Windkraft: Auswüchse einer hochsubventionierten Boombranche

REVIERKOHLE ANTWORTET EINEM VERBITTERTEN WINDKRAFT-ANHÄNGER

Am 1.8.2016 brachte der SWR im ARD-Abendpro- gramm einen erstaunlich realistischen Beitrag zu den zerstörerischen Wirkungen der Windenergie. (siehe Videoclip) In dem rd. 30-minütigen Beitrag ließen die Autoren eine Anzahl von Menschen zu Worte kommen, die sich massiv durch den unge- bremsten Ausbau der Windenergie in vielen ihrer Lebensumstände gestört und von der Politik ver- schaukelt fühlen. Obwohl jeder der Befragten sich trotzdem für die Energiewende aussprach (nur eben nicht bei sich Zuhause), waren die Lobbyisten der erneuerbaren Energien aufs Höchste alarmiert und protestierten umgehend und auf vielen Kanälen gegen diesen Beitrag. Allen voran ein gewisser Dr. Rüdiger Haude. Seines Zeichens Vorstandsmitglied im Solarenergie-Förderverein Deutschland und Privatdozent. RK-Chef Blach hat sich diesen an- geblichen Fachmann mal vorgenommen und ihm einen ausführlichen Brief zukommen lassen, der auch bei unserem Partner, dem europäischen Institut für Klima und Energie (Eike) veröffentlicht wurde. Herr Dr. Haude hat – wie erwartet – nicht geantwortet.  Dafür war wenigstens die stellv. Chefredakeurin beim SWR, Brigitte Weber, erbost. Doch nun zum offenen Brief.

 

ARD-Beitrag vom 1.8.2016

 

Sehr geehrter Herr Dr. Haude,

 

in einer Rundmail an die verantwortliche Redakteurin beim SWR , Frau Sibylle Schreckenberger, beklagen Sie sich über den unanständigen Umgang mit der Windkraftproblematik. Die journalistische Aufarbeit- ung bezeichnen Sie als perfide, unaufrichtig und in- transparent. In Ihrem Schreiben führen Sie drei Punkte auf, um deren Beantwortung Sie bitten. Da wir als Windkraft-Kritiker auch Informationslieferant sind, gehen wir gerne auf Ihre Kritikpunkte ein.

Zunächst beklagen Sie sich in Ihrem Schreiben darüb- er, das in der Sendung der Zusammenhang zwischen Klima und Klimawandel nicht erwähnt worden wäre. Das halten Sie für unanständig. Warum das so ist, be- gründen Sie allerdings nicht. Da Sie als studierter Phi- losoph und Dozent für neuere Geschichte kein ausge- wiesener Fachmann auf dem Gebiet der Energiewirt- schaft und der Physik sind, sind Sie möglicherweise von der medial tagtäglich als richtig verbreiteten An- nahme ausgegangen, dass es einen Zusammenhang zwischen unterstellter Klimaerwärmung und der Zu- nahme von Co2-Emissionen geben würde und Sie des- halb erwartet haben, das die Sendung dieses Problem erwähnt. Das war aber nicht Tenor der Sendung. Auch gibt es bis heute nicht eine einzige wissenschaftlich fundierte Studie, die einen signifikanten Zusammen- hang zwischen antrophogen verursachter Klimaer- wärmung und Kohlenstoffdioxidzunahme in der Atmosphäre belegen könnte. Bei den veröffentlichten Untersuchungen, u.a. des Weltklimarates (IPCC) , handelt es sich um hypothetische Annahmen, die auf der Grundlage mathematischer Modellbildung erfolgt- en und in der Praxis nicht belegt werden konnten.

Das Klima als statistische Größe ändert sich ansonsten seit Mrd. von Jahren und zwar in nicht-linearer Weise. Da der Wandel insofern das Normalste von der Welt ist, hat er in der Sendung auch nicht be- sonders erwähnt werden müssen. Wenn Sie aller- dings gemeint haben sollten, das es einen Zusamm- enhang zwischen Klimaerwärmung und Co2-Zunahme geben könnte und das daher der Ausbau von Wind- kraftanlagen zu Ungunsten der zahlenden Bevölker- ung gerechtfertigt sei, unterliegen Sie ebenfalls dies- em medial verbreiteten Irrtum, da es einen solchen, von Menschen erzeugten, Zusammenhang nicht gibt. Im Gegenteil: seit rd. 18 Jahren verläuft die globale mittlere Durchschnittstemperatur konstant, während sich die Co2-Emissionen in diesem Zeitraum verdrei- facht haben. Die positiven Folgen für das Pflanzen- wachstum wurden u.a. in der Fachzeitschrift „Nature“ und bei unserem Partner, dem europäischen Institut für Klima und Energie (Eike) schon mehrmals aus- führlich beschrieben. Gerne können wir Sie mit den Fachleuten in Kontakt bringen, wenn Sie das wünschen.

       Dr. Rüdiger Haude   SFV

Des weiteren beklagen Sie sich in Ihrer e-Mail über die fehlende Transparenz in der Sendung. Den CDU-Politiker Michael Fuchs bezeichnen Sie als Lobbyisten und Atom-Fuchs wegen seiner Nähe zur Atomwirtschaft. Inwieweit die Redakteure die früheren Tätigkeiten des Politikers Fuchs durchleuchtet haben, entzieht sich unserer Kenntnis. Hinsichtlich der fehlenden Transparenz stimmen wir Ihnen insofern zu, als das eine 45-minutige Sendung, die ja auf ein breites Publikum Rücksicht nehmen muss , nicht alle Details und Fakten bei einem solch komplexen Thema einmalig vermitteln kann. Wir helfen Ihnen aber gerne mit Fakten weiter. Warum wir gegen die Energiewende und insbesondere gegen den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen sind, entnehmen Sie dem beigefügten Flyer. Des weiteren verweisen wir auf die beigefügte Grafik des Netzbetreibers Entso-E und der EEX-Strombörse aus Jan. 2015. Dieser Grafik können Sie beispielhaft entnehmen, dass der Strom aus regenerativen Energieträgern ganzjährig schwankend ist und meistens dann nicht zur Verfügung steht, wenn der Bedarf steigt. (braune Felder der Kurvenverläufe) Diese großen Lücken müssen regelmäßig durch die fossilen Grundlastkraftwerke ausgeglichen werden. Darüber hinaus haben unsere Kraftwerke die Funktion, als Taktgeber für die Aufrechterhaltung der notwendigen 50 Hetz-Netzspannung zu fungieren. Geringste Abweich- ungen führen ansonsten zu einem Netzzusammenbruch. Windkraft steht das Jahr über betrachtet nur an rd. 2 Monaten zur Verfügung und kann bei Überproduktion nur herab-, aber nicht heraufgeregelt werden. Das könn- en nur Grundlastkraftwerke. Daraus folgt, dass es eine Zukunft ohne Kraftwerke bis auf weiteres nicht geben kann. Zwar können Sie den produzierten Strom aus regenerativen Energieträgern in Methangas durch Aufspaltung von Wasser und Wasserstoff mit Hilfe der Wasserstoffelektrolyse umwandeln und speichern, je- doch kostet dann die Kilowattstunde Strom rd. 2,00 EUR. Und der zur Erzeugung von Methangas notwendige Energieaufwand beträgt 80 %. Sie sehen, es ist nicht wirtschaftlich.

Quelle: Statistica und brrwi, in: vernunftkraft.de, Foto: Dranadine CC BY-SA 3.0, wikimedia commons,   obere Statistik: Lastgänge Jan. 2015, Netzbetreiber Entso-E, Darstellung: Rolf Schuster,  Co2-Baum unten: Ricochet64, fotolia-Kauf; Ortsausgangsschild: B. Blach

Das energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln hat in 2016 freundlicherweise einmal die Kosten für die Einsparung von Co2-Emissionen ausgerechnet. Danach kostet die Einsparung von einer Tonne Kohlenstoffdioxid :

400,00 EUR bei Photovoltaik-Anlagen

135,00 EUR bei Offshore-Windkraftanlagen

 50,00 EUR bei Onshore-Windkraftanlagen

   6,00 EUR bei konventionellen Kraftwerken

 Und auch ansonsten sind die Kosten pro Kilowattstunde erzeugter Strom aus regenerativen Energieträgern nicht marktfähig. Daher werden Sie ja auch vom Staat allein in 2016 mit 29,2 Mrd. EUR sub- ventioniert. Seit Einführung des Erneuerbare-Ener- gien-Gesetzes (EEG) in 2000 sind das bisher mehr als 200 Mrd. EUR für gerade einmal 2,3 % Anteil des erzeugten Stroms aus Windkraftanlagen am Primär- energieverbrauch (2015, Quelle: BM für Wirtschaft und Energie) Um die Transparenz für Sie herzustellen, hier die Kosten pro kWh:

Kosten pro kWh für erzeugten Strom aus Windkraft- anlagen:  Offshore: 19 Ct;   Onshore:  9 Ct                      Solarstromanlagen : 14 Ct                                                                                 Biogasanlagen:           14 Ct.                                                                                    Elektrolyseanlagen: 2,00 EUR/kWh                                                                                    foss.Kraftwerke:       Braunkohle: 3,5 Ct;   Steinkohle: 6,5 Ct.

Quelle: Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt, FH Aachen

Zum Abschluss Ihres Schreibens fragen Sie die Redaktion, ob es neuerdings Standard wäre, sozial- politische Skandale als energiepolitische Skandale auszugeben und verweisen auf das im Film erwähnte Beispiel einer alleinerziehenden Frau, die dank der Energiepolitik der Bundesregierung mit 1000,00 EUR im Monat auskommen muss. Zugegeben: etwas po- lemisch ist dieses Beispiel auch aus unserer Sicht schon. Aber es ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Denn wenn die Bundesregierung für eine zum Scheitern verurteilte Politik wie die sog. Energiewende allein in 2016  29,2 Mrd. EUR aufwendet, dann fehlt dieses Geld naturgemäß an anderer Stelle. Die Einsparungen gehen in unserer Gesellschaft i.d.R. immer zu Lasten derjenigen, die sich nicht wehren können und keine Lobby haben. Dazu gehören eben auch die Alleinerziehenden.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unserer Stellungnahme Ihre e-Mail ausreichend beantworten konnten und ver bleiben

mit freundlichem Glückauf

           wir fordern : Schluss mit dem Ausbau von Windkraftanlagen – Schluss mit der Steuerverschwendung

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