Vattenfall: hochmodernes Kraftwerk Moorburg soll 2021 vom Netz gehen

um die Klimakatastrophe abzuwenden

Kohleveraldekran am kraftwerkseigenen Hafenanleger Moorburg, Foto: Revierkohle

Eigentlich sollte das hochmoderne und 2015 in Betrieb gegangene neue Steinkohlenkraft-werk in Hamburg-Moorburg erst 2038 stillgelegt werden. Jetzt aber will der schwedische Betreiber Vattenfall das Kraftwerk schon im kommenden Jahr stilllegen, obschon dieses fast ganz Hamburg zuverlässig mit Strom versorgt. Was ist passiert?

Sie ahnen es: die ideologischen Scheuklappen des Hamburger Senats, der Stilllegungs-beschluss für alle Kohlekraftwerke der Bundesregierung und das sog. Pariser Klimaschutz-abkommen standen beim Vattenfall-Vorstand Pate, als dieser vor der Entscheidung stand, entweder bis 2022 ein günstiges Entschädigungsangebot gegenüber der Bundesnetzagentur zu unterbreiten oder aber entschädigungslos mit anzusehen, wie das Kraftwerk 2027 ent-schädigungslos zwangsweise abgeschaltet  wird.

Daher hat sich der CEO von Vattenfall, Magnus Hall, schweren Herzens entschieden, das Kraftwerk 2021 stillzulegen. Bar jeder Vernunft will der Hamburger Senat dafür sorgen, dass die Energieversorgung in der Hansestadt sogar schon bis 2030 auf regenerative Energieträger umgestellt wird. Ausgerechnet die völlig unwirtschaftliche Wasserstofftechnologie per Elektrolyse soll am Kraftwerkstandort als Ersatz zusammen mit einer Biogas-und Müll-verwertungsanlage zum Einsatz kommen. Wie man damit 1600 Megawatt an Leistung ersetzen und bis zu elf Terrawattstunden Strom erzeugen will, die das KW Moorburg zur Zeit erbringt, ist uns schleierhaft.  

Kohlekraftwerke

Klimakiller ? Kohle tötet ?

Wenn es nach den Aussagen der Grünen, Greenpace, FFF, Extinction Rebell-ion, BUND, Ev. Kirche u.v.a. Klimaaktivisten geht, dann tragen unsere Kraft-werke maßgeblich zur bevorstehenden Klimakatastrophe bei, weil Sie C02-Emissionen freisetzen und damit zur Klimaerwärmung beitragen. So das einhellige Credo, welches auch von fast allen Medien und der Bundesregier-ung landauf und landab seit Einführung des EEG im Jahr 2000 gebetsmühl-enhaft fast täglich wiederholt wird. Und einige eingekaufte Wissenschaftler stehen als Kronzeuge Pate. Wenngleich auch immer die selben. 

Kein Wunder, das bei einer solchen intensiven Gehirnwäsche und jeder Menge Statistiken und unterschiedlichster Messmethoden dasselbe so vernebelt wird, dass die meisten von uns nicht mehr zwischen Ideologie und Fakten unter-scheiden können. Das ist gewollt. Im Zweifelsfall folgt man dann der erzeugt-en Angstparole.

Zwar ist es richtig, dass das Hamburger Steinkohlekraftwerk Moorburg rd. 8 Mio T C02 pro Jahr freisetzt, aber diese große Zahl muß man ins Verhältnis setzen zu den Gesamtemissionen in Deutschland und in der Welt. So werden  in Deutschland pro Jahr rd. 866 Mio T C02 freigesetzt. 385 Mio. Tonnen wenig-er, als noch in 1990. Wenn man diese Zahl wiederum ins Verhältnis setzt zu den weltweit erzeugten C02-Emissionen in 2018 mit 36,6 Mrd. und einer er-warteten Steigerung aufgrund neuer Kraftwerke bis 2050 auf 43,1 Mrd. T C02, dann relativiert sich diese Zahl auf rd. 2 % für Deutschland. Und wenn sie 866 Mio T C02 zu den 8 Mio T. C02 des Kraftwerks Moorburg ins Verhältnis setzen, dann sind das, bezogen auf Deutschland, gerade einmal 0,923 Prozent. Das Hamburg mit der Abschaltung einen wertvollen Klimabeitrag leistet, wie es der Grüne Umweltsenator Kerstan formuliert hat, ist daher geradezu absurd.

Der Anteil von C02 in der Atmosphäre liegt bei 0,04 % . Das entspricht  400 ppm ( bezogen auf 10.000 Moleküle trockener Luft). Der Rest der Luft setzt sich aus 78,08 % Stickstoff, 20,95 % Sauerstoff und 0,93 % Argon zusammen. 93,72 % der C02-Emissionen sind natürlichen Ursprungs. Inwieweit die vom Menschen zusätzlich erzeugten C02-Emissionen zu einer Klimaerwärmung beitragen, ist umstritten. Diese Hypthose wird auch nicht von 97 % aller Klimawissenschaftler geteilt, wie gerne immer wieder behauptet wird. Diese These wurde widerlegt. ( hier

Bereits 1913 hat der Mineralogie-Professor Emanuel Kayser von der Marburg-er Universität mehrfach belegen können, dass die Temperaturänderungen mit der Zeit vom Gesamtdruck der Luft und nicht vom C02-Partialdruck ab-hängen. Die Temperaturverlaufskurven zeigen, dass die Erdoberfläche immer wärmer ist und die obere Luftschicht fast immer kälter. Die Hypothese, C02 würde die Luft erwärmen, ist daher seiner Ansicht nach falsch. Vielmehr würde C02 zur Kühlung der Erde beitragen.

Wenn es stimmt, dass der Einfluss des Menschen auf das Klima bzw. Wetter-geschehen so klein ist und die natürlichen Ursachen so groß sind, dann kann man unmöglich zu der „Erkenntnis“ kommen, dass der Mensch allein schuld wäre an einer Klimaerwärmung. Und diese Schuld wird auch noch allein den  C02-Emissionen zugschrieben,  obschon jeder Meteorologe weiß, dass das Klimageschehen kein lineares, sondern chaotisches Geschehen mit vielen Einflussgrößen ist. Von den meisten Klimawissenschaftlern werden die Sonn-enaktivitäten als Hauptursache für Klimaveränderungen angesehen. Die Er-wärmung auf durchschnittllich 2 Grad weltweit begrenzen zu wollen, ist nicht sportlich, sondern einfach nur anmaßend.   

Und für eine Hypothese unsere Versorgungssicherheit aufs Spiel zu setzen, ist grob fahrlässig. Die Verantwortung tragen dafür die Politiker.  Soweit die prophezeite Klimakatastrophe ausbleiben sollte, werden diese sich dafür vor dem Wahlvolk verantworten müssen. Bei Kerzenlicht oder so….      

 

Obschon das Kraftwerk Moorburg auch in der Lage ist, sowohl preiswerten Strom als auch  Wärme zu erzeugen, hatte die SPD  zusammen mit den Grünen in Hamburg es bereits 2016 geschafft, Vattenfall am Aus-bau eines Fernwärmenetzes zu hindern. Verständlich, dass der norddeutsche Groß-kunde Aurubis mit seiner Kupferhütte un-ruhig wird.

Die Fernwärme soll nun von einer (umwelt-freundlichen?) Müllverbrennungsanlage und aus Abwärme von Unternehmen erzeugt und ins stadteigene Wärmenetz eingespeist werden.

 

Da bis 2030 alle Steinkohlekraftwerke und bis 2038 alle Braunkohlekraftwerke vom Netz gehen und durch regenerative Energie-träger sowie 80 neue Gasturbinenwerke er-setzt werden sollen, stellt sich die Frage, ob damit das Klima „gerettet“ werden kann? 

Wir denken, dass das nicht möglich ist, da das Klima seit Mio. von Jahren macht, was es will und das der Energiehunger durch die steigende Weltbevölkerung eher zu als ab-nehmen wird. Der steigende Bedarf nach preiswertem und zuverlässig jederzeit zur Verfügung stehendem Strom ist die Grund-lage für wirtschaftliches Wachstum. Das gilt vor allem für Entwicklungs-und Schwellen-länder. Daher werden weltweit neue Kraft-werke gebaut.

Und der Bau neuer Gaskraftwerke wird die Stromkosten in Deutschland auf 14-18 Ct. pro kWh verteuern, weil Gas dreimal so teuer ist wie Kohle. (4,5 Ct. Braunkohle, 6,3 Ct. Steinkohle) Wegen der bestehenden Un-wirtschaftlichkeit war Europas modernstes Gaskraftwerk Irsching (Bayern) von 8.750 Stunden nur 15 Stunden in 2018 in Betrieb.

Da unter den derzeitigen Marktbedingungen kaum ein Investor bereit ist, in neue Gas-kraftwerke zu investieren, wird wohl wieder der Staat mit anständig „Staatsknete“ nach-helfen. Zu unseren Lasten, versteht sich.

Das Gas zwar weniger C02-freisetzt als Kohle, mag den Klimarettern zwar gefallen, dafür wird bei der Förderung aber  Methan freigesetzt. Unter Tage war das im Bergbau der Hauptfeind. Außerdem haben Gaskraft-werke eine wesentlich geringere Energie-dichte als Kohlekraftwerke. Bisher wurden Sie daher nur zur Abfangung von Spitzen-lasten kurzfristig eingesetzt. Und das Windkraftanlagen grundlastunfähig sind, wird auch von keinem Fachexperten ernst-haft bezweifelt. 

Vattenfall-CEO Magnus Hall

MOORBURG IST EIN HOCHEFFIZIENTES KRAFTWERK

Und keineswegs eine Dreckschleuder. So liegen z.B. die Staubemissionen mit einem Tagesmittelwert von 5-20 mg /Nm3, die Schwefeldixodemissionen bei 20 bis 150 mg und der Ammoniakaustritt bei plus-minus 5 mg. Der Großteil aller chemischen Verbindungen, die bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen freigesetzt werden, werden über eine hochmoderne Rauchgasentschwefelungs-und Ent-stickungsanlage absorbiert. Das Kraftwerk verfügt über einen Wirkungsgrad von 46 % und liegt weit unter den Grenzwerten der 13. Bundesemissionsschutzverordnung von 2004.

Das Kraftwerk nunmehr als Klimakiller zu bezeichnen, ob-schon auf Druck der Grünen Vattenfall alle Umweltauflag-en einschließlich Fischscheuchtechnik bis ins Kleinste er-füllte, ist höherer Blödsinn. Die CDU in Hamburg spricht daher auch von einem Schildbürgerstreich, der den  Bürgerinnen und Bürgern der Hansestadt teuer zu stehen kommen könnte.

Wir empfehlen, dies bei den nächsten Wahlen in Hamburg zu berücksichtigen.

Magnus Hallo, CEO bei Vattenfall bis 1.10.2020, Foto: youtube, Freistellung: Revierkohle

Quellenhinweise:

Stehlik, Gerhard: Warum C02 die wichtigste kühlende chemische Struktur ist, Expertise im Rahmen einer Landtags-anhörung in NRW vom 3.8.2020, Hanau 2020; (Prof.Dr. Kayser-Verweis von der Uni Marburg 1913, S.3), C02-Emissionsmeng-en aus: Statista.de vom 5.12.2019, Tages-schau, ARD vom 12.07.2019; NDR vom 18.12.2019, 20.02.2020 und 04.09.2020; Zeit-Online vom 02.09.2020; Vattenfall-Internetseite ( Fakten zum KW Moorburg); ntv.de vom 04.09.2020; Hamburger Morg-enpost vom 20.02.2020; Blach, Bernhard: Warum die Energiewende nicht gelingen kann, in: Jahrbuch für Energiepolitik und Montankultur , Revierkohle (Hrsg.), Ham-burg 2017, S. 48 ff; Bennert, Wulf u.a.: Kann der Mensch das Klima retten?, Erfurt 2020, S. 43 ( zum Thema Gaskraftwerke), Limburg, Michael: Klimahysterie – was ist dran?, Jena 2009, S. 40 (zu den C02-Spur-engasanteilen in der Atmosphäre)  sowie RK-Redaktion vom 13.09.2020

Fotonachweise:

Header: Revierkohle; Bildmitte ( 3 unter-einander): Revierkohle

ganz unten: youtube 

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