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Energiewende: nochmals: droht die Ökodiktatur ?

die Anderen -Plakat

ohne ein gewisses Maß an Öko-Diktatur geht es nicht - sagt die Deutsche Bank und die Grünen

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Eric Heymann ist ein nüchterner Zahlenmensch. Das muß er auch sein, denn er ist leitender Analyst bei der Deutschen Bank Research. Ausgerechnet die Deutsche Bank warnt nun in ihrem neuesten Analysebericht vom 11.11.2020, das die geplante Klima-neutralität bis 2050 nicht ohne Krisen vonstatten gehen wird.

Es wird zu einem spürbaren Verlust von Wohlstand und Arbeits-plätzen kommen. Wenn die Bundesregierung an der Energiewende festhält, kann die Transformation der Gesellschaft (O-Ton der Grünen) nur gelingen, wenn dabei auch ein gewisses Maß an Ökodiktatur ausgeübt wird. 

Müssen wir uns in Zukunft analog zum Corona-Logdown nun auch mit einem Klima-Logdown rechnen ?    

Wenn es nach den Grünen geht, ist fast alles denkbar. Das hatten wir bereits in unserem Redaktionsbeitrag vom 05.Sept.2020 ver-mutet und begründet. ( siehe > hier)

Ausgehend von der Studie „Die Grenzen des Wachstums“  des Ökonomen Dennis Meadows, wollen die Grünen bis 2050 eine flächendeckende neue Wachstumsstrategie umsetzen. Diese soll selbstverständlich klimaneutral, kostenarm und gerecht sein. Und sie soll dazu beitragen, das der Wohlstand auch weiterhin gesichert bleibt. Und wie üblich bei den Grünen, wird alles im optimistischen Narrativ formuliert.

So soll das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch und vom C02-Ausstoß entkoppelt werden. Nachhaltiges Wachstum wird das auch genannt. Fleisch soll o.k. bleiben, aber nur, wenn das Fleisch von glücklichen Biorindern aus artgerechter Haltung stammt. Autofahren wird auch weiterhin möglich sein, aber nur, wenn es elektrisch mit Öko-Strom fährt. Überschüssiges C02 wird aus der Atmosphäre wieder zurückgeholt usw.usw.

Allerdings hat diese Story einige Haken: es wird teuer. Sehr teuer. Und trotzdem wird die erhoffte Energiewende nicht gelingen. Denn Fortschritt und Wachstum ist ohne fossile Energieträger nicht zu haben. Und die Grünen bleiben den Beweis schuldig, dass man Wachstum und Ressourcenverbrauch entkoppeln könnte.  

Eric Heymann

Eric Heymann

Analyst bei der DB-Research in Frankfurt/M., Foto: Deutsche Bank

Eric Heymann von der Deutschen Bank Resaerch greift diesen Gedanken in seinem Analysebericht  “ Klimaneutralität: sind wir für eine ehrliche Diskussion bereit?“ auf und bezeichnet die neue Wachstumsstrategie als unseriös. Denn es würde nicht mehr lange dauern, dann würden die relativ abstrakten Folgen der EU-Klimaagenda „Green Deal“  (u.a. von Uschi von der Leyen ausgeheckt) für jeden Haushalt konkret spürbar werden.

Drastische Eingriffe in der Wahl der Verkehrsmittel, der Wohn-ungssgröße, der Heizungsart, der Besitz von elektronischen Kon-sumgütern sowie Einschränkungen beim Konsum von Fleisch und Südfrüchten seien unabdingbar erforderlich.

Durchgesetzt werden diese Einschränkungen auf dem Wege des Ordnungsrechtes. Das könnte zu massivem politischen Widerstand führen, so Heymann. Dieser wird sich wahrscheinlich auf die ständig weiter steigenden Energiepreise dank dem EEG richten und natürlich auch gegen die Einschränkung von Freiheits-und Eigen-tumsrechten.  

Dieser Widerstand wäre aber aus unserer Sicht notwendig,  weil die Deutschen grundsätzlich wenig einsichtsfähig sind. Das hat die Geschichte gezeigt. Erst viel Leid brachte die Menschen dazu, ihr Verhalten oder ihre Ansichten zu ändern. Und das gilt nicht nur für die jüngere NS-Geschichte sondern auch für die fixe Idee der Klimarettung. 

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Quellenhinweise: 

Blach, Bernhard: Grüne: Brett vor dem Kopf ?, in: RK-Redaktion vom 05.09.2020; Heymann, Eric: climate neutrality: are we ready for an honest discussion ?, in: DB-Research-Analysebericht, Frankfurt 2020; S. 2 ff; Eike.de vom 14.01.2021; TAZ vom 23.01.2021 sowie RK-Redaktion vom 18.02.2021

Fotonachweise:

Header: Gerd Altmann, pixabay: Veränderung: Revierkohle; links darunter: Bündnis 90/die Grünen: Revierkohle-Entwurf  

Und man sollte nicht erst dann protestieren, wenn die Stromrechnung nicht mehr bezahlt werden kann, das Geld für das Null-Emissionshaus fehlt oder das E-Auto nicht mehr haltbar ist, denn dann sind schon zahlreiche energieintensive Betriebe und damit Tausende von Arbeitsplätzen den Bach runtergegangen. 

Denn wenn die EU in Sachen Klimaneutralität in den nächsten Jahren wie beschlossen Gas gibt, dann werden auch die Kohlen-stoffpreise schneller steigen. Das wird die Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Industrie massiv einschränken, denn außerhalb der EU wird weiterhin auf die preiswerten fossilen Energieträger gesetzt. Nicht nur in China! Sollen Deutsche Unternehmen dann bis zum St. Nimmerleinstag subventioniert werden?

Wenn man sich dann noch vor Augen führt, dass die ganze Klima-problematik nur auf einer These beruht, die wissenschaftlich bisher nicht begründet geschweige den bewiesen werden konnte, dann wird deutlich, welcher Wahnsinn diese Energiewende ist. Wir brauchen in der Tat daher eine ehrliche Diskussion über den Sinn und die Kosten sowie über Alternativen, die die Versorgungs-sicherheit nicht gefährden.  

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