Bundesregierung plant Kurswechsel in der Energiepolitik

aufgrund ständiger Stromnetzüberlastungen durch regenerative Energieträger

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KWK - eine sinnvolle Alternative zur Windkraft

die Vorteile von Fernwärme

KWK

Noch in 2015 wollte der damalige Bundeswirt-schaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) eine zusätzliche Abgabe für Kohekraftwerke einführ-en, um die regenerativen Energieträger zu schütz-en.  Die Zulagen für die Kraft-Wärme-Kopplungs-anlagen (KWK) sollten ebenfalls eingestampft werden. Gott sei Dank ist ihm das nicht gelunden. Da der Anteil der rege-nerativen Energieträger an der Stromerzeugung in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen ist, ohne das die C02-Emissionen nennenswert zurückge-gangen  wären, kommt es immer häufiger vor, das die Stromnetze an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kommen. Wir hatten darüber in 2017 bereits mehrfach berichtet. Daher fordert der neue Bundeswirt-schaftsminister, Peter Altmeier (CDU), erneut eine Kehrtwende. Nun will man wieder stärker die Kraft-Wärme-Kopp-lung fördern. Das vor-rangige Ziel der Energie-wende sei die Steiger-ung der Energieeffizienz und das Einsparen von Energie, so der parl. Staatssekretär im Bund-eswirtschaftsministerium, Thomas Bareiß.           

 

 

 

Steinkohlekraftwerk Hamburg-Moorburg, Foto: Vattenfall, Trigeneration energy: megis, fotolia-Kauf, grüne Heizrohre: Revierkohle

Ein vernünftiges Ziel, wie wir meinen. Denn KWK-Anlagen nutzen die eingesetzte Ener-gie besonders effizient, da Strom und Fernwärme in einem Prozess erzeugt wird. Ähnlich wie bei Ihrem Auto. Die Wärme wird dabei nicht, wie bei reinen Strom-kraftwerken, an die Umwelt abgegeben, sondern direkt an die Haushalte oder an die Industrie geliefert. Das abgekühlte Wasser wird dann in das Heizkraftwerk zurückgepumpt. Auf diese Art werden gleichzeitig rd. 30 % Brennstoffe einge-spart. Daher wird die KWK-Technik durch das KWK-Gesetz gefördert. 

KWK-Anlagen speisen in einem thermo-dynamischen Prozess die Prozess- oder Fernwärme über Fernwärmeleitungen ein, wo sie über Wärmetauscher in Zentral-heizungen eingespeist wird. Die Benutzer benötigen keine eigenen Heizkessel. Beim Transport geht nur sehr wenig Energie ver-loren. KWK-Anlagen erreichen daher einen Wirkungsgrad von rd. 70 %, während reine Stromerzeungsanlagen leider nur rd. 38 bis 48 % an Wirkungsgraden erzielen. Ein-gesetzt werden die KWK-Anlagen ent-weder dezentral als kleinere Blockheiz-kraftwerke oder zentral als große Heiz-kraftwerke. Die Bundesregierung will mit der (erneuten) Förderung sicherstellen, das die Versorgungssicherheit erhalten bleibt und das der Ausbau regnerativer Energieträger gebremst wird. Das aber wiederum ist der EU-Kommission ein Dorn im Auge. Sie will, das die reduzierten Um-lagen bei Eigenstromerzeugung für KWK-Anlagen gestrichen werden. Bareiß fordert daher, das die KWK-Betreiber dringend Rechtssicherheit benötigten.   

 

Quellenhinweise :

Stadtwerke München: was ist Fernwärme ? in: swm.de; Umweltbundesamt: Kraft-Wärme-Kopplung, UBA vom 21.02.2018; Wikipedia: KWK, Mueller, Fred, F.: das gut versteckte Todesurteil grüner Energie-Kannibalismus: KWK als erstes Opfer ?, in Eike.de vom 21.03.2015; Handelsblatt vom 22.04.2018  und RK-Redaktion vom 14.05.2018