Klimaprojekt Innovation City – Herne greift zu den Fördertöpfen

Ziel: möglichst viele Steuergelder abgreifen

Für das eine oder andere Klimaprojekt mag man sich über den Nutzen durchaus streiten, im Hinblick auf die Erreichung des Gesamtziels des Modellprojekts „Innovation City“ kann man u.E. aber zu keiner anderen Erkenntnis kommen, das es sich bei dem Projekt um eine gigantische Steuerverschwendungs-maßnahme handelt, da das Ziel, die Co2-Emissionen bis 2020 um 50 % zu halbieren, um die Klimaerwärm- ung zu stoppen, nicht realisiert werden kann, da es seit 18 Jahren keine Erwärmung gibt, das Klima eine rein statistische Größe ist und die Co2-Emissionen so gut wie keinen Einfluss auf das Klima haben. Dies haben wir bereits mehrmals ausführlich dargelegt. Nach Bottrop will nun auch die Stadt Herne an die KfW-Fleischtöpfe herankommen und hat Fördergeld- er beantragt. 20 Quartiere sollen im Rahmen der sog. energetischen Stadtsanierung „klimagerecht“ (was ist das ?) umgebaut werden. Hierzu zählt die unsinnige Wärmedämmung an Hausfassaden, Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs, Betonentsiegel- ung  und Begrünung aufgrund befürchteter extremer Häufigkeit von Wetterereignissen ( die bisher nicht zu beochten sind!) und andere Maßnahmen, um die nega tiven Folgen des Klimawandels abzumildern. So die offizielle Botschaft. In Wahrheit geht es aber wie fast immer nur um eins: ums Geld. Und das fließt im Falle des energetischen Stadtumbaus reichlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vgl.hz.a. WAZ vom 07.04.2016, umwelt.nrw (Min. f. Landwirtschaft, Natur-u.Verbraucherschutz des Landes NRW), Innovation City-Management GmbH Bottrop (Masterplan), RK-Redaktion vom 20.4.2016.   Fotos: Grafik: AG Energiebilanzen 2015: Mitte: fotolia-Kauf, K.C.; Wappen der Stadt Herne, wikipedia

So bezuschusst die staatliche KfW-Bank 65 % aller förderfähigen Kosten bis zu 5 Jahren. Für jedes Quar- tier werden bis zu 250.000 EUR an Steuergeldern lock- er gemacht. 35 % werden von den Kommunen er- bracht. Sollte eine Kommune wie die Stadt Herne etwas finanzschwach sein, so braucht diese nur 5 % an Eigenanteil zu leisten. Den Rest übernimmt der Bund mit 95 %. Unterstützt wird das Projekt Innvotion City auch noch vom Bundesminsterium für Umwelt, Naturschutz, Bau-u. Reaktorsicherheit und vom Land NRW.  Beihilfeberechtigt sind kommunale Gebiets- körperschaften, Eigenbetriebe der Städte, Wohungs- eigentümer und Wohungsunternehmen. Und damit auch alle beteiligten Akteure möglichst effizient und gewinnbringend zusammenarbeiten können, koordi- niert die City Management GmbH, eine Public-Private-Partnership-Initiative, die Prozesse und Projekte. Bisher wurden 125 Einzelprojekte initiiert.

Falls Sie nun Lust bekommen haben sollten, ebenfalls öffentliche Fördergelder zu beantragen, empfehlen wir Ihnen, bei der KfW-Bank das Formblatt mit der Nr. 600 000 2111 abzufordern, einen Projektablaufplan vorzulegen, einen Verantwortlichen zu benennen und schon rieselt der Geldsegen. Wer es noch genauer wissen möchte, kann sich den Masterplan herunter- laden. Allen anderen raten wir zur kritischen Wach- samkeit.

Zum Wachwerden empfehlen wir Ihnen unser nächst- es Jahrbuch, welches Anfang 2017 erscheinen wird. Dort werden wir uns ausführlicher mit dem Thema energetischer Stadtumbau und seine Folgen für den Steuerzahler beschäftigen .

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weltgrößter Kohleminenbetreiber Peabody Energy ist insolvent

Nach Preisdruck und intensivem Wettbewerb mit der Gasindustrie steht die Pleite vor der Tür

Fallende Kohlenpreise, intensiver werdend- er Wettbewerb mit der Gasindustrie und rd. 2 Mrd. US-Dollar an Verlustabschreib- ungen in 2015 zwangen nunmehr den welt- größten Kohleminenbetreiber Peabody-En- ergy in die Knie. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vgl.hz.a.: Deutsche Wirtschafts-Nachrichten vom 21.03.2016, Die Zeit vom 13.04.2016  und  RK-Redaktion vom 21.4.2016; Fotomontage: RK

Die 1883 in Chicago gegründete Firma mit heutigem Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri verzeichnete über viele Jahr- zehnte nur einen Kurvenverlauf: nach oben. Möglicherweise hat der letzte Firmenzukauf in 2011 der Firma das Genick gebrochen. Peabody-Energy-Chef Glenn Kellow erwarb in diesem Jahr den australischen Kohleförderer Macarthur. Zins- zahlungen in Höhe von 71 Mio. US-Dollar aus dieser Zeit müssen innerhalb der nächsten 4 Wochen beglichen werden, ansonsten droht der endgültige Bankrott. Das wäre dann auch das Ende für die 8.300 Kumpels von Peabody Energy.  Soweit der Vorstand zusätzliche finanzielle Hilfen gem. dem ameri- kanischen Insolvenzgesetz gewährt bekommt, könnte die einge-leitete Sanierung forgesetzt werden.

Der Abstieg der amerikanischen Kohleindustrie hat allerdings nichts mit dem Wachstum der erneuerbaren Energien zu tun, sondern mit der Tatsache, das amerikanische Gasfirmen seit einigen  Jahren mit der sog. Fracking-Methode die letzten Gas- revserven aus dem Schiefergestein heraussprengen und mit Hilfe chemikalischer Laugen das eingeschlossene Gas im Ge- stein freisetzen. Das hat zu einer erheblichen Erhöhung der Fördermengen mit preiswertem Gas geführt. Das Nachsehen hat die Kohleindustrie. In den vergangenen 5 Jahren ist der Kohlepreis von 75 auf 43 US-Dollar gesunken. Außerdem hat US-Präsident  Barack Obama die Ausgabe von weiteren Schürf-rechten gestoppt, weil auch er der Ansicht ist, das die Kohleför-derung ökologische Folgen für das Klima haben könnte. Innerhalb von nur einem Jahr haben die harten Wettbewerbs- bedingungen zum Untergang weiterer Kohleförderer geführt. So mußte die Firma Arch Coal die Pforten in 2015 schließen und Anfang 2016 folgten die Firmen Alpha Natural Resources, Walter Energy und Patriot Coal.

Da aber auch in Amerika die Grundlast nur durch Kohlekraft- werke gesichert werden kann, weil Gaskraftwerke sich haupt-sächlich nur für die Bedarfsdeckung in Spitzenlastzeiten eignen, dürften die Kohlepreise spätestens dann wieder anziehen, wenn die letzten Gasfelder „ausgefrackt“ sind. Allerdings kann das noch ein paar Jahre dauern. Dem vorschnellen und vorlaut- en Rückschluss der „Zeit“ vom 13.4.2016, das die Pleite des größten Kohleförderers Peabody beweisen würde, dass das Zeitalter des „Klimakillers“ Kohle zu Ende geht, können wir kaum folgen, da der Bedarf an Kohle auch ohne Kohlekraft- werke weltweit für die Stahl-,Auto-und Zementindustrie immer noch enorm ist. Bekanntlich leben Todgesagte meistens länger.

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RWE Intern. SE – eine zweifelhafte Zukunftsgesellschaft ging an den Start

Der Essener Energiekonzern schlägt ein neues Kapitel seiner Unternehmensgeschichte auf

Nach dem zum 1.1.2016  der Energieversor- ger E-ON sich in E-ON und Uniper AG auf- gespaltet hat,  um das defizitäre konvent- ionelle Kraftwerksgeschäft auszugliedern, folgt nun auch RWE dieser Notwendigkeit, um weiteren Schaden von der Firma abzu- wenden. Aus der RWE AG wird das Ge- schäft mit den regenerativen Energieträg- ern ebenfalls  herausgelöst. Die neue Ge- sellschaft trägt z.Zt. den Projekttitel “ RWE International SE“, wird wahrscheinlich aber NEWCO heißen und ihren Sitz in Essen hab- en.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vgl.hz.a.FAZ vom 01.04.2016, WAZ vom 25.03.2016 und RK-Redaktion vom 21.4.2016; Fotos: oben: Massimo Cavallo,fotolia-Kauf, RWE-Zentrale oben rechts: RWE-Pressefoto, unten: fotolia-Kauf

Aus Sicht des RWE-Vorstands ist dieser Schritt sicherlich nachvollziehbar, da dank des erneuerbaren Energie-Gesetzes (EEG), der geplanten Verschärfung  zu den Co2-Zertifikate-Nutz- ungsrechten  sowie wegen der fallenden Börsenstrompreise das tradionelle Kraftwerksgeschäft zu einer immer schwereren finanziellen Belastungsprobe für den Konzern in letzter Zeit wurde. Nichts desto Trotz halten wir die neue Aufstellung genau so für fragwürdig, wie wir die Auslagerung bei E-ON als fragwürdig im Jan. bezeichnet hatten. Denn letztendlich zahlt der Steuerzahler alle Aktivitäten rund um die erneuerbaren Energien, da diese Branche weder wettbewerbs- noch auf Dauer überlebensfähig ist. Das hängt damit zusammen, das auch in Zukunft der Wind und die Sonne nicht bedarfsgerecht zur Verfügung stehen wird und das der Strom aus erneuer- baren Energiequellen auch weiterhin nicht speicherbar ist. Daher kann die Grundlast nur von konventionellen Kraftwerken erbracht werden. Wenn diese aber nicht wirtschaftlich betrieb- en werden können, bastelt man eben eine Bad-Bank für Kraft- werke. Im Falle von RWE heißt die Bad-Bank weiterhin RWE AG, während die Ökostrom-Gesellschaft sich bequem aus Subvent- ionsbeihilfen zu einem Großteil finanzieren wird.

Soweit die Einnahmen die Kosten für den Unterhalt, die Sanier- ung und die Erneuerung der Kraftwerke nicht decken sollten, wovon wir ausgehen, wird der Steuerzahler zusätzlich zu den zahlreichen EEG-Umlagen auch eine Kapazitätsmarktabgabe zum Betrieb der Kraftwerke in Zukunft leisten müssen, da diese die Feuerwehr darstellen, um die Versorgungssicherheit rund um die Uhr sicherstellen zu können.  Da aber noch keineswegs klar ist, ob die Kapazitätsmarktabgabe kommt und wie hoch die Rückbaukosten für die alten Atrommeiler ausfallen werden, wird im Konzern weiterhin kräftig gespart. Natürlich am meist- en beim Personal. Daher bereitet Perso-Vorstand Uwe Tigges die Beschäftigten derzeit auf weiterhin harte Einschnitte vor. Von den rd. 60.000 Beschäftigten sollen bis Ende 2018 2000 Arbeitnehmer das Unternehmen verlassen. Innerhalb der letzt- en drei Jahre hat RWE allerdings schon rd. 10.000 Arbeitsplätze abgebaut. 40.000 Beschäftigte sollen in die neue Gesellschaft wechseln,einschließlich dem bisherigen Vorstandsvorsitzenden, Peter Terium.

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200 Jahre Georg Agricola Bergbau-FH

die älteste Bergbauschule in Deutschland feierte Ihren Geburtstag

Am 15.4.1816 nahm die Bergschule Bochum auf- grund zunehmenden maschinellen Fortschritts auf den Schachtanlagen ihren Lehrbetrieb auf und unter-richtete die Bergschüler zunächst in den Fächern Mathematik und  Markscheidewesen. Die Schüler kamen aus dem Bergbau und waren i.d.R. Steiger. Zu- gelassen wurde allerdings nur, wer in fachlicher und sittlicher Hinsicht einen einwandfreien Leumund vor- weisen konnte. Generationen von Steigern wurden seither in der Bergschule Bochum  ausgebildet. Von der Bergschule mutierte die ehrwürdige Institution schnell zu einer techn. Fachhochschule, die die Stud- enten bergmännisch-wissenschaftlich für die ganze Welt zu tüchtigen Dipl.-Ing. mit hohem fachl.  NIveau ausbildet. Mittlerweile kann man an der FH auch techn. Betriebswirtsschaftslehre studieren.

Rechtzeitig vor dem Auslauf des deutschen Stein-kohlenbergbaus hat die techn. Fachhochschule Georg Agricola zu Bochum (TFH) die Kurve gekriegt und den Wandel von einer auf den Steinkohlenbergbau und seinen Anforderungen spezialisierten Lehranstalt zu einer vielfältigen ingenieurwissenschaftlichen Hoch- schule geschafft, frohlockte deren Präsident Jürgen Kretschmann in einer Feierstunde im Auditorium der Hochschule anlässlich des zweihundertjährigen Be- stehens. Rd. 2300 Studentinnen und Studenten pauk- en heute an der TFH Maschinenbau, Elektro-und Infor-mationstechnik, techn. BWL und selbstverständlich immer noch Bergbautechnik. Daneben unterhält die FH das Forschungszentrum Nachbergbau. Diese Einrichtung gibt es in dieser Form weltweit nur in Bochum. Prof. Kretschmann, der die Hochschule seit 2006 als Präsident leitet und jahrelang in leitender Stellung bei der RAG tätig war und nebenbei auch Geschäftsführer der DMT GmbH ist,  fühlt sich der Tradition gegenüber verpflichtet und trägt daher zu besonderen Anlässen wie diesen immer den Berg- kittel. Die herbeigeholten ehem. Bergleute dankten es ihm im Rahmen einer Feierstunde mit dem Steigerlied (links) Für die anspruchsvolle Ausbildung spricht, das rd. 90 % der Absolventen nach Ihrem Studium eine Festanstalltung als Ing. erhalten. Eine solch hohe Ver- bleibensquote kann wahrlich nicht jede Hochschul-disziplin vorweisen. Revierkohle wünscht der TFH weiterhin viel Erfolg und wird das Ereignis im nächsten Jahrbuch ausführlicher würdigen.

vgl.hz.a.:WAZ v. 12.04.2016, TFH-Pressmitteilungen vom 15.4.2016, 28.4.2012, uni-protokolle.de/Nachrichten vom 31.08.2006 sowie RK-Redaktion vom 21.04.2016. Fotos: TFH

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