Energiewende: Klimaschutz ist kein Axiom

Die Politik wird an der Physik scheitern

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unsere thesen

Erstens

 Wie auch immer das Stromnetz der Zukunft gestaltet sein wird, es wird immer so sein, dass sich Energieentnahme und Energiezufuhr ausgleichen müssen.Und zwar sofort, da sonst das Stromnetz zusammenbrechen würde.

Zweitens

Strom kann man nicht speichern, weil man die Dynamik der Ladungsträger nicht speichern kann. Zwar kann man Energie durch Arbeit umwandeln, das führt aber regelmäßig zu unvermeidbaren Verlusten. 

Drittens

 Die auch in den nächsten Jahren ansteigenden Strompreise sind die zwangsläufige Folge der Enegiewendepolitik. Der Öko-Strom  muss subventioniert werden, da er nicht marktfähig ist. Aus diesem Grund gibt es das Erneuerbare Energie-Gesetz (EEG)

Die Antwort der Experten

Lastgänge 2015 und 2019 - Quelle: ENSO-E Netzbetreiber
Foto: bluedesign, fotolia-Kauf

Dafür sorgen
grund-lastkraft
werke

Grundlastkraftwerke sind die Arbeits-pferde des Strom-netzes.Sie sorgen dafür, dass der Strom 24 Stunden am Tag sicher-gestellt werden kann. Um diese Grund last zu erzeugen, benötigt man mindestens 35.000 MW an Leistung. Dafür müssen sie auf einen optimalen Betriebspunkt gebracht werden und dort auch verbleiben, da jede Abweichung einen schlechteren Wirk-ungsgrad und damit auch mehr C02-Ausstoß verur-sachen würde. Die Grundlastkraft-werke regeln über die Rotations-energie Angebot und Nachfrage im Stromnetz. Neben den Grundlast-kraftwerken kommen noch sog. Gas-und Dampf-turbinenkraftwerke (GuD) zum Einsatz. Das sind Kraft-werke, die innerhalb kurzer Zeit auf eine hohe Leistung ge-bracht werden können. Sie werden auch als Mittel-und Spitzenlast-Kraft-werke bezeichnet. Der Strom, der mit der GuD-Technik erzeugt wird, gehört allerdings auch zu der teuersten Stromerzeug- ungsart.

ersetzen volative energiequellen in zukunft alle konventionellen
Kraftwerke ?

Wir gehen davon aus, das dies auch in den nächsten Jahr-zehnten nicht der Fall sein wird, da volative Energieträger wie z.B. Wind und Sonne natur-bedingt nicht ständig zur Verfügung stehen. Die rd. 32.000 derzeit installierten Windkraftanlagen erzeugen im Jahr gerade einmal 1.800 Stunden Strom mit voller Leistung. Photovoltaik-Anlagen erzeugen rd. 800 Volllast-stunden im Jahr. Das Jahr hat aber 8.760 Stunden.*) Um z.B. eine 10- tägige Windflaute (was nicht selten ist)zu überbrücken, bräuchte man Pumpspeicher-kraftwerke, die dem Volumen des 500 Quadratkilometer großen Bodensees entsprech-en. Hinzu kommt, das Wind-kraftanlagen keinen Sekunden-strom liefern und auch keinem erhöhten Strombedarf nach-kommen können. Diese Re-gelungsfähigkeit haben nur Grundlastkraftwerke. Sie sind daher auch der Taktgeber für den regenerativ erzeugten Strom. Die linke Grafik macht das Dilemma auf einen Blick sichtbar. Die dunkellila einge-färbten Verteilungskurven zeigen die Lasterbringung von Windkraftanlagen, die gelb schraffierten Zacken die Stromerzeugung aus Photo-voltaik-Anlagen. Das braun schraffierte Feld in der Kurv-endiskussion bildet die Nach-fragekurve. Die Lücke zwischen erzeugter Öko-Energie und Strombedarf ist also riesig. Nicht nur innerhalb eines Monats, sondern ganzjährig, wie der Vergleich aus 2015 mit 2019 deutlich zeigt. Diese Schwankungen werden bisher stets durch unsere zuverlässig-en Grundlastkraftwerke ausge-glichen. Hinzu kommt, das die bereitgestellte Leistung von Windkraftanlagen keineswegs der gesicherten Leistung entspricht. Nach dem sog. V3-Strömungsgesetz stehen nur 16-26 % als gesicherte Leist-ung zur Verfügung. Und hier liegt auch die Gefahr für eine sichere Stromversorgung in der Zukunft. Bisher konnte die verlässliche Regelenergie über Grund-,Mittel-und Spitzenlast-kraftwerke zu günstigen Preisen erbracht werden. Durch die Zunahme von schwankend-em Öko-Strom kommen die Regelenergieleister, insbe-sondere die Grundlastkraft-werke, in die Zwangslage, die natürlich bedingten Schwank-ungen des Öko-Stroms stets ausgleichen zu müssen. Dazu müssen die Kraftwerke herauf-und heruntergefahren werden. Dies führt zu erhöhtem Verschleiss und höheren Kosten. Die Folge: die Anlagen rechnen sich nicht mehr und werden bei der Bundesnetz-agentur abgemeldet. Diese muß aber darauf achten, das die Netzfrequenz von 50 Hertz aufrecht erhalten wird, da sonst das Stromnetz zusamm-enbrechen würde. Also erklärt sie viele Anlage für system-relevant. Die weitere Folge: der Stromverbraucher bezahlt nunmehr neben den zahlreich-en EEG-Umlagen nunmehr auch noch die Grundlastkraft-werke. De,mnächst kommen noch die Kosten für den Netz-ausbau und die Verlegung von unterirdischen Stromleitungen hinzu. Der Strompreis wird also dank EEG und Öko-Energie in den nächsten Jahren nur eine Richtung kennen: nach oben. Gleichzeitig wird die Versorg-ungssicherheit durch die vielen Notbewirtschaftungsmaß-nahmen im Jahr (sog. Redis-patchmaßnahmen) stetig abnehmen. Aber das predigen wir ja schon seit rd. 20 Jahren. Übrigens: ohne Abnahme-und Preisgarantie für den nicht benötigten Öko-Strom würde es weder das EEG noch die Energiewende geben, da diese am Tropf des Staates hängen.

Quellenhinweise:

Heller, Peter: Die Energiewende scheitert an der Physik, in: science-skeptical.de vom 4.1.2013; IKZ-Praxis 5/2004, S.6 f, *) vgl.hz.a. Prof.Dr. Fritz Vahrenhold, Hamburg a.a. Prof. Dr. Frank Endres, TU Clausthal-Zellerfeld, in: die Kohle geht…, Revierkohle (Hrsg.), Hamburg 2018,   sowie RK-Redaktion vom 17.04.2019.

Fotos: Albert Einstein (unten links): Parent Rap, pixabay, Stromblitze (unten links); Climate Change :pixabay.com

 

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