Museum DKM: Die schwarze Seite

LEBEN UND ARBEITEN DER BERGLEUTE

Werk- ausstellung 04.5.2018- 16.9.2018

In der Ausstellung „Die schwarze Seite“ im Museum DKM in Duisburg haben sich Künstler ver-sammelt, die sich auf unt-erschiedliche Weise mit dem Bergbau und dem Ruhrrevier auseinanderge-setzt haben. Das Ergebnis der Werkauswahl kann sich sehen lassen.

So wird zum einen die identitätsstiftende Wirkung der Arbeit unter Tage herausgestellt und zum anderen wird die Wirkung der Bergleute und die bergmännische Tradition samt bergm. Architektur auf das städtische Umfeld beleuchtet. Hier spielen die Wohn-und Lebensum-stände in den Revierstädt-en, die Religion, die unt-erschiedlichen Sprachen und das Leben in der Zech-ensiedlung eine bedeut-ende Rolle. Die Künstler Götz Diergarten, Sven Drühl, Bogomir Ecker, Bar-bara Köhler, Richard Long u.a. widmen sich diesen Arbeits-und Lebensaspekt-en in sehr facettenreicher Weise und stellen die Wechselbeziehungen zwi-schen  Bergleuten und ihrem Umfeld dar .Auf die Besucher warten Fotograf-ien, Skulpturen und Installa-tionen.

Museum DKM

Güntherstr. 13-15 - 47051 Duisburg

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Uniper: neues Gaskraftwerk auf der Halde Scholven geplant

KOHLEKRAFTWERK BLEIBT ABER BESTEHEN

Bergehalde Oberscholven in Gelsenkirchen-Buer

Selbst eingefleischte Bueraner Heimatfreunde kennen die Bergehalde Scholven der ehemaligen Zechen Scholv-en, Bergmannsglück und Emscher-Lippe mit dem gleichnamigen Uniper-Stein-kohlekraftwerk in Gelsenkirchen-Buer kaum. Das liegt daran, dass die Halde und das Kraftwerk immer noch mit einem Ries-enzaun umschlossen ist, um den uner-laubten Zutritt zu verwehren. Zum einen dient diese Sicherheitsmaßnahme dem Kraftwerksbetreiber und zum anderen der Firma Gelsenwasser. Diese unterhält in der Bergehalde eine Trinkwasserbehälteran-lage mit 36.000 Kubikmeter Wasser-volumen.  Das Wasser kommt aus dem Wasserwerk Haltern. Die 201 Meter hohe Halde wird von der RAG Montan Immo-bilien GmbH, einer 100 % Tochter der RAG, unterhalten. Die Aufschüttung erfolgte von 1966 bis 1987. Mittlerweile wurden auf der Bergehalde rd. 212.000 Bäume und  Sträucher angepflanzt. Dreimal im Jahr zur Sommerzeit öffnen sich die Werkstore für die Bevölkerung, die dann auf die Halde strömen kann, um den traumhaften Blick über Gelsenkirchen-Buer zu genießen. Die Wasserbevorratungsanlage erfreut sich ebenfalls immmer eines großen Interesses. Auf dem Gipfel der Halde befindet sich ein Gipfelkreuz, eine alte Seilscheibe der Zeche Scholven und ein Mobilfunkmast.    

Das Steinkohle-Kraftwerk Scholven wurde 1968 erbaut und hat eine Leistung von 70 MW. Pro Tag werden rd. 20.000 Tonnen Kohle verfeuert. Sie werden in über 300 Eisenbahnwaggons angeliefert. Bis Ende 2018 kommt die Kohle auch noch vom Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop. Ab 2019 kommt die Kohle ausschließlich aus Südafrika und Südamerika. Neben Strom wird im Kraftwerk Scholven auch Wärme für rd. 16.000 Haushalte in der näheren Umgebung erzeugt.

Gaskraftwerk Irsching bei München, Foto: Peter Maszien, fotolia-Kauf

Nunmehr will Uniper auf dem ehem. Zechengelände zusätzlich ein neues Gaskraftwerk für die Abdeckung von Spitzenlastzeiten errichten. Obschon das alte Krafftwerk Scholven nur noch eine kurze Zeit am Netz bleiben wird, soll es zunächst nicht ersetzt werden, da die Planungen für das neue Gaskraftwerk noch lange nicht abgeschlossen sind. So muß zunächst ein Genehmigungsantrag bei der Bezirksregierung in Münster eingereicht werden und das bestehende Erdgasfernleitungsnetz der Fa. Open Grid Europe (OGE) an den Kraftwerksstandort Scholven angeschlossen werden.

Das Kraftwerk Scholven versorgt gemeinsam mit seinen Nebenbetrieben in Gladbeck-Zweckel, Marl, Recklinghausen und Westerholt die Region zuverlässig mit Strom, Fernwärme und Prozessdampf. Die drei Blöcke B, C und FWK erzeugen insgesamt 762 MW (netto) Strom, die Blöcke D, E und F wurden am Jahresende 2014 stillgelegt.

Zusätzlich werden bis zu 250 MW als Dampf für die Industrie und Fernwärme für über 100.000 Wohnungen in der Region erzeugt. Für die Industrie im nördlichen Ruhrgebiet ist das Kraftwerk Scholven ein zuverlässiger Partner bei der Versorgung mit Prozessdampf, Strom und Druckluft. Damit trägt es gemeinsam mit seinen Kunden erheblich zum wirtschaftlichen Erfolg der Region bei.

Quellenhinweise:

Uniper SE; WAZ vom 28.10.2012 und 09.08.2018 sowie RK-Redaktion vom 08.09.2018

Feldhauser Str. - 45894 Gelsenkirchen-Buer-Scholven
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Wetter: Hitze ist der natürliche Feind der Windenergie

während der Hitzeperiode sicherten Kohlekraftwerke die Stromversorgung

COMING SOON

Während der diesjährig-en Hochsommerzeit und einer dreimonatigen Tro-ckenperiode überschlug-en sich die Medien wieder mal in Sachen Angstmacherei vor der Klimakatastrophe. Die Hitzeperiode in diesem Sommer gab Anlaß, die bestehenden Spekulatio-nen zu erneuern und mit zahlreichen Bildberichten zu untermauern. Auf allen Kanälen  wurde wieder mal die Klima-katastrophe und die dringend notwendige Energiewende beschwor-en. Dabei sollten wir froh sein, dass diese bisher nicht gelungen ist und u.E. auch weiterhin nicht gelingen wird. Denn die sommerliche Hitzeperio-de mit ihren lauen Lüft-chen war der natürliche Feind aller Windkraftan-lagen. Die Folge: sie standen wieder mal still. In die Bresche sprangen wie immer unsere Kohle-kraftwerke.

Der Grund für die heißen Sommertage bildeten die niedrigen Luftdruckunter-schiede in Europa. Wolken konnten sich daher kaum bilden und so knallte die Sonne auf den Boden und erwärmte diesen stark auf. Der Wirkungsgrad der  Solarenergie sank von 44 GW installierter Leistung auf 29 GW, die Windenergie fiel dagegen im Juni und Juli komplett aus. Zuverlässig arbeiteten dagegen alle Kraft-werke. Zusätzlich mußte für die Nacht-stunden Strom aus Tschechien und Polen importiert werden, um den Bedarf rund um die Uhr zu decken. Gerade stabile Hoch-druckwetterlagen erzeugen sowohl im Winter als auch im Sommer eine Lage, in denen eine gesicherte Stromversorgung ohne Kohlekraftwerke nicht aufrechter-halten werden kann. Warum die von der Bundesregierung eingesetzte Kohle-kommission trotzdem nach Wegen für eine Abschaffung der Kohle sucht, bleibt schleierhaft. 

Wir können immer wieder nur redlich betonen, dass die öffentliche Diskussion um den Klimawandel, der angeblich von Menschen gemacht ist durch die Erzeug-ung von C02, schlicht und ergreifend dummes Zeug ist. Der Klimawandel findet zu allen Zeiten statt und wird maßgeblich von den Aktivitäten der Sonne bestimmt. Das hat schon 1990 der dänische Astro-physiker Lassen und sein Kollege Friis-Christensen herausgefunden. Sie konnten eine 95 % tige Übereinstimmung der Erder-wärmung durch die Sonne in Abhängigkeit von der Periodizität der Sonnenflecken-maxima-und minima seit 1860 nachweis-en. Zwar kann nicht bestritten werden, dass der Mensch durch die Erzeugung von C02 einen Einfluss mit ausübt, der ist aber so gering, dass er vernachlässigbbar ist. 0,04 % Kohlenstoffdioxid stehen rd. 13.000 Mrd. Tonnen Wasserdampf gegenüber. Die Atmosphäre besteht im Wesentlichen aus 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff, 0,93 % Argon und ganzen 0,04 % aus Kohlen-stoffdioxid (Co2). Wir sollten daher die Kirche mal im Dorf lassen. Die Klima-diskussion ist unseriös, weil sie sich nicht mit den physikalisch-technischen Fakten beschäftigen möchte. Das C02-Medien-spektakel dient hauptsächlich den Politi-kern aller Couleur, um sich als Gut-menschen und Klimaretter zu profilieren. Und natürlich dient das Spektakel auch den  Nutznießern, weil sie sich dank der  hohen Dauersubventionen durch den Staat den harten Marktbedingungen entziehen können. Wissenschaftliche Erkenntnisse können da naturgemäß nur stören.

Sonnenflecken-maxima-und minima beeinflussen massgeblich das Klima

Bundeswirtschaftsminister Peter Alt-maier (CDU) jubelte im Juli darüber, dass der Anteil der regenerativen Energieträger inzwischen auf 35 % gestiegen  sei. Beste Voraussetzungen also für einen Ausstieg aus der Kohle-verstromung ? Die Daten für diesen Sommer und auch für den Rest  des Jahres zeigen eine andere Wahrheit. Es kommt nämlich nicht auf die in-stallierte Leistung an, wie Herr Alt-maier sie erwähnt, sondern auf die tatsächlich erbrachte Leistung. Und da sieht es sehr mau aus. Zur Freude der Kraftwerksbetreiber. Diese konnten die Liefermenge um 10 % im Vergleich zum Vorjahr steigern. Lediglich im stürmischen Monat Januar 2018 konnten die Windkraftanlagen ge-nügend Strom produzieren, der auch nachgefragt wurde. Das ist den Be-treibern aber wurscht, da diese die Ein-speiseeisevergütungen auch dann er-halten, wenn der Öko-Strom  gar nicht nachgefragt wird. Der Stromnetzbe-treiberverband  Entso-E  hat der Kohle-kommission derweil eine Rechnung vorgelegt, aus der hervorgeht , dass sich die Bürger und Bürgerinnen sowie die Wirtschaft in den nächsten 20 Jahren auf einige Dutzend Strom-ausfälle im Jahr einstellen müssen, wenn der Anteil des sog. Zappel-stroms (Windstrom)  weiter  zunehm-en sollte. Unser Reden seit über 20 Jahren Jahren. Schleswig-Holstein nimmt die Berechnungen als einziges Bundesland ernst. Alle Tankstsellen sollen mit Notstromaggregaten aus-gestattet werden, um sich auf die drohenden Stromausfälle vorzubereit-en. Das Kieler Innenministerium hat dafür 1 Mio. Euro für das kommende Jahr in den Haushaltsplanentwurf  ein-gestellt. 

Quellenhinweise:

Pressemitteilung Bundesverband Braun-kohle 6/2018 vom 14.8.2018; FAZ vom 29.08.2018; Hamburger Abendblatt vom 05.09.2018 und 7.9.2018; Deutscher Arbeitgeberverband vom 20.08.2018; FAZ vom 23.07.2018;  Deutsche Wirtschafts-nachrichten vom 28.07.2018 und RK-Redaktion vom 08.09.2018

Fotos: pixabay.com

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Prosper-Haniel: Die Zeit drängt

PUMPSPEICHER-KRAFTWERK UNTER TAGE BALD NICHT MEHR MÖGLICH

Ende 2018 ist Schluß

Das Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop soll zum Pumpspeicher-Kraftwerk unter Tage umgebaut werden

Sagen Sie uns Ihre Meinung, was Sie von dem Projekt halten.

Prof.Dr. Andre´Niemann, Uni Duisburg-Essen:

Die Zeit drängt, da am 21.12.2018 die letzte Kohle auf Prosper-Haniel gefördert wird und dann droht die Schachtver-füllung

Ein Unterflur-Pump-speicherkraftwerk auf Prosper-Haniel könnte den Spitzenlaststrom für Bottrop liefern

Der Schacht Franz an der Fernewaldstr. in Bottrop wird seit einigen Jahren von Wissenschaft-lern der Universität Duisburg-Essen untersucht, um herauszu-finden, ob dieser sich für den Einbau eines sog. Unterflur-Pump-speicher-Kraftwerkes unter Tage eignet. Es handelt sich um ein Projekt, welches es in Deutsch-land bisher noch nicht gibt. Die Forscher sind mittlerweilen zu der Erkenntnis gekommen, dass man den Schacht dafür nutzen kann.  

In drei Jahren ist alles zurückgebaut

Was ist eigentlich ein Pump-speicherkraftwerk unter Tage? Wir hatten diese Frage bereits in unserem Jahrbuch 2017 beant-wortet. Für diejenigen Leser/ innen, die nicht Mitglied unseres Verbandes  sind, erläutern wir das Prinzip daher nochmals in aller Kürze: aus einer Fallhöhe von 600 Metern ergießt sich Wasser von der Bergehalde Prosper über Rohre in den 1.200 Meter tiefen Schacht. Aufgefangen wird das Wasser unter Tage in riesigen Auffangbecken. Pumpen, die im Schacht hängen, pumpen das Wasser Nachts wieder in die Höhe, weil der Strom dann günsti-ger ist. Das Bergwerk bietet in Bezug auf die Fallhöhe ideale Bedingungen.

Niederflur-Pumpspeicherkraftwerk Prosper-Haniel, Illustration: thingamajiggs, fotolia-Kauf

Gerade in Zeiten starker Energieschwankungen dank des Öko-Zappelstroms kann ein Pumpspeicherkraftwerk blitzschnell solche Schwankungen kurzfristig ausgleichen. 80.000 Haus-halte könnten in Bottrop für vier Stunden anständig mit Strom versorgt werden. Und einige Wartungsmannschaften des Bergwerks könnten auch noch ihre Jobs behalten. Aber wie immer fehlt es bisher am Geld. Die Rede ist von rd. 250 bis 300 Mio. EUR. Das ist aber in Bezug auf die jährlich gezahlten Subventionen für Öko-Strom in Höhe von rd. 24 Mrd. EUR eigentlich nicht zu hoch. Wenn man den Ausbau der Windkraftanlagen zurückfahren würde, wäre genügend Geld vorhanden, dass die Bundesregierung bereitstellen könnte. Und es würde sich ausnahmsweise einmal um die Erzeugung eines regenerativen Energieträgers handeln, der auch tatsächlich zuverlässig und ohne  Schwankungen Strom produzieren würde. Einen kleinen, aber nicht unbedeutenden Nebeneffekt hätte der Bau eines Pumpspeicherkraftwerks in einem Berg-werk auch noch: der Zugang zu den unverritzten Kohle-lagerstätten wäre immer noch möglich. Prof. Dr. Andre´ Niemann  kündigte an, die verbleibende Zeit nutzen zu wollen, um intensiv mit der RAG, der Landesregierung und weiteren Akteuren zu verhandeln. Es wäre jammerschade, wenn diese einmalige Chance ungenutzt bleiben würde.      

Quellenhinweise:

Niemann, Andre`: Pumpspeicher- eine bekannte Technologie in neuen Um-gebungen, Vortrag 2014, Universität-Duisburg-Essen; WAZ vom 16.8.2018, Bergbau-Information vom 20.08.2018 sowie RK-Redaktion vom 09.09.2018

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