Der Südpool zerbricht. Tatsächlich ?

       ein gigantischer Eisberg hat sich gelöst und treibt nach Norden



SSUCv3H4sIAAAAAAAAE22OsQ7DMAhE/4XZQ7NV/pUoA3ZoYtUylcFDFfnfC2rHbsfd4+CChFIyxAtoL8q9YIV4C1BqHaIdtXAzYwbIqHQYQOI0HtTy25Qlv4r1cgYiQAAZycUMf7zNVlhP6t6TeTTtVgT3xZhObffggVVo+lwJxU+umzUo6pDvA6kcopyfr5OVIS5zfgADt1WJzAAAAA==

Am 13.Juli 2017 warnte die Bildzeitung die Menschheit vor der nächsten grausamen Klimakatastrophe. Ein rund 5.800 Quadratkilometer und eine Billion Tonnen schwerer Eisberg hat sich in der Gletscherregion „Larsen C“ in der südllichen Antarktis gelöst und treibt nun gen Norden. Ein Vorgang, der nicht Außerge-wöhnlich ist, für den Klima“experten“ Prof. Dr. Mojieb Latif (Uni Kiel) aber ein echter Warnschuss für die Menschheit, da die Antarktis nun insgesamt ab-schmelzen würde, da weitere Eisberge jetzt nach-rutschen könnten. Das wäre insofern dramatisch, so Latif, da die Antarktis zu den sich am schnellsten er-wärmenden Gebieten gehört. Es drohen Überflut-ungen und Massenfluchten. Der Deichbau würde an seine Grenzen geraten. Und „Bild“ setzt noch einen drauf und orakelt, das Forscher erwarten, das der Meeresspiegel bis Ende des Jahrhunderts um bis zu 1,50 m steigen wird. Gut gebrüllt, Löwe, können wir dazu nur sagen.

NASA-Foto v. 28.02.2015

Antarctica word cloud shape concept

Trotz medialem Gebrüll und angeblich gesicherter Fakten, die merkwürdiger Weise immer nur von drei Instituten in Form von rein statistischen Mittelwerten vorgetragen werden ( Uni Kiel, PIK-Potsdam und IPCC), gibt es de Fakto keinen Grund, in Panik zu geraten. Denn bei dem 175 km langen und 1 Billion Tonnen schweren Eisberg handelt es sich um ein Stück Schelfeis vor der antarktischen Halbinsel Peninsula, einem kleinen Teil des antarktischen Kontinents gegenüber dem argentinischen Feuerland. Diese Fläche macht weniger als 1 % der antarktischen Land-masse aus. Darüber hinaus ist der Abbruch nicht ungewöhnlich, da Schelfeis von Landgletschern vor-getrieben wird und auf dem Meer schwimmt. Der Klimaexperte Dipl.-Ing. Michael Limburg erklärt diesen Abbruch mit der Schwerkraft sowie mit den starken Scherkräften, die immer wieder für das sog. „Kalben“ (abbrechen) sorgen würden. Auch widerspricht er der oft vorgetragenen Sorge, das dadurch der Meeres-spiegel ansteigen würde, da das Schelfeis zuvor schon auf dem Meer schwamm. Fließendes und frei schwebendes Eis, das von der Küste in das Meer mit der Zeit hineinwächst, muß früher oder später ab-brechen. Die Veränderungen der Meeresströme haben in den letzten 20 Jahren dafür gesorgt, das bereits sieben Schelfeise an der antarktischen Halb-insel zerfallen sind. Im Jahre 1995 war es der Eisberg Larsen A und zuletzt im Jahre 2002 der Schelfeeisberg Larsen B. Und trotzdem ist der Meeresspiegel nicht signifikant gestiegen. Limburg erklärt diesen Umstand mit der viel zu kleinen Masse von 12 % der abge- brochenen Eisberge, als das diese in der Lage wären, einen Meeresspiegel-Anstieg auszulösen. Die ver-änderten Meeresströmungen sowie mechanische Vortriebskräfte sorgen vielmehr dafür, das die Schelf-eisberge, die  ziemlich weit in das Meer hineinragen, die schwimmenden Eiszungen unterspülen. Durch natürliche  Sonneneinstrahlung an der Küste vor der Halbinsel Peninsula hat sich das Meerwasser etwas erwärmt. Das wärmere Wasser schwächt das Schelfeis zusätzlich und wird brüchig. Diese Beobachtungen wurden bereits in 2010  gemacht. Dies führte dann zu dem seit Jan. 2017 durch die Weltraum-Behörde ESA beobachtete Rissbildung, die sich im Mai fortsetzte und Anfang Juli 2017 dann zum Abbruch führte.

Das bestätigen auch neueste Untersuchungsergebnisse des Alfred-Wegener-Instituts in Bremen. Der Meteorologe Klaus Puls hat den 30jährigen Klimatrend untersucht und kommt zu dem Ergebnis, das die Eisflächen rund um die Antarktis von 1980 bis 2015 sich um 3,0 bis 3,8 % ausgedehnt haben. Von einem Beginn weitreichenden Abschmelzens der Antarktis bzw. einem Bruch des Südpools, wie es die Bild-Zeitung orakelte, kann demnach also gar keine Rede sein.

Quellenhinweise:

Limburg, Michael: Suchergebnisse für Eisberg abgebrochen, in: Eike.de vom 13.07.2017 (Hinweis: in diesem Beitrag finden Sie die o.g. Statistik zur Eisflächenausdehnung in der Antarktis von Klaus Puls aus 2017), Pressemitteilung des Alfred-Wegener-Instituts im Helmholtz-Zentrum für Polar-und Meeres-Forschung (AWI) vom 06.07.2017; Zeit-Online vom 13.07.2017; MDR vom 12.07.2017; RP-Online vom 12.07.2017; FAZ vom 08.06.2017, Bell, Larry: Eisabbruch in der Antarktis heizt die Klima-Hysterie weiter an, in: Eike.de vom 30.07.2017, Hamburger Abendblatt vom 07.07.2017 sowie RK-Redaktion vom 04.08.2017

Fotos: oben links: OLGA. fotolia-Kauf; NASA-Satellitenbild: NASA Goddard Space Flight Center, in: Committee For Constructive in: Bell, Larry, a.a.O. (siehe Eike.de vom 30.07.2017, Antarktis-Text: ibreakstock, fotolia-Kauf 

Diesen Beitrag teilen