Das Ruhr Museum, vormals Ruhrlandmuseum, ist ein breit gefächertes natur- und kulturhistorisches Museum für das Ruhrgebiet in Essen. Träger ist die Stiftung Ruhr Museum.  Das Museum versteht sich als Gedächtnis und Schaufenster des Ruhrgebiets und dokumentiert in seiner Dauerausstellung Natur, Kultur und Geschichte des Ruhrreviers und damit die Entwicklung des größten Ballungsraums Europas. Das Ruhr-Museum befindet sich in der ehemaligen Kohlenwäsche auf der Zeche Zollverein in Essen.

Die alten Steinkohlenzechen

Legt man den Beginn der Industriealisierung mit der Einführung der Dampfmaschine Anfang des 18. Jahrhunderts fest, dann gab es seit diesem Zeitpunkt rd. 400 Zechen. In der Hochblüte des Steinkohlenbergbaus um 1950 waren immerhin noch rd. 154 Anlagen mit über 600.000 Beschäftigten im Einsatz. In 2018 sind es nur noch 2 Zechen mit rd. 4000 Beschäftigten. Anfang 2019 werden die letzen 800 Bergleute für die Stillegung der beiden letzen Zechen, Prosper-Haniel in Bottrop und Anthrazit Ibbenüren in Ibbenbüren noch benötigt. Diese hatten die Aufgabe, die Gruben leer zu räumen, Dämme zu setzen, die Wasserhaltung für die Zukunft herzurichten und die Schächte standfest zu verfüllen. Der Dokumentarfotograf Josef Stoffels ha mehr als 300 Schwarz-weiß und Farbaufnahmen bis 1981 gesammelt, die wunderschöne Zechenansichten aus dieser Blütezeit zeigen.

Termin: 22.01.bis 02.09.2918, Do und Sa 11.00 h, Sonn-und Feiertags um 13.00 h

Eintritt: 3,00 EUR

Ort: Ruhr-Museum, Kohlenwäsche, Aufgang A 14, Essen-Katernberg

Foto links: Zeche Holland in Bochum-Wattenscheid, aus dem Bildband von Peter Rauwerda und Norbert Meier: Mein Ruhrgebiet unseres Mitglieds, Förderverein bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier, AK Dortmund, LWL 2017, Veränderung: Revierkohle

Erdgeschichten. Geologie im Ruhr-Museum

Auf der 24 m-Ebene der ehem. Kohlenwäsche auf Zollverein XII befinden sich rd. 400.000 Objekte zur Geologie, die in 100 Jahren von Sammlern zusammengetragen wurden. 500 davon werden für die Öffentlichkeit nunmehr zugänglich gemacht. Darunter sind z.B. urtümliche Fische, Meereskrokodile und Ammoniten.

Zeit: 21.01; 28.2. und 18.3.2018, jeweils  um 11.00 h

Eintritt: 3,00 EUR

Ort:  Ruhr-Museum, Zeche Zollverein XII, ehem. Kohlenwäsche, A 14, Essen

Sonderausstellung Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte

27.04.2018 – 11.11.2018

Veranstalter: Stiftung Ruhr Museum und  Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Veranstaltungsort: UNESCO-Welterbe Zollverein

„Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“ ist eine Gemeinschaftsausstellung von Ruhr Museum und Deutschem Bergbau-Museum Bochum. Sie wird ermöglicht durch die RAG-Stiftung im Rahmen der Initiative „Glückauf Zukunft!“ und zeigt, welche Leistungen im Ruhrrevier dank der Kohle vollbracht werden konnten. Das ganze Revier verdankt der Kohle letztendlich seine Existenz und seinen wirtschaftlichen Wohlstand. Das die Kohle bald Geschichte sein wird, ist eine politische Entscheidung, die im Ruhrrevier zur Folge hat, das es eine wie auch immer geartete Zukunft mit alternativen und angemessen bezahlten Vollzeit-Arbeitsplätzen, wie sie im Revier einmal üblich waren und die den Verlust von über 600.000 Beschäftigten in den Zechen-und Stahlbetrieben an Rhein und Ruhr ausgleichen könnten, u.E. nicht geben wird.

Öffnungszeiten: Mo-So, 10-18 Uhr

Information und Anmeldung:
Besucherdienst Ruhr Museum, Mo-Fr, 9-16 Uhr,
Tel.: 0201 24681 444, E-Mail: besucherdienst@ruhrmuseum.de

Eintritt: 10 Euro / ermäßigt 7 Euro; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

Ausstellungsort ist im Areal C , Mischanlage , Kokereiallee 7.

Zeche  Zollverein XII
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen

Foto links: Hans-Christian Hein, pixelio, trauernder
Engel: sethos, pixabay

Dauerausstellung

In der Dauerausstellung präsentiert das Ruhr Museum die faszinierende Geschichte einer der größten Industrieregionen der Welt. Selbstverständlich werden auch die zukünfigen Perspektiven des Reviers zum Gegenstand der Betrachtung gemacht. Der Museumsparcours folgt dem ehemaligen Weg der Kohle und zeigt auf drei Etagen eine Ausstellung zu den Kategorien Gegenwart – Gedächtnis – Geschichte. Im Unterschied zu vielen anderen Museen definiert die Ausstellung zunächst ihr Thema und beschreibt die gegenwärtige Wirklichkeit des Ruhrreviers. Es widmet sich in der folgenden Etage dem vorindustriellen kulturellen Gedächtnis der Region, ehe es auf einer letzten Ebene die dramatische Geschichte des Industrialisierungsprozesses im Ruhrgebiet erzählt, die wiederum in der Gegenwart mündet. Revierkohle – Mitglieder haben freien Eintritt.

Fotomontage links: Revierkohle

Header-Foto: Revierkohle