Kohlekraftwerke: es wird weiter gebaut

Pariser Klimaziele sind nicht zu erreichen

GALLUP-INSTITUT

aSIEN UND CHINA WERDEN DIE PARISER KLIMAZIELE DURCHKREUZEN

Nach dem die neue Bundesregierung eine Arbeitsgruppe eingerichtet hat, die den Auftrag hat, Pläne für den sozial-verträglichen Ausstieg nun auch aus der Braunkohle zu erarbeiten, der Bau neuer Kraftwerke massiv behindert wird, kommen nun auch noch wirtschaftliche Probleme hinzu.

Warum lohnt sich der Betrieb eines Kraftwerkes immer weniger ?

Dafür gibt es zwei simple Gründe:

  • Die Betriebskosten des Kraftwerks sind zu hoch.
  • Der Preis für den produzierten Strom ist zu niedrig.

„Gaskraftwerke haben unter allen Kraftwerken die höchsten variablen Kosten“, erklärt Moritz Bonn, Energie-experte beim Centrum für europäische Politik der Stiftung Ordnungspolitik in Freiburg. (cep). Variable Kosten sind Kosten, die mit der Menge an produ-ziertem Strom steigen. Darunter fallen bei Gaskraftwerken vor allem die Kosten für das eingekaufte Gas.

„Gas ist nun einmal teuer“, sagt Bonn. „Bei den erneuerbaren Energien fallen praktisch keine variablen Kosten an.“ Darüber hinaus genießen die Betreiber  der erneuerbaren Energieanlagen durch die enorm hohen Subventionen Plan-ungsicherheit über 20 lange Jahre. Da kann selbst die preiswerte Braunkohle mit rd. 3,4 Ct pro erzeugter Kilowatt-stunde bzw. 6,3 % kWh bei der Stein-kohle nicht mithalten. In 2017 wurden 58 Kraftwerke zur Stilllegung bei der Bundesnetzagentur angemeldet. Es ver-bleiben noch 148 Braunkohle-; Stein-kohle- und Gaskraftwerke, die den Jahr-esstrombedarf von rd. 620 Terrawatt decken sollen. Ab 2022 gehen die letzten Kernkraftwerke vom Netz, für die bis heute kein ausreichender Ersatz geschaffen wurde. 

Ganz anders dagegen die Situation in China, Asien, Japan und Indien. Dort kennt man keine Klimaangst. Chinesische Firmen werden in den nächsten 20 Jahren rd. 1.600 neue Kohlekraft-werke bauen. Alle werden mit Stickoxid und Schwefeloxid- Abscheidetechniken (NOx und SOx) nach modernstem Stand der Technik ausgerüstet. Alte Dreckschleudern werden suksessive vom Netz genommen. In Japan sollen 400 neue Kraftwerke gebaut und export-iert werden und die USA setzen ebenfalls wieder verstärkt auf die Kohle. Ägypten hat derzeit kein einziges Kohlekraftwerk, doch wenn Unternehmen wie Shanghai Electric, ACWA Power und Orascom ihre Pläne in die Tat umsetzen, werden mehr als 17.000 MW neuer Kohlekraftwerkskapazität in dem Land installiert. Pakistans Kohlekapazität soll von 190 MW auf fast 15.300 MW ansteigen. In Bangladesch würde der Ausbau die Kohle-Stromerzeugung von derzeit 250 MW auf knapp 16.000 MW nach oben katapultieren, in Myanmar von 160 MW auf 5.100 MW. In  Indien sind derzeit rd. 400 Mio. Menschen noch ohne Strom. Aber auch dort hat sich das Thema C02 bereits herumgesprochen. In ein-em Kohlekraftwerk nahe der südindischen Stadt Thoothukudi wird ein neues Lösungs-mittel zur Abscheidung von Kohlenstoffdioxid eingesetzt. Aus dem eingefangenen C02 wird Backpulver hergestellt. In Indien sind derzeit 297 neue Kraftwerke im Bau. Weitere 149 An-lagen sind geplant. Alle Kraftwerke werden zusammen bei einer durchschnittlichen Leist-ung von 100 Megawatt pro Kraftwerk und Jahr rund 10 Mrd. Tonnen C02 ausstoßen. Der Spiegel bezifferte die Ausscheidemenge bei einer Laufzeit von 40 Jahren pro Kraftwerk auf rd. 307 Mrd. Tonnen Kohlenstoffdioxid. Das ist mehr als das Doppelte des gesamteuropäisch-en C02-Ausstoßes. Damit würden alle heren Pariser-Klimaziele über den Haufen geworfen werden. Das müßte dann nach den Be-rechnungen der Klimaalarmisten (Greenpace, Ev.Kirche, PIK, BUND, IPCC, BR usw.) auto-matisch zur Klimakatastrophe führen. Die Erd-erwärmung würde dann aufgrund der C02-Zunahmen unumkehrbar um mehr als 2 Grad im Jahresdurchschnitt steigen.

top leaders

CHINA-USA-JAPAN-INDIEN

Catapillar im Einsatz, Foto: stafichukanatoly, pixabay

Der Selbsterhaltungsgedanke und das Interesse der Bevölkerungen in China, Asien, Japan und Indien an einem wirtschaftlichen Wohlstand ist so stark, das die Regierungen es sich nicht leisten können, die Energiewendepolitik a la Bundesrepublik nachzumachen. Und sie wissen, das der Lebensstandard ohne Kohle nicht zu heben ist, denn aus diesem Rohstoff und aus Öl wird fast alles hergestellt. Die Beschneidung des Verbrauchs z.B. von fossilen Brenn-stoffen würde den ohnehin niedrigen Lebensstandard weiter sinken lassen. Das wäre eine echte Bedrohung für die Regierungen in China, Japan und Indien. Man wird also u.E. weiter so machen wie bisher. Und das ist auch gut so. Denn CO2 trägt weder zur Klimaer-wärmung noch verschmutzt dieses Spurengas unsere Umwelt. In China sind die Hauptumweltverschmutzer Stickstoff und Schwefeloxide, die den ganzjährigen Smog verursachen, an dem die Men-schen erkranken. Und natürlich tragen auch 1.396 Mrd. Chinesen erheblich zur Umweltverschmutzung bei.      

China hat daher zwei Probleme zu bewältigen: die Reduzierung der Smog-Belastungen voranzutreiben und die Wirt-schaft auf Trab zu halten, damit der Wohlstand auch bei der ärmeren Bevölk-erung auf dem Land ankommt. 

gereinigter Wasserdampf strömt aus dem Kühlturm, Foto: MonikaP, pixabay

Quellenhinweise:

Watts, Anthony: die Wahrheit über China – 2400 neue Kohlekraftwerke werden jedwede COP21-Schwüre durchkreuzen, in: Europ. Institut für Klima und Energie (Eike.de) vom 3.12.2015; Peter, Björn: klimawissenschaftliche Abstimmung mit den Füßen, in: Deutscher Arbeitgeberverband.de vom 24.04.2018; South China Morning-Post vom 01.04.2018; Business Insider Deutschland.de vom 28.03.2018; Der Spiegel vom 27.08.2014; Bürger-für-Technik.de von Nov.2008, in: naeb.info, Bundesnetz-agentur vom 1.11.2015; Statista.com vom 25.4.2016; Focus-Online vom 06.03.2015; epo.entwicklungspolitik online.de vom 29.06.2017 sowie RK-Redaktion vom 3.06. 2018

 

Fotos: ganz oben:

 Choxiyue, pixapay.com; chin. Bergleute Mitte: Markol Covric, pixabay.com

72. Ruhrfestspiele: Thema „Heimat“

1. Mai bis 17.Juni 2018 in Recklinghausen

Das diesjährige Thema der Ruhr-festspiele Recklinghausen lautet „Heimat.“ Ein Begriff, der gerade im Ruhrpott mit seinem andauernden Strukturwandel und dem Weg-brechen ganzer Industriezweige besonders emotional aufgeladen ist, steht dort mit den Händen greifbar für Umbruch, Riss, Verein-nahmung und „Wir-Gefühl.“  Die Zechen und die Fußballvereine sind bzw. waren solche Orte, wo man Heimat besonders intensiv spüren konnte. Vertrautheit eben. Leider wird der Begriff derzeit auch politisch instrumentalisiert und zur eigenen Abgrenzung missbraucht. Das entspricht so ganz und gar nicht der Bergmannskultur. Hier war Offenheit und Solidarität, auch gegenüber den damals sog.“ Gastarbeitern“ immer eine an-ständige Grundhaltung. Schließlich war man aufeinander angewiesen. Und das hat das Verständnis und die Integration enorm erleichtert.  An diese Integrationsleistungen und die Orientierung an gemein-samen Werten knüpft das Pro-gramm der diesjährigen Ruhrfest-spiele an.

Eingeläutet wurden die Ruhrfest-spiele in Recklinghausen am 1. Mai 2018 mit einem grossen Kultur-volksfest auf mehreren Bühnen. Zum 72. Mal findet das Kultur-festival nunmehr statt. Ange-fangen hatte alles 1946 in Reck-linghausen auf der Schachtan-lage König-Ludwig, von der noch heute einige Tagesanlagen be-stehen unter dem Motto“ Kunst gegen Kohle.“ Hamburger Schau-spieler bedankten sich für die kost-enlose Kohlenlieferung nach dem Krieg. Zusammen mit den Berg-leuten wurden die Ruhrfestspiele gegründet und erfreuen sich immer noch hoher Beliebtheit. Die Zuschauerzahlen von rd. 40.000 pro Jahr belegen das eindrucks-voll. Die Ruhrfestpiele finden ein-mal im Jahr statt. Auftritte be-kannter Fernsehschauspieler oder Kabarettisten – die Übersicht der Veranstaltungen ist lang und umfassend. Wenn Sie sich aus-führlicher informieren wollen, klicken Sie bitte unten auf den Button.

Festpielhaus der Ruhrfestspiele in Recklinghausen, Foto: Sehbaer-nrw, fotolia-kauf
Rockband "Virus D" - Foto: Markus Locher, Retusche: Revierkohle

Der Bergbau geht - der Kumpel bleibt

Zur Eröffnung der Ruhrfestspiele Recklinghausen am 1. Mai trat auch die Rockband „Virus D“ aus Wulfen auf. Wir erwähnen diese Band besonders, weil die Jungs sich in besonders inniger Weise mit den Kumpels verbunden fühlen. Die Band ist in Bergmannskreisen legendär. 1990 wurde die Band mit der Bergbau-Hymne „Erst stirbt die Zeche, dann stirbt die Stadt“ überregional bekannt. Leider war es nicht nur ein Lied, wie die zahl-reichen Zechenbrachen und die nur we-nigen neuen Arbeitsplätze auf den ehem. Zechenstandorten zeigen. Auf Wunsch der Bergleute trat die Band auch auf der Schachtanlage Friedrich-Heinrich 2012 im Rahmen der Schließung in Kamp-Lintfort auf. Auch auf Zollverein ist die Band nicht unbekannt.

Inzwischen hat die Gruppe ein neues Album mit dem Titel „Neuland“ heraus-gebracht, welches noch in 2018 auf den Markt kommen soll, verspricht Band-leader Bernd Feller. Das neue Stück“ Der Bergbau geht, der Kumpel bleibt“ würde die Formation gerne auf einem Zechengelände spielen.

vgl.hz.a. Dorstener Zeitung vom 26.4.2018; Stadt Recklinghausen: Ruhrfestpiele 2018;  Ruhrfestspiele.de und RK-Redaktion vom 30.04.2018

Collage oben: Revierkohle

DGB: Tag der Arbeit 2018

SOLIDARITÄT - VIELFALT - GERECHTIGTKEIT

Die Regierung muss mutiger werden

Maike Rademaker*

Seit über 20 Jahren folgen wir  dem DGB-Aufruf zum 1. Mai in Hamburg und präsentieren damit gleichzeitig auch das Revier in Hamburg. Die Städtepartner-schaft zwischen Recklinghausen und Hamburg ist zwar mittlerweile bei vielen Hamburgerinnen und Hamburgern in Vergessenheit geraten und trotzdem erinnert die halbe Seilscheibe vor dem DGB-Haus an der Besenbinderstrasse in Hamburg an die Nachkriegszeit, wo die Kumpels von der Schachtanlage König-Ludwig die frierende Bevölkerung mit Kohlen versorgte. Als Dank entwickelte sich daraus die langjährige Kulturver-anstaltung “ Kunst für Kohle“ sowie die zahlreichen Theaterstücke mit Bezug zur Arbeit, die heute unter dem Motto der Ruhrtrinnale laufen. Energiepolitisch werben wir ebenfalls schon seit über 20 Jahren für eine Abschaffung der sog. Energiewende und unterstützen den Ausbau der Fernwärme über das hoch-moderne Kraftwerk Moorburg. Und als Botschafter des Reviers werben wir natürlich aktiv für den Besuch des Welt-kulturerbes Zeche Zollverein XII in Essen und das Deutsche-Bergbau-Museum in Bochum. Mitglieder gewähren wir freien Eintritt.

 

*) DGB-Bundesvorstand    

Solidarität statt spaltung und ausgrenzung

Der diesjährige Mai-Aufruf des DGB appelliert an die Regierung, in Sachen Arbeitnehmerrechte und soziale Gerechtig-keit mutiger zu werden, um eine Spaltung und Ausgrenzung der Bevölkerung zu ver-hindern. Dazu gehört, das Instrument Niedriglöhne, Mini-und Midijobs einzu-stampfen. Überstunden und Überlastung ist zurückzufahren. Tarifflucht sollte gesetzlich sanktioniert werden. Ebenso empfindet der DGB eine Lohnlücke bei den Frauen von 21 % mehr als ungerecht. Ein gerechteres Steuersystem beinhaltet, das Reiche mehr tragen müssen als Arme. Außerdem fordert der DGB, die sach-grundlose Befristung von Arbeitsplätzen wieder abzuschaffen und mehr Geld in Bildung und in finanzierbare Wohungen zu stecken. Und natürlich darf die Forderung nach mehr Mitbestimmung in den Be-trieben nicht fehlen.    

oben: 1.Mai-Veranstaltung mit dem Bergwerksorchester Consolidation in Gelsenkirchen, Foto: WAZ

Die Redner/Rednerin

in Hamburg

Dr. Hans-Jürgen Urban
stellv. GF des IG-Metall-Vorstandes, Foto: IG Metall
Katja Karger
Vorstandsvorsitzende des DGB Hamburg, Foto: DGB

Termin: Dienstag, 01.Mai.2018 ab 11:00 h. Treffpunkt: S-Bahnhof-HH-Ohlsdorf, Kundgenbung: 12:00 h, Museum der Arbeit, Bert-Kaempfert-Platz, HH-Barmbek

Kundgebungen im Revier

Marl

Termin

Dienstag, 01.Mail2018

Treffpunkt

13.00; Wiesenstr. 73, Marl mit dem Spielmannszug Bergwerk König-Ludwig

Kundgebung

13.30 h mit dem DGB-Vors. in Marl, Rudi Westerkamp und Bürgermeister Werner Arndt

Gelsenkirchen

Termin

Dienstag, 01.Mai.2018

Treffpunkt

09.45 h, Vorplatz Musiktheater, Innenstadt

Kundgebung

11:00 h, Neumarkt Gelsenkirchen mit OB Baranowski und DGB-Vors. Mark Rosendahl

Bottrop

Termin

Dienstag, 01.Mai.2018

Treffpunkt

10.00 h, Gleiwitzer Platz, Bottrop

Kundgebung

11:00 h, Berliner Platz mit OB Tischler und IGBCE-Vors. Michael Vassiliadis

vgl.hz.a. Pressemitteilungen des DGB, Foto oben: Revierkohle

gehst du mit?

wir sind auch da !

Vattenfall: kommt preiswerte Fernwärme bald aus Moorburg ?

Vattenfall möchte das moderne Steinkohlenkraftwerk Moorburg an das Fernwärmenetz anschliessen - die Grünen sind wie immer dagegen

Hamburg – April 2018

Fernwärmeleitung- Foto: wilhei, pixqbay

 

LEISTUNGSDATEN

kw mOORBURG

Inbetriebnahme:

28.02.2015

Gesamtleistung:

1.654 Megawatt

Wirkungsgr.: 46,5 %

Kraft-Wärme-Kopplung

hochmoderne Rauchgasent-schwefelungsanlage

Stromproduktion für 1,8 Mio. Hamburger

3 Schicht-Betrieb mit 300 Mitarbeitern

 
Foto: Revierkohle

Grüne Scheuklappen müssen abgelegt werden

Der Schlamassel begann unter der Rot-Grünen Se-natsregierung in Ham-burg im Jahre 2014. Der damalige Bürgermeister Olaf Scholz hatte auf-grund eines Volksent-scheids, das gesamte Stromnetz sowie alle Kraftwerke von Vatten-fall zurückzukaufen, kurz entschlossen vor dem kompletten Rückkauf nur 25,1 % des Strom-,Gas-und Fernwärmenetzes aufgekauft. Als das Er-gebnis des Volksent-scheids, das ein Votum für den Komplettkauf be-inhaltete, auf dem Tisch lag, mußte der Teilkauf umständlich wieder rück-abgewickelt werden. Das Strom-und Gasnetz be-findet sich seitdem wied-er in städtischer Hand. Für den Rückkauf des Fernwärmenetzes, an dem Vattenfall 74,9 % hält, hatte der Konzern einen Mindestrückkaufs-preis von 950 Mio. EUR vereinbart. Der Rückkauf ist für 2019 vorgesehen.

 

 

links:

links oben: der 35 T-Kohle-Kran löscht fast täglich im Hafen Moorburg die Kohle-schiffe, um die Kohlekreis-lager zu füllen. Sie haben ein Fassungsvermögen von 160. 000 t. links unten: Ver-und Entsorgungsleitungen im Kraftwerk Moorburg. oben: Generatoren-und Dampftur-binenhalle.

Fotos: Revierkohle  

Und nun kommt das Problem: sollte der aktuell erzielbare Kaufpreis für das Fernwärmenetz niedriger sein als der vereinbarte Rückkaufspreis, darf der Hamburger Senat gem. Landeshaushaltsordnung das Fernwärmenetz nicht zurückkaufen, da die Stadt keine Minusgeschäfte machen darf. Derweil befürchten viele Hamburger und Hamburgerinnen eine Verteuerung der Fernwärmekosten, weil Vattenvall-Chef Pieter Wasmuth klargemacht hat, das er nicht unter dem vereinbarten Mindestpreis verkaufen wird. Um den Druck auf den Senat zu erhöhen, hat Vattenfall Anfang April 2018 bei der Hamburger Umweltbehörde einen Antrag auf Genehmigung zum Anschluss einer Leitung an das Fernwärmenetz gestellt. Ironie der Geschichte: deren Chef ist der Grüne Jens Kerstan, der schon in 2007 erbittert gegen den Bau des Kraftwerks in Hamburg-Moorburg gekämpft hatte und für den eine Genehmigung wohl weiterhin ein rotes Tuch ist. Es muß also alles getan werden, damit dieser Umweltsenator ausgebremst wird, da ansonsten die Hamburger die Zeche zu zahlen hätten. Am besten wäre es, wenn die Stadt ihre 25,1 % Beteiligung an Vattenvall wieder zurückverkauft. Dann wäre Vattenvall wieder allein ver-antwortlich für das Fernwärmenetz und der Ausstieg aus der Kohle wäre verhindert. Derweil versucht die Volksinitiative „Tschüss Kohle“ die Anbindung an das Fernwärmenetz zu verhindern. Ihr Argument: Kohle wäre die klimaschädlichste Art der Wärmeerzeugung und deshalb darf Moorburg nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Das dieses Argument mit den Fakten nicht viel gemeinsam hat, wissen wir und brauchen wir an dieser Stelle auch nicht wiederholt entzaubern, aber es zeigt immerhin, das diesen Blödsinn nach wie vor viele Menschen bereit sind, zu glauben. Hier ist Aufklärungsarbeit und nochmals Aufklärungsarbeit notwendig. Gegen falsche Behauptungen kann man immer wieder nur die Wahrheit benennen. Und die Wahrheit lautet nach wie vor: C02 ist kein Klimakiller, C02 ist ein wertvolles Spurengas, welches zum überleben notwendig ist. Das von Menschen verursachte C02 verändert das Klima bisher nicht.

 

 

vgl.hz.a. Hamburger Abendblatt vom 7.4.2018; Beppler, Erhard: Die Vorstellungen der Regierungen/Parteien zur Absenkung des C02-Ausstoßes im Lichter einer technischen Analyse, in: Europ. Institut für Klima und Energie vm 22.12.2017, Focus vom 09.04.2018; Welt vom 08.04.2018; Zeit-Online vom 23.02.2018 und RK-Redaktion vom 14.04.2018

Silikose: indische Bergarbeiter leiden auch heute noch

indischer Tempel- Foto: jpeter2, pixabay.de

DIESE ARBEIT MUSS GESTOPPT WERDEN

Es ist schon mehr als 60 Jahre her, da wurde die Kohle in Deutschland noch mit dem Flottmann-Bohrhammer abgebaut, Holzstempel mit der Hand gesetzt und die abgebaute Kohle nach Metern bezahlt. Beim hereinholen der Kohle wurde auch taubes Gestein gelöst. Der auffliegende Steinstaub verursachte die Krankheit Steinstaublunge oder auch Silikose genannt. Viele Tausende Bergleute sind in der Folge frühzeitig verrentet worden oder starben einen qualvollen Erstickungstod. Gott sei Dank sind diese Zeiten dank flächendeckender Wassersuspensionslösung-en, die heutzutage in den Kohlestoss vor dem Abbau infundiert werden, vorbei, aber dennoch versinken Tausende von indischen Bergarbeitern, Frauen und Kindern heute immer noch in indischen Steinbrüchen im Staub. Jedes Jahr werden rd. 50.000 Tonnen Granit nach Deutschland importiert. Der Großteil davon wurde von Kindern in indischen Steinbrüchen bearbeitet, so Benjamin Pütter vom Kath. Hilfswerk Misereor. Die Lebenserwartung eines indischen Arbeiters, wenn er mit 16 Jahren im Steinbruch anfängt, beträgt rd. 40 Jahre. Und obschon klar ist, das Silikose einen tödlichen Verlauf annimmt und daher im deutschen Steinkohlen-bergbau schon frühzeitig als Berufskrankheit anerkannt wurde, ist die Silikose in Indien nicht als Berufskrankheit anerkannt.

indische Frau im Steinbruch von Budhpura - Foto: sonamabed, pixabay.de, Steinbruch: agentred, pixabay.de.

SIE MACHEN IHR LEBEN NICHTS ANDERES: STEINEKLOPFEN

Budhpura-Grey ist auch in Deutschland ein beliebter Naturstein

Kinderarbeit ist in Indien immer noch Alltag- Foto: billycm, pixabay.de

Budhpura ist ein Zentrum der indischen Sandsteinindustrie und liegt im nordindi-schen Bundesstaat Rajasthan. Viele Arbeiter sterben, weil sie beim Abbau Steinstaub einatmen. Durch das einatm-en der quarzhaltigen Staubpartikel bilden sich in der Lunge bindegewebige Knöt-chen, die sich entzünden, vernarben und verhärten. Der Staub der Steine ver-wandelt die Lunge auf Dauer quasi langsam selbst zum Stein. Atemlosigkeit  bis hin zum Erstickungstod ist die Folge. Aber das ficht die Minenbesitzer nicht an. Denn die Arbeiter sind billig und die Frauen und Kinder, die zum steineklopfen eingesetzt werden, sind es auch. Die Kosten für den Schiffstransport sind ebenfalls lächerlich gering. Und so ist eine hohe Marge für Minenbetreiber und Händler garantiert.

In Freiburg wurde deswegen der Verein „Xertifix“ gegründet. Dieser Verein bietet ein Gütesiegel für Steine an, die nicht von Kindern bearbeitet wurden. Das Hilfswerk Misereor möchte, das die Kinder aus den Steinbrüchen herausgeholt werden und Schulen besuchen können, damit diese eine Zukunftsperspektive erhalten. Denn die meisten Kinder müssen für die Schulden Ihrer Eltern schuften und machen ihr Leben lang nichts anderes als Steine klopfen. Wer in einem deutschen Baumarkt Granitplatten kauft, sollte daher immer fragen, woher die Steine kommen. Die meisten Händler wissen das ganz genau. Denn jeder Stein ist wie ein Fingerabdruck. Es gibt keine zwei geologisch gleichen Granitstein-brüche. Jeder Berg ist einzigartig. Ein anderes Label nennt sich „Indo-German Export Promotion Program „(IGEP) und garantiert ebenfalls fair produzierte Steine ohne Kinderarbeit. Aber was weiterhin fehlt, sind ordentliche Arbeits-verträge, damit die Arbeiter Ansprüche geltend machen können. Silikose ist zwar auch in Indien meldepflichtig, aber die Ärzte diagnostizieren häufig nur eine interstitielle Lungenerkrankung (ILD), da diese nicht meldepflichtig ist, um sich den Ärger mit der Bürokratrie, der Er-stellung von Gutachten und Aussagen vor Gericht gegen die Minenbesitzer zu ersparen. In den Jahren 2010 bis 2013 wurden rd. 150 Filteranlagen aufgebaut, um den Staub zu reduzieren, aber da andere indische Bundesstaaten diesem Beispiel nicht folgten, wurde die Filter-produktion wieder eingestellt.  Nicht ohne Grund nennt man daher Dörfer wie Budhpura daher auch Witwendörfer.

 

vgl.hz.a. Der Spiegel Nr. 1 vom 30.12.2017; S. 58; Deutschlandfunk Kultur vom 08.04.2018; N.N.: Indien: Kinder, die im Steinbruch schuften, in: katholisch-informiert.ch vom 7.6.2011;Sorge, Petra: Im Staub versunken, in: Welt-Sichten.org vom 24.01.2018 sowie RK-Redaktion vom 14.04.2018

KINDERARBEIT IN INDISCHEN STEINBRÜCHEN

Schichtwechsel: Fußballleben im Ruhrrevier

kicken im Schatten der Zechen

Sei dabei !

Tradition.

Emotion.

Vision.

Zum Ende des Stein-kohlenbergbaus zeigt die Dortmunder Son-erausstellung „Schichtwechsel“, wie eng die Liebe zwisch-en Bergbau und Fuß-ball im Revier war.

There’s no better time than the present!

Dieses Geschenk macht uns das DFM durch seine Sonderausstellung, weil diese deutlich macht, das die Pioniere des Fußballs im Revier Bergleute waren. Und ohne Unterstützung der Zechenbarone wäre die deutsche Fußballgeschichte nicht das, was sie heute ist. Die Statue“ kurze Fuffzehn“erinnert an die enge Verzahnung zwischen Bergbau und Fußball im Ruhrgebiet.

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Deutsches Fußball-Museum Dortmund, Foto: DFM/ Hannappel

MIT MALOCHER-FUSSBALL ZUR MEISTERSCHAFT

pdesign, fotolia-Kauf

Mit der Sonderaus-stellung beteiligt sich das DFM an der RAG-Stiftung, RAG AG und IG BCE-Initiative „Glückauf Zukunft!“, mit der das Revier Abschied nimmt von der Kohleförd-erung.

Rot-Weiß Essen gewinnt 1955 die deutsche Meisterschaft

mit 4:3 in der 84. Minute gegen Kaiserslautern.

Das Wunder von Bern, Foto: DFM / Angerer

In dieser Zeit wird auch der Mythos vom Malocher-Fußball im Revier geboren. Bergleute stellen in den 50er Jahren die meisten Spieler auf.

Nach der Fußball-Weltmeist-erschaft 2006 in Deutschland entschloss sich der DFB, aus den Gewinnen der Weltmeist-erschaft die Errichtung eines Museums zu finanzieren. Die Bauarbeiten begannen 2012. Das Deutsche Fußball-Mu-seum in Dortmund wurde am 23.Okt. 2015 als nationales Fußballmuseum des DFB er-öffnet.

Das DFM ist Ort lebendiger Erinnerungskultur als aber auch Erfahrungsort deutscher Fußballgeschichte. Neben den glanzvollen Ereignissen steh-en auch soziale und gesell-schaftliche Themen rund um den Fußballsport im Mittel-punkt der medialen Attrakt-ionen. Im DFM finden aber auch regelmäßig Preisver-leihungen, Pressekonferenz-en, Galas, Empfänge und Le-sungen statt.

Wenn Ende 2018 die letzten beiden Zechen schließen, wird die RAG und das Bergwerk Anthrazit Ibbenbüren ein besonderes Fußballspiel in der Kohleregion Recke austragen. Die Schalker Traditionself wird auf die Deutsche Fußball Nationalmannschaft treffen. Näheres: Gemeinde Recke

DIE REGION HAT DEM BERGBAU UND DEM FUSSBALL VIEL ZU VERDANKEN. INSBESONDERE UNTER DEM ASPEKT DER INTEGRATION

Ullrich Sierau, Oberbürgermeister von Dortmund
Sprecher der GF des DFM: Manuel Neukirchner, Foto: Revierkohle

"Sie können uns gern mit der Weisheit von Sepp Herberger in Verbindung bringen und in 90 Minuten das Museum durchstreifen. Sie können auch gern noch in die Verlängerung gehen. Wenn Sie aber all die medialen Möglichkeiten unseres Museums nutzen, werden Sie locker drei Stunden und mehr darin verweilen – und dann haben Sie noch nicht alles mitbekommen. " Hessisch-Nieders. Allgemeine vom 26.10.2015

Manuel Neukirchner

Mein Opa hat 40 Jahre auf der Zeche Nordstern in Gelsenkirchen-Horst gearbeitet und war für mich genauso ein Vorbild wie später Bernhard Dietz, der mich als erfahrenen Spieler zu Beginn meiner Karriere geformt hat

S04-Idol Olaf Thon

Wenn ich an das Kameradschaftliche und Gemeinschaftliche aus meinen Anfängen als Fußballer denke, als viele Spieler auf der Schicht Kumpels und am Wochenende in den Vereinen der Region Gegner waren, dann empfinde ich auch Stolz, das so miterlebt zu haben. Diese Zeit möchte ich für kein Geld der Welt missen.

Willi Lippens, Rekordtorschütze von Rot-Weiß-Essen

vgl. hz.a. www.schichte-ende.info/programm; Pressemitteilung des DFM vom 21.03.2018; Deutschlandfunk vom 03.04.2018; wikipedia.org; Lokalkompass Dortmund vom 26.03.2018 und RK-Redaktion vom 04.04.2018.

Why wait? Put on your running shoes and let’s rock it!

Sonderausstellung "Schichtwechsel" im DFM vom 21.03.2018 bis 23.12.2018 Königswall 21,Dortmund (direkt am Hauptbahnhof) Öffnungszeiten:
10.00 h- 18.00 h

Steinkohle: Welthandel stieg um 1,5 %

Deutsche Einfuhren rückläufig

Illustration: geralt, pixabay
Illustration: kalhh, pixabay.de

In seiner Pressemitteilung vom Jan. 2018 gab der Verein der Kohleimporteure bekannt, das der Welt-handel mit Steinkohle um 1,5 % auf 1.140 Mio T SKE gestiegen ist. Die globale Steinkohleförderung wäre sogar um 2 % auf 6,9 Mrd. T SKE gestiegen. Allein die seewärtigen Ausfuhren aus den USA sind um 30 Mio. t bzw. 60 % gestiegen. (siehe hierzu auch unser Trump-Redaktionsbeitrag) >

 

Illustration: geralt, pixabay.de

Zuwächse beim Seehandel mit Kohle gab es auch in Russland und in Südafrika um jeweils 7 %. Südafrika beliefert nun überwiegend die asiatischen Länder und nicht mehr, wie früher, Europa. War der Rückgang der Kohleproduktion in 2016 hauptsächlich durch eine Reihe von Insolvenzfällen in den USA dank der Obama-Reg-ierung und in China durch die Stilllegung unsicherer Bergwerke verursacht worden, erklärt sich der Anstieg in 2017 mit Fortsetzung in 2018 durch die wachsende Nachfrage in den asiatischen Ländern. Durch den steigenden Wohlstand erhöht sich die Nachfrage nach Koks-und Kesselkohle für die neu gebauten Kraftwerke.

Diese positive Entwicklung wird durch den Einfuhr-Rückgang in die Bundes-republik um rd. 10 % (gleich 6 Mio T SKE) getrübt. Währ end die Einfuhren von Kokskohlen um 0,6 Mio, T SKE zunahmen, ging der Einsatz von Kesselkohle für die Erzeugung von Strom um 15 % oder fast 7 Mio T SKE zurück. Die ‚Gründe sehen die Kohleimporteure hauptsächlich durch den ungebremsten Zubau von Windkraftanlagen. Aller-dings werden die Grund-lastkraftwerke wegen der schwankenden und zu-fälligen Einspeisung von Flatterstrom durch WKA weiterhin dringend be-nötigt, um die 50 hz-Fre-quenz im Netz halten zu können.

Nach wie vor basiert das Energieträgerangebot in Deutschland zu 60 % auf fossilen Energieträgern, während der höchste Verbrauch und die höchste Förderung an fossilen Energieträgern mit über 80 % in China zu verzeichnen ist.

Weltkohlenförderung und- verbrauch 2016, Quelle: Gesamtverband Steinkohle e.V., Jahresbericht 2017

USA: das Ende des Krieges gegen die Kohle

Die Folge: Jobs,Jobs, Jobs

Under construction

Man kann über die Fähigkeiten von Donald Trump als Präsident der USA ernsthaft zweifeln und ebenso auch über den Erfolg seiner bisherigen politischen Ent-scheidungen. Aber eines ist ihm gelungen: den von Barack Obama erbittert geführten Krieg gegen die Kohle erfolgreich zu beenden. Wir werfen daher einen Blick auf die amerikanische Kohleindustrie.

 

Verordnung über die Begrenzung des Kohleabbaus zurückgenommen

Verordnung über die Begrenzung des Baus von Kohlexporttermi- nals zurückge-nommen

Einfluss der Umweltschutz-behörde EPA zurückgedrängt

Tagebau-Kohleabbau, Foto: Stafichukantoly, pixabay.de

Bevor Barack Obama Präsident wurde, versprach er,  mitzuhelfen, das Klima zu retten. Mit Al Gore war er der Meinung, den Schuldigen für die drohende Klima-katastrophe benennen zu können: C02. Da dieses Spurengas u.a. auch bei der Ver-brennung fossiler Brennstoffe freigesetzt wird, richtete sich der Klimakampf fortan gegen die Kohleindustrie. Die Folge waren Grenzwertverschärfungsvorschriften, Rückbau von Kraftwerken, Stilllegung von Minen und Abertausende von arbeitslosen Bergleuten. Da die Maßnahmen nicht dazu beigetragen haben, das die C02-Emissio-nen nennenswert gesunken sind, hinter-fragte sein Nachfolger umgehend die Richtigkeit der C02-Hypothese. Anders als Herr Obama hörte Herr Trump auf die Klimawissenschaftler. Die konnten und können bisher keinen signifikanten und evidenzbasierten Zusammenhang zwisch-en antrophogen erzeugtem C02 und eine unmittelbare Auswirkung auf das Klima er-kennen, da die Ursache-Wirkungszusamm-enhänge chaotisch und komplex sind. 

US-Präsident Donald Trump, Foto: geralt, pixabay

Als erstes ließ Trump den sog. Clean-Power-Plan der Obama-Regierung über-prüfen. Die Folge war die Zurücknahme der Grenzwertverschärfungen. Dann wurde der Einfluss der allmächtigen Um-weltbehörde EPA zurückgedrängt. Als nächstes folgte eine Überprüfung der Stromeinspeisevorschriften, die es den Kohlekraftwerken immer schwerer mach-te, ihren Strom wirtschaftlich einspeisen zu können. Und dann trat die Trump-Regierung aus dem Pariser Welt-klimaabkommen aus.

Durch Interventionen von Trump konnten die insolventen US-Kohlekonzerne Peabody Energy und Arch Coal vor dem endgültigen Bankrott gerettet werden. Im juni 2017 eröffnete die Fa. Corsa Coal Comp. die erste neue Kohlemine nach 6 Jahren Stillstand und Stilllegungen. Das Department of Labor (amerik. Arbeitsamt) berichtete in 2017, das sich die Zahl der im Bergbau Beschäftigten im März um 11.000 und im Mai um weitere 7.000 erhöht hat. Seit Anfang 2017 bis heute sind in der Kohlewirtschaft und der dazu gehörenden Wertschöpfungskette rd. 50.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Mitte 2018 soll in Kentucky mit dem Abbau einer neuen Kohlenmine begonnen werden. Im Vergleich zu 2016 sind die US-Kohleexporte nach Europa um 70 % und die Exporte nach Asien um 50 % gestiegen. Die Lagerstättenvorräte reichen in den USA noch für ca. 400 Jahre. Übrigens: auch in Deutschland reichen die Kohlenvorräte noch für rd. 400 Jahre. Ob die US-Kohlewirtschaft gegenüber dem Gas auch auf Dauer wieder wettbewerbsfähig wird, bleibt allerdings abzuwarten. Kritisch bleibt auch anzumerken, das die sog. Mountaintop-Removal-Abbaumethode nicht gerade zur Akzeptanz-förderung in der Bevölkerung beiträgt, da man aus wirtschaftlichen Gründen einfach die Bergkuppen wegsprengt, um sich den teuren Stollen-und Schachtbau zu ersparen. Das diese Methode nicht ohne Auswirkungen auf die Umwelt bleibt, ist eigentlich klar. Denn  während im deutschen Braunkohletagebau enorme Anstrengungen unternommen werden, um ehem. Bergbauflächen wieder einer Renaturierung zuzuführen und be-sonders auf den Umweltschutz geachtet wird, bleiben die gesprengten Geröllmassen in den amerikanischen Abbaugebieten mitsamt den mehr oder weniger giftigen Rück-ständen sich selbst überlassen. Diese Art von Wettbewerbsvorsprung sollte nicht akzeptabel sein.

 

vgl.hz.a.: Burnett, Sterling: Trump and the end of Obama „war on coal“, in: The Hill vom 09.03.2017; Der Spiegel vom 06.10.2017; FAZ vom 04.07.2016; heise-online vom 24.02.2017, Deutsche Wirt-schafts-Nachrichten vom 21.03.2016 und RK-Redaktion vom 03.04.2018

 

auch in Deutschland geht die Kohleforschung weiter

Geo-Engineering: ein riskantes Mannöver



Fünf vor Zwölf ?

Da die Klimaarlamisten tatsächlich glauben, dass sich das Klima durch menschenverursachte C02-Emmi ssionen immer mehr erwärmt und sie keinen Fortschritt in der Redu- zierung des von ihnen verteufelten Spurengases sehen, soll jetzt die ganz dicke Keule herausgeholt werden: die Erde soll künstlich heruntergekühlt werden. Hierzu haben sich Geo-Ingenieure einige Strategien ausgedacht, die wir Ihnen kurz vorstellen möchten.

Unter Geo-Engineering werden alle vorsätzlichen und großräumigen Eingriffe in geo-chemische und biogeochemische Kreisläufe der Erde mit Hilfe technischer Mittel bezeichnet. Als Ziel dieser Eingriffe wird in der Literatur der Stop des globalen anthropogen verursachten C02 gesehen, das als Ursache der Klimaerwärmung ange-sehen wird. Daneben verfolgt man das Ziel, die Versauerung der Meere zu reduzieren.

Um diese Ziele zu erreichen, verfolgt die tonangebende National Academy of Sciences (NAS) seit 1992 zwei Lösungsansätze. Der erste Lösungsansatz verfolgt das Ziel, die Sonneneinstrahlung auf die Erde zu beeinflussen. Hierzu will man große Mengen Aerosole ausbringen, um die Reflexion des Sonnenlichtes zu erhöhen. Der zweite Lösungsansatz verfolgt die direkte Reduzierung von C02-Konzentrationen in der Atmo-sphäre. Hier denkt man an die Filterung der Luft, an die Abscheidung von C02, Abkühlung des Planeten durch Einsprühung von Schwefeldioxid in die obere Atmosphäre oder alternativ die künstliche Erzeugung von vielen kleinen Vulkan-ausbrüchen, aber auch an Methoden wie Düngung der Meere mit Eisen oder Phosphor, um das Algenwachstum anzuregen, welches C02 aufnimmt. Beide Strategien sind riskant und es ist fraglich, ob diese zu den gewünschten Effekten führen.

Wie ein Ingenieur am Regler einer technischen Anlage wollen die Geo-Ing. nun den Naturgewalten Einhalt gebieten und aktiv in das Wettergeschehen eingreif-en, obschon der Einfluss auf die Artenviel-falt, den Menschen und die Atmosphäre völlig unerforscht ist. Schon seit 50 Jahren versuchen Menschen, das Wetter zu kontrollieren. Alle Versuche sind bisher gescheitert. In Deutschland wird lediglich geforscht, um die Risiken des Geo-Ingi-neerings abschätzen zu können.

 

Und wenn es eines Tages doch funktionieren sollte, stellt sich immer noch die Frage, ob man das Wetter tatsächlich auf Dauer konstant halten kann. Unabhängig von dieser Fragestellung halten wir den ganzen Aufwand für völlig aberwitzig und unnötig, das bis heute der wissenschaftliche Beweis fehlt, das antrophogen verursachtes C02 maßgeblich zur Erwärmung des Klimas beiträgt. Das multifaktorielle und chaotische Wettergeschehen ist zwar mit Hilfe von Computersimulationen effektvoll darstellbar, aber welche Ursache-Wirkungszusammenhänge signifikant sind, die das Klima beeinflussen, ist keineswegs eindeutig geklärt. Die C02-Hypothese jedenfalls scheidet als Erklärungsmodell aus, da die Erhöhung der C02-Konzentration in der Atmosphäre dem Klimawandel stets und ständig folgt. Und zwar mit Verzögerung. Es ist also nicht die Ursache. Das haben Eisbohrkernuntersuchungen von Ian Clarke von der Universität Ottowa und Tim Ball von der Universität Winnipeg (Kanada) gezeigt. Und solange der natürliche C02-Anteil in der Atemluft nicht 5 % übersteigt, kann dieses Spurengas auch nicht gefährlich werden. Ansonsten müßte jedes Ausatmen ein Peitschenhieb auf dem Rücken der verbrennenden Erde sein.

vgl.hz.a. Wisnewski, Gerhard: Die Klima-Religion, in: zentrum-der-gesundheit.de/ klimawandel vom 8.3.2018; N.N.: Hack the planet !, in: Laufpass Nr. 25, 2010, W. Jeschke (Hrsg.); Wikipedia; ZDF-Nachrichten vom 04.11.2017; Die Zeit vom 04.03.2010; FR vom 5.6.2015; N.N.: Riskantes Geo-Engineering, in: wissenschaft.de/erde-klima, Konradin Medien GmbH (Hrsg.) vom 22.1.2018 und RK-Redaktion vom 2.04.2018

Fotos: Geo-Engineering: T.L.Furrer, 64421610, fotolia-Kauf, Text:Geo-Ing-Design: Xtrava ganT, 27759624, fotolia-Kauf