Klimastudien: Wissenschaft ist keine Demokratie

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aller Klimawissenschaftler sind sich einig ? Ein Paradebeispiel der Volksverdummung

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Dr. John Cook

australischer Kognitionspsychologe. Seine 2016 fertiggestellte Dissertation  "Quantifying the consensus on anthropogenic global warming in the scientic literature" wurde zur Bibel der Klimaaktivisten.

Foto: John Cook, OTRS, CC-BY-SA-4.0, wikimedia commons. Freistellung: Revierkohle

nochmal:

97 % aller Klimawissen- schaftler sind sich einig - wie das ?

Als der Physiker Albert Einstein 1915 seine Allgemeine Relativitätstheorie veröffentlichte, blies ihm ein rauher Wind ins Gesicht. Seine bahnbrechende Erkenntnis, dass im Bereich der höchsten Lichtgeschwindigkeit Raum, Zeit und Masse relativ sind, also nur vom jeweiligen Beobachter abhängen, traf auf zahlreiche Kritik von Wissenschaftlern, Philosophen, Pseudowissenschaftler und Ideologen. Einerseits wurde die mathematisch-abstrakte Methode abgelehnt, dann glaubte man, Fehler in der Theorie ent-deckt zu haben und zum Schluß wurde Einstein auch noch der Vor-wurf gemacht, er wäre antisemitisch eingestellt.  Trotz der Kritik blieb die Relativitätstheorie bis heute in sich schlüssig und wider-spruchsfrei. Viele Experimente haben die Richtigkeit bis heute bestätigt.

Wäre 1920 eine Befragung unter den Wissenschaftlern nach der Methode von John Cook in 2013 vorgenommen worden, wäre der geniale Denker mit seiner bahnbrechenden Theorie wohl in der hintersten Schublade des FB Physik verstaubt. 

John Cook promovierte 2013 zum Thema „das Schließen der Konsens-Lücke durch kommunizieren des wissenschaftlichen Konsens über Klimawandel und das Kontern von Fehlinformationen.“ Für das zusamm-entragen von rd. 12.000 Studien-Abstracts erhielt Cook 2016 die Doktorwürde in Philo-sophie (!). Seit dem geistert diese Arbeit bei allen Umweltaktivisten und auch an Uni-versitäten als Beweis durch die Gegend, dass 97 % aller Klimawissenschaftler sich darin einig sind, dass die Klimaerwärmung durch den von Menschen zusätzlich verur-sachten Co2-Emissionen  bewirkt wird.

Diese so dargestellte Mehrheitsmeinung kann es in der Wissenschaft allerdings nicht geben, da diese von Kritik und ständiger Auseinandersetzung lebt. Und der von Cook behauptete Konsens existiert ebenfalls nicht. Denn nur 0,54 % aller ausgewerteten Studien-Abstracts sehen einen signifikanten Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und den antrophogen verursachten Co2-Emissionen. 66,39 % aller ausgewerten Studien-Abstracts treffen hingegen keinerlei Aussagen zum Einfluss des Menschen auf das Klima.

Und wie kommt man nun von 0,54 % auf 97 % Zustimmung? Ganz einfach: durch ver-zerrende statistische Zusammenfassung-en. Mit anderen Worten: durch kreative Statistik.  

Dr. Michael Espendiller und Dr. Michael Kossakowski konnten diese statistischen Manipulationen nachweisen. Sie werfen Cook vor allem vor, den Löwenanteil der Studienabstracts von 66,39 % ( rd. 8000 Arbeiten) bei der Auswertung unberück-sichtigt gelassen zu haben. Der Leseaufwand der 12.000 Abstracts wurde Übrigens nicht nur von Cook alleine ge-leistet, sondern auch von ganz normalen Bürgern im sog. „citizen science project.“ Wer genau und nach welchen Kriterien ge-stöbert hat, ist nicht bekannt. Ferner muß man berücksichtigen, dass bis heute keine evidenzbasierten (empirisch gestützten) Studien vorliegen, die beweisen, dass der Mensch durch die von ihm verursachten Co2-Emissionen einen siginifikanten Ein-fluss auf die klimatischen Veränderungen hat. Die Mehrheit der Klimawissenschaftler messen diesem Einfluss keine so hohe Validität zu, wie das in den Medien gerne dargestellt wird. Es bleibt daher eine Hypothese und nichts weiter. Daraus eine Tatsache zu machen, ist unredlich und unwissenschaftlich. 

Statistik im Schnee

Keine Verifizierung

Auswertung der Cook-Studie v. Michael Espendiller u. Michael Kossokowski : 

66,39 % der Studien treffen keine Aussage

7,72 % bejahen den menschlichen Einfluss auf das Klima, machen aber keine Aussagen zum genauen Umfang

24,36 % erwähnen den Treibhausgaseffekt u. deuten einen möglichen Einfluss an

0,13 % sehen den Einfluss des Menschen als minimal an

0,33 % der Studien äußern sich unsicher, ob der Mensch den Klimawandel verursacht

0,54 % bejahen ausdrücklich den menschlichen Einfluss auf das Klima 

 

bitte mit dem Cursor wischen

Pinnocchio lässt grüßen

geht die solide Forschung in die Hose, versuch´s doch ma mit´ner Prognose!

Damit wir nicht missverstanden werden, möchten wir klarstellen, dass Hypothesen keineswegs dummes Zeug sind, weil sie im luftleeren Raum oder unter ideologischen Vorzeichen gebildet werden. Das sollte in der Wissenschaft die Ausnahme sein. Vielmehr ist die Hypothesenbildung ein wichtiges Werkzeug, um eine Theorie falszifizieren oder verifizieren zu können. Das ist ein ständiger Überprüfungsprozess, um so zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Es geht um die Wahrheit. Wissenschaftliche Aussagen haben daher nur so lange Gütligkeit, bis ein einziger Wissenschaftler mit wissen-schaftlich anerkannter Methodik die Theorie widerlegt. Auf die Mehrheitsmeinung kommt es dabei nicht an. Was zählt, ist der wiederholbare Nachweis, dass die getroffenen Annahmen nicht stimmen. Daher muß man heute nicht mehr glauben, dass die Erde eine Scheibe ist. Dank Galileo Galilei wissen wir, dass sie es nicht ist. Dafür wurde Galilei seinerzeit von der Kirche ebenfalls heftig angegriffen. Da viele Wissenschaftler heutzutage aber dringend auf Drittmittel angewiesen sind, gibt die Politik gerade in der Klima-wissenschaft oft den Ton an. Das führt zwangsläufig zu Gefällig-keitsgutachten. In letzter Zeit haben aber auch Wissenschaftler selbst ideologische Scheuklappen aufgesetzt, weil sie sich von den permanenten Klimawarnern aus dem NGO-Bereich beeinflussen ließen, selbst Mitglied sind oder aus Opportunismus heraus den politisch ausgerufenen Klimanotstand unterstützen.      

 

So erklärten Anfang Nov. 2019 rd. 11.000 Wissenschaftler aller möglichen Fachbereiche den Klimanotstand als Fakt. Das ist ein Tiefschlag für die Glaubwürdigkeit der Wissenschaften. Und das aus mehreren Gründen:

1. die „Warnung“ wurde z.B. von Personen unterzeichnet, die keine Berufsbezeichnung angaben

2. Des weiteren wurde die Erklärung von Vertretern aus Um-weltverbänden gezeichnet

3. unter den 873 deutschen Unterzeichnern waren 637 Zoologen, Chemiker, Biologen und Historiker und nur 6 Klimaforscher

4. Prominenteste Unterzeichnerin war die Leiterin des Umwelt-bundesamtes, Maria Krautzberger, studierte Dipl.-Verwalt-ungswirtin. Und nicht zu vergessen (aber wahr): ein Schelm namens Micky Maus

Problematisch ist diese Warnung insofern, als dass die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner darin übereinstimmen, dass die Gletscher schmelzen, das der Mensch schuld ist an der Klimaerwärmung, dass die Hitzewellen deswegen häufiger werden und das der Meeresspiegel aufgrund der von Menschen verursachten C02-Emissionen steigt. Alle diese Thesen sind nicht belegt. Wir berichteten darüber an dieser Stelle bereits mehrfach.  

Darüber hinaus weist der Aufruf schwere inhaltliche Mängel auf. So zeigt eine Grafik z.B., das die Welt massiv an Waldgebieten verloren hat. Das ist eine grobe Irreführung, da die Vereinten Nationen erst im August 2019 berichtet haben, dass die Vegetation weltweit stetig zugenommen hat. Eine weitere Grafik soll belegen, dass Extremwetterereignisse häufiger geworden sind. Das ist ebenfalls ein Widerspruch zu den UN-Daten, die keine globalen Auffällig-keiten im Klimageschehen zeigen. Angebliche Zusammenhänge werden darüber hinaus behauptet, aber nicht erläutert. Stattdessen werden zahlreiche Forderungen aufgestellt, damit wir alle unsere Lebensweisen verändern sollen.

Das einzig vernünftige, was in dieser Warnung aufgeführt wird, ist u.E. n. die Forderung nach einer Reduzierung der Weltbevölkerung. Das ist in der Tat eine reale Herausforderung. Nicht nur für die Sicherstellung der Versorungssicherheit. Die C02-Emissionen sind es nach gegenwärtigem Kenntnisstand dagegen nicht. 

 

hier einige Wissenschaftler, die den Konsens kritisieren

Quellenhinweise:

Cicero-Magazin vom 07.11.2019; Kossakowski, Michael: 97 % der Wissenschaftler sind sich einig…, in: ist-friedrichshagen.de vom 11.09.2019; achgut.com vom 18.11.2019; PI-News.net vom 26.12. 2019; Der Nachrichtenspiegel vom 05.01.2020 ( siehe oben ein-gebundenen Videoclip) sowie RK-Redaktion vom 16.03.2020

Fotonachweise:

Header: pixabay.com; John Cook: wikimedia commons und OTRS-Nachweis hinter dem Foto; Statistik-Grafik: pixabay.com, unten links: Quinn Kampschroer, künstl. Veränderung: Revierkohle; Übersetzung: Revierkohle

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350.org: es ist schlimm – wir sind schuld

gegen Profite , für ein gerechtes Klima und 100 % Erneuerbare für Alle

Klimawandel

die gefährliche heile Welt des Bill McKibben

Im Okt. 2019 beschäftigten wir uns ausführlich mit der FFF-Bewegung für Er-wachsene, nämlich Extinction Rebellion und ihren Zielen. Die aus England kommende Bewegung sieht die Klimapolitik und die gesellschaftliche Ordnung als ungerecht an. Da der Klimawandel menschengemacht sei, müsse die Gesellschaft hin zu einer „anderen“ Demokratie (?) transformiert werden. Und da die gesamte Welt vom Aussterben bedroht sei, müßte man sich wehren. Der zivile Ungehorsam ein-schließlich Gefängnisaufenthalt wird daher als probates Mittel angesehen, um die Klima-und Gesellschaftspolitik zu ändern.

Kaum ist es medial um FFF und Extinction Rebellion aufgrund des Corona-Virus etwas stiller geworden, da kommt die nächste Sau durchs Dorf gebraust. Diesmal kommt sie aus den USA. Es handelt sich ebenfalls um eine Klimarettungsbewegung namens 350.org, die 2008 von dem Umweltaktivisten Bill McKibben gegründet wurde und den Anspruch erhebt, international tätig zu sein. Wir haben uns  auch diesen Verein einmal näher angesehen. 

US-KLIMASCHUTZBEWEGUNG

350.org
hier können Sie die steilen Thesen der US-Klimaschutzbewegung im Original nachlesen
More
350.org
ziviler Ungehorsam gehört wie bei Extinction Rebellion zum Programm
350.org
die Aktivisten wollen Macht und Energie "neu definieren."

Wir nehmen zunächst den Gründer Bill McKibben unter die Lupe.

McKibben wurde 1960 in Palo Alto in Kalifornien geboren und wuchs in Boston, Massachusetts auf. Er studierte an der Harvard University Journalismus und schloss das Studium mit dem Bachelor-Grad ab. Er schrieb danach für zahlreiche Kultur-, Literatur- und Politikzeitschriften über Klimapolitik und alternative Energie-formen.

Auch verfasste er einige Bücher. So z.B. das 1989 erschienene Buch „Das Ende der Natur“ und “ Die taumelnde Welt“ in der er ebenfalls behauptet, dass die Welt ihr Fortbestehen aufs Spiel setzen würde. Das Eis der Arktis und Antarktis ist so stark ge-schmolzen, wie noch nie, behauptet er u.a. und setzt den Klimawandel mit einem be-vorstehenden dritten Weltkrieg gleich. 

Mit dieser militärisch-religiös anmutenden These schmiss er sich auf den Markt der NGO´s und gründete mit 151 Studenten die Klimaschutzkampagne „Step It Up“, aus der 2008 die Klimaschutzbewegung 350.org hervorging. Der Verein hat seinen Sitz in Oakland, Kalifornien. In Deutschland ist 350.org in Münster, Konstanz und Berlin aktiv. 

Ähnlich wie Extinction Rebellion fordern die Aktivisten von 350.org, dass Macht und Energie aufgrund des menschengemachten Klimawandels neu definiert werden müsse, weil das Ausmaß des Klimawandels gewaltig wäre. Daher fordert 350.org nicht nur eine Versorgung mit 100 % Öko-Strom, sondern auch eine gerechte und gleich-berechtigte Zukunft für Alle. DDR 2.0 läßt grüßen.

350.ORG behauptet

die Erde heizt sich auf

seit Beginn der Industriealisierung um 1850 sind die globalen Durchschnittstemperaturen um 1 Grad gestiegen. Ablesen läßt sich das auch an den 5 wärmsten Jahren in 2014 bis 2018. Nur 1 Grad Erwärmung hat verheerende Auswirkungen auf den Planeten. Ab 2030 sind 400 Mio. Menschen in 23 Küstenstädten gefährdet. Der IPCC-Bericht läßt daran keinen Zweifel.

wir sind die Ursache

Bevor die Industriealisierung mit ihren enormen C02-Emissionen begann, enthielt die Atmosphäre nur 280 ppm ( parts per Million) an C02-Treibhausgasen.

wir können es ändern

durch zivilen Ungehorsam und den Aufbau einer Gras-wurzelbewegung. Ferner durch den Kampf für mehr Gerechtigkeit.  Da der Klimawandel ein ökologisches, soziales und wirtschaftliches Problem ist, muß die Macht- und Energiefrage neu definiert werden.  

es besteht kein Zweifel

mittlerweile sind sich 99,94 % aller Klimawissenschaftler darin  einig, dass die Temperaturerhöhung durch den Menschen verursacht ist

wir haben das mal nachgeprüft

Davon kann keine Rede sein. Die globale Durchschnitts-temperatur ist in der Zeit von 1850 bis 2016 um 1 Grad gestiegen. Da es sich um einen statistischen Mittelwert handelt, hat er für die Menschen in einer Region keine verherrenden Auswirkungen. Das Klima wandelt sich seit 4,5 Mrd. Jahren ständig und zwar ohne Korrelation zum atmo-sphärischen C02-Gehalt, so Dr. Roger Higgs von der Fa. Geoclastica Ltd. Man kann es nicht oft genug wiederholen: 

Klimamodellierungen sind Modellberechnungen, die  auf der Grundlage von Hypthosen zustande kommen. Sie sind keine Beweise ! Daher hat sich der Weltklimarat (IPCC) z.B. darin geirrt, als er annahm, dass die Temperaturen zwischen 1995 bis 2015 voraussichtlich um bis zu 2,5 Grad steigen werden. 

Auch diese Behautpung lässt sich wissenschaftlich nicht beweisen, da die Klimavariabilität bis heute nicht eindeutig verstanden worden ist. In den letzten 550 Mio. Jahren lag der C02-Gehalt in der Atmosphäre 2 bis 15 mal höher als derzeit. (0,04 % = 400 ppm). Auf 10.000 Luftmoleküle kommen also nur 4 C02-Moleküle. Der Rest setzt sich aus 78,08 % Stick-stoff, 20,95 % Sauerstoff und zu 0,93 % aus Argon in der trockenen Luft zusammen.

2000 Jahre v.Chr. war es wesentlich wärmer auf der Erde als heute. Das belegen Untersuchungen an Baumringen und ge-schrumpften Gletschern. Kalte Klimaperioden haben immer für Dürre und Hungersnöte gesorgt und das Ende so mancher Tierarten und der Zivilisation ausgelöst, nie Warmperioden.   

Während der letzten 17.000 Jahren betrug der C02-Gehalt nur 250 bis 290 ppm in der Atmosphäre. Das hatte u.a. zur Folge, dass die Pflanzen zugrunde gingen, weil sie nicht genügend C02 für die Bildung der Photosynthese erhielten und damit auch nicht genügend Sauerstoff produzieren konnten.

Dann gab es die kleine Eiszeit vom 13. bis zum 18. Jahr-hundert. Zwischen 1878 bis 1910 und von 1944 bis 1976 kühlten die Temperaturen ebenfalls wieder ab und von 1998 bis 2013 gab es einen Stillstand. Der Grund für steigende Temperaturen liegt in der Sonnenaktivität und nicht in den C02-Emissionen.

Oh doch! Und zwar reichlich! Denn der von 350.ORG u.a. Umweltaktivisten sowie von fast allen Medien immer wieder gebetsmühlenartig vorgetragene Konsens von 97 % aller Wissenenschaftler ( neuerdings sogar von 99,94 % ), das die Klimaerwärmung durch die von Menschen zusätzlich veursachten C02-Emissionen durch Verbrennung fossiler Rohstoffe schuld an derselbigen sei, ist wissenschaftlich nicht belegt. Die von Cook 2013 vorgelegte Studie (siehe unser vorhergender Beitrag zum Thema „Wissenschaft ist keine Demokratie“), die den Konsens anhand von rd. 12.000 ausge-werteten Studien-Abstracts belegen sollte, wurde mittlerweile wegen methodischer Schwächen und auch inhaltlich stark kritisiert, da nicht 97 % aller Studien zu dem Ergebnis kamen, dass der Mensch eindeutig schuld sei an der Klimaerwärm-ung, sondern nur 0,54 %.  66,39 %  sahen keinen Zusammen-hang. Wie ist so etwas möglich? Ganz einfach: durch ver-zerrende statistische Darstellung und dadurch, dass Cook fast 8000 Studien-Abstracts bei der Auswertung einfach aus-sortiert hat.

Auch das berühmte Hockeyschläger-Diagramm von Michael Mann aus dem Jahre 1999 wurde mittlerweile als Fälschung enttarnt. (siehe unser vergangener Beitrag zur Verurteilung des Künstlers hier )

Quelle: Norwegian Meteorological Institute, Blendern, in: Eike.de vom 5.3.2020

350.ORG und Bill McKibben behaupten ferner, dass sich das Eis der Arktis und der Antarktis seit 2016 so stark geschmolzen sei „wie noch nie zuvor.“  Auch das stimmt so nicht. Richtig ist, dass die Eismassen um Grönland herum alle 450 Jahre schmelzen. Das ist ein natürliches Ereignis. Dafür dehnt sich das arktische Meereis derzeit größer als in den letzten 4 Jahren aus. Am 15.1.2020 wurde z.B. ein Kälterekord von minus 66 Grad gemessen. Der Eisbrecher Polarstern steckte im Eis fest. Der herbeigerufene Versorgungs-eisbrecher „Kapitän Dranitsysn“ kam kaum vorwärts, um die Mann-schaft an Bord abzulösen. 

Satellitenbilder des Multisensor Analyzed Sea Ice Extent (MASIE), ein Datenservice des US-amerikanischen National Ice Center (NIC) belegen die Ausweitung des Meereises. Auch die Satellitenbilder des europäischen Satelliten „Cryosat“ belegen dies.

Die nebenstehende Grafik des norwegischen meteorologischen Instituts zeigt ebenfalls, das es um Spitzbergen herum derzeit so viel Eis gibt, wie seit 2010 schon nicht mehr. 

 

Einer der Kritiker, der die These vom menschengemachten Klimawandel seit Jahren anzweifelt, ist der dänische Physiker Prof. Dr. Henrik Svensmark. Er ist einer der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Wolkenbildung und der kosmischen Strahlungen.

Er stellt die Gegenthese auf und berhauptet, dass die Temperaturen die Erde stärker beeinflussen als die Treibhausgase. Eine zentrale Rolle würde seiner Ansicht nach die Sonne spielen. Er hält den Einfluss des Spurengases Co2 für überbewertet, da jedwede Zu-nahme von C02-Emissionen, die von Menschen verursacht wird, sofort von den Ozeanen und der Biosphäre absorbiert wird und als Kalksteinablagerung auf dem Ozeangrund abgelagert wird.

Ein großes Gewicht hat aber auch die Wolkenbildung bei der Temperaturentwicklung. Protonen, Elektronen und ionisierende Atome stammen von explodierenden Sternen. Die Partikel tragen zum Entstehen der Wolken in der unteren Atmosphäre bei. Die Wolkendecke wiederum beeinflusst die Temperatur auf der Erde. Je stärker das Magnetfeld der Sonne dabei aktiv ist ( das sog. Grand Maximum), desto mehr schirmt es die Erde gegen den kosmischen Partikelsturm aus dem All ab. Dadurch werden weniger Wolken gebildet.

Weniger Wolkenbildung  bedeutet aber: es wird wärmer. Dies erklärt einen großen Teil der Temperaturanstiege, so Svensmark.

Andere Fachleute ergänzen, in dem sie ausführen, dass 95 % des Treibhauseffektes durch Wasserdampfbildung in der Atmosphäre bewirkt wird.  

Fazit

der 3. Weltklimakrieg steht nicht bevor

IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 219: “There is limited evidence of changes in extremes associated with other climate variables since the sid-20th century.”
“Es gibt [nur] begrenzte Anhaltspunkte zu Änderungen bei Extremereignissen, die mit anderen Klimavariablen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts verbunden sind.“ Das sagt eigentlich alles.

Eisbrecher

 

der Eisbrecher Polarstern steckte im Febr. in der Arktis fest. Grund: zu dicke Eisschichten

Eisbären

 

die Eisbärpopulation in der Arktis hat zugenommen

liebe Aktivisten:

 

war sicher gut gemeint. jetzt könnt Ihr aber wieder einpacken !

Quellennachweise:

Deutsche Welle vom 06.11.2016; Eike.de vom 24.07.2019 und 14.09. 2019; 350.org.de; Welt vom 14.12.2009; dtu.dk/english/service (zu den Arbeiten von Henrik Svensmark); Svensmark, Henrik: Force Majeure – The Sun´s Role in Climate Change, Danish National Space Institute (Hrsg.), Lyngby, Denmark 2019 sowie RK-Redaktion vom 17.03.2020  

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Fotonachweise:

oben: Animation 350: Revierkohle; Bill McKibben: Gage Siddmore, GNU; CC-BY-SA-2.0, wikimedia commons; Kühlturm: ani-mafloa, fotolia-Kauf, Ver-änderung und Freistellung: Revierkohe; Satellitenbild: Alexas Fotos, pixabay.com; Baumallee: Elementor-Pro-Bibliothek; unten (v.l.nr.) Eisbrecher (Motivbild): Jaa-na Puschkeit, pixabay; Eis-bären: skeeze, pixabay; 365 org: rechts: Grafik: Revier-kohle 

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RAG: Kündigung von Bergleuten unwirksam

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weitere Verfahren

Arbeitsgericht Gelsenkirchen

soziale Rechtfertigung konnte nicht dargelegt werden

Hat die RAG daher einen Grund, sich für die ausgesprochenen betriebsbedingten Kündigungen zu schämen, da sie über Jahrzehnte lang behauptet hat, dass Niemand ins Bergfreie fallen würde ? 

Wenn man der Urteilsbegründung zu  2 Ca 953/19 folgt, könnte man diesen Eindruck bekommen. Die RAG hatte die Kündigung-en von rd. 150 Bergleuten mit einem Interessensausgleich vom 29.1.2019 unter Vorlage einer Kündigungsliste begründet, da die letzte Zeche im Revier zum 31.12. 2018 stillgelegt wurde und die  Bergleute angebotene Alternativlösungen ablehnten. Die 2. Kammer des Arbeitsgerichtes in Gelsenkirchen zweifelte aber daran, ob der Interessenausgleich auch tatsächlich stattgefunden hat. Die Kläger wiesen da-rauf hin, dass es auch noch nach der Still-legung Arbeit auf dem Bergwerk geben würde und das dafür Zeitarbeiter extra ein-gestellt wurden. Auch konnte die RAG den Verbleib von 468 Arbeitnehmern, die in der vorgelegten Kündigungsliste nicht auf-tauchten, nicht hinreichend erklären. 

Und so kam es, das der Vorsitzende Richter Kröner zunächst 13 Kündigungen für unwirksam erklärte, da weder der Ge-samtbetriebsrat in den Interessenaus-gleich eingebunden noch eine Sozialaus-wahl bei der Versetzung in weitergeführte Betriebe vorgenommen wurde.   Allerdings wurde die RAG nicht verpflichtet, die Kläg-er vorübergehend weiter zu beschäftigen. 134 weitere Verfahren stehen noch an und sollen bis zum 23.03. 2020 abgeschlossen werden.

Die RAG betonte, dass den  Bergleuten, die nicht APG-Berechtigt waren ( APG= An-passungsgeld für Bergleute),  bis Ende 2019 intern die Möglichkeit eingeräumt wurde, einer Transfergesellschaft beizu-treten und sich bis Ende 2020 bei vollem Lohn   für den externen Arbeitsmarkt weit-er zu qualifizieren.

Die Kläger hatten den Wechsel in die Transfergesellschaft abgelehnt und damit begründet, dass dies eine Schlechterstell-ung bedeutet hätte. Angebotene Alternativ arbeitsplätze seien nicht gleichwertig und die Bezahlung wesentlich schlechter gewesen.  Einige Bergleute hätten über-haupt kein Angebot erhalten.

Das Bundesarbeitsgericht hatte bereits in  2018 entschieden, dass kein Mitarbeiter gegen seinen Willen in die Transfergesell-schaft „M.E.C.“ (Mitarbeiter-Entwicklungs-Center) vermittelt werden darf. Außerdem hatte das BAG den Tarifvertrag zur sozial-verträglichen Beendigung des deutschen Steinkohlenbergbaus für nichtig erklärt.  

Prosper-Haniel, Schacht Franz in Bottrop, Foto: RK

Die RAG hatte erstmals  in Ihrer über 50 jährigen Geschichte Anfang 2019  200 Berg-leuten aufgrund des Komplettauslaufs des deutschen Steinkohlenbergbaus gekündigt. Von den ehemals über 600.000 Bergleuten wurde bis dahin „Niemand ins Bergfreie“ entlassen. Auf diesen Grundsatz hatten sich auch die Kläger berufen. Das Gericht wies aber darauf hin, dass daraus kein Rechts-anspruch abgeleitet werden könnte.

Politisch bleibt es spannend. Weder die SPD noch die IGBCE haben sich auf die Seite der Bergleute gestellt. Dafür aber die ehemalig-en Kantinenfrauen des Bergwerks Prosper-Haniel.

Nutzen wird es hingegen kaum etwas, denn die Schächte 9 und 10 des Bergwerks sind mittlerweile verfüllt. Nur noch wenige Mit-arbeiter sind mit den letzten Rückbau-arbeiten am Schacht Franz beschäftigt. Den Abriss der Übertageanlagen werden Fremd-firmen vornehmen. Das war auch bei ander-en Zechenschließungen so. Die derzeit noch laufenden Arbeiten werden von Fremdfirm-en vorgenommen, da es sich um Spezial-aufgaben handelt, die auch in der Vergang-enheit immer schon von Fremdfirmen er-ledigt wurden. Die gekündigten Bergleute könnten daher auch nicht vorübergehend weiter beschäftigt werden, so die RAG.  

Am Ende des Tages wird es wie in den meisten Kündigungsschutz-Klageverfahren um eine Abfindung gehen. Lediglich über die Höhe dürfte dann noch gestritten werd-en. Die Verantwortung für den unverant-wortlichen Auslauf des Deutschen Stein-kohlenbergbaus hat im Übrigen nicht die RAG zu vertreten, sondern die Politik. 

Prosper-Haniel, Schacht 10 in Bottrop-Kirchhellen, mittlerweile verfüllt, Foto: Revierkohle

Quellenhinweise:

Arbeitsgericht Gelsenkirchen, Pressemitteil-ungen 5.19 und 1.20 vom 26.1.2020; Urteil 2 Ca 953/19 vom 27.11.2019; Focus.de vom 28.01.2020; WDR vom 11.6.2019; t-on-line.de vom 28.01.2020; Westfalen Nach-richten vom 28.01.2020; Welt.de vom 28.01. 2020; Kanzlei Kuhlmann.de, Datteln und RK-Redaktion vom 17.02.2020

Bergleute der letzten Zeche demonstrierten vor dem Arbeitsgericht in Gelsenkirchen gegen ihre Entlassung, Foto: WDR vom 10.6.2019
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Tagebau Garzweiler: Anschlussgenehmigung wurde erteilt

Nordrevier
Stromversorgung im Nordrevier von Rheinbraun
Zahlen, Daten, Fakten

Die landesweit für Bergbau zuständige Abteilung 6 bei der Bezirksregierung Arnsberg (ehemaliges Oberbergamt) hat den Hauptbetriebsplan für den Rhein-braun-Tagebau von RWE bis Ende 2022 genehmigt. Damit besteht für die Tage-baue Garzweiler I und II Planungssicher-heit für die nächsten zwei Jahre. 

Der Hauptbetriebsplan regelt den weiteren Betrieb und den Abbauverlauf des Tagebaus und muß nach Auslauf immer wieder neu beantragt werden. In diesem Betriebsplan wird auch geregelt, wie die Sicherheit und der Umweltschutz zu gewährleisten ist. RWE hatte schon in der Vergangenheit weit über die Umwelt-auflagen hinaus für die Wiedernutzbar-machung und Aufforstung ausgelaufener Tagebaue im rheinischen Revier gesorgt. (wir berichteten bereits in 2019 über diese Maßnahmen ausführlich, siehe)   

Geschichte des Tagebaus Garzweiler

Der Tagebau Garzweiler I ent-stand 1983, gehört der RWE-Tochter Rheinbraun und erstreckt sich auf einem rd. 60 Quadrat-kilometer großen Gebiet, östlich der Autobahn A 44. Garzweiler II ist 48 Quadratkilometer groß und liegt an der A 46 bei Erkelenz.  Die Genehmigung für Garzweiler II wurde 1995 erteilt. Weitere Ab-bauflächen von 6,5 Quadratkilo-metern liegen auf dem Gebiet der Gemeinde Jülich und 1,5 Quadrat-kilometer auf dem Gebiet der Stadt Mönchengladbach. 2016 wurde aufgrund einer Entscheid-ung der Landesregierung von NRW der Tagebau Garzweiler II verkleinert.

Die Braunkohlenreserven im Tage-bau Garzweiler II belaufen sich auf rd. 1,3 Mrd. T Braunkohle. Die Kohle in der sog. niederrheini-schen Bucht bildete sich vor rd. 30 Mio. Jahren durch anhaltende Senkungsbewegungen. Die Flöze haben eine Mächtigkeit von bis zu 100 m. Der Haupteingang zum Tagebau Garzweiler II liegt am Autobahnkreuz Jackerath.

RWE-Braunkohlekraftwerk Niederaußem, Foto: RWE

Zukunftsplanung

Bis 2045, so der geplante Abbauzeitraum, sollen die Braun-kohlebagger im Gebiet von Garz-weiler II Kohle fördern – zwischen 35 und 45 Millionen Tonnen pro Jahr.  Die Kohle liegt in etwa 210 m Tiefe.

Ab 2045 soll das ausgehobene Restloch mit Wasser aus dem Rhein geflutet werden, so dass ein bis zu 185 Meter tiefer See ent-stehen wird. Weitere Renaturier-ungsmaßnahmen sind vorgeseh-en.

15 Ortschaften müssen bis dahin weichen. Für die rd. 7600 Mensch-en werden 10 Jahre vor dem Ab-riss der alten Gemeinden neue Häuser und Ortschaften gebaut. Ferner erhalten sie für die ehe-maligen Grundstücke und Häuser Entschädigungszahlungen von RWE.  Inwieweit der Abbauzeit-raum sich durch politische Aktion-en verkürzen könnte, ist offen.

Brauchen wir die Braunkohle noch ?

Wenn wir die Aktivisten von FFF oder Extinction Rebellion, die Grünen oder von „Ende Gelände“ fragen würden, dann wäre das so, als wenn man die Kröte fragen würde, ob Sie mit einer not-wendigen Trockenlegung des Sumpfes einverstanden wäre. Da wir von dort keine realitätsnahen Antworten aufgrund unserer Er-fahrungen erwarten dürfen, haben wir Fachleute vom VDI befragt. Und die Antworten waren klar: da erneuerbare Energien keine ge-sicherte Leistung zur Verfügung stellen können, werden weiterhin Kraftwerke benötigt, um die Schwankungen auszugleichen. Braunkohlekraftwerke mit opti-mierter Anlagentechnik helfen gleichzeitig, flexibler auf diese Schwankungen zu reagieren. Da Braunkohle leider einen hohen Wasseranteil von 50 % hat, wird diese in Zukunft vorgetrocknet, anstatt die Trockung mit Hilfe von 1000 Grad heißen Rauchgasen vorzunehmen.  Das ist energe-tisch sinnvoller, da so  der Wirk-ungsgrad des Kraftwerks um rd. 3 %  gesteigert werden kann.

Um die C02-Freiheit zu erreichen, muß man die Kohle nicht ab-schaffen, sondern die bestehende CCS-Abscheidetechnik im Bereich der Waschlösungen optimieren. Das sog. Carbon Captue & Stor-age-Verfahren muß darüber hin-aus auch noch auf eine groß-technische Basis gestellt werden. Hierzu bedarf es des politischen Willens. Und der fehlt derzeit leider. 

Karte Tagebau Garzweiler 1 und 2
bitte wischen
Karte Tagebau Garzweiler 1 und 2

Kartenausschnitt: Thomas Römer/ Open Street Map data, CC-BY-SA-2.0, wikimedia commons

Wolfgang Ipolt, Bischof des Bistums Görlitz

„Meine Haltung zur Braunkohle ist gespalten. Sind die Windräder wirklich die Zukunft ? Oder ist es eher die Photovoltaik ? Da ist noch viel Forschungsarbeit notwendig. Man darf daher den Ausstieg aus der Braunkohle nicht überstürzen. Das muss verantwortlich geschehen, da es auch um die Menschen geht, die ihren Lebensunterhalt in der Kohle verdienen.“

Im Rheinland, in der Lausitz und in Mitteldeutschland arbeiten derzeit noch rd.21.000 Menschen im Braunkohletagebau. Nach Angaben des Bundesverbandes Braunkohle sind es unter Hinzurechnung der Zuliefererbetriebe und Kraftwerke rd. 70.000 Beschäftigte. Diese kann man nicht alle zu Software-Experten umschulen.

Quellenhinweise:

Bezirksregierung Arnsberg, Abt. 6 Bergbau und Energie in NRW vom 30.12.2019; Kölner-Stadt-Anzeiger vom 13.09.2017; RP-Online vom 10.02.2015; Ingenieur.de vom 17.12.2010; Katho-lisch.de vom 18.01.2018; Wirtschaftswoche vom 24.07.2018 und RK-Redaktion vom 17.02.2020

Fotonachweise:

Header: Tagebau Garzweil-er: pixabay.com; Schaufel-radbagger: Dark Workx, pixabay.com; darunter: Max Mustermann, pixabay.com; RWE-Stromtankstelle: Tomasz Mikolajczyk, pixa-bay.com; ganz unten: Braunkohlekraftwerk Fri-mmersdorf: RWE, dunkel im Hintergrund: Braunkohle kraftwerk Neurath, RWE

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