EU beschließt Klimanotstand

3 Billionen EUR zur Abwendung der Klimakatastrophe

Europäische Mondlandung

European Green Deal

Das EU-Parlament in Straßburg hat im Nov. 2019 den Klimanotstand für Europa ausgerufen. Kleiner ging es leider nicht. 225 von 429 Abgeordneten stimmten dagegen. 19 enthielten sich. Die EU-Kommission forderte in einer Resolution anschließend alle Mitgliedstaaten auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die befürchtete Klimaerwärmung auf über 2 Grad im letzten Augenblick doch noch abzuwenden. Der Beschluss sollte gleichzeitig als Signal für die Klimakonferenz in Madrid wirken, nun nicht mehr zu kleckern, sondern zu klotzen. Die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, nahm den Ball gerne auf und kündigte ein Billionen-Programm an, um die Welt vor der menschen-gemachten Klimaerwärmung zu bewahren. Sie verglich ihren ehrgeizigen Plan mit Europas Landung auf dem Mond.  

das EU-Parlamentsgebäude in Staßburg, Frankreich

Foto: Erich Westendarp, pixabay.com

Das Vorhabenpapier sieht u.a. vor, das Europa bis 2050 keine Treib-hausgase mehr in die Atmosphäre emittiert. Bis 2030 sollen die C02-Emissionen in Europa um 55 % unter dem Wert von 1990 sinken. Geplant waren bisher 40 %. Außerdem soll eine C02-Grenzsteuer für Importe eingeführt werden.

Dieses von Flinten-Uschi als „Green-Deal-Umweltpakt“ bezeichnete Wohlstands-Abbaupaket wäre eine Strategie, die mehr zurückgibt, als sie wegnimmt, da mehr als hundert Milliarden EUR für den Umstieg auf eine fossilfreie Wirtschaft dieser zur Verfügung gestellt wird. Die EZB wird das Geld herbeizaubern. Die Kosten seien zwar hoch, aber man müßte sich auch die Frage stellen, was es kosten würde, wenn wir im Angesicht der klimatischen Herausforderungen jetzt nicht handeln würden, so von der Leyen.       

Urslual von der Leyen
Green Deal
Atomium Brüssel
Atomium Brüssel- Illustration: Peggy und Marco Lachmann-Anke, pixabay
links: die neugewählte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU), Foto: European Union 2019, Source, CC-BY-4.0 CCS, wikimedia commons darunter: Green Energy: Thes Implify, fotolia-Kauf

an Panik läßt sich gut verdienen- das Beispiel Waldsterben

So ähnlich dramatisch hörten sich die Appelle der Politiker in der Vergangenheit schon öfters an. Wir erinnern an den Mythos Waldsterben. Die Süddeutsche Zeitung berief sich 1982 auf Wissenschaftler, die bezweifelten, ob wir zur Rettung des Waldes  tatsächlich 5 Jahre Zeit hätten. Das Panikwort „Wald-sterben“ setzten übrigens Forstleute selbst in die Welt. Die Pro-gnose vom Waldsterben aufgrund Schwefeldioxid und saurem Regen stammt vom Göttinger Bodenforscher Bernhard Ulrich und dem Botaniker Peter Schütt.

Nach ihrer Definition wurde in Fachkreisen damals jede Baum-krankheit als „Sterben“ bezeichnet. Daraufhin wurde von der Bundesregierung das Sofortprogramm „Rettet den Wald“ ver-kündet. Die Kosten für dieses Program wurden dem  deutsch-en Michel mit 367 Mio. DM in Rechnung gestellt. Hinzu kamen 180 Mio. DM für die Waldökoforschung.

1988 erklärte die SPD das Auto zum Hauptfeind des Wald-sterbens durch Abgase. Der Forstexperte Hüttl fand dann heraus, das viele Baumkrankheiten auf Grund eines Magne-siummangels auftraten. Das Problem wurde angegangen und der deutsche Wald erholte sich wieder. 1993 erklärte Bernhard Ulrich, das in Zukunft nicht mehr mit dem Absterben ganzer Wälder zu rechnen sei. Damit war das Thema erledigt.

Aber nicht für die Politik. Sie erstellte weiterhin jedes Jahr einen teuren Waldschadensbericht und sprach auch weiterhin vom Waldsterben. Ironie der Geschichte: ausgerechnet die Grüne Umweltministerin Renate Künast erklärte 2003 das Wald sterben dann für endgültig beendet.  Ebenso erging es dem Eis bären, für den man aufgrund des Klimawandels keine lange Zu-kunft mehr sah.  Da sich die Eisbärpopulation seit Ende der 90er Jahre mehr als verdreifacht hat, hat sich diese These ebenfalls erledigt. Ebenso das Thema BSE, Schweinepest und Krötenwanderung.

Während dieses rd. 20 jährigen medialen Trommelfeuers kam-en Übrigens wie bei der heutigen Klimadiskussion  nur wenige  kritische Wissenschaftler in der Öffentlichkeit zu Wort. Und die zu Wort kamen, haben übertrieben und Panik erzeugt. Damit wurde und wird die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit unter-graben. Denn diese sollte der Wahrheitsfindung und nicht der Mehrheitsfindung dienen.   

Wir sind nach wie vor davon überzeugt, das die Energiewende nicht gelingen kann, da dem erwarteten Klimawandel eine Annahme zugrunde liegt, die durch die Fakten nicht belegt werden kann. Denn die These, das der Klimawandel durch zusätzliche C02-Emissionen menschengemacht ist, ist eine Annahme, die sich durch die Wirklichkeit wissenschaftlich eben nicht eindeutig belegen läßt. Das haben erst kürzlich 300 Klimawissenschaftler in einem offenen Brief gegenüber Frau von der Leyen deutlich gemacht. Diesmal mit Titel – und Fach-bezeichnung.*)

Zwar kann der Einfluss des Menschen nicht geleugnet werden, aber im Verhältnis sowohl des Anteils von C02-Molekülen in der Atmosphäre als auch im Verhältnis zu den wesentlich bedeutsameren Einflussgrößen wie z.B. Wasserdampf, Sonnen flecken, Wolkenbildungen  und andere Treibhausgase ist der Einfluss des Menschen als gering zu bezeichnen.

Warum dennoch 3 Billionen EUR in die gewünschte Dekarbo-nisierung Europas gesteckt werden sollen, kann man klima-wissenschatlich nicht erklären. Wohl aber ideologisch. Ob die Bürgerinnen und Bürger diesem fragwürdigen Plan folgen werden, bleibt abzuwarten. Spätestens dann, wenn es den Bürgern massiv ans Portmanai geht, die Strompreise davon-galoppieren und Autofahren immer teurer werden wird, werden die Bürger aufbegehren. Die zahlreichen Proteste gegen die Landschaftsversiegelung durch Windkraftanlagen sind ein erster Vorgeschmack auf die Reaktionen, die noch kommen werden. 

Denn es soll ja nicht nur der Strom aus regenerativen Energie-trägern kommen, sondern alles soll mit Öko-Strom in Zukunft versorgt werden. Verkehr, Haushalte, Immobilienwirtschaft, Bahn, Landwirtschaft usw. Woher der Strom kommen soll, scheint den beteiligten Akteuren derzeit völlig wurscht zu sein. Ebenso die Tatsache, das Strom in großen Mengen nicht gespeichert werden kann. Ohne Atom-und Kohlestrom aus dem Ausland wäre die Versorgungssicherheit dann nicht mehr garantiert.  

Und das wir im Jahr viele Monate lang nur Flaute haben, interessiert wohl offensichtlich auch keinen der Verantwort-lichen. Aber es kommen auf die EU noch weitere Probleme hinzu. Denn es gibt ja auch noch ganz reale Probleme, die bewältigt werden müssen. 

die politischen gefahren

Asset 6

Arbeits-platzverluste

in der Automobil-,Stahl-und Kraftwerk-sindustrie bedrohen zusammen mit der Digitalisierung der Wirtschaft Hundert-tausende von Arbeitsplatz-inhabern

Asset 5

Überschuldung

Die Energiewende wird der EU jedes Jahr 300 Mrd. EUR kosten. Bis 2030 3 Billionen. Wenn es dann zu einem Abschwung kommt, könnten einige EU-Länder in die Über-schuldung geraten, da diese Ausgaben 1, 9 % des Bruttoin-landsprodukts der EU entsprechen. Diese Kosten fallen zusätzlich zu den bereits beschlossen-en Klimaausgaben an. Eine Deckungs-lücke von 21 Mrd. EUR zeichnet sich schon heute ab, so die FAZ..

Asset 4

macht-
kämpfe

1920 lebten rd. 3 Mrd. Menschen auf der Welt. 2020 sind es schon 7,7 Mrd. Menschen. Und die Zahl soll weiter steigen. Sie alle benötigen Strom, Licht und Wasser. Und das möglichst preiswert. Strom aus regnerativen Ener-gieträgern ist aber 5 mal so teuer wie Strom aus fossilen Energieträgern. Wenn die Produktion von Gütern und Dienst-en auch in den Entwicklungs-ländern nur noch mit Öko-Strom er-bracht werden darf, dann wird das un-weigerlich zu höher-en Kosten und damit zu einer Erhöhung der Armut und zu ver-schärften Verteil-ungsmachtkämpfen führen.

Quellenhinweise:

Süddeutsche Zeitung vom 23.11. 1982; Zeit-Online vom 09.12.2004 und 26.11. 2019; Spiegel-Online vom 11.12.2019; Frankfurter Allgemeine vom 26.11.2019 und 28.11.2019 Focus-Online vom 26.11. 2019;Hamburger Abendblatt vom 28.11. 2019; Bild vom 29.11.2019; Autoga-zette.de vom 28.11.2019 sowie RK-Redaktion vom 13.12.2019.

*) Offener Brief von 300 Klimawissen-schaftlern mit dem Titel “ There is no climate emergency“ vom Aug. 2019 an Emil Charles Michel, President of the Euro-pean Council und Ursula von der Leyen, President of the European Commission, Straßburg. Der RK vorliegende Brief ist von allen Wissenschaftlern mit Titel-und Fachangabe gezeichnet worden.

Flaggen-Headerfoto:Gordon Johnson, pixa bay.com

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