Werdendes Ruhrgebiet 2015

Anfang 2015 zog das Ruhr-Museum wieder einmal Bilanz. Nach dem Umzug von der Goethestr. in Essen in die sanierte ehem. Kohlenaufbereitungsanlage der Zeche Zollverein XII sind nunmehr fünf Jahre vergangen. Und wieder fiel die Bilanz äußerst positiv aus. Das Ruhr-Museum gehört heute zu den Flaggschiffen der Essener Kulturlandschaft. Und das belegen auch die Zahlen. Um das Haus betriebswirtschaftlich rentabel zu fahren, benötigt das Museum rd. 150.000 Besucher pro Jahr, so der Direktor des Ruhr-Museums, Prof. Theodor Grütter. Im Verhältnis zu den benötigten Besucherzahlen am alten Standort sind das dreimal so viele Besucher. Weil die Kosten für Ausstellungen, Personal und Unterhaltung um ein vielfaches höher liegen, bestanden am Anfang erhebliche Bedenken, ob sich ein Umzug lohnt. Man wagte es und gewann. Nicht nur 150.000, sondern im Durchschnitt 250.000 Besucher pro Jahr. Damit gehört das Ruhr-Museum zu den bestbesuchten Museen in Deutschland. Auch gibt es eine extrem hohe Zahl von Wiederholungsbesuchern. Da etwa 50 % der Besucher die wechselnden Sonderausstellungen besuchen, die sich inhaltllich immer auf hohem Niveau bewegen, steht das Haus ständig unter hohem Erwartungsdruck. Mit den Mehreinnahmen durch die vielen Besucher kann man allerdings auch in den nächsten Jahren immer wieder neue Projekte realisieren.

Prof. Grütter und seine Mannschaft plant schon bis in das Jahr 2020 hinein. Am 26.3.2015 wird z.B. die Schau „Werdendes Ruhrgebiet“ eröffnet, 2016 folgt das Projekt Rock und Pop im Pott, 2017 wird eine grosse Ausstellung über die vier Weltreligionen unter dem Motto“ Der geteilte Himmel“ eröffnet und 2018 steht der Auslauf des deutschen Steinkohlenbergbaus und die Kohleförderung im Zentralfocus. Auf dem Gelände der ehem. Kokerei Zollverein plant Prof. Grütter den Bau eines Museum-Depots, weil viele Exponate mittlerweile nicht mehr fachgerecht gelagert werden. Und um diese Schätze auch für Besucher weiterhin zugänglich zu machen, benötigt das Museum rd. 3 Mio.EUR. Finanziert wird dieses Projekt aus dem Welterbestätten-Programm des Bundes. Die Stadt Essern soll 300.000 EUR dazuschießen.

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