DBM : von Kumpels und Kohle

Kinderführungen im Deutschen Bergbau-Museum unter Tage

Das Deutsche-Bergbau-Museum möchte, das auch Kinder verstehen lernen, warum die Kohle das Ruhr- gebiet ermöglicht und für viele Menschen Lohn, Brot und Arbeit und damit den Wohlstand gebracht hat. Und da Kinder in der Regel neugierig sind, hat sich das DBM etwas Besonderes ausgedacht: eine spannende Führung unter Tage mit einem erfahrenen Steiger, der ihnen die Welt unter Tage anschaulich erklärt.

Tief unter der Erde liegt immer noch der Arbeitsplatz des Bergmanns in NRW und in Ibbenbüren. Die Arbeit ist auch heute noch trotz Automatisierung hart und be schwerlich, weil in rund 1000 bis 1300 Metern Tiefe die Hitze immer grösser wird. Hinzu kommt Staub und diffuse Beleuchtung sowie Wärme und Lärm, die die Maschinen erzeugen. Zwar wird die Luft auf rd. 25-bis 27 Grad durch Bewetterung herabgekühlt, aber Zuck- erschlecken fühlt sich anders an. Von diesen Erleb- nissen bleiben die Kinder im Bergbau-Museum Bo- chum verschont, da der Fahrkorb nur 17 Meter in die Tiefe fährt. Schließlich handelt es sich nicht um ein echtes, sondern nur um ein Anschauungsbergwerk. Aber mit allem Schnick und Schnack, was so ein Bergwerk früher und heute vorzuweisen hatte bzw. hat. Die Temperaturen sind eher kühl und schmutzig macht mach sich auch nicht.

Bevor es nach unter Tage geht, müssen alle an der Rasenhängebank warten. So nennt der Bergmann den Fahrstuhleingang. (oben)

Wer erfahren möchte, wie sich das anfühlt, wenn man mit 12 Metern pro Sekunde in 1200 Meer Tiefe mit dem Fahrkorb hinabrauscht, kann im DBM den Fahr- korbsimulator benutzen. Auf dem Weg in die Tiefe macht der Fahrkorb unter zischenden rauschenden,  quitschenden Geräuschen und ordentlichem Gerüttel Halt auf mehreren Sohlen (Stockwerke unter Tage). Dort werden die Besucher von den Kumpels am Füllort via Bildschirm begrüßt. Und wie im richtigen Bergwerk wird es auch im Fahrsimulator immmer wärmer, je näher man sich der 1000 Meter-Sohle nähert. Dann öffnet sich das Rolltor und man geht durch eine Wetterschleuse, die selbstverständlich auch viel Luft herausbläst. Die Kinder werden dann auf dem weiteren Rundgang begleitet.

Fotonachweise: oben links: Revierkohle, rechts: DBM;Mitte: Revierkohle, Mitte rechts: Gesamtverband Steinkohlenbergbau e.V., unten links: Revierkohle

Aber als echter Bergmann kann man sich schon fühlen, wenn man in einem modernen Streb hockt und dabei zusehen kann, wie der Hobel am Kohlen- stoß an einem vorbeisaust. Und was der alles kann, erzählt der Steiger vor Ort. Und was es mit dem Ge- zähe und der Bergmannssprache auf sich hat, erfahr- en die Kinder ebenfalls live vor Ort.

Termin: Sonntag, 23. Okt.2016, 15.00 h

               Dienstag, 01.Nov. 2016, 15.00 h

Ort:        DBM, Am Bergbau-Museum, Bochum

Preis:     2,00 EUR plus Eintritt ab 7 Jahre

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K& S : Menschenkette für den Kali-Bergbau

Schade, das die Deutschen immer erst aufwachen, wenn es fünf vor zwölf ist. So auch in Hattdorf im osthessischen Philippsthal. Dort demonstrierten An- fang Sept. 2016 rd. 12.000 Mitarbeiter, Familienan- gehörige und Bewohner für den Erhalt der Kali- Pro- duktion im Bergwerk Hattdorf. Das Salzbergwerk gehört zur Kali-und Salzgruppe in Kassel und produ- ziert seit 1888 kali-und magnesiumhaltige Dünger- mittel für die Landwirtschaft und für die Industrie. Das Unternehmen machte in 2014 noch einen Um- satz von 3,82 Mio.EUR und konnte in 2015 eine feindliche Übernahme durch den kanadischen Kon- kurrenten Potash abwehren. Trotzdem geht es dem Unternehmen nicht gut. Das Kali-Bergwerk Hattdorf steht auf der Kippe, da sich die begrenzte Ent- sorgungsmöglichkeit von Produktionsabwässern seit 2016 verschärft hat, obschon das Unternehmen von 2011 bis 2015 rd. 400 Mio. EUR in die Hand ge- nommen hat, um die Gewässersituation durch Salz- ablagerungen in Werra und Weser zu entschärfen.    

Ohne den Kali-Bergbau in Hattdorf und in Werra würden in der gesamten Region die Lichter ausgehen, so Harald Döll, Vorsitzender des Betriebsrates im Werk Werra. Die Folge der fehlenden Gewässerein-leitungsgenehmigung ist dauerhafte Kurzarbeit. Gegen diese wandten sich nun über 12.000 von 14.000 Beschäftigten der Kali-Bergwerke und trafen sich in Hattdorf zu einem lautstarken Protest. Dieser wurde auch von der Bevölkerung unterstützt, weil viele Arbeitsplätze in der Zuliefererindustrie vom Bergbau abhängen. Ein ähnliches Bild zeichnete sich auch im Ruhrbergbau in den 60er und 70er Jahren ab. Durch das Zechensterben sind damals ebenfalls Hund erttausende von Arbeitsplätzen verloren gegangen. Zwar ist keiner der Kumpels ins Bergfreie gefallen, die Arbeitsplätze sind aber seither auch nicht annähernd wieder durch neue ersetzt worden. Und schon gar nicht zu gleichen oder ähnlichen Bezahlungsmodis. Immerhin zeigte auch K & S Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner seine Solidarität mit den Beschäftigt- en, die eine 13 km lange Menschenkette zwischen den Kali-Standorten Unterbreizbach über Philippssthal bis nach Herringen am 13.09.2016 bildeten, um auf ihre angespannte Lage aufmerksam zu machen. IGBCE-Unternehmensbetreuer Ralf Becker forderte von der Politik, das sie sich endlich bewegen muß, da zig Tausende von Arbeitsplätzen auf dem Spiel stehen würden.

Die Kali-Kumpels nahmen es wohlwollend zur Kennt- nis. Sie empfanden die breite Unterstützung aus der Bevölkerung und von Firmen als ermutigend. Unter den Demonstranten befanden sich auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Hessens Um- weltministerin Priska Hinz. K & S Vorstandsmitglied Döll betonte, das das Unternehmen seit 2007 die Salzabwässer bereits halbiert habe und das man bis 2018 weitere 20 % einsparen wolle. Für diese Re- duzierung habe K & S bereits rd. 400 Mio. EUR für Entsorgungsmaßnahmen investiert. Die Politik würde trotzdem blockieren und auch ihren bestehenden Er- messensspielraum bei der Einleitungsgenehmigung nicht wahrnehmen.  K & S bat die politischen Ent- scheidungsträger erneut um eine Ersatzlösung für die Abwässereinleitung in den Sommermonaten, wo das Problem am größten wäre.

 

 

 

 

vgl. hz.a. IGBCE-Pressemitteilung vom 06.09.2016 und 09.09.2016; K & S Pressemitteilung vom 08.09.2016 sowie RK-Redaktion vom13.10.2016

Fotonachweis: oben: Heiko Meyer, IGBCE,  Mitte: IGBCE, links darunter: Kali-Bergwerk Unterbreitzbach, Heringen ( Werra), K & S, rechts: Kaliberg des Bergwerks Wintershall, Heringen, wikimedia-commons

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Europaparlament stimmte Klimavertrag zu

Wir erinnern uns: vom 30.11. bis 12.12.2015 fand auf Kosten der Steuerzahler in Paris die sog. UN-Klima-konferenz statt. Dort wurde allen Ernstes beschloss- en, das sich das Klima nicht mehr als 2 Grad, mög- lichst nur bis 1,5 Grad erwärmen darf, weil ansonst- en eine Klimakatastrophe eintreten würde mit ver- herrenden Folgen. Der Verursacher der unterstellt- en Klimaerwärmung wurde auch gleich präsentiert. Es sind die von Menschen verursachten Kohlenstoff- dioxid-Emissionen (Co2). Daher wurde vereinbart, das diese schrecklichen Treibhausgasemissionen  weltweit zwischen 2045 und 2060 auf Null zurückge fahren werden müssen. Soll das 1,5 Grad-Ziel er- reicht werden, muss die Verbrennung fossiler Ener- gieträger bis 2040 komplett eingestellt werden. Strom, Wärme und Verkehr sollen bis dahin auf er- neuerbare Energien umgestellt werden. Das ab so- fort auch nicht mehr abgeatmet und auch kein Mineralwasser  mehr ausgeschenkt werden darf, wurde jedoch noch nicht beschlossen, wie wir aus gut informierten Kreisen hörten. Dafür haben aber in Straßburg dieser Tage 28 EU-Staaten dem Pariser Blödsinnsvertrag zugestimmt. 

Wir sagen ganz bewußt „Blödsinnsvertrag“, weil das Klima seit 5 Mrd. Jahren macht, was es will. Es wird sich durch einen Vertrag u.E. nicht zur Einsicht bringen lassen. Und blödsinnig ist dieser Vertrag auch des- halb, weil es keinen signifikanten und wissenschaft- lich belastbaren Zusammenhang zwischen Klimaer-wärmung und antrophogen verursachter Co2-Emi-ssionen gibt. Das Klimageschehen ist so komplex, das man bis heute nicht eindeutig sagen kann, welche Pontarabilien maßgeblich für die Erwärmung oder für die Abkühlung verantwortlich zeichnen. Als die Römer bis zum Niederrhein vormarschierten, latschten sie in Sandalen, weil es so schön warm war. Als die Eiszeit kam, wurden sie zurückgeworfen. Auch waren die Co2-Emissionen zur damaligen Zeit wesentlich höher als heute. Das hatte zur Folge, das die Vegetation üppig blühte. Überhaupt hat ein wärmeres Klima sich immer schon positiv auf die menschliche Entwicklung durch bessere Ernten, weniger Krankheiten, höhere Geburtenraten etc. ausgewirkt. Und trotz einer Ver- dreifachung der Co2-Emissionen, hat sich das Klima in den letzten 18 Jahren überhaupt nicht verändert.

Was selbstverständlich nicht heißt, das es sich wieder ändern kann. Aber das liegt nicht in unserer Hand. Schon gar nicht durch die Reduzierung von Co2-Emissionen auf Null. Und das ist auch völlig logisch, da auf 10.000 Moleküle in der Luft nur 4 Moleküle Kohlenstoffdioxid kommen. Der Rest setzt sich aus 78,08 % Stickstoff, 20,95 % Sauerstoff, 0,93 % Argon und anderen Gasen zusammen. Und wenn Sie in Zukunft noch ordentlich ein-und ausatmen wollen, benötigen Sie dringend Sauerstoff. Und diesen produzieren die Pflanzen. Damit sie das können, benötigen Sie Co2. Über den Weg der Photosynthese erzeugen Sie Sauerstoff, welchen sie an die Um- welt abgeben. Von einem gefährlichen Treibhausgas kann also gar keine Rede sein.  Da weder messtechnische

Satelittenaufzeichnungen noch die bodennahen Auf- zeichnungen in einzelnen Klimaegionen der Erde und auch die Aufzeichnungen von Messbojen auf hoher See auf eine gefährliche Erwärmung hindeuten, gibt es keinen Grund zur Panik. Daher handelt es sich bei der Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens im EU- Parlament nicht um einen historischen Höhepunkt, wie Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon in Straßburg trötete, sondern um einen Rückfall ins Mittelalter, weil man wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert und stattdessen mit einer verklärenden ökologischen Scheuklappe dem unbedarften Bürger weißmachen will, das es den (Klima) Teufel gibt und das man nun mit vereinten Kräften den unter und in uns weilenden Belzebub austreiben will. Gegen diesen auch von US- Präsident Barack Obama vertretenen Aberglauben haben sich übrigens bereits in 2013 über 9.000 ameri- kanische Naturwissenschaftler im Rahmen einer Petition verwahrt. Insbesondere haben sie in Frage gestellt, das sich angeblich 97 % aller Wissenschaftler einig wären, das der von Menschen verursachte Ein- fluss von Co2-Emissionen eine Klimaerwärmung her- beiführen würde. Das hat aber die amerikanische und chinesische Regierung nicht davon abgehalten, dem Abkommen ebenfalls zuzustimmen. Wenn man ernst- haft daran interssiert wäre, etwas für die Umwelt zu tun, dann sollte man alle veralteten Kraftwerke er- neuern, den Verbrauch von Antibiotikas sowie den Fleischkonsum und die Produktion von Plastikmüll dra stisch reduzieren. Denn diese Art von Umweltver- schmutzung ist eindeutig von Menschen gemacht im Gegensatz zur Klimaerwärmung.

              UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon

 

vgl.hz.a. Lüdecke, Horst-Joachim: Der Mythos vom wissenschaftlichen Konsens.. in: Europäisches Institut für Klima und Energie (Eike.de.) vom 17.4.2013, Frankfurter Rundschau vom 04.10.2016, FAZ vom 03.09.2016 sowie RK-Redaktion vom13.10.2016

Fotonachweise: oben links: pixabay, rechts: wikipedia, Mitte: EU-Parlament, Hessen-Metall; unten rechts: UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon, World Oeconomic Forum

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Steag plant drastischen Personalabbau

Die Folgen der verfehlten Energiewendepolitik machen auch der ehem. RAG-Tochter zu schaffen

Bei der ehem. RAG-Tochter und größtem kommunal en Arbeitgeber in NRW zeichnet sich als Folge der verfehlten Energiewende ein personalwirtschaft- licher Kahlschlag ab. Die Belegschaft soll um 1000 von 3.500 Mitarbeitern ( weltweit 5900 ) abgebaut werden. Das entspricht der Vernichtung von jedem 4. Arbeitsplatz. Darüber hinaus soll die Hälfte aller steag-Kraftwerke stillgelegt werden. Die mittlerweil- en kommunalen Aneilseigner  Bochum, Dortmund, Dinslaken, Duisburg, Essen und Oberhausen erhalt- en keine Dividenden mehr. So wird Stabilität und Wachstum mit Sicherheit nicht buchstabiert. Und die Wirtschaft ? Sie schweigt ! Obschon sie die Leid- tragende der Energiewende ist und wir viele Firmen auf die bevorstehende Problematik seit Jahren belegbar hingewiesen haben.

 

   

Die Zukunft einer Reihe von Kraftwerken sei infrage gestellt, erläuterte der steag-Vorstandsvorsitzende Jo- achim Rumstadt in Essen vor der Presse und skizzier- te den Peronalkahlschlag am Beispiel geplanter Still- legungen, Einmottungen und Ausläufen. In NRW ver- fügt der Energieversorger über Kraftwerke in Berg- kamen, Duisburg-Walsum, Herne, Lünen und Voerde. Insgesamt verfügt der Konzern an 8 Standorten über 12 Kraftwerksblöcke. Diese produzieren zusammen rd. 9000 Megwatt Strom pro Jahr. In Zukunft sollen es nur noch 4.500 MW sein.  Standort für Standort wird daher nun einer betriebswirtschaftlichen Überprüfung unterzogen. Der drastische Stellenabbau ist das Re- sultat einer kopflosen Energiepolitik, kommentierte IGBCE-Chef Michael Vassiliadis die geplanten Maß- nahmen der steag und geißelte den planlosen Ausbau der hochsubventionierten erneuerbaren Energieträg- er. Der Energiemarkt sei völlig zerrüttet. Immerhin soll es bei der steag zu keinen betriebsbedingten Kündi- gungen kommen. Das jedenfalls versprach der Ge- samtbetriebsratsvorsitzende der steag, Ralf Melis, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

  RAG-Kohlelager Kohlkamp in Recklinghausen-Hochlarmark vor der Auflösung                            steag GmbH, Hauptverwaltung in Essen

      Reparatur einer Siemens-Kraftwerksturbine

 

 

 

 

vgl.hz.a. WAZ vom 12.09.2016, IGBCE-Pressemitteilung vom 13.09.2016, Welt-N24.de vom 28.04.2016; Wirtschaftswoche vom 12.10.2016, Rheinische Post vom 12.10.2016 und RK-Redaktion vom 13.10.2016

Fotonachweis: oben: Kraftwerke Herne, Revierkohle, links darunter: RAG-Kohlelager Kohlkamp i.A., Revierkohle, links darunter: Kraftwerks- turbine, Siemens-Pressefoto; rechts: Steag-Verwaltung und Steag-Vor-standsvorsitzender Rumstadt, steag-Pressefotos

Obschon hoch motiviert und bestens ausgebildet, mußten schon in den letzten Jahren Tausende von Mitarbeitern bei kommunalen Stadtwerken und pri- vaten Energieversorgern ihren Hut nehmen. Leist- ungsfähige Unternehmen wurden aus dem Markt ge- drängt. Und das alles wegen einer Ideologie, die an Dummheit nicht zu überbieten ist und keiner ernst- haften wissenschaftlichen Überprüfung bisher Stand gehalten hat. Und dabei hat die steag im Moment noch Glück im Unglück, da sie auch Kraftwerksblöcke mit Kraft-Wärme-Kopplung unterhält. Diese sind wie auch Bahnstromproduzenten wirtschaftlicher als rei- ne Stromlieferanten. Daher läuft der Betrieb in Duis- burg-Walsum und in Bergkamen sehr gut, während der Betrieb in Herne einer genaueren Prüfung unter- zogen werden muß. In Voerde sollen zwei Kraftwerks- blöcke stillgelegt werden. In der Türkei und auf den Philippinen laufen die Kraftwerke dagegen mit guten Ergebnissen. Sollten weitere Kraftwerke aus wirt- schaftlichen Gründen stillgelegt werden müssen, die systemrelevant sind, hat die Bundesnetzagentur den Betreiber zu entschädigen. Damit die Kraftwerke wie- der wirtschaftlich arbeiten können, ist u. E. nunmehr die Zeit zum Handeln gekommen. Die bevorrechtigte Einspeisung von Öko-Strom muß hinterfragt und letzt- endlich abgeschafft werden.

Zuletzt gehörte die steag der RAG-Stiftungstochter Evonik. Der Chemiekonzern verkaufte die steag an die o.g. Städte. Diese nahmen hohe Kredite auf, weil sie sich hohe Dividenden versprachen. Mit dem Gewinn sollten die maroden Haushalte der Städte saniert werden. Doch daraus wird nun nichts. Der Chef der Dortmunder Stadtwerke, Guntram Pehlke, stellt sich auf harte Zeiten ein und erwartet erst für 2020 wieder eine ordentliche Dividende. Derweil die Stadt Dortmund auf 20 Mio. , die Stadt Bochum auf 4 Mio. und die Stadt Bochum auf 50 Mio. EUR an erhofften Dividenden verzichten müssen.

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ohne Kohle weltweit kein gutes Leben

Trotz Pariser Klimaabkommen wird die Kohle weltweit in den kommenden Jahrzehnten weiter eine wichtige Rolle spielen und sogar an Bedeutung gewinnen, wenn die Weltbevölkerung nicht drastisch sinkt

Vor allem für Länder wie China, Indien und Brasilien, die sich zum Industrieland aufgeschwungen haben, wird die Kohle eine Schlüsselrolle zur Entwicklung der Volkswirtschaften und der Energiemärkte in den nächsten Jahrzehnten einnehmen, da sie preiswert und in ausreichenden Mengen gefördert werden kann. Sie leistet auch in den Entwicklungsländern einen wichtigen Beitrag, um die Energiearmut zu bekämpfen. Wirtschaftlicher Wohlstand ist aber nicht nur von einer Erhöhung des Bruttosozialpro- duktes abhängig, sondern auch von einer gerechter- en Verteilung des Vermögens, einer guten Infra- struktur, besserer Bildung sowie von den Ress- ourcen. Und da Kohle bekanntermaßen eine end- liche Ressource ist, stellt sich die Frage, wieviel Menschen auf der Erde auf längere Sicht betrachtet ein gutes Leben ermöglicht werden kann, da fast jedes erstellte Gut mit Hilfe der Kohle produziert wird.       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vgl.hz.a. Handelsblatt vom 15.09.2014; NATUR-Magazin vom 7.7.2015, FAZ vom 31.01.2016; Zeit-Online vom 13.09.2016; WAZ vom 08.05.2012 und 13.09.2016 sowie RK-Redaktion vom 11.10.2016

Fotonachweis: oben: Catapillar, fotolia-Kauf, Statistiken: Internationale Energie-Agentur, rechts: Bundeszentrale für politische Bildung  

Die Frage, in welchem Verhältnis die Weltbevölkerung in Bezug auf endliche Ressourcen ( Land, Boden-schätze, Lebensmittel etc.) wachsen und gleichzeitig am Wohlstand teilnehmen kann, ist eine uralte Frage und wird wohl auch in Zukunft nicht abschließend be- antwortet werden können, da sich das Verständnis für Wohlstand  immer wieder ändert. Zwar wünschen sich die Menschen in den weniger entwickelten Ländern den gleichen materiellen Wohlstand, wie er in  Europa als normal angesehen wird, aber die Grenzen des Wachstums sind nicht erst seit einer Warnung des Club of Rome im Jahre 1972 sichtbar. Aber egal wie man Wachstum und Wohlstand definiert: wenn die Weltbevölkerung weiter so rasant wächst wie bisher, dann muß die technische Effizienz erhöht werden, damit es nicht zu noch größerer Armut in der Welt kommt. Zählte die Stiftung Weltbevölkerung zum 1.1. 2016 noch 7,391 Mrd. Menschen auf der Welt ( 82 Mio. mehr als in 2014 !), so rechnen die Vereinten Nationen für 2100 bereits mit 11,2 Mrd. Menschen. Die Beschleunigung vollzieht sich mangels Bildung, Aufklärung, Korruption, fehlendem Sozialsystem etc. hauptsächlich in den Entwicklungsländern. Jede Se- kunde werden weltweit 2,6 Menschen geboren. Und alle diese Menschen benötigen Essen und Trinken, ein Dach über dem Kopf und Wärme. Und werden weltweit immer älter.

Welche Folgen das für den Energieverbrauch hat, zei- gen die beiden Statistiken links. In Asien ist der Kohle- bedarf von rd. 15 Mio. T SKE in 1990 auf rd. 100 Mio. T SKE in 2016 angestiegen und in Indien ist der Bedarf von 340 auf 550 Mio T SKE p.A. angestiegen. Tendenz steigend. Von den Umweltfolgen ganz zu schweigen, da die Kohlekraftwerke in China, Asien und Indien meistens älter als 20 Jahre alt sind und damit  keines- wegs mit den modernen Kraftwerken nach europä- ischem Standard  verglichen werden können. Neue Kraftwerke wären deutlich wirksamer und könnten alle umweltschädlichen Nebenprodukte, die bei der Verbrennung anfallen, zu 98 % eliminieren.

Das würde bedeuten, das man aus weniger Kohle mehr Energie sprich Strom erzeugen könnte. Mehr Strom bedeutet mehr Wohlstand für alle. Aber auch dieses mehr ist nicht unendlich ausweitbar. Der Club of Rome hat daher erneut seine Stimme erhoben und fordert einen radikalen Umbau der Volkswirtschaften. Hierzu würde nach Ansicht des Expertengremiums die 1-Kind-Politik, die Begrenzung des wirtschaftlichen Wachstums auf 1 % p.A. , die Erhöhung des Renten- eintrittsalters auf 70 Jahre sowie die höhere Besteuer- ung für ungesunde Produkte gehören. Die 1-Kind-Politik sollte durch eine Prämienzahlung für Kinder-losigkeit gefördert werden.  Einen wichtigen Beitrag zum Umbau der Volkswirtschaften sieht der Club of Rome in einer Abkehr vom Freihandel sowie von marktradikalen Ideologien. Die Experten fordern also genau das Gegenteil dessen, was zur Zeit passiert und zeigen damit, das sie ihrer Zeit wieder mal weit voraus sind. Das war in der Vergangenheit allerdings nicht immer so. Die düsteren Prognosen des Club of Rome wegen des befürchteten Klimawandels aufgrund von Co2-Emissionen haben sich z.B. nicht bewahrheitet. Deshalb muß man die Prognosen des Club of Rome auch mit einer gewissen Vorsicht zur Kenntnis nehm- en. Allerdings braucht man kein Experte zu sein, um zu begreifen, was passieren wird, wenn (wieder) nichts getan wird. Der Kampf um die Ressourcen wird zunehmen, die Flüchtlingszahlen und die Armut wird trotz besserer Technik steigen, da auch in nächster Zukunft nicht damit gerechnet werden kann, das man regenerative Energieträger im Industriemaßstab und zu angemessenen Kosten wird speichern können.

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Dank EEG steigt der Strompreis in 2017 schon wieder

2016 stieg die EEG-Umlage von 6,17 Cent auf 6,35 Cent. Von 2010 bis 2016 hat sich der Strompreis um mehr als 200 % erhöht. Und dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit seiner Lizenz zum Geld- drucken für Öko-Strom-Anbieter wird das auch so weitergehen. In 2017 soll der Strompreis nach einer Prognose des sog. Think-Tanks „Agora“ von 6,35 auf bis zu 7,3 Cent je kWh steigen. Für eine Durch- schnittsfamilie mit zwei Kindern und 3000 kWh Jahr- esverbrauch steigt der Strompreis somit um 44 EUR. Für Unternehmen hat die Erhöhung aber nicht so be scheidene  Auswirkungen. Sie bedroht langsam aber sicher den Industriestandort Deutschland.  

Da man unbeirrt weiter an die Klimaerwärmung durch Co2-Emissionen glaubt, die angeblich von Menschen verursacht wird, hält man an der zum Untergang ge- weihten Energiewende eisern fest. Koste es, was es wolle. Damit der Offshore-Windstrom vom Norden in den Süden weitertransportiert werden kann, benötigt man rd. 2800 km lange neue Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen. ( wir berichteten  hierüber bereits mehrmals) Da viele Bürger in Bayern und anderswo mit einer Verschandelung ihrer Land- schaft rechnen, fordern diese eine unterirdische Ver- legung der Kabeltrassen. Die Bundesregierung hat diesem, von CSU-Chef Horst Seehofer vorgetragenem Begehren nachgegeben, was zur Folge hat, das in die Verteilnetze rd. 50 Mrd. EUR bis 2032 investiert werden müssen, erklärte Stefan Kapferer, Vorsitzend- er des Energieverbandes BDEW. Die Kosten für Steuern, Abgaben und Umlagen haben sich in den letzten 18 Jahren vervierfacht und werden sich bis 2032 sicherlich verzehnfachen.

Über die EEG-Umlage wird die Differenz zwischen den staatlich für zwanzig Jahre lang garantierten höheren Abnahmepreisen von Ökostrom und dem Börsen- stromtarif bezahlt. Das bedeutet: je niedriger der Bör- senpreis, desto höher die Umlage und umgekehrt. Mit verschiedenen EEG-Umlagen finanzieren alle Verbrau- cher eine völlig verfehlte Energiepolitik. Trotz massiv- en Ausbaus der Windkraftanlagen auf mittlerweile rd. 32.000 Anlagen mit einer maximalen Nennleistung von 68.925 Megawatt (in Sept. 2016 lt. EEX-Strom- börse) stehen diese nur an vier Monaten im Jahr mit rd. 1.800 Volllastunden zur Verfügung. Acht Monate stehen die Anlagen mangels ausreichendem Wind still. Und für diesen Stillstand hat der Bürger allein in 2016  5,064 Mrd. EUR bezahlt. Für alle regenerativen Energieträger zusammen (incl. Netzausbau) sogar 22,3 Mrd. EUR. Der Erlös für den nicht bedarfsgerecht erzeugten Windstroms an der EEX-Börse in Leipzig belief sich in 2016 gerade einmal auf 225 Mio. EUR. Die restlichen 95,6 % zahlt der Stromverbraucher über seine Stromrechnung. Der Sachverständigenrat der Bundesregierung kommt denn auch folgerichtig zu der Erkenntnis, das es sich beim EEG um den größten Subventionstatbestand handelt, dem kein schlüssiges Gesamtkonzept zugrunde liegen würde. Auch wäre das EEG marktfern und würde keineswegs zu einer Abmilderung des Klimawandels beitragen.

Und wenn Sie jetzt denken, das eine Erhöhung auf 7,1 bis 7,3 Cent je kWh doch noch ganz moderat ausfällt, dann bedenken Sie bitte, das es sich hier nur um die Erhöhung für Privathaushalte handelt. Mittelstän- dische Betriebe haben mit ganz anderen (verbrauchs- und lastgangabhängigen) Kosten zu kämpfen. Aber auch Privathaushalte sollten sich nicht zu früh freuen. Denn zu den steigenden Netzentgelten kommen noch 19 % Umsatzsteuer, die Kraft-Wärme-Kopplungs-Um- lage, die Offshore-Umlage (Windkraftanlagen auf hoher See), Umlage für Netzgenteldbefreite stromint-ensive Unternehmen und die Umlage für abschalt- bare Lasten (die sog. Redispatch-Kosten für die Zu-und Abschaltung von Kraftwerken, weil Windkraft nicht ausreicht) hinzu.

Und vergessen Sie nicht die Kosten für die unterirdische Verlegung von Hochspannungsübertragungs-Gleich-stromleitungen, die bis 2030 noch einmal mit rd. 50 Mrd. EUR zu Buche schlagen werden. Die erwähnten Redispatsch-Kosten werden in den nächsten Jahren ebenfalls steigen, weil der Ausbau von Windkraftanlagen trotz Deckelung weitergeht. Damit müssen in gleichem Umfang konventionelle Kraftwerke bereitstehen, um einen Rückgang bzw. eine erhöhte Nachfrage umgehend ausgleichen zu können.  Wenn dann noch Kraftwerke endügltig abgeschaltet werden sollen, wie von Herrn Bundeswirtschaftsminister Gabriel, Verdi-Chef Bsirske, den Grünen, B.U.ND. und Greenpace gefordert, dann kann man nur noch sagen: gute Nacht, Deutschland.

Offensichtlich ahnt wohl aber auch die Bundesregierung, das ihre verfehlte Energiewendepolitik zu einem Versorgungseng- pass und zu einem Stromausfall grösseren Ausmasses führen könnte. Daher hat sie vorsorglich eine Bürgerinformation über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe herausgeben lassen, das mit Tips für Vorsorge und Selbsthilfe bei Stromausfall aufwartet. Wir denken, das solche Tips nur bedingt hilfreich sind, da ein Blackout von 2 bis 3 Wochen kaum eine geeignete Vorsorge ermöglicht. Sie können zwar Batterien, Kerzen, Nato-Esspackete, Schlafsäcke und See-Trinkwasser einlagern, aber bei einer vierköpfigen Familie dürfte der Platz kaum ausreichen. Und wer zur Miete wohnt, kann zwar eine Chemietoilette benutzen, aber die reicht maximal nur für den fünfmaligen Besuch…und dann ? Außerdem hält die Chemiekalie nur 6 Monate und muß dann ausgetauscht werden. Scheiss Spiel, gell ?

vgl.hz.a. Faulheber, Reinhold: Die Ermittlung der EEG-Umlage offenbart die katastrophale Unwirtschaftlichkeit gerade der Windkraft, in: EIKE.de vom 07.10.2016, FAZ vom 24.09.2016;  Focus vom 07.10.2016, FAZ vom 30.09.2016, Welt-N24.de vom 11.10.2016 sowie RK-Redaktion vom 12.10.2016

Fotonachweis: Kraftwerk Voerde, Revierkohle (rechts) oben links: fotolia-Kauf  

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Ver.di gefährdet aktiv Versorgungssicherheit und Arbeitsplätze

Das die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di seit Jahren mit Mitgliederschwund zu kämpfen hat, ist nicht nur dem Umstand geschuldet, das zig Taus- ende von Arbeitsplätzen aufgrund der zunehmen- den Automatisierung und Digitalisierung in der Wirt- schaft weggefallen sind, sondern auch, weil Mitglied er von der Gewerkschaft enttäuscht sind. Jüngster Aufreger: Gewerkschaftschef Frank Bsirske (s.o.) hat allen Ernstes den Auslauf des Braunkohlebergbaus befürwortet und beruft sich auf eine Studie, deren Ergebnis wir im folgenden einer kritischen Reflekt- ion unterziehen. 

ver.di-Gewerkschaftschef Frank Bsirske präsentierte in Berlin das Ergebnis eines Gutachtens, wonach der Aus stieg aus der Kohleverstromung sozialverträglich mög- lich ist. Die Finanzierung der ermittelten Kosten in Höhe von 250 Mio. EUR pro Jahr wären seiner Ansicht nach wirtschaflich ebenfalls vertretbar, da sie über den Co2-Zertifikatehandel bezahlt werden könnten.  Damit griff der Gewerkschaftschef eine Forderung der sog. Bremer Runde auf. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluß von Betriebsräten aller Kraft- werke in Deutschland. Sie wollen Front machen gegen den Abbau weiterer sozialer Leistungen, die den Mit- arbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kraftwerken bevorstehen.

Aus Unternehmenssicht ist der Betrieb von Kraftwerk- en aufgrund der bevorrechtigten Einspeisung von Öko-Strom (Wind, Biomasse, Sonne) nicht mehr rentabel, da der Strom an der EEX-Börse weit unter den Gestehungskosten verramscht werden muß. Das bringt die Betriebe dank EEG in die Verlustzone. Aus diesem Grund sehen sie sich gezwungen, Sozialleist- ungen abzubauen. Darauf reagiert Bsirske nunmehr mit dem ganz großen Abbauhammer. Scheinbar im Sinne der Beschäftigten, da diese sozialverträglich ihren Job komplett aufgeben sollen.

statt Arbeitsplaztvernichtung fordert die Bremer Runde einen Stresstest

vgl.hz.a. Appel, Hans-Günter: Gewerkschaft Verdi gefährdet Stromversorg- ung und Arbeitsplätze, in: NAEB e.V. vom 1.10.2016, Bsirske, Frank: Sozial- verträglicher Kohleausstieg ist machbar, in: Ver.di.de vom 17.9.2016, FR vom 16.9.2016, IGBCE.de vom 13.1.2016 sowie RK-Redaktion vom 11.10.2016 

Fotonachweise:

oben: Ver-di-Gewerkschaftschef Frank Bsirske, Foto: verdi; darunter: IGBCE-Video, IG-BCE-Sprecher Dr. Ralf Bartels vor MIBRAG-Beschäftigten an der Hauptverwaltung, rechts: MIBRAG-Beschäftigte vor der Hauptverwaltung in Zeitz, IGBCE-Foto, Braunkohlebagger: fotolia, Retusche: Revierkohle

 

Die Bremer Runde hat aber nicht nur eine sozialver- trägliche Absicherung der Beschäftigten, sondern auch einen Stresstest gefordert. Dieser soll belegen, das eine Vollversorgung durch Ökostrom rund um die Uhr nicht möglich ist. Das würde auf eine Komplett- abschaltung aller Kraftwerke auf Zeit hinauslaufen. Herr Bsirske würde dann ganz schnell einsehen müssen, das es nicht nur um einen sozialverträglich- en Ausstieg aus der Kohleproduktion gehen kann, son dern auch um die technischen und wirtschaftlichen Folgen. Diese hat die von Verdi beauftragte Berat- ungsfirma Enervis Energy-Advisors  in ihrem Gutacht-  en aus gutem Grund nicht berücksichtigt, da die Ber- liner Firma hauptsächlich für die Ökobranche tätig ist. Sicherlich ganz im Sinne von Bsirske, der auch Mit- glied der Grünen ist.

Die Radikalisierung der Energiewende hat u. E. zur Folge, das die Sicherheit der Stromversorgung in Deut- schland akut gefährdet wird und zu immer höheren Kosten führt. Beleg: in 2017 soll die Kilowattstunde  Strom von 6,2 Ct auf 7, 2 Ct steigen. Die Positionierung der Gewerkschaft ver.di hat darüber hinaus das Zeug, auch innergewerkschaftlich zu einer Zerreißprobe zu werden. Namentlich mit der IGBCE. IGBCE-Chef Michael Vassiliadis befürwortet zwar grundsätzlich auch die Energiewendepolitik wegen der angeblich Co2-verursachten Klimaerwärmung (die seit 18 Jahren gar nicht stattfindet, Anmk.der Redaktion), beharrt aber auf die Bei- behaltung der Kohlekraftwerke als Brückentechnologie. SPD-Wirtschaftsminister Siechmar Gabriel ahnt derweil, das ihm die Wähler und die Mitarbeiter in den Braunkohlerevieren und Kraftwerken in Scharen den Rücken kehren werden, wenn ein Kohleausstieg nebst Jobabbau zu einem Wahlkampfthema werden sollte. Daher hat er jüngst Vorsorge getroffen und eine kleine Revision des EEG eingeleitet. Der Zuwachs von Wind-und Photo- voltaikanlagen soll begrenzt werden. Subventionen soll es nur noch für den günstigsten Anbieter geben. Das macht den Ausbau der Windkraftanlagen allerdings auch nicht sinnvoller, wie die zahlreichen Proteste von über 700 Bürgerinitiativen zeigen.

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