Home » Enercon: Meldung an das BSI wegen Störung von Windkraftanlagen

Enercon: Meldung an das BSI wegen Störung von Windkraftanlagen

5800 Windkraftanlagen von Enercon konnten mit Ausbruch des Ukraine-Krieges am 24.02.2022 nicht mehr ferngesteuert werden, da die K-SAT Satellitennetzwerke für Europa gestört waren. Die Fernüberwachung der Anlagen mit einer Gesamt(nenn) leistung von 11 Gigawatt konnte nur noch im Stand-by-Betrieb erfolgen, aber nicht mehr heruntergeregelt werden.

ISP-Eusanet meldete ebenfalls Probleme. Da der Betreiber Enercon sowie Viasat vermutete, dass der Ausfall mit einem Cyberangriff auf die Netzinfra-struktur durch russische Hacker in Verbindung stehen könnte, wurde das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) eingeschaltet. Europaweit sollen 30.000 Satellitenterminals betroffen gewesen sein.

Zwar geht das BSI bisher nicht von einer erhöhten Bedrohungslage für Deutschland aus, ruft aber trotzdem alle Unternehmen und Behörden  dazu auf, die Sicherheitsmaßnahmen in der IT zu erhöhen. Informationen hierzu stellt das Bundesamt im Rahmen der Allianz für Cyber-Sicherheit bereit ( > siehe hier)

Beim BSI laufen alle Informationen zur aktuellen Lage in Bezug zur Infor-mationssicherheit im Nationalen Cyber-Abwehrzentrum in Bonn auf. Dort hat man es augenblicklich noch mehr mit der Bekämpfung von Phishing-e-Mails und vereinzelten Hackerangriffen zu tun. Eine akute Bedrohung durch Russland wird zur Zeit nicht erkannt.

nicht nur der Windstrom ist unzuverlässig, auch die IT-Sicherheit

Elementare Bereiche unserer Gesellschaft werden mittler-weile mit Hilfe von Satelliten und verbundenen Netzwerken aller Art gesteuert.

Von der Just-in Time-Produktion über digitale Standleitungen, über das europaweite Kraftwerksmanagement bis hin zur vernetzten Arbeit von Rechenzentren. Die Störung von Wind-kraftanlagen zeigt, wie bedroht unsere Versorgungssicherheit werden könnte, wenn wir bis 2050 angeblich klimaneutral Strom nur noch aus Wind-und Solaranlagen erhalten. Warum die Bundesregierung dieses hohe Risiko weiterhin eingehen möchte, entzieht sich einer rationalen Betrachtung, da es um Ideologie und Religionsersatz geht. Vielleicht trägt der Ukraine-Krieg zu einem umdenken bei.

Risiko Windkraftanlagen

noch können Sie gemütlich eine Tasse Kaffee schlürfen

Ziel der Störung war bestimmt nicht die Lahmlegung von Windkraftanlagen in Deutschland

Die Störung der Satellitenverbindung zur Fernüberwachung und Steuerung von Windkraftanlagen war mit großer Wahrscheinlichkeit darauf ausgerichtet, die ukrainische Internetversorgung lahmzulegen. Dieser mögliche Versuch hat dann in der Folge dazu geführt, dass die Fernsteuerung vorübergehend mit betroffen wurde.

Es könnte aber auch nur eine ganz  gewöhnliche Störung gewesen sein. So ähnlich, wie wenn Sie den Stecker aus ihrem Router herausziehen. Der Vorfall zeigt aber, dass die Bundesregierung ein viel zu grosses Vertrauen in die Windkrafttechnologie hat, das mit nichts zu rechtfertigen ist.

Denn der Ausfall von Windkraftanlagen ist heute schon ohne den Ausfall von Fern-steueranlagen der Normalfall. Das zeigen jedenfalls die Lastverläufe des Energie-versorgers Entso-E Monat für Monat sehr deutlich. An vielen Tagen im Monat erzeug-en die Windkraftanlagen so gut wie gar keinen Strom. Um den Bedarf dennoch zuver-lässig zu decken, müssen immer wieder unsere Kohle-und Gaskraftwerke zuge-schaltet werden. Diese Parallelstruktur führte in 2021 zu mehr als 7000 händischen Notbewirtschaftungsmaßnahmen ( Redispatch), um einen Neztzusammenbruch zu verhindern. 

Die Satellitentechnologie zählt zur kritischen Infrastruktur, die viel besser geschützt werden müßte, da nicht nur Windkraftanlagen, sondern auch das gesamte euro-päische Stromnetz über Satellitenverbindungen miteinander verbunden ist. US-Außenminister Antony Blinken hat das am 7.2.2022 vor Vertretern der Europäischen Union in Brüssel recht klar auf den Punkt gebracht, als er erklärte, das die Energie-sicherheit eng mit der regionalen, nationalen und globalen Sicherheit miteinander verbunden ist.  

Das die aktuelle Entwicklung nicht zu einer Stabilisierung der Energiemärkte beiträgt, versteht sich von selbst.

Quellenhinweise:

FAZ vom 02.03.2022, Der Stern vom 02.03.2022; Der Spiegel vom 01.03.2022; Golem.de vom 27.02.2022, Eike.de vom 05.03.3022; Neue Züricher Zeitung vom 26.02.2022; Pressmitteilung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik vom 04.03.2022 sowie RK-Redaktion vom 14.04.2022

Fotonachweise:

Header: WKA-vor dunklem Himmel: pixabay.com, Schalthebel: Bruno of pixabay.com, links unten: GIF-Animation: Lottify; rechts: Grafik: pixabay.com , links unten: 2022: pixabay.com

Diesen Beitrag teilen