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Stromladestation für E-Autos, Foto: Nerthuz, Fotolia-Kauf

E-Autos: Öko-Mythos im Eimer

In der öffentlichen Debatte laufen E-Autos gern als glänzende Retter unserer Umwelt über den Laufsteg der Zukunft. Doch hinter dem grünen Lack steckt oft weniger Klimarettung als vielmehr ein komplexes Problem, das Politik und Wirtschaft mit staatlichen Zuschüssen weiter verschlimmern.

Die Rohstofflüge

Ja, E-Autos fahren lokal emissionsfrei – das ist unbestreitbar. Aber der Preis für diese Sauberkeit wird woanders bezahlt: im globalen Süden, in riesigen Tagebauen, unter Einsatz von Wasser, Menschen und oft ohne wirklichen Umweltschutz. Wir berichteten hierüber bereits mehrmals ausführlich. (siehe > hier und >hier)

 

Für ein modernes E-Auto werden Tonnen an Rohstoffen benötigt wie z.B.:  

  • Lithium – für die Batterien unverzichtbar. Der Abbau in Salaren wie in Südamerika verbraucht gigantische Mengen an Wasser, zerstört Ökosysteme und vertreibt traditionelle Nutzergemeinschaften.

  • Kobalt – häufig unter katastrophalen Arbeitsbedingungen gewonnen, teils sogar mit Kinderarbeit in der Demokratischen Republik Kongo.

  • Seltene Erden & Nickel – die chemischen Zutaten stammen aus Regionen mit schlechter Regulierung, Billigenergie und laxen Umweltstandards. Der Hauptlieferant ist Indonesien. Bei der Herstellung strömen Unmengen von Giftstoffen aus den indonesischen Schornsteinen, die die Umwelt massiv belasten.

  • Hierunter fallen so leckere Sachen wie Schwefeldioxid, Ammoniak, Blei, Arsen, Cadmium und ätzende Gase.

  • Diese Ressourcen werden in der Regel nicht in Deutschland, sondern Tausende Kilometer entfernt unter fragwürdigen Bedingungen extrahiert, verarbeitet und dann um die halbe Welt gekarrt. Die Rechnung für das vermeintlich „grüne“ Auto wird also tief im Boden afrikanischer, südamerikanischer oder asiatischer Länder beglichen – oft ohne dass die lokale davon Bevölkerung profitiert. Städte wie Baotou in der inneren Mongolei sind berüchtigt für ihre dystopischen Giftseen. 

Entsorgung? Fehlanzeige!

Und was passiert, wenn der Akku nach 8–12 Jahren den Geist aufgibt?
Wir reden hier von Lithium-Ionen-Batterien, die nicht einfach in die Tonne wandern dürfen. Sie sind schwer zu recyceln, enthalten giftige und brennbare Stoffe und verursachen in Hochtemperaturprozessen oft mehr CO₂ als gedacht.

  • Derzeit gibt es keine flächendeckende, wirtschaftlich tragfähige Recyclinginfrastruktur.

  • Viele Altbatterien lagern monatelang in Hallen – auf Kosten der Steuerzahler. Das gilt Übrigens auch für die harzverklebten Rotorblätter ausgedienter Windkraftanlagen. Und nur ein Bruchteil der Rohstoffe wird tatsächlich wiederverwendet.

Das ist nicht „Kreislaufwirtschaft“ – das ist Müllwirtschaft auf Pump. Die erneut beabsichtige mediale Massenbekehrung zum E-Auto ist kein edler Kreuzzug zur Rettung der Erde, sondern ein zynischer Trick der Regierung, um eine kleine Gruppe von Nutzern wirtschaftlich zu fördern. Die grüne Agenda ist nicht grün !  

Staatliche Subventionen: Eine falsche Weichenstellung

Trotzdessen plant die Politik, den Kauf von E-Autos erneut zu fördern – mit Zuschüssen, Steuervergünstigungen und öffentlichen Geldern. Allen Politikern voran trötet Markus Söder (CSU) in das E-Horn und betont mit markigen Worten, wie sehr er zur Elektromobilität stehen würde, obschon er wissen müßte, das der Marktanteil von den 64 Mio. zugelassener PKW in Deutschland gerade einmal bei einem Fünftel stagniert.  Was nach einer sauberen Investition klingt, ist in Wahrheit ein staatlich alimentierter Konsensbetrug:

  • Jeder zahlt mit – über Steuern, Abgaben und höhere Umlagen auf Energie und Verkehr.

  • Nur wenige profitieren direkt, weil nur Autokäufer die Zuschüsse erhalten.

  • Alle anderen tragen die Last – und werden für ein Auto-System zur Kasse gebeten, von dem sie vielleicht gar nicht profitieren.

Das ist nicht „Fairness“, das ist Sozialpolitik rückwärts.

Warum diese Förderung nicht sinnvoll ist

  1. Ökobilanzen sind trügerisch
    E-Autos sind lokal sauber – global betrachtet jedoch selten wirklich klimafreundlicher, wenn man den Rohstoffabbau, die Produktion, die  spätere Entsorgung und  die Subventionen mitrechnet.

  2. Rohstoffe sind endlich und umstritten
    Die billige Verfügbarkeit von Lithium, Kobalt & Co. ist eine Illusion. Je mehr E-Autos, desto knapper und umweltschädlicher wird die Gewinnung. Desto höher steigen auch die Preise. Und erneut machen wir uns von China, dem größten Lithium-Lieferanten, abhängig.  

  3. Recycling hinkt der Realität hinterher
    Ohne funktionierende Rückführungsketten droht ein Berg von Sondermüll, der teuer, gefährlich und unpraktisch ist.

  4. Ungerechtigkeit durch Umlagen
    Zuschüsse belohnen private Konsumentscheidungen – finanziert von allen, auch jenen, die kein E-Auto haben (wollen). 

  5. Glückauf ! 

Quellenhinweise: 

Revierkohle.de vom 14.02.2022 (Revierkohle.de/Archiv); 14.03.2023 und 14.09.2023; achgut.com vom 03.09.2025; Eike.de vom 16.10.2025 und 08.12.2025; energiewende.bundeswirtschaftsministerium.de vom 18.02.2025; vdi.de (Studie zur Öko-Bilanz von PKW´s, 2020, dort abrufbar); taz.de vom 22.05.2025 sowie RK-Redaktion vom 18.01.2026

Fotonachweise: 

Header: KI-erzeugt; Hintergrund: pixabay.com; links darunter: Nerthuz, Fotolia-Kauffoto.

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umweltfreundliche e-Autos ?
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Berufsverband Rvierkohle e.V.
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