retten Wärmepumpen das Klima ?

auf der Grubenwasserzeche Reden in Landsweiler-Reden wird warmes Grubenwasser gefördert. Ebenso auf der ehem. Zeche Robert Müser in Bochum. Das GW wird über Wärmepumpen über örtlich verlegte Rohre Zechennah verteilt. Foto: Michael Knoll

Erst will man das Klima mit dem Ausbau von weiteren Wind-und Solaranlagen retten, dann soll Wasserstoff und Biogas einen Klimabeitrag leisten und nun kommt noch die Wärmepumpe, die zum Erfolg einer klimagerechten und neutralen Zukunft ohne CO2 beitragen soll. 

Alles sportliche und ambitionierte Ziele. Leider wird keine dieser Maßnahmen zum Erfolg führen. Denn das Klima kann man nicht „retten“ und das CO2 kann man auch nicht auf Null reduzieren. Es sei denn, man will sterben. Und das von Menschen verursachte CO2 hat im Verhältnis zum natürlichen Anteil des Spurengases in der Atmosphäre (0 ,04 %) einen so geringen Anteil, dass es müßig ist, darüber zu spekulieren, inwieweit dadurch die Erd-temperaturen steigen. 

Genau das tut aber der politisch agierende Weltklimarat seit 1990 permanent, ohne den wichtigeren Einflussfaktoren wie  Wasserdampf, Wolkenbildung und Sonnenstrahlung größere Beachtung zu schenken. 

Also müssen wirtschaftliche Gründe beim Klima-wandel die Hauptrolle spielen. Und das tun sie in der Tat. Denn seit 2000 wurden bis heute über 400 Mrd. an Subventionen an die Betreiber, Planer und Investoren von Wind-und Solaranlagen aus Steuer-mitteln verteilt. 

Und ein weiterer großer Kuchen wartet zum anschneiden: die Wärme -und Fassadendämmung aller Häuser sowie die vollständige Elektrifizierung von Industrie und Verkehr. Das ist ein gigantisches Auftragsvolumen, was da noch auf den Abruf wartet. 

Das Wärmepumpengeschäft ist da nur ein kleiner Teil des Öko-Geschäfts.  Aber das Potential  ist groß. Denn jede zweite Wohnung wird in Deutschland mit Gas und jede vierte Wohnung mit Öl beheizt. Und da beides bis 2048 durch Öko-Energie abgelöst werden soll, um die CO2-Emissionen auf Null abzusenken, entsteht in der Branche Goldfieberstimmung. Wartezeiten von 6 Monaten für den Einbau sind völlig normal. Der Ukraine-Krieg löst nunmehr auch den Hype auf Wärmepumpen aus.  

Nachtigall, ick hör Dir trapsen

der teure Wärmpepumpen Hype

Obschon bereits seit 1976 rund eine Million und  seit 2019 weitere 80.000 Wärmepumpen in Eigenheimen verbaut wurden und bei Neubauten die Pflicht zum Einbau besteht, haben diese Pumpen eine ganze Reihe von Nachteilen. 

So kostet eine Wärmepumpe gut und gerne zwischen 15.000 und 30.000 EUR. Eine Gasheizung dagegen im Durchschnitt nur 6000 bis 9000 EUR. Und eine Nachtspeicherheizung kostet sogar nur rd. 1000 EUR. Außerdem ist die Heizleist-ung weniger effizient als Erdwärme oder warmes Gruben-wasser. Daher eignet sich der Einbau meist nur, wenn man auch eine Fußbodenheizung verlegt. 

Zwar fördert Vater Staat über die sog. Bafa-Förderung die Wärmepumpe mit 35 % der Investitionskosten, aber die Anlagen benötigen zum Betrieb Strom. Und bei Altbauten wegen der geringen Dämmung besonders viel Strom. Und der schlägt mit rd. 32 Ct /kWh ganz hübsch zu Buche. Der Betreiber einer Wärmepumpe kann auch nicht den Energie-anbieter wechseln. Er ist an den Grundversorger gebunden.   

High Performance

volle Kostenkontrolle ?

Nach den Vorstellungen der Bundesregierung soll die Heizung in den rd. 42 Mio. Wohnhäusern der Bundesrepublik über eine Wärmepumpe laufen. Diese soll ihren Strom aus Ökostrom beziehen. Wenn es nach Robert Habeck geht (BM f. Wirtschaft und Klima), soll sich der Anteil von Wärmepumpen bis 2030 versechsfachen. Das würde bedeuten, das oft kalt geduscht werden müsste und die Bude kalt bleibt. Denn Öko-Strom steht prinzipiell nicht ständig zur Verfügung. Außerdem benötigen ältere Häuser eine höhere Vorlauftemperatur, die Wärmepumpen nicht liefern können. 

Quellenhinweise: 

FAZ vom 24.01.2022; wegatech.de vom 07.04.2022; FAZ vom 23.03.2022; Göhring, Axel Robert: Erdwärme und Wärmepumpe- die Rettung fürs Klima ?, in: Eike.de vom   09.09.2020;  Eike.de vom 27.5.2015 sowie RK-Redaktion vom 11.05.2022

Headerfoto: Global Energy Systems, Veränderung: Revierkohle 

Sanierungsspezialisten der Verbraucherzentrale kamen im Herbst 2021  in einem Gutachten zu dem Ergebnis, das sich der Einbau einer Wärmepumpe in Gebäuden, die vor 1979 gebaut wurden, nur in zwei von drei Fällen wirtschaftlich auszahlen würde. Und das dürfte in der Regel  für die Besserverdiener zutreffen. Daher haben auch erst 3 % aller Hauseigentümer ( von 42 Mio. Wohnungen) von den Subventionen für eine Wärmepumpe Gebrauch gemacht. (lt. Energieverband BDEW). 

Unklar ist Übrigens auch, wie lange die Stromnetze den gleichzeitigen Betrieb von Wärmepumpe und Schnellladestation für das E-Auto aus-halten werden. Es könnte eine Bruchlandung werden. 

Eine Alternative zur Wärmepumpe ist die Fernwärme. Die kann auch grün sein, wenn die Quelle der Energie eine Müllverbrennungsanlage ist. 

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