Museum DKM: Die schwarze Seite

LEBEN UND ARBEITEN DER BERGLEUTE

Werk- ausstellung 04.5.2018- 16.9.2018

In der Ausstellung „Die schwarze Seite“ im Museum DKM in Duisburg haben sich Künstler ver-sammelt, die sich auf unt-erschiedliche Weise mit dem Bergbau und dem Ruhrrevier auseinanderge-setzt haben. Das Ergebnis der Werkauswahl kann sich sehen lassen.

So wird zum einen die identitätsstiftende Wirkung der Arbeit unter Tage herausgestellt und zum anderen wird die Wirkung der Bergleute und die bergmännische Tradition samt bergm. Architektur auf das städtische Umfeld beleuchtet. Hier spielen die Wohn-und Lebensum-stände in den Revierstädt-en, die Religion, die unt-erschiedlichen Sprachen und das Leben in der Zech-ensiedlung eine bedeut-ende Rolle. Die Künstler Götz Diergarten, Sven Drühl, Bogomir Ecker, Bar-bara Köhler, Richard Long u.a. widmen sich diesen Arbeits-und Lebensaspekt-en in sehr facettenreicher Weise und stellen die Wechselbeziehungen zwi-schen  Bergleuten und ihrem Umfeld dar .Auf die Besucher warten Fotograf-ien, Skulpturen und Installa-tionen.

Museum DKM

Güntherstr. 13-15 - 47051 Duisburg

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Uniper: neues Gaskraftwerk auf der Halde Scholven geplant

KOHLEKRAFTWERK BLEIBT ABER BESTEHEN

Bergehalde Oberscholven in Gelsenkirchen-Buer

Selbst eingefleischte Bueraner Heimatfreunde kennen die Bergehalde Scholven der ehemaligen Zechen Scholv-en, Bergmannsglück und Emscher-Lippe mit dem gleichnamigen Uniper-Stein-kohlekraftwerk in Gelsenkirchen-Buer kaum. Das liegt daran, dass die Halde und das Kraftwerk immer noch mit einem Ries-enzaun umschlossen ist, um den uner-laubten Zutritt zu verwehren. Zum einen dient diese Sicherheitsmaßnahme dem Kraftwerksbetreiber und zum anderen der Firma Gelsenwasser. Diese unterhält in der Bergehalde eine Trinkwasserbehälteran-lage mit 36.000 Kubikmeter Wasser-volumen.  Das Wasser kommt aus dem Wasserwerk Haltern. Die 201 Meter hohe Halde wird von der RAG Montan Immo-bilien GmbH, einer 100 % Tochter der RAG, unterhalten. Die Aufschüttung erfolgte von 1966 bis 1987. Mittlerweile wurden auf der Bergehalde rd. 212.000 Bäume und  Sträucher angepflanzt. Dreimal im Jahr zur Sommerzeit öffnen sich die Werkstore für die Bevölkerung, die dann auf die Halde strömen kann, um den traumhaften Blick über Gelsenkirchen-Buer zu genießen. Die Wasserbevorratungsanlage erfreut sich ebenfalls immmer eines großen Interesses. Auf dem Gipfel der Halde befindet sich ein Gipfelkreuz, eine alte Seilscheibe der Zeche Scholven und ein Mobilfunkmast.    

Das Steinkohle-Kraftwerk Scholven wurde 1968 erbaut und hat eine Leistung von 70 MW. Pro Tag werden rd. 20.000 Tonnen Kohle verfeuert. Sie werden in über 300 Eisenbahnwaggons angeliefert. Bis Ende 2018 kommt die Kohle auch noch vom Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop. Ab 2019 kommt die Kohle ausschließlich aus Südafrika und Südamerika. Neben Strom wird im Kraftwerk Scholven auch Wärme für rd. 16.000 Haushalte in der näheren Umgebung erzeugt.

Gaskraftwerk Irsching bei München, Foto: Peter Maszien, fotolia-Kauf

Nunmehr will Uniper auf dem ehem. Zechengelände zusätzlich ein neues Gaskraftwerk für die Abdeckung von Spitzenlastzeiten errichten. Obschon das alte Krafftwerk Scholven nur noch eine kurze Zeit am Netz bleiben wird, soll es zunächst nicht ersetzt werden, da die Planungen für das neue Gaskraftwerk noch lange nicht abgeschlossen sind. So muß zunächst ein Genehmigungsantrag bei der Bezirksregierung in Münster eingereicht werden und das bestehende Erdgasfernleitungsnetz der Fa. Open Grid Europe (OGE) an den Kraftwerksstandort Scholven angeschlossen werden.

Das Kraftwerk Scholven versorgt gemeinsam mit seinen Nebenbetrieben in Gladbeck-Zweckel, Marl, Recklinghausen und Westerholt die Region zuverlässig mit Strom, Fernwärme und Prozessdampf. Die drei Blöcke B, C und FWK erzeugen insgesamt 762 MW (netto) Strom, die Blöcke D, E und F wurden am Jahresende 2014 stillgelegt.

Zusätzlich werden bis zu 250 MW als Dampf für die Industrie und Fernwärme für über 100.000 Wohnungen in der Region erzeugt. Für die Industrie im nördlichen Ruhrgebiet ist das Kraftwerk Scholven ein zuverlässiger Partner bei der Versorgung mit Prozessdampf, Strom und Druckluft. Damit trägt es gemeinsam mit seinen Kunden erheblich zum wirtschaftlichen Erfolg der Region bei.

Quellenhinweise:

Uniper SE; WAZ vom 28.10.2012 und 09.08.2018 sowie RK-Redaktion vom 08.09.2018

Feldhauser Str. - 45894 Gelsenkirchen-Buer-Scholven
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Wetter: Hitze ist der natürliche Feind der Windenergie

während der Hitzeperiode sicherten Kohlekraftwerke die Stromversorgung

COMING SOON

Während der diesjährig-en Hochsommerzeit und einer dreimonatigen Tro-ckenperiode überschlug-en sich die Medien wieder mal in Sachen Angstmacherei vor der Klimakatastrophe. Die Hitzeperiode in diesem Sommer gab Anlaß, die bestehenden Spekulatio-nen zu erneuern und mit zahlreichen Bildberichten zu untermauern. Auf allen Kanälen  wurde wieder mal die Klima-katastrophe und die dringend notwendige Energiewende beschwor-en. Dabei sollten wir froh sein, dass diese bisher nicht gelungen ist und u.E. auch weiterhin nicht gelingen wird. Denn die sommerliche Hitzeperio-de mit ihren lauen Lüft-chen war der natürliche Feind aller Windkraftan-lagen. Die Folge: sie standen wieder mal still. In die Bresche sprangen wie immer unsere Kohle-kraftwerke.

Der Grund für die heißen Sommertage bildeten die niedrigen Luftdruckunter-schiede in Europa. Wolken konnten sich daher kaum bilden und so knallte die Sonne auf den Boden und erwärmte diesen stark auf. Der Wirkungsgrad der  Solarenergie sank von 44 GW installierter Leistung auf 29 GW, die Windenergie fiel dagegen im Juni und Juli komplett aus. Zuverlässig arbeiteten dagegen alle Kraft-werke. Zusätzlich mußte für die Nacht-stunden Strom aus Tschechien und Polen importiert werden, um den Bedarf rund um die Uhr zu decken. Gerade stabile Hoch-druckwetterlagen erzeugen sowohl im Winter als auch im Sommer eine Lage, in denen eine gesicherte Stromversorgung ohne Kohlekraftwerke nicht aufrechter-halten werden kann. Warum die von der Bundesregierung eingesetzte Kohle-kommission trotzdem nach Wegen für eine Abschaffung der Kohle sucht, bleibt schleierhaft. 

Wir können immer wieder nur redlich betonen, dass die öffentliche Diskussion um den Klimawandel, der angeblich von Menschen gemacht ist durch die Erzeug-ung von C02, schlicht und ergreifend dummes Zeug ist. Der Klimawandel findet zu allen Zeiten statt und wird maßgeblich von den Aktivitäten der Sonne bestimmt. Das hat schon 1990 der dänische Astro-physiker Lassen und sein Kollege Friis-Christensen herausgefunden. Sie konnten eine 95 % tige Übereinstimmung der Erder-wärmung durch die Sonne in Abhängigkeit von der Periodizität der Sonnenflecken-maxima-und minima seit 1860 nachweis-en. Zwar kann nicht bestritten werden, dass der Mensch durch die Erzeugung von C02 einen Einfluss mit ausübt, der ist aber so gering, dass er vernachlässigbbar ist. 0,04 % Kohlenstoffdioxid stehen rd. 13.000 Mrd. Tonnen Wasserdampf gegenüber. Die Atmosphäre besteht im Wesentlichen aus 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff, 0,93 % Argon und ganzen 0,04 % aus Kohlen-stoffdioxid (Co2). Wir sollten daher die Kirche mal im Dorf lassen. Die Klima-diskussion ist unseriös, weil sie sich nicht mit den physikalisch-technischen Fakten beschäftigen möchte. Das C02-Medien-spektakel dient hauptsächlich den Politi-kern aller Couleur, um sich als Gut-menschen und Klimaretter zu profilieren. Und natürlich dient das Spektakel auch den  Nutznießern, weil sie sich dank der  hohen Dauersubventionen durch den Staat den harten Marktbedingungen entziehen können. Wissenschaftliche Erkenntnisse können da naturgemäß nur stören.

Sonnenflecken-maxima-und minima beeinflussen massgeblich das Klima

Bundeswirtschaftsminister Peter Alt-maier (CDU) jubelte im Juli darüber, dass der Anteil der regenerativen Energieträger inzwischen auf 35 % gestiegen  sei. Beste Voraussetzungen also für einen Ausstieg aus der Kohle-verstromung ? Die Daten für diesen Sommer und auch für den Rest  des Jahres zeigen eine andere Wahrheit. Es kommt nämlich nicht auf die in-stallierte Leistung an, wie Herr Alt-maier sie erwähnt, sondern auf die tatsächlich erbrachte Leistung. Und da sieht es sehr mau aus. Zur Freude der Kraftwerksbetreiber. Diese konnten die Liefermenge um 10 % im Vergleich zum Vorjahr steigern. Lediglich im stürmischen Monat Januar 2018 konnten die Windkraftanlagen ge-nügend Strom produzieren, der auch nachgefragt wurde. Das ist den Be-treibern aber wurscht, da diese die Ein-speiseeisevergütungen auch dann er-halten, wenn der Öko-Strom  gar nicht nachgefragt wird. Der Stromnetzbe-treiberverband  Entso-E  hat der Kohle-kommission derweil eine Rechnung vorgelegt, aus der hervorgeht , dass sich die Bürger und Bürgerinnen sowie die Wirtschaft in den nächsten 20 Jahren auf einige Dutzend Strom-ausfälle im Jahr einstellen müssen, wenn der Anteil des sog. Zappel-stroms (Windstrom)  weiter  zunehm-en sollte. Unser Reden seit über 20 Jahren Jahren. Schleswig-Holstein nimmt die Berechnungen als einziges Bundesland ernst. Alle Tankstsellen sollen mit Notstromaggregaten aus-gestattet werden, um sich auf die drohenden Stromausfälle vorzubereit-en. Das Kieler Innenministerium hat dafür 1 Mio. Euro für das kommende Jahr in den Haushaltsplanentwurf  ein-gestellt. 

Quellenhinweise:

Pressemitteilung Bundesverband Braun-kohle 6/2018 vom 14.8.2018; FAZ vom 29.08.2018; Hamburger Abendblatt vom 05.09.2018 und 7.9.2018; Deutscher Arbeitgeberverband vom 20.08.2018; FAZ vom 23.07.2018;  Deutsche Wirtschafts-nachrichten vom 28.07.2018 und RK-Redaktion vom 08.09.2018

Fotos: pixabay.com

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Prosper-Haniel: Die Zeit drängt

PUMPSPEICHER-KRAFTWERK UNTER TAGE BALD NICHT MEHR MÖGLICH

Ende 2018 ist Schluß

Das Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop soll zum Pumpspeicher-Kraftwerk unter Tage umgebaut werden

Sagen Sie uns Ihre Meinung, was Sie von dem Projekt halten.

Prof.Dr. Andre´Niemann, Uni Duisburg-Essen:

Die Zeit drängt, da am 21.12.2018 die letzte Kohle auf Prosper-Haniel gefördert wird und dann droht die Schachtver-füllung

Ein Unterflur-Pump-speicherkraftwerk auf Prosper-Haniel könnte den Spitzenlaststrom für Bottrop liefern

Der Schacht Franz an der Fernewaldstr. in Bottrop wird seit einigen Jahren von Wissenschaft-lern der Universität Duisburg-Essen untersucht, um herauszu-finden, ob dieser sich für den Einbau eines sog. Unterflur-Pump-speicher-Kraftwerkes unter Tage eignet. Es handelt sich um ein Projekt, welches es in Deutsch-land bisher noch nicht gibt. Die Forscher sind mittlerweilen zu der Erkenntnis gekommen, dass man den Schacht dafür nutzen kann.  

In drei Jahren ist alles zurückgebaut

Was ist eigentlich ein Pump-speicherkraftwerk unter Tage? Wir hatten diese Frage bereits in unserem Jahrbuch 2017 beant-wortet. Für diejenigen Leser/ innen, die nicht Mitglied unseres Verbandes  sind, erläutern wir das Prinzip daher nochmals in aller Kürze: aus einer Fallhöhe von 600 Metern ergießt sich Wasser von der Bergehalde Prosper über Rohre in den 1.200 Meter tiefen Schacht. Aufgefangen wird das Wasser unter Tage in riesigen Auffangbecken. Pumpen, die im Schacht hängen, pumpen das Wasser Nachts wieder in die Höhe, weil der Strom dann günsti-ger ist. Das Bergwerk bietet in Bezug auf die Fallhöhe ideale Bedingungen.

Niederflur-Pumpspeicherkraftwerk Prosper-Haniel, Illustration: thingamajiggs, fotolia-Kauf

Gerade in Zeiten starker Energieschwankungen dank des Öko-Zappelstroms kann ein Pumpspeicherkraftwerk blitzschnell solche Schwankungen kurzfristig ausgleichen. 80.000 Haus-halte könnten in Bottrop für vier Stunden anständig mit Strom versorgt werden. Und einige Wartungsmannschaften des Bergwerks könnten auch noch ihre Jobs behalten. Aber wie immer fehlt es bisher am Geld. Die Rede ist von rd. 250 bis 300 Mio. EUR. Das ist aber in Bezug auf die jährlich gezahlten Subventionen für Öko-Strom in Höhe von rd. 24 Mrd. EUR eigentlich nicht zu hoch. Wenn man den Ausbau der Windkraftanlagen zurückfahren würde, wäre genügend Geld vorhanden, dass die Bundesregierung bereitstellen könnte. Und es würde sich ausnahmsweise einmal um die Erzeugung eines regenerativen Energieträgers handeln, der auch tatsächlich zuverlässig und ohne  Schwankungen Strom produzieren würde. Einen kleinen, aber nicht unbedeutenden Nebeneffekt hätte der Bau eines Pumpspeicherkraftwerks in einem Berg-werk auch noch: der Zugang zu den unverritzten Kohle-lagerstätten wäre immer noch möglich. Prof. Dr. Andre´ Niemann  kündigte an, die verbleibende Zeit nutzen zu wollen, um intensiv mit der RAG, der Landesregierung und weiteren Akteuren zu verhandeln. Es wäre jammerschade, wenn diese einmalige Chance ungenutzt bleiben würde.      

Quellenhinweise:

Niemann, Andre`: Pumpspeicher- eine bekannte Technologie in neuen Um-gebungen, Vortrag 2014, Universität-Duisburg-Essen; WAZ vom 16.8.2018, Bergbau-Information vom 20.08.2018 sowie RK-Redaktion vom 09.09.2018

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Klima: EU will C02 nunmehr um 45 % bis 2030 absenken

Deutsche Wirtschaft kritisiert den Vorstoß

Hoffnungsloses Unterfangen

Der Hauptgeschäftsführer der Deut-schen Industrie, Holger Lösch, sieht den neuerlichen Vorstoß der EU kri-tisch. Diese will den CO2-Ausstoß an-statt wie vereinbart um 40 % nun-mehr um 45 % bis 2030 absenken. Das dieses Unterfangen hoffnungs-los zum scheitern verurteilt ist an-gesichts des Zubaus von rd. 2000 neuen Kohlekraftwerken in China und Indien in nächster Zeit (siehe unseren Newsletter vom Juli d.J.) und der Tatsache, dass die von Menschen verursachten CO2-Emissionen einen verschwindend geringen Einfluss auf die Erderwärmung  hat, kann man gar nicht oft genug betonen.  Die ehr-geizigen Ziele der EU werden weder siginifikant die C02-Emissionen redu-zieren noch den Klimawandel ver-hindern. Dafür steigen aber die Stromkosten immer weiter und ge-fährden auf diese Weise die Wett-bewerbsfähigkeit der deutschen Mitt-elstandswirtschaft. Leider hält sich die Mär vor den Folgen einer Klima-erwärmung um mehr als 1,5 Grad hartnäckig, da dann angeblich ein Kipppunkt erreicht  werden würde, ab dem eine Klimaveränderung nicht mehr beherrschbar ist. Prof. Dr. Sinn entlarvt diesen modernen Aber-glauben.

Energiewende mit der Kettensäge

Fakten

Treibhausgase wie das C02, Methan (CH4) und Lachgas (N2O) sind Spuren-gase, die die Eigen-schaft besitzen, von der Erdober-fläche emittierte Wärmestrahlung zu absorbieren und damit die Atmo-sphäre zu erwärm-en. Sie sind daher die Voraussetzung für jedes Leben auf der Erde, da es ansonsten perma-nent -18 Grad kalt wäre. Ohne C02 gebe es keine Pflanzen und ohne Pflanzen keinen Sauerstoff. Die Erhöhung der C02-Konzentrationen in der Atmosphäre in den letzten 20 Jahren haben bisher nicht zu einer Erhöhung der mittleren Global-temperatur ge-führt. 93,72 % der C02-Emissionen sind natürlichen Ursprungs. 

Umwelt

Anstatt die Umwelt zu schützen, wird diese durch den Ausbau von Windkraftanlagen massiv zerstört. In deutschen Natur-schutzgebieten findet seit Jahren ein wahres Ketten-sägenmassaker statt, um für Wind-räder eine Schneise in die Wälder zu schlagen. Zusätzlich muß jede Menge Beton verbaut werden. Wer aus rein wirtschaftlichen Gründen ganze Naturräume mit Industriebauten zubetoniert und den Blick verstellt, der muß natürlich einen höheren Zweck bemühen. Die Schlachtrufe „rettet den Wald“, „rettet das Fischsterben und  die Bären“, „Atomkraft, nein Danke!.“ sind Vergangenheit und taugen heute für eine Massenmobilisierung nichts mehr. Aber der neue Schlachtruf „rettet das Klima“ eignet sich bestens, um sich vor unan-genehmen Nach-fragen zu schützen. Für die Klimarettung geben die meisten in der Tat ihre letzten Kröten her, die übrigens auch mal auf der grünen Rett-ungsliste standen. Wir dagegen sagen: das Klima kann man nicht retten, die Umwelt dagegen schon. Fangen sie einfach bei sich an und benutzen sie seltener ihr Auto, fliegen sie weniger und verbrauchen sie weniger Plastikmüll und schon würden sie ihre Umwelt weniger belasten. Und wenn sie dann noch anstatt 3 Kinder nur noch ein Kind in die Welt setzen, dann wären sie fast schon ein Umweltretter/eine Umweltretterin.

Die EU

 Die europäische Union gilt als der Treiber des Pariser Klimaschutzab-kommens von 2015. In diesem haben sich die EU-Mitgliedsländer verpflichtet, ihren C02-Ausstoß bis 2030 um 40 % abzusenken, um die globale Erder-wärmung bei höchstens 2 Grad+ zu stoppen. Offen-sichtlich geht es den Damen und Herren aber nicht schnell genug. Daher kam jetzt die Forderung nach einer Absenkung auf 45 %. Die Bund-esregierung  will den C02-Ausstoß sogar bis 2020 um 40 % ab-senken. Berechnungsgrundlage bildet das Jahr 1990. Die Grünen fordern sogar, das der Klima-schutz im Grund-gesetz verankert werden müßte.  Die Sache hat allerdings einen Haken: Niemand weiß, ob und wann das Klima kippen könnte und Niemand hat einen Lösungsvor-schlag parat, wie man die Erderwärmung auf 2 Grad + stabil halten kann. Wir glauben nicht, dass man durch den Ausstieg aus den fossilen Energie-trägern die Erder-wärmung absenken oder verhindern kann. Der beste Beweis, warum der von Menschen verursachte C02-Ausstoß so gut wie keinen Einfluss auf das Klima hat, ist die Tatsache, das die mittlere Globaltemp-eratur in den letzten 20 Jahren nicht ge-stiegen ist, obschon sich der C02-Ausstoß mehr als verdreifacht hat.

our expertise

Was ist das klima ?

Das Klima ist der statistische Durch-schnitt aller mete-orologisch regel-mäßig wiederkehr-ender Zustände und Vorgänge der At-mosphäre an ein-em Ort und um-fasst lange Zeit-räume von in der Regel mindestens 30 Jahren. Damit beschreibt es die Gesamtheit aller an einem Ort möglich-en Wetterzustände, einschließlich ihrer typischen Aufein-anderfolge sowie ihrer tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Mit anderen Worten: es handelt sich um eine statistische Vergangenheits-betrachtung. Und daraus folgt, dass man die Vergangen-heit nicht retten kann.

Folgen

Würde man die Ab-senkung des C02-Aus-stosses wie geplant vor-antreiben, hätte dies massive Auswirkungen auf die Wirtschaft, auf die Beschäftigten und die gesamte Bevölker-ung. Die Strompreise müßten erheblich er-höht werden, weil die Subventionen steigen würden. Hinzu kommen die Kosten für weitere Hochspannungsleit-ungen, die den Wind-strom in den Süden transportieren sollen. Die Versorgungssicher-heit wäre durch die Zu-nahme des Zappel-stroms gefährdet und Tausende von Mitarbeit-ern in den Braunkohle-revieren und in den Kraftwerken würden ihre Arbeitsplätze verlieren. Die Wettbewerbsfähig-keit wäre gefährdet, da andere Staaten sich nicht an das Pariser Klimaschutzabkommen halten müssen. Und das alles nur, um die C02-Emissionen in Deutsch-land gerade einmal um 0,01 % abzusenken. Welch ein Wahnsinn.

Quellenhinweise:

Hamburger Abendblatt vom 22.08.2018 und 23.08.2018; Limburg, Michael: Klimahysterie- was ist dran?, Jena 2009, S. 40, Jahrbuch für Energiepolitik und Montankultur, Revierkohle (Hrsg.), Hamburg 2017, S. 44 f;  Wendt, Alexander: Der Grüne Blackout – warum die Energiewende nicht funktionieren kann, München 2014, S. 66 ff sowie RK-Redaktion vom 10.09.2018  

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Stromnetze: Ausbau wird zur Chefsache

Ist die Stunde der Wahrheit gekommen ?

Altmaier will Stromnetz schneller ausbauen

Bundeswirtschaftsminister Peter Alt-maier (CDU) will die Bürger und Bürgerinnen bei den EEG-Umlagen noch stärker zur Kasse bitten, in dem er einen beschleunigten Netzausbau plant. Er behauptet, dass die Stunde der Wahrheit gekommen wäre und das man nicht mehr viel Zeit hätte. Da fragt man sich doch sogleich: welche Wahrheit ist gemeint? Das die Energiewende gegen die Wand fahren könnte, was wir seit 20 Jahren behaupten, oder das die Erderwärm-ung auf einen angeblichen Kipp-punkt zusteuert, ab dem es dann nicht mehr möglich ist, die Erd-erwärmung auf 1,5 bis 2 Grad + zu be-grenzen oder meint er gar, die Be-völkerung würde langsam aufwach-en und erkennen, das seit 2000 über 200 Mrd. EUR an Steuergeldern in den Sand gesetzt wurden für eine kleine Adelskaste von Windkraftbe-treibern und ihren Helfeshelfern ?  Wir wissen es nicht.  

Was wir aber wissen, ist, das der Bundesminister eine Netzreise durch Deutschland plant, um jede einzelne Stromleitung persönlich zu besichtigen. Wir können nur hoffen, dass ihm dabei auch die Kosten in Höhe von rd. 3 Mrd. EUR (oberirdisch) bzw. 27 Mrd. EUR (unterirdisch) für die rd. 1800 km lange Nord-Süd-Leitungstrasse erläutert werd-en.  Wenn alle Stromnetze aus-und um-gebaut werden sollten, wie es die Bundesregierung plant, dann wären das rd. 7.700 Trassenkilometer. Die Kosten würden dann nach Angabe des DENA-Chefs Stephan Kohler auf rd. 50 Mrd. EUR bei unterirdischer Verlegung bis 2030 steigen. Nach Angaben der Bundes-netzagentur waren bis Ende 2017 jedoch gerade erst einmal 850 neue Trassen-kilometer für die sog. Hochspannungs-gleichstromleitungen verbaut worden.       Ein sog. Netzausbaubeschleunigungsge-setz soll nach einem „Netzgipfel“ im Herbst nun dafür sorgen, dass die Rechte der Beschwerdeführer sowie der Kommunen eingeschränkt werden, damit der Windkraftstrom schneller in den Süden gelangt und die Redispatchkosten in Höhe von rd. 1,4 Mrd. EUR wegen dro-hender Netzüberlastungen abgesenkt werden können.  

Wozu teure Nord-Süd-Trassen ?

Angeblich deshalb, um die große Menge von Windstrom von der Nordsee nach Bayern transportieren zu können, da Ende 2022 das letzte Kern-kraftwerk in Bayern vom Netz geht und weil man bis 2050  80 % der Stromerzeugung aus regenerativen Energieträgern gewinnen will, um die  Klima-erwärmung auf 2 Grad plus gem. dem Pariser Klimaab-kommen  zu begrenzen. Blöd-erweise findet die aber gar nicht statt und wenn doch, dann kann der Mensch daran kaum etwas ändern, da die Erwärmung überwiegend den Sonnenfleckenmini-und maxi-ma zu verdanken ist. Das wußte man schon 1860 (!) Aber das wäre zu kompliziert. Also schiebt man den schwar-zen Peter dem Kohlenstoff-dioxid in die Schuhe.  Und na-türlich sind die C02-Emissio-nen ebenfalls überwiegend natürlichen Ursprungs und daher kann der Mensch auch diese  kaum beeinflussen, wie uns dies Energieexperten immer wieder bestätigt hab-en. Um die Subventionen und das schöne Bild von der  Welt-rettung dennoch mit viel me-dialem Aufwand  dem unbe-darften Bürger verkaufen zu können, bedient man sich seit 2000 des Bildes  vom men-schengemachten C02-Aus-stoss, welches das Klima dra-stisch verschlechtern wird, wenn wir nicht umgehend die Notbremse ziehen würden. Daher müßte man bis 2050 zu 80 %  auf die Energieerzeu-gung durch fossile Energie-träger verzichten.  Und die Be-völkerung glaubt in ihrer Mehrheit diesen Stuß dank der medialen Dauerbombar-dierung.

Dummerweise haben die verantwortlichen Politiker dabei völlig vergessen, dass man bei soviel Weltrettungsbe-dürfnis und vorgetragener Klimahysterie die physikalisch-technischen Bedingungen nicht einfach außer acht lass-en kann. Um die Netzstabilität Tag und Nacht zu ge-währleisten, bedarf es einer Netzfrequenzspannung von 50 Hertz. Um diese sicherzustellen, muss der Strom zu 45 % aus Grundlastkraftwerken kommen, da nur diese den Spannungsabfall durch Flatterstrom auffangen könn-en. Sie sind sozusagen die Taktggeber, die auf unter-schiedliche  Strombedarfe reagieren. Im Falle des Aus-falls von Windstroms mangels Wind oder wegen Ausfalls von Photovoltaik-Anlagen wegen Dunkelheit sichern diese die Netzstabilität und sorgen für Versorgungssicherheit rund um die Uhr. Eine 80 %tige Sicherstellung der Ver-sorgungssicherheit über Öko-Strom ab 2050 ist daher schlicht illusorisch. Wenn in Bayern die wegfallenden Kernkraftwerke durch Kohle-und Gaskraftwerke ersetzt werden würden, benötigte man keine neue Nord-Süd-Stromtrasse und damit würde man z.T. verhindern, das die Strompreise weiter steigen. Das sie es dennoch tun werden, liegt an den zugesagten Subventionen für Windkraft-und Photovoltaikanlagen, die bei einem weit-eren Ausbau systemgemäß trotzdem weiter steigen werden. Sinnvoll wäre daher eine sofortige Abschaffung des EEG. Von Energieeinsparung durch die geplante Nord-Süd-Stromtrasse kann auch deshalb keine Rede sein, da bei einer solchen langen Leitung mit einem Verlust von 10 % zu rechnen ist. 

Die Energiesicherheit ist gefährdet, Foto: bluedesign, fotolia-Kauf
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier, Foto: Bundesregierung/Kugler

Quellenhinweise:

Hamburger Abendblatt vom 15.08.2018, 23.08.2018 und 05.09.2018; Der Tages-spiegel vom 12.12.2012; Die Welt vom 14.8.2018; FAZ vom 07.05.2017; Wendt, Alexander: Der Grüne Blackout – warum die Energiewende nicht funktionieren kann, 2. Auflg.,München 2014, S. 73 ff; Keil, Günter: Die Energiewende ist schon gescheitert, 1. Auflg, Europäisches Institut für Klima und Energie, Jena 2012, S. 69 ff sowie RK-Redaktion vom 17.09.2018  

 

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