Revierkohle: neues Jahrbuch

das neue Jahrbuch für Energiepolitik und Montan-kultur ist da !

Haben Sie sich auch schon einmal die Frage gestellt, wie 100 % Öko-Strom in die E-Autos der Zukunft kommen soll ? Wir geben die Antwort !

ein Jahr vor dem Auslauf des deutschen Steinkohlenbergbaus

berichten wir über das letzte Bergwerk im Ruhrrevier, Prosper-Haniel in Bottrop und wir setzen uns mit der Bonner Klima-Konferenz einerseits und mit der Düsseldorfer Klima-Konferenz des Europ. Instituts für Klima und Energie andererseits auseinander.

  • die e-Book-Ausgabe ist zusätzlich mit zahlreichen Animationen und Video-Clips versehen.

188 unterhaltsame u.spannende Seiten , reich bebildert und flott geschrieben

dieses Buch ist

Übertragungsnetze haben ihre Grenzen erreicht
Besucherstollen Graf Wittekind, Dortmund

wir haben uns ins 18. Jahrhundert zurückbegeben und besuchten den Besucher-Stollen Graf Wittekind in Dortmund. Außerdem haben wir uns die Situation der Übertrag-ungsnetze ange-schaut und dabei festgestellt, das diese an ihre Belastungsgrenzen herangeraten sind.

lügt die Telekom ?
die RAG Grubenwasserhaltung wird optimiert

warum es keinen 100 % Öko-Strom in Deutschland geben kann und warum die Telekom u.a. dies trotzdem behaupten dürfen.
Die RAG stellt vor dem Auslauf ihre untertägige Grub-enwasserhaltung auf Brunnenbetrieb um.

was wurde aus der Zeche Westfalen ?
das Ende von Prosper-Haniel

wir haben uns die Reste des ehem. Bergwerks Westfalen in Ahlen ange-schaut und waren ob der Verschönerungs-maßnahmen überrascht. In diesem Jahrbuch beschäftigen wir uns auch mit dem letzten Bergwerk im Revier, Prosper-Haniel in Bottrop. Ende 2018 geht eine ganze Ära zu Ende.

auch als multimediale e-Book-Ausgabe erhältlich

wählen Sie Ihr Lieblingsformat

es ist nicht nur ein Buch, es ist ein Stück Montan-Kulturgut

App-Ausgabe

$ 7,50
  • lauffähig auf allen Android-Tablets und i-Phone-Geräten. Mit Video-Clips, Animationen und blätterbaren Seiten.

Softcover

$59
$ 15,00
  • 188 Seiten stark, Coverbindung, vollfarbig. Preis incl. Porto und Verpackung.

USB-Stick

$ 7,50
  • in schicker Geschenkbox für Window PC´s und Laptops als Flash-HTML5-Exe-Datei. Mit zahlreichen Animationen, Videoclips, blätter-und zoombaren Seiten.
  • Listenelement

Zeche Zollern II/IV Dortmund

Schloss der Arbeit - Ikone der Industriekultur

Christbaum-schmuck

03.12.2017 bis 14.01.2018

aus dem Thüringer Wald

Weihnachten bin ich zu Haus

Weihnachts-Konzert des Werksorchesters BW Niederberg vom 15.12.1996

Foto: LWL

Zeche Zollern II/IV in Dortmund-Bövinghausen, Foto: LWL

Zollern II/IV

Zollern II/IV in Dortmund-Bövinghausen ge-hört zu den schönsten Bergwerksanlagen im Ruhrrevier. Der vordere Bereich der Tages-anlagen (siehe oben) erinnert an eine ba-rocke Schlossanlage im Stile eines Ehren-hofes (Cour de´Honneur), die sich an den Historismus anlehnt. Anleihen an eine Kathedrale sind ebenfalls nicht zu über-sehen. Es handelt sich um das Idealbild norddeutscher Backsteingotik wie man sie z.B. in Lübeck an jeder Ecke noch heute bewundern kann. Aufwendig ist auch die Lohnhalle von Paul Knobbe gestaltet worden. Seit der Stilllegung im Jahre 1955 döste die Anlage im Dornröschenschlaf dahin und ver-fiel zunehmend. Etliche Tagesanlagen, da-runter auch die beiden Fördertürme, wurden abgerissen. Im Jahre 1986 und 1988 er-kannte man endlich den Denkmalcharakter der Anlage und man errichtete zwei baugleiche Gerüste über den Schächten II und IV. Die Fördergerüste kamen von der stillgelegten Zeche Wilhelmine Victoria aus  Gelsenkirchen und von der stillgelegten Zeche Friedrich der Große aus  Herne. Die Förderung auf Zollern II/IV wurde 1903 auf-genommen und endete 1955. Von den ehe-mals 43 Gebäuden konnten 17 Gebäude vor dem Abriss bewahrt werden. Die Anlage steht seit 1990 unter Denkmalschutz und befindet sich seit 1982 im Eigentum des Westfälischen Industriemuseums. (LWL)

Lohnhalle

In der Lohnhalle mit den charakteristischen Zwiebeltürmen und den prächtigen Ornamenten findet in der Zeit vom 03.12. 2017 bis 14.01.2018 die Sonderausstellung "Christbaumschmuck" statt. Und da leuchten bestimmt nicht nur Kinderaugen, weil das LWL in Vitrinen und mit großen Nordmanntannen auf die Vielfalt diversen Christbaumschmucks aus dem thüringischen Lauscha hinweisen möchte. In Lauscha wird seit über 200 Jahren das Glasbläserhandwerk bertrieben. Dementsprechend können Sie auf Zollern II/IV auch filigrane Bergleute und Fußbälle aus Glas käuflich erwerben. .

Treppenaufgang in der alten Zechenverwaltung , Foto: LWL

Unter dem Titel “ Schloss der Arbeit“ beginnen jeden Sonn-und Feiertag um 11.30 h und um 12.00 h Führungen über das Zechengelände. Und wer Lust hat, kann sich um 16.30 h einer kostenfreien Führung durch die Maschinenhalle anschließen.

Beachten Sie bitte, dass das Industrie-Museum bis zum 01.01.2018 geschlossen ist!  

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auf Zollern II/IV lernen Kinder, wie es ist, ein Bergmann zu sein, Foto: LWL

Unterwegs mit Berglehrling Franz

der“Berglehrling Franz“ führt junge Besucherinnen und Besucher auf einem eigen-en Rundweg durch die Zeche Zollern. Gleich an der Kasse nimmt er die Kinder in Empfang und erklärt, wie alles funktioniert, worauf er stolz ist und wovor er Angst hat. Viele Spiele, Modelle, Kletter- und Bewegungs-möglichkeiten bieten einen idealen Mix aus Entdecken, Bewegen, Lernen und Schauen. Und wetten: spätestens am Koepe-Mo-dell, wenn Franz erklärt, wie die Förderung auf der Ze-che Zollern läuft, interessie-ren sich auch die Erwachs-enen für die Kindertexte.

Wedding Ceremony

Wußten Sie eigent-lich, dass Sie auf Zollern II/IV auch heiraten können ? Paare können sich in der Lohnhalle stil-echt trauen lassen. Platz ist für 100 Gäste. Ihre Anmeld-ung sollte aber min-destens ein halbes Jahr vor dem ge-planten Hochzeits-termin bei der Mu-seumsleitung vor-liegen.

Kontakt:

Industriemuseum Zeche Zollern II/IV,  Grubenweg 5,

44388 Dortmund

 

St. Barbara-Feiern

Am 4. Dezember feiern auf der ganzen Welt die Bergleute ihre Schutzheilige

die Legende

Der Legende nach suchte die Hl. Barbara von Nikomedien Schutz vor ihrem grausamen Vater, der es nicht verkraften konnte, das seine Tochter vom muslimischen Glauben abfiel und zum christlichen Glauben konvertierte. Sie suchte Schutz in einem Bergspalt, der sich daraufhin öffnete und sie verbarg. Diesen Schutz erbitten seit dem 3. Jahrhundert daher alle Bergleute in der Welt und haben die Hl. Barbara daher zu ihrer Schutzheiigen auserkoren. Ihr Vater enthauptete sie später, worauf er vom Blitz getroffen wurde und starb. Seitdem wird die Hl. Barbara auch als Märtyerin von vielen Christen verehrt.    

 

Video abspielen

Ausschnitt aus dem bergmännischen Liedgut

Schutz vor den Gefahren unter Tage

Am 4. Dez. 2017 war es wieder so-weit. In den zahlreichen Knappen-vereinen unseres Mitglieds, dem Bund Deutscher Bergmanns-, Hütt-en-und Knappenvereine, wurde wie-der das Fest zu Ehren der Hl. Barba-ra gefeiert. Traditionsgemäß be-ginnt die Feier mit einem Berg-mannsgottesdienst in den St.Barba-ra-Kirchen des Reviers.

 

 

St. Barbara-Standbild am Schacht 10 auf dem Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop
Festakt der Bergkapellle St. Ingbert

Teil der Traditionspflege

Feierlich und mit wehenden Fahnen  zogen die Bergleute in die Kirchen ein, um das Bergamt in Gedenken an die Schutzheilige abzuhalten. Nun wird schon an vielen Orten im Ruhrrevier keine Kohle mehr abge-baut, dennoch pflegen die alten Bergleute ihre Tradition weiter, weil sie den Zusammenhalt der ehem. Schicksalsgemeinschaften stärkt.

 

 

 

Förderung der Gemeinschaft

Die glühende Verehrung der Schutz-heiligen ist rational nicht erklärbar, hat aber etwas mit der tiefen Frömmigkeit zu tun, die den Berg-leuten schon immer zu eigen war. Not lehrt bekanntlich beten. Und so waren die Bergleute nach jeder Schicht heilfroh, wenn sie wieder gesund und lebend aus der Grube ausfuhren durften. Ein Blick in die Geschichte des Bergbaus zeigt, das diese Angst ständiger Wegbegleiter der Bergleute war. Heute bedürfen die Kumpels nicht mehr unbedingt des Schutzes der Hl. Barbara, aber die Feier nehmen sie gerne zum Anlass, um alte Erinnerungen aus-zutauschen und man freut sich auf das Wiedersehen. Wenn die letzten Bergwerke, Prosper-Haniel in Bottrop und Anthrazit-Ibbenbüren in IIbbenbüren Ende 2018 schließen, dann werden die Barbara-Feiern einen nostalgischen Charakter be-kommen. Die Barbara-Feiern sind aber auch ein Anlass, um nach dem Bergamt über aktuelle energiepoli-tische Themen zu diskutieren. Den Komplettausstieg aus der Kohle können sowohl die jüngeren als auch die älteren Bergleute nicht ver-stehen,       

DOW darf Kohlekraftwerk bauen

DOW Werk Stade Gestaltung: Revierkohle

1,5 Mrd. EUR für ein supermodernes Kraftwerk

StaDER bAURAT BETONT DIE bEDEUTUNG DER vERSORGUNGSSICHERHEIT

Während in den letzten Monaten kein Tag ver-ging, an dem die Deut-sche Medienlandschaft eifrig darauf hinwies, wie furchtbar das Spur-engas C02 wäre und wie toll es sei, das mittlerweile viele DAX-Unternehmen sogar fordern, das die Ener-giewende beschleunigt werden müßte,  da scherrt ein Konzern aus diesem unbe-gründeten Gebrüll aus und baut still und leise ein neues Kohlekraft-werk.

Dr. Willem Huisman

Präsident und Vorstands-vorsitzender von DOW Deutschland

Stefan Roth

Pressesprecher DOW Stade

Dann aber bekamen die Gegner Wind davon und wollten unter allen Umständen den Bau verhindern. Gott sei Dank be-stätigte der 1. Senat des niedersächsisch-en OVG, das der Bebauungsplan Nr. 603 der Stadt Stade für die Errichtung eines Industrie-Kohlekraftwerks auf dem Gelän-de des Chemiebetriebs DOW Deutschland Anlagengesellschaft wirksam ist.

Nach Überzeugung des OVG griffen die Einwände des klagenden BUND nicht, da die Stadt sowohl die wasserrechtlichen, die naturschutzrechtlichen, die klimapoli-tischen und die möglichen Störfallgesichs-punkte ausreichend gewürdigt hätte. Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätte man den Beschäftigten von DOW in Stade kaum machen können, denn DOW zählt immerhin zum zweitgrößten Stromver-braucher in Deutschland. 2017 fusionierte der Chemieriese mit der Fa. DuPont zur DowDuPont Inc. DOW Chemical ist der weltweit größte Produzent von Kunststoff-en und synthetischem Kautschuk sowie Hersteller von Grundchemiekalien wie Chlor, Natronlauge, Prophylenoxid  und Acrylate.

 

Der US-Chemie-Riese mit Sitz in Midland  mit weltweit 58.000 Mitarbeitern, davon in Deutschland rd. 12.000 MA, will das Pro-jekt nun zügig umsetzen. DOW-Sprecher Roth betont aber, das es bis zum Bau jedoch noch mindestens anderthalb Jahre dauern wird. Stadtbaurat Lars Kolk be-tonte derweil, das die Versorgungsicher-heit und die Innovationsfähigkeit ein wich-tiger Standortfaktor sei. Der Chemie-standort in Stade sichere für 1.300 Mitarb-eitern den Arbeitsplatz und DOW brauche eine sichere Energieversorgung. Womit Herr Kolk indirekt zugibt, das diese Sicher-heit durch Windkraftanlagen nicht gewähr-leistet werden kann. Seit der Produktions-aufnahme im Jahre 1972 hat DOW über 4 Mrd.EUR in den hochmodernen Anlagen-komplex in Stade investiert. Davon profi-tieren viele Zuliefererfirmen aus dem Um-land. Das neue Kohlekraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 920 Megawatt wird dazu dienen, das Werk mit Dampf und Strom zu versorgen. Dafür investiert DOW nochmals 1, 5 Mrd. EUR. Für diese stolze Summe wird aber ein Kraftwerk er-richtet, das allen Umweltschutzstandards in jeder Hinsicht Rechnung tragen wird. Der Schadstoffausstoß wird unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen und neben Steinkohle (!) kann auch Biomasse und sogar Wasserstoff verbrannt werden. DOW macht sich mit dem Bau auch ein Stück unabhängiger von der Strompreis-entwicklung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Revierkohle gratuliert zun dieser vernünftigen Entscheidung.             

Entwurf: Revierkohle
Foto: DOW Stade
DOW Chemical Stade Foto: DOW
Quellenhinweise:

NDR vom 28.09.2017; Kreiszeitung-Wochenblatt Stade vom 29.09.2017; Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) vom 1.10.2017; OVG Niedersachsen vom 28.9.2017;  Klimaretter.info.de vom 1.10.2017 sowie RK-Redaktion vom 18.12.2017