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27. grosses Zechenfest auf Zollverein XII

Traditionspflege, Zukunftsgestaltung und beste Unterhaltung erwarten Sie wieder in 2016

Am 24.9.und 25.9.2016 feiert, tanzt und lacht wieder der gesamte Pott. Zum 27.Mal treffen sich Ruhrpött- ler sowie Generationen von Zollverein-Nachbarn mit Familien und Freunden zum großen Zechenfest. Unter dem Motto“ Tradition mit Zukunft“ wird wieder ein umfangreiches Kulturprogramm gebot- en. Bei mehr als 50 Veranstaltungen auf fünf Bühn- en dürfte keine Langeweile aufkommen. Seien Sie dabei !

Neben viel Musik aus dem bergmännischem Liedgut wird selbstverständlich auch die Jugend mit Pop, Folk und Poetry bedient. Neu dabei sein wird die junge Kulturbühne „Gleis 49 1/2.“ Für musikalische Vielfalt sorgt auch die Elvis-Coverband „The Fellows“. Auf der Forumsbühne und der Ehrenhofbühne vor dem Haupt schacht Zollverein XII wird nicht nur Revierkohle ver- treten sein, sondern auch zahlreiche Bands, Orch- ester sowie Tanzgruppen, während für Kinder extra eine Kinderbühne eingerichtet wird. Gegen Abend werden die DJ´s wieder auflegen und zum Mittanzen animieren. Gegen 21.00 h geht der abwechslungs-reiche Samstag dann mit einem Höhenfeuerwerk über Schacht 12 zu Ende. Innerhalb des Rahmenpro- gramms werden Kurzführungen im Denkmalpfad Zollverein sowie Besichtigungen auf der Kokerei Zoll- verein angeboten. Ferner erwartet die Besucher eine Sonderausstellung im Ruhr-Museum. In Halle 12 wird an beiden Tagen der Stadtfilm “ Essen ist anders“ ge- zeigt.

 

Ort: Weltkulturerbe Zeche Zollverein, Schacht XII, Areal A, Gelsenkirchener Straße 181, Essen-Karnap

Zeit: 16.00 bis 22.00 h und Sonntag von 11.00 – 19.00 h

kostenfreier Eintritt

Fotos: Revierkohle

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BR-Energieoffensive: wie denn – wo denn – was denn ?

Energieoffensive und EEG-Novelle der Bundesregierung auf gutem Weg ?

Bund und Länder hatten sich im Juni 2016 auf die Grundzüge einer Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes geeinigt ( wir berichteten darüber bereits). Hierzu gehörte eine Reduzierung der Ausbau- planungen für Windkraftanlagen, eine neue Aus- schreibungsvorschrift, wonach nur der günstigste Anbieter Subventionen erhalten soll sowie die Steigerung der Energieeffizienz durch weniger Stromverbrauch. Damit die ganze Aktion noch vor der nächsten Bundestagswahl dem Wahlvolk als Erfolg verkauft werden kann, hat die Bundesre- gierung eine Energieeffizienzoffensive gestartet. Unter dem etwas schlüpfrigen Motto “ Deutschland macht´s effizient“ ( ähnlich wie die Kondom- werbung der BR) soll der Anstieg des Stromver- brauchs „verhütet“ werden. Staatliche Förderpro- gramme für den Einbau neuer Fenster, einer neuen Heizung, der Dämmung von Häusern, der Versorg- ung von Schulen und Schiwmmbädern mit erneuer- baren Energien soll´s richten.  Wir haben da so unsere Zweifel.      

Die größte Wegstrecke bei der Reform des EEG sei zurückgelegt, dröhnte Bundeskanzlerin  Merkel auf einer Bundespressekonferenz Anfang Juni in Berlin. Bis 2025 sollen zwischen 40 und 45 % des Stromver-brauchs über regenerative Energieträger gedeckt werden. Der Bremer Regierungschef Carsten Sieling sprach gar von 90 % der Wegstrecke, die angeblich bereits zurückgelegt worden wäre. Da können wir uns nur fragen: wo denn ? wie denn? was denn ?  Immer- hin wurden Eckpunkte benannt. Der Zubau der von vielen Menschen mittlerweile als unsäglich empfund- enen Windkraftanlagen soll auf 2800 Megawatt-Leist- ung begrenzt werden. Das entspricht aber immer noch einer Menge von 1000 neuen Anlagen, die über- wiegend nutzlos im Lande herumstehen, da sie nur an 2 bis 4 Monaten im Jahr volativen Strom liefern. Solar-anlagen mit einer Leistung von 600 Megawatt auf- wärts sollen zukünftig ausgeschrieben werden. Kleine Dachanlagen werden aber weiterhin durch den Staat gefördert, sagte Bundeswirtschaftminister Siechmar Gabriel. Pro Jahr sollen 2.500 Megawatt neue Solar-leistungen entstehen. Die pauschalierte Vergütung für die Abnahme von Strom aus Öko-Anlagen soll 2017 wegfallen. Sie soll durch eine Ausschreibungspraxis ersetzt werden. Es erhält dann nur noch der preis-werteste Anbieter öffentliche Subventionen. Das ist immerhin ein kleiner Lichtblick. Eigentlich müßte das EEG aber komplett abgeschafft werden, da die Wind- kraft nicht nur die Landschaft verschandelt, Tiere massenhaft tötet und die Gesundheit von Mensch durch Infraschall und Schlagschatten gefährdet, sond- ern zur Kosteneinsparung und zur Energieeffizienz oder gar zur Einsparung von Co2-Emissionen aber auch rein gar nichts beiträgt. Nach einer Untersuch- ung von 1.150 Jahresabschlüssen von 127 Windparks durch den Bundesverband Windenergie stellte dieser selbst fest, das die wirtschaftliche Lage der meisten Windparks trotz 29,2  Mrd. EUR an Subventionen allein in 2016 katastrophal wäre. Bei 37 % der Wind- parks wären die Darlehenstilgungen höher als die er- wirtschafteten Mittel. Mehr als 50 % aller Windparks haben in den letzten 11 Jahren keinen einzigen Euro an Gewinn ausgeschüttet. Bei ebenfalls 50 % aller Windparks wäre das Eigenkapital trotz 20-jähriger Förderhilfe durch die öffentliche Hand gefährdet. Und deshalb setzt die Windkraftlobby immer verzweifelter auf den Staat und auf die Medien und will ihre Interessen brutalstmöglich durchsetzen. Dieser An- sicht ist jedenfalls der stellv. Vorsitzende der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs. Was Druck bewirkt, weiß der ehem. Atom-Lobbyist sicherlich ganz gut einzuschätzen. Unabhängig von Herrn Fuchs haben viele Bundestagsabgeordnete sich über den zu- nehmenden Einfluss der Windkraft-Lobby aber ebenfalls beschwert. Das bestätigte auf Anfrage der SPD-Bundestagsabgeordnete Marcus Held, Mitglied im nicht ganz unwichtigen Ausschuss für Energie und Wirtschaft des deutschen Bundestages. Wie Medien-kampagnen Druck erzeugen sollen, hat jüngst auch eine ARD-Sendung mit dem Titel “ Der Kampf um die Windräder“belegt. (siehe unserer gesonderter Bei- trag) Sogar die FDP (die Totengräber der deutschen Steinkohle!) appelliert an die Bundesregierung, nicht vor der Windkraftlobby einzuknicken. Es sei geradezu dreist, so Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Frakt- ion im sächsischen Landtag, wenn der Bundesver- band Windenergie behaupet, die erneuerbaren Ener- gien hätten dazu beigetragen, das der Strompreis seit 2009 gesunken sei. Das Gegenteil wäre der Fall. Die Industriestrompreise  sind seit 2009 um 31,7 % ge- stiegen und gehören damit zu den höchsten in der EU, so Zastrow.  Und trotzdem glaubt die Bundesregier- ung daran, das die Kosten für den Ausbau erneuer- barer Energien gering gehalten werden können. Die Pflichtausschreibungen für Windkraft-und Photovolt- aik-Anlagen sowie die Steigerung der Energieeffizienz durch weniger Stromverbrauch sollen dazu einen Beitrag leisten. Doch wie schon gesagt: wir haben da so unsere Zweifel.

vgl.hz.a.: Presseerklärung der Bundesregierung vom1.06.2016, SWR vom 1.8.2016, Stromauskunft.de vom 03.08.2016; FDP-Schwarzenberg.de aus 2016; Udo-Leuschner.de vom 4.8.2016; Die Welt vom 04.08.2016, Venunftwende-Bündnis NRW, vertreten durch Willi Schmidt in einem offenen Brief an die NRW-MinPräs. Hannelore Kraft vom 23.05.2016 sowie RK-Redaktion vom 19.08.2016; Foto oben: Presseamt der Bundesregierung

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RWE und E-ON wollen mit erneuerbaren Energien Milliarden verdienen

anstatt die Grundlastkraftwerke zu erneuern geht´s in die kuschelige Subventionswanne

Ende des Jahres will RWE seine neue grüne Tochter Innogy an die Börse bringen. E-ON strebt diesen Schritt mit der schwarzen Tochter Uniper im Sept- ember an. Die Startbedingungen für Uniper sind dank des EEG jedoch denkbar schlecht. Das Öko- Geschäft soll nun beide Konzerne retten.

Unter dem von der Bundesregierung erzeugten Druck und dank des EEG begann der Energieriese E-ON sich im März 2015 zu zerlegen. Kohle-und Atommeiler firm ieren seither unter dem Namen „Uniper.“ (siehe unsere Beiträge aus 2015 und 2016)

Der Energiekonzern RWE verknüpft mit dem Börsen- gang seiner neuen Tochter Innogy grosse Erwartung- en an das Öko-Zukunftsgeschäft. Geplant ist ein Er- gebnis vor Steuern (Ebitda genannt) in Höhe von 4,3 bis 4,7 Mrd.EUR. Im Zuge des Börsenganges ist eine Kapitalerhöhung von 10 % geplant. 40.000 der derzeit noch 60.000 Mitarbeiter werden zur Tochter verlegt. Wie E-ON kalkuliert das Unternehmen zunächst aber ebenfalls mit einem sinkenden Gewinn, da das Mutt- erhaus weiterhin die Kraftwerkssparte und den Ener- giehandel unterhält und ebenfalls Atomkraftwerke zurückbauen muss. Ferner sind die Kosten für die Endlagerung von Brennstäben zu bezahlen.  Die Ge- samterwartungen liegen daher zwischen 5,2 und 5,5 Mrd. an Umsatz für 2016. Das wäre ein viertel weniger als 2015. Größter Gewinnbringer soll das Netzgeschäft von Innogy werden. Hier erwartet RWE ein Ebitda von 2,5 bis 2,7 Mrd. EUR. Der subventionierte Ökostrom soll zwischen 600 und 800 Mio. EUR einbringen. Weil das wahrscheinlich nicht ausreichen wird, hat die Denkfabrik „Agora“ schon einmal vorsorglich eine weitere Kostenerhöhung bei der EEG-Umlage ins Ge- spräch gebracht. Im nächsten Jahr soll diese von 6,3 Ct/kWh auf 7,1 bis 7,3 Ct./kWh steigen. Von preis- dämpfender Wirkung der EEG-Umlage, wie sie Bund- eswirtschaftsminister Siechmar Gabriel noch 2013 vollmündig verkündete, kann schon lange keine Rede mehr sein, da der Ausbau regenerativer Energieträger, allen voran die Windkraft, ungebremst weitergeht. Es ist ein Fass ohne Boden und gehört abgeschafft. Ein kleines Trostpflaster bleibt für den Verbraucher dennoch übrig: durch Wechsel des Energieversorgers oder durch die Änderung des Tarifs kann man lt. dem Stromvergleichsportal Verivox bei einem 2-Personen-Haushalt und einem Durchschnittsverbrauch von 2.400 kWh/Jahr 22 % sparen. Das macht immerhin 172,00 EUR/Jahr aus. (766-594 EUR als durchschnitt- liche Berechnungsbasis)

vgl.hz.a. FAZ vom 01.08.2016; WAZ vom 11.08.2016; TAZ vom 11.08.2016, Die Welt vom 27.04.2015; Handelsblatt vom 20.07.2016; boerse.ard.de vom 10.08.2016 und RK-Redaktion vom 19.08.2016

Fotos: oben links: Windkraftanlage: Massimo Cavallo,fotolia-Kauf; Bundesadler: ferkelraggea, fotolia-Kauf, Karrikatur: Harm Bengen, Änderung und  Retusche: Revierkohle 

Während Uniper in der bisherigen E-ON-Zentrale in Düsseldorf bleibt, zog die Mutter zwischenzeitlich nach Essen um. Sozusagen in unmittelbarer Nachbar-schaft zum Konkurrenten RWE. Wer als Aktionär nun befürchtet, das ein Verdrängungskampf einsetzen wird, sollte sich mit den zukünftigen Gewinnbringern der Unternehmen näher beschäftigen. Dabei wird Er/ Sie entspannt feststellen, das beide Firmen in Zukunft in den Genuss fließender Geldströme dank des EEG und der öffentlichen Hand kommen werden. Denn E-ON und RWE setzen auf den Ausbau der regnerativ- en Energieträger nebst dazugehörenden Nebenge-schäften. Und die werden bekanntermaßen 20 Jahre lang subventioniert. Für E-ON dürfte es allerdings trotzdem schwierig werden, weil die neue Tochter Uniper schon vor dem Börsengang 2,93 Mrd.EUR an Verlusten eingefahren hat. Zusätzlich mußte wegen des defizitären Gasgeschäftes in 2015 eine Wertbe- richtigung vorgenommen werden. Die Anleger reag- ierten entsprechend verschnupft. Die E-ON-Aktie viel am 10.8.2016 um 5 % ins Minus. Der Gesamtumsatz ging im ersten Halbjahr 2016 um 11 % auf 20,25 Mrd. EUR zurück. Hoffnung auf Besserung dürfte es u.E. nicht geben, da die Kraftwerksunterhaltung sowie der Rückbau der Atommeiler Mrd. EUR verschlingt. Kritik- er sind der Ansicht, das die Gewinne aus dem Öko- Geschäft nicht reichen werden. Die bereits gebildeten Rücklagen für den AKW-Abriss halten sie ebenfalls für nicht ausreichend. Unabhängig von der Frage der Wirtschaftlichkeit werden die Grundlastkraftwerke dringend benötigt, da sie für die Aufrechterhaltung der Versorungssicherheit und der Netzstabilität un- abdingbar sind. Und sie arbeiten auch nicht unwirt- schaftlich. Warum sich der Betrieb dennoch immer weniger lohnt, liegt ausschließlich an den gesetzlichen Vorgaben des EEG. Dieses schreibt vor, das die rege- nerativen Energieträger bevorzugt und bedarfsunab- hängig ins Netz eingespeist werden müssen. Bei ein- em Überangebot des EE-Stroms fällt der Börsen- strompreis und die konventionellen Kraftwerke müss- en heruntergefahren werden. Das erhöht den Ver- schleiss und die Wartungskosten. Und nur wegen dieser gewollten Zwangssituation wird der Betrieb der Grundlastkraftwerke immer unwirtschaftlicher. E-ON und RWE haben auf diese Entwicklung durch Auf- spaltung reagiert, um einer Pleite zu entgehen und Tausende von Arbeitsplätzen zu retten. Ein aus unserer Sicht fragwürdiges Unterfangen.  Sinnvoller wäre es, die gesamte Kraftwerkswirtschaft zu ver- staatlichen, da es sich letztendlich um eine eminent wichtige Daseinsvorsorge für alle handelt, für die der Staat verantwortlich zeichnet.

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Windkraft: Auswüchse einer hochsubventionierten Boombranche

REVIERKOHLE ANTWORTET EINEM VERBITTERTEN WINDKRAFT-ANHÄNGER

Am 1.8.2016 brachte der SWR im ARD-Abendpro- gramm einen erstaunlich realistischen Beitrag zu den zerstörerischen Wirkungen der Windenergie. (siehe Videoclip) In dem rd. 30-minütigen Beitrag ließen die Autoren eine Anzahl von Menschen zu Worte kommen, die sich massiv durch den unge- bremsten Ausbau der Windenergie in vielen ihrer Lebensumstände gestört und von der Politik ver- schaukelt fühlen. Obwohl jeder der Befragten sich trotzdem für die Energiewende aussprach (nur eben nicht bei sich Zuhause), waren die Lobbyisten der erneuerbaren Energien aufs Höchste alarmiert und protestierten umgehend und auf vielen Kanälen gegen diesen Beitrag. Allen voran ein gewisser Dr. Rüdiger Haude. Seines Zeichens Vorstandsmitglied im Solarenergie-Förderverein Deutschland und Privatdozent. RK-Chef Blach hat sich diesen an- geblichen Fachmann mal vorgenommen und ihm einen ausführlichen Brief zukommen lassen, der auch bei unserem Partner, dem europäischen Institut für Klima und Energie (Eike) veröffentlicht wurde. Herr Dr. Haude hat – wie erwartet – nicht geantwortet.  Dafür war wenigstens die stellv. Chefredakeurin beim SWR, Brigitte Weber, erbost. Doch nun zum offenen Brief.

 

ARD-Beitrag vom 1.8.2016

 

Sehr geehrter Herr Dr. Haude,

 

in einer Rundmail an die verantwortliche Redakteurin beim SWR , Frau Sibylle Schreckenberger, beklagen Sie sich über den unanständigen Umgang mit der Windkraftproblematik. Die journalistische Aufarbeit- ung bezeichnen Sie als perfide, unaufrichtig und in- transparent. In Ihrem Schreiben führen Sie drei Punkte auf, um deren Beantwortung Sie bitten. Da wir als Windkraft-Kritiker auch Informationslieferant sind, gehen wir gerne auf Ihre Kritikpunkte ein.

Zunächst beklagen Sie sich in Ihrem Schreiben darüb- er, das in der Sendung der Zusammenhang zwischen Klima und Klimawandel nicht erwähnt worden wäre. Das halten Sie für unanständig. Warum das so ist, be- gründen Sie allerdings nicht. Da Sie als studierter Phi- losoph und Dozent für neuere Geschichte kein ausge- wiesener Fachmann auf dem Gebiet der Energiewirt- schaft und der Physik sind, sind Sie möglicherweise von der medial tagtäglich als richtig verbreiteten An- nahme ausgegangen, dass es einen Zusammenhang zwischen unterstellter Klimaerwärmung und der Zu- nahme von Co2-Emissionen geben würde und Sie des- halb erwartet haben, das die Sendung dieses Problem erwähnt. Das war aber nicht Tenor der Sendung. Auch gibt es bis heute nicht eine einzige wissenschaftlich fundierte Studie, die einen signifikanten Zusammen- hang zwischen antrophogen verursachter Klimaer- wärmung und Kohlenstoffdioxidzunahme in der Atmosphäre belegen könnte. Bei den veröffentlichten Untersuchungen, u.a. des Weltklimarates (IPCC) , handelt es sich um hypothetische Annahmen, die auf der Grundlage mathematischer Modellbildung erfolgt- en und in der Praxis nicht belegt werden konnten.

Das Klima als statistische Größe ändert sich ansonsten seit Mrd. von Jahren und zwar in nicht-linearer Weise. Da der Wandel insofern das Normalste von der Welt ist, hat er in der Sendung auch nicht be- sonders erwähnt werden müssen. Wenn Sie aller- dings gemeint haben sollten, das es einen Zusamm- enhang zwischen Klimaerwärmung und Co2-Zunahme geben könnte und das daher der Ausbau von Wind- kraftanlagen zu Ungunsten der zahlenden Bevölker- ung gerechtfertigt sei, unterliegen Sie ebenfalls dies- em medial verbreiteten Irrtum, da es einen solchen, von Menschen erzeugten, Zusammenhang nicht gibt. Im Gegenteil: seit rd. 18 Jahren verläuft die globale mittlere Durchschnittstemperatur konstant, während sich die Co2-Emissionen in diesem Zeitraum verdrei- facht haben. Die positiven Folgen für das Pflanzen- wachstum wurden u.a. in der Fachzeitschrift „Nature“ und bei unserem Partner, dem europäischen Institut für Klima und Energie (Eike) schon mehrmals aus- führlich beschrieben. Gerne können wir Sie mit den Fachleuten in Kontakt bringen, wenn Sie das wünschen.

       Dr. Rüdiger Haude   SFV

Des weiteren beklagen Sie sich in Ihrer e-Mail über die fehlende Transparenz in der Sendung. Den CDU-Politiker Michael Fuchs bezeichnen Sie als Lobbyisten und Atom-Fuchs wegen seiner Nähe zur Atomwirtschaft. Inwieweit die Redakteure die früheren Tätigkeiten des Politikers Fuchs durchleuchtet haben, entzieht sich unserer Kenntnis. Hinsichtlich der fehlenden Transparenz stimmen wir Ihnen insofern zu, als das eine 45-minutige Sendung, die ja auf ein breites Publikum Rücksicht nehmen muss , nicht alle Details und Fakten bei einem solch komplexen Thema einmalig vermitteln kann. Wir helfen Ihnen aber gerne mit Fakten weiter. Warum wir gegen die Energiewende und insbesondere gegen den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen sind, entnehmen Sie dem beigefügten Flyer. Des weiteren verweisen wir auf die beigefügte Grafik des Netzbetreibers Entso-E und der EEX-Strombörse aus Jan. 2015. Dieser Grafik können Sie beispielhaft entnehmen, dass der Strom aus regenerativen Energieträgern ganzjährig schwankend ist und meistens dann nicht zur Verfügung steht, wenn der Bedarf steigt. (braune Felder der Kurvenverläufe) Diese großen Lücken müssen regelmäßig durch die fossilen Grundlastkraftwerke ausgeglichen werden. Darüber hinaus haben unsere Kraftwerke die Funktion, als Taktgeber für die Aufrechterhaltung der notwendigen 50 Hetz-Netzspannung zu fungieren. Geringste Abweich- ungen führen ansonsten zu einem Netzzusammenbruch. Windkraft steht das Jahr über betrachtet nur an rd. 2 Monaten zur Verfügung und kann bei Überproduktion nur herab-, aber nicht heraufgeregelt werden. Das könn- en nur Grundlastkraftwerke. Daraus folgt, dass es eine Zukunft ohne Kraftwerke bis auf weiteres nicht geben kann. Zwar können Sie den produzierten Strom aus regenerativen Energieträgern in Methangas durch Aufspaltung von Wasser und Wasserstoff mit Hilfe der Wasserstoffelektrolyse umwandeln und speichern, je- doch kostet dann die Kilowattstunde Strom rd. 2,00 EUR. Und der zur Erzeugung von Methangas notwendige Energieaufwand beträgt 80 %. Sie sehen, es ist nicht wirtschaftlich.

Quelle: Statistica und brrwi, in: vernunftkraft.de, Foto: Dranadine CC BY-SA 3.0, wikimedia commons,   obere Statistik: Lastgänge Jan. 2015, Netzbetreiber Entso-E, Darstellung: Rolf Schuster,  Co2-Baum unten: Ricochet64, fotolia-Kauf; Ortsausgangsschild: B. Blach

Das energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln hat in 2016 freundlicherweise einmal die Kosten für die Einsparung von Co2-Emissionen ausgerechnet. Danach kostet die Einsparung von einer Tonne Kohlenstoffdioxid :

400,00 EUR bei Photovoltaik-Anlagen

135,00 EUR bei Offshore-Windkraftanlagen

 50,00 EUR bei Onshore-Windkraftanlagen

   6,00 EUR bei konventionellen Kraftwerken

 Und auch ansonsten sind die Kosten pro Kilowattstunde erzeugter Strom aus regenerativen Energieträgern nicht marktfähig. Daher werden Sie ja auch vom Staat allein in 2016 mit 29,2 Mrd. EUR sub- ventioniert. Seit Einführung des Erneuerbare-Ener- gien-Gesetzes (EEG) in 2000 sind das bisher mehr als 200 Mrd. EUR für gerade einmal 2,3 % Anteil des erzeugten Stroms aus Windkraftanlagen am Primär- energieverbrauch (2015, Quelle: BM für Wirtschaft und Energie) Um die Transparenz für Sie herzustellen, hier die Kosten pro kWh:

Kosten pro kWh für erzeugten Strom aus Windkraft- anlagen:  Offshore: 19 Ct;   Onshore:  9 Ct                      Solarstromanlagen : 14 Ct                                                                                 Biogasanlagen:           14 Ct.                                                                                    Elektrolyseanlagen: 2,00 EUR/kWh                                                                                    foss.Kraftwerke:       Braunkohle: 3,5 Ct;   Steinkohle: 6,5 Ct.

Quelle: Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt, FH Aachen

Zum Abschluss Ihres Schreibens fragen Sie die Redaktion, ob es neuerdings Standard wäre, sozial- politische Skandale als energiepolitische Skandale auszugeben und verweisen auf das im Film erwähnte Beispiel einer alleinerziehenden Frau, die dank der Energiepolitik der Bundesregierung mit 1000,00 EUR im Monat auskommen muss. Zugegeben: etwas po- lemisch ist dieses Beispiel auch aus unserer Sicht schon. Aber es ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Denn wenn die Bundesregierung für eine zum Scheitern verurteilte Politik wie die sog. Energiewende allein in 2016  29,2 Mrd. EUR aufwendet, dann fehlt dieses Geld naturgemäß an anderer Stelle. Die Einsparungen gehen in unserer Gesellschaft i.d.R. immer zu Lasten derjenigen, die sich nicht wehren können und keine Lobby haben. Dazu gehören eben auch die Alleinerziehenden.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unserer Stellungnahme Ihre e-Mail ausreichend beantworten konnten und ver bleiben

mit freundlichem Glückauf

           wir fordern : Schluss mit dem Ausbau von Windkraftanlagen – Schluss mit der Steuerverschwendung

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Norwegen will Benzin und Diesel verbannen

der Kampf gegen den nicht stattfindenden Klimawandel wird verstärkt

Nicht nur für Politiker kommt es darauf an, beim Volk  Wohlwollen zu erzeugen, sondern auch in Monarchien. Seine Majestät Harald V. und Sonja von Norwegen werden in diesen Tagen eine Regierungs erklärung vortragen und ein Gesetz unterzeichnen, das dafür sorgen soll, das alle Benzin-und Diesel- autos aus dem kerngesunden Land zugunsten von Elektro-Autos ab 2015 verschwinden sollen. Die Begründung für diese drastische Maßnahme lautet: der Ausstoß von klimaschädlichen Abgasen soll ver- ringert werden.  

Der Kampf gegen Windmühlen soll in Norwegen also mit härteren Bandagen in Zukunft geführt werden, um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten. Wir sind davon überzeugt, das sich das Klima auch von den Norwegern nicht in die Parade fallen lassen wird. Denn das Klima kann der Mensch nicht ändern. Und was die Reduzierung von Co2-Emissionen anbelangt, haben wir zig-mal schon vorgetragen, das es keine einzige wissenschaftlich korrekte Studie gibt, die eine Signifikanz zwischen Klimaerwärmung ( die de fakto seit nunmehr 18 Jahren nicht auszumachen ist) und einem Co-2-Anstieg in der Atmosphäre belegen könnte. Alle Hypothesen des Weltklima- rates (IPCC) haben sich diesbezüglich bisher als haltlos erwiesen. Beim Stichwort Kohlenstoffdioxid hat mittler- weile eine weltweit medial vermittelte Konditionierung der Gehirne derart erfolgreich in dem Sinne stattge- funden, als das beim Wort Co2 im Unterbewußtsein bei den meisten Menschen ein Angstsignal ausgelöst wird.  Ein bestimmtes Verhalten wird dann reflexhaft ausgeführt. Ähnliches wurde bereits Mitte des 19. Jahrhundert  durch die sog. Pawlow´schen Hundereflexexperimente ausprobiert. Es war der Beginn der modernen Mass- enpsychologie. Wir vermuten, das dieser Impuls das logische Denken blockieren kann. Unsere und die norwegischen Politiker samt Krone haben daher ein ureigenes Interesse daran, den armen Menschen diese Angst zu nehmen und als Dank stehen sie dann bei Ihrem Wahlvolk als Gutmenschen dar. Gleichzeitig kann man mit der Stabilisierung der Angst durch dauernd neue Hiobsbotschaften und Pseudo-wissenschaftlichen Studien auch prima Geld verdienen. Und darum geht es eigentlich.

Denn wenn man den gesamten Transportverkehr über gesetzlichen Zwang umkrempeln möchte, dann kaufen die Bürger nur dann ein überteuertes, unwirtschaftliches und umweltbelastendes E-Auto ( Ionenbatterien haben nur eine begrenzte Lebenszeit und müssen entsorgt werden. Zu ihrer Herstellung wird viel Co2 erzeugt), wenn im Unterbewußtsein darüber „Klarheit“ herrscht, das es um ein höheres Ziel geht. Nämlich die Rettung des Klimas. Und das hat eben seinen Preis. Mehr als 5 Mio. Norweger glauben bereits diesen Unfug, denn sie haben sich bereits einen E-Stromer gekauft. Bei der Stromproduktion brauchen die Norweger derzeit zwar kein schlechtes Gewissen zu haben, denn Norwegen gewinnt zu fast 100 % seinen Strom aus Wasserkraftwerken und Wind. Wenn allerdings alle Norweger Ihre E-Autos, Fabriken und Wohnhäuser mit Strom aus Wasserkraft-werken  ab 2015 versorgen wollen, dann stellt sich die Frage, wo der Platz für neue Wasserkraftwerke her- kommen soll.  Möglicherweise besinnen sich die Norweger bis dahin vielleicht wieder auf ihre reichlich vorhandenen Gasvorkommen. Die norwegische Regierung ist angesichts aufgebrachter Bürgerinnen und Bürger nunmehr wieder davon abgerückt, in absehbarer Zeit Benzin und Diesel zu verbieten. Wir glauben aber, dass das zurückrudern rein taktischer Natur ist.

vgl.hz.a. WAZ vom 16.08.2016 sowie RK-Redaktion vom 18.08.2016; Fotos: Pixabay

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VW will 20 neue E-Stromer auf den Markt bringen

künftig sollen Hunderte von Kilometern Reichweite möglich sein 

Bisher schaffen Elektroautos im Alltagsbetrieb oft nur etwas mehr als 100 km Reichweite. Dann muss entweder eine Stromtankstelle oder eine Übernacht ung im Hotel her. Doch das soll sich nun lt. VW-Mark enchef Herbert Diess gründlich ändern. Auf der Pariser Automesse Ende Sept. 2016 soll der ganz grosse Wurf vorgestellt werden. Ein Konzeptauto, etwas kleiner als der Golf, soll bis zu 600 km Reichweite schaffen und das Interesse der potentiell en Käufer wecken. Die werden obendrein vom Staat mit 4000 EUR Kaufprämie angelockt. Doch Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Die Reichweite und die Speicherfähigkeit von Batterien bleibt auch in Zukunft begrenzt. Außerdem müßten mindestens 40 neue Kohlekraftwerke gebaut werden. VW unterhält selber welche.         

vgl.hz.a.: Manager Magazin vom 12.08.2016, Wirtschaftswoche vom 12.08.2016 sowie Mueller, Fred F.: wie man das Volk für dumm verkauft – Elektromo-bilität ganz ohne Strom, in: Eike.de vom 7.8.2016 sowie RK-Redaktion vom 17.08.2016

Fotos: oben: VW-Kraftwerk, Wolfsburg-Nord, Blickfang, fotolia-Kau, darunter: Maurogrigollo, fotolia-Kauf

Um die vielen Autos produzieren zu können, die VW jeden Tag am Fließband herstellt, benötigt der Konz- ern Strom. Viel Strom. Daher unterhält VW am Stand- ort Wolfsburg-Nord (aus dem Jahre 1939 siehe oben) und am StaO Wolfsburg-West (Baujahr 1983)  jeweils ein eigenes Heizkraftwerk. In diesen wird überwieg- end Steinkohle verfeuert. Die Kraftwerke liefern für die Stadt Wolfsburg darüber hinaus Fernwärme zu einem recht günstigen Preis. Die Leistung im Kraftwerk Nord wird mit 140 MW und im Kraftwerk West mit 300 MW angegeben. Jedes Jahr fahren rd. 450 Züge mit jeweils 2000 Tonnen Kohle zum Kraft- werk. Die Kraftwerke wurden mit Rauchgasent- schwefelungs-und Entstickungsanlagen in den 80er und 90er Jahren nachgerüstet.

Und mit Hilfe der Kohle soll nun auch der E-Stromer auf den Weg gebracht werden. Die Betriebskosten sollen unter denen heutiger Benzin-und Dieselmotor-fahrzeuge liegen. Der VK-Preis soll in Höhe eines gut ausgestatteten VW-Dieselfahrzeugs liegen. Mit and- eren Worten: gehobene Preisklasse. Um das E-Auto voran zu bringen, will VW auch neue Werke in den USA, China und Nordamerika errichten. Woher die Euphorie kommt, die Markenchef Diess auf einer Pressekonferenz ausstrahlte, bleibt offen. Investor Marc Faber z.B. hält jedenfalls sogar den Sturz des Vorzeige-Batterie-Autos von Tesla für absturzge- fährdet, da der Markt zur Zeit für Automobilhersteller nicht groß genug ist. Das kann sich zwar bei einer Reichweitenerhöhung, einer Verringerung der Kosten und einem lückenlosen Ausbau einer Stromtanken- stelleninfrastruktur ändern, aber die physikalisch-technischen Gesetze werden sich deshalb trotzdem nicht auf den Kopf stellen lassen. Zero-Emission-Vehicles (ZEV) bis 2050 hin oder her. Und sollte die Bundesregierung mit ihrer fragwürdigen Verkehrs-politik ernst machen, ständen rd. 800.000 Arbeits-plätze in der Automobilindustrie auf der Kippe.

Der bisherige Erfolg batteriebetriebener Austos ist aufgrund der geringen Reichweite, des hohen Anschaffungs-preises sowie der mangelhaften Versorgung mit Stromtankstellen eher bescheiden. Ganze 25.000 Zulassungen waren bei den Kfz-Landesbetrieben in 2015 zu verzeichnen. Dabei hatte die Bundesregierung geplant, das bis 2020 1 Mio und bis 2030 6 Mio. E-Autos auf den Strassen unterwegs sein sollen. Daraus wird aber wohl nichts. Seit Juli 2016 haben gerade einmal 1,791 Interessenten von der Kaufprämie i.H.v. 4.000 EUR Gebrauch ge- macht. Zu den bereits erwähnten Gründen für diese Zurückhaltung zählt aber auch die Tatsache, das die Ionen-batterien sehr teuer sind und bereits nach rd. 8 Jahren ihre Ladefähigkeit verloren haben. Die Platten sind dann zerfressen. Abgesehen von der ungeheuren Umweltbelastung, die auf uns zukommen wird, wenn 45 Mio. Batterien entsorgt werden müssen, stellt sich die Frage, woher denn der Strom kommen soll, wenn die Bundes-regierung gleichzeitig vorhat, den Bruttostromverbrauch bis 2050 gegenüber 2008 um 25 % zu vermindern ?  Nach Berechnungen der technischen Universität Wien vom Okt. 2012 würde der durchschnittliche Energie- bedarf eines Elektroautomobils ab Kraftwerk bei 36 kWh/100 km liegen. Für die komplette Umstellung der deutschen PKW-Flotte würde das bei ansonsten konstanten Verhältnissen (45 Mio. Fahrzeuge) ein Gesamtzu-satzbedarf von 231 Terrawattstunden (TWh) an elektrischer Energie erforderlich machen. Bei Umstellung aller Busse und LKW´s auf E-Antrieb würden nochmals rd. 106 Terrawatt an elektrischer Energie benötigt. Macht zusammen 337 TWh pro Jahr. Wer glaubt, das ganze wird sich strompreisreduzierend auswirken, der glaubt  auch sicherlich weiterhin an Trittins Mantra: Sonne und Wind schicken keine Rechnung. Na denn…

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Das Ruhrrevier feiert seine Trinkhalle

mehr Heimat-und Pottgefühl geht nicht – trotzdem verschwinden jedes Jahr rd. 300 Buden im Revier Was wäre das Revier ohne seine Klümpchen-Buden, seine Kumpels und sein Pilskes ? Genau! Nichts! Und so wurde es höchste Zeit, das die Ruhr-Tourismus GmbH aus Oberhausen diese wunderbare Revier- kultur zu einem „Tag der Trinkhalle“ ausrief. Dieser wurde an

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Solarworld steht erneut vor der Pleite

Ein US-Gericht hat in erster Instanz entschieden, dass die Schadensersatzklage des Siliziumsherstellers Hemlock Semiconductor berechtigt ist. Aufgrund dieser Meldung sackte der Aktienkurs mit 5,220 EUR in den Keller. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) wird für 2016 mit – 10 Mio. EUR erwartet. Dennoch will der Konzern den Jahresumsatz um 20 % auf 1 Mrd. EUR steigern. Sollte Solarworld die Klage endgültig verlieren, wäre die Pleite vorgezeichnet. 720 Mio. EUR sind ein vielfaches von dem, was der Firma derzeit zur Verfügung steht. Und das sind gerade ein- mal 148 Mio. Dollar. Asbeck müßte also einen neuen Investor auftreiben.

Seit 2010 schreibt der letzte deutsche Solaranlagen-hersteller durchweg rote Zahlen. Vorstandschef Frank Asbeck (unten) mußte am Freitag einräumen, das die Konkurrenz aus China, an die übrigens jahrelang deutsches Know-How zur Erstellung von Solaranlagen geliefert wurde, enorm wäre. Schon 2014 mußte ein scharfer Schuldenschnitt gemacht werden. Nun kommt dem Hersteller auch noch der ehemalige US-Siliziumhersteller Hemlock Semicon- ductor in die Quere und hat im US-Bundesstaat Michigan eine Klage auf umgerechnet 720 Mio. Euro Schadensersatz eingereicht, weil sich Solarworld an einen in 2005 abgeschlossenen Vertrag nicht ge- halten hat. „Sonnenkönig“ Asbeck will aber nicht zahlen und wartet erst einmal die Berufungsver- handlung ab. Da können wir nur sagen: „kär, wat kann eine Marktbereinigung schön sein, woll !“  

                    Solarworld-Chef Frank Asbeck

vgl.hz.a. Hamburger Abendblatt vom 30.07.2016, Berliner Morgenpost vom 30.07.2016, finanztreff.de vom 31.07.2016; FAZ vom 27.07.2016, wall-street-online vom 01.08.2016 und RK-Redaktion vom 01.08.2016, Grafik oben:; Solarworld AG; Grafik unten: finanztreff.de 

Möglicherweise hat Asbeck sogar noch einen letzten Trumpf in der Hand: die Firma Hemlock wäre womög- lich sofort geschmeidiger, wenn Asbeck gegenüber den US-Handelsbehörden seine Position zu chinesi- schen Billigimporten aufgeben würde. Asbecks Unter- nehmen drängte die Wettbewerbsbehörden bislang dazu, dass die Solarunternehmen Chinas mit hohen Handelsschranken für Dumping-Vergehen bestraft werden müssen. Siliziumherstellern dagegen ist es egal, ob Chinesen, Europäer oder Amerikaner daraus Solarzellen und schließlich Module produzieren. Um den möglichen Wegfall von Solarworld braucht man u.E. aber keine grossen Krokodilstränen zu vergeud- en, da Solaranlagen wie Windkraftanlagen nicht markt
fähig sind und daher vom Steuerzahler dauernd sub- ventioniert werden müssen. Und zur Versorgungs-sicherheit tragen Solaranlagen auch nur dann bei, wenn die Sonne scheint. Also schmerzt den möglichen Wegfall nur die wenigen Beschäftigten.

ab in den Keller: die Solarworld-Aktie fiel von Febr. bis Anfang Aug. 2016 von 13,00 EUR auf schlappe 5,22 EUR

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