Der Weg der Kohle auf Zollverein

Folgen Sie dem zweiten Teil des Wegs der Kohle durch die Mischanlage sowie den Bandbrücken und steigen der gigantischen Koksofenbatterie „aufs Dach“. In den darunterliegenden Öfen wurde die Kohle bei mehr als 1.000 Grad Celsius zu Koks veredelt. Von der Koksproduktion auf der sog. schwarzen Seite bis zur „weißen Seite“, auf der die Nebenprodukte gewonnen wurden, erleben Sie die Kokerei mit ihrer Technik und Geschichte. Dazu bekommen Sie einen Eindruck von der harten Arbeit in Lärm und Hitze. Die spannende Geschichte von der Stilllegung 1993 bis zur umfangreichen Umgestaltung macht das Panorama komplett.

Termine: April bis Oktober: Mo–Fr 11.30 und 14.30 Uhr, Sa, So sowie an Feier- und Brückentagen 11.30, 14.30, 15.30 und 16.30 Uhr / November bis März: Mo–Fr 14.30 Uhr, Sa, So und an Feiertagen 11.30 und 14.30 Uhr / Dauer: 2 Stunden

Bei dieser Führung lernen Sie eine beeindruckende Anlage kennen: die ehemals größte Zentralkokerei Europas mit ihren ungewöhnlichen Hallen, Maschinen und Wegen.

Anmeldung:
denkmalpfad@zollverein.de
Kosten: 10,00 EUR

35 Jahre Fernwärme Verbund Saar

Als 1973 die erste Energiekrise ausbrach, hatten die Verantwortlichen der damaligen Saarbergwerke AG den richtigen Riecher und wußten, wohin die Reise geht. Die Energiegewinnung sollte, sauberer, effizienter und kostengünstiger werden. Ein Ziel, was auch heute noch bedeutsam ist. Und so gründete man 1975 die Saarberg-Fernwärme GmbH. Diese baute ein innovatives Fernwärmenetz auf, welches mit einem 600 km langer Rohr-und Leitungsnetz versehen wurde. Innovativ deshalb, weil man damals erstmalig die Abwärme von den umliegenden Kraftwerken, Bergwerken, Kokereien und Hütten, die es damals im Saarland noch reichllich gab, aufzufangen und den Verbrauchern über sog. Kraft-Wärme-Kopplungs-Kraftwerke zukommen zu lassen. 1979 gründete man dafür eine eigene Gesellschaft, die Fernwärme-Verbund Saar GmbH, die im Febr. 2015 ihren 35. Geburstag feierte. Revierkohle gratuliert den Verantwortlichen an dieser Stelle ganz herzlich nachträglich.

Die Fernwärme-Verbund Saar GmbH (FVS) versorgt heute r. 13.000 Industrie-und Privatkunden. In 2013 wurde über 943 Gigawatt an Wärme produziert. Das entspricht einem Deckungsbedarf für 52.000 Haushalte. Die Energie liefert der Kraftwerkspark Völklingen-Fenne, die Kraftwerke Ensdorf und Weiher, die Dillinger Hütte und das Biomasse-Heizkraftwerk Warndt.

Im Vergleich zu konventioneller Wärmeerzeugung benötigt Fernwärme rd. 80 % weniger an Primärenergie. Fernwärme ist darüber hinaus ständig verfügbar, schont Umwelt und Ressourcen und verringert die Abhängigkeit von Öl und Gas. Auch diese hochleistungsfähigen Anlagen will die Bundesregierung demnächst mit einer Strafsteuer belasten.

vgl. hz.a. Werkszeitschrift Steinkohle von 2/2015, S. 14