DIE E-MOBILITÄT HAT OHNE STEUERGELDER KEINE ZUKUNFT
Nach Jahren rasanter Zuwächse verzeichnet der Markt für batteriebetriebene Fahrzeuge derzeit einen starken Einbruch: In den USA sank der Anteil der E‑Autos an den Neuwagenverkäufen deutlich, und im Januar 2026 machten reine Stromer nur noch etwa 6 % des Gesamtmarkts aus – ein Rückgang gegenüber den Vorjahren, der vor allem auf den Wegfall großer Kaufanreize zurückzuführen ist.
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Familien mit Verbrennerautos zahlen E-Autos für Reiche
Auch der einst unangefochtene Marktführer Tesla spürt den Gegenwind deutlich: Die US‑Verkäufe gingen zuletzt spürbar zurück, teils sind die Zahlen weltweit rückläufig, und der Kurs der Aktie reagierte entsprechend negativ. Zwar blieb das Unternehmen im Januar 2026 mit seinem Elektro‑Gesamtgeschäft noch relativ stabil, doch die jüngsten Rückgänge drücken auf Absatz und Marktanteil. Elon Musk lässt deshalb die Modellreihen Tesla S und Tesla X auslaufen.
Statt dessen setzt Musk auf ein neues Gruselkabinett: Robotaxis und humanoide Roboter, die angeblich das Leben erleichtern und Musk Taschen kräftig füllen sollen.
Das Tesla derzeit schrumpft, liegt nicht nur an harten Zahlen, sondern auch an einem strategischen Umfeld, das sich verändert: Ohne staatliche Kaufanreize wie den bis Ende 2025 gezahlten Bundessteuerbonus in den USA verliert der reine Stromerpreis gegenüber klassischen Fahrzeugen an relativer Attraktivität. Das gilt auch für Deutschland.
DA GEHT EINEM DER HUT HOCH
Schlimm ist die Feststellung, das der Rückgang von E-Stromern hauptsächlich mit dem Rückgang der staatlichen Beihilfen begründet wird, anstatt die Gefährdung der Versorgungssicherheit und des Umweltschutzes durch die E-Mobilität zu thematisieren. Uns geht der Hut hoch, wenn man immer wieder zu hören bekommt, E-Autos würden einen erheblichen Beitrag zur sog. „Klimarettung“ beitragen. Das ist schlichter Unsinn. E-Autos verballern bei der Herstellung mehr CO2 als Verbrenner, gefährden die Umwelt bei der Produktion von Lythium und Kobalt, rauben den Menschen in Bolivien riesige Wassermengen und gefährden in Deutschland die Netzstabilität, wenn immer mehr E-Autos zugelassen werden und gleichzeitig an einer Ladestation hängen. Ganz zu schweigen von der Entsorungsproblematik und der Abfackelproblematik bei einem Unfall.
KRAUT UND RÜBEN
Auch lange etablierte Hersteller bekommen die Flaute zu spüren:
Ford Motor Company nahm im vergangenen Geschäftsjahr eine Abschreibung von rund 19,5 Mrd. US‑Dollar im E‑Mobilitätssegment vor, verbunden mit dem Stopp der vollelektrischen Version des beliebten Pickups F‑150 Lightning und einer strategischen Rückbesinnung auf Hybrid‑ und günstigere Modelle. Damit will man den preiswerten chinesischen E-Autos Paroli bieten.
Bei Stellantis, dem Mutterkonzern von Marken wie Fiat, Peugeot und Chrysler, zeigen sich die Turbulenzen besonders deutlich:
Der Konzern kündigte einen strategischen „Reset“ seines Geschäftsmodells an, um die tatsächlichen Kundenwünsche stärker zu berücksichtigen. Dabei geht es darum, nicht länger allein auf batterieelektrische Fahrzeuge zu setzen, sondern ein breiteres Spektrum – inklusive Hybrid‑ und Verbrenner‑Modelle – anzubieten.
Gleichzeitig wurden im Zuge dieser Neuorientierung Entwicklungsprojekte für reine E‑Modelle gestrichen und erhebliche Wertberichtigungen vorgenommen, was die enorme Belastung der EV‑Strategie der letzten Jahre unterstreicht.
In Europa hat Stellantis sogar begonnen, Diesel‑Modelle wieder einzuführen, weil die Nachfrage nach E‑Autos hinter den Erwartungen zurückbleibt und klassische Antriebe noch größere Akzeptanz besitzen.
Wie dieses „Kraut und Rüben-Spiel enden wird, wissen wir nicht. Aber problematisch für die Verbraucher bleibt diese unübesichtliche Entwicklung auf jeden Fall.
DER VERBRENNER IST NICHT TOT
Unter den aktuellen Bedingungen gilt unserer Ansicht nach daher :
Preis, Reichweite, Praktikabilität und Infrastruktur sprechen weiterhin für den Verbrenner.
- Kundenpräferenzen zeigen, dass viele Käufer Hybrid oder Verbrenner bevorzugen.
Produktion und Wirtschaftlichkeit machen eine komplette Abkehr von klassischen Antrieben derzeit unvernünftig.
- eine flächendeckende Umstellung des Verkehrs auf E-Mobilität würde den Preis für Lythium, Kobalt und seltene Erden extrem in die Höhe schnellen und gleichzeitig das Stromnetz kollabieren lassen.
Quellenhinweise:
Frankfurter Rundschau.de vom 30.01.2026 und 25.02.2026; Spiegel.de vom 11.04.2025; Autopreneur.de vom 01.03.2025, Tagesschau.de vom 05.03.2025; Eike. de vom 13.02.2026 sowie RK-Redaktion vom 14.03.2026
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