RVR : Route Industriekultur

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat Anfang Dez. 2016 beschlossen, die Verträge mit dem Land NRW für die Route der Industriekultur und den Emscher Landschaftspark zu verlängern und für weitere 10 Jahre zukunfsfähig zu machen. Da- mit können 25 sog. Ankerpunkte (ehem. Zechen, Fabriken, Schienen wege etc.), 17 Aussichtspunkte auf ehem. Industrierealen und 13 Zechensiedlungen sowie 700 km Radwege erhalen, gesichert und weiterhin gepflegt werden. Für die Sicherung der Industriekultur nebst Landschaftspflege wird der RVR in den nächsten 10 Jahren 3,9 Mio. EUR sowie das Land NRW 5,6 Mio. EUR bereitstellen. Die Stand- orte selbst müssen allerdings auch einen Eigenbeitrag in Höhe von 2,5 Mio. EUR erbringen.

Zu den Pflegeobjekten des RVR   ge hört auch die ehem. Union-Brau- erei in Dortmund mit dem weithin sichtbaren großen U. Die Brauerei produzierte zur Hochzeit von Kohle und Stahl über 2 Mio. Hektoliter Bier. (1973). 1994 verlegte die Brauerei ihren Sitz an den Stadt- rand. Die Gebäude wurden 2004 bis auf den 70 Meter hohen Gär- und Lagerturm abgerissen. Das Dortmunder Union-Bier wird heute bei der Dortmund Actien Brauerei abgefüllt. Anmeldung erforderlich.

Ein High-Light der Industriekultur ist das Eisenbahn-Museum in Bochum-Dahlhausen, welches immer wieder auch Fahrten mit Dampflokomotiven anbietet. Die Sammlung alter Eisenbahnen mit dem dazugehörden Ambiente ver- mittelt ab eigenem Bahnsteig ganz schnell das Gefühl, das die Zeit stehen bleiben kann. Zumindest- ens für 2 Stunden.

Eine Kostbarkeit der Route der Industriekultur stellt die ehem. Zeche Minister Stein in Dortmund- Eving mit ihrem markanten Hamm- erkopfturm dar.

Ein Kleinod der Montankultur bildet die Museums-Zeche Zollern 2/4 in Dortmund-Bövinghausen. Sie ist eine von acht Museums- standorten des Landschaftsver-bandes Westfalen-Lippe.

Ein Hingucker unter den Industrie-Museen bildet die ehem. Zinkfa- brik Altenberg in Oberhausen. Sie war 130 Jahre in Betrieb und stellte u.a. Bleche für den Baubereich her. Heute ist das Museum auch Sitz der LWL-Verwaltung.

Zwei weitere Routen sind derzeit in Planung.

Fotos:  Union-Brauerei, Mbdortmund, wikimedia commons; Dampflokomotiven: Hans-Henning Pietsch; Minister Stein: Mario Fischer, wikimedia commons, Zinkfabrik Altenberg: Daniel Ullrich, Threedots; Zollern 2/4: LWL

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