Ruhr-Museum: Sie sind so leer, die Straßen

Ruhrgebietsfotografien von Wolfgang Neukirchner, 1965

sie sind so leer, die Strassen....

Wolfgang Neukirchner

das Ruhrrevier 1965

existiert heute leider nur noch fragmentarisch. So z.B. das Haus auf der Bochumer Str. in Bochum-Wattenscheid.  Foto: RK  

Laudio vor geladenem Publikum

Der Sohn von Wolfgang Neu-kirchner, Manuel Neukirchner, sowie der Direktor des Ruhr-Museums, Prof. Theo Grütter, hielten die Lau-datio vor rd. 300 geladenen Gästen zur Eröffnung der Fotoausstellung auf Zollverein am 10.03.2018, Foto: Revierkohle

der Fotograf und sein Motiv

der photographische Autodidakt Wolfgang Neukirchner und die Melancholie

Prof. Theo Grütter

Direktor Ruhr-Musuem

Manuel Neukirchner

Direktor Deutsches Fußball-Museum

Sehnsuchtsort Hinterhof

Im Revier

Bildband

von Wolfgang Neukirchner

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Wolfgang Neukirchner hat sich nicht nur einen Namen als Musikkomponist gemacht, der die Texte für Paul Kuhn, Ralf Bendix und Heino schrieb und mit seiner Gitarre vertonte, sondern auch als Fotograf und Maler, obschon er im Hauptberuf Verwaltungsrichter war. Sein Sohn Manuel Neukirchner fand zufällig im Keller seines in 2017 verstorbenen Vaters eine Schatulle mit alten Ruhrgebietsfotos aus den 60er Jahren und übergab diese als Leihgabe an das Ruhr-Museum. Museumsdirektor Prof. Grütter erkannte sofort, das es sich um eine ungewöhnliche Fotoserie handelte, da  die Fotos das Revier der 60er Jahre in ungeschönter Form, aber dennoch mit leiser Poesie versehen, zeigen. Es handelt sich um teilweise verlassene Orte zwischen Halden und Hinterhöfen, Wildwuchs entlang des Bahndammes der Köln-Mindener-Eisenbahn, Pfützen, aufgerissene Strassen, die vom 2. Weltkrieg noch übrige geblieben waren sowie vereinzelte Trümmergrundstücke vor qualmenden Schornsteinen. Hie und da flattert Bettwäsche auf der Wäschespinne. Sehnsuchtsorte eben, die das Lebensgefühl des Ruhrpotts in den 60er Jahren, kurz nach Beginn des großen Zechensterbens, wiedergeben und so eine magische Anziehungskraft entfalten. Da Ende 2018 der Deutsche Steinkohlenbergbau endgültig stillgelegt wird, kann man Wolfgang Neu-kirchners Fotografien als konstrastreiche Ergänzung zur zeitgleichen Ausstellung von Zechenfotos von Josef Stoffels, aufgenommen in den 50er Jahren, sehen. Josef Stoffels legt mit seinen Fotos das Schwergewicht auf die Kadedralen des Revier, die in den 50er Jahren noch wahre Tempel der Technik waren und die Energie für die Industrie und das Land lieferten. 

vgl.hz.a. WAZ vom 08.03.2018, RK-Redaktion vom 22.03.2018

alle Fotos: Revierkohle            

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Die Fotoausstellung “ Sie sind so leer, die Strassen“ wird im Rundeindicker in der ehem. Kohlenwäsche im Ruhr-Museum auf Zollverein vom 10.03.2018 bis 01.07.2018 gezeigt.

Die Fotoausstellung „Josef Stoffels. Steinkohlenzechen aus dem Ruhrgebiet“ wird ebenfalls im Ruhr-Museum vom 22.01.2018 bis 02.09.2018 gezeigt.

Ort: Zeche Zollverein XII, Fritz-Schupp-Allee 14 ( A14) in 45309 Essen

Eintritt: 2,00 EUR (Neukirchner-Ausstellung) 7,00 EUR ( Stoffels-Ausstellung)

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