Deutschland: Beendigung der Kohleverstromung besiegelt – wegen 0,00003 % Co2

illustration deutscher reichstag und mensch-ärgere-dich-nicht-hütchen

sollen die Versorgungssicherheit in Deutschland gewährleisten

illustration deutscher reichstag und mensch-ärgere-dich-nicht-hütchen

Nachdem der energiepolitische Wahnsinn 2000 mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) begann, wird sich dieser Mitte des Jahres mit dem Gesetz zur Reduzierung und zur Beendigung der Kohleverstromung (Kohle ausstiegsgesetz) vollenden.  Bis 2026 sollen alle Steinkohlekraftwerke und bis 2038 (möglichst 2035) alle Braunkohlekraftwerke in Deutschland vom Netz gehen.

Für Stabilität im Netz sollen neue Gas-kraftwerke und für den Ausgleich von vola-tiven Schwankungen Batterien sorgen. Bis 2050 soll der Anteil regenerativer Energien in Deutschland auf  80 % des Primärenergie-anteils steigen. So will es die Bundesegier-ung.  Kraftwerks-und Tagebaubetreiber sollen entschädigt werden.

Die Kosten des Gesamtpaketes, ein-schließlich Strukturhilfen und Anpassungs-gelder für die betroffenen Bergleute werden auf rd. 50 Mrd. EUR geschätzt. Die laufenden Subventionen für regenerative Energieträger betragen rd. 40 Mrd.EUR pro Jahr. 

Angeblich geschieht das zu unser aller Wohl. Denn um die Klimaerwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen, müssen alle antropho-genen C02-Emissionen auf Null zurückge-fahren werden. Nur so läßt sich das Klima noch retten. Die EU will im Rahmen des sog. Green-Deals über 1 Bio. EUR zwischen 2021 bis 2027 europaweit in die Energiewende stecken.

Einen ehrgzeigen, aber zugleich auch ausgewogenen Lösungsweg nannte Bundes-wirtschaftsminister Peter Altmaier den Gesetzesentwurf anlässlich der Beratungen im Bundestag. Das Gesetz sehe vor allem mehr Nachhaltigkeit vor, welche weder zu Lasten des Wohlstands noch zu Lasten der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft  wirken soll.

Wie wahrscheinlich diese Annahmen sind, wollen wir  im Folgenden versuchen zu beant-worten. 

Reiner Haseloff                   Armin Laschet                  Michael Kretschmar          Bodo Rammelow

Schauen wir uns daher zunächst einmal an, wie die Minister-präsidenten der betroffenen Kohleländer das Kohleausstiegs-gesetz bewerten. 

illustration bundesadler mit windkraftanlage, wolke und herz

ohne empirische Belege

Mit der Befürwortung des Kohleausstiegs in Deutschland bis 2038 liegen damit alle Minister der betroffenen Kohleländer auf Linie mit der Bundesregierung und diese wiederum in Übereinstimmung mit den Pariser Klimavereinbarungen von 2015. Alle politisch Verantwortlichen, mit Ausnahme der AfD, wollen also mit Hilfe des EEG und des Kohleausstiegsgesetzes dafür sorgen, dass die globale Erwärmung deutlich unter 2 Grad plus bleibt, um eine irreparable Erderwärmung aufgrund antrophogen erzeugter C02-Emissionen  zu verhindern. 

Mal abgesehen davon, dass bis heute keine einzige evidenzbasierte und randomisierte wissenschaftliche Studie vorliegt, die beweist, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Klimaer-wärmung und menschlich verursachtem C02-Ausstoss durch Ver-brennung fossiler Energien gibt, kann man das ganze Unterfangen als reines Hirngespinst bezeichnen, weil es ausschließlich auf An-nahmen und auf Computersimulationen des IPCC beruht, die sich mittlerweile auch noch als falsch oder als unzureichend  heraus-gestellt haben.

Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Kritik am sog. 97, 5 %-Konsens aller Klimawissenschaftler (hier klicken). Keine der vom Gesetzgeber verabschiedeten Maßnahmen haben bisher dazu beigetragen, dass die  C02-Emissionen wesentlich abgesenkt werd-en konnten.    

Nicht C02, sondern die Sonne entscheidet über das Klima

Und das Deutschland aus der Kohleverstromung aussteigen will, ist im Hinblick auf das Ziel, die C02-Emissionen bis 2050 auf 0 % re-duzieren zu wollen, völlig bedeutungslos, denn die von Menschen zusätzlich verursachten C02-Emissionen machen in der Atmo-sphäre gerade einmal 0,040 % aus. (= 400 ppm), wovon Deutsch-land wiederum für 2,5 % verantwortlich zeichnet. Bezogen auf den gloabalen Anteil von 0,040 %  entspricht das gerade einmal einem Anteil von 0,00003 %. Dieser Anteil ist praktisch nicht meßbar.   

Und für diesen kaum messbaren Einfluss soll nun also die gesich-erte und preiswerte fossile Energieversorgung in Deutschland zu-gunsten volativen Stroms geopfert werden? Es hört sich wie ein schlechter Witz an, ist aber ernst gemeint. 

Die bestehende Klimahysterie fusst auf Angst, die völlig irrational ist. C02 ist ein wichtiges Spurengas, dass weder zur (unter-stellten)Treibhauserwärmung noch zur Klimawerwärmung nenn-enswert beiträgt, weil es dazu schlicht nicht in der Lage ist. Denn auf das Klima wirken eine ganze Reihe von Einflussgrößen ein, die viel bedeutsamer sind.

Zu nennen wäre die Sonnenaktivität, die maßgeblich für das Klima verantwortlich ist. Dann kommt der Wasserdampf als wichtige Ein-flussgröße in Betracht (H2O), die Wolkenbildung, kosmische Rück-strahlungen (Partikel), Vulkanausbrüche, Aerosole u.a. Einfluss-größen. Die Veränderungen verlaufen darüber hinaus chaotisch und nicht linear. Deshalb ist eine Wettervorhersage für einen längeren Zeitraum auch nicht möglich, wie Sie selbst aufgrund der täglichen Wetterberichte in den Medien sehen können.    

industrieller Niedergang besiegelt ?

wie der Ausstieg aus der Kohleverstromung aussehen soll

Windrad und Luft

Neben den erwähnten GuD-Kraftwerken sollen zusätzlich rd. 80 neue Gaskraftwerke die wegbrechende rd. 48 Gigawatt-Leistung pro Jahr aus herkömmlichen Kraftwerken ersetzen. Der Strom soll mit Hilfe der Wasserstofftechnologie und mit Hilfe von Windkraftanlagen erzeugt werden. Warum das kaum gelingen kann, wollen wir im Folgenden skizzieren. 

-

Bis 2038 erfordert der Kohleausstieg eine tägliche Strom-speicherkapazität von rd. 23,6 Gigawatt (=567 GWh). Unterstellt, ein Gaskraftwerk erzeugt 0,5 GW an elektrischer Leistung, dann bräuchte man schon 47 Gaskraftwerke für einen Tag. Bei einer 10-tägigen Windflaute benötigt man schon 236 GW an Strom-speicherkapazität (=11.340 GWh) oder 94 Gaskraftwerke. Das sind schon 14 mehr als von der Bundesregierung geplant. Es entsteht also eine Deckungslücke in Deutschland. Aber damit ist die Rechnung noch lange nicht zu Ende. 

Soweit zusätzlich der Automobilverkehr bis 2050 komplett auf E-Mobilität umgestellt werden soll, was die Bundesregierung will, dann müßte die derzeitige Stromerzeugungskapazität von 690 GW (in 2019) um weitere 107 GW erhöht werden. Und falls alternativ die Automobilindustrie auf Wasserstofftechnologie umgerüstet werden sollte, würde man zusätzlich 145 GW an Stromer-zeugungskapazität benötigen. Zu den Problemen der Wasser-stofferzeugung verweisen wir auf unseren Beitrag hier

Wind und Sonnenenergie unterliegen ständigen natürlichen Schwankungen. Auch diese müßten ausgeglichen werden. Den monatlichen Lastgangdaten (z.B. von Entso-E sowie der FH Aachen) kann man entnehmen, dass die derzeitigen  stündlichen Schwankungen bei +/- 8 GW/h liegen. Würde der Strom aus-schließlich über Windkraftanlagen erzeugt werden, dann würde die Schwankung auf +/- 22 GW/h ansteigen.

Diese Schwankungen können Gaskraftwerke nicht ausgleichen und entsprechend große Stromspeicher stehen nicht zur Ver-fügung. Auch wenn die Grünen ständig etwas anderes behaupten. Der Strom müßte also importiert werden. Ob die Schweiz, Österreich, Tschechien oder Polen bereit wäre, ihre gesamten stündlich erzeugten Strommengen an uns abzuliefern, bleibt fraglich.

Und da die EU im Rahmen des von Frau von der Leyen vorgestellt-en Green-Deals auch alle fossilen Treibstoffe ersetzen will, müßte die heutige Stromerzeugungsmenge verdoppelt werden. Können Sie sich vorstellen, dass dann alle 200 Meter eine Windturbine stehen wird und massenhaft Solarpaneele aufgestellt werden müßten, ohne dass damit die Versorgungssicherheit gewährleistet wäre? Und können Sie sich vorstellen, dass durch die Dekar-bonisierung der Industriestandort Deutschland gefährdet wäre, weil die energieintensive Industrie auf fossile und preiswerte Energieträger jederzeit angewiesen ist, um bestimmte Produkte erstellen zu können? ( Chemie, Baustoffindustrie, Stahlindustrie, Automobilindustrie etc.)

In ganz Europa würden durch die Umsetzung der Pariser Klima-ziele rd. 11 Mio. Arbeitsplätze auf der Kippe stehen. Und trotzdem würden sich die C02-Emissionen nur wenig absenken lassen, da China und Indien zwischenzeitlich Hunderte von neuen Kohle-kraftwerken baut, um den Energiehunger zu stillen. Und Windkraft wird auch nicht den Wohlstand nach Afrika und Südamerika tran-sportieren.  

Sagen Sie später also nicht, Sie hätten von nichts gewußt. Schließlich sind Sie es, der die Zeche bezahlen muß.        

Quellenhinweise:

N.N.: Von der Kohle hin zur Zukunft, Stellungnahme der Bundesregierung zum Kohleausstiegsgesetz vom 06.03.2020 (bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/kohleregionen); Presse-mitteilung des Presse-und Informationsamtes der Bundes-regierung vom 29.01.2020; Statements der Min.Präs. Haseloff, Laschet, Kretschmar und Rammelow in der 986. Sitzung des Bundesrates zu TOP 25 vom 13.03.2020; Olson, Harry G.: Handbuch der Klimalügen, 3. Auflg., Jena 2010, S. 8 ff;  Driessen, Paul: Wie genau soll der Ersatz fossiler Treibstoffe aussehen?, in: Eike.de vom 19.03.2020; Beppler, Erhard: Der industrielle Niedergang Deutschlands wird nun durch den Beschluß des Bundestages zum Kohleaustieg besiegelt..; in: Eike.de vom 26.03. 2020 sowie RK-Redaktion vom 08.04.2020 

Fotonachweise:

ganz oben: Reichtagsgebäude: Mathias Westermann; Layout: Revierkohle; links darunter: Haseloff, Laschet, Kretschmer und Rammelow: Presseamt Bundesregierung, Freistellung: Revier-kohle; links darunter: 2 Illustrationen: Revierkohle

l

Diesen Beitrag teilen