Volksinitiative „Tschüss Kohle“ – reine Ideologie und Volksverdummung

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Seit Febr. 2018 geistert in Hamburg eine Volksinitiative durch die Stadt, die sich zum Ziel gesetzt hat, Wärme aus Kohle-strom bis 2023 und Strom aus Kohle bis 2030 abzuschaffen. Begründet wird dieses realitätsferne Ansinnen mit dem Hinweis, dass Kohle massiv zum C02-Ausstoß beitragen würde. Kritiklos wird sich am Pariser Klimaabkommen orien-tiert. Der Klimawandel wäre nur noch dann zu bremsen, wenn man es schafft, die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenz-en. Durch die Abschaffung von fossilen Kraftwerken würde man gleichzeitig Verantwortung für künftige Generation-en übernehmen. Und da die Ev. Kirche bei dieser Intiative kräftig mitmischt, darf der Hinweis auf die Bewahrung von Gottes Schöpfung natürlich nicht fehl-en. Im folgenden wollen wir (erneut) darlegen, das diese scheinbar ver-nünftigen Forderungen alles andere als vernünftig sind. Sie sind reine Ideologie, weil sie die physikalisch-technische Realität ausblendet und die Versor-gungssicherheit ernsthaft gefährden würde.

Fangen wir bei der bekannten These an, das der von Menschen verursachte Aus-stoss von Kohlenstoffdioxid (C02) ur-sächlich an der Klimaerwärmung schuld sei.

Diese These wird von den Medien immer wieder gerne vorrgetragen. Sie ist aber falsch, weil der Anteil des Spurengases C02 in der trockenen Luft gerade einmal 0,04 % oder 400 ppm beträgt. Das heißt, auf 10.000 Luftmoleküle kommen nur 4 C02 Moleküle. Der Rest setzt sich zu 78,08 % aus Stickstoff, 20,95 % aus Sauerstoff und zu 0,93 % aus Argon in der trockenen Luft zusammen. Treibhausgase wie das C02, aber auch Methan (CH4) und Lach-gas (N20) besitzen die Eigenschaft, von der Erdoberfläche emittierte Wärmestrahl-ung zu absorbieren und damit die Atmo-sphäre zu erwärmen. Der Treibhauseffekt ist daher die Voraussetzung für jedes Leben auf der Erde, da die Temperaturen ansonsten permanent bei -18 Grad liegen würden. Ohne C02 gebe es keine Pflanzen auf der Erde und keinen Sauerstoff. Klima-experten haben bewiesen, das 92, 72 % der C02-Emissionen natürlichen Ur-sprungs sind. Die Klimasensitivität ( das ist die Annahme über die Klimaerwärmung bei Verdoppelung der Konzentration von Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre ) beträgt gerade einmal 0,6°C.

Bei dieser geringen Klimasensitivität haben CO2-Emissionen keinen schädlichen Einfluß auf das Klima.

Die nächste schlaue These lautet, das der von Menschen verursachte Klimawandel nur noch dann verhindert werden kann, in dem wir die Temperaturerhöhungen auf 1,5 Grad begrenzen

Besorgte Bürgerinnen und Bürger mag diese These überzeugen, richtig ist sie aber dennoch nicht, weil sie unaus-gesprochen davon ausgeht, das der  Klimawandel in eine unumkehrbare Kata-strophe endet (siehe Al Gore mit seinem Kino-Katastrophen-Film), wenn die Men-schen die (stattfindende) Klimaerwärmung nicht auf 1,5 Grad abbremsen. Und das geht angeblich mit einer Abschaltung aller fossilen Kraftwerke. Diese These hält der Wirklichkeit nicht stand, weil es in den letzten 20 Jahren keine signifikanten Tem-peraturerhöhungen oder eine Zunahme von Extremwetterereignissen trotz einer Verdreifachung der C02-Emissionen ge-geben hat.  Klimaveränderungen hat es immer gegeben und wird es auch weiter geben, ohne das der Mensch darauf einen Einfluss nehmen kann. Auch ist der Meer-esspiegel nicht signifikant gestiegen und die Eisbären sind immer noch nicht ausgestorben. „Klima“ ist im Übrigen eine rein statistische Größe, die mit dem aktuellen Wettergeschehen kaum etwas zu tun hat, weil das Klima eine Vergang-enheitsbetrachtung des Wettergescheh-ens in den letzten 30 Jahren ist, welches mit Hilfe eines arithmetischen Mittel-maßes durch Annahmen in die Zukunft extrapoliert wird. Wir haben es daher mit einer am PC geschaffenen Konstruktion zu tun, wie sie z.B. auch vom Weltklimarat (IPCC) in seinen jährlichen Zustandsbe-schreibungen verwendet wird.

Man kann es also nicht oft genug wiederholen:

Statistische Berechnungen über den Wett-erverlauf sind theoretische Annahmen und haben mit dem tatsächlichen Wetterver-lauf wenig gemeinsam. Sie wissen wahr-scheinlich, das der Deutsche Wetterdienst nicht in der Lage ist, das Wetter für die nächsten 4 Wochen exakt vorherzusagen. Das liegt aber keineswegs an der Un-fähigkeit der Meterologen, sondern an der Komplexität des Klimageschehens, da das Wetter nicht linear, sondern chaotisch verläuft. Und ein stattgefundenes Ereignis wie das Klima, kann man nicht schützen.

 

Die letzte These lautet: wenn man sich für die Abschaltung alle fossilen Kraftwerke einsetzt, dann übernimmt man gleich-zeitig Verantwortung für die künftigen Generationen.

Auch diese These ist falsch, weil sie von der Annahme ausgeht, das der Versorg-ungsbedarf an Strom und Wärme künftig problemlos durch regenerative Energie-träger wie Wind, Solar und Biogas gedeckt werden könnte. Das ist aber leider nicht der Fall, da Strom, der aus regenerativen Energieträgern hergestellt wird, nur zeitweise erzeugt werden kann, denn der aus Windkraft produzierte Strom ist mal im Überschuss vorhanden und meistens im Verlaufe des Jahres fast gar nicht. Das Jahr hat 8.720 Volllaststunden, alle rd. 32.000 Windkraftanlagen erzeugen im Jahresdurchschnitt aber gerade einmal nur 1.800 Volllaststunden. Bei den Photo-voltaik-Anlagen sind es gerade einmal nur 800 Volllasstunden. Dieser Flatterstrom hat in 2017 dazu geführt, das über 7000 händische Noteingriffe vorgenommen werden mußten, die sog. Redispatch-Maß-nahmen, um einen Zusammenbruch der Stromnetze zu verhindern. Regelmäßig wird die Bedarfsabweichung über fossile Grundlastkraftwerke wiederhergestellt. Da unser Netz auf der Basis einer 50 Herz-Wechselspannung arbeitet, führt jede Ab-weichung, die durch Flatterstrom verur-sacht wird, binnen Sekunden zum Black-out. Um das dynamische Gleichgewicht von Erzeugung, Verbrauch und Netz-frequenz stabil halten zu können, bedarf es zwingend einspeisender Kraftwerke, die Tag und Nacht bedarfsgerecht die Ener-gieerzeugung steigern oder drosseln könn-en. Sie sind sozusagen der Taktgeber. Windkraft-oder Solaranlagen können nicht heraufgeregelt, sondern nur herunterge-regelt werden. Alle Bemühungen, eine Großspeichertechnologie für regenerative Energieträger zu entwickeln, die sich dem Bedarf anpassen können, sind bisher ge-scheitert. Eine Abschaltung aller Kraft-werke hätte daher den sofortigen Black-out zur Folge. Das ist nicht verantwortlich, sondern unvernünftig. Aber woher sollen Nichtfachleute wie die Initiatorin der Volksinitiative Wiebke Hansen ( ohne Be-rufsangabe) und die Pastorin des Zentrums für Mission und Ökumene in der Ev. Landeskirche Nord das alles wissen. Wenigstens der Dritte im Bunde, Dr. Ulf Skirke, hätte sich als Physiker nicht vor den ideologischen Karren spannen lassen dürfen. Möglicherweise verfolgt Herr Skirke ganz eigene Ziele, die mit Klima-rettung nicht viel zu tun haben, so wie das viele andere Fachleute auch tun. Das Thema Klimawandel eignet sich nämlich ganz hervorragend dafür, um Fördermittel aller Art vom Staat einzusacken. 

die Versorgungssicherheit ist gefährdert

Und wer es jetzt noch etwas ge-nauer und im Detail wissen möchte, den verweisen wir auf unser Jahr-buch für Energiepolitik und Montan-kultur, hier die Ausgaben für die Jahre 2014-2017. Das Jahrbuch können Sie als mulitmediales e- Book zum Preis von 8,50 EUR über Ebozon.de erwerben (einfach nur Revierkohle eingeben)

Ferner haben wir für Sie ein Flip-Book vorbereitet, das für Sie zum blättern unten bereitsteht und unsere o.g. Antworten noch etwas mehr vertieft.

die Kohle in NRW geht… und warum sie in Deutschland trotzdem bleibt

Fotos: oben: Kohlestück: (c)voyagerix, fotolia-Kauf; Mitte: Kühlturm( li.):(c) animaflora, fotolia-Kauf; darunter: Kraftwerksleitstelle Saarlouis: FVS GmbH, Mitte: Funktionsschema Kohlekraftwerk: kolosses, CC-BY-SA.3.0,wikimedia commons; rechts oben: Strommasten in Marl-Hüls: Revierkohle; darunter: Kraftwerk Herne: Revier-kohle; ganz rechts oben: Bergmann: RAG; darunter links: (c) bluedesign, fotolia-Kauf; links darunter: Flip-Book von Revierkohle; rechts daneben: Halde-Rheinpreußen: grosses Geleucht: Guntram Walter, Metropolregion-Ruhr;

vgl.hz.a. Limburg, Michael, Müller, Fred F.: Strom ist nicht gleich Strom, Europäisches Institut für Klima und Energie, (Hrsg.) 1.Auflg., Jena 2015; Keil, Günter: Die Energiewende ist schon gescheitert, Europäisches Institut für Klima und Energie (Hrsg.), 1. Auflg, Jena 2012, Wendt, Alexander: Der Grüne Blackout - warum die Energiewende nicht funktionieren kann; Jahrbuch für Energiepolitik und Montankultur, Revierkohle, (Hrsg.); S. 84 ff , Hamburg 2018, Bericht der Deutschen Über-tragungsnetzbetreiber zur Leistungsbilanz 2016-2020 (ENTSO-E), Pressebericht des BM für Wirtschaft und Energie, Bonn vom 31.1.2018, Pressemitteilung des Bundesverbandes Braunkohle vom 4.5.2018, Bergheim und Berlin sowie RK-Redaktion vom 07.05.2018

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