökobranche mittlerweile mit der Politik so eng verflochten, das beide fast eine Einheit bilden? Wir befürchten, das das so sein könnte. Ansonsten können wir uns das mediale Schweigen nicht erklären.  

Nach den Vorstellungen der Bundesregierung soll die Heizung in den rd. 42 Mio. Wohnhäusern der Bundesrepublik über eine Wärmepumpe laufen. Diese soll ihren Strom aus Ökostrom beziehen. Wenn es nach Robert Habeck geht (BM f. Wirtschaft und Klima), soll sich der Anteil von Wärmepumpen bis 2030 versechsfachen. Das würde bedeuten, das oft kalt geduscht werden müsste und die Bude kalt bleibt. Denn Öko-Strom steht prinzipiell nicht ständig zur Verfügung. Außerdem benötigen ältere Häuser eine höhere Vorlauftemperatur, die Wärmepumpen nicht liefern können. 

 

Sanierungsspezialisten der Verbraucherzentrale kamen im Herbst 2021  in einem Gutachten zu dem Ergebnis, das sich der Einbau einer Wärmepumpe in Gebäuden, die vor 1979 gebaut wurden, nur in zwei von drei Fällen wirtschaftlich auszahlen würde. Und das dürfte in der Regel  für die Besserverdiener zutreffen. Daher haben auch erst 3 % aller Hauseigentümer ( von 42 Mio. Wohnungen) von den Subventionen für eine Wärmepumpe Gebrauch gemacht. (lt. Energieverband BDEW). 

Der SPD-Fraktionschef im Deutschen Bundestag, Rolf Mützenich, sieht als Alternative zur Wärmepumpe den Ausbau der Fernwärme. Dumm nur, das in den Rohren leider auch fossile Energie fließt. Im Gegensatz zum Windstrom dafür aber zuverlässig. 

Bevor Sie als Eigenheimbesitzerin/Besitzer nun in Panik ausbrechen, sei noch erwähnt, das sie ihre altbewährte Öl-oder Gasheizung weiter betreiben dürfen. Und reparieren dürfen Sie die Anlage auch. Wie lange das noch gilt, kann derzeit allerdings nicht gesagt werden. 

Aber bis dahin haben wir hoffentlich schon wieder eine neue Regierung. 

Glückauf !

Quellenhinweise: 

FAZ vom 24.01.2022; wegatech.de vom 07.04.2022; FAZ vom 23.03.2022; Göhring, Axel Robert: Erdwärme und Wärmepumpe- die Rettung fürs Klima ?, in: Eike.de vom   09.09.2020;  Eike.de vom 27.5.2015; gmx.de vom 19.05.2023; WAZ vom 19.05.2023 Bild-Zeitung vom 14.03.2023 und 11.04.2023 sowie RK-Redaktion vom 14.06.2023

 

Fotonachweise: 

Header-Entwurf: Revierkohle, GIF´s: getstockly; Mitte: pixabay.com 

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