Klimaprojekt Innovation City – Herne greift zu den Fördertöpfen

Ziel: möglichst viele Steuergelder abgreifen

Für das eine oder andere Klimaprojekt mag man sich über den Nutzen durchaus streiten, im Hinblick auf die Erreichung des Gesamtziels des Modellprojekts „Innovation City“ kann man u.E. aber zu keiner anderen Erkenntnis kommen, das es sich bei dem Projekt um eine gigantische Steuerverschwendungs-maßnahme handelt, da das Ziel, die Co2-Emissionen bis 2020 um 50 % zu halbieren, um die Klimaerwärm- ung zu stoppen, nicht realisiert werden kann, da es seit 18 Jahren keine Erwärmung gibt, das Klima eine rein statistische Größe ist und die Co2-Emissionen so gut wie keinen Einfluss auf das Klima haben. Dies haben wir bereits mehrmals ausführlich dargelegt. Nach Bottrop will nun auch die Stadt Herne an die KfW-Fleischtöpfe herankommen und hat Fördergeld- er beantragt. 20 Quartiere sollen im Rahmen der sog. energetischen Stadtsanierung „klimagerecht“ (was ist das ?) umgebaut werden. Hierzu zählt die unsinnige Wärmedämmung an Hausfassaden, Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs, Betonentsiegel- ung  und Begrünung aufgrund befürchteter extremer Häufigkeit von Wetterereignissen ( die bisher nicht zu beochten sind!) und andere Maßnahmen, um die nega tiven Folgen des Klimawandels abzumildern. So die offizielle Botschaft. In Wahrheit geht es aber wie fast immer nur um eins: ums Geld. Und das fließt im Falle des energetischen Stadtumbaus reichlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vgl.hz.a. WAZ vom 07.04.2016, umwelt.nrw (Min. f. Landwirtschaft, Natur-u.Verbraucherschutz des Landes NRW), Innovation City-Management GmbH Bottrop (Masterplan), RK-Redaktion vom 20.4.2016.   Fotos: Grafik: AG Energiebilanzen 2015: Mitte: fotolia-Kauf, K.C.; Wappen der Stadt Herne, wikipedia

So bezuschusst die staatliche KfW-Bank 65 % aller förderfähigen Kosten bis zu 5 Jahren. Für jedes Quar- tier werden bis zu 250.000 EUR an Steuergeldern lock- er gemacht. 35 % werden von den Kommunen er- bracht. Sollte eine Kommune wie die Stadt Herne etwas finanzschwach sein, so braucht diese nur 5 % an Eigenanteil zu leisten. Den Rest übernimmt der Bund mit 95 %. Unterstützt wird das Projekt Innvotion City auch noch vom Bundesminsterium für Umwelt, Naturschutz, Bau-u. Reaktorsicherheit und vom Land NRW.  Beihilfeberechtigt sind kommunale Gebiets- körperschaften, Eigenbetriebe der Städte, Wohungs- eigentümer und Wohungsunternehmen. Und damit auch alle beteiligten Akteure möglichst effizient und gewinnbringend zusammenarbeiten können, koordi- niert die City Management GmbH, eine Public-Private-Partnership-Initiative, die Prozesse und Projekte. Bisher wurden 125 Einzelprojekte initiiert.

Falls Sie nun Lust bekommen haben sollten, ebenfalls öffentliche Fördergelder zu beantragen, empfehlen wir Ihnen, bei der KfW-Bank das Formblatt mit der Nr. 600 000 2111 abzufordern, einen Projektablaufplan vorzulegen, einen Verantwortlichen zu benennen und schon rieselt der Geldsegen. Wer es noch genauer wissen möchte, kann sich den Masterplan herunter- laden. Allen anderen raten wir zur kritischen Wach- samkeit.

Zum Wachwerden empfehlen wir Ihnen unser nächst- es Jahrbuch, welches Anfang 2017 erscheinen wird. Dort werden wir uns ausführlicher mit dem Thema energetischer Stadtumbau und seine Folgen für den Steuerzahler beschäftigen .

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weltgrößter Kohleminenbetreiber Peabody Energy ist insolvent

Nach Preisdruck und intensivem Wettbewerb mit der Gasindustrie steht die Pleite vor der Tür

Fallende Kohlenpreise, intensiver werdend- er Wettbewerb mit der Gasindustrie und rd. 2 Mrd. US-Dollar an Verlustabschreib- ungen in 2015 zwangen nunmehr den welt- größten Kohleminenbetreiber Peabody-En- ergy in die Knie. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vgl.hz.a.: Deutsche Wirtschafts-Nachrichten vom 21.03.2016, Die Zeit vom 13.04.2016  und  RK-Redaktion vom 21.4.2016; Fotomontage: RK

Die 1883 in Chicago gegründete Firma mit heutigem Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri verzeichnete über viele Jahr- zehnte nur einen Kurvenverlauf: nach oben. Möglicherweise hat der letzte Firmenzukauf in 2011 der Firma das Genick gebrochen. Peabody-Energy-Chef Glenn Kellow erwarb in diesem Jahr den australischen Kohleförderer Macarthur. Zins- zahlungen in Höhe von 71 Mio. US-Dollar aus dieser Zeit müssen innerhalb der nächsten 4 Wochen beglichen werden, ansonsten droht der endgültige Bankrott. Das wäre dann auch das Ende für die 8.300 Kumpels von Peabody Energy.  Soweit der Vorstand zusätzliche finanzielle Hilfen gem. dem ameri- kanischen Insolvenzgesetz gewährt bekommt, könnte die einge-leitete Sanierung forgesetzt werden.

Der Abstieg der amerikanischen Kohleindustrie hat allerdings nichts mit dem Wachstum der erneuerbaren Energien zu tun, sondern mit der Tatsache, das amerikanische Gasfirmen seit einigen  Jahren mit der sog. Fracking-Methode die letzten Gas- revserven aus dem Schiefergestein heraussprengen und mit Hilfe chemikalischer Laugen das eingeschlossene Gas im Ge- stein freisetzen. Das hat zu einer erheblichen Erhöhung der Fördermengen mit preiswertem Gas geführt. Das Nachsehen hat die Kohleindustrie. In den vergangenen 5 Jahren ist der Kohlepreis von 75 auf 43 US-Dollar gesunken. Außerdem hat US-Präsident  Barack Obama die Ausgabe von weiteren Schürf-rechten gestoppt, weil auch er der Ansicht ist, das die Kohleför-derung ökologische Folgen für das Klima haben könnte. Innerhalb von nur einem Jahr haben die harten Wettbewerbs- bedingungen zum Untergang weiterer Kohleförderer geführt. So mußte die Firma Arch Coal die Pforten in 2015 schließen und Anfang 2016 folgten die Firmen Alpha Natural Resources, Walter Energy und Patriot Coal.

Da aber auch in Amerika die Grundlast nur durch Kohlekraft- werke gesichert werden kann, weil Gaskraftwerke sich haupt-sächlich nur für die Bedarfsdeckung in Spitzenlastzeiten eignen, dürften die Kohlepreise spätestens dann wieder anziehen, wenn die letzten Gasfelder „ausgefrackt“ sind. Allerdings kann das noch ein paar Jahre dauern. Dem vorschnellen und vorlaut- en Rückschluss der „Zeit“ vom 13.4.2016, das die Pleite des größten Kohleförderers Peabody beweisen würde, dass das Zeitalter des „Klimakillers“ Kohle zu Ende geht, können wir kaum folgen, da der Bedarf an Kohle auch ohne Kohlekraft- werke weltweit für die Stahl-,Auto-und Zementindustrie immer noch enorm ist. Bekanntlich leben Todgesagte meistens länger.

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RWE Intern. SE – eine zweifelhafte Zukunftsgesellschaft ging an den Start

Der Essener Energiekonzern schlägt ein neues Kapitel seiner Unternehmensgeschichte auf

Nach dem zum 1.1.2016  der Energieversor- ger E-ON sich in E-ON und Uniper AG auf- gespaltet hat,  um das defizitäre konvent- ionelle Kraftwerksgeschäft auszugliedern, folgt nun auch RWE dieser Notwendigkeit, um weiteren Schaden von der Firma abzu- wenden. Aus der RWE AG wird das Ge- schäft mit den regenerativen Energieträg- ern ebenfalls  herausgelöst. Die neue Ge- sellschaft trägt z.Zt. den Projekttitel “ RWE International SE“, wird wahrscheinlich aber NEWCO heißen und ihren Sitz in Essen hab- en.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vgl.hz.a.FAZ vom 01.04.2016, WAZ vom 25.03.2016 und RK-Redaktion vom 21.4.2016; Fotos: oben: Massimo Cavallo,fotolia-Kauf, RWE-Zentrale oben rechts: RWE-Pressefoto, unten: fotolia-Kauf

Aus Sicht des RWE-Vorstands ist dieser Schritt sicherlich nachvollziehbar, da dank des erneuerbaren Energie-Gesetzes (EEG), der geplanten Verschärfung  zu den Co2-Zertifikate-Nutz- ungsrechten  sowie wegen der fallenden Börsenstrompreise das tradionelle Kraftwerksgeschäft zu einer immer schwereren finanziellen Belastungsprobe für den Konzern in letzter Zeit wurde. Nichts desto Trotz halten wir die neue Aufstellung genau so für fragwürdig, wie wir die Auslagerung bei E-ON als fragwürdig im Jan. bezeichnet hatten. Denn letztendlich zahlt der Steuerzahler alle Aktivitäten rund um die erneuerbaren Energien, da diese Branche weder wettbewerbs- noch auf Dauer überlebensfähig ist. Das hängt damit zusammen, das auch in Zukunft der Wind und die Sonne nicht bedarfsgerecht zur Verfügung stehen wird und das der Strom aus erneuer- baren Energiequellen auch weiterhin nicht speicherbar ist. Daher kann die Grundlast nur von konventionellen Kraftwerken erbracht werden. Wenn diese aber nicht wirtschaftlich betrieb- en werden können, bastelt man eben eine Bad-Bank für Kraft- werke. Im Falle von RWE heißt die Bad-Bank weiterhin RWE AG, während die Ökostrom-Gesellschaft sich bequem aus Subvent- ionsbeihilfen zu einem Großteil finanzieren wird.

Soweit die Einnahmen die Kosten für den Unterhalt, die Sanier- ung und die Erneuerung der Kraftwerke nicht decken sollten, wovon wir ausgehen, wird der Steuerzahler zusätzlich zu den zahlreichen EEG-Umlagen auch eine Kapazitätsmarktabgabe zum Betrieb der Kraftwerke in Zukunft leisten müssen, da diese die Feuerwehr darstellen, um die Versorgungssicherheit rund um die Uhr sicherstellen zu können.  Da aber noch keineswegs klar ist, ob die Kapazitätsmarktabgabe kommt und wie hoch die Rückbaukosten für die alten Atrommeiler ausfallen werden, wird im Konzern weiterhin kräftig gespart. Natürlich am meist- en beim Personal. Daher bereitet Perso-Vorstand Uwe Tigges die Beschäftigten derzeit auf weiterhin harte Einschnitte vor. Von den rd. 60.000 Beschäftigten sollen bis Ende 2018 2000 Arbeitnehmer das Unternehmen verlassen. Innerhalb der letzt- en drei Jahre hat RWE allerdings schon rd. 10.000 Arbeitsplätze abgebaut. 40.000 Beschäftigte sollen in die neue Gesellschaft wechseln,einschließlich dem bisherigen Vorstandsvorsitzenden, Peter Terium.

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200 Jahre Georg Agricola Bergbau-FH

die älteste Bergbauschule in Deutschland feierte Ihren Geburtstag

Am 15.4.1816 nahm die Bergschule Bochum auf- grund zunehmenden maschinellen Fortschritts auf den Schachtanlagen ihren Lehrbetrieb auf und unter-richtete die Bergschüler zunächst in den Fächern Mathematik und  Markscheidewesen. Die Schüler kamen aus dem Bergbau und waren i.d.R. Steiger. Zu- gelassen wurde allerdings nur, wer in fachlicher und sittlicher Hinsicht einen einwandfreien Leumund vor- weisen konnte. Generationen von Steigern wurden seither in der Bergschule Bochum  ausgebildet. Von der Bergschule mutierte die ehrwürdige Institution schnell zu einer techn. Fachhochschule, die die Stud- enten bergmännisch-wissenschaftlich für die ganze Welt zu tüchtigen Dipl.-Ing. mit hohem fachl.  NIveau ausbildet. Mittlerweile kann man an der FH auch techn. Betriebswirtsschaftslehre studieren.

Rechtzeitig vor dem Auslauf des deutschen Stein-kohlenbergbaus hat die techn. Fachhochschule Georg Agricola zu Bochum (TFH) die Kurve gekriegt und den Wandel von einer auf den Steinkohlenbergbau und seinen Anforderungen spezialisierten Lehranstalt zu einer vielfältigen ingenieurwissenschaftlichen Hoch- schule geschafft, frohlockte deren Präsident Jürgen Kretschmann in einer Feierstunde im Auditorium der Hochschule anlässlich des zweihundertjährigen Be- stehens. Rd. 2300 Studentinnen und Studenten pauk- en heute an der TFH Maschinenbau, Elektro-und Infor-mationstechnik, techn. BWL und selbstverständlich immer noch Bergbautechnik. Daneben unterhält die FH das Forschungszentrum Nachbergbau. Diese Einrichtung gibt es in dieser Form weltweit nur in Bochum. Prof. Kretschmann, der die Hochschule seit 2006 als Präsident leitet und jahrelang in leitender Stellung bei der RAG tätig war und nebenbei auch Geschäftsführer der DMT GmbH ist,  fühlt sich der Tradition gegenüber verpflichtet und trägt daher zu besonderen Anlässen wie diesen immer den Berg- kittel. Die herbeigeholten ehem. Bergleute dankten es ihm im Rahmen einer Feierstunde mit dem Steigerlied (links) Für die anspruchsvolle Ausbildung spricht, das rd. 90 % der Absolventen nach Ihrem Studium eine Festanstalltung als Ing. erhalten. Eine solch hohe Ver- bleibensquote kann wahrlich nicht jede Hochschul-disziplin vorweisen. Revierkohle wünscht der TFH weiterhin viel Erfolg und wird das Ereignis im nächsten Jahrbuch ausführlicher würdigen.

vgl.hz.a.:WAZ v. 12.04.2016, TFH-Pressmitteilungen vom 15.4.2016, 28.4.2012, uni-protokolle.de/Nachrichten vom 31.08.2006 sowie RK-Redaktion vom 21.04.2016. Fotos: TFH

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Antarktis: schmilzt das Eis schon wieder ?

Südpolforscher schlagen Alarm    

Kurz vor der Ratifizierung des Pariser Weltklimaabkommens aus 2015 haben zwei Klimaexperten in einer Computersimulation dem staunenden Publikum gezeigt, das der Meeresspiegel aufgrund der Erderwärmung bis zum Jahre 2100 um bis zu 86 cm. höher ausfallen wird, als noch vor drei Jahren vorausgesagt wurde. Wieder mal  wird vor einer massiven Eissschmelze gewarnt. Doch was ist dran an dieser Hiobsbotschaft ? 

Der Meeresspiegel könnte bis zum Ende des Jahr- hunderts aufgrund der Zunahme von Co2-Emissionen, dem Zustrom wärmeren Wassers und dem Einfluss der Schwerkraft um rd. 86 cm steigen. Das würde die Eismassen in der westlichen Antarktis schneller weg- schmelzen lassen, als man noch vor drei Jahren an- nahm. Zu diesem Ergebnis kommen die Südpol- forscher Robert DeConto von der Uni of Massachu- setts in Amherst und sein Kollege David Pollard von der Pennsylvenia State University in University Park. Im schlimmsten Fall, so die Forscher, könnte der Meeresspiegel bis 2500 sogar um 13 Meter steigen. Selbst wenn alle Länder der Erde ihre Treibhausgase so kontrollieren würden, wie auf der Pariser Welt- klimakonferenz in 2015 zugesagt, würde der Meeres-spiegel immer noch bis 2100 um 8-31 Zentimenter höher ansteigen als bisher angenommen, glauben die Forscher. Um das zu verhindern, muß der Co2-Ausstoß drastisch reduziert werden.

Schon 2013 prophezeite Al Gore auf dem World Economic Forum in Davor, das die Arktis bald eisfrei sein würde. Und Greenpace sekundierte sogleich mit der Feststellung, das die Durchschnittstemperaturen in der Arktis in den vergangenen 100 Jahren fast doppelt so schnell gestiegen wären, wie im Rest der Welt. Um diese Behauptung auch wissenschaftlich zu festigen, fuhr in 2013 ein Forschungsschiff in die Arktis und mußte nach kurzer Zeit seine Mission wied- er beenden, da die Nordwestpassage vom Atlantik zum Pazifik von Packeis blockiert war. Dumm gelauf- en, könnte man sagen. Aber es handelte sich nicht nur um eine Momentaufnahme. Forscher der Universität von Coloradp widersprechen den o.g. Forschern. Sie haben festgestellt, das es keine Anzeichen dafür gibt, das die Eismassen in der Antarktis schmelzen. Im Gegenteil: es ist dort sogar um 0,5 Grad kälter ge- worden.  Und das nicht erst seit gestern, sondern schon seit 30 Jahren durchgängig, wie der Meteoro- loge Klaus-Eckart Puls belegt hat. Dafür schmelzen zwar die Eismassen um Grönland herum, aber das stellt ein natürliches Phänomen dar, welches alle 400 Jahre zu beobachten ist. Die Eismassen von Grönland betragen im Übrigen nur 10 % der Gesamteismassen. 90 % der Eismassen befinden sich in der Antarktis. Das Phänomen der Eisschmelze läßt sich keineswegs auf eine Erhöhung der Co2-Emissionen zurückführen, da in früheren Jahrhunderten in den Alpen Gold-und Silberbergbau stattfand. Diese Entwicklung ist als Dansgaad-Oeschger-Zyklus in der Wissenschaft bekannt. (siehe linke Grafik)

Ein weiteres natürliches Phänomen stellt die Eisschmelze im Bereich der Westküste der antarktischen Halbinsel dar. Dort wird seit Jahren der Abbruch des sog. Wilkins-Schilfeises beobachtet. Allerdings nicht wegen der Zu- nahme der Co2-Emissionen, sondern aufgrund zyklischer Luftdruckschwankungen. Dadurch gelangt mittlere Luft vom Pazifik in die antarktische Halbinsel. Stürme und mildere Luft führen dann zu Eisschmelzprozessen und mit höherem Wellenschlag auch zu überdurchschnittlichem Abbruch von Eis. Klimaarlarmisten wie z.B. der Vertreter des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Prof. Dr. Stefan Rahmsdorf , warnen zwar schon seit Jahren davor, das neben der Eissschmelze die Versauerung der Ozeane durch Co2 um 30 % zuge- nommen hätte. Hier konnte Prof.Dr. F.K. Ewert (europ. Institut für Klima-u. Energie) jedoch belegen, das diese Behauptung nicht der Realität entspricht. Der PH-Wert der Ozeane wäre nur um 0,1 von 8,2 auf 8,1 der Richter- skala gefallen. Erst ab einem PH-Wert von 7 würde das Meerwasser alkalisch (sauer) werden. Wie überall auf der Welt wirkt das Spurengas Co2 auch in den Meeren als Lebenselexir und nicht als Schadstoff. Ohne Co2 wäre die Bildung von Kalziumkarbonat, welcher zu Kalkstein gerinnt, nicht möglich. Der Kalkstein wiederum ist der Baumeister der wunderschönen Korallenriffe.

Quellenhinweise:

Die Welt vom 09.04.2016; FAZ vom 01.04.2016; Kuntz, Helmut: Der Sommer geht – kommt das Eis der Arktis wieder?, in: Eike.de vom 08.09.2015, Prof.Dr. Rahmsdorf-Äußerung in einer Expertenanhörung vom 16.6.2014 im Umweltausschuss des nieders. Landtages in Hannover; Prof.Dr. Ewert-Stellungnahme in Eike.de vom 24.6.2014, Puls, Klaus-Eckart: Klima-Panik-Orchester spielt in der Antarktis, in: Eike.de vom 12.09.2012, RK-Redaktion vom 20.04.2016

Grafik: EGG, in: www.zum.de/Faecher/Materialien/Beck/Meer1.htm, Foto: fotolia-Kauf, K.C.

 

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Mäusebussard – Bestand ist durch Windkraftanlagen gefährdet

Progress-Studie belegt: nicht nur der Rotmilan ist potentiell bestandsgefährdet

Das Michael-Otto-Institut im NABU hat errechnet, dass jedes Jahr 2-3 Vögel pro Windkraftanlage (WKA) fachgerecht zerhäckselt werden, weile diese die kreisenden Rotorblätter zu spät erkennen . Das hat in der Folge bisher rd. 60.000 Vögeln das Leben gekostet. Das Zentrum für Landwirtschaft (Proplanta) geht sogar von einer jährlichen „Fall- rate“ von rd. 250.000 Tieren einschlßl. Fledermäusen aus. Neben dem Rotmilan ist nun auch der Mäusebussard in seinem Bestand gefähr- det, fallls  der Ausbau von WKA ungebremst weiter geht. 

 

 

 

 

 

 

vgl. hz.a.: Der Falke, Ausgabe 3/2016. Hinweis: die Progress-Studie ist noch nicht veröffentlicht

Foto oben: Massimo Cavallo, fotolia-Kauf

Zu dieser Ansicht gelangt Prof. Dr. Oliver Krüger von der Universität Bielefeld als Beteiligter des Mammut-Forschungsprojekts“ Prognosis and assessment of collision risks of birds at wind turbines in northern Germany.“ Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, wild lebende Tiere der besonders geschützt- en Arten nachzustellen, zu verletzen, zu töten oder während der Aufzucht-,Wanderungs-und Winterzeiten erheblich zu stören.

Doch wie läßt sich bestimmen, das die Windkraftanlag en den gefährdeten Rotmilan (weil er überwiegend nur in Deutschland brütet) und nun auch den Mäuse-bussard in seiner Population schädigen? Um diese Frage zu beantworten, gingen die Vogelforscher in einer Wahrscheinlichkeits-Simulation von der zu er- wartenden „Schlagrate“ pro WKA und Jahr aus. Sowohl für die Ermittlung des Median (Mittelwert) als auch für den Vertrauensintervall (statistisch ermittelter Zuver-lässigkeitsintervall der Schätzung) sind die Forscher eher von einem konservativen Szenario ausgegangen, d.h. man hat die zu erwartende Opferzahlen nach unten korrigiert, um sich von interessierter Seite nicht vorwerfen zu lassen, man hätte die Annahmen künst- lich hochgerechnet. Die zu erwartende Todesrate durch WKA wurde dann zusätzlich noch mit Hilfe von sog. Matrixmodellen simuliert, um herauszufinden, was mit der Vogelpopulation am wahrscheinlichsten passiert, wenn die WKA weiter ausgebaut werden. Bezogen auf den Bestand des Mäusebussards war das Ergebnis eindeutig negativ.

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Stahl ist Zukunft – 45.000 Stahlarbeiter demonstrierten

45.000 Stahlarbeiter demonstrierten für den Erhalt Ihrer Arbeitsplätze

In Duisburg, Salzgitter, Thüringen, Hessen, Baden, Bayern und Berlin demonstrierten am 11.4.2016 in einer großanlegten IG-Metall-Aktion  rd. 45.000 Stahlarbeiter für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Aufgrund der chinesischen Dumping-Preise, der geplanten EU-Verschärfung  von Co2-Zertifikaten  und weiteren Klimaschutzauflagen ist das Überleben der gesamten Branche gefährdet. Daher ist jetzt die Politik gefordert. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellhinweise: WAZ v. 11.4.2016, IG-Metall vom 11.4.2016, Focus-Online vom 13.04. 2016 und RK-Redaktion vom 19.4.2016

Fotos: oben: Thyssen-Krupp-Steel; Mitte: IG-Metall

 

Wettbewerbsfähige Unternehmen dürfen nicht durch subventionierte Importe vom Markt verdrängt werd- en, formulierte Bundeswirtschaftsminister Siechmar Gabriel (SPD) und forderte auf einer Kundgebung vor dem Thyssen-Krupp-Steel-Verwaltungsgebäude in Duisburg faire Rahmenbedingungen für die Hersteller. Allerdings ist die Bundesregierung auch Teil des Problems, da sie maßgeblich Druck auf die EU macht, um die C02-Zertifikate zu verteuern, um damit einen angeblichen Beitrag zum Klimaschutz zu leistet. Das durch die Verteuerung der Co2-Zertifikate der Co2- Ausstoß weltweit verringert werden könnte ist dabei genau so eine Mähr wie die Geschichte vom Klima-schutz. Und das wissen auch die Stahlkocher mittler- weile. Daher begegnete man den Worten von Gabriel zu Recht mit Mißtrauen. Die Kumpels werden den Minister beim Wort nehmen, sagten BR-Vertreter von Thyssen-Krupp, wenn es um die Sicherung der Stahl-standorte in Deutschland geht. Die Stahlindusrie er- lebt derzeit ein schicksalhaftes Jahr. Die Stahlpreise sind wegen der Billigkonkurrenz aus China im Keller. Dazu kommen die geplanten Verschärfungen im Klimaschutz. Wenn die EU-Pläne durchkommen, dann müßten auch die effizientesten Stahlwerke teure Emissionsrechte kaufen. Wobei der Name Emissions- rechte für Co2-Verschmutzungsrechte steht und von daher gesehen schon vom Namen her irreführend ist, da Co2 bekanntermaßen das Klima nicht verschmutz en kann, da es sich um ein lebenserhaltendes Spuren- gas handelt. Der IG-Metall-Vertreter in Salzgitter, Jörg Hofmann, machte in einer Rede daher klar, das klimapolitische Ziele nicht zu ruinösen Kostenbelast- ungen führen dürfen. Das Herz der Industrie besteht aus Stahl und braucht für die Erzeugung auch weiter- hin Kokskohle. Wenn beides nur noch aus dem Aus- land kommt, gefährdet diese Entwicklung alle 85.000 Arbeitsplätze in der deutschen Stahlindustrie. Allein in Duisburg wären es rd. 20.000 Arbeitsplätze, die ver- nichtet werden könnten, wenn die Politik nicht da- gegen steuert. Gefährdet wären dann auch die Arbeits plätze in der Auto- und Maschinenbauindustrie. Jürgen Kerner von der IG-Metall forderte in Berlin daher von der Bundesregierung: „Setzen Sie sich für unsere Stahlindustrie ein – ohne Wenn und Aber!“  Diesen klaren Worten schliessen wir uns gerne an.

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