RAG: Haus Aden und Grimberg 2 werden verfüllt

Haus Aden bleibt Grubenwasserzeche

Obschon seit der Fördereinstellung im Jahre 2000 keine Kohle mehr auf Haus Aden in Bergkamen gefördert wird, war der Schacht bisher befahrbar. Rund 60 Berg-leute waren auf Haus Aden 2 weiterhin im Einsatz vor Ort, um die in Betrieb befind-lichen Pumpen und Leitungen sowie die Wetter-und Maschinentechnik in rd. 1000 Meter Teufe zu warten und zu reparieren. Alles lief bisher wie in einem kleinen Berg-werk, nur ohne Kohlenförderung.  

Doch damit ist nun Schluß. Im Rahmen des neuen Grubenwasserkonzeptes der RAG wird die Grubenwasserhaltung von unter-tägigem Kreiselpumpenbetrieb über Steig-rohre auf oberirdischen Hängepumpenbe-trieb umgestellt. Dazu wird das Gruben-gebäude verschlossen und die Förderung ausgebaut. Anschließend wird der Schacht bis auf 730 Meter Teufe verfüllt. Auf dieser Teufe wird sodann eine Schalungsbühne eingebaut. Auf dieser Bühne werden dann Hüllrohre aus korrosionsbeständigem Stahl installiert, die zu einem späteren Zeitpunkt die rd. 20 Meter hohen und mehrere Tonnen wiegenden  Tauchmotorkreiselpumpen auf-nehmen, die dann die rd. 13 Mio. Kubikmet-er Grubenwasser pro Jahr zu Tage pumpen und in die Lippe ableiten werden.   

Haus Aden 2

Seilfahrten sind Geschichte

Nachdem die Abt. 6 Bergbau u. Energie in NRW (das ehem. Oberbergamt) der Bezirksregierung Arnsberg den Abschlußbetriebsplan für Haus Aden 2 genehmigt hat, steht nun die Verfüllung des Schachtes an. Rückzugstechnisch wurden alle Ein-bauten vorher geraubt. In der Nacht zum 26.09. 2019 fuhr dann ein letztes Mal die Mannschaft der Grubenwehr zu Kontrollzwecken noch einmal auf Haus Aden ein. Anschließend wurde der Haupt-lüfter abgestellt und das Grubengebäude explo-sionssicher verschlossen. Für den Einbau der Hüll-rohre und der Tauchmotorkreiselpumpen wird ein halbes Jahr Arbeitszeit veranschlagt. Doch bevor die Pumpen erstmalig laufen, werden noch vier Jahre ins Land gehen. So lange braucht das Grub-enwasser, bis es eine Höhe von 730 Meter erreicht hat. In der Endstufe wird der Standort Haus Aden 2 einer von sechs Grubenwasserzechen sein, die zu-sammen über 100 Mio Kubikmeter Grubenwasser pro Jahr über die neuen Hängepumpen zu Tage fördern werden.  

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Haus Aden 2

Bergkamen

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BW Ost, Schacht Grimberg 2

Bergkamen

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altes RAG-Schild

in Bergkamen

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trauernder Bergmann

Im Gedenken an die 522 Todesopfer aufgrund von Schlagwetterexplosionen.
Grubenwasserzeche Haus Aden 2, Bergkamen des ehem. BW Ost (Heinrich-Robert), Foto: RAG, Montage: RK
Grimberg 2 mit Grubenlüfter der ehem. Zeche Monopol, Bergkamen, Foto: Revierkohle

Quellenhinweise:

Hermann, Getrude und Wilhelm: Die alten Zechen an der Ruhr, 6. Auflg., Königstein i.Taunus 2008, S. 138; Blach, Bernhard: Grimberg 1/2, Montankultur-Rückblick 2008, Revierkohle (Hrsg.) Hamburg 2009, S. 72 ff; Westfälische Allgemeine vom 30.01.2018, 04.02.2018 und 15.10.2019; Lokalkompass vom 30.03. 2019; Bild-Zeitung vom 28.03.2019 sowie RK-Redaktion vom 30.10. 2019

Fotos ganz oben: RAG; Montage: Revierkohle

Zur Geschichte und zur Zukunft von Haus Aden

Über 100 Jahre prägte der Bergbau die Stadt Bergkamen in NRW. 1874 wurde der erste Schacht der Zeche Monopol niedergebracht. Die Geschichte der Zeche Monopol ist eine lange Folge von Gründungen, Zusammenschlüssen und Umbenennungen.

1993 entstand durch den Verbund der Zechen Monopol und Haus Aden die Zeche Haus Aden/Monopol. 1994 wurde Monopol stillgelegt. Die Kohle wurde auf Haus Aden 1/2 gefördert. 1998 entstand durch den Verbund mit der Zeche Haus Aden/Monopol und Heinrich-Robert in Hamm-Pelkum die Zeche Bergwerk Ost.

Die Förderanlage Haus Aden 1/2 wurde im Jahre 2000 stillgelegt. Die Schächte wurden bis auf Haus Aden 2, Grimberg 2 und Grillo 1 verfüllt. Die Kohle wurde seither auf Heinrich-Robert (BW Ost) zu Tage gefördert. Das Grubenfeld umfasste 285 Quadratkilometer. Noch 2006 förderten 2.836 Bergleute zum Wohle des Landes 1,3 Mio. T Kohle. 2010 wurde auch das Bergwerk Ost aus politischen Gründen stillgelegt.   

Zeitgleich mit der Umstellung der Grubenwasserhaltung auf Haus Aden 2 entsteht auf dem 55 Hektar großen ehem. Betriebsgelände der Zeche die sog. Wasserstadt Bergkamen. Es handelt sich dabei um einen Mix aus 300 neuen Familienhäusern mit eigenem Boots-steg und schleusenfreiem Zugang zum parallel des Zechengeländ-es fließenden Datteln-Hamm-Kanals. Logisch, das die zukünftigen Skipper gut betucht sein sollten. Für Touristen wird ein Wellness-hotel gebaut. Daneben entstehen neue Bürohäuser, Gastronomie-betriebe u.die übliche Gewerbeansiedlung. (siehe Videoclip links)

Die Wasserstadt soll Hauptstandort der internationalen Garten-ausstellung IGA 2027 werden. Danach wird Bergkamen wie fast alle anderen ehem. Schachtstandorte wahrscheinlich wieder in die Be-deutungslosigkeit wie vor der Bergbauära zurückfallen. Erfreuen wird das dann vor allem die auf dem noch künstlich auf Höhe des Datteln-Hamm-Kanals anzulegenden See´s die Enten und Möwen sowie die auf der neuen Seepromenade dahinschlendernden Familien und Rentner. Arbeitssuchende junge Leute werden bis dahin schon längst die Koffer gepackt haben. Die anderen können dann ohne Ende spazieren gehen oder lesen.

Zum Beispiel das Buch von Norbert Meier “ Die Zechen Monopol und Haus Aden – der Steinkohlenbergbau in Kamen und Bergkamen“, dass der ehem. Bergmann im Okt. 2019 auf den Markt brachte. Das Buch kann in jeder Buchhandlung in Bergkamen sowie über unser Mitglied, dem „Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier„, Arbeitskreis Dortmund, erworben werden.

Zur Geschichte von Grimberg 2

Das Bergwerk Grimberg in Bergkamen nahm 1936 die Förderung auf. 1946 kamen aufgrund einer Schlagwetterexplosion 405 Berg-leute ums Leben. 1949 begann der Wiederaufbau. Die höchste Förderung verzeichnete Grimberg im Jahre 1973 mit 1,44 Mio. T Kohle. 1974 wurde Grimberg von Haus Aden übernommen. Fortan wurde die Kohle auf Haus Aden zu Tage gefördert. 1975 begann man mit den Arbeiten für die Errichtung des Bergwerks Neu-Mono-pol. Zu diesem Bergwerk gehörten die Schächte Grillo 1/4, Grimberg 1/2 sowie Schacht Werne 3.

Alle Anlagen förderten zu dieser Zeit rd. 9.000 T Kohle mit 3.900 Bergleuten täglich. Für die ländliche Kleinstadt Kamen mit ihren rd. 48.000 Einwohnern war das eine arbeits-und wirtschaftspolitisch betrachtet bedeutsame Zeit. 1985 wurde die Anlage wieder in „Bergwerk Monopol“ umbenannt. Die Schächte Grimberg 1 bis 4 wechselten zur Schachtanlage Heinrich-Robert in Hamm. Danach wurde die Zeche Monopol stillgelegt.

Der Standort Grimberg 1/2 blieb für die Zeche Heinrich-Robert (BW Ost) als Material-und Wetterschacht bis 2010 in Betrieb. Der 73 m hohe Förderturm über Schacht 2 wurde 1975 errichtet und gilt als eines der markantesten Stahlstrebengerüste im Ruhrrevier. Neben dem Fördergerüst ist noch ein Werkstattgebäude, die ehem. Verwaltung, ein Bahngleis und zwei Grubenlüfter erhalten geblieb-en. Zeitgleich mit Haus Aden 2 beginnen in Kürze auch auf Grimberg 2 die Verfüllungsarbeiten des Schachtes. Damit ist auch die von der Stadt Bergkamen ursprünglich angedachte Idee eines Besucherbergwerks mit Grubenfahrt ausgeträumt. Wie es dort heute aussieht, entnehmen Sie links dem Videoclip.       

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Bergwerk Westerholt: Abriss von 7 Gebäuden

Zielperspektive: Neue Zeche Westerholt mit Teilerhaltung und Neuansiedlungen

Nachdem bereits im Juli 2018 die Demontage der alten Kohleband brücke der Zeche Westerholt, die zur gegenüberliegenden ehem. Kokerei GE-Buer-Hassel führte, erfolgte, wurde Mitte Okt. 2019 da-mit begonnen, auf der 39 Hektar großen Betriebsfläche der am 19.12. 2008 stillgelegten Zeche Westerholt 1/2/3 in Gelsenkirchen-Hassel /Grenze Herten die altehrwürdigen Aufbereitungsanlagen an der Egonstr. abzureißen, um Platz für die Ansiedlung neuer Familienhäuser sowie für Dienstleistungs-und Gewerbebetriebe zu schaffen. Die aus dem Jahre 1956 stammende Aufbereitung diente der Trennung von Bergematerial und Kohle. In der Aufbereitung durchlief das geförderte Material Wasch-und Separationsprozesse, um die Kohle von taubem Gestein zu befreien. Anschließend wurde die Kohle in unterschiedlichen Qualitäten klassiert, um diese für den Absatzmarkt vorzubereiten.

Der oben sichtbare Komplex setzte sich aus verschiedenen Band-anlagen, Ecktürmen, Bahnverladungsanlage und einer Anlage zur Schlammbehandlung zusammen. Der Wagenumlauf am Schacht 3 aus dem Jahre 1959 wird ebenso abgerissen wie der Bergebunker und die Sieberei. Insgesamt werden 7 Gebäude niedergelegt. Ferner wird das gesamte Gelände dekontaminiert und von Altlasten be-freit. Die Rückbauarbeiten werden voraussichtlich in einem Zeit-raum von 21 Monaten durchgeführt. Die Torhäuser wurden bereits im Mai 2019 denkmalgerecht saniert. Elf weitere Gebäude stehen bereits unter Denkmalschutz.  

 

Seilfahrt-Siedlung-Schwielenhand

Erinnern gehört zum Abschied

oben: die Gleise der ehem. Zechenbahn RAG Bahn-u. Hafen (BuH) wurden entfernt. Sie führten zum Kraftwerk GE-Buer-Scholven.  Foto: Revierkohle
 
unten: der Abriss der Aufbereitungsanlagen von BW Lippe begann Ende Okt. 2019.     Beispielfoto: Gerhard Gellinger, pixabay.com

Zur Geschichte des Bergwerks Westerholt

1882 erfolgte die Teilung der Berechtsame Bergmannsglück in Bergmannsglück-Ost und West. Aus Bergmannsglück-Ost entstand  1911 die Zeche Westerholt. Die Förderaufnahme erfolgte 1910. 1912 begann man mit dem Bau einer eigenen Kokerei. Das Berg-werk hatte 8 Schächte. Hierzu zählten die Schächte  1/2/3, Fürst Leopold 1/2 in Dorsten, Polsum 1 und 2 sowie Schacht Altendorf. Die höchste Förderung wurde 1990 mit 2,47 Mio. T SKE erbracht. 1998 wurde die Zeche mit dem Bergwerk Fürst Leopold/Wulfen in Dorsten zusammengelegt. Schacht Wulfen wurde abgeworfen und verfüllt. Sie bildeten das Bergwerk Lippe, welches die Förderung Ende 2008 einstellte.

Aus den Anfangsjahren stammen zahlreiche repräsentative Back-steinbauten. So u.a. der Ehrenhof und das wunderschöne Kauen-gebäude mit geschweiften Giebeln, Erkern und abgesetztem Ge-simse. Der preußische Staat errichtete von 1902 bis 1922 4000 Wohnungen im Stile einer  vorbildlichen Gartenstadtsiedlung für die Beschäftigten gegenüber der Zeche, die heute noch exstistiert.  

Quellenhinweise:

  • zu den Arbeitslosenquoten: Statista, Arbeitslosenquote NRW von Okt. 2019; HartzIV.org.de, Berliner Zeitung vom 29.10.2019; Kreisverwaltung Recklinghausen vom Juni 2018; Arbeitsamt Gelsenkirchen, Okt. 2019; Zeit-Oneline vom 30.10.2019
  • Neue Zeche Westerholt.de:  Rückbau Kohlebandbrücke vom 31.07. 2018;  WAZ vom 15.09.2016 und 23.10.2019; Blach, Bernhard: Schicht am Schacht, Revierkohle-Montankultur-Rückblick 2008, S. 44 ff, Revierkohle (Hrsg.) Hamburg 2009; Neue Zeche Westerholt, de: Masterplan „Zielperspektive für die Entwicklung der neuen Zeche Westerholt“;  Projektbüro Bergbaustandorte Stadt Gelsenkirchen, Stadt Herten und RAG Montan Immobilien GmbH Essen (Hrsg.), Gelsenkirchen 2018; Die Zeche Westerholt, Pressemitteilung der Stadt Gelsenkirchen vom 11.07. 2019; Route-Industriekultur.ruhr.de; Hermann, Gertrude und Wilhelm: Die alten Zechen an der Ruhr, 6. Auflage, Königstein/Taunus 2008, S. 237 f sowie RK-Redaktion vom 31.10.2019   

Die neue Zeche Westerholt

Bereits in 2006 wurde die TU München von der Stadt Herten und der RAG Montan-Immobilien GmbH damit beauftragt, eine Mach-barkeitsstudie für die Nachnutzung des Zechengeländes zu er-arbeiten. Unter dem Projektnamen „Charette“ wurde ein Zwischen-nutzungskonzept entwickelt. Dies sah vor, dass die Schächte 1 und 3 zu einem Museum umgebaut werden sollten. In der Rasenhänge-bank am Schacht 3 sollte ein Konferenzhotel entstehen und die ehem. Kranwerkstatt sollte zu einer Sporthalle umgebaut werden. Die FH Gelsenkirchen sondierte ebenfalls das Gelände und unter-breitete Vorschläge. Aufgrund der Finanzmarktkrise Anfang Nov. 2008 zogen sich die Akteure und Banken aus dem Vorhaben wieder zurück. Die Anlage verfiel in eine Art Dornröschenschlaf. Dann er-folgte im Jahre 2014/15 eine neue Machbarkeitsstudie. Finanziert wurde diese aus Mitteln der europäischen Union (EFRE-Programm), der Städte Herten u. Gelsenkirchen sowie dem Land NRW.     

Der neue Masterplan sieht nun die Ansiedlung von Kunst-, Kreativ-und Handwerksbetrieben sowie die Schaffung von noch mehr Einzelhandelsgeschäften vor. Ebenso sollen Wohnangebote für Jung und Alt entlang einiger zu erhaltender Zechengebäude ent-stehen. Mittendrin soll eine „Allee des Wandels“ führen. Das Plan-ungsbüro faselt gar in Superlativen von „Labor des Wandels„, „Hybridquartier mit identitätsstiftender Kulisse“. Die Städte Gelsenkirchen und Herten wollen da nicht nachstehen und schwadronieren ebenfalls in Superlativen wie “ Quartiersmittel-punkt mit hoher Aufenthaltsqualität“, „enorme Chancen für neue Arbeitsplätze“, „optimaler Standort für Gewerbecluster“ und ähnliche PR-Geistesblitze, die bei jedem Masterplan, der bisher im Rahmen der Nachfolgenutzung ehemaliger Zechen vorgelegt wurde, abgesondert werden.     

Kritische Reflektion

Wir sehen die Entwicklung allerdings etwas nüchterner. Seit Beginn des Zechensterbens Anfang der 60er Jahre sind in Herten und Gelsenkirchen 17 Zechen geschlossen worden. 60.000 Arbeits-plätze sind seither weggefallen, ohne das diese durch Nachfolge-nutzungen auch nur annähernd wieder ersetzt werden konnten.

Die Zeche Westerholt war der wichtigste und größte Arbeitgeber in Herten. 1925 waren 4.165 Bergleute auf Westerholt angelegt ge-wesen. Noch 2003 arbeiteten 3.150 Mitarbeiter auf der Zeche. Diese entfalteten eine Kaufkraft von 45 Mio. EUR. 200 Lehrlinge bildete das Bergwerk jedes Jahr aus. Das Auftragsvolumen an die heimische Wirtschaft belief sich auf 100 Mio. EUR. Das waren schon echte Hausnummern !

Seit der Stilllegung im Jahre 2008 wurde dagegen nicht ein einziger neuer Arbeitsplatz (bis auf den wachhabenden Pförtner) geschaff-en. Die Arbeitslosenquote (ALG 1 !) in Gelsenkirchen liegt bei      strammen 12,1 %. Die Hartz-IV-Quote bei sagenhaften 24,9 %. Zum Vergleich: in Herten liegt die Arbeitslosenquote bei 10,4 %, in NRW bei 6,4 % und im Bundesdurchschnitt bei 4,8 % (ohne Hartz IV!) Und bei der neuen Allee des Wandels handelt es sich um einen neuen, mittlerweile aber in unendlicher Zahl vorhandenen, schlichten Wander-und Radweg.

Die neuen Betriebe werden ihre Mitarbeiter wahrscheinlich vom alten Standort gleich mitbringen. Vielleicht entstehen ein paar neue Büro-sowie Hotel-und Gaststättenjobs. Die Nachfrage wird das unseres Erachtens aber kaum beleben. Und so werden die Städte Gelsenkirchen und Herten auch weiterhin komatös am Tropf des Landeskrankenhauses NRW, Abteilung Finanzspritzen und Haushaltskontrolle, hängen bleiben.  

Lust auf eine Zechenführung ?

Dann melden Sie sich jetzt ganz schnell an. Am 04.12.2019 wird Sie Matthias Leh vom Stadtteilbüro Hassel-Westerholt von 14.00 h bis 16.00 h über das Zechengelände West-erholt führen und Ihnen die schöne neue Welt erläutern. Selbstvständlich dürfen Sie auch kritische Fragen stellen oder weitere Anregungen geben.

Treffpunkt: Bergwerk Lippe, Egonstr. 10, 45896 Gelsenkirchen  

ich will dabei sein

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EEG: warum der Strom schon wieder teurer wird

60 EUR mehr für eine Familie mit zwei Kindern

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FERTIG ------ alle 3 Fotos: Michael Jarmoluk, pixabay.com

2020 erhöht sich die EEG-Um-lage um weitere 5,5 % auf 6, 756 Cent pro Kilowattstunde Strom. Laut Bundesnetzagentur lag der durchschnittliche Strompreis im April 2019 bei 30,85 Cent pro Kilowattstunde. (siehe unten-stehende Kurve) Die vier deut-schen Übertragungsnetzbetreib er 50 Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW nannten als Grund für die steigende Umlage die Erhöhung der Kosten für regenerative Energien. Die EEG-Umlage für regenerative Ener-gieträger macht ein Viertel des Strompreises aus. Womit wir beim Hauptproblem wären.

Foto: Nerthuz, fotolia-Kauf
EEG-Preisentwicklung 2005 bis 2019, Quelle: Verifox, Grafik: Gerd Altmann, pixabay.com

Elektromobilität

Kostet Arbeitsplätze und wird die Strompreise nochmals dramatisch ansteigen lassen

5,5 % Steigerung in 2020

Der von der Bundesregierung geplante Ausbau der Elektromobilität und die Abschaffung aller Verbrenn-ungsmotoren bis 2030 wird die Stromkosten eben-falls weiter steigen lassen. Und es wird nach Ansicht des Frauenhofer-Instituts zum Verlust von rd. 111. 000 Arbeitsplätzen in der Automobil-und Zuliefererin-dustrie führen. Die IG Metall rechnet dagegen mit einer langsameren Verbreitung von E-Autos. Sie geht aber auch von Arbeitsplatzverlusten in Höhe von rd. 78.000 Jobs aus. Und das ist durchaus nachvollzieh-bar. Denn für einen herkömmlichen Antriebsstrang benötigt man rd. 1.200 Teile. Für ein E-Mobil dagegen nur 200 Teile. Und die Arbeitszeit für die Herstellung eines E-Autos reduziert sich ebenfalls um ein Drittel.  

Die Umstellung auf E-Autos soll ja angeblich eben-falls dem Klimaschutz dienen. Aber ist das wirklich so? Wir denken nicht ! Nehmen wir mal an, das bis 2025 1 Mio. E-Autos auf unseren Strassen rollen werden und jede Tankstelle über eine 350 KW-Schnellladestation verfügt (Kosten: rd. 1 Mio. EUR). Und nun wollen nur 10 % der Halter Abends noch mal schnell die Batterie aufladen. Dann würde umgehend 35.000 Megawatt an Strom benötigt werden. Das entspreche der Leistung von rd. 23 mittelgroßen Kohlekraftwerken oder rd. 35.000 Windkraftanlagen. Derzeit sind rd. 29.000 WK-Anlagen installiert. Würd-en nun alle rd. 60 Mio. Verbrennungsmotoren, die es in der Bundesrepublik gibt, auf Batteriebetrieb umge-stellt werden, dann bräuchten wir nach Berechnungen des Physikers Vince Ebert knapp 140 neue Kraft-werke oder 220.000 neue Windkraftanlagen. Noch einen markanten Vergleich: um 30 Kg Benzin zu ersetzen, braucht man derzeit eine Lithium-ionenbatterie, die ganze 900 Kg wiegt. Und das Zeugs wird nicht gerade nachhaltig und umwelt-freundlich abgebaut. Hierüber berichteten wir bereits ausführlich. Prof. Dr. Ing. Hans-Günter Appel vom Stromverbraucherschutz-Portal NAEB rechnet daher damit, dass die Stromkosten in Deutschland im Jahre 2030 über 50 Cent je kWh liegen werden.       

Umwelt-Grafik: VRD, fotolia-Kauf

Wie schon gesagt: mit Umweltschutz und Klimarettung hat das Ganze kaum etwas zu tun. Auch wenn ständig von Klimaschutz die Rede ist. Vielmehr geht es um die sog. Transformation der Gesellschaft. Hierzu ge-hört u.a. aus rein ideologischen Gründen die völlige Dekarbonisierung des Industrie-standortes Deutschlands, die Umstellung des Strom-und Wärmemarktes auf Öko-strom sowie die Umstellung des gesamten Kraftverkehrs auf Batteriebetrieb. Profiteure dieser verfehlten Energiewendepolitik sind NG0´s, Windkraftanlagenhersteller-, Planer und Betreiber und natürlich auch Politiker, die sich als Klimaretter darstellen können. Verlierer sind die Verbraucher, die die Zeche bezahlen müssen. Zunächst nur die Mehr-kosten für die Erhöhung der EEG-Umlage um 60 EUR im Jahr für einen 4-Personen-haushalt und rd. 4000 Kilowattstunden-Stromverbrauch. Und wie aufgezeigt: das ist nicht das Ende der Fahnenstange!    

Quellenhinweise:

NAEB Stromverbraucherschutz e.V., News-letter vom 22.10.2019; ARD-Tagesschau vom 22.09.2019; Focus-Online vom 15.10. 2019; n-tv.de vom 19.10.2019; Computer-bild.de vom 17.10.2019; Spiegel.de vom 15.10.2019, Berliner Morgenpost vom 22. 10.2019; Südkurier vom 15.10.2019; Welt.de vom 05.06.2018; Spektrum der Wissen-schaft vom 19.03.2017 sowie RK-Redaktion vom 01.11.2019. 

Foto ganz oben: deweh,fotolia-Kauf; Textge-staltung: Revierkohle 

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Arcelor-Mittal: Kokerei Bottrop bleibt

4,3 Mio. Tonnen Kokskohle werden pro Jahr verarbeitet

Arcelor Mittal

VOSSLOH DE 18 bringt den Koks

gutes Signal für Bottrop

4 neue Lokomotiven getauft

Bürgermeister Klaus Strehl taufte Anfang Okt. 2019  4 neue Lokomotiven auf den Gleiskörpern der Kokerei Prosper  in Bottrop  auf den Namen altehrwürdiger Zechen. In einer kleinen Feierstunde erhielten die Loks die Namen „Prosper-Haniel, Zollverein, Nordstern und Unser Fritz.“ Die Namen der Zechen wurden gut sichtbar an den Seiten der Loks auf-geklebt. So verbinden sich Tradition und Moderne. Die Loks sorgen dafür, dass in den 146 Koksöfen immer genügend Kokskohle vorhanden ist. Rund 200 Waggons werden täg-lich auf dem 30 km langen werkseigenem Streckennetz ein-gesetzt, um die Ver-und Entsorgung der Kokerei sicherzu-stellen.      

mit Vossloh DE 18 Smart-Hybrid-Loks in die Zukunft

Kokerei Bottrop bleibt

Trotz der in den Medien tobenden Klimahysterie und Panikmache vor einem angeblich bevorstehenden Klimakollaps setzt ArcelorMittal weiter auf die Produktion von Koks, um hochwertigen Stahl herstellen zu können. Außerdem soll die Kokerei ein eigenes Kokerei-GuD-Gaskraftwerk erhalten. Jedes Jahr werden auf der Kokerei Bottrop rd. 4,3 Mio. Tonnen Koks gedrückt und mittels Bahn oder per Schiff ab Hafen Bottrop zum Stahlwerk Bremen und weiter verbracht.    

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Kokslöschturm

Kokerei Prosper

RheinCargo-Lok

Lok Vossloh

DE 18

Stahlerzeugung

ohne Koks

kein Stahl

Die Logistik hat ArcelorMittal in die Hände des Logistikdienstleisters RheinCargo Gm-bH gelegt. Dieser übernimmt zusammen mit der Wanne-Herner Eisenbahn u. Hafen GmbH den kompletten Rangierdienst auf dem Kokereigelände sowie den Gleisver-kehr. 19 neue RheinCargo-Mitarbeiter wurd en auf den neuen Loks ausgebildet. Trotz des Großauftrags schwächelt die Fa. Voss loh AG. Sie wurde daher im Aug. 2019 an die Fa. China Railway Rolling Stock Corp. verkauft (CRRC). Bei der Fa. CRRC handelt es sich um den weltweit größten Schien-enfahrzeughersteller. Der Bund hat wegen der damit einhergehenden hohen Ab-hängigkeit (von Ersatzteilen, Computer-programmen etc.) Bedenken geäußert und will den Verkauf nach dem Außenwirt-schaftsgesetz stoppen. Bis zur endgültig-en Entscheidung tritt der unterzeichnete Vertrag nicht in Kraft.   

Für Bahnfreunde

Die Loks wurden von der Fa. Vossloh Lo-comotives AG in Kiel hergestellt. Sie besitz en einen V12 Dieselmotor mit einer Leist-ung von 1.800 KW. Dieser ist mit einer 150 kWh-Lithium-Ionen-Batterie gekoppelt. Im Hallenbetrieb ist es somit künftig möglich, über eine Stunde emissionsfrei die Loks über Batterie laufen zu lassen. Diese kann rd. 6000 mal neu geladen werden.

Die neuen Loks sind nicht nur emissions-ärmer, sondern auch deutlich leiser und verfügen über eine Stop-Start-Automatic. Das werden die Anwohner hoffentlich zu schätzen wissen. Für ArcelorMittal-Mana-ger Dennis Riller ist der Kauf auch ein Sig-nal an die Mitarbeiter und an die Stadt: macht Euch keine Sorgen. Der Industrie-standort Bottrop bleibt.

auf der Kokerei Prosper in Bottrop entsteht ein neues Kokerei-Gaskraftwerk> siehe  

Quellennachweise:

Lok-Report vom 21.02.2018; Mining-Report vom 14.08.2019; WAZ vom 09.10.2019; Neue-Ruhr-Zeitung vom 09.10.2019; RheinCargo-Information vom 04.01.2019; Kieler-Nachrichten vom 28.08.2019; FAZ vom 04.11.2019; Bahn-Manager vom 18.04.2019  und RK-Redaktion vom 07.11.2019

Fotos: oben: Panorama Kokerei Prosper, Bottrop: Dietmar Rabich, wikimedia commons, „Bottrop, Kokerei Prosper- 2016 – 1378″/ CCBY-SA 4.0; darunter: Lok: RheinCargo, links darunter: Löschturm: pixabay; daneben: RheinCargo, rechts daneben: ohne Koks kein Stahl, pixabay. com

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EXTINCTION REBELLION

esoterisch schlicht - alarmistische Sprache- klimapolitisch ausweglos

wie ER sich selbst darstellt
Vorläufer von ER : die Maske der OCCUPY-Bewegung, Grafik: Revierkohle

Friday for Future gibt es jetzt auch für Er-wachsene. Jedoch ohne Fernbleiben von der Schule.. pardon: von der Arbeit. Dafür aber etwas rebellischer. Und so heißt sie auch, die neue Bewegung: Extinction Rebellion. (XR)

Ein Flugblatt, welches die Umweltaktivisten auf ihren zahlreichen Sitzblockaden in Berlin und anderswo verteilten, macht deutlich, was die Teilnehmer umtreibt: sie fürchten sich vor dem Aussterben und wollen gegen die Zerstörung der Erde rebellieren. Die Ge-fahr des Aussterbens sehen sie in der Erd-erwärmung. Diese wird nach ihrer Überzeu-gung von Menschen durch C02-Emissionen verursacht. Soweit besteht Einigkeit mit der Schuljugend.

Die Klimapolitik sei ungerecht und deshalb sei es legitim, die Gesellschaft zu veränd-ern. Und zwar mit massenhaft praktiziertem zivilem Ungehorsam. 

Es gibt viele Ungerechtigkeiten in der Welt. Aber das eine metereologische Vergangen-heitsbetrachtung, nämlich das Klima, unge-reicht sein soll, war uns bisher noch nicht bekannt. Und wie daraus eine ungerechte Politik entstehen soll, erschließt sich auch nicht auf den ersten Blick. Also haben wir uns gefragt, wer oder was ansonsten hinter XR steckt und welche Ziele sonst noch verfolgt werden.  Dabei haben wir Erstaun-liches herausgefunden.     

protestierende Schulkinder bei Friday for Future- Foto: Cubicroot, pixabay.com

sind die Klimarebellen gefährlich ?

Um diese Frage zu beantworten, muß man zunächst definieren, was man unter „gefährlich“verstehen will. Im Hinblick auf das von den Klimaapokalyptikern selbst gesteckte Ziel, die Klimakata-strophe abwenden zu wollen, würden wir sagen: eher lästig, aber ungefährlich, da wir weder vor einer Klimakatastrophe stehen noch sonst irgendwie der Weltuntergang droht. Das Klima verändert sich nicht in besorgniserregender Weise. Ein evidenzbasierter signifi-kanter Zusammenhang zwischen der von Menschen verursachten zusätzlichen C02-Emissionen in der Atmosphäre und einer Temp-eraturerhöhung konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Hierzu hatten wir bereits mehrfach ausführlich berichtet. Was aber nicht heißen soll, dass es keine klimatischen Veränderungen gibt, die nicht auch katastrophale Auswirkungen mitunter nach sich ziehen können. Diese sind unserer Auffassung nach Folge eines natür-lichen Wandels und können durch den Menschen nur bedingt beein-flusst werden. Selbstverständlich haben die zusätzlichen C02-Emissionen, die von Menschen verursacht werden, auch einen Ein-fluss auf das Klima. Wie stark dieser Einfluss ist, ist unter Klima-wissenschaftlern jedoch umstritten. Einen eindeutigen Zusamm-enhang sehen daher auch nicht 97 % aller Klimawissenschaftler, wie gerne behauptet wird, sondern nur 64 von 11.944 Studienab-stracts, die Jahn Cook et.al. 2013 in fragwürdiger Weise aus-werteten. 7930 der ausgewerteten Studienabstracts weisen keine eindeutigen Referenzen zum immer wieder behaupteten mensch-engemachten Klimawandel auf. Über 300 Kimawissenschaftler kritisierten 2019 in einem offenen Brief an die Präsidenten der Europäischen Kommission, Charles Michel und Ursula von der Ley-en explizit die These von der menschengemachten Klimaer-wärmung durch zusätzliche C02-Emissionen. Und das ist auch  nachvollziehbar, da C02 als wichtiges und lebenserhaltendes Spurengas nur ein Einflussfaktor ist, der auf das Klima einwirkt.

Soweit wir unseren Wohlstand behalten und eine Industrienation bleiben wollen, werden wir auch weiterhin reichlich fossile Energie-träger benötigen. Und das wird mit Null C02-Emissionen kaum ge-lingen, da für die Herstellung von Windkraftanlagen und alle anderen Produkte weiterhin Öl und Kohle benötigt wird. Und be-stimmt wollen es Greta Thunberg und ihre Follower im Winter auch weiterhin rund um die Uhr  warm haben. Ohne fossile Kraftwerke wird das vorerst aber  kaum anders gehen.   

 

Wenn man dagegen die Frage stellt, ob Extinction Rebellion für die derzeitige Gesellschaft gefährlich ist bzw. werden könnte, sieht die Sache ein wenig anders aus. ER glaubt an den Erfolg durch zivilen Ungehorsam und bezieht sich dabei auf sozialpsychologische Studien. Danach genügt es,  wenn rd. 35 % aller Menschen zivilen Ungehorsam praktizieren, um die Mächtigen zu Fall zu bringen, damit die schöne neue C02-freie Gesellschaft bis 2025 entstehen kann. Und so praktiziert man zivilen Ungehorsam, der auch Inhaft-ierungen in Kauf nimmt, um möglichst viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu erzeugen. 

Dabei geht es den Akteuren von XR aber keineswegs nur um das Klima. Das ist eher ein Vehikel, das wie eine Monstranz für die klimagläubige Gemeinde ständig herumgezeigt wird. Wenn schon eine Öko-Linke wie Jutta Ditfurth Jugendliche davor warnt, sich XR anzuschließen, weil diese durch Hyperemotionalisierung den Ver-stand vernebeln würde, eine esoterische Weltuntergangssekte sei und kein kritisches, rationales Potential habe, dann sollte man schon mal genauer hinschauen. Und genau das haben wir auch ge-tan.

Bereits in 2015 fürchteten sich  Gail Bradbrook und George Barda vor dem Aussterben und gründeten daher die „Compassionate Re-volution Ltd.“ in London. Die Gesellschaft gründete und finanzierte die Kampagne Rising UP!, die auch vom Royal Institute of Inter-national Affairs, die außenpolitische Denkfabrik seiner Majestät, Prinz Charles, unterstützt wurde. Aus dieser Kampagne ging 2018 die Extinction Rebellion-Bewegung hervorging, die sich zu 54 % über Crowdfundig-Aktivitäten und zu 46 % von privaten Geldgebern, darunter Greenpace, Open Society Foundations und Guerilla Found-ation  finanziert. Guerilla Foundation wiederum ist Mitglied von ED GE Funders Alliance, einem Zusammenschluss von 300 weiteren Geldgebern. In England gibt es rd. 238 und in Deutschland 38 lokale Gruppen. Erklärtes Ziel von Compassionate Revolution und ER ist es, eine „andere“ Demokratie zu schaffen, so dass am Ende alle gleich sind und es keine Armut mehr gibt. 

AUFGEMERKT !

Das klingt verdächtig nach grün angehauchtem Sozialismus. Und so ist es offensichtlich auch gemeint, wenn XR-Mitbegründer Roger Hallam davon spricht, dass das Problem des Klimawandels größer sei als die Demokratie. Während es an der Basis anscheinend nur um die  Verhinderung der Klimaerwärmung und um Liebe geht, be-zeichnen die Macher von XR das gesamte politische System als Unrecht, welches beseitigt werden müsse, da dieses das Vertrauen verspielt hätte. (Handbuch XR 2019) Ob „Transformation der Gesellschaft“ , wie von den Grünen gefordert, oder eine „andere Demokratie“ ist letztendlich egal. Beides sind totalitäre Vorstell-ungen, die die Mehrheit der Gesellschaft ganz bestimmt nicht teilt. Und deshalb ist die agressiv-fromme Haltung von XR durchaus eine Gefahr für die freiheitlich-demokratische  Gesellschaftsordnung sowie für die soziale Marktwirtschaft. Denn würden die Ideen von XR tatsächlich umgesetzt werden, dann würde das u.a. bedeuten, dass umgehend alle Verbrennungsmotoren verboten, alle Kraft-werke abgeschaltet, die Luftfahrtindustrie bis 2025 eingestellt und der Fleischkonsum staatlich rationiert werden würde. Der Rest der energieintensiven Industrie würde ebenfalls den Bach runter gehen, da die C02-Emissionen bis 2025 auf Null reduziert werden sollen. So jedenfalls äußerte sich die ER-Sprecherin von XR England, Zion Lights, in einem BBC2-Interview am 09.10.2019 gegenüber dem Journalisten Andrew Neil. 

Die XR-Zustandsbeschreibung, das die Welt aufgrund des Klimawandels vor dem Aus-sterben stehen würde, ist reine Panikmache und sachlich unzutreffend. Die durch-schnittliche Globaltemperatur hat sich seit 1850 bis heute um rd. 1 Grad erhöht. Bis Ende des 17. Jhrdt. hatten wir eine kleine Eiszeit. Eine Zunahme von Extremwetterer-eignissen kann z.B. der ehemalige Leiter der Wetterämter in Essen und Leipzig, Dipl.-Met. Klaus-Eckard Puls, nicht bestätigen. Dabei ist Puls in guter Übereinstimmung mit dem Weltklimarat IPCC. Dieser hatte bereits 2013 festgestellt, das es nur begrenzte An-haltspunkte zu Änderungen bei Extremwett-erereignissen, die mit anderen Klimavariabl-en verbunden sind, gibt.  Wenn Strom, Licht und Wärme rund um die Uhr ohne Unter-brechung und zu angemessenen Preisen zur Verfügung stehen soll, dann werden wir auch weiterhin auf fossile Energieträger nicht verzichten können.

Die Forderung nach Null C0-Emissionen bis 2025 würde die gesamte derzeitige wirt-schaftliche und energietechnische Infra-struktur auf den Kopf stellen. Wir glauben daher nicht, dass die Energiewende ge-lingen kann, da sie auf falschen Annahmen und auf Panikmache beruht.

 

Quellenhinweise:
 
zur 97 %-These vgl. Cook, Jahn et.al.: Quantifying the Consensus on antrophopogenic global warming in the scientific Literature, in: Enviromental Research Letters, Nr. 8, 2013; zum Problem des Bevölkerungswachstums: Ehrlich, Paul und Anne, Holdren, John P.: Ecoscience: Population, Resource, Environment, New York 1970, S. 426 ff. Zur Bevölkerungsentwicklung: Bayrischer Rund-funk 24 vom 11.7.2019 sowie Wikipedia; AR5- Climate Chance 2013: The Physical Science Basis, Intergovern-mental Panel on Climate Chance, (IPCC, Hrsg.), Kap.2, Schweiz 2014; Zeit-Online.de vom 08.10.2019; Tages-spiegel vom 01.10. 2019; Achgut.com vom 14.10. 2019; Klein, Michael: ER: Teil eines Aktivistensumpfes mit ge-sellschaftlichem Umsturz als Ziel, in: Europäisches In-stitut für Klima und Energie (Eike.de) vom 10.10.2019 und Teil II vom 18.10. 2019; Auszug Handbuch ER 2019; Hamburger Abendblatt vom 26.10.2019; Netzpolitik.org vom 02.10. 2019; Puls, Klaus-Eckard, Vortrag auf der 11. Intern. Klima-und Energiekonferenz v. 09.-10.11.2017 in Düsseldorf, in: Jahrbuch für Energiepolitik und Montan-kultur, Revierkohle (Hrsg.) Hamburg 2018, S. 84 ff; Kühl, Eike: Sekte oder Segen: wie gefährlich sind die Klima-rebellen von Extinction Rebellion?, in: Vice.com vom 09.10.2019; Der Spiegel vom 07.10.2019; der offene Brief von 300 Klimawissenschaftler aus 2019 trägt die Überschrift: There is no climate emergency sowie RK-Redaktion vom 03.11.2019
 
Fotonachweise: ganz oben rechts (Brillenmotiv mit Schwert): Kalhh, pixabay, künstlerische Veränderung: Revierkohle; ganz unten, kleine Fotos Mitte: pixabay.com, rechts C02-Baum:  Ricochet64, fotolia-Kauf

FAZIT

kein Grund zur Panik

Diese Ansicht vertritt z.B. auch der ehem. Leiter des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum, Prof. Dr. Hans von Storch. Er hält es für schwer vorstellbar, dass die C02-Emissionen binnen 30 Jahren (2050 !) auf Null reduziert werden können. Und Verzicht würde seiner Ansicht nach kaum etwas bringen.

Denn Deutschland emittiert jedes Jahr nur 0,9 Gigatonnen C02, während der weltweite C02-Ausstoß rd. 38 Gigatonnen beträgt. Selbst wenn wir alle C02-Emissionen auf Null reduzieren würden, hätte das auf das Klima keinen messbaren Einfluss. Und wie schon gesagt: die Klimaerwärmung hat auch ihre guten Seiten. Denn mehr C02 be-deutet auch mehr Pflanzenwachstum. Teile der Sahara sind durch mehr C02 in der Atmosphäre daher auch wieder ergrünt. Andere Teile der Erde wie die Tropen werd-en dagegen unerträglicher. Das kann man nicht leugnen. Und selbstverständlich hat das auch etwas mit dem Raubbau in den Regenwäldern zu tun, der menschenge-macht ist. 

 

Und was man auch nicht verschweigen darf: die Weltbevölkerung ist von rd. 2 Mrd. Men-schen in 1922  auf 7,7 Mrd. Menschen in 2019 gestiegen. Sie alle emittieren eben-falls reichlich C02 und verbrauchen jede Menge Energien. (Rohstoffe, Holz, Nahr-ungsmittel, Strom, Wasser etc.)

Das wird u.E.n. ein zentrales Problem der Zukunft sein und wurde schon 1970 von dem Biologen Ehrlich und dem Physiker Holdren als solches beschrieben. Einst-weilen sollten wir uns nicht von Endzeit-stimmungen einholen lassen, sondern ver-nünftig bleiben. Vernünftig ist es, in Ruhe darüber nachzudenken, wie wir global unsere Umwelt verbessern, die Wirtschaft demokratischer gestalten und die Lebens-mittel-sowie Produktherstellung nachhaltig-er und mit weniger Energieaufwand  her-stellen  können. Und da unsere Ressourcen in der Tat endlich sind, brauchen wir in Zu-kunft natürlich auch neue Technologien, die Energie z.B. langfristig speichern kann.

Soweit ist es aber noch lange nicht. Im Gegenteil: wenn die E- Mobilität tatsächlich flächendeckend eingeführt werden sollte, dann wird das zu mehr C02-Emissionen und zu erheblich mehr Stromverbrauch führen. Und der wird auch  kaum von Windkraftan-lagen erzeugt werden, da regenerativer Strom nur gelegentlich zur Verfügung steht, sondern von Gas-, Kohle-und Atomkraft-werken aus dem Ausland.   

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Friday for Hubraum

der Widerstand gegen Friday for Future wächst

wer steckt hinter der neuen Bewegung ?

FFH-Gründer Christopher Grau

Für eine rationale Energiepolitik

Geschäftsleute sind auf das Auto angewiesen

Geschäftsleute

sind auf das Auto angewiesen

Premium Preview Window

Sonntagsfahrer

wollen sich ihre Freiheit nicht nehmen lassen

Familien

müssen oft viel einkaufen u. sind auf das Auto angewiesen

Was zunächst  nur als Gag gegen die Klimahysterie a la Greta T. und Extinction Rebellion gedacht war, entpuppte sich innerhalb weniger Tage zu einer begeisterten Zustimmung. Als der Münster-aner Kfz-Meister Christopher Grau von der Tuningwerkstatt Beast-factory Anfang Sept. 2019 mit seiner Idee „Friday for Hubraum“ seinen Blog auf Facebook anmeldete, um für eine rationalere Ener-giepolitik zu werben, da folgten ihm umgehend über 70.000 Auto-fans. Anfang Nov. 2019 waren es schon über 560.000 Follower. Darunter leider auch etliche gewaltbereite und nicht akzeptable Us-er-Äußerungen. Grau sah sich daraufhin veranlasst, Beiträge zu löschen und den Zugang auf nicht-öffentlich umzustellen.      

Innerhalb dieser Gruppe tauschen sich die Mitglieder über Autos, Auto-Tuning, Energiepolitik und gemeinsame Aktionen aus. Viele von ihnen lehnen z.B. die derzeitige Energiepolitik, insbesondere die geplante C02-Steuer, ab. Grau und seine Mitstreiter machen klar, dass sie die bestehende Umweltverschmutzung nicht verleugnen wollen, jedoch haben sie Zweifel an der Richtigkeit der medial seit rd. 20 Jahren verbreiteten These, dass der Mensch durch die von ihm zusätzlich erzeugten C02-Emissionen allein verantwortlich sei für die Klimaerwärmung. Die Grau-Gruppe befindet sich mit ihrer Kritik, was die wissenschaftichen Interpretationen betrifft, durchaus in guter Gesellschaft. So haben sich Anfang Aug. 2019 rd. 300 Klimawissenschaftler in einem offenen Brief an die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, gewandt und deutlich ge-macht, dass die o.g. These keineswegs von  97 % aller Klimawiss-enschaftler geteilt wird (siehe auch unser Beitrag über Extinction Rebellion von Nov. 2019)    

Antriebsthese

Der Vebrenner wird weiterhin benötigt Elementor Widget

Um diese Meinung nicht nur auf Facebook zu bekunden, will FFH-Gründer Grau und seine 29 Moderatoren ein Bürgerforum gründen und sich auf Messeständen der Öffentlichkeit stellen.  

die fahrende Mehrheit meldet sich zu Wort

Im FFH-Blog von Kfz-Meister Grau melden sich nicht nur Auto-schrauber, SUV-Fans und PS-Protzvögel zu Wort, sondern über-wiegend ganz normale Mittelklassewagen-Besitzer und Besitzer-innen, die alle auf ihren fahrenden Untersatz dringend angewiesen sind. Sei es beruflich, oder weil sie auf dem Lande wohnen und die dortige ÖPNV-Versorgung mehr als zu wünschen übrig läßt.

FFH ist also ein berechtigter erster Aufschrei gegen die angebliche Mehrheit von FFF und XR und was uns die Medien glauben machen wollen. Nach dem das Aus für den Deutschen Steinkohlenbergbau Ende 2018 mit der Schließung der letzten Zechen umgesetzt wurde, sollen nunmehr sogar alle Kraftwerke und der Braunkohletagebau bis 2038 ebenfalls geschlossen werden. Als nächsten Gegner hat man die Autobesitzer ausgemacht. Sie sollen nunmehr ebenfalls für die C02-Emissionen und damit für den Klimawandel verantwort-lich gemacht werden. Dagegen wehren sich die Autofahrer mit recht. Sie fürchten nicht nur die C02-Steuer, sondern auch die ge-planten Fahrverbote in Umweltzonen sowie ein Verbot von Diesel-fahrzeugen. Umweltschutz müßte mit Verstand und nicht mit Panik mache gemacht werden, so die Meinung vieler Postings. 

Die CDU hat zwischenzeitlich einen Rettungsplan für den Verbrenn-ungsmotor vorgelegt. In einem Positionspapier fordert die Unions-fraktion im Deutschen Bundestag, dass nicht nur das E-Auto, son-dern auch der Verbrennungsmotor im Auge behalten werden muß. Eine größere Umweltfreundlichkeit würde man z.B. durch die Bei-mischung von Kerosin in den Kraftstoff sowie die Förderung von E-Fuel- im Schwer-,Schiffs-und Flugverkehr erzielen. Der CDU-Vor-stand setzt dagegen aber leider weiter auf E-Mobilität.

Aus unserer Sicht kann der Marktdurchbruch der Elekromobilität nur mit enormen Subventionen gelingen und ist dann trotzdem keine Alternative zum Verbrennungsmotor, da der Strom für die Batterien überwiegend aus fosssil betriebenen Gas-und Kohlekraftwerken kommen wird, soweit man die Autobatterien jeder Zeit aufladen möchte. Und  das die Herstellung von Lithium-Ionen oder Kobalt-Batterien alles an-dere als umweltfreundlich ist, sollte sich bereits herumgesprochen haben. Von der offenen Entsorgungsfrage, der mangelhaften Reich-weite und der begrenzten Wiederaufladbarkeit  ganz zu schweig-en.      

Quellenhinweise:

Focus-Online.de vom 26.09.2019; Berliner Morgenpost vom 26.09. 2019; Der Spiegel vom 24.06.2019; Infranken.de vom 01.10. 2019; Augsburger Allgemeine vom 04.10.2019; Stern vom 26.09. 2019; Bild.de vom 26.09.2019; Ruhr-Nachrichten vom 08.10.2019; Berk-hout, Guus u.a.: There ist no climate Crisis, offener Brief von 300 Klimawissenschaftler an EU-Kommissionspräsident Antonio Guterr es und Präsidentin Ursula von der Leyen vom 23.09.2019, in: No-trickszone.com vom 24.09.219 und Eike.de vom 28.09.2019  sowie RK-Redaktion vom 09.11.2019

Fotonachweise:

große Grafik oben rechts: ArtTower, pixabay.com; rechts darunter: Autbahn bei Nacht: pixabay. Schriftzug: Revierkohle; links darunter: Autoparkplatz und Autoschrottplatz: Michael Gaida, pixabay.com

was FFH konkret will

Die Hubraum-Befürworter halten die derzeitige Klimapolitik für voll-kommen irrational, da diese die Folgen nicht berücksichtigt. Drängende Fragen, wie z.B. die Versorgungssicherheit nur mit Wind und Sonne sichergestellt werden soll oder was der Flächenfraß für den Artenschutz bedeutet, werden Ihrer Ansicht nach genau so wenig beantwortet wie die Frage nach einer Absicherung der deut-schen Wirtschaft so wie die Frage nach Erhalt der Arbeitsplätze. Die geplante C02-Steuer würde hautptsächlich die Pendler und Men schen mit weniger Einkommen treffen. Sie empfinden die Besteu-erung als ungerecht, da die energieintensive Industrie veschont werden soll. Den von der Politik gewollten Umstieg auf das E-Auto sieht die Gruppe kritisch. Der Verbrenner wäre deutlich effizienter und billiger und wird daher noch eine ganze Weile benötigt.    Auß-erdem fürchten sie um ihre Freiheit, die sie mit dem motorisierten Individualverkehr verbinden. Mit der Initiative hat FFH bewiesen, dass sie innerhalb kürzester Zeit sehr viel mehr Menschen mobilisieren kann,  als das XR oder FFF bisher in Deutschland nicht vermochte. Zum Vergleich: FFF hatte im Sept. 2019 nur 75.078 Zugriffe auf der Internetseite zu verzeichen.      

PHYSIK IST

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WENN DIE STEUERN STEIGEN

sinken die C02-Emissionen

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