Braunkohle: Versorgungssicherheit und Beschäftigung müssen gewährleistet werden

Braunkohleindustrie macht sich Sorgen

diese Leistungen können sich sehen lassen

Energiewende ohne fossile Energieträger wird nicht gelingen

Es gibt im Leben immer zwei Seiten einer Me-daille. Man kann nicht gegen Kohle sein und trotzdem glauben wollen, das Wind-und Solarener-gie rund um die Uhr die Versorgungssicherheit gemäß der Bedarfslage garantieren können. Man kann nicht gegen Kohle sein und gleichzeitig glauben wollen, das Windkraftanlagen die Netzspannung aufrecht erhalten könnten. Man kann nicht gegen Kohle sein und glauben wollen, das Windkraftanlagen umweltfreundlich wären.

 

 

 

 

 

Überwachung, Foto:Gellinger, pixabay.com
Schaufelbagger, Braunkohle-Tagebau, Foto: pixabay.com, darüber: Überwachungsanlage im Kraftwerk, Foto: Gellinger, pixabay.com

Warum wir im konkreten Leben nicht bei „wünsch Dir was“ sind, haben wir in diesem Newsletter als auch in unserem Jahrbuch imm-er wieder ausführlich be-gründet. Die Verantwort-lichen in der Politik nehmen die Risiken einer Energie-wende aber bewusst in Kauf, weil sie glauben, dass das Klima tatsächlich durch den C02-Ausstoß be-droht wäre. Jedenfalls äuß-ern sie sich gegenüber den Medien so. Die Wahrheit dürfte aber ganz anders aussehen. Hier geht es um die Rettung einer Branche, die es der Politik erlaubt, die Dekarbonisierung und damit der De-Industrieali-sierung voranzutreiben. So kann man sich als Gut-mensch darstellen und dem Bürger am Ende mit stolzgeschwellter Brust er-klären, das man die Ener-giewende im letzten Augen-blick umsetzen konnte, bevor es zu einer Klima-katatstrophe kommen konnte. 

Da man von Seiten der Bundesregierung aber ahnt, dass das Ganze proble-matisch werden könnte, hat man wie immer in solchen Situationen eine Kommi-ssion einberufen. Die trägt den klangvollen Namen „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung.“ So ähnlich lauten Übrigens auch die Überschriften im Ruhrrevier. Bei jeder Zech-enschließung war und ist von Strukturwandel und Beschäftigung die Rede.  Das Ruhrgebiet struktur-wandelt sich seit 50 Jahren zu Tode. Von angemess-enen Ersatzabeitsplätzen zu genau so fairen Löhnen wie bei der RAG kann selbstverständlich eben-falls keine Rede sein. Daraus hätte man eigent-lich lernen können. Hat man aber nicht. Stattdess-en hält man an der These fest, das C02-Emissionen das Klima bedrohen. Koste es, was es wolle. Basta. Interessant ist dabei, das auch der Bundesverband Braunkohle den eigenen En-ergieträger und die einge-setzte Abbautechnik als „Brückentechnologie“ sieht, weil man wohl offensicht-lich selbst von der Ver-nünftigkeit der Energie-wende überzeugt ist, an-statt die gesamte Energie-wende in Frage zu stellen. Deren Hauptgeschäftsführ-er, Thorsten Diercks, sieht sich in diesem Sinne als Wegbereiter für einen effektiven Klimaschutz, „wenn das Zieldreieck von Sicherheit, Wirtschaftlich-keit und Umwelt ausge-wogen von der Kommiss-ion beachtet wird.“  Wird es aber nicht, da dass Ziel lautet, aus der Kohle komp-lett aussteigen zu wollen.  

Bleibt also nur eine Schlussfolgerung: soweit Wohlstand und Beschäftigung gesichert werden sollen, geht das nicht ohne eine verlässliche Energieversorgung. Und da Wind und Sonne nicht ständig zur Verfügung stehen und Strom aus regernativen Energieträgern für ganze Städte nicht speicherbar ist, wird es u.E. auch weiterhin nicht ohne fossile Kraftwerke als Taktgeber gehen. Das sagen wir seit Jahren immer und immer wieder. Schon gleich bei der Arbeitsaufnahme hat die Kommission daher auch gewarnt, dass die Sicherheit der Stromversorgung voraussichtlich ab 2022/23 nicht mehr gewährleistet ist. Grund ist die Zunahme von Zappelstrom aus Windkraftanlagen. Ver-nünftigerweise müßte man den Ausbau daher stark zu-rückfahren. Das geschieht jedoch aus Angst vor den C02-Emissionen nicht. Dabei sollte sich die Kommission keinen weiteren Illusionen hingeben. Denn wenn man tatsächlich den kompletten Ausstieg aus der Braunkohle beschließen  und auch alle fossilen Kraftwerke stilllegen würde, so wäre damit klimapolitisch betrachtet nichts gewonnen. Die C02-Emissionen würden gerade einmal um 0,1 bis 0,2 Prozent-punkte sinken. Wenn Sie unseren Beitrag zum geplanten Ausbau von rd. 2000 neuen  Kohlekraftwerken in Asien, Ja-pan und den USA lesen, können Sie erkennen, dass diese Politik jetzt schon gescheitert ist. Auf die enormen Kosten wollen wir an dieser Stelle nicht wieder eingehen.

Reichstag Berlin, Foto: Wolf Blur, pixabay.com
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Foto:

Monika P., pixabay.com

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Stadtwerke Hannover: KW Mehrum verkauft

Stadtwerke Hannover setzten auf´s falsche Pferd

stattdessen wurde ein windpark in leer übernommen

Das Kohlekraftwerk Mehrum im Landkreis Peine gehörte zu den Verlustbringern von Enercity (ehem. Stadtwerke Hannover). Da kann man gut verstehen, dass sich das Unternehmen von diesem Verlustbringer trennte. Ob der Kauf eines Windparks die sinnvollere Alt-ernative ist, darf aber durchaus bezweifelt werden, da die Subventionen nicht ewig fließ-en werden. Aber das soll uns an dieser Stelle nicht interess-ieren. Wir schauen stattdessen auf den neuen Eigentümer und seine Motive,

E P H

Die tschechische Firma EPH (Energeticky a prumyslovy´holding a.s. mit Sitz in Prag) gehört zu den größeren Energieversorgern in Europa. 2012 erwarb der Konzern die Bergbau-und Kraftwerksbetriebe der MIBRAG und 2016 erwarb EPH von Vattenfall die Kraftwerke Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg sowie die Braunkohle-Tagesbetriebe in der Lausitz. Der EPH-Haupteigentümer und Multi-Milliardär Daniel Kretinsky ist Stratege, Investor und Spekulant gleichzeitig. Das er nicht nur in Deutschland, sondern auch in Polen, Ungarn und in der Slowakei auf die Kohle setzt, zeigt, das der Mann offensichtlich verstanden hat, dass es auch in Zukunft nicht ohne Kohle gehen wird. Wäre er davon nicht überzeugt, hätte er das machen können, was fast alle deutschen Energieversorger derzeit tun: in die Windkraft zu investieren. Auch sein Partner und Mitinvestor, Petr Kellner, der mit Abstand reichste Mann Tschechiens, sieht das ähnlich. Schließlich versenkt kein Investor sein Geld in ein Faß ohne Boden. Durch die deutsche Energiepolitik konnten die beiden Investoren recht günstig die Kraftwerke und Tagebaue erwerben. EPH beschäftigt 25.000 Mitarbeiter, fördert über 80 Mio. Tonnen Kohle pro Jahr , erzeugt rd. 100 Terrawattstunden an Strom und hat zuletzt einen Gewinn von 1,5 Mrd. EUR erzielt.

EPH übernahm alle mitarbeiter

EPH zahlte 6 EURO

Als der Kaufvertrag zum 1.12.2017 unter Dach und Fach war, da staunte die Öffentlichkeit nicht schlecht über den Deal: das Kraftwerk Mehrum wurde zu einem symbolischen Buch-preis von 6 EUR an EPH verkauft. EPH verpflichtete sich, das Kraftwerk mindestens bis Ende 2019 weiter zu betreiben. Allerdings blieb es nicht bei den 6 EUR, denn das Kraftwerk hatte zuletzt dank des Ausbaus von Wind-kraftanlagen einen Verlust von rd. 15 Mio. EUR erwirtschaftet. Nach einer Abschreibung in 2016 stand das Kraft-werk mit einem Wert von 40 Mio. EUR zuletzt in den Büchern der Stadtwerke.

KW Mehrum ist das einzige Großkraftwerk in der region

Das 1979 gebaute Kohlekraftwerk steht zwischen Hannover und Braun-schweig und ist das einzige Kraft-werk, das die gesamte Region mit Strom versorgt. Die Leistung beträgt 750 Megawatt. Das Kraftwerk verfügt über eine moderne Rauchgas-, Ent-stickungs-,Entschwefelungs und Ent-staubungsanlage. Nach einer umfass-enden Sanierung im Jahre 2003 werd-en seitdem rd. 80.000 T Kohle pro Jahr weniger verbraucht. Jedes Jahr werden mehr als 180.000 t C02 eingespart. 

 

was sagen die Verantwortlichen?

wir gehen davon aus, dass das Kraftwerk auch in den nächsten 10 Jahren noch auf dem aktuellen Niveau ausgelastset sein wird.

Rainer Rettberg-Berkowsky, Betriebsrat KW Mehrum

Die Pläne für die Energieversorgung in 2050 basieren darauf, dass es bis dahin genügend Öko-Stromspeicher geben wird. Ich sehe die nicht und viele andere Experten auch nicht.

Bernhard Michels, GF Kraftwerk Mehrum

vgl. hz.a. HAZ vom 30.4.2017 und 4.9.2017; Hildesheimer Allgemeine vom 27.10.2015; RBB24 vom 19.4.2016; Stadtwerke Hannover, Pressmitteilung, Peiner Allgemeine-Zeitung vom 31.8.2017, News38.de vom 4.10.2017  sowie RK-Redaktion vom 7.7.2018

Fotos:oben: Kraftwerk bei Nacht, pixabay.com,darunter links: Geld: K.-U.Häßler, fotolia-Kauf, darunter links: Kühlturm:Stromabnehmer u. Warnschild:

 

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Bevölkerungsentwicklung: 10 Mrd. Menschen in 30 Jahren

was bedeutet das für die Versorgungssicherheit ?

immer noch für die meisten Menschen undenkbar: Hochzeit und keine Kinder Foto: Stocksnap, pixabay.com

Bernhard Blach

Es ist gerade 15 Jahre her, da forderte Bayerns Sozialministerien Christine Hadert-hauer (CSU) eine Bevorzugung von Müttern und Vätern im Arbeitsleben durch die Einführung einer Elternquote, um dem dramatischen Rückgang der Geburten-zahlen seit 2002 in Deutschland entgegen-zuwirken. Vorbildhaft nannte sie die Familienpolitik in Frankreich, die gezielt die Produktion des dritten Kindes förderte.  Claudia Roth von den Grünen  forderte da-mals den Kita-Ausbau und mehr Sicherheit für Mütter.  14 Jahre weiter hat sich das Rad wieder gedreht. Und zwar ebenso drama-tisch. 2016 wurden in Deutschland 792.131 Kinder geboren. Die meisten davon Deutsche. (607.500) Das waren 54.556 Babys oder 7 % mehr als 2015. Das Statistische Bundesamt verweist darauf, das die Anzahl der Geborenen damit das fünfte Jahre in Folge steigt. Durch die wirtschaftlich gün-stigen Rahmenbedingungen und durch ein-en höheren Frauenanteil würden Frauen im Alter zwischen 30 und 37 Jahren derzeit mit höherer Intensität ihren Kinderwunsch  ver-wirklichen. Mit der aktuellen Geburtenziffer von 1,59 Kindern je Frau rückt Deutschland damit wieder ins europäische Mittelfeld auf. Im EU-Durchschnitt betrug die Geburten-ziffer nach Angaben des Europäischen Statistikamtes 1,60 Kinder je Frau. Die Welt-bevölkerung wächst ebenfalls. Lebten 1950 noch rd. 2,5 Mrd. Menschen auf der Erde, sind es in 2018 bereits 7,26 Mrd. Menschen. Jede Sekunde werden laut UN durchschnittlich 2,7 Kinder geboren. Pro Tag 237.427. Im Jahre 2050 sollen bereits 9,2 Mrd. Menschen den Planeten bevölkern. Wir fragen uns daher, welchen Einfluss dieses Wachstum auf die Umwelt, auf die Ressourcen und auf die Lebensbedingungen  hat und wie mögliche negative Folgen abgemildert werden könnt-en.    

Grafik: geralt, pixabay.com, Ergänzung: RK

Die Städte platzen aus allen nähten

Mit der Zunahme der Weltbevölkerung drängen immer Menschen in die Großstädte. Die Folge: es gibt nicht genug Wohnungen und sie werden für viele Menschen unbezahlbar. Das führt zu kleineren Wohungen oder zu mobilen Wohnformen. Die brutalste Wohnform bilden die Käfig-Kabinen in Hongkong. Ausgestattet mit einer Matratze und einer kleinen Ablagefläche hausen dort Menschen zur Miete für rd. 200 US-Dollar. In den USA fertigt die Fa. Tiny-House Mini-Häuser,  die auf Anhänger montiert werden. Ähnliches entwickelt sich in Deutschland mit dem Trend zum Micro-Appartment unter 20 Quadratmeter Fläche.  Für Familien ist das sicherlich keine Alternative. Nach Berechnungen  des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) hätten  von 2015 bis 2020 rd. 385.000 neue Wohnungen pro Jahr gebaut werden müssen, um dem Bedarf gerecht zu werden. Gut ein Drittel des Baubedarfs entstehe durch die Zuwanderung  von Asylbewerbern. Tatsächlich wurde aber nicht einmal die Hälfte gebaut. Das Pestel-Institut geht sogar von einem Bedarf von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr aus. Allein für den sozialen Wohnungsbau müßte der Staat rd. 6,4 Mrd. EUR investieren.

Foto: DigitalMarketing Agency, pixabay.com

oder ist genug für alle da ?

Eine heikle Frage, für die es keine abschließende Antwort geben kann, da die Entwicklung von verschiedenen Faktoren abhängt, die trotz zunehmender Bevölkerung nicht zu einer Katastrophe führen muß. So ist z.B. der Filmemacher Werner Boote der Meinung, das nicht Ressourcenknappheit und Platzmangel der Grund für Hunger und Armut seien, sondern die ungerechte  Verteilung von Ressourcen und mangelnde soziale Gerechtigkeit. Dr. Reiner Klingholz vom Institut für Bevölkerung und Entwicklung in Berlin sieht die Voraussetzungen für einen Geburtenrückgang in mehr Bildung und Wohlstand. Das setzt aber voraus, dass die reichen Länder in der Welt teilen lernen. Ich glaube nicht, dass dies in absehbarer Zeit gelingen wird. Die Aufnahme von Flüchtlingen und die Querelen darum, wieviel Asylbewerber von wem in der europäischen Gemeinschaft aufgenommen werden sollten, zeigen deutlich, wie wenig die europäische Gemeinschaft bereit ist, sich solidarisch zu verhalten. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte zum Welt-bevölkerungstag: „sollte es nicht bald gelingen, die landwirtschaftliche Produktion drastisch zu verbessern, müßten alle den Gürtel enger schnallen.“ Und Jason Clay von der Umwelt-organisation WWF mahnte:“ wir müssen in den kommenden 40 Jahren die gleiche Menge von Lebensmitteln herstellen, wie in den letzten 8000 Jahren.“ Ändert sich nichts an der Bevölkerungsentwicklung und an den Gewohnheiten, benötigen die Menschen nach Auffassung von Tristram Stuart (Worldwatch-Bericht 2011) im Jahr 2050 drei Erden, um den Bedarf zu decken.

Ressourcenknappheit und Bevölkerungsentwicklung

Wenn die Weltbevölker-ung wächst und diese berechtigterweise am Wohlstand partizipieren möchte, dann konsu-mieren alle auch mehr an Lebensmittel, verbrauch-en mehr an Energie und Wasser und es wird mehr Platz und landwirtschaft-liche Fläche benötigt. Zwar kann  das starke Bevölkerungswachstum durch wissenschaftlichen Fortschritt und durch eine bessere Zusammenarbeit möglicherweise bewältigt werden, der Ressourcen-verbrauch wird dadurch m.E. aber nicht geringer. Nehmen wir das Beispiel Südafrika. Dort wird sich die Bevölkerung von 1,02 Mrd.Menschen bis 2100 auf 3,6 Mrd. Menschen mehr als verdreifachen. Und alle diese Menschen brauchen Stroman-schlüsse. Über 50 % der Menschen in den afri-kanischen Ländern haben bisher überhaupt keinen Stromanschluss. Das führt unweigerlich zu einem höheren Ver-brauch an Rohstoffen wie Kohle, Öl und Gas. Alles Ressourcen, die nur be-grenzt auf der Welt zur Verfügung stehen. Die Auseinandersetzungen um die Lagerstättenzu-gänge werden daher an Härte zunehmen. Ganz zu schweigen von den fehl-enden Speichermöglich-keiten für regenerative Energieträger. Ob die wachsende Weltbevölk-erung den Menschen in seiner Existenz  bedroht, darüber streiten sich die Gelehrten seit rd. 200 Jahren. Bis ins 18. Jahr-hundert glaubte man, dass mit der Zahl der Ein-wohner auch die wirt-schaftliche Entwicklung eines Landes wachse. Dann postulierte der anglikanische Geistliche  Robert Malthus, das die Produktion von Nahr-ungsmitteln nur linear zunehme, die Menschheit aber exponentiell. Wenn sie nicht zur sexuellen Enthaltsamkeit ge-zwungen werde, versinke die Menschheit in Armut, Elend und Hunger. Das nannte man die „Malthu-sianische Katastrophe.“ Die Industriealisierung wiederlegte dann die These von Malthus. Denn-och bleibt das Ressour-cenproblem bestehen. Auch bleibt offen, wieviel Menschen die Erde tragen kann. Tragfähig nennen Ökologen die maximale Zahl von Exemplaren ei-ner Spezies, die ein Leb-ensraum ernähren kann. Von Freiheit kann dann aber kaum noch die Rede sein. Das Wirkungsvollste, so Robin Maynard, Chef von Population Matters, was man gegen dieses Wachtsum tun könne, wäre, das jede Frau er-muntert werden sollte,  sich für ein Kind weniger zu entscheiden. Dann würden bis 2050 nach Angaben der Vereinten Nationen eine Milliarde  weniger Menschen auf der Erde hocken. Bis zum Ende des Jahrhunderts könnten dann vier Mrd. Menschen „eingespart“ werden. Ob die Biologie das zuläßt ? Wir werden sehen. 

Oonagh Dalgliesh, britische Lehrerin

"Ich würde mir nicht anmaßen, den Leuten zu sagen, wie sie sich fühlen sollen, aber sie sollten mit dem Wissen über Probleme der Überbevölkerung ausgestattet werden”

Anna Hughes, britische Ausbilderin

"Wir verwenden mehr Ressourcen, als die Erde bereitstellen kann und wir können nicht exponentiell expandieren”

süß, aber.... Foto: VABo2040, pixabay.com

Quellenhinweise:

Demming, Andreas: Von Frauen, die sich entschließen, keine Kinder zu bekomm-en- um den Planeten zu retten, in: Eike.de vom 12.6.2018, Statistisches Bundesamt , Pressemitteilung vom 28.3.2018, cecu.de vom 13.6.2018, Zeit-Online vom 26.7.2013 und 15.9.2015; PI-News.net vom 13.6.2018; Deutsch-landradio-Kultur vom 5.7.2014; Stern vom 5.4.2017, Cash.Online vom 13.7. 2017 und RK-Redaktion vom  9.7.2018

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Stromnetze: DDOS-Angriffe nehmen zu

Computer-Attacken auf alles, was einen Stromstecker hat

BSI warnt Energievserorger

Das Bundesamt für Sicherheit in der Infor-mationstechnik (BSI) hat die deutschen Energie-versorger davor gewarnt, das sie das Ziel von großangelegten Cyber-Attacken seien. Da die Hacker bereits Spuren in den Netzwerken hinterlassen haben, geht das BSI davon aus, dass es sich hierbei um ein erstes Vortasten handeln könnte, um die späteren Attacken auf unterschiedlichen Ebenen vorzubereiten. Im Focus der Angreifer stehen Steuerungs-und Büro-Netzwerke. Die Bedroh-ungslage habe sich nach Ansicht des BSI-Präsidenten Arne Schönbohm in den vergangenen Monaten deutlich zugespitzt.

Bereits im Juni 2017 hatte das BSI eine Warnung an mehrere hundert Unternehmen aus der Energiebranche herausgegeben und mit Handlungsempfehlungen zum Schutz von Netzwerken versehen. Über das Nationale Cyber-Abwehrzentrum findet derzeit die koordinierte Fallbearbeitung mit anderen Behörden auf Bundes-und Landesebene statt.

Energiepolitik ist derzeit ein Desaster

Vor dem Hintergrund der Gefahren durch Cyber-Attacken auf Kraftwerke, Leitwart-en und Büronetzwerke bezeichnete der Präsident der Vereinigung der Bayeri-schen Wirtschaft, Alfred Gaffal, die der-zeitige Energiepolitik als einzigartiges Desaster. Die Klimaziele würden verfehlt und die Stromkosten würden immer weit-er steigen. Die Aufrüstung in der Sich-erheitstechnik würde nochmals enorme Kosten verursachen. Gaffal sieht den Wohlstand in der Bundesrepublik daher gefährdet. Eine Einschätzung, die wir der-zeit allerdings nicht teilen.  

BSI-Präsident Arne Schönbohm, Foto: BSI

Schwachstelle Internet

Das Internet spielt beim Verwalten der Stromverteilung und des Stromver-brauchs eine nicht unwesentliche Rolle. Viele Energieversorger sind mit ihren Betriebssystemen mit dem Intenet ver-bunden. Wenngleich auch getunnelt und abgeschirmt, jedoch für Angreifer durch-aus umgehbar. Diese Angriffe werden in der Fachsprache „Distributed Denial of Service-Angriffe (DDoS) genannt. Der Schutz kritischer Infrastruktur sollte dah-er oberste Priorität haben. Die Bundesre-gierung hatte das IT-Sicherheitsgesetz bereits am 25.7.2015 verabschiedet so-wie die Verordnung zur Bestimmung kritischer Infrastrukturen (BSI-KritisV) vom 3.5.2016. Das Gesetz sieht hohe Strafen für diejenigen Unternehmen vor, die ihre Netzwerke nicht ausreichend vor Cyberangriffen schützen. Denn ein Netz-ausfall hätte verheerende Folgen für die Transportwege, für das Gesundheits-wesen, für die Sicherstellung von Nahr-ungsmitteln und für den persönlichen Klogang. Die zunehmende Dezentralisier-ung der Energieversorger, allen voran die Windkraftanlagenbetreiber, erhöhen das Risiko, Opfer von Cyber-Attacken zu werden, weil eine zentrale Leitwarte ein-es Kraftwerkes viel besser geschützt werden kann. Niederländische Forscher fanden heraus, das Solarmodule eine besonders gefährdete Sicherheits-schwachstelle bilden, da der Wechsel-richter innerhalb des Solarpanels leicht aus der Ferne unter Kontrolle zu bringen ist. Eine Remote-(Fern) Steuerung ist in der Lage, die Energieeinspeisung zu unt-erbrechen. Switching-oder Repeating-Hubs (Netzwerk-Knotenpunkt-Router) so-wie intelligente Appliances (Hardware-Vorrichtungen mit dazu passender opti-mierter Software), wie z.B. Firewall-, UTM oder PBX-Appliance-Einrichtungen, den sog. IoT-Geräten (Internet of Things), er-schweren die Datenkommunikation und den sicheren Datentransfer von den Ener-gieversorgern zu den Verbrauchern. Da diese IoT-Geräte drahtlos mit dem Inter-net verbunden sind, sind sie auch ständig potentiellen DDoS-Attacken ausgesetzt. Intelligente Verbrauchsmessgeräte soll-en den Stromverbrauch daher automa-tisch erfassen. Zu den Risiken und Ne-benwirkungen dieser Messgeräte ver-weisen wir auf unser Jahrbuch, Ausgabe 2017 und dort vertiefend auf das Thema Smart-Grid sowie auf unsere Beiträge zu diesem Thema in unserem Newsletter. (siehe Archiv)

Cyber-Attack, Hacker in Aktion, Foto: geralt, pixabay.com

Vorfeld DDoS-Attacken bleiben oft unentdeckt, weil sie mit weniger als 10 Gigabit pro sekunde (Gbps) angreifen und nur 10 Min. dauern, um eine malware zu installieren oder daten abzuziehen

Marcel Leitel, Corero Network Security

Company

In Amerika und in England hat man großangelegte Simulationen durchgeführt, um zu testen, wie sicher Kraftwerke und der U-Bahn-Verkehr in London vor Hacker-Angriffen sind. Ergebnis: reihenweise gingen in den USA Kraftwerke vom Netz und in London brach der U-Bahn-Verkehr zusammen. In Deutschland führte man bereits in 2011 ebenfalls eine Simulation durch. (Lükex) An dieser EDV-Übung nahmen über 3000 Mitarbeiter von Bundes-und Länderbehörden teil. Der fiktive Angriff richtete sich auf die Bereiche Verkehr, Finanzen, öffentliche Verwaltung und Telekommunikation. Ziel dieser Übung war es, herauszufinden, wie die Bevölkerung im Falle eines Angriffs auf das IT-Rückgrat des öffentlichen Lebens aufgeklärt werden kann, ohne das eine Panik ausbricht. Die Bundesinnenminister-Konferenz bewertete den fiktiven Trojaner-Einsatz durchweg als positiv, während Experten des Bundeslandes Hessen von Übungsbürokratie sprachen, die inhaltlich kaum einen Mehrwert gebracht hätte.

 Mittlerweile gehören solche Übungen zu den Standardszenarien in der Katastrophenvorsorge. Und wann sorgen Sie vor ?

vgl.hz.a.: SecuPedia.info.de; (Lükex 2011); Heise.de vom 29.5.2012; Welt vom 30.11.2011; It-Daily.net vom 24.11.2017; Focus-Online vom 17.4.2018; Frankfurter Allgemeine vom 14.6.2018; Jahrbuch für Energiepolitik und Montankultur, Ausgabe 2017, Revierkohle (Hrsg.) S. 154 ff sowie RK-Redaktion vom 09.07.2018

The compony

Berufsverband Revierkohle e.V. , Ast Hamburg

© Revierkohle BV 2018

Fotos:

pixabay.com Mitte: Vergrößerungsglas: bru-no, pixabay.com

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Antarktis: Eis schwindet wegen dem Klimawandel ?

 

 

 

 

 

Mehrere Tageszeitungen, ARD und ZDF berichteten vor einigen Wochen, dass das Antarktis-Eis aufgrund des Klimawandels schneller verschwindet als zunächst gedacht wurde. Im Fachmagazin „Nature“ wurde berichtet, das der Eis-Verlust von 1992 bis 2012 im Durchschnitt bei rd. 76 Mrd. Tonnen pro Jahr lag, wärend der Eis-Verlust zwischen 2012 und 2017 bei 219 Mrd. Tonnen pro Jahr lag. Fast dreimal so viel. Dadurch stieg der weltweite Meeresspiegel zwischen 1992 und 2017 um 7,6 Millimeter. Die Hoch-rechnung wurde von der University of Leeds (England) erstellt. Den größten Eisverlust ermittelten die Wissenschaftler in der Westantarktis. Veit Helm vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven betont aber, dass die statistischen Unsicherheiten für die Eisbilanz der noch größeren Ostantarktis am größten sei. Bei all dem Drama um den Klimwandel, der angeblich durch den anthropogen erzeugten C02-Ausstoss beschleunigt wird, ging offen-sichtlich eine NASA-Studie aus dem Jahre 2015 unter, (und die 2016 aktualisiert wurde) die im völligen Gegensatz zu den Warnungen der sog. Klimaschützer steht.

der letzte Pinguin ? Design: openclipart-Vectors, pixabay.com
Design: ibreastock, fotolia-Kauf

Eine Analyse von  NASA-Satellitendaten, Auswertungen von Lasermess-geräten und die Untersuchung von Eisbohrkernen ergab, das die Eismassen mit 112 Mrd. Tonnen pro Jahr in den Jahren 1992 bis 2001 und um 82 Mrd. Tonnen jährlich zwischen 2003 und 2008 zunahmen. Das stellt zwar eine Verringerung dar, aber es bleibe bei einem Zuwachs. Die Zunahme in der Ost-Antarktis und im Inneren der West-Antarktis würden die Verluste auf der antarktischen Halbinsel und der sog. „Pine-Island-Region“ in der West-antarktis nicht nur ausgleichen, sondern übersteigen. Damit wäre die seit 2000 behauptete Erderwärmung eine reine Propaganda-Behauptung. Auch kanadische Regierungskarten zeigen Satellitenaufnahmen, aus denen eine Zunahme der Eisfläche in der Antarktis von 2006 bis 2014 zu beobachten ist, wenngleich auch mit großen Schwankungen. Angesichts dieser widersprüchlichen Daten darf man schon die Frage stellen, wer Recht hat und warum.    

„ist es zu kalt ? Klimawandel !; „ist es zu nass ? Klimawandel !; „ist es zu trocken ? Klimawandel ! ist es zu extrem ? Klimawandel ?

Und noch erstaunlicher ist, dass es dem Eisbären laut Auskunft der Tierschutzorganisation PETA gut gehen soll, obschon Greenpace und die Grünen vor einigen Jahren das Gegenteil behauptet haben. Das war Übrigens die Zeit, wo der Wald ebenfalls gerade unterging. Zurück zur Eis-schmelze. Die Antarktis enthält 90 % des Eises der Erde. Der von der NASA festgestellte Zuwachs versteht sich als herausfordernde Anfrage an andere Studien, die zu anderen Ergebnissen z.T. kommen, insbesondere zu den Berichten des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC = Welt-Klimarat). Der Welt-Klimarat hatte in 2013 eine Studie veröffentlicht, die besagte, dass die Antarktis insgesamt an Landeis verlöre. Die NASA widerspricht auch der Behauptung, das der Meeresspiegel ansteigen würde. Vielmehr würde er nach Aussage von Jay Zwally, Glaziologe am NASA Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, jedes Jahr um 0,23 Millimeter sinken. Allerdings muß man bei solchen Aussagen immer im Auge behalten, dass die Wissenschaftler zwischen Ost-und West-Antarktis sowie der antarktischen Halbinsel unterscheiden. Uneinigkeit besteht daher in der Einschätzung der Eismassenentwicklung in der Ost-und der inneren West-Antarktis. Wenn die dort festgestellte Zunahme der Eismassen derzeit die Verluste in der Westantarkis und auf der antarktischen Halbinsel über-steigt, dann haben wir keine Probleme. Sollte der Verlust in den nächsten 20 bis 30 Jahren an Fahrt aufnehmen, dann könnte es sein, dass es nicht genug Schnee gibt, um den Verlust auszugleichen, so Jay Zwally von der NASA.  

 

vgl. hz.a.: Lübecker Nachrichten vom 14.6.2018; Demming, Andreas: Unter dem Antarktischen Eis wurden fast 100 neue Vulkane entdeckt, in: Eike.de vom 19.7.2017; Frey,Chris: Eisabbruch in der Antarktis heizt die Klima-Hysterie weiter an, in: Eike.de vom 30.7.2017; Contra-Magazin.com vom 97.06.2017; Pravda. tv.com vom 4.11.2015; Focus vom 13. 06.2018; Heise-Online.de vom 14.6.2018; Pro Sieben.de vom 13.6.2018 (23.10 h), Hessisch-Niedersächsische Allgemeine vom 13.6.2018; In-Online.de vom 14.6. 2018; Sächsische Zeitung vom 14.6.2018; Ruhrkultour.de vom 27.11.2017 und RK-Redaktion vom 10.7.2018 

 

Foto oben: Eisbär auf Scholle: papafox, pixabay.com

Zur Problematik des Abbruchs eines riesigen Tafeleisberges (sog. Schelfeis) in der westantarktischen Halbinsel, der im letzten Jahr in den Medien als Beweis für den voranschreitenden Klimawandel her-halten mußte, verweisen wir auf unseren Redaktionsbeitrag aus 2017. Dort können Sie nachlesen, dass das sog. „Kalben“ des Schelfeises nichts mit den  menschenge-machten Co2-Emissionen zu tun hat, son-dern eher mit einer Erwärmung aus den Tiefen des Meeres. Unter dem Eis der Westantarktis sollen aktive Vulkane für die Schmelzvorgänge verantwortlich sein. Wie viele von den rd. 100 Vulkanen aktiv sind, wissen die Wissenschaftler derzeit nicht. 

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Märkisches Museum: vom Auf-und Abstieg der Kohle

Kunst und Kohle-Projekt der Ruhr-Museen

Besucher vor der (fiktiven) Heldenwand, Wand: 3 dman_eu, pixabay.com, Bergleute: hangela, pixabay.com
Märkisches Museum Witten, Foto: Frank Vinken, Ruhr-Tourismus

Die Geschichte

Das Märkische Museum in Witten wurde 1886 vom Verein für Orts-und Heimatkunde in der Grafschaft Mark zu Witten gegründet. Das Muttental in Witten ist die Wiege des Bergbaus im Ruhrgebiet und wurde dort schon seit 1550 betrieben. Die letzte Zeche, Egbert, schloss 1976 ihre Tore. Zwischen 1909 und 1912 wurde ein Neubau errichtet, der dem Grundriss einer drei-schiffigen Kirche nach-empfunden wurde. 1985 bis 1988 folgte ein Anbau. Das Museum wird heute von der Stadt Witten verwaltet und hat seinen Schwerpunkt in der Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Viele Sammlungen beschäftigen sich mit dem Expressionismus und der sog. neuen Sachlichkeit. (Emil Nolde, Ludwig Kirchner, Wilhelm Morgner und Eberhard Viegener)

Anfänge des Bergbaus

Das Märkische Museum beschäftigt sich unter dem Thema " Vom Auf-und Abstieg" mit den Anfängen des Bergbaus, den damit verbundenen Hoffnungen der damals lebenden Menschen sowie dem daraus folgenden Wohlstand. Hierbei wird der Bogen auch zum heutigen Ruhrgebiet gespannt. Damals wie heute versiegte der Wohlstand langsam wieder durch die Schließung von Zechen, der teilweise in Armut und Orientierungslosigkeit mündete.

ausgediente Seilscheibe, Foto: tama 66, pixabay.com

Drei Künstler beschäftigen sich mit den Anfängen des Bergbaus in Witten-Sprock-hövel und Haßlinghausen. Der Bildhauer Clemens Botho stellt künstlerisch den handwerklichen Abbau in den Pingen Anfang des 16.Jahrhunderts dar, der Objektkünstler Olaf Metzel setzt sich mit eigenwilligen Installationen mit Bergbau-Klischees und der zetigenössischen Kultur auseinander und der ukrainische Fotograf Alexander Chekmenev hat Menschen abgelichtet, die in der Don-bass-Region unter harten Bedingungen Kohle abgebaut haben.   

5.Mai bis 16.Sept. 2018

Location

an der Wiege des Bergbaus Husemannstr.12

58452 Witten

Mi, Fr.bis So: 12.00 h 18.00 h

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