DER KLIMAWAHN GEHT WEITER
Die jüngsten Protestaktionen von Klimaaktivisten in Nordrhein-Westfalen vor dem Werksgelände des RWE-Gaskraftwerks Gersteinwerk und am Kraftwerk Voerde zeigen einmal mehr die wachsende gesellschaftliche Polarisierung rund um die deutsche Energie- und Klimapolitik. In Hamm richtete sich eine Demonstration gegen den geplanten Bau neuer Gaskraftwerke, während es am 29. Mai 2026 in Gelsenkirchen-Scholven Berichten zufolge zu einem unrechtmäßigen Eindringen von rund 200 Aktivistinnen und Aktivisten auf das Gelände eines Uniper-Kraftwerks kam.
Protest in Hamm: Politischer Ausdruck mit energiepolitisch fragwürdiger Zielrichtung
Die Protestveranstaltung in Hamm stand unter der Forderung nach einem konsequenten Ausstieg aus der fossilen Energieerzeugung. Die Demonstrierenden kritisierten insbesondere die langfristige Festlegung auf neue Gaskraftwerkskapazitäten, die aus ihrer Sicht den Ausbau erneuerbarer Energien verzögern und fossile Abhängigkeiten verlängern.
Aus redaktioneller Sicht ist festzuhalten: Derartige Proteste sind Ausdruck demokratischer Teilhabe und grundsätzlich legitim, solange sie im Rahmen des Versammlungsrechts stattfinden. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, ob die pauschale Ablehnung von Gaskraftwerken die realen Anforderungen eines zunehmend elektrifizierten Energiesystems ausreichend mit bedacht wurden. Die vergangenen Erfahrungen zeigen, das das bei der Klimabewegung regelmäßig nicht der Fall ist, weil Angst das dominierende Motiv ist. Das diese aber unbegründet ist, wollen die Aktivisten einfach nicht wahr haben.
Protest in Gelsenkirchen-Scholven: Grenzüberschreitung durch Eindringen auf das Betriebsgelände
Deutlich anders zu bewerten ist das Geschehen in Gelsenkirchen-Scholven. Das Eindringen von Störern auf das Betriebsgelände des Uniper-Kraftwerks, das trotz massivem Polizeiaufgebots nicht verhindert werden konnte, stellt einen klaren Verstoß gegen geltendes Recht dar. (Hausfriedensbruch und Gefährdung sensibler Infrastruktur) Die Polizei leitete daher 258 Strafverfahren ein. Aber das sind die Aktivisten ja schon gewohnt.
Am Werk waren wieder:
3 Profi-Protestgruppen
Aufgerufen zu dem Protest hatten die bereits von Gerichts wegen bekannten klimaalarmistischen Fraktionen von Friday for Future, BUND und Campact. Außerdem waren auch Vertreter von der letzten Generation sowie von Greenpace angereist. Das gemütliche Zeltlager sollte nach Angaben der Veranstalter Ausdruck zivilen Ungehorsams sein. Nach unseren Kenntnissen hatte sich diesmal aber Niemand festgeklebt.
Sicherheit
Ein zentraler Streitpunkt in der Debatte ist die Frage der Versorgungssicherheit im Stromsystem. Als Befürworter konventioneller Kraftwerke argumentieren wir seit Jahren, dass Kohle- und Gaskraftwerke als steuerbare Leistung notwendig sind, um Schwankungen erneuerbarer Energien auszugleichen.
Denn die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergieanlagen ist wetterabhängig und schwankt ständig. Diese sogenannte Volatilität stellt Anforderungen an das Stromsystem, insbesondere in Bezug auf:
Anforderungen
- Netzstabilität und Frequenzhaltung
- Ausgleich von Lastspitzen und Erzeugungsdellen
- Bereitstellung gesicherter Leistung in Dunkelflauten
was noch bedacht werden muß:
Kohle-und Gaskraftwerke gewährleisten nicht nur die Sicherstellung der Grundlast und der sekundengenauen Bereitstellung von Strom, sondern sie liefern auch wichtige Zusatzstoffe für die petrochemische Industrie und sie liefern Prozesswärme für die Herstellung von Produkten.
Ohne Kohle, Gas und Öl kein Wohlstand
Leider blenden die Klimaaktivisten aller Fraktionen diese Erkenntnis gerne aus, weil es nicht in ihr Weltbild passt. Statt dessen träumen Sie von „stabilen“ Lösungen wie den Bau neuer Gleichstromleitungen, den Bau von Konvertern und Batterien, die bei Flaute für die Netzstabilität sorgen könnten.
Das ist technisch zwar durchaus machbar, aber es kostet dem Steuerzahler Mrd. an Euros. Und trotzdem erhält er dann weder preiswerten noch zuverlässigen Strom. Denn eine Batterie, die Strom für einen Flautezeitraum von 1 bis 2 Wochen abdecken könnte, gibt es nicht. Und die Batterien, die heute existieren, können Strom für maximal 1-2 Stündchen liefern. Dann ist Sense. Und wir reden hier nur über Strom.
Und wenn Windstille und Flaute herrscht, dann ist die Flaute nicht regional begrenzt. Und eine noch viel wichtigere Erkenntnis wird von den Klimaaktivisten aus religiösen Gründen vollständig ausgeblendet: C02 ist kein Gift und kein Klimatreiber. Warum C02 kein Buhmann sein kann, haben wir in den letzten Jahren immer wieder belegt. Bitte schauen Sie daher in unserem Archiv nach.
Glückauf !
Quellenhinweise:
RP-Online vom 27.05.2026; WAZ vom 30.05.2026; TZ.de vom 29.05.2026; gelsenkirchen.polizei.nrw. de vom 29.05.2026; Tagesschau.de vom 30.05.2026; NRZ.de vom 29.05.2026 sowie RK-Redaktion vom 14.06.2026
Fotonachweise:
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