LEAG: Sachsen unterstützt Kraftwerksbetreiber

im Rechtsstreit mit der EU um noch strengere Grenzwerte

BKW Boxberg

2.575 Mega-watt Leistung

18,1 Mrd. kWh in 2017

65.000Tonnen Braunkohlever-brauch /Tag

LEAG-Braunkohlekraftwerk Boxberg- Foto: AnkaWü, CC-BY-SA-3.0,2.5, 2.0, wikimedia commons

Sachsens Ministerpräsident Michael Kret-schmer untersützt die Klage von DEBRIV und diversen Kraftwerksbetreibern, darunt-er die Lausitz Energie Bergbau AG, die Mitteldeutsche Braunkohlen AG (MIBRAG) und eins energie in Sachsen GmbH & Co.KG. In 2017 hatte die Länder NRW, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Branden-burg die Bundesregierung aufgefordert, gegen die geplanten Grenzwertver-schärfungen der EU auf dem Klageweg vorzugehen, da die Erhöhungen weit über den derzeitigen Stand der Technik hin-ausgehen und daher eine mögliche Still-legung etlicher Kraftwerke droht.

Bereits in 2017 hatte die EU-Kommission die Schadstoffgrenzwerte für Großfeuerungs-anlagen neu festgelegt. Zur Bestimmung der neuen Grenzwerte hatte die EU-Kommission jedoch Techniken herangezogen, die noch gar nicht marktreif und groß-technisch nicht verfügbar sind. Daher haben die Braunkohleunternehmen vor dem EU-Gericht geklagt. Erfreulich, das sich nunmehr auch der Freistaat Sachsen dieser Klage angeschlossen hat. Schließlich geht es darum, einen verlässlichen und preiswerten Energieträger vor unverhältnismäßigen und unwirtschaftlichen Forderungen des Gesetz-gebers zu schützen. Die meist ohnehin schon auf dem neuesten Stand der Kraft-werkstechnik stehenden Anlagen müßten nochmals für viel Geld nachgerüstet werden, um die Co2-Emissionen weiter absenken zu können. Sollten die Kraftwerksbetreiber vor dem EU-Gericht nicht Recht bekommen, drohen mittelfristig Stilllegungen. Das wiederum würde bedeuten, das einige Tausend Arbeitsplätze in den Revieren gefährdet wären. Darüber hinaus würden u.U. systemrelevante Kraftwerke wegen Unwirtschaft-lichkeit ausfallen und damit die Grundlastversorgung gefährden. Die Folge wäre ein regionaler Blackout. Das kann Niemand der Verantwortlichen wollen. Selbst wenn alle fossilen Kraftwerke verschwinden würden, wäre Niemanden damit geholfen. Und wer glaubt, damit würde man einen wertvollen Beitrag zur Energiewende leisten,  ist völlig auf dem Holzweg. Die C02-Emissionen würden sich kaum verringern und auf das Klima hätte der Wegfall ebenfalls keinen Einfluss.       

wARUM DIE BRAUNKOHLE VERLÄSSLICH IST

  • mit 3,5 Ct/kWh ist die Braunkohle der preis-werteste Energielieferant
  • bei konstanter Jahres-förderung von rd. 176 Mio. T reichen die Lagerstätten noch für 231 Jahre aus.
  • In Deutschland können noch rd. 80 Mrd. T Braunkohle gefördert werden
  • die weltweiten Reserven belaufen sich auf 283,2 Mrd. Tonnen
  • Die Lieferung erfolgt zuverlässig und zu stabilen Preisen
  • Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Leitwarte Kraftwerk Boxberg, Foto: LEAG AG

„Der EU-Beschluss zu Absenkung der Abgasgrenzwerte für Großfeuerungsanlagen, die ab 2021 gelten sollen, geht weit über den technischen Stand von Heute hinaus und kann da-her nicht sichergestellt werden. Die Menschen in den Braun-kohlerevieren dürfen nicht durch die Hintertür bedroht werd-en“

Michael Kretschmer, Min.Präs. von Sachsen

sO sTARK

46 %

CO2 Reduzierung

92 % Schwefeldioxidredu-

zierung

 

wurde reduziert

61 %

Stickoxidreduzierung

99 %

Staubreduzierung

Quelle: Youtube. Im Video wird noch der ehem. Eigentümer, Vattenfall Europe AG, erwähnt. Mittlerweile gehört das Kraftwerk der Lausitzer Energie Bergbau AG (LEAG). Eigentümer ist seit 2017 die tcheschische EPH-Gruppe.  

Großes Foto Mitte: Generator , LEAG AG, Kleines Foto darunter: Leitwarte, LEAG AG, darunter: links: fotolia-Kauf, rechts: Revierkohle
Literaturhinweise: Bild-Zeitung vom 20.02.2018; DNN-Nachrichten vom 19.02.2018; Welt.de vom 19.02.2018; Süddeutsche Zeitung vom 19.02.2018; Focus vom 19.02.2018; LEAG-Pressemitteilung vom 24.01.2018; Pro-Lausitz.de vom 25.02.2018 sowie RK-Redaktion vom 27.02.2018  

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