Kohlekraftwerke: es wird weiter gebaut

Pariser Klimaziele sind nicht zu erreichen

GALLUP-INSTITUT

aSIEN UND CHINA WERDEN DIE PARISER KLIMAZIELE DURCHKREUZEN

Nach dem die neue Bundesregierung eine Arbeitsgruppe eingerichtet hat, die den Auftrag hat, Pläne für den sozial-verträglichen Ausstieg nun auch aus der Braunkohle zu erarbeiten, der Bau neuer Kraftwerke massiv behindert wird, kommen nun auch noch wirtschaftliche Probleme hinzu.

Warum lohnt sich der Betrieb eines Kraftwerkes immer weniger ?

Dafür gibt es zwei simple Gründe:

  • Die Betriebskosten des Kraftwerks sind zu hoch.
  • Der Preis für den produzierten Strom ist zu niedrig.

„Gaskraftwerke haben unter allen Kraftwerken die höchsten variablen Kosten“, erklärt Moritz Bonn, Energie-experte beim Centrum für europäische Politik der Stiftung Ordnungspolitik in Freiburg. (cep). Variable Kosten sind Kosten, die mit der Menge an produ-ziertem Strom steigen. Darunter fallen bei Gaskraftwerken vor allem die Kosten für das eingekaufte Gas.

„Gas ist nun einmal teuer“, sagt Bonn. „Bei den erneuerbaren Energien fallen praktisch keine variablen Kosten an.“ Darüber hinaus genießen die Betreiber  der erneuerbaren Energieanlagen durch die enorm hohen Subventionen Plan-ungsicherheit über 20 lange Jahre. Da kann selbst die preiswerte Braunkohle mit rd. 3,4 Ct pro erzeugter Kilowatt-stunde bzw. 6,3 % kWh bei der Stein-kohle nicht mithalten. In 2017 wurden 58 Kraftwerke zur Stilllegung bei der Bundesnetzagentur angemeldet. Es ver-bleiben noch 148 Braunkohle-; Stein-kohle- und Gaskraftwerke, die den Jahr-esstrombedarf von rd. 620 Terrawatt decken sollen. Ab 2022 gehen die letzten Kernkraftwerke vom Netz, für die bis heute kein ausreichender Ersatz geschaffen wurde. 

Ganz anders dagegen die Situation in China, Asien, Japan und Indien. Dort kennt man keine Klimaangst. Chinesische Firmen werden in den nächsten 20 Jahren rd. 1.600 neue Kohlekraft-werke bauen. Alle werden mit Stickoxid und Schwefeloxid- Abscheidetechniken (NOx und SOx) nach modernstem Stand der Technik ausgerüstet. Alte Dreckschleudern werden suksessive vom Netz genommen. In Japan sollen 400 neue Kraftwerke gebaut und export-iert werden und die USA setzen ebenfalls wieder verstärkt auf die Kohle. Ägypten hat derzeit kein einziges Kohlekraftwerk, doch wenn Unternehmen wie Shanghai Electric, ACWA Power und Orascom ihre Pläne in die Tat umsetzen, werden mehr als 17.000 MW neuer Kohlekraftwerkskapazität in dem Land installiert. Pakistans Kohlekapazität soll von 190 MW auf fast 15.300 MW ansteigen. In Bangladesch würde der Ausbau die Kohle-Stromerzeugung von derzeit 250 MW auf knapp 16.000 MW nach oben katapultieren, in Myanmar von 160 MW auf 5.100 MW. In  Indien sind derzeit rd. 400 Mio. Menschen noch ohne Strom. Aber auch dort hat sich das Thema C02 bereits herumgesprochen. In ein-em Kohlekraftwerk nahe der südindischen Stadt Thoothukudi wird ein neues Lösungs-mittel zur Abscheidung von Kohlenstoffdioxid eingesetzt. Aus dem eingefangenen C02 wird Backpulver hergestellt. In Indien sind derzeit 297 neue Kraftwerke im Bau. Weitere 149 An-lagen sind geplant. Alle Kraftwerke werden zusammen bei einer durchschnittlichen Leist-ung von 100 Megawatt pro Kraftwerk und Jahr rund 10 Mrd. Tonnen C02 ausstoßen. Der Spiegel bezifferte die Ausscheidemenge bei einer Laufzeit von 40 Jahren pro Kraftwerk auf rd. 307 Mrd. Tonnen Kohlenstoffdioxid. Das ist mehr als das Doppelte des gesamteuropäisch-en C02-Ausstoßes. Damit würden alle heren Pariser-Klimaziele über den Haufen geworfen werden. Das müßte dann nach den Be-rechnungen der Klimaalarmisten (Greenpace, Ev.Kirche, PIK, BUND, IPCC, BR usw.) auto-matisch zur Klimakatastrophe führen. Die Erd-erwärmung würde dann aufgrund der C02-Zunahmen unumkehrbar um mehr als 2 Grad im Jahresdurchschnitt steigen.

top leaders

CHINA-USA-JAPAN-INDIEN

Catapillar im Einsatz, Foto: stafichukanatoly, pixabay

Der Selbsterhaltungsgedanke und das Interesse der Bevölkerungen in China, Asien, Japan und Indien an einem wirtschaftlichen Wohlstand ist so stark, das die Regierungen es sich nicht leisten können, die Energiewendepolitik a la Bundesrepublik nachzumachen. Und sie wissen, das der Lebensstandard ohne Kohle nicht zu heben ist, denn aus diesem Rohstoff und aus Öl wird fast alles hergestellt. Die Beschneidung des Verbrauchs z.B. von fossilen Brenn-stoffen würde den ohnehin niedrigen Lebensstandard weiter sinken lassen. Das wäre eine echte Bedrohung für die Regierungen in China, Japan und Indien. Man wird also u.E. weiter so machen wie bisher. Und das ist auch gut so. Denn CO2 trägt weder zur Klimaer-wärmung noch verschmutzt dieses Spurengas unsere Umwelt. In China sind die Hauptumweltverschmutzer Stickstoff und Schwefeloxide, die den ganzjährigen Smog verursachen, an dem die Men-schen erkranken. Und natürlich tragen auch 1.396 Mrd. Chinesen erheblich zur Umweltverschmutzung bei.      

China hat daher zwei Probleme zu bewältigen: die Reduzierung der Smog-Belastungen voranzutreiben und die Wirt-schaft auf Trab zu halten, damit der Wohlstand auch bei der ärmeren Bevölk-erung auf dem Land ankommt. 

gereinigter Wasserdampf strömt aus dem Kühlturm, Foto: MonikaP, pixabay

Quellenhinweise:

Watts, Anthony: die Wahrheit über China – 2400 neue Kohlekraftwerke werden jedwede COP21-Schwüre durchkreuzen, in: Europ. Institut für Klima und Energie (Eike.de) vom 3.12.2015; Peter, Björn: klimawissenschaftliche Abstimmung mit den Füßen, in: Deutscher Arbeitgeberverband.de vom 24.04.2018; South China Morning-Post vom 01.04.2018; Business Insider Deutschland.de vom 28.03.2018; Der Spiegel vom 27.08.2014; Bürger-für-Technik.de von Nov.2008, in: naeb.info, Bundesnetz-agentur vom 1.11.2015; Statista.com vom 25.4.2016; Focus-Online vom 06.03.2015; epo.entwicklungspolitik online.de vom 29.06.2017 sowie RK-Redaktion vom 3.06. 2018

 

Fotos: ganz oben:

 Choxiyue, pixapay.com; chin. Bergleute Mitte: Markol Covric, pixabay.com

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72. Ruhrfestspiele: Thema „Heimat“

1. Mai bis 17.Juni 2018 in Recklinghausen

Das diesjährige Thema der Ruhr-festspiele Recklinghausen lautet „Heimat.“ Ein Begriff, der gerade im Ruhrpott mit seinem andauernden Strukturwandel und dem Weg-brechen ganzer Industriezweige besonders emotional aufgeladen ist, steht dort mit den Händen greifbar für Umbruch, Riss, Verein-nahmung und „Wir-Gefühl.“  Die Zechen und die Fußballvereine sind bzw. waren solche Orte, wo man Heimat besonders intensiv spüren konnte. Vertrautheit eben. Leider wird der Begriff derzeit auch politisch instrumentalisiert und zur eigenen Abgrenzung missbraucht. Das entspricht so ganz und gar nicht der Bergmannskultur. Hier war Offenheit und Solidarität, auch gegenüber den damals sog.“ Gastarbeitern“ immer eine an-ständige Grundhaltung. Schließlich war man aufeinander angewiesen. Und das hat das Verständnis und die Integration enorm erleichtert.  An diese Integrationsleistungen und die Orientierung an gemein-samen Werten knüpft das Pro-gramm der diesjährigen Ruhrfest-spiele an.

Eingeläutet wurden die Ruhrfest-spiele in Recklinghausen am 1. Mai 2018 mit einem grossen Kultur-volksfest auf mehreren Bühnen. Zum 72. Mal findet das Kultur-festival nunmehr statt. Ange-fangen hatte alles 1946 in Reck-linghausen auf der Schachtan-lage König-Ludwig, von der noch heute einige Tagesanlagen be-stehen unter dem Motto“ Kunst gegen Kohle.“ Hamburger Schau-spieler bedankten sich für die kost-enlose Kohlenlieferung nach dem Krieg. Zusammen mit den Berg-leuten wurden die Ruhrfestspiele gegründet und erfreuen sich immer noch hoher Beliebtheit. Die Zuschauerzahlen von rd. 40.000 pro Jahr belegen das eindrucks-voll. Die Ruhrfestpiele finden ein-mal im Jahr statt. Auftritte be-kannter Fernsehschauspieler oder Kabarettisten – die Übersicht der Veranstaltungen ist lang und umfassend. Wenn Sie sich aus-führlicher informieren wollen, klicken Sie bitte unten auf den Button.

Festpielhaus der Ruhrfestspiele in Recklinghausen, Foto: Sehbaer-nrw, fotolia-kauf
Rockband "Virus D" - Foto: Markus Locher, Retusche: Revierkohle

Der Bergbau geht - der Kumpel bleibt

Zur Eröffnung der Ruhrfestspiele Recklinghausen am 1. Mai trat auch die Rockband „Virus D“ aus Wulfen auf. Wir erwähnen diese Band besonders, weil die Jungs sich in besonders inniger Weise mit den Kumpels verbunden fühlen. Die Band ist in Bergmannskreisen legendär. 1990 wurde die Band mit der Bergbau-Hymne „Erst stirbt die Zeche, dann stirbt die Stadt“ überregional bekannt. Leider war es nicht nur ein Lied, wie die zahl-reichen Zechenbrachen und die nur we-nigen neuen Arbeitsplätze auf den ehem. Zechenstandorten zeigen. Auf Wunsch der Bergleute trat die Band auch auf der Schachtanlage Friedrich-Heinrich 2012 im Rahmen der Schließung in Kamp-Lintfort auf. Auch auf Zollverein ist die Band nicht unbekannt.

Inzwischen hat die Gruppe ein neues Album mit dem Titel „Neuland“ heraus-gebracht, welches noch in 2018 auf den Markt kommen soll, verspricht Band-leader Bernd Feller. Das neue Stück“ Der Bergbau geht, der Kumpel bleibt“ würde die Formation gerne auf einem Zechengelände spielen.

vgl.hz.a. Dorstener Zeitung vom 26.4.2018; Stadt Recklinghausen: Ruhrfestpiele 2018;  Ruhrfestspiele.de und RK-Redaktion vom 30.04.2018

Collage oben: Revierkohle

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DGB: Tag der Arbeit 2018

SOLIDARITÄT - VIELFALT - GERECHTIGTKEIT

Die Regierung muss mutiger werden

Maike Rademaker*

Seit über 20 Jahren folgen wir  dem DGB-Aufruf zum 1. Mai in Hamburg und präsentieren damit gleichzeitig auch das Revier in Hamburg. Die Städtepartner-schaft zwischen Recklinghausen und Hamburg ist zwar mittlerweile bei vielen Hamburgerinnen und Hamburgern in Vergessenheit geraten und trotzdem erinnert die halbe Seilscheibe vor dem DGB-Haus an der Besenbinderstrasse in Hamburg an die Nachkriegszeit, wo die Kumpels von der Schachtanlage König-Ludwig die frierende Bevölkerung mit Kohlen versorgte. Als Dank entwickelte sich daraus die langjährige Kulturver-anstaltung “ Kunst für Kohle“ sowie die zahlreichen Theaterstücke mit Bezug zur Arbeit, die heute unter dem Motto der Ruhrtrinnale laufen. Energiepolitisch werben wir ebenfalls schon seit über 20 Jahren für eine Abschaffung der sog. Energiewende und unterstützen den Ausbau der Fernwärme über das hoch-moderne Kraftwerk Moorburg. Und als Botschafter des Reviers werben wir natürlich aktiv für den Besuch des Welt-kulturerbes Zeche Zollverein XII in Essen und das Deutsche-Bergbau-Museum in Bochum. Mitglieder gewähren wir freien Eintritt.

 

*) DGB-Bundesvorstand    

Solidarität statt spaltung und ausgrenzung

Der diesjährige Mai-Aufruf des DGB appelliert an die Regierung, in Sachen Arbeitnehmerrechte und soziale Gerechtig-keit mutiger zu werden, um eine Spaltung und Ausgrenzung der Bevölkerung zu ver-hindern. Dazu gehört, das Instrument Niedriglöhne, Mini-und Midijobs einzu-stampfen. Überstunden und Überlastung ist zurückzufahren. Tarifflucht sollte gesetzlich sanktioniert werden. Ebenso empfindet der DGB eine Lohnlücke bei den Frauen von 21 % mehr als ungerecht. Ein gerechteres Steuersystem beinhaltet, das Reiche mehr tragen müssen als Arme. Außerdem fordert der DGB, die sach-grundlose Befristung von Arbeitsplätzen wieder abzuschaffen und mehr Geld in Bildung und in finanzierbare Wohungen zu stecken. Und natürlich darf die Forderung nach mehr Mitbestimmung in den Be-trieben nicht fehlen.    

oben: 1.Mai-Veranstaltung mit dem Bergwerksorchester Consolidation in Gelsenkirchen, Foto: WAZ

Die Redner/Rednerin

in Hamburg

Dr. Hans-Jürgen Urban
stellv. GF des IG-Metall-Vorstandes, Foto: IG Metall
Katja Karger
Vorstandsvorsitzende des DGB Hamburg, Foto: DGB

Termin: Dienstag, 01.Mai.2018 ab 11:00 h. Treffpunkt: S-Bahnhof-HH-Ohlsdorf, Kundgenbung: 12:00 h, Museum der Arbeit, Bert-Kaempfert-Platz, HH-Barmbek

Kundgebungen im Revier

Marl

Termin

Dienstag, 01.Mail2018

Treffpunkt

13.00; Wiesenstr. 73, Marl mit dem Spielmannszug Bergwerk König-Ludwig

Kundgebung

13.30 h mit dem DGB-Vors. in Marl, Rudi Westerkamp und Bürgermeister Werner Arndt

Gelsenkirchen

Termin

Dienstag, 01.Mai.2018

Treffpunkt

09.45 h, Vorplatz Musiktheater, Innenstadt

Kundgebung

11:00 h, Neumarkt Gelsenkirchen mit OB Baranowski und DGB-Vors. Mark Rosendahl

Bottrop

Termin

Dienstag, 01.Mai.2018

Treffpunkt

10.00 h, Gleiwitzer Platz, Bottrop

Kundgebung

11:00 h, Berliner Platz mit OB Tischler und IGBCE-Vors. Michael Vassiliadis

vgl.hz.a. Pressemitteilungen des DGB, Foto oben: Revierkohle

gehst du mit?

wir sind auch da !

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Vattenfall: kommt preiswerte Fernwärme bald aus Moorburg ?

Vattenfall möchte das moderne Steinkohlenkraftwerk Moorburg an das Fernwärmenetz anschliessen - die Grünen sind wie immer dagegen

Hamburg – April 2018

Fernwärmeleitung- Foto: wilhei, pixqbay

 

LEISTUNGSDATEN

kw mOORBURG

Inbetriebnahme:

28.02.2015

Gesamtleistung:

1.654 Megawatt

Wirkungsgr.: 46,5 %

Kraft-Wärme-Kopplung

hochmoderne Rauchgasent-schwefelungsanlage

Stromproduktion für 1,8 Mio. Hamburger

3 Schicht-Betrieb mit 300 Mitarbeitern

 
Foto: Revierkohle

Grüne Scheuklappen müssen abgelegt werden

Der Schlamassel begann unter der Rot-Grünen Se-natsregierung in Ham-burg im Jahre 2014. Der damalige Bürgermeister Olaf Scholz hatte auf-grund eines Volksent-scheids, das gesamte Stromnetz sowie alle Kraftwerke von Vatten-fall zurückzukaufen, kurz entschlossen vor dem kompletten Rückkauf nur 25,1 % des Strom-,Gas-und Fernwärmenetzes aufgekauft. Als das Er-gebnis des Volksent-scheids, das ein Votum für den Komplettkauf be-inhaltete, auf dem Tisch lag, mußte der Teilkauf umständlich wieder rück-abgewickelt werden. Das Strom-und Gasnetz be-findet sich seitdem wied-er in städtischer Hand. Für den Rückkauf des Fernwärmenetzes, an dem Vattenfall 74,9 % hält, hatte der Konzern einen Mindestrückkaufs-preis von 950 Mio. EUR vereinbart. Der Rückkauf ist für 2019 vorgesehen.

 

 

links:

links oben: der 35 T-Kohle-Kran löscht fast täglich im Hafen Moorburg die Kohle-schiffe, um die Kohlekreis-lager zu füllen. Sie haben ein Fassungsvermögen von 160. 000 t. links unten: Ver-und Entsorgungsleitungen im Kraftwerk Moorburg. oben: Generatoren-und Dampftur-binenhalle.

Fotos: Revierkohle  

Und nun kommt das Problem: sollte der aktuell erzielbare Kaufpreis für das Fernwärmenetz niedriger sein als der vereinbarte Rückkaufspreis, darf der Hamburger Senat gem. Landeshaushaltsordnung das Fernwärmenetz nicht zurückkaufen, da die Stadt keine Minusgeschäfte machen darf. Derweil befürchten viele Hamburger und Hamburgerinnen eine Verteuerung der Fernwärmekosten, weil Vattenvall-Chef Pieter Wasmuth klargemacht hat, das er nicht unter dem vereinbarten Mindestpreis verkaufen wird. Um den Druck auf den Senat zu erhöhen, hat Vattenfall Anfang April 2018 bei der Hamburger Umweltbehörde einen Antrag auf Genehmigung zum Anschluss einer Leitung an das Fernwärmenetz gestellt. Ironie der Geschichte: deren Chef ist der Grüne Jens Kerstan, der schon in 2007 erbittert gegen den Bau des Kraftwerks in Hamburg-Moorburg gekämpft hatte und für den eine Genehmigung wohl weiterhin ein rotes Tuch ist. Es muß also alles getan werden, damit dieser Umweltsenator ausgebremst wird, da ansonsten die Hamburger die Zeche zu zahlen hätten. Am besten wäre es, wenn die Stadt ihre 25,1 % Beteiligung an Vattenvall wieder zurückverkauft. Dann wäre Vattenvall wieder allein ver-antwortlich für das Fernwärmenetz und der Ausstieg aus der Kohle wäre verhindert. Derweil versucht die Volksinitiative „Tschüss Kohle“ die Anbindung an das Fernwärmenetz zu verhindern. Ihr Argument: Kohle wäre die klimaschädlichste Art der Wärmeerzeugung und deshalb darf Moorburg nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Das dieses Argument mit den Fakten nicht viel gemeinsam hat, wissen wir und brauchen wir an dieser Stelle auch nicht wiederholt entzaubern, aber es zeigt immerhin, das diesen Blödsinn nach wie vor viele Menschen bereit sind, zu glauben. Hier ist Aufklärungsarbeit und nochmals Aufklärungsarbeit notwendig. Gegen falsche Behauptungen kann man immer wieder nur die Wahrheit benennen. Und die Wahrheit lautet nach wie vor: C02 ist kein Klimakiller, C02 ist ein wertvolles Spurengas, welches zum überleben notwendig ist. Das von Menschen verursachte C02 verändert das Klima bisher nicht.

 

 

vgl.hz.a. Hamburger Abendblatt vom 7.4.2018; Beppler, Erhard: Die Vorstellungen der Regierungen/Parteien zur Absenkung des C02-Ausstoßes im Lichter einer technischen Analyse, in: Europ. Institut für Klima und Energie vm 22.12.2017, Focus vom 09.04.2018; Welt vom 08.04.2018; Zeit-Online vom 23.02.2018 und RK-Redaktion vom 14.04.2018

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