RAG gibt Standort Herne auf und zieht nach Essen um

Modell der zukünftigen RAG-Verwaltung auf Zollverein                                        Foto: RAG

An der offiziellen Grundsteinlegung nahm auch RAG- Chef Bernd Tönjes, Prof. Dr. Hans-Peter Noll (RAG- Immo) sowie die Geschäftsführer der beauftragten Architekturbüros Wittfeld und Kölbl Kruse, teil. Mit dem Neubau macht die RAG deutlich, das sie ihre Arbeit nach dem Ende des Bergbaus 2018 fortsetzen will. Zu den nachsorgenden Arbeiten gehört die Be- arbeitung von Bergsenkungsschäden, der Bau und die Wartung von Pollern, die zentrale Grubenwasserhalt- ung, Archivarbeiten, Pensionsverwaltung u.a. Auf- gaben. Alle Baumaterialien des neuen Gebäudes  soll- en recyclingfähig sein.

In Vorbereitung auf den anstehenden Auslauf des deutschen Steinkohlenbergbaus Ende 2018 räumt die RAG Deutsche Steinkohle AG (RAG) ihren bis- herigen Hauptsitz am ehem. Zechenstandort Sham- rockring 1 in Herne und zieht auf das Weltkultur- erbe Zeche Zollverein XII nach Essen um. Von den ehemals rd. 800 Mitarbeitern verbleiben 220 Mit- arbeiter. Die Grundsteinlegung für das neue zwei- geschossige Verwaltungsgebäude fand am 2.Mai. 2016 in Anwesenheit von NRW-Bauminister Gro- schek und RAG-Stiftungschef Werner Müller statt. Die Verwaltung wird auf dem Areal der ehem. Kokerei neben dem bereits bestehenden Gebäude der Tochter RAG-Montan-Immobilien GmbH gebaut und soll Ende 2017 bezugsfertig sein.

v.l.r.n.: Prof.Dr.H.P. Noll, Dr. Werner Müller, Minister Groschek, RAG-Chef Bernd Tönjes sowie die beauf- tragten Architekten Dr. Marcus Kruse und Gerhard Wittfeld                                                                 Foto: RAG

ehem. RAG-Hauptverwaltung in Herne                 Foto: Stahlkocher, wikimedia commons

Neben der RAG wird in das neue zurückhaltend ge- baute Verwaltungsgebäude auch die RAG-Stiftung Ende 2017 einziehen. Die Bauform wurde so gewählt, das sich das Gebäude sensibel und harmonisch in das denkmalgeschützte Gesamtensemble der Schachtan- lage einfügt. Die Erdung soll durch eine Dachbegrün- ung verstärkt werden. Die neue RAG erhält damit so- zusagen einen grünen Anstrich. Auf dem Zechenareal soll für 150 Mio. EUR des weiteren ein Neubau der Folkwang-Hochschule sowie ein Hotel bis Ende 2017 entstehen. Die Hochschule entsteht auf dem Ge- lände des ehem. Materiallagers des Schachtstand- ortes 1/2/8. Die angestrebte weitere Neuansiedlung von Firmen stockt dagegen. Zuletzt floppte ein ara- bischer Scheich mit seiner Absicht, ein Luxushotel auf Zollverein errichten zu wollen.

ehem. Hauptschacht Zollverein XII in Essen mit Blick auf die Schachtzufahrt                                  Foto: Revierkohle

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