zwiwschen Datenlage und Daueralarm
Seit Jahren dominiert eine Botschaft große Teile der Medienberichterstattung: die Erde werde immer heißer, das Klima gerate aus dem Gleichgewicht und Extremwetter nehme dramatisch zu. Tatsächlich bestätigen Institutionen wie die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die National Aeronautics and Space Administration (NASA) und der Copernicus Climate Change Service eine leichte Zunahme der globalen Mitteltemperatur. Die Jahre seit 2015 gehören nach den Messreihen zu den wärmsten seit Beginn moderner Aufzeichnungen.
Doch die öffentliche Debatte leidet häufig darunter, dass aus einer einzelnen Kennzahl – der globalen Mitteltemperatur – weitreichende Schlussfolgerungen gezogen werden, die wissenschaftlich deutlich komplizierter sind.
zwischen Datenfrisur und Extrapolation
liegt die Verkürzung
Politik, Institute und Medien gehen Hand in Hand seit 2000
Die öffentliche Debatte leidet häufig darunter, dass aus einer einzelnen Kennzahl – der globalen Mitteltemperatur – weitreichende Schlussfolgerungen gezogen werden, die wissenschaftlich deutlich komplizierter sind.
Klima ist Statistik – nicht Tageswetter
Ein zentraler Punkt wird in der Medienberichterstattung oft verkürzt dargestellt: Klima ist keine Momentaufnahme. Klima beschreibt die statistische Auswertung von Wetterdaten über lange Zeiträume, üblicherweise mindestens 30 Jahre. Erst solche Zeiträume erlauben belastbare Aussagen über Trends, Häufigkeiten und Veränderungen.
Meteorologen benötigen deshalb jahrzehntelange Datenreihen, um beurteilen zu können:
- ob Hitzewellen häufiger werden,
- ob Starkregen zunimmt,
- ob Dürren länger andauern,
- oder ob Sturmereignisse tatsächlich außerhalb historischer Schwankungen liegen.
Ein einzelner heißer Sommer oder ein schweres Unwetter beweist daher weder allein einen Klimawandel noch dessen Ausbleiben.
Temperaturentwicklung von 1950 bis 2000
Die globale Mitteltemperatur zeigt seit Mitte des 20. Jahrhunderts insgesamt einen Erwärmungstrend. Besonders ab den 1980er Jahren steigt die Kurve sichtbar an.
Vereinfacht dargestellt:
| Zeitraum | Temperatur-abweichung gegenüber dem Mittel des 20. Jahrhunderts |
|---|---|
| 1950er Jahre | etwa –0,1 °C bis 0,0 °C |
| 1960er Jahre | etwa –0,05 °C |
| 1970er Jahre | etwa 0,0 °C bis +0,1 °C |
| 1980er Jahre | etwa +0,2 °C |
| 1990er Jahre | etwa +0,4 °C |
| 2000 | etwa +0,42 °C |
Die Datenlage ist viel differenzierter
Die Entwicklung der o.g. Temperaturen und deren Interpretation wird in den Medien meistens nicht vorgenommen, weil das Wetter viel komplexer ist, als das man das in zwei Minuten „Tages-schau“ anschaulich darstellen könnte. Und auch Harald Lesch vom ZDF fabuliert da gerne etwas hinein, was einer kritischen Einordnung nicht stand hält, wenn er sich bemüht, die Klimakrise zu belegen, die es de Fakto nicht gibt.
Denn die globale Mitteltemperatur allein erlaubt noch keine pauschale Aussage darüber, ob sämtliche Extremwetterereignisse weltweit häufiger oder intensiver geworden sind.
Genau hier unterscheiden sich wissenschaftliche Analysen oft deutlich von medialen Zuspitzungen.
Mehrere meteorologische Institutionen – darunter NOAA selbst – weisen darauf hin, dass nicht für alle Arten von Extremwetter eindeutige Langzeittrends nachweisbar sind. Während bei Hitzeextremen und Starkregen in vielen Regionen Zunahmen beobachtet werden, ist die Datenlage bei Tornados, Hurrikans, Dürren oder Sturmaktivität teilweise uneinheitlich oder statistisch unsicher.
Die NOAA betont ausdrücklich:
- Nicht jedes Extremereignis lässt sich dem Klimawandel zuschreiben.
- Langfristige Trends unterscheiden sich je nach Ereignistyp.
- Natürliche Klimaschwankungen spielen weiterhin eine große Rolle.
Zusammenhang zwischen C02-Emissionen und Erderwärmung ist kaum herstellbar
Auch wissenschaftliche Arbeiten zu historischen Wetterreihen kommen teilweise zu dem Ergebnis, dass bestimmte Extremereignisse über Zeiträume von mehr als 100 Jahren keine eindeutige statistische Zunahme zeigen. Beispielsweise existieren Untersuchungen zur Sturm- und Tornadoaktivität in den USA, die keine klaren langfristigen Trends erkennen konnten.
Und beim Spurengas CO2 ist der Zusammenhang zwischen der Erhöhung der globalen Mitteltemperatur und der Erhöhung der CO2-Emissionen ebenfalls nicht feststellbar. Das verwundert auch nicht, da der Anteil dieses Spruengases in der Atmosphäre gerade einmal bei 0,04 % liegt (= 400 ppm).
Außerdem ist CO2 schwerer als Luft. Der Großteil sinkt daher in die Ozeane und wird dort in festen Gesteinsformationen gebunden. Trotz anderslautender Verlautbarungen in Schulbüchern und Medien ist die Erde auch kein Treibhaus.
Daher strahlt ein Teil des CO2 in das Weltall ab. Ein anderer Teil verbleibt in der Erdatmsophäre. Das hat den Vorteil, das die globale „Durchschnittstemperatur“ bei 15 Grad verharrt. Ohne CO2 wäre es ständig – 18 Grad kalt auf der Erde.
warum die Medien dramatisieren
Ein weiterer Aspekt gerät häufig in Vergessenheit: Extreme Wetterereignisse sind kein neues Phänomen.
Bereits im 19. Jahrhundert gab es:
- schwere Hochwasserkatastrophen,
- extreme Dürren,
- langanhaltende Hitzewellen,
- zerstörerische Winterstürme,
- massive Ernteausfälle.
Historische Wetterchroniken zeigen, dass die Atmosphäre schon immer erheblichen natürlichen Schwankungen unterlag.
Zudem war die frühere Datenerfassung deutlich lückenhafter als heute. Moderne Satelliten, Sensoren und globale Messnetze registrieren heute praktisch jedes Ereignis weltweit – dadurch entsteht auch subjektiv der Eindruck einer permanenten Zunahme.
Die moderne Medienlogik verstärkt diesen Eindruck zusätzlich.
Dramatische Schlagzeilen erzeugen:
- mehr Aufmerksamkeit, höhere Klickzahlen, stärkere emotionale Reaktionen, längere Verweildauer in sozialen Netzwerken.
Eine differenzierte Aussage wie: „Die Datenlage ist je nach Extremwettertyp unterschiedlich“ erzeugt deutlich weniger Resonanz als die Schlagzeile „Das Klima gerät außer Kontrolle“.
Dadurch entsteht seit Einführung des Erneuerbare Energie-Gesetzes (EEG) im Jahre 2000 ein ständiger Daueralarmismus. Dahinter steht meistens nicht die Sorge um unser Klima, sondern die Sorge um Auflagenhöhe, Einschaltquote und jede Menge Kohle, die verbrannt werden muß. Genauer gesagt: Ihre Kohle !
Machen Sie sich also daraus nichts. Der Weltuntergang steht nicht bevor.
Glückauf !
Quellenhinweise:
Tagesschau.de vom 06.11.2025; Der Spiegel vom 23.03.2026; statista.com vom 23.03.2026; Tagesspiegel.de vom 23.03.2026; Welt.de vom 14.01.2026; sos.noaa.gov/catalog/datasets vom 06.08.2025; climate.gov/news-features/understanding-climate vom 15.12.2016 sowie RK-Redaktion vom 15.05.2026
Fotonachweise:
Header: Hintergundwolken: pixabay.com; Vordergrundgrafik: Revierkohle; links darunter: EU-Klimaziele; pixabay.com; rechts darunter: CO2-Grafik: pixabay.com

