Stahlkrise: steht der Zusammenbruch bevor ?

 7 Wirtschaftsminister schlagen Alarm

Das die Lage der europäischen Stahlindustrie auf- grund der Billigkonkurrenz aus China und Russland an gespannt ist, wissen wir nicht erst seit Gestern. In letzter Zeit aber scheint sich das Tempo zu forcieren, mit dem die Billiganbieter Druck auf die europäische Stahlindustrie machen. In einer gemeinsamen Aktion warnten jetzt 7 Wirtschaftsminister aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und fünf weiteren Länd- ern vor einem möglichen Untergang der gesamten Stahlindustrie mit ihren verheerenden Folgen für die Wirtschaft und für die Arbeitsplätze. Die Minister warn en in einem Brandbrief die EU-Kommission, nicht weiter abzuwarten, sondern Schutzregeln einzuführ- en. Aufgesetzt hat den Brief der französische Wirt- schaftsminister Emanuel Macron. Unterzeichnet hab- en diesen auch die Ministerkollegen aus Italien, Polen, Belgien und Luxemburg. Alles Länder mit bedrohten Stahlstandorten.

In dem Brief werden vor allem unlautere Handels-praktiken der chinesischen und russischen Stahlpro-duzenten aufgeführt. Dazu gehören vor allem Dump- ingpreise. EU-Handelskommissarin Cecilia Malström hat daher noch für den Monat März drei neue Anti- Dumping-Verfahren gegen chinesische Stahlimporte angekündigt. Den Ministern geht das aber nicht weit genug. Sie verlangen u.a. die Einführung von Straf-zöllen, weil sonst der Schaden für die europäische Stahlindustrie irreversibel wird.

Wir erinnern in diesem Zusammenhang an den vor Jahren geführten Kampf gegen Dumpingpreise beim Schiffsbau. Zahlreiche Werften mußten in den 90er Jahren das Handtuch werfen (u.a. die traditionsreiche Vulkan-Werft in Bremen), weil die Politik verspätet reagierte. Allerdings muß man auch einräumen, das es weltweit Überkapazitäten gibt, was dazu führt, das die Stahlpreise fallen. Nach Ansicht europäischer Stahl kocher kommen erschwerend noch die hohen Ener- giepreise (in Deutschland dank dem EEG) und die hoh- en Umweltsteuern hinzu. Seit 2008 wurden daher schon rd. 85.000 Arbeitsplätze abgebaut. Das sind mehr als 20 % aller Stahlkocher. ThyssenKrupp in Duisburg und Salzgitter erwarten für 2016 einen Rückgang in der Stahlproduktion um 3 % auf 41,5 Mio. T.  2007 waren es noch 48,3 Mio. T. Stahl. Wie ernst die Lage bereits 2013 war, belegt ein Zitat des Salzgitter-Chefs Jörg Fuhrmann:

„Die Krise in der Stahlbranche könne “wenn wir Glück haben, vier Jahre, wenn wir Pech haben, zehn Jahre“ dauern.“ Anders als bei Flachstahlprodukten rechne er bei den Trägern nicht damit, dass sich der euro- päische Markt in absehbarer Zeit erhole. Das Unter-nehmen kämpfte um den Erhalt des Standortes Peine, der in den vergangenen Jahren eine halbe Mrd. € gekostet habe. Es müssten schon im Frühjahr 2014 sichtbare Fortschritte geben. Die Auslastung in Peine liege aktuell bei 85 bis 90 %. Allerdings seien die Preise nicht auskömmlich.

 

 

vgl.hz.a.:Braunschweiger Zeitung vom 05.09.13, FAZ vom 7.2.2016 und RK-Redaktion vom 26.2.2016; Foto: fotolia; Video: Salzgitter AG

 

 

 

 

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Blackouts mühselig abgewehrt

Der Kampf gegen Stromausfälle aufgrund der Zunahme von volativem Öko-Strom wird immer teurer

Aufgrund der Zunahme von Windkraftanlagen besteht an windreichen Tagen ein Überangebot an Strom, so dass dieser immer wieder von den Netzbetreibern abgeregelt werden muss, um einen Zusammenbruch der Stromnetze zu verhindern. Die Anspannung im Netz steigt schneller als erwartet, so Urban Keussen von der Firma Tennet. Netzbetreiber Tennet mußte für diesen Abwehrkampf in 2015 rd. 700 Mio. EUR an Kosten aufbringen, darunter 225 Mio. EUR für das Hoch-und Herunterfahren von Kraftwerken, 152 Mio.

EUR für den Abruf von Netzreserven und 329 Mio. EUR für die Notabschaltung von Windkraftanlagen. Dem zweiten großen Netzbetreiber in der Bundesrepublik geht es nicht besser. 50 Hertz hatte in 2015 rd. 300 Mio. EUR an Ausgaben um die Netzstabilität aufrecht zu erhalten. Da die bestehenden Leitungsnetze für den zu- nehmenden Ausbau von Ökostrom nicht ausreichen, kommt es zusätzlich auch noch oft zu Transportengpäss- en. Daran dürfte sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern, da der unterirdische Ausbau von weiteren Strom-trassen von Nord- nach Süddeutschland erst in einigen Jahren fertig gestellt sein wird, um das Netz zu entlast- en .

Nach Angaben der Bundesnetzagentur waren in 2015 von den geplanten 1.876 Kilometern neuer Leitungen gerade einmal 558 Kilometer verlegt worden. Die Bundesregierung geht davon aus, das der weitere Ausbau die Kosten zwischen 3 und 8 Mrd. EUR in die Höhe treiben wird. Die unterirdische Verlegung hatte die bayerische Landesregung durchgesetzt. Sie glaubt, das sich das am Ende günstiger auf den Haushalt auswirkt als lang- wierige Prozesse mit Anwohnern und Bürgerinitiativen durchbuchstabieren zu müssen. Die Kostenentwicklung werden Sie, liebe Bürgerin, lieber Bürger, im laufenden Jahr deutlich zu spüren bekommen, denn die Netz- kosten machen rd. ein fünftel des Strompreises aus. Hinzu kommen die diversen EEG-Umlagen.  Für den typischen Privathaushalt rechnet die Bundesnetzagentur daher mit einer Kostensteigerung von rd. 6 %. Regional teilweise deutlich höher.

vgl.hz.a. FAZ vom 17.1.2016 sowie RK-Redaktion vom 25.02.2016

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Supreme Court stoppt Obamas abenteuerliche Klimapläne

Der oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika hat den C02-Begrenzungsplänen von Präsident Barack Obama einen Riegel vorgeschoben. 

US-Präsident Barack Obama

Da schaute US-Präsident Obama wohl etwas betrübt aus der feinen Wäsche, als der oberste Gerichtshof in Washington Anfang Febr. 2016 die sog. Klimaschutz-offensive des Präsidenten vorerst stoppte, nach dem 30 Bundesstaaten den Supreme Court anriefen, um den Clean-Power-Plan gerichtlich außer Kraft setzen zu lassen. Die Kläger werfen der Obama-Regierung vor, mit den vorgegebenen verbindlichen Emissions- vorgaben ihre Kompetenz überschritten zu haben und das die Entscheidung des Präsidenten einen Macht-missbrauch darstelle. Der Mehrheitsführer der Repu- blikaner im Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy, rechtfertigte die Klage mit dem Hinweis, das der Clean-Power-Plan sowohl jede Menge Arbeitsplätze sowie die Energieversorgungssicherheit des Landes gefährden würde. Im Vergleich zum Jahre 2005 soll der Kohlendioxidausstoß von Kraftwerken in den USA bis 2030 um 32 % gesenkt werden. Obschon aus wiss- enschaftlicher Sicht dazu gar keine Veranlassung be- steht, wie wir bereits mehrmals ausführlich dargelegt haben.

  Leitstand eines Kohlekraftwerkes

 

 

vgl.hz.a.FAZ vom 10.02.2016 und RK-Redaktion vom 25.2.2016

Das Thema Klimwandel ist auch in Amerika ein poli- tisch hoch umstrittenes Thema. Bereits 2009 hatte sich der Präsident zum quasi-religiösen Kampf gegen die Erderwärmung aufgrund von Co2-Emissionen ent- schlossen, obschon es nicht einen einzigen Beweis für diese steile These gibt. Nach seiner Wiederwahl in 2012 setzte Obama seinen Kampf gegen Windmühlen unbeirrt weiter fort und setzte dabei auf seine ver- meintliche Exikutivvollmacht. Das Gericht wird nun prüfen, ob Obama diese Exikutivvollmacht in Sachen Co2-Begrenzung tatsächlich hat. Obamas Amtszeit endet im Januar 2017 und bis dahin wird das un- sinnige Pariser-Klimaschutzabkommen von 2015 hoffentlich auf der Kippe stehen, denn das Klima kann keine Regierung schützen.

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Neuer Rekord für Ökostrom-Ausgaben

Die Ausgaben für Öko-Strom erreichten in 2015 dank EEG ein neues Rekordniveau

Nach Angaben der Netzbetreiber wurden den Nutz- nießern der EEG-Umlage, Wind-,Photovoltaik-und Bio- gasanlagenbetreibern, in 2015 satte 24,1 Mrd. EUR an Subventionsbeihilfen gezahlt, obschon deren Gesamt-anteil am Primärenergieverbrauch zusammenge-nommen gerade einmal bei 12,6 % liegt. (siehe Grafik) Das sind 2,6 Mrd. EUR mehr als noch in 2014 gezahlt wurde. Obschon der Börsenstrompreis immer weiter in den Keller gefallen ist, steigt der Strompreis dank EEG-Umlage für den Verbraucher weiter nach oben, da immer mehr Windkraft-und Photovoltaik-Anlagen zu ungunsten der Verbraucher errichtet werden. Damit der Wahnsinn nicht unbegrenzt weiter voran- schreitet, hat jetzt sogar Bundeswirtschaftsminister Siechmar Gabriel (SDP) Sofortmaßnahmen zur Be- grenzung des Ausbaus erneuerbarer Energien ge- fordert. Komisch ist allerdings, das die gleiche Re- gierung, der Herr Gabriel angehört, den Ausbau auf dem flachen Land parallel gerade erst beschlossen hat. Von 2010 bis 2016 ist die EEG-Umlage pro Kilo- wattstunde von 2,05 Ct auf mittlerweile 6,35 Ct für den Verbraucher gestiegen. Der CDU-Fraktionsvorsitz- ende im Deutschen Bundestag, Michael Fuchs, be- fürchtet bei unbegrenzter Förderung bis 2018 eine Kostensteigerung auf 30 Mrd. EUR. Seiner Ansicht nach ist die Energiewende auf dem besten Wege, ein finanzielles Desaster zu werden, da die Fördersätze viel zu hoch seien. Das hoffen wir ebenfalls, damit die Vernunft wieder eine Chance erhält.

Mehr noch: wir fordern seit Jahren die Abschaffung des EEG, da Windkraft-und Photovoltaikanlagen nicht grundlastfähig und zu teuer sind. Außerdem ver- schandeln sie das Landschaftsbild nachhaltig, töten jede Menge Vögel und gefährden die Gesundheit durch Infraschall. Das die nunmehr vorgetragene Forderung nach einer Kostenbegrenzung für den Aus- bau von Öko-Stromanlagen eher eine Farce ist und den Verbraucher nur beruhigen soll, zeigt die von der Regierung geplante Reform der Ökostromförderung. Und da ist von einer Kostenbegrenzung so gut wie gar keine Rede. Im Gegenteil: durch den geplanten Aus- bau von Windkraftanlagen auch auf dem flachen Land kann nach Ansicht der FAZ mit einer weiteren Kost- ensteigerung von mehr als 10 % gerechnet werden. Das würde zwar dem Koalitionsvertrag widersprech- en, so der CDU-Vorsitzende in Schleswig-Holstein, Ing- bert Liebing, da der Windkraftanlagenausbau auf dem flachen Land auf 2.500 Megawatt pro Jahr begrenzt werden soll, aber die Energiewende steht nun mal bei Frau Merkel auf der obersten Agenda. Schließlich will man die Pariser Klimagipfelbeschlüsse in die Tat um jeden Preis umsetzen.

Und so werden in Zukunft Schwachwindanlagen ge- fördert, die nur gelegentlich Strom produzieren, weil die Knülleridee, die Höchstförderung durch einen Referenzstandort zu ermitteln, an dem die maximale Beihilfeförderung ausgerichtet werden soll, in Praxi dazu führt, das windarme Standorte mit einem Zu- schlag belohnt werden. Der Wahnsinn hat also Methode.

vgl.hz.a. FAZ vom 13.01.2016, 25.01.2016, Die Welt vom 07.10.2015, Business-Panorama.de vom 14.01.2016, NWZ vom 25.2.2016 und Revierkohle-Redaktion vom 25.02.2016

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