Das Ende von Auguste-Victoria

DAS BERGWERK AUGUSTE-VICTORIA IN MARL WIRD ZUM 31.12.2015 STILLGELEGT 

AV Ende 18.12.2015trauriger BergmannMit tiefer Betroffenheit fand am 18.12.2015 im Beisein der Min.-Präsidentin von NRW, Hannelore Kraft, dem Bürgermeister von Marl, Werner Arndt, Vertretern der IGBCE, des Betriebsrates , des Werksleiters Jürgen Kroker sowie des RAG-Vorstandes unter Ausschluss der Öffentlichkeit die letzte Förderschicht auf dem Bergwerk Auguste-Victoria (AV) in Marl statt. Am 31.12.2015 ist dann nach 116 Jahren endgültig Schicht am Schacht. Bis Mitte 2016 findet dann der bereits eingeleitete Rückbau Über-und Untertage, die untertägige Anlegung von Wasserwegen für die Grubenwasserhaltung sowie die Verfüllung der Schächte 8 und 9 bis Ende April 2016 statt. Anschließend wird das Betriebsgelände über die RAG-Tochter RAG-Montan-Immobilien vermarktet. Auf dem Gelände wird sich der nebenan liegende Chemiepark ausweiten sowie ein Logistikunternehmen aus Duisburg ansiedeln. Ob einige Übertageanlagen in die Denkmalliste aufgenommen werden, ist noch offen.

Die Schließung des Bergwerks AV ist die Generalprobe für den endgültigen Auslauf des gesamten Bergbaus 2018 in Deutschland, bemerkte mit Wehmut in der Stimme der Pressesprecher der RAG, Christof Beike. Kurz vor Weihnachten förderten die Kumpels die letzte Kohle aus dem Baufeld 50 unterhalb von Tannenberg/Eppendorf. Dann wird auch dieses Baufeld abgeworfen, obschon auf AV noch reichlich Kohle vorhanden ist. Ein Teil der rd. 2000 Belegschaftsmitglieder wechseln zum neuen Jahr zur Zeche Prosper-Haniel in Bottrop und zur Zeche Anthrazit-Ibbenbüren in Ibbenbüren. 600 Bergleute gehen in die Anpassung und 600 Kumpels verbleiben bis Ende 2016 auf AV, um den Rückbau geordnet abzuwickeln. Einige Bergleute gehen zur Abteilung zen-trale Grubenwasserhaltung und haben damit noch längerfristig eine Perspektive. 157 Azubis werden bis zur endgültigen Schließung noch ihre Prüfung ablegen. Die Kreishandwerkerschaft von Recklinghausen sieht die Schließung der Zeche, die Schließung von Opel in Bochum sowie den Abbau von Kraftwerkskapazitäten als Bedrohung an, denn dem Kreis würden damit Aufträge im Wert von über 150 Mio. EUR und rd. 6500 Arbeitsplätze entzogen werden.

der letzte Kohlenzug fuhr im Dez. 2015 die letzten Kohlen aus dem Baufeld 50 ab

Mit der Schließung der Schachtanlage bricht nicht nur eine große Solidar-und Schicksalsgemeinschaft auseinander, sondern auch eine ganze Industrie-epoche, die nicht nur NRW sondern ganz Deutschland Wohlstand und Versorgungssicherheit rund um die Uhr beschert hat. Wir haben daher Anlass, uns bei den Bergleuten für Ihre schwere Arbeit zu bedanken und zu verneigen. Seien Sie versichert, das wir das montankulturelle Erbe auch über das Ende des Bergbaus weiter bewahren werden. Denn Sie dürfen nicht vergessen werden.  Auf die Frage, wie die Bergleute das Ende selbst empfinden, antwortet stellvetretend für viele, Sadettin Kocyigit aus Duisburg, der vor dem Vorruhestand steht: „als das Bergwerk Walsum geschlossen wurde, da war mir, als wenn mir einer das Herz aus dem Körper gerissen hätte. Die Schließung von AV geht mir immer noch nahe, aber es ist nicht mehr so emotional.“ Und der letzte Bergwerksdirektor, Jürgen Kroker, antwortet: „Das ist eine Situation, die verdrängt man bis zum letzten Fördertag. Und dann sehen sie starke Männer weinen…“

vgl. hz.a. RAG-Werkszeitschrift Steinkohle 12/2015, WAZ vom 21.02.2015, 03.12.2015, Halterner Zeitung vom 13.12.2015 und Revierkohle vom 14.12.2015

Fotos und Montage:Revierkohle

P.S.: mehr zum Thema finden Sie in unserem Jahrbuch in den Ausgaben 2014 und 2015

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Neues Jahrbuch

für Energiepolitik und Montankultur herausgekommen

Schwerpunkt unseres neuen Jahrbuches bildet der energiepolitische Rückblick auf die Ereignisse rund um die 21.UN-Klimakonferenz in Paris, die 250 Jahr-Feier der Bergakademie Freiberg sowie eine Einführung in das Denkmalrecht. Außerdem haben wir uns die Evangelische Kirche vorgenommen und kommen zu dem Ergebnis, das diese sich ebenfalls wie die Kath. Kirche (siehe unser Jahrbuch 2014) im Klimawahn befindet. Wir haben uns ferner an zahlreichen Orten umgesehen und besuchten u.a. das neue Steinkohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg, das Museum für Elektrizität und Technik in Hamburg-Harburg, den Grubenwasser-standort Zeche Concordia, Schacht 6 in Oberhausen mit dem Theater Niebuhrg und wir nahmen an der Großdemonstration in Berlin zu Gunsten der Bergleute aus den Braunkohlerevieren teil. Ferner berichten wir über unsere vor-Ort-Aktion „Windkraft ist keine Alternative“ in verschiedenen Städten Norddeutschlands und in Essen. Außerdem gehen wir der Frage nach, ob die Elektrizitätswirtschaft in Deutschland vor der Verstaatlichung steht.

Unser 179-Seiten starkes Jahrbuch ist reich bebildert, verständlich geschrieben und aufwendig layoutet. Sie können das Buch als gebundene Ausgabe zum Preis von 15,00 EUR entweder über unsere e-Mail-Adresse „vorstand@revierkohle.de“ gegen Vorkasse oder über Amazon.de ab Jan.2016 bestellen. Die multimediale und blätterbare e-paper-Ausgabe erhalten Sie als USB-Stick oder als herunterladbare Ausgabe über ebozon.de zum Preis von 8,00 EUR. Selbstverständlich incl. Porto und Verpackung.

Rückblick 2015

Rückblick 2015 als Paper-Ausgabe

als blätterbare e-paper-Ausgabe

als blätterbare e-paper-Ausgabe

Grubenwehrübung

auf dem ehem. Bergwerk Fürst Leopold in Dorsten

70 Mann der RAG-Grubenwehr übten den Ernstfall unter Tage

70 Mann der RAG-Grubenwehr übten den Ernstfall unter Tage

Auf der ehem. Schachtanlage Bergwerk Lippe fand am Standort Fürst Leopold in Dorsten am 30.11.2015 eine aufsehenerregende Veranstaltung statt. 70 Mann der RAG-Grubenwehr übten den Ernstfall unter Tage. Die Gefahrensituation wurde wie folgt beschrieben: Brandgeruch unter Tage mit spürbaren Druckwellen im Bereich der Sumpfstrecken sowie erhöhte C02-Werte. Drei Personen werden vermisst. Nach dem der Einsatzbefehl auf der zentralen Grubenwasserhaltungszeche Pluto in Herne ausgegeben wurde, rauschten die ehrenamtlich tätigen Grubenwehrmänner mit dem eigenen Grubenwehr-Feuerwehrfahrzeug von der zum 31.12.2015 zur Stillegung anstehenden  Schachtanlage Auguste-Victoria in Marl nach Dorsten, um die Gefahr am Grubenwasser-Reservestandort Fürst Leopold zu beseitigen. Beobachtet wurden Sie dabei von Georg Bresser, Leiter der Hauptstelle für das Grubenrettungswesen in Herne. Die Kumpels von AV hatten den Auftrag, die vermissten Pumpenschlosser und Elektriker im Bereich des Schachtumtriebs 1 zu finden und erste Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Die Kollegen vom noch aktiven Bergwerk Ibbenbüren hatten den Auftrag, den Brand unter Tage einzudämmen und den Methangasanstieg zu verhindern. Ein abgestürzter Schachthauer konnte von der Abseilmannschaft gerettet werden. Sowohl die Arbeitsaufträge als auch die Koordination aller Personenrettungen liefen aus Sicht der Hauptstelle für das Grubenrettungswesen, welche nicht nur für die RAG arbeitet, zügig und problemlos.

der traurige Rest der 2001 stillgelegten Schachtanlage des BW Lippe, Standort Fürst Leopold, Dorsten

der traurige Rest der 2001 stillgelegten Schachtanlage des BW Lippe, Standort Fürst Leopold, Dorsten

vgl.hz.a.; RAG-Pressmitteilung vom 30.11.2015

Fotos: rechts Wikipedia, oben: Revierkohle u. RAG

Methanhydrat

Die Energiequelle der Zukunft ?

In der Tiefsee lagern nach Ansicht des Leibnitz-Institutes für Meereswissenschaften in Kiel (IFM-Geomar) rd. 5000 Gigatonnen  Methanhydrat. Die Pläne für die Ausbeutung dieser fossilen Energiequelle werden immer konkreter. In welchen Mengen und zu welchen Kosten das kostbare Gut gefördert werden kann, ist z.Zt. allerdings noch nicht klar. Die Vorkommen sind in ihrer Eigenschaft im Hinblick auf die Gaskonzentration und des umgebenden Sediments sehr verschieden, betont Judith Schicks, Leiterin der AG Gashydratforschung am Geoforschungszentrum Potsdam . (GFZ) Intensiv geforscht wird auch in Japan, Indien, Südkoera und China, weil diese Staaten nur über ein sehr begrenztes Erdgasvorkommen verfügen und daher für teures Geld Flüssiggas importieren müssen. Im indischen Ozean liegen dagegen die größten Methanhydratvorkommen.

in Eis gefangen gehaltene Methanmoleküle

in Eis gefangen gehaltene Methanmoleküle

In Deutschland forschen die Firmen BASF, RWE, E-ON und Wintershall an der Ausbeutungsmöglichkeit des Kohlenstoffes, welcher gerne auch als „brennendes Eis“ bezeichnet wird, weil Methanhydrat nichts anderes ist als Eis mit einem Erdgaskern. Dabei bilden die Wassermoleküle in dem Hydrat Käfige, in denen die Methanmoleküle gefangen sind. Die besten  Bedingungen für Methanhydrate finden sich in 500 bis 2000 Meter Wassertiefe an den Kontinentalhängen und unter den Permafrostböden in Alaska, Russland und Kanada. Die näheren Vorkommen liegen in Norwegen, an der Küste Portugals und im schwarzen Meer. Wirtschaftlich interessant wird der Abbau ab etwa 100.000 Kubikmeter Gashydrat pro Tag, so das GFZ. Gute Ergebnisse habe man mit der Einspeisung von C02 in das Bohrloch gemacht, weil das Co2 in der Lage ist, das Methan aus dem Hydrat durch Wärme zu verdrängen und damit wird mehr Methangas freigesetzt. Die Kohleverstromung wird Methanhyrdrat allerdings nicht ersetzen können, da der größte Anteil des brennenden Eises in tonigen Sedimenten liegt, die nicht abgebaut werden können. Außerdem verflüchtigt sich das Methangas auf natürliche Weise, bevor es abgebaut werden kann. Fazit: Methanhydrat wird wahrscheinlich nur für einen kurzen Übergangszeitraum genutzt werden können.

vgl. hz.a. Die Welt vom 20.08.2012; Planet-Wissen.de vom 27.07.2012, Baumgarten, Tim: Methanhydrat, wiss. Hausarbeit im SS 2008, Universität Paderborn, S. 14 ff sowie Revierkohle-Redaktion vom 05.12.2015

Stahlbranche vor dem Aus ?

jeder zweite Stahlkocher bangt um seinen Arbeitsplatz

Der Präsident des Weltstahlverbandes, Wolfgang Eder, warnt vor den Folgen der EU-Klimaschutzvereinbarungen in Paris, da die Verschärfung des C02-Zertifikate-handels  einen massiven Arbeitsplatzabbau nach sich ziehen würde.

Breitband-Stahlwalzstrasse Foto: fotolia
                                                                                                                                                Breitband-Walzstahlstrasse

Nach Zahlen befragt, antwortete Eder, das er langfristig mit einem über 50 %- tigem Arbeitsplatzabbau durch die beabsichtigten Klimaschutzpläne rechnet. In der europäischen Stahlindustrie arbeiten zur Zeit noch rd. 360.000 und in Deutschland noch rd. 87.000 Menschen. Davon im strukturgebeutelten NRW 47.600. Ein solcher Rückgang hätte auch erheblich negative Folgen für die Beschäftigten in der Automobil-und Maschinenbaubranche.

Der Emissionshandel mit sog. C02-Verschmutzungszertifikaten ist das zentrale Steuerelement der EU-Klimapolitik. Umweltschützer glauben gerne, das sich durch die Verteuerung der gehandelten Co2-Zertifikate die Erderwärmung begrenzen lässt. Aber das ist, worauf wir immer wieder hinweisen, ein Trugschluss. Neben den künstlich verursachten Problemen (weil der Mensch das Klima nicht retten kann !) gibt es für die Stahlbranche aber auch ganz reale Wettbewerbsprobleme. So brechen auf breiter Front die Gewinne durch die zunehmenden Stahlimporte aus China ein. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat daher erst vorige Woche bei ihrem China-Besuch deutlich gemacht, das sie den Wettbewerb als unfair einstuft. Das ist dem Stahlpräsidenten und Voestalpine-Vorstandschef Wolfgang Eder aber nicht genug. Er fordert ein Anti-Dumping-Zollgesetz. Und weil er nicht an schnelle politische Entscheidungen glaubt, trägt er sich mit dem Gedanken, die Hochöfen in Österreich entweder zu erneuern oder in anderen Regionen der Welt neu aufzubauen. Auch der Vorstandsvorsitzende des niedersächsischen Stahlkonzerns Salz-gitter, Heinz-Jörg Fuhrmann, macht sich um den Stahlstandort Deutschland ernsthaft Sorgen. Wenn der EU-Kommissionsvorschlag  zur Begrenzung des C02-Zertifikatehandels  umgesetzt wird, wäre das eine „ganz krasse Existenzbedrohung“, so Fuhrmann. Die Mehrbelastungen von rd. 100 Mio. EUR pro  Jahr könnte die Salzgitter AG nicht stemmen. Der indische Branchenriese Tata Steel sieht die Entwicklung ähnlich kritisch. Deutschlands größter Stahlkocher, Thyssen-Krupp, hält sich derzeit mit öffentlicher Kritik noch zurück. Zwar wird das Produkt Stahl und damit auch die Kokskohle weltweit weiterhin in grossen Mengen benötigt, aber die Produktion ist nicht auf Europa angewiesen.

Über den Umweg der C02-Zertifikate-Regelung kann die von den Grünen ausgedachte Idee einer grossen gesellschaftlichen Transformation hin zu einer neuen Agrarökologie auf der Basis von Wind-und Solarenergie möglicherweise doch noch gelingen. Dann wäre die Deindustriealisierung vollzogen, Kraftwerke unnötig und der Sozialstaat am Ende, weil dann kein Geld mehr da wäre, um die Millionen von Arbeitslosen zu versorgen. Der kluge Mann und die kluge Frau sollten sich daher bei Zeiten mit den Methoden moderner Ackerbau-und Viehzucht vertraut machen.

vgl. hz. a. Die Welt vom 29.07.2015, WAZ vom 03.11.2015; Eike.de vom 1.8.2015 und Revierkohle-Redaktion vom 6.12.2015 (Foto: Industrieblick, fotolia)

40.000 Grössenwahnsinnige

Staats-und Regierungschefs aus 140 Ländern trafen sich zur 21. UN-Klimakonferenz

Staats-und Regierungschefs aus 195 Ländern trafen sich zur 21. UN-Klimakonferenz unter der Leitung des franz. Präsidenten Francois Hollande

wollen das Klima retten

In Paris hatten sich auf dem Messegelände le Bourget vom 30.11.2015 bis 11.12.2015 rd. 40.000 Grössenwahnsinnige aus Politik, Umweltverbänden und Medien eingefunden, um die Welt zu retten. Und das gelingt nach Ansicht der Protagonisten nur noch dann, wenn wir es schaffen, den Anstieg der globalen Durchschnitts-temperatur gegenüber der vorindustriellen Zeit auf 1,5 bis 2 Grad zu begrenzen. Daher muss der C02-Ausstoß weltweit um 40 % bis 2030 gegenüber dem will-kürlich festgelegten Jahr 1990 abgesenkt werden. Ansonsten droht die Klimakatastrophe mit unabsehbaren Folgen. Dieses Mantra wurde auch in Paris gebets-mühlenartig wiederholt, so dass es auch der letzte Depp kapieren sollte. Die Umweltverbände, allen voran Greenpace, BUND, Nabu und WWF forderten gar einen Weltklimavertrag, in dem u.a. für Deutschland der Ausstieg aus der Kohle bis 2040 verbindlich festgeschrieben werden soll. Und da rd. 100 Demonstranten in Paris ihre Forderungen auch gleich durch den Einsatz von Reizgas untermauern wollten, wurden sie am Rande der Konferenz festgenommen.

Die Delegierten aus 195 Ländern verhandelten in Paris auch über die Finanzierung eines sog. grünen Klimafonds, der mit 9,3 Mrd. EUR aus europäischen Finanz-töpfen gespeist werden soll. Darüber hinaus sollen jedes Jahr 100 Mrd. EUR zusätzlich mobilisiert werden, um z.B. den afrikanischen Ländern zu helfen. Selbst der Direktor des internationalen Gewerkschaftsverbandes IndustriAll, Brian Kohler, glaubt an die Heilsversprechen der UN-Klimakonferenz. Er ist der Ansicht, das der Klimawandel unsere Zivilisation gefährdet und das daher Handlungsbedarf besteht. Die IGBCE hat dieser These im großen und ganzen ebenfalls zugestimmt und fordert lediglich einen gerechten Übergang für die Bergleute durch staatliche Unterstützungsmaßnahmen.

Demgegenüber möchten wir auf die nüchterne Faktenlage aufmerksam machen. Und die lautet:

Der Energiebedarf ist nicht durch Öko-Strom abdeckbar und das Klima kann nicht durch eine Absenkung der C02-Emissionen gerettet werden.

Auch sind nicht die Kraftwerke oder die Bergleute an der beschworenen Klimakatastrophe schuld, weil es sie schlicht und ergreifend gar nicht gibt. Die globale Durchschnittstemperatur hat sich seit 1997 Jahren nicht verändert. Der von Menschen verursachte Klimawandel durch C02-Emissionen ist aufgrund der Daten von 1097 weltweit installierten Messgeräten nicht erkennbar. Auch kann es eine geforderte Klimagerechtigkeit nicht geben, da sich der Neigungswinkel und die Nei-gungsintensität der Sonnenstrahlung permanent verändert. Hinzu kommen die Sonnenfleckenaktivitäten, die ebenfalls einen Einfluss auf die Temperaturen auf der Erde haben. Und was den Anteil der erneuerbaren Energien aus Wind-,Solar-,Biogas-,Wasser und Geothermie  am Primärenergieverbrauch in Deutschland anbe-langt, sieht die Sache noch bescheidener aus. Ihr Anteil lag in 2014 gerade einmal bei 11,1 %.  Die insgesamt in Deutschland installierten rd. 30.000 Windkraftan-lagen haben dabei gerade einmal einen Anteil von 1,5 % und Photovoltaik von rd. 1 %. Der Anteil des Solarstroms am Primärenergieverbrauch liegt damit nach 15 Jahren Energiewende gleich hoch wie der Beitrag von Abfällen aus Deponiegasen. Und für diesen lächerlich geringen Anteil wurden die Bürger aufgrund einer zwanzigjährigen garantierten staatlichen Beihilfe auf der Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2000) mit bislang rd. 260 Mrd. EUR zur Kasse gebeten. Selbst wenn alle Haushalte in Deutschland Strom aus erneuerbaren Energien beziehen würden, so der Physiker Dirk Dubbers von der Universität Heidel-berg, würde das erst 3,6 % des Primärenergieverbrauchs abdecken. Würde man dagegen 8 % weniger Kraftstoff für Autos verbrauchen, so würde das mehr Energie einsparen, als alle Windkraftanlagen insgesamt produzieren.

Und im Hinblick auf die steigende Weltbevölkerung ist es nicht verwunderlich, das auch der Energiebedarf steigen wird. Und ebenso wenig verwunderlich ist, das daher der Kohleanteil am Gesamtenergiemix weltweit bei 41,1 % liegt. Aber das kann den Franzosen ja egal sein, da deren Stromstecker an einem der 58 Atom-Kraftwerke hängt. Wenn die EU-Klimakonferenz-Zeichensetzer die Menschen zu einem unbequemen und deindustriealisierten Lebensstil bekehren wollen, so haben sie dabei vor allem eins im Sinn: auf jemand anderes Arsch durchs Feuer reiten zu wollen. Derweil bauen die Asiaten 500 neue Kohlekraftwerke und Indien erlebt derzeit mit über 45 % am Gesamtenergiebedarf das größte Wachstum in der Kohlenutzung. Auch in Südasien und in Japan wird der Kohleanteil um 30 % bis 2030 steigen.

Grosse Sorgen brauchen wir uns also wegen den Pariser Beschlüssen nicht zu machen, da die Pariser-Klimakonferenz genau so scheitern wird wie die 20 Kon-ferenzen vorher. Die beschlossene Abkehr von fossilen Energieträgern ab 2020 wird solange ein Traum bleiben, wie Speicherkapazitäten für Öko-Strom zu be-zahlbaren Preisen fehlen. Statt auf die Sprücheklopfer aus der Politik zu lauschen, hätten die Medienvertreter zur Abwechslung doch mal den tatsächlichen Fach-leuten zuhören sollen. Die trafen sich nämlich am 11.und 12.12.2015 im weniger vornehmen Essen zur 9. Klima-und Energiekonferenz des europäischen Instituts für Klima und Energie im Haus der Technik. Was diese Fachleute in 16 Fachbeiträgen zu sagen hatten, hätte die Klima-Alarmisten so gar nicht erfreut. So erläuterte  z.B. der Meteorologe Klaus Puls in einem Beitrag, warum kein Trend zu Extremwettern zu beobachten sei, den man belegen könnte. Prof. Dr. Karl Ewert berichtete über aufgedeckte Manipulationen des US-Klimainstitutes GISS und man war sich einig, das der von Menschen verursachte C02-Ausstoß nicht zur Klimaerwärm-ung beiträgt.

vgl. hz.a. Haferberg, Manfred: Klimagipfel: heiteres Zeichensetzen in Paris; in: Eike.de vom 02.12.2015; Die Welt vom 06.12.2015; IGBCE-Interview mit Brian Kohler, Startseite vom 25.11.2015, Tan, Florence, Gloystei, Henning: Vergessen Sie Paris: Die Asiaten bauen 500 neue Kohlekraftwerke, in: Eike.de vom 08.11.2015; WDR vom 05.12.2015, Süddeutsche Zeitung vom 29.11.2015, Eike.de vom 12.12.2015, ARD und ZDF vom 13.12.2015  und Revierkohle-Redaktion vom 15.12.2015

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RWE-Umbau

Dank des EEG muss die Kohlesparte ausgelagert werden

Nach dem E-ON bereits Anfang des Jahres vorgeprescht war und den Kraftwerkspark in eine eigene Tochterfirma mit dem Namen Unipar AG zum 1.1.2016 auslagern wird, folgt nun der zweite große Stromversorger RWE, der ebenfalls das Gas-und Kohlegeschäft in eine eigene Gesellschaft ausgliedern will. Beide Unter-nehmen stecken dank des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) in der schwersten Unternehmenskrise seit Gründung der Firmen. RWE brechen wegen der fall-enden Börsenstrompreise und wegen der bevorrechtigten Einspeisung von regenerativen Energieträgern in das Netz die Gewinne weg.

RWE-Zentrale in Essen

RWE-Zentrale in Essen

Im laufenden Jahr rechnet der Versorger mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses vor Steuern auf 6,1 Mrd. EUR. In 2009 waren es noch 9,1 Mrd. EUR. In 2013 hatte RWE wegen der hohen Abschreibungen auf die ständig stillstehenden oder zu wartenden Kohlekraftwerke einen Nettoverlust von sage und schreibe 2,8 Mrd. EUR hinnehmen müssen. Der Aktienkurs dümpelt bei 11 EUR. In 2007 waren es noch rd. 100 EUR. Die Schuldenlast beläuft sich mittlerweile auf 25,5 Mrd. EUR. Zwar konnte durch den Verkauf der Tochterfirma DEA 5 Mrd. EUR an Einnahmen generiert werden. Diese Einnahmen können aber nicht auf die hohe Kante gelegt werden, sondern dienen zur Kostenabdeckung für die Entsorgung der Atomkraftwerke und die Beseitigung von Umweltschäden im Braunkohletagebau. Für die Kraftwerkssparte befürchtet RWE daher einen weiteren Personalabbau von rd. 1000 Mitarbeitern. Auch betriebsbedingte Kündigungen will RWE nicht aus-schließen.

Die neue Geschäftseinheit wird mit 40.000 Mitarbeitern doppelt so groß sein wie der künftige vom Staat subventionierte Windkraft-und Solaranlagenbereich. Soweit das Stromgeschäft mit den konventionellen Kraftwerk weiterhin rote Zahlen schreibt, wird RWE wohl nicht um eine vollständige Abspaltung herumkomm-en. Dann wäre die Bundesnetzagentur am Drücker. Diese müsste entscheiden, welche Kraftwerke für die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit notwendig sind und welche nicht. Die Kosten  würden dann auf dem Wege einer zusätzlichen EEG-Umlage auf den Verbraucher umgelegt werden.

vgl.hz.a. Handelsblatt vom 02.12.2015; WAZ vom 02.12.2015 und Revierkohle-Redaktion vom 05.12.2015