Ruhr-Museum auf Zollverein XII
Das Ruhr-Museum, vormals Ruhrlandmuseum, ist ein breit gefächertes natur-und kulturhistorisches Museum für das Ruhrrevier in Essen. Träger des Museums ist die Stiftung Zollverein. Das Museum versteht sich als Gedächtnis und Schaufenster des Reviers und dokumentiert in seiner Dauerausstellung die Geschichte und die Entwicklung des größten Ballungsraums in Europa.

Heinz-Josef Klaßen

Die weite Stadt Essen in den 1970er und 1980er Jahren

Der ehemalige Gymnasiallehrer Heinz-Josef Klaßen ist in Essen kein Unbekannter. Er begleitete mit seinen imposanten Fotografien über mehrere Jahre die Veränder-ung des Rheinischen Platzes im Westviertel der Stadt. Aber auch die Industrie-bauten haben ihn immer schon fasziniert. Der 1936 in Meppen geborene Klaßen hat allerdings nicht einfach nur so “drauf los geknipst”, sondern seine Fotografien so entwickelt, dass sie fast wie großstädtische Gemälde wirken. So ähnlich wie die US-amerikanischen Großstädte in den 70er Jahren. Und so ist es nicht ver-wunderlich, dass Essen bei Klaßens Fotografien um einiges großstädtischer wirkt, als diese Ruhrpottstadt ist. 

Die Ausstellung ” die weite Stadt” zeigt im Ruhr-Museum auf Zollverein nun eine Sammlung von 300 aufgearbeiteten Diapositiven und neun große Gemälden aus diesen Diapositiven in der ehemaligen Kohlenwäsche.

Kohlenwäsche, Fritz-Schupp-Allee oder Straßenbahnlinie 107> Haltestelle Zollverein, Essen-Katernberg

Eintritt : 2,00 EUR, Mo-So von 10.00 bis 18.00 h

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt !!

Beginn der Ausstellung: 30.05.2020; Ende: 01.11.2020

Beispielfoto oben: malerischer Blick auf die Rheinbrücke in Duisburg-Rheinhausen, Foto: Carola68, pixabay.com

rechts:

der ehemalige Gymnasiallehrer für Kunst und Philosophie und leidenschaftlicher Fotograf, Heinz-Josef Klaßen

Foto: Stadt Essen

Dauerveranstaltungen
    Bhf. Bochum-Langendreer 1965- Foto: Peter Rauwerda

    von der Landwirtschaft zur Industrieregion

    100 Jahre RUHRGEBIET

    Die Ausstellung in der ehemaligen Kohlenwäsche auf Zollverein zeigt auf einfühlsame Weise, wie sich das Leben im Ruhrgebiet von der Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft verändert hat. Ackerbau und Viehzucht sowie Kohle und Stahl haben die Region an Rhein und Ruhr geprägt.  

    Zeitraum:  11.05.2020 bis 16.02.2021

    Mo bis So von 10.00  h bis 18.00 h

    Kohlenwäsche (A14)

    Gelsenkirchener Str. 181

    45309 Essen

    die kindliche Symbiose im Ruhrpott der 60er Jahre: Teddybär, Klümckes, Kohle und Zechen, Foto: Revierkohle
    RK-Chef Bernhard Blach im Alter von 2 Jahren, Foto: privat

    KINDHEIT IM RUHRGEBIET

    Die Kindheit ist ein Lebensabschnitt, der prägend ist und daher einen Menschen zeitlebens begleitet. Und das gilt für die Kindheit im Ruhrrevier ganz besonders. Denn die Zechen, Kokereien und chemischen Betriebe und die damit zusammenhängende “harte Maloche” haben die Menschen im Ruhrgebiet zu einem einzigartigen Menschenschlag geformt. Die Arbeit durchdrang alle Lebensbereiche. Über wie unter Tage. Von der Schule, über Feste, Hobbies, Sport bis in Kirchen und Parteien hinein.

    Die Ausstellung, die zusammen mit dem Kinderschutzbund, OV Essen realisiert wurde, zeigt Kindheitsfotos, die zwischen 1945 und 1989 aufgenommen wurden. Die Besucher sollen angeregt werden, sich an ihre eigene Kindheit im Ruhrpott zu erinnern und zu vergleichen.

     

    Zeitraum: 07. September 2020 bis 25. Mai 2021

    Montags bis Sonntags von 10.00 h bis 18.00 h 

    Ort: ehem. Kohlenwäsche, Zeche Zollverein XII, Fritz-Schupp-Allee, Essen-Katernberg

    Eintrittspreis: 3,00 EUR

    Eingang ehemalige Kohlenwäsche
    Eingang zum Museum auf Zollverein in 24 Meter Höhe der ehemaligen Kohlenwäsche - Foto: Revierkohle

    Dauerausstellung

    Natur und Kulturgeschichte des Ruhrreviers

     6000 Exponate erzählen über die faszinierende Geschichte des Ruhrreviers. Von der Entstehung der Kohle vor rd .300 Mio. Jahren, über die Industriealisierung Anfang des 18. Jahrhunderts bis zum Zechensterben in den 60er und 70er Jahren und bis zum Auslauf des Steinkohlenbergbaus Ende 2018.

    Der damit verbundene Strukturwandel hält bis heute an und bildet seit mehr als 40 Jahren eine Dauerbaustelle. Das Museum besitzt darüber hinaus eine umfangreiche Samm-lung aus der Industrie-und Sozialgeschichte, der Archäologie, der Geologie und der Fotografie.

    Auf drei Etagen wird in der ehemaligen Kohlenwäsche die Gegenwart, das Gedächtnis des Reviers und die Geschichte des Ruhrgebietes erzählt. Sonderausstellungen, Workshops, Vorträge, Filmabende und Führungen runden das Angebot ab.

    Für Revierkohle-Mitglieder übernehmen wir den Eintrittspreis von 8,00 EUR.

    täglich von 10.00 h bis 18.00 h

    Ort: Kohlenwäsche (A14); Gelsenkirchener Str. 181,

    45309 Essen

    Schacht 12 Grafik

    Durch Koksofen und Meistergang

    Die Kokerei Zollverein wurde wie die Zeche nach Plänen der Industriearchitekten Schupp und Kremmer 1957 als moderne Nachfolgekokerei einer älteren Anlage errichtet.

    Die Kokerei bestand aus 304 Ofenbatterien, beschäftigte 1.100 Mitarbeiter und produzierte  8000 T Koks pro Tag. Der Koks wurde für die Eisen-und Stahlindustrie benötigt.

    Aufgrund der Stahlkrise in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts mußte die Anlage 1993 stillgelegt werden. Die Anlage sollte anschließend wie die Kokerei Kaiser-stuhl in Dortmund an die Chinesen verkauft werden.

    2002 wurde sie dann Gott sei dank in das Weltkukturerbe aufgenommen. Unter fachkundiger Begleitung lernen die Teilnehmer die Produktionsabläufe, die chemischen Nebenprodukte sowie die weiße und schwarze Seite der Kokerei kennen.   

    Koksofenbatterie
    Kokosofenbatterien auf der Kokerei Zollverein - Foto: Revierkohle
    ehemaliger Haupteingang Kokerei
    ehemaliger Haupteingang - Foto: Revierkohle
    Kokerei Absauganlage
    ausgediente Versorgungsleitungen und Druckbehälter - Foto: Revierkohle

    von der Zeche zur Kokerei

    von Kohle und Koks

    Wer Lust hat, die gesamte Zeche zu erleben, hat dazu bei dieser Führung die Gelegenheit. Die Teilnehmer lernen die Kohlearten, die Kohlenförderung und die Kohlenveredelung kennen. Dabei durchstreifen alle Teilnehmer die gesamte Zeche und die Kokerei und erfahren Wissenswertes  über die Arbeitsbedingungen unter und über Tage. Vom Dach der ehem. Mischanlage bietet sich zum Abschluss ein erhabener Anblick über die Zechenanlage und ihre Umgebung.

    Termine:

    Sa und So sowie an NRW-Feiertagen ganzjährig um 11.30 h und um 13.30 h

    Preis: 18,00 EUR

    Zeit: 3 Stunden

    Treffpunkt: Kohlenwäsche (A14)

    Gelsenkirchener Str. 181

    45309 Essen