zwischen macht, ansehen und stolz

RUNDGANG 4

Bergbaukunst

Bergbau und Kunst sind eng miteinander verbunden, ohne das die Branche jemals zentrales Motiv der bildenden Kunst wurde. Im 17. und 18. Jahrhundert hatte der Bergbau für die Herrscherhöfe eine große wirtschaftliche Bedeutung. In dieser Zeit sind eine Fülle von bergbaulichen Prunkgegenständen entstanden, die man heute im Bergbau-Museum bestaunen kann.   

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Prunk und Wirklichkeit

Motive

Mit der Industriealisierung rückten die Bergleute durch den wachsenden Industriezweig selbst in den Fokus der Betrachtungen. Es entstanden Kunstwerke einerseits als Auftragsarbeit, andererseits waren diese Kunstgegenstände auch ein Ausdruck der innigen Verbundenheit mit dem Bergbau.

 

 

das bergmännische Liedgut stärkte das Gemeinschaftsgefühl . Es war reich und ausdrucksstark. Auf jeder Schachtanlage gab es entweder einen Knappenchor oder ein Bergswerksorchester. Foto: der Ruhrkohle-Chor, RAG
besonders im Erzgebirge wird die Bergbaukunst bis heute gepflegt. Foto: Saarl. Bergbaukalender 2012, RAG

Skulpturen, Gemälde und Grafiken

Es entstanden Werke renommierter Kunst-schaffender bis hin zur Laienkunst des 21. Jahrhunderts. Auch Bergleute selbst schufen eigene Kunstwerke und malten Bilder aus ihrem Arbeitsleben. In der neuen Ausstellung wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung die einzelnen Skulpturen, Gemälde und Grafiken für die damaligen Akteure hatten.

Schatzkammer

schwarzer Diamant

das DBM zeigt kostbare Porzellanfiguren und Trinkgefässe des Bergbaus

der besondere Stand des Bergmanns wurde auch über prächtige Paradeuniformen zum Ausdruck gebracht. Auf Knappentagen wird auch heute noch der sog. Bergkittel angelegt.

Schnupftabakdosen gab es auf jeder Zeche mit Zechenmotiv, da man unter Tage nicht rauchen durfte. Diese waren z.T. kunstvoll gestaltet.

die Schutzpatronin der Bergleute

Die innige Verbundenheit der Bergleute mit der Schutzheiligen St. Barbara kam und kommt auch heute noch durch die Anbring-ung von Statuen unter und über Tage zum Ausdruck. Auch auf Knappentagen und am 4. Dez. eines Jahres wird der Schutzpatronin gedacht. Vor jeder Einfahrt wurde früher um ihren Schutz gebetet. Entsprechend zahlreich sind die oft sehr filigran angefertigten Figur-en der Hl. Barbara noch vorhanden. Das DBM zeigt auch Exemplare, die aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen.  

die Hl. Barbara können Sie als 12 cm hohe Figur auch über unseren Shop erwerben