Steigerführungen mit Püttgeschichten

Es macht schon einen Unterschied aus, ob Sie an einer normalen Besichtigung auf Zollverein teilnehmen oder an einer Führung unter der Begleitung eines ehemaligen Bergmanns. Begleiten Sie die letzten noch lebenden Bergleute der ehem. Schachtanlage Zollverein auf ihrer „Spätschicht“  und erfahren Sie authentische Geschichten und Anekdoten von früher. Dabei erfahren Sie Wissenswertes über die Produktionsabläufe und können sich ein Bild von den Arbeitsbedingungen auf der Zeche machen. Im Anschluss an die Steigerführung können Sie mit den Bergleuten noch in gemütlicher Runde klönschnacken und sich erklären lassen, was es mit dem Kübelmajor oder mit dem Mutterklötzchen früher so auf sich hatte. Soweit Sie Fragen zur aktuellen Energiepolitik haben, können Sie sich auch gerne an Revierkohle wenden.

an der Steigerführung teilnehmen ?

Nachtschicht auf Schacht XII

Nachts auf einem stillgelegten Bergwerk… das hat was. Aber keine Angst. Sie sind nicht alleine! Ausgerüstet mit einem Henkelmann, Helm und Geleucht gehen Sie mit den Gästeführern der Stiftung Zollverein auf die dritte Schicht. Wenn früher nämlich die Förderbänder stillstanden und der Förderkorb für kurze Zeit nicht in die Tiefe rauschte, dann war auf dem Pütt trotzdem keine Ruhe. Unter fachkundiger Führung erfahren Sie, wie die Rollen an den Endlosgurtförderern gewechselt oder die Grubenhunde gereinigt wurden. Und daneben gab es jede Nacht noch Wartungs-und Instandhaltungsarbeiten, die bis zur Frühschicht erledigt werden mußten. Denn die Kohle mußte rollen…

Foto: Aquii, Fotolia-Kauf

Zollverein bei Nacht erleben ?

Über Kohle und Kumpels

Wenn Sie wissen möchten, wer die Herren Schupp und Kremmer waren oder was den Bauhausstil ausmacht, dann sollten Sie sich den Gästeführern auf Zollverein anvertrauen und mit Ihnen den Weg der Kohle von der Ortsbrust bis zur Aufbereitung mitgehen. So erfahren Sie viel über die Produktionsabläufe auf der Zeche sowie über den Stil der „neuen Sachlichkeit“. Sie „durchörtern“ die ehem. Schachthalle, durchlaufen die Aufbereitung, dann die Sieberei bis zur Kohlenwäsche.

mehr über die ehemalige leistungsfähigste Zeche der Welt kennenlernen ?

neue Angebote

PORTAL DER INDUSTRIEKULTUR

Innerhalb des Ruhr-Museums auf Zollverein, befindet sich in der ehem. Kohlenwäsche eine Dauerausstellung, die sich mit der Entwicklung des Ruhrreviers von der Stahl-und Kohlenregion zum strukturschwachen Ballungsraum beschäftigt, in der es heute zwar viel Straßenbegleitgrün gibt, dafür aber nur wenige neue Arbeitsplätze. Mit anderen Worten: das Revier ist wieder grün und der Himmel schon lange wieder blau. Anhand multimedialer Inszenierungen erfahren die Besucher, wie die Nutzung der ehem. Bergbauflächen früher vogenommen wurde und wie die Flächen heute aussehen. Aus ehem. Zechen wurden Museen mit Eventcharakter, auf ehem. Gleisen der RAG Bahn-und Hafen kann man heute mit dem Rad radeln und Bergleute sind heute leider keine Helden mehr. Im Rundeindicker in 48 Meter Höhe bietet der Panoramafilm RUHR 360 Grad eine beeindruckende Einführung in die sog. Metropolregion Ruhr.

Foto: Hans-Christian Hein, pixelio

jetzt kann auf dem Förderturm von 3/7/10 gespachtelt werden

Jetzt kann in 35 Metern Höhe auf dem stillgelegten Fördeturm der Schachtanlage 3/7/10 (auch Kunstschacht genannt) zu zweit oder zu viert romantisch gegessen werden. Den Picknickkorb müssen Sie die 160 Stufen allerdings nicht selber schleppen. Der wird Ihnen vom Service genau so gebracht wie das  Pilskes oder die Flasche Sekt. Zwei Stunden lang können Sie ein romantisches Essen mit einmaliger Aussicht über Essen in industrietypischer Umgebung genießen. Das ist schon etwas ganz Besonderes. Daher ist dieser Spaß auch nicht ganz billig. Zwei Personen zahlen 99,00 EUR und vier Personen 149,00 EUR. Dafür gibt sich der Veranstalter, das Phänomania Erfahrungsfeld, auch wirklich große Mühe, Sie entsprechend zu verwöhnen. Der Picknickkorb ist reichlich gefüllt. Von derlei „Erfahrungen“ konnten unsere Kumpels früher leider nur träumen.

Buchungen nehmen Sie bitte unter der Tel.-Nr. 0201 – 301030 oder per e-Mail unter „info@schacht3710.de“ vor.

Foto links: Pärchen: JackF,fotolia-Kauf: Schacht 3/710 (Hintergrund): Revierkohle

demnächst: studieren auf Zollverein

Der Grundstein für den Neubau der Folkwang Universität der Künste wurde am 02.10.2015 in einer feierlichen Zeremonie gelegt. Der Neubau der Hochschule soll im Sommer 2017 fertiggestellt werden. Neben Oberbürgermeister Reinhard Paß haben an der heutigen Grundsteinlegung auch Ministerin Svenja Schulze, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Professor Kurt Mehnert, Rektor der Folkwang Universität der Künste, sowie Vertreter von KÖLBL KRUSE, RAG Montan Immobilien und der Folkwang Universität der Künste teilgenommen.

Nach der Fertigstellung des 19.000 Quadratmeter großen Neubaus auf dem Areal der einst modernsten Zeche Europas, werden zum Wintersemester 2017/ 2018 rund 500 Studierende und 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den universitären Betrieb aufnehmen. Die von der Folkwang Universität der Künste angemieteten Räumlichkeiten im SANAA-Gebäude (links) werden weiterhin genutzt und komplettieren das Nutzungsspektrum auf Zollverein. Der Neubau wird für 20 Jahre von der Folkwang Universität der Künste angemietet.

unten:

Im Beisein von Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (rechts ) und Oberbürgermeister Reinhard Paß ( 2.v.r ) erfolgte die Grundsteinlegung des Neubaus der Folkwang Universität der Künste. | Foto: Elke Brochhagen; Fotoredaktion Stadt Essen

Rundfahrten auf Zollverein XII

In Begleitung eines Gästeführers können sich Besucher seit 2015 bequem mit zwei E-Bussen über das 100 Hektar grosse Zechengelände  kutschieren lassen. Das Angebot richtet sich an alle, die sich mal schnell einen Überblick über das Weltkultuerbe verschaffen wollen. Mit sechs Haltestellen verbindet  der halbstündige Linienverkehr die Anlage vom Hauptschacht XII, über Schacht 1/2/8 bis zur Kokerei. Beim Zwischenstopp an der Mischanlage bietet sich die Möglichkeit für eine kurze Fotoscession. Für Besucher stehen zwei E-Busse mit jeweils 20 Sitzplätzen sowie einem Rollstuhlplatz zur Verfügung. Dauer: rd. 1 Stunde. Die Rundfahrten beginnen an der Haltestelle „Am Forum“ Da es sich um E-Busse handelt, kann es passieren, das die Busse nicht einsatzfähig sind. In diesem Fall wird eine Ersatzleistung angeboten.

Tickets zum Preis von 11,00 EUR sind beim Fahrer erhältlich.