BERGWERK

Bis 3.08.2018 präsentiert das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum eine einzigartige Fotoausstellung des Fotografen Michael Bader mit dem Titel: Blickpunkt Bergwerk.

Bader wurde zum Abschied des deutschen Steinkohlenbergbaus Ende 2018 von der RAG-Stiftung damit beauftragt, die letzten Bergleute bei ihrer Arbeit vor Ort auf den letzten beiden Schachtanlagen Anthrazit Ibbenbüren in Ibbenbüren und Prosper-Haniel in Bottrop als auch auf den mittlerweilen stillgelegten Zechen Auguste-Victoria in Marl und Pluto in Herne zu begleiten und zu fotografieren.  Mensch und Technik über-und unterirdisch in Aktion zu erleben, war auch für den bergfremden Fotografen ein besonderes Erlebnis. Das kommt in seinen Fotografien deutlich zum Ausdruck.

Ort: Am Bergbau-Museu, Bochum

Eintritt: für RK-Mitglieder kostenfrei

Neue Dauerausstellung im DBM

Seit der Einführung des Erneuerbare Energien-Gesetzes im Jahre 2000 schrillt es aus allen medialen Kanälen: die Kohle hat keine Zukunft, weil sie das Klima zerstört. Aber ist das wirklich so und können wir auf fossile Energieträger vollständig verzichten ?  Auf rund 280 Quadratmeter Fläche zeigt das DBM in einer neuen Dauerausstellung, warum der Rohstoff auch weiterhin für unser aller Wohlstand notwendig ist. Es wird gezeigt, für welche Güter, die wir täglich konsumieren, Rohstoffe unentbehrlich sind. Und dabei geht es nicht nur um Kohle. 90 % aller Materialien eines Autos werden durch Rohstoffe gewonnen, die durch den Bergbau produziert wurden. Mit Hilfe eines Energiefahrrades können Sie ausprobieren, welche Kraftanstrengung notwendig ist, um Strom zu erzeugen.

Öffnungszeiten: Die bis Fr. 8.30 h – 17.00 h

Sonn-und Feiertags: 10.00 h – 17.00 h

Ort: Am Bergbaumuseum 28, 44791 Bochum

Foto links: pixelio

BOOM – KRISE – ERBE

vom 14. 3. bis 16.3.2018 veranstaltet der Forschungsbereich Bergbaugeschichte und das montanhistorische Doku-Zentrum die englischsprachige Tagung „Boom-Crisis-Heritage- der deutsche Steinkohlenbergbau nach 1945.“ Die Tagung fragt nach den vielschichtigen gesellschaftlichen Transformationsprozessen, die in Folge der Veränderungen auf dem Energiemarkt Anfang der 50er Jahre auftraten und wie die Reaktionen hierauf waren. Die Beschäftigung mit den materiellen und immateriellen Hinterlassenschaften der Bergbaureviere bildet den zweiten Teil der Tagung.

Anmeldungen sind bis zum 16.02.2018 beim DBM in Bochum unter www.bergbaumuseum.de/bch2018 möglich.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.

Digitaler Gedächtnisspeicher

Unter dem Motto „digitaler Gedächtnisspeicher“ bemüht sich das DBM in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebietes an der Ruhr-Uni-Bochum bis zum Auslauf des Deutschen Steinkohlenbergbaus Ende 2018 alle Erinnerungen, Erfahrungen und Kenntnisse von ehemaligen Bergbaubeschäftigten als wesentlicher Bestandteil des industriekulturellen Erbes nachhaltig zu sichern und zu dokumentieren. In dem Projekt werden rd. 100 ausführliche Videointerviews geführt mit Menschen im Bergbau. Das ist nicht nur der Bergmann selbst, sondern auch dess Vater und Großvater und die Heimatvertriebenen sowie die Bergwerksdirektoren, Betriebsräte und Migranten die „auf Zeche gingen.“ Die RAG unterstützt dieses Projekt.

Foto links: Bergleute der Schachtanlage Prosper-Haniel in 2017, RAG

Das DBM baut um und aus

Mit Unterstützung der RAG-Stiftung wird das Ende des Deutschen Steinkohlenbergbaus Ende 2018 nicht nur gebührend gewürdigt, sondern auch in die Zukunft getragen. Als Träger wird dabei u.a. das Deutsche-Bergbau-Museum in Bochum fungieren. Seit dem 8.11.2016 wird das altehrwürdige Gebäude um-und ausgebaut und somit zukunftssicher gemacht. Dafür werden rd. 15 Millionen Euro in die Hand genommen. In einem einmaligen Ausstellungsprojekt haben die Besucher die Möglichkeit, die Geschichte des DBM von den Anfängen bis heute samt Umbau zu bereisen. Die Ausstellung befasst sich auch mit der Frage „was wird das DBM in Zukunft sein?“ Anhand ausgewählter Exponate können die Besucher auf neuen Rundgängen in die Zukunft gucken. In der DBM-Lounge gibt es zudem die Möglichkeit, an die Ausstellungsmacher eigene Ideen und Wünsche zu richten.

Eine nette Überschrift