Im März 2026 stellte die Bild-Zeitung die Frage „wer haftet für die Folgen der falschen Energiewende? Eine mutige Frage, denn die Energiewende wird ja als notwendig in den Medien und von Seiten der Politik propagandahaft seit 2000 unters Volk gebracht. Aber es ist noch gar nicht so lange her, da erklärte Ursula von der Leyen als Präsidentin der EU-Kommission, das es ein Fehler gewesen wäre, aus der Kernenergie auszusteigen, weil erneuerbare Energien viel zu volatil seien. Das war 2011.
Seit dem gehen die Strompreise durch die Decke und ein Ende der Fahnenstange ist nicht abzusehen. Die Bild-Zeitung hat ausnahmsweise einmal recht, wenn sie Verantwortung für Entscheidungen von der Politik einfordert. Es sollte nicht beim Appel bleiben, wenn Politiker die Volkswirtschaft und die Versorgungssicherheit in solch großem Ausmaß seit Jahren gefährden.
Daher forderte jüngst der italienische Arbeitgeberpräsident, Emanuele Orsini, eine spürbare Entlastung der Unternehmen. Sein Vorschlag: der europäische Emissionshandel (ETS) mit C02-Zertifikaten sollte ausgesetzt werden, denn das System gefährdet die Industrie. Ähnlich sehen das auch die Deutschen Arbeitgeberverbände. Und er hat eine nachvollziebare Begründung parat:
Durch den Irankrieg und die Blockierung der Wassertrassse von Hormus stieg der Gaspreis innerhalb einer Woche voon 32 auf 55 Euro pro Megawattstunde, der Strompreis von 107 auf 170 Euro . Wohingegen der Strompreis in den USA und in Brasilien nur bei 4 Euro pro Megawattstunde liegen würde. Das treibt die Industrie aus dem Land.
Und in Zukunft wir die KI und die Digitalisierung in alle Lebensbereiche breit ausgerollt. Dazu werden große Rechenzentren benötigt, die wiederum große Mengen an Strom benötigen, was diesen dann noch teurer machen wird.
Unnötige Panikmache ? Keineswegs ! Es ist eine absehbare Entwicklung, wenn man die Energiewende nicht endlich grundlegend überdenkt.
Kaum ein Thema wird seit Einführung des EEG im Jahre 2000 in den Medien so emotional geführt wie der Klimawandel. Für die einen steht außer Frage, dass der Mensch durch seine CO₂-Emissionen die Erderwärmung maßgeblich verursacht. Dazu gehören wir nicht. Für die anderen wird aus einer wissenschaftlichen Hypothese zunehmend ein politisches Dogma, das kaum noch Widerspruch zulässt.
Fest steht: Wissenschaft lebt nicht von Mehrheiten, sondern vom kritischen Hinterfragen. Gerade deshalb lohnt sich ein Blick auf Wissenschaftler, die in zentralen Punkten von der Mehrheitsmeinung abweichen.
Zu ihnen zählt beispielsweise der israelische Astrophysiker Prof. Dr. Nir Shaviv von der Hebräischen Universität Jerusalem. Er beschäftigt sich seit Jahren mit dem Einfluss solarer Aktivität und kosmischer Strahlung auf das Erdklima und vertritt die Auffassung, dass natürliche Faktoren möglicherweise stärker zur Klimaentwicklung beitragen, als dies in vielen Klimamodellen berücksichtigt wird.
Auch der italienische Physiker Prof. Dr. Antonio Zichichi oder der amerikanische Meteorologe Prof. Dr. William Gray äußerten wiederholt Zweifel daran, dass Kohlendioxid allein die dominierende Stellschraube des Klimasystems sei.
Weitere Wissenschaftler haben auf Unsicherheiten in Klimamodellen oder auf die Bedeutung natürlicher Klimaschwankungen hingewiesen.
Solche Stimmen gehören zu einer wissenschaftlichen Debatte. Sie sollten gehört werden.
Problematisch wird es dort, wo wissenschaftliche Diskussionen durch politische Gewissheiten ersetzt werden. Wer heute grundlegende Fragen zu Klimamodellen, Prognosen oder Kosten der Energiewende stellt, gerät nicht selten in den Verdacht, den Klimawandel insgesamt zu leugnen. Das ist natürlich höherer Blödsinn.
Denn den Klimawandel hat es immer schon gegeben und daher kann man ihn auch nicht leugnen. Was man aber mit Recht in Frage stellen kann, ist die mittlerweile unhinterfragbare Behauptung, das der Mensch diesen Wandel durch C02-Emissionen verstärkt und das es deshalb in der Folge zu ausgedehnten, so „noch nie dagewesenen“ Extremwetterereignissen kommt.
Für diese Behauptung fehlt allerdings bis heute der wissenschaftliche Beweis. Was vorliegt, sind am PC erstellte Modellberechnungen anhand von Annahmen. Mehr nicht.
Zwischen berechtigter Kritik und ideologischer Zuschreibung bleibt dabei oft wenig Raum.
Dabei geht es längst nicht mehr ausschließlich um Klimaphysik. Es geht um gewaltige wirtschaftliche Interessen. Weltweit fließen Milliardenbeträge in den Umbau der Energieversorgung, in Subventionen, Emissionshandel, CO₂-Zertifikate, Wärmewende, Gebäudesanierungen und neue Technologien. Ganze Industriezweige leben inzwischen von den politischen Rahmenbedingungen der Klimapolitik und ihren Subventionen. Ohne diese würden die sog. Erneuerbaren Energien in keinster Weise wettbewerbsfähig sein.
Und zu einer wesentlichen Absenkung der weltweit erzeugten C02-Emissionen haben sie bisher auch so gut wie nichts beigetragen. Und das wäre auch gar nicht wünschenswert.
Denn eine C02-neutrale Industrie und Umwelt schafft weder Wohlstand und ausreichend neue Arbeitsplätze noch hilft das den Pflanzen und Bäumen. Die brauchen nämlich reichlich C02. Damit erzeugen sie den Sauerstoff, der uns alle am Leben hält.
„Bis heute existiert kein einziger Beweis, das die atmosphärische C02-Konzentration irgendeine der 29 verschiedenen Klimate, wie sie gemäß der sog. Koeppen-Geiger-Klimaklassifikation abgebildet sind, überhaupt beeinflusst.“*) Diese Klassifikation teilt die Erde in Klimazonen ein und bildet dabei Durchschnittswerte zu Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Niederschlagsmengen und jahreszeitlichen Verteilungen.
Wer so viel Geld bewegt, muss sich daher kritische Fragen gefallen lassen.
Sind sämtliche Maßnahmen tatsächlich verhältnismäßig? Werden Kosten und Nutzen ehrlich gegeneinander abgewogen? Werden wissenschaftliche Unsicherheiten offen kommuniziert oder entsteht in der öffentlichen Wahrnehmung der Eindruck, es gebe keinerlei Diskussionsbedarf mehr?
Eine demokratische Gesellschaft sollte sich davor hüten, Wissenschaft in Glaubenssätze zu verwandeln. Wissenschaft lebt vom Zweifel, vom Experiment und vom offenen Streit der Argumente. Gerade deshalb sollten auch Minderheitenpositionen nicht ausgeblendet, sondern sachlich geprüft werden.
Die eigentliche Herausforderung besteht darin, zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis, politischer Zielsetzung und wirtschaftlichen Interessen sauber zu unterscheiden. Denn nur eine offene Debatte schafft Vertrauen.
Die Energiewende wird die Bürger noch viele Jahre Milliarden kosten. Umso wichtiger ist es, dass politische Entscheidungen transparent begründet werden und unterschiedliche wissenschaftliche Einschätzungen nicht vorschnell als unzulässig abgetan werden.
Nicht jede kritische Frage ist Klimaleugnung. Aber auch nicht jede politische Maßnahme folgt zwangsläufig aus wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wer beides verwechselt, gefährdet am Ende genau das, was Wissenschaft und Demokratie gleichermaßen auszeichnet: die Freiheit des Denkens und des offenen Diskurses.
Glückauf !
Bild-Zeitung vom 14.03.2026; Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18.03.2026; *) in: Preußische Allgemeine Zeitung vom 17.04.2026; zdfheute.de vom 19.04.2026; handelsblatt.com vom 20.05.2026; das-parlament.de vom 07.11.2025; dihk.de vom 03.09.2025, bundesrechnungshof.de vom Sept. 2023; ihk.de 2025 ( die IHK ermittelte die Kosten für die Energiewende für den Zeitraum von 2025 bis 2049 in Höhe von rd. 5,4 Billionen Euro) sowie RK-Redaktion vom 14.07.2026
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